Wenn die Krise kommt André Schmitt Wenn die Krise kommt - Ein Ratgeber über die große Krise und effektive Krisenvorsorge Mit diesem spannenden Ratgeber bist Du vorbereitet, auf alles, was bei einem großen Blackout auf Dich und Deine Liebsten zukommt. Autor André Schmitt 1. Auflage, Januar 2025 © André Schmitt Alle Rechte vorbehalten. Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwendung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Dies gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. ISBN: Impressum: https://bia-germany.de/impressum/ Kontakt: E-Mail: info@bia-germany.de Internet: https://bia-germany.de/ Wenn die Krise kommt Ein Ratgeber über die große Krise und effektive Krisenvorsorge Mit diesem spannenden Ratgeber bist Du vorbereitet, auf alles,was bei einem großen Blackout auf Dich und Deine Liebsten zukommt. André Schmitt BIA BIA GMBH TRADE & CONSULT Hier wollen wir die talentierten Mit-Autoren und Helfer vorstellen, die es ermöglicht haben, dieses Buch zu einem wertvollen und ganzheitlichen Werk zu machen. Vielen Dank dafür! Marc Friedrich, der Finanzexperte, hat mit seinem profunden Wissen und seiner Fähigkeit, komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich zu erklären, maßgeblich dazu beigetragen, die finanziellen Aspekte unseres Buches zu vertiefen. Robert Jungnischke und Sebastian Hein, unsere Krisen- und Energieversorgungsexperten, haben ihr Fachwissen und ihre Erfahrung in diesem Bereich eingebracht, um dir ein tieferes Verständnis für die Herausforderungen und Lösungen im Krisenmanagement und der Energieversorgung näherzubringen. Patrick Krause, langjähriger Kampfsportexperte und Direktor des 1. UFC Gyms Deutschlands, hat durch seine fundierten Erfahrungen im Bereich der Selbstverteidigung ein realitätsnahes Verständnis für dieses Thema übermittelt. Marco Kurz, unser Videograf, hat mit seiner kreativen Vision und seinem handwerklichen Geschick visuelle Elemente geschaffen, die die Inhalte dieses Buches lebendig und fesselnd darstellen. Lisa Bläcker, unsere Grafikdesignerin, hat in wochenlanger Arbeit immer wieder neue Ideen umgesetzt und die Gestaltung des Buches und des Buchcovers souverän übernommen, um meine Vision für euch zu veranschaulichen. \ Marc Friedrich Robert Jungnischke Sebastian Hein Finanzexperte Energie- und Krisenvorsorgeexperten Patrick Krause Marco Kurz Lisa Bläcker Kampfsportexperte Videograf Grafikdesignerin Zum Autor Unser Autor war von 2004 bis 2019 bei der Bundeswehr, eingesetzt in einem der letzten verbliebenen Jagdkampfzüge der Fallschirmjägertruppe, wo er nahtlos als erster Zug zum EGB-Soldaten ausgebildet wurde (Fallschirmjäger mit erweiterter Grundbefähigung). Anschließend ging er als Feldwebel ins Kommando Spezialkräfte (KSK), wo er zum Sprengstoffspezialisten ausgebildet wurde, mit der Spezialisierung für Sabotage an Großanlagen. Nach 15 Jahren Dienst endete seine Verpflichtungszeit mit dem Dienstgrad des Hauptfeldwebels. Zivile Ausbildungen, die er bis heute weiter absolviert hat, sind: - Industriekaufmann - Fachwirt für Marketing - E-Commerce-Manager - Projekt-Manager - Wirtschaftsmediator - Verhandlungsmanager - Mimikresonanzmaster Seine Tätigkeiten umfassen neben dem militärischen und unternehmerischen Dienst diverse Beraterfunktionen für Industrie, Politik, diskrete Gesellschaften und NGOs. Schwerpunkt bilden hierbei die Rüstungsindustrie, die Prototypenentwicklung und Konzeptionen im Einsatz, sowie Vermittlungs- und Mediationstätigkeiten in Kriegs- und Krisengebieten. Des Weiteren arbeitet er als Business Coach und freier Dozent im Bereich Führungskräfteausbildung sowie Community Building. Quellen Mitwirkend als Quellen und Fachberater für dieses Buch dienten Experten aus der Energiewirtschaft, dem Innenministerium, medizinisches Personal aus dem Bereich des KSK sowie der Bundeswehr allgemein, Sportberater von Operator Fit und Mitarbeiter des Bundesamtes für Katastrophenhilfe und Bevölkerungsschutz. Wir bedanken uns hier schon einmal recht herzlich für deren Unterstützung. Hinweis Der Autor dieses Buches übernimmt keinerlei Haftung für die Inhalte des Buches sowie für die darin vorkommenden Techniken und Empfehlungen. Die Informationen in diesem Buch dienen ausschließlich zu Informationszwecken und sollen dem Leser einen Überblick über bestimmte Themen geben. Es liegt in der Verantwortung des Lesers, die in diesem Buch enthaltenen Informationen sorgfältig zu prüfen und gegebenenfalls Rücksprache mit qualifizierten Fachleuten zu halten, bevor er die beschriebenen Techniken oder Empfehlungen anwendet. Es ist wichtig zu beachten, dass bestimmte Tätigkeiten, insbesondere solche, die mit lebensbedrohlichen Situationen verbunden sind, nur von entsprechend ausgebildeten Fachkräften durchgeführt werden sollten. Der Autor dieses Buches ermutigt nicht dazu, gefährliche oder potenziell schädliche Aktivitäten ohne angemessene Ausbildung, Kenntnisse oder professionelle Anleitung durchzuführen. Der Leser sollte verstehen, dass die Umsetzung der im Buch beschriebenen Techniken und Empfehlungen mit Risiken verbunden sein kann. Weder der Autor noch der Verlag können für Verletzungen, Schäden oder Verluste haftbar gemacht werden, die durch die Anwendung der Informationen aus diesem Buch entstehen. Der Leser stimmt zu, dass er eigenverantwortlich handelt und jegliche Haftung für Handlungen oder Entscheidungen, die aufgrund der Informationen in diesem Buch getroffen werden, selbst übernimmt. Es wird dringend empfohlen, dass der Leser bei Fragen oder Bedenken professionelle Beratung von geeigneten Fachleuten einholt. Durch die Nutzung dieses Buches erklärt der Leser sein Einverständnis mit dieser Haftungsklausel und akzeptiert, dass der Autor und der Verlag von jeglichen Ansprüchen, Forderungen oder Klagen freigestellt sind, die sich aus der Anwendung der Informationen aus diesem Buch ergeben könnten. Vorwort des Autors Dies ist mein erstes Buch, welches ich so für die Öffentlichkeit und den geneigten Leser schreibe. Als Fachberater für Krisenmanagement und Wirtschaftsmediation, vor allem in Krisen- und Kriegsregionen für gehobene Privatiers, NGOs und Politik, ist man eher im Hintergrund, ein „Grey Man“, um die Sicherheit und Interessen der Kunden zu gewährleisten. Diskretion und Verschwiegenheit gehören zum täglichen Business genauso wie permanenter Fokus und Disziplin ein falsches Wort oder eine Handlung zur falschen Zeit am falschen Ort können hier nicht nur massiv Geld kosten, sondern würden mein Leben drastisch verkürzen. Warum ich mich dennoch entschieden habe, mich zumindest etwas aus der Deckung zu wagen, ist der Umstand, dass eine große Versorgungslücke zwischen einer uninformierten breiten Masse und einer kleinen Elite besteht. Was meine ich damit genau? Der Großteil der Kontakte und Klienten, welche ich und andere „Grey Men“ der Geopolitik treffen (Economic Hitmen, Lobbyisten, Gladio-Einheiten, Regime Change Operators, PMOs ...) kommen aus dem Bereich der oberen 0,05 % der einflussreichsten Familien, Konzerne und Organisationen Deutschlands. Wir sind sozusagen der verlängerte Arm von Interessen und Projekten, die entweder zu gefährlich sind oder moralisch und parteilich nicht mit dem medialen Image übereinstimmen. Diese Elite ist meist aufgrund ihres Status sehr gut informiert und handelt und denkt sachlich und objektiv. Wenn ich dir nun sage, dass sich diese Menschen seit Jahrzehnten massiv mit dem Thema der Krisenvorsorge beschäftigen (wir reden nicht von Personenschutz) und auch offen über geopolitische Zuspitzungen reden, welche Probleme und Leid in ungeahnten Dimensionen für viele Menschen bedeuten würden, dann reden wir hier nicht von Aluhutträgern und einseitig informierten Stammtischbürgern, sondern von denen, die die Lage sehen, wie sie ist. Wenn es nur einer von Hundert wäre, würde man vielleicht sagen: „Er ist etwas sensibel und übervorsichtig“. Wenn jedoch nahezu 100 % genauso denken, ist es eindeutig: Uns steht etwas bevor. Das soll nicht heißen, dass diese Klientel sich auf Katastrophen freut oder die Vorbereitung nur als Hobby sieht, weil sie viel (selbstbestimmte) Zeit und Geld haben. Wer Safe Häuser, teilweise Safe Cities, baut (Schwerpunkt hier Mittelamerika, Skandinavien und Neuseeland, sowie einige Privatinseln), Vorräte für mehrere Jahre anlegt und Fluchtpläne und Routen penibel plant, der hat seine Gründe dafür. Wir wissen davon, denn ob Personenschützer, Piloten, medizinisches Personal, Chauffeure oder Buchhalter du kannst als Privatperson so diskret wie möglich sein, wenn dich dein Stab an Service- und Sicherheitspersonal ständig begleitet und vieles mitbekommt, ist im Prinzip nichts geheim. Wenn ich die Klienten jedoch frage, warum sie nicht offener die Gefahren in der Öffentlichkeit kommunizieren, erhalte ich meistens drei Antworten: 1. Man wolle keine Panik verbreiten. Die Bevölkerung soll in Ruhe und Frieden leben. Man versucht im Hintergrund die Probleme anzugehen. 2. Die Lage deutlich zu zeichnen, hieße auch, Verantwortung zu übernehmen, für das, was war, und das, was kommt sprich für Fehler geradezustehen, die vielleicht gemacht wurden —, und für die Zukunft Maßnahmen zu ergreifen, welche unbequem und nicht so einfach wären. Man möchte aber ja wiedergewählt werden. 3. Durch den Vorsprung an Wissen kann man wirtschaftlich immer absahnen und muss nicht teilen. Wenn jeder alles wüsste und nicht im Nebel der Informationsflut herumirren würde, wäre es verdammt schwer, viele Geschäfte und Konstrukte aufrechtzuerhalten. Abschöpfstrategie bis zum Knall heißt es da. Ein Verhindern der bereits seit Jahrzehnten in Gang gesetzten Mechanismen ist nicht mehr möglich, also macht man das Beste daraus. Ohne also moralisch den Oberlehrer zu spielen, frage ich dich: Würdest du es nicht genauso tun, hättest du die finanziellen Mittel und Kontakte? Man muss die Realität nicht mögen, aber sie zu ignorieren bringt dich auch nicht weiter. Ich für meinen Teil sehe es aus der sportlichen Wettkampfperspektive: Ich habe Respekt vor den Familien und Organisationen, die es bis an die Spitze geschafft haben. Statt Neid und Missgunst sehe ich eher die intellektuelle Challenge dieser königlichen Kunst an Psychologie, Strategie und Weitsicht. Dies ist jedoch nur meine Sicht. Würde ich zornig oder missliebig gegen diese Kräfte werden, könnte ich meine Arbeit als „Grey Man“ und Fachberater nicht weiter durchführen. Sehen wir also eher den Wink mit dem Zaunpfahl und lernen aus den Handlungen und Vorsichtsmaßnahmen der anderen, statt neidisch zu sein auf das, was sie erschaffen haben. Wir haben eine gut informierte Oberschicht, die aus dem Wissen natürlich auch Kapital schlagen möchte, und eine sehr uniformierte Restmasse. Warum ich also dieses Buch schreibe, ist ganz einfach: Als Soldat habe ich einen Eid geleistet, dem Schutz der Bevölkerung so gut es geht zu dienen, selbst wenn es mein Leben kosten sollte. Auch wenn ich schon längere Zeit kein Soldat mehr bin und die Uniform gegen den Anzug getauscht habe, ist es doch eine innere Haltung, welche man nicht ablegen kann. Deswegen versuche ich eine Brücke zu schlagen, oder eher dir einen Leitfaden zur Selbsthilfe an die Hand zu geben. Um es vorwegzusagen: Egal, welche Tipps und Tricks du bekommst, sie werden weder die Ereignisse der Zukunft ändern, noch dich zu 100 % schützen können. Jedoch hoffe ich, dass du dank ihnen deine Vorsorge verbesserst oder überhaupt erst damit anfängst, deine Ausgangssituation in einer Krise zu optimieren. Bist du zur falschen Zeit am falschen Ort, wird auch das nichts helfen. Dies zu verstehen und zu akzeptieren, ist die erste Lektion. Du musst dir bewusst machen, dass alle Zivilisationen sowohl zerbrechlich als auch vorübergehend sind. Du musst bereit sein, dich an Veränderungen anzupassen, da du weißt, dass die natürliche Selektion die Dinge unabhängig davon ändern kann und wird. Ich habe mir weder von den Nachrichtendiensten noch meinen Klienten eine Freigabe für dieses Buch geben lassen, getreu meinem Motto: „Wer erst gar nicht fragt, kann auch kein ‘Nein’ bekommen“. Ich hoffe, niemanden damit in Verlegenheit zu bringen. Ich achte auf alle persönlichen und dienstlichen Geheimnisse und behalte diese für mich. Dieses Buch dient nur dem Wohl der Bürger als vertiefende Empfehlung der bereits vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mahnenden Informationen. Solltest du meine Diskretion infrage stellen, weißt du, wo du mich findest. Ich arbeite im Dunkeln, um dem Licht zu dienen. Intro Inhaltsverzeichnis Kapitel 01 - Einleitung Einleitung 1.1 Warum ist es so wichtig, Vorsorge zu betreiben? 1.2 Bekämpfe die Lethargie der Angst und Panik 1.3 Thema Zeit 1.4 Thema Lagerung 1.5 Das Prinzip der vier Generationen 1.6 Die drei Phasen der Katastrophe 2. Sieben Tage Blackout wie ihn ein normaler Bürger erlebt 3. Experten-Interview mit Sebastian Hein Kapitel 02 Fachteil Einstieg 1.1 Was ist ein Blackout? 1.2 Wie bemerke ich einen Blackout? 1.3 Definitionen 1.4 Großflächige Störungen im Stromnetz der Vergangenheit 1.5 Einschätzung seitens der europäischen Politik und Energiebetreiber 1.6 Europäische Energieversorgung 2. Wie ist unsere Stromerzeugung sichergestellt? 2.1 Ökostromanteil am Strommix steigt 2.2 Europäisches Verbundsystem 3. Das Stromnetz wird immer komplexer 4. Wie ist das Stromnetz genau aufgebaut? 4.1 Der Zusammenhang der 50 Hertz im Stromnetz 4.2 Redispatching-Maßnahmen in der Energieversorgung 5. Dezentrale oder Zentrale Energieversorgung: Vergleich, Vor- und Nachteile sowie Hybridansätze 6. Die begrenzte Reichweite deutscher Stromspeicher ein kritischer Blick auf die Energiespeicherung 6.1 Was können Ursachen für einen Blackout sein? 6.2 Kritischer Blick auf das aktuelle Stromnetz: Herausforderungen und Verbesserungspotenzial 7. Wie sehen Alternativen der Versorgung aus? 8. Wie lange dauert es, bis ein Blackout behoben werden kann? 9. Wasserversorgung bei einem Blackout? 10. Infrastrukturausfall 11. Womit rechnet die Bevölkerung und was wird am Ende realistisch passieren? Kapitel 03 Vorbereitung Blackout-spezifische Sofortabläufe 2. Persönliche Vorbereitung 3. Deine private Vorsorge Beginn deiner Transformation 4. Resilienz dein persönliches Krisen-Backup 4.1 Was Resilienz bedeutet 4.2 Widerstandsfähige Gemeinschaft 4.3 Wie erreichst du Resilienz? 4.4 Gesundheitlicher Aspekt 5. Wecke nun deine verloren geglaubten Instinkte und Wahrnehmungen wieder auf 5.1 Ernstfallpsychologie und Stresssymptome bei Menschen 5.2 Atemtechniken für deine Stressreduzierung 6. Was kannst du von deinen Eltern und Urgroßeltern lernen? 7. Der Cooper Color Code 8. Der OODA-Loop 9. Das Hinckley Face und seine Bedeutung im Desaster Management 10. Gruppendynamiken 11. Gesundheits-TÜV für dich 11.1 Rauchst du noch? 11.2 Trinke stilles Wasser 11.3 Eiserner Wille und Disziplin 11.4 Lies viel mehr! 11.5 Informationsdiät 12. Lerne, Nein zu sagen, und halte dich fern von Menschen, die nur deine Energie und Zeit rauben! 12.1 Wo sollst du Nein sagen? 12.2 Zeitfresser 12.3 Nutze deine Zeit weise! 12.4 Verzweifle nicht, vertraue darauf, dass alles gut wird, glaube an das Gute und an deinen Erfolg 12.5 Noch mal, damit du es verinnerlichst: Lerne deine Nachbarn und Umgebung besser kennen 13. Die perfekte Vermögenssicherung in Krisenzeiten 14. Stärke deinen Körper körperliche Resilienz 14.1 Wanderungen und Märsche 14.2 Cardio 14.3 Die Dauermethode 14.4 Parameter für den Ausbau der Resilienz 14.5 Beispielplan 1 14.6 Schulterprogramm 14.7 Trainingsplan Beine 14.8 Trainingsplan Rücken 14.9 Wundheilungsphasen 15. Ausrüstung und Tools: Was solltest du unbedingt haben und was ist eher nice to have? 15.1 First Line 15.2 Second Line dein nächster Schritt zur Sicherheit 15.3 Third Line deine Überlebensversicherung, wenn du dein Zuhause für längere Zeit verlassen musst 15.4 Bevorratung und Tauschhandel 16. Der Beton-Dschungel 17. Improvisieren 18. Nahrungsvorsorge 19. Deine heimische Vorratskammer 20. Wie bereitest du dein Essen vor? 21. Deine Hausapotheke 22. Wasser ist Leben 23. Energieversorgung 24. Vitamine und Nahrungserganzungsmittel 25. Die Notdurft, die nicht ausbleiben wird 26. Körperpflege 27. Baby an Bord? 28. Sonstige Dinge, an die du bei deiner Bevorratung denken solltest 29. Dokumente 30. Tauschmittel 31. Zeit, etwas die Gegend zu erkunden Werde zum Grey Man 32. Selbstschutz 33. Brandschutz 34. Plan B 35. Notfall-Medizin 35.1 IFAK 35.2 Der Blutkreislauf 35.3 Funktionen der Atmung 35.4 Bedrohliche Blutungen 35.5 Erste Hilfe bei Erfrierungen 35.6 Erste Hilfe bei Erstickungsgefahr 35.7 Fremdkörper im Auge 35.8 Gelenkverletzungen 35.9 Gewalteinwirkung auf den Kopf 35.10 Herzinfarkt 35.11 Hirnbedingte Krampfanfälle 35.12 Innere Erkrankungen und Verletzungen 35.13 Rauschzustände 35.14 Schlaganfall 35.15 Schockzustand 35.16 Sonnenstich 35.17 Stromschlag 35.18 Verätzungen 35.19 Verbrennungen, Verbrühungen und Brandwunden 35.20 Vergiftungen und Hilfe bei Erbrechen 35.21 Verletzungen am Körperstamm 35.22 Wundversorgung, Verbände und Hilfsmittel 35.23 Kampfstoff-Einsatz 35.24 Heilkräuter und Heilbäume 35.25 Verhaltensweisen bei extremer Hitze und Kälte 35.26 Fußhygiene 36. Bug-Out-Vehicle dein ABC des Fluchtfahrzeugs 37. Wie man Treibstoff aus einem Auto absaugt: Methoden zum Abzapfen 37.1 Wie saugt man mit Luftdruck Benzin aus einem Auto ab? 37.2 Wie saugt man Kraftstoff mit einer Benzinsaugpumpe ab? 37.3 Wie saugt man Benzin mit einem Schlauch durch den Mund ab? 37.4 Wie saugt man Benzin aus einem neuen Fahrzeug ab? 37.5 Allgemein 38. Kommunikation in der Krise 38.1 Grundsätzliche Möglichkeiten der Kommunikation während des Blackouts 38.2 Funkgerätetypen 38.3 Ausweitungen von Funkwellen und ihre Auswirkungen auf die Kommunikation 38.4 Funkdisziplin 39. Gemeinschaft 40. Kleine Tipps und Tricks, wenn du zu Fuß unterwegs bist Kapitel 04 Fazit und Anhänge 1. Fazit 2. Danksagung 3. Checklisten 3.1. Hausapotheke Das sollte vorhanden sein 3.2. Haushaltswaren & Lebensmittel 3.3. Fluchtrucksack 4. Links zum Selbststudium 5. Anhang 5.1 Die Zehn Grundsätze der Kriegspropaganda von Lord Arthur Ponsonby: Was wir für die Vorsorge und den Umgang mit Medien lernen können 5.2 Kognitive Kriegsführung im 21. Jahrhundert Lehren für Vorsorge und den Umgang mit Medien 5.3 Deutschlands Wirtschaftskrise und der Brain Drain: Die unmittelbare Bedrohung und ihre langfristigen Auswirkungen 5.4 Die „Economic Hitman" Strategie: Die Schattenseiten der Wirtschaftskriegsführung 5.5 Kampfsport, Kampfkunst, Selbstverteidigung 6. Glossar 7. Abbildungsverzeichnis 08 Werbung Kapitel 01 Einleitung Einleitung Das vorliegende Buch richtet sich in erster Linie nicht an die bereits gut ausgebildeten und informierten Bürger, die seit Jahren Zeit und Geld in die private Krisenvorsorge investieren, sondern es richtet sich an jene, die schlicht bis zum heutigen Tag verpennt haben, was vor sich geht, und nun möglichst schnell das nötigste Werkszeug an die Hand bekommen wollen, um sich und ihre Liebsten vor möglichen Krisenfolgen zu schützen. Das Buch soll als Orientierungshilfe und allgemeiner Ratgeber dienen. Wir werden hier nicht aufs Kleinste eingehen, sondern allgemeine Grundsätze und Anregungen besprechen. Für die Vertiefung bist du selbst verantwortlich. Dieses Buch ist für selbst denkende Erwachsene geschrieben worden, die selbst Verantwortung übernehmen wollen. Was meine ich damit? Wenn ich dir sage, du sollst dich mit dem Thema Feuer auseinandersetzen, und gebe dir ein paar Inhalte und Tipps für Alternativen wie „Denke an ein Feuerzeug, Streichhölzer oder einen Feuerstein“, muss dies als Tipp reichen. Ich zeige dir nicht, wie du mit Steinen Funken machen kannst, oder wie du durch Reibung mit ein paar Stöcken und einer Schnur ein Feuer entfachst. Diese MacGyver-Tricks zeige ich dir nicht. Warum? 1. Man braucht viel Erfahrung und es funktioniert nicht immer beim ersten Versuch wer etwas anderes behauptet, hat wahrscheinlich zu viele Actionfilme geschaut. 2. Nur lesen und Bilder ansehen bringt dir nichts wenn du dir solche Skills aneignen möchtest, musst du dir diese durch einen erfahrenen Ausbilder nach dem VENÜ-Schema erklären lassen (VENÜ: Vormachen, Erklären, Nachmachen, Üben ... dies dann am besten drillmäßig und unter Stress, Tag und Nacht). 3. Sei faul (bzw. gehe den einfachen Weg). Warum sollst du etliche Stunden etwas versuchen, basteln, erjagen oder bauen, was du in „Friedenszeiten“ in einem Bruchteil der Zeit oder mit einem Bruchteil des Geldes hinbekommen kannst? Warum dich aufreiben, wenn du es kräfteschonend machen kannst? Die Not kommt von ganz allein, du musst diese nicht noch künstlich selbst erzeugen, indem du mit dem Primitivsten beginnst und dich abrackerst. Noch ein Hinweis für das Lesen dieses Buches: Ich verwende hier einige Begriffe aus dem Militär, den Nachrichtendiensten und der Outdoor-Szene. Solltest du damit nichts anfangen können, habe ich dir im Anhang ein ausführliches Glossar erstellt, mit Erklärungen, weiterführenden Links und Quellen, sollte dich eines dieser Themen interessieren. Alle Wörter, die im Glossar erläutert werden, schreibe ich in GRAU. Ehe wir weitermachen, biete ich dir das brüderliche und kameradschaftliche „Du“ an. So müssen wir nicht gekünstelt um den heißen Brei herumreden, schlussendlich sitzen wir alle im gleichen Boot, sollte es zu einem Desaster kommen. Zweitens, wenn ich dich mit „Sie“ ansprechen würde, würdest du dich vielleicht bei einigen Dingen nicht angesprochen fühlen oder bei unangenehmen Fragen ausweichen, weil du denkst: „Er meint bestimmt die anderen Leser“. Nächste Anmerkung, die du vielleicht nicht gut finden wirst, was mir jedoch egal ist, da wir keine Freunde werden müssen, ist das Thema des „Genderns“. Ich verwende in diesem Buch ausschließlich die „Mann-Form“, da ich selbst ein Mann bin und die Art und Weise, wie „Politiker/innen“, „Soldat/innen“ etc. verwendet werden soll, weder in der breiten Masse noch in akademischen Kreisen akzeptiert wird (wenn man sie ehrlich fragt und keine Angst vor Repressalien haben müsste). Außerdem bekommen ich und bestimmt auch viele andere Leser von den vielen Endungen und Verunstaltungen der deutschen Sprache Kopf- und Augenschmerzen, die Lesegeschwindigkeit und Dauer des Lesens leiden darunter und dies will ich niemandem antun. Alle Geschlechter sind wunderbar, wie sie sind, keiner ist mehr oder weniger wert als der andere. Die Verwendung der männlichen Form dient ausschließlich der leichteren Lesbarkeit, das weibliche Geschlecht ist stets mitgemeint. Lasst uns über Probleme reden, statt selbst welche zu erzeugen, um von der Realität abzulenken. Du wirst feststellen, dass auf einigen Seiten dieses Buches QR-Codes eingebettet sind. Diese kleinen Symbole ermöglichen es dir, noch tiefer in die Themen einzutauchen, die ich hier behandle. Indem du einfach dein Smartphone oder Tablet verwendest, kannst du die QR-Codes scannen und Kurzvideos auf unserem YouTube- Kanal aufrufen, die wir extra für dieses Buch aufgenommen haben und die auch nur Leser des Buches zu Gesicht bekommen. Ich hoffe, diese interaktive Erfahrung bereichert dein Leseerlebnis und hilft dir, die Inhalte besser zu verstehen und zu schätzen. OFFA 0 Warum noch so ein Buch? Beginnen wir. Es ist Frühjahr 2023, ein Großteil der Bevölkerung hat bis zum heutigen Tag leider kaum Vorsorge bezüglich der Warnungen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, kurz BBK, betrieben. Dabei wird eine reale Bedrohung, welche die Zivilisation, wie wir sie kennen, in nie dagewesener Weise beeinträchtigen würde, sei es finanziell, psychisch und physisch ein Blackout, ausgelöst durch interne sowie externe Faktoren der verschiedenen Länder, durch das Verbundsystem der europäischen Energieversorgung immer wahrscheinlicher. Die geopolitischen Verwerfungen, die parallel einhergehen, sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. Gewarnt wird viel, jedoch handeln die wenigsten. Wieso? Hier gibt es verschiedene Ansätze, die eine Erklärung bieten können: 1. Ein Mensch beurteilt seine Lage und die seines Umfeldes aufgrund der ihm zur Verfügung stehenden Informationen. Verfügt er also über keine fachkundigen Informationen oder bewegt sich in einer Blase, in der Themen aus dem Bereich Krisenmanagement nicht vorkommen, ist er nur einseitig informiert, denkt jedoch, den totalen Überblick zu besitzen. Er nimmt Meinungen anderer einfach auf, anstatt sich selbst kritisch mit den Themen auseinanderzusetzen. Das ist auch einfacher. Eigene Gedanken nötigen zu eigenen Handlungen, eigene Handlungen verlangen, dass man aus der Komfortzone ausbricht. 2. Der typische Truthahn-Effekt. Der Truthahn beurteilt seine Zukunft aufgrund der Erfahrungen, die er in der Vergangenheit gemacht hat, und denkt deshalb: „Alles wird gut“. Dass der Truthahn nur gefüttert wird, weil er am Ende geschlachtet werden soll, kommt dem Truthuhn nicht in den Sinn, weil er diese Erfahrung bisher nicht gemacht hat. So ähnlich verhält es sich mit Bürgern, die sich nicht mit dem Thema Blackout beschäftigen. Sie beurteilen die Zukunft aufgrund ihrer Erlebnisse in der Vergangenheit. Da es jedoch bisher in der Geschichte keinen Blackout gegeben hat, kann niemand rational die Gefahr und Schwere der Folgen für sich und sein Umfeld vorhersagen. Man benötigt zu dem Zeitpunkt Kräfte mit Fachwissen und Kontakten, die ein breites Bild der Lage zeichnen können. 3. Kognitive Dissonanz. Der Bürger möchte sich nicht mit dem Thema auseinandersetzen, da es nicht in seine Planung vom Leben passt. Der Urlaub, die Hochzeit, die Kinder und die Karriere sind fest im Blick, eine Katastrophe passt hier nicht rein. Deswegen wird sie gezielt ausgeblendet oder lächerlich gemacht. Damit kann man dann schön seine Ängste regulieren, wie ein Mensch, der im dunklen Wald anfängt, zu singen und zu pfeifen, um sich selbst zu beruhigen. Den Wolf am Ende der Geschichte interessiert dies jedoch wenig. 4. Lethargie. Die Last, dass die Gefahr zu groß für mich ist. Die Vorbereitung ist so enorm. Ich habe doch keine Zeit. Wie soll ich das denn alles neben dem Beruf hinbekommen? Lagebilder Man rechtfertigt die Untätigkeit mit einem unabwendbaren Übel, welches so übermächtig ist, dass jegliche Lösungen gar nicht erst bedacht werden, da man sie für undurchführbar hält. Egal, zu welcher Kategorie du vielleicht bisher gezählt hast, ab heute ist damit Schluss. Mir geht es im vorliegenden Buch nicht darum, dich einzuschüchtern oder in Panik zu versetzen, sondern dir die Notwendigkeit zu zeigen, dass gewisses bedachtes Handeln, rational und mit klarem Kopf, dich und deine Familie vor möglichen schweren Folgen bewahren kann, sei es in monetärer Hinsicht oder in Hinsicht auf eure Leben selbst. Angst erzeugt Lähmung. Wissen und Fähigkeiten können diese jedoch lösen und in proaktive Handlungen überführen. Wissen und die richtige Einstellung zum Leben und zu deinen Mitmenschen und deren Verantwortung ist die erste und wichtigste Vorbereitung, mit der du beginnen musst. Es fängt bei dir an, nicht beim Nachbarn oder einem anderen Unbekannten. Du bist für dich und deine Liebsten verantwortlich, niemand anderes. Sollte der Ernstfall eintreffen und da sind sich die Experten einig, nicht ob, sondern nur noch wann es geschehen wird kannst du ab dem Blackout keine Vorsorge mehr betreiben. Was du bis zu diesem Zeitpunkt nicht besitzt, kannst du kaum bis gar nicht mehr erwerben. Seien es lebenswichtige Medikamente, das normale Essen, Objekte für die Navigation, die Hygiene oder um einfachste präklinische Hilfe bei deinen Liebsten zu leisten. Was wir nun gemeinsam machen, ist eine solide, praxisnahe Krisenvorsorge. Betrachte es wie eine Lebensversicherung. Es ist besser, du hast sie und musst sie nie nutzen als umgekehrt. 1.1 Warum ist es so wichtig, Vorsorge zu betreiben? Wieso vorbereiten? Wir leben in Zentraleuropa, in einer friedlichen Blase, in der man jederzeit einkaufen kann, eine Pizza mittels Smartphone bestellen könnte und einigermaßen sicher ist. Wenn man an der Heizung den Regler dreht, wird es warm, wenn man an den Wasserhahn geht, kommt Wasser heraus. Alles top, warum sollte sich so etwas ändern? Nun stell dir vor, der Strom fällt aus, nicht ein paar Stunden lang und nicht nur bei dir und den Nachbarn, sondern überall, über mehrere Länder verteilt, und zwar für einige Wochen. Jetzt nervös? Nein? Gut, dann schauen wir uns die Situation etwas genauer an. Du bekommst kein Wasser mehr aus der Leitung, hast wahrscheinlich schon das letzte bisschen das Klo heruntergespült, um die Toilette zu nutzen, weil du dachtest, der Strom kommt gleich wieder. Internet und Telefon funktionieren nicht mehr, auch nicht bei den Sicherheits- und Ordnungskräften, welche du vielleicht panisch versuchst anzurufen. Wie lange kannst du zu Hause bleiben, ohne einkaufen gehen zu müssen? Drei Tage, vielleicht sogar eine Woche? Mehr wird es nicht sein. Laut einer Umfrage haben in Deutschland ein Drittel der Bevölkerung für drei Tage Essen und Trinken zu Hause, ein Drittel der Bevölkerung kommt ungefähr eine Woche hin und nur das letzte Drittel der Bevölkerung würde etwas über eine Woche auskommen, ohne einkaufen gehen zu müssen. Jetzt stell dir vor, du musst doch raus. Du musst einkaufen. Die meisten Geschäfte können nicht öffnen, ohne Strom funktionieren die Kassen und Systeme nicht. Diejenigen, die vielleicht noch verkaufen, nehmen nur Bargeld an, du hast aber nur noch deine Bankkarte. Abheben kannst du auch nichts und die wenigen Produkte, die es noch gibt, kosten auf einmal das Fünf- bis Zehnfache wie vorher. Die Geschäfte, die vielleicht noch offen haben, sind bald leer. Durch die Just-in-Time oder gar Just-in-Sequence-Belieferung der Betriebe und Geschäfte ist nach einem Tag alles weg. Gewinnmaximierung statt Kapitalbindung und Lagerhaltungskosten. In einem perfekt funktionierenden System ohne Störungen und Wartungen kann dies funktionieren, jedoch nicht bei einem Blackout. Im Lebensmitteleinzelhandel ist die derzeitige Umschlagsrate der Waren in Großstädten teilweise vier-, fünfmal am Tag, auf dem Land drei- bis fünfmal die Woche. Die Waren gehen aus, aber es kommt auch kein Nachschub. Die Lkw können nicht mehr tanken, es kann nichts mehr produziert werden. Wer soll jetzt noch zu Hilfe kommen? Es betrifft jeden und alles, nicht nur dich, sondern auch alle Kräfte, die sonst im Katastrophenfall zu dir eilen würden. Die vorhandenen Mittel des Staates reichen aus, um vielleicht 1 bis 3 % der Bevölkerung für einen minimalen Zeitraum von wenigen Tagen zu versorgen. Auch dies muss organisiert und koordiniert werden (in der Masse von ehrenamtlichen Helfern, welche selbst Familien haben). Wie fair die Verteilung aussehen wird, zeigen Beispiele aus anderen Regionen der Erde, wo solche Hilfebasen schnell überrannt und geplündert werden, da die Masse der Bedarfsträger die Angebote stark übersteigt. Bedenke immer: Der Stärkere wird von den Schwächeren nehmen, egal ob Essen, Trinken, ein Dach über dem Kopf oder gar Sex. Dies ist die Natur des Menschen, ohne Gesetze und Ordnung. Was wenige offen sagen werden ist, dass die Regierung, wenn es kracht, vorrangig diejenigen beschützt, die etwas haben bzw. wohlhabender sind. Dies ist auch keine Panikmache, sondern die reine Natur des Menschen, der sich ohne Nahrung, Sicherheit und Ordnung in fünf Tagen vom Einstein zum Neandertaler verwandelt. Die Urinstinkte treten hervor, Moral und Anstand stehen nicht auf der Speisekarte. Nur die eigene persönliche Vorbereitung, für sich und die Familie, kann eine optimale Ausgangslage für diese und andere Katastrophenszenarien sein. Wer selbst nicht panisch und voller Entsetzen umherirren muss, um an Nahrung und sauberes Wasser zu kommen, der ist bedachter im Handeln, sicherer im Umgang mit schwierigen Situationen und kann helfen, die Ordnung wiederherzustellen. Je nach Standort musst du mit temporären und lokalen Reaktionen der Masse zurechtkommen, wie Plünderungen und Gewalt auf den Straßen, Vergewaltigungen und Selbstjustiz. Kriminelle Banden, Clans und diverse Einzeltäter nutzen das Vakuum von fehlender Ordnung und Strafverfolgung aus. Die ökonomische Krise selbst nach Wiederherstellung der Ordnung wurde hier noch gar nicht besprochen. Wie viele Firmen können weitermachen? Wann funktioniert die Finanz- und Supply Chain wieder? Allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten durch Ausgleich von extremen Preisen und niedrigem Angebot wäre es ratsam, die Vorsorge jetzt ernst zu nehmen. Selbst wenn du also auf einem einsamen Berg die Lage glimpflich überstehst, musst du dich und deine Familie noch mit gewissem Puffer über die fragile Zwischenzeit bis zur totalen Wiederherstellung der Ordnung führen. 1.2 Bekämpfe die Lethargie der Angst und Panik Du willst beginnen. Dann bleib erst einmal ruhig. Panisch bringst du dir und deiner Familie nichts. Sieh die Gefahren und Folgen klar vor dir, verzweifle aber nicht an ihnen, sondern suche nach Lösungen. Du brauchst weder Millionen von Euro noch eine Insel mit Bunker, um jetzt beginnen zu können. Auch übereilte Käufe, ausgelöst durch Empfehlungen von selbst ernannten „Krisenratgebern“ (meist Leute, die nie gedient haben, nie in einer Krise waren, keinen Background besitzen, außer Call of Duty oder Mikado-Meister zu sein) ergeben hier keinen Sinn. Die Masse bekommt durch die „sachlichen Empfehlungen“ von Schrott (der mehr Marge hat als Premiumprodukte) mittels Affiliate-Programmen ihre Subventionen für diverse YouTube- oder sonstige Kanäle. Beginne also mit der Optimierung deines Haushalts und der Dinge, die du kennst und einschätzen kannst. Alles andere erprobe selbst und bilde dir dein eigenes Urteil. Mit wenig Geld und etwas Zeit neben deinem normalen Leben kannst du dich so optimal vorbereiten und auch noch Spaß an der Sache haben, ohne Panik und Stress. Du hast kein Geld, keinen Stauraum und dir fehlt die Zeit dafür? Wenn ich ausnahmsweise mit profanen Bürgern privat über solche Themen spreche, kommt meistens: „Für so etwas fehlt mir die Zeit.“ „Für so etwas habe ich kein Geld.“ „Ich habe eine Mietwohnung im dritten Stock, wo soll ich da was lagern?“ Wer so argumentiert, beruhigt sich nur selbst und hat kein Interesse daran, sich mit der Krise ernsthaft auseinanderzusetzen. Vorsorge kostet weder viel Geld noch Zeit noch Stauraum. Auf die Einstellung und den Willen kommt es an. Selbst mit nur Bürgergeld kannst du starten. Es liegt an deiner Priorisierung und Verteilung der dir zur Verfügung stehenden Mittel, nicht an den Mitteln selbst. 1.3 Thema Zeit Alle Menschen haben 24 Stunden am Tag, egal ob arm oder reich. Was du aus der Zeit machst, liegt an dir. Schaust du Netflix und schläfst mehr als sechs Stunden, statt etwas zu lesen, Sport zu treiben oder deine Skills auf Vordermann zu bringen? Du kannst dir Fähigkeiten nicht kaufen, du musst diese gegen Schweiß, Blut und Lebenszeit eintauschen. Investiere also einen Teil der dir zur Verfügung stehenden Zeit und mache einen Tages- und Wochenplan, in dem du dir Auszeiten für deine Vorbereitung setzt, vielleicht sogar mit einem Gleichgesinnten, der ebenfalls Vorsorge betreiben möchte. Gemeinsam macht das Vorbereiten Spaß, Freundschaften entstehen und Brücken können überwunden werden, die vielleicht vorher durch Vorurteile bestanden. Statt am Wochenende auf Partys zu gehen oder auf der Couch deinen Abdruck weiter zu vertiefen, solltest du die Lücken in Wissen und Fähigkeiten minimieren, nicht hektisch, sondern ruhig, dafür aber stetig. Ich arbeite 90 Stunden die Woche und dies seit Jahren, lese jede Woche ein Buch und besuche einmal im Monat mindestens ein Seminar, welches mir neue Blickwinkel beschert. Das sind meine Prioritäten, deshalb habe ich die Zeit dafür. Niemand ist vollkommen, niemals darf man aufhören zu lernen. Man ist Lehrling bis zum Ende seines Lebens. 1.4 Thema Lagerung Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Lebensmitteln in deinem Zuhause, für eine urbane Überlebenssituation oder längerfristige Krise mit eingeschränkter Versorgung Egal ob bei schlechtem Wetter, Blackout oder Unruhen sowie wirtschaftlichen Einbrüchen, essen und trinken musst du immer. Um nicht erst in der Krise anzufangen, hier ein paar Tipps aus der Praxis für die Praxis: Übersicht und Transparenz Orte, an denen du Lebensmittel lagerst, sollten auch nur hierfür gedacht sein, kein Mischen der Güter (Werkzeuge, Benzin, sinnlose Gerätschaften). Räume alle Nicht-Lebensmittel weg und lagere sie in einem anderen Bereich, wie zum Beispiel dem Dachboden oder der Garage. Bewahre die Lebensmittel, die dem Verfallsdatum am nächsten sind, vorn in den Regalen auf und bereite diese zur nächsten Mahlzeit zu. Kaufe und lagere also nur das, was du auch tatsächlich nutzt und kennst. Improvisieren Viele Kontakte sagen immer, sie hätten in der Stadt wenig Platz für genügend Essen für die Krise, weshalb sie entmutigt sind und gar nicht erst damit beginnen, sich vorzubereiten. Streng deinen Kopf an! Nutze die Gegebenheiten aus, die du hast. Wenn es nicht horizontal geht, dann mach es vertikal, nutze die Raumhöhe. Bewahre zum Beispiel haltbare Konserven unter deinem Bett auf. Wenn du musst, kannst du dir durch einfache Bretter eine Erhöhung bauen, um mehr Stauraum zu erhalten. Bis zum Kopfteil ist alles möglich. Improvisiere also und suche dir Möbel oder Bereiche aus, welche Potenzial zum Verstauen haben. Erwäge auch, die Böden in den Schränken zu nutzen. Zwischen der Kleidung, die dort ordentlich aufgehängt ist, und dem Boden sind oft mehrere Meter Platz. Der Platz unter dem Waschbecken ist ein weiterer guter Ort, um Konserven aufzubewahren, da hier oftmals noch Platz ist. Du siehst also, die Aufbewahrung von Lebensmitteln für eine urbane Überlebenssituation erfordert nicht viel Veränderung, wenn man gewillt ist, sich etwas einfallen zu lassen, und einfach anfängt. Du kannst auf diese Weise lange mit deiner Menge an Nahrung auskommen, um nicht die überteuerten Waren einkaufen zu müssen, welche, wenn überhaupt, noch verfügbar sind. Du wirst dich so viel wohler fühlen, wenn du jeden Tag die richtige Menge an Nahrung zu dir nehmen kannst, ohne Angst vor Hunger zu haben oder an Unterversorgung zu leiden. Ich habe kein Geld Zunächst reduziere alle sinnfreien Ausgaben und Abos, welche nicht unbedingt notwendig sind. Rauchst du? Dann höre auf! Gehst du täglich zum Bäcker, um dir einen Coffee-to-Go oder ein belegtes Brötchen zu kaufen? Nimm einen Thermobecher und mach dir zu Hause einen Kaffee und schmier dir ein Brot. Hast du alle Stecker von den Geräten, die du gerade nicht nutzt, gezogen? Klingt banal, aber so fängt es an. Warum musst du ein teures Handy benutzen? Hast du kein Selbstvertrauen und musst dich durch Markenprodukte aufwerten, um dir und anderen zu beweisen, wie cool du bist? Brauchst du das teure Auto oder würde es ein günstigeres auch tun, um dich von A nach B zu bringen? Musst du zu Hause immer im T-Shirt herumlaufen, auch im Winter, und dafür deine Heizung bis zum Anschlag aufdrehen oder würden dicke Pullover und Socken es auch tun? Ich für meinen Teil mache das ganze Jahr die Heizung nicht einmal an. Wenn ich jeden Abend in meine Waldhütte komme, ist es meistens nach 22:00 Uhr. Den Kamin jetzt noch anmachen, wenn ich spätestens um 05:30 Uhr mit den Hunden wieder rausmuss, ergibt wohl eher keinen Sinn. Die Durchschnittstemperatur bei mir beträgt im Winter -7 °C, aber auch nur dank des Frostschutzreglers. Ich decke mich mit einer hochwertigen Daunendecke zu, fertig. Ich sehe meinen Atem in der Luft und schlafe ein. Ich erzähle dieses Beispiel nicht, weil ich mir das Heizen nicht leisten könnte, sondern weil ich für mich entschieden habe, dass dies für meine Lebenssituation überflüssig ist. Egal, welche Tipps ich dir gebe zunächst musst du dir eine Übersicht über deine Ein- und Ausgangsrechnungen machen, um zu sehen, wo noch Stellschrauben sind. Sollte alles nicht reichen und du bist dennoch gewillt, dich besser vorzubereiten, dann suche dir einen Zusatzjob. Arbeit, egal welcher Art, ist keine Schande. Arbeit gibt es an jeder Ecke, wenn man bereit ist, dafür Neues zu wagen oder seine Vorurteile abzulegen. Lass dich von niemandem aufhalten oder dir sagen, dass du es nicht schaffen kannst. Die richtige Frage sollte also lauten: Wie viel muss ich zusätzlich verdienen, um meine Familie und mich abzusichern? Wenn du die Summe hast, suche dir den Job und geh es an. Letzter Tipp: Du hast sicherlich viel Material Zuhause, was du schon lange nicht mehr benutzt hast. Wenn ja, raus damit. Ebay und Co. helfen dir dabei. Egal, was und in welchem Zustand du etwas verkaufst es wird immer jemanden geben, der genau das sucht. Warum solltest du etwas nutzen, was du schon vier Jahre auf dem Dachboden hast? Konzentriere dich und werde kompakter (weniger Material, dafür gutes und vielseitig einsetzbar). Es muss auch nicht immer das High-End-Equipment sein, Ersatzmarken, welche günstiger sind, tun es auch, wenn dich die Qualität überzeugt. Oftmals werden in Asien teure und billige Produkte im selben Werk hergestellt. Die einen bekommen einen Markennamen und kosten 500 Euro und andere Waren bleiben No- Name und kosten nur 50 Euro am Ende sind sie aber die gleichen. Informiere dich gut, bei welchen Marken dies der Fall ist. Nutze das, was zwischen deinen Ohren steckt. Fall nicht zu einfach auf Marketingfallen herein. Hast du jetzt alles drastisch heruntergefahren und eine Übersicht über dein Geld? Teile deine Einnahmen in sechs Bereiche auf. Diese sechs Stufen bringen dich stabil zur Entfaltung deiner selbst. 1. Fixkosten: 55 bis 65 % solltest du maximal für die Fixkosten deines derzeitigen Lebens aufbrauchen (Miete, Auto, Versicherungen, Lebensmittel). Wenn dies mehr als 65 % sind, solltest du schleunigst etwas ändern (Wohnung verkleinern, billigeres Auto fahren, mehr das Fahrrad nutzen ...). 2. Zukunft: Ca. 10 % solltest du für deine Zukunft zurücklegen (Anlagen und Aktien, Teilhabe an Projekten und passivem Cashflow). 3. Weiterentwicklung: Ca. 10 % solltest du in dich und deine Weiterentwicklung investieren (Kurse, Fachbücher etc.). 4. Träume: Ca. 10 % in etwas, das dir Freude macht, oder einen langen Wunsch erfüllt, auf den du sparen möchtest (Weltreise, Traumhaus ...). Wenn du nichts mehr machst, womit du Spaß und Freude am Leben hast und keine Träume verwirklichen kannst, wird dir schnell die Kraft für die langfristige Vorsorge fehlen. 5. Gesundheit: Ca. 5 % steckst du in deine Gesundheit. Dein Körper und Geist sind das Wichtigste, was du hast. Die Gesundheit zu vernachlässigen, wird dich früher oder später eines Besseren belehren, mit oftmals unschönen Methoden. 6. Spenden: Solltest du noch etwas Geld übrighaben, stifte es sinnvoll, egal ob nah oder fern. Sorge dafür, dass es da ankommt, wo Hilfe benötigt wird. Heute bist du König, morgen bist du Bettler. Sei dankbar für das, was du hast, und hilf denjenigen, die schlechter dran sind als du, weil auch du einmal an ihrer Stelle sein könntest und froh wärst über eine milde Gabe. Nun siehst du dich vielleicht schon vor deinem geistigen Auge als der nächste Bear Grylls beim Ausweiden eines Tierkadavers dabei brauchst und sollst du das gar nicht lernen und machen. Dafür fehlt den meisten die Ausdauer und Disziplin und es ist auch gar nicht nötig, wenn du vorher alles richtig gemacht hast. Setzen wir uns also gemeinsam ins warme Auto und genießen die Snacks, die wir vorsorglich und rechtzeitig in größerer Stückzahl beschafft haben. Vorsorge Du musst nicht zum Doomsday-Prepper oder Survival-Spezialisten werden. Du sollst ein informierter, sachlich denkender Bürger sein, welcher weiß, dass es seit jeher in der Geschichte der Menschheit Höhen und Tiefen gab, sei es ausgelöst durch Naturkatastrophen oder den Menschen selbst. Diese temporären und lokalen bis überregionalen Ereignisse kommen nicht einfach so aus dem Nichts, auch wenn dies im Nachhinein von den Verantwortlichen oft so verkauft wird. Nein, jede Katastrophe hat ihre Anzeichen und Warnsignale. Um diese zu erkennen, braucht man neutrale Lagebeurteilungen, ein nüchternes Geschichtsverständnis und je nach Katastrophe etwas Erfahrung in Massenpsychologie und gruppendynamischem Verhalten. Hat man all das, kann einen nichts überraschen, da alle Signale so deutlich sind, dass man schon fast blind sein müsste, um sie nicht zu erkennen, aber mehr dazu später. Was sind eigentlich diese Prepper, von denen immer im Radio und Fernsehen gesprochen wird? Verschwörungstheoretiker und Rechtsradikale oder einfach nur übersensible Mitbürger? Prepper ist abgeleitet aus dem Englischen „to be prepared“, zu Deutsch: vorbereitet sein. Menschen, die sich individuell oder in Gruppen auf unterschiedlichste Krisen und Szenarien vorbereiten, um diese autark ohne Hilfe externer Kräfte bewältigen zu können —- sprich eine Verhaltensweise, wie sie die Menschen in Entwicklungsländern oder unsere Großeltern, teilweise Eltern, permanent durchgeführt haben. Sie wissen aus Erfahrung, dass es mal Zeiten gibt, die weniger schön sind als andere. Waren sie Prepper oder einfach nur Bürger, die ihren Verstand benutzen? Egal was, sie haben überlebt und uns, den nachfolgenden Generationen, damit die Basis für Frieden und Wohlstand gebracht. Warum haben wir die Wichtigkeit der Vorbereitung dann einfach vergessen? 1.5 Das Prinzip der vier Generationen Leider vergisst der Mensch schnell. Man blickt nach vorn und denkt, alles wird gut und die Fehler der Vergangenheit werden nie wieder vorkommen. Bei einem Menschen oder einer Generation mag das stimmen. Durch eigene Erfahrungen hat man Demut gelernt und sich Freiheiten und Wohlstand erkämpft. Nur zu blöd, dass man als Elternteil aber nicht die Erfahrung 1:1 seinen Kindern mitgeben kann. Man kann zwar Texte und Worte nutzen, um Wissen zu vermitteln, aber alles ist wertlos, wenn die Einstellungen und die Mühe hinter dem Gesagten nicht selbst weiter gelebt werden. Man verwahrlost eine Wohlstandsverwahrlosung. Das Prinzip der vier Generationen solltest du spätestens jetzt erkannt haben. Es ist ein permanenter Prozess in den Zivilisationen, unabhängig ihrer Kultur und Region. In aller Kürze: Harte Zeiten kreieren starke Bürger. Starke Bürger kreieren gute Zeiten. Gute Zeiten kreieren schwache, dekadente und faule Bürger. Diese wiederum sorgen für einen Niedergang des Wohlstands und der Ordnung. Es kommen nun wieder harte Zeiten. Die letzte, lieber Leser, ist leider die Phase, in der wir uns im Moment befinden. Es wurde gesamtgesellschaftlich vergessen, dass Frieden, Wohlstand und Freiheit kein allgemeingültiger Zustand sind, sondern eine Einstellung, welche immer wieder neu unter Beweis gestellt werden muss. Marode Infrastruktur, fehlende Innovationen, Fachkräftemangel und fehlendes physikalisches Grundverständnis bei Entscheidungsträgern sind nur ein paar von vielen möglichen Beispielen menschlichen Versagens durch getrübte Sicherheitsvorstellungen der letzten Generationen. Ja, richtig, wir alle als Bevölkerung haben dazu beigetragen, ob als schweigende Masse oder direkte Gehilfen der Korruption und Verwahrlosung. Es ist an der Zeit, aufzuwachen und sich selbst an die Nase zu fassen. Erst wenn man erkennt, woher etwas kam, und die Ursachen akzeptiert (nicht entschuldigt), kann man nach vorn blicken, um es in Zukunft besser zu machen. Nun schauen wir wieder auf unsere Katastrophe (hier Blackout, kann aber auch Hochwasser, Unruhen, Inflation oder sonstige Schadensereignisse sein). Ich sagte bereits, dass man jedes Ereignis rechtzeitig erkennen kann, um zu handeln. Wie genau macht man das? 1.6 Die drei Phasen der Katastrophe Schauen wir uns den Zyklus von Katastrophen an. Alle Katastrophen können in drei Phasen untergliedert werden: Pre-Impact-Phase Impact-Phase Post-Impact-Phase. 3-Phasen-Modell In der Pre-Impact-Phase werden die Voraussetzungen für den Impact geschaffen. Diese können je nach der Untergliederung der Art der Katastrophe unterschiedliche Ausmaße annehmen: Staatsstreich in einem fernen Land: Aufbau der Opposition und Suche nach fähigen Nachfolgern Munitions- und Waffenentsendungen Kontrolle über Medien und Schlüsselpersonen Ausbildung von Kräften für Kampfhandlungen Kommunikationsaufbau zwischen lokalen und fremden Kräften Blackout Marode Infrastruktur * Erhöhtes Eingreifen der Netzagentur, um Stabilität zu gewährleisten « Stabile Stromerzeuger werden nach und nach abgebaut Notabschaltungen häufen sich Lieferproblematiken und Engpässe bei Rohstoffen zur Energieerzeugung Waldbrand oder Hochwasser Außerordentliche Dürre oder Starkregen Wasserpegel bei Deichen und Stauseen steigt Waldbrandwarnstufe nimmt zu Die Impact-Phase sollte selbstverständlich sein. Jetzt geht es sozusagen los, der Sturm, das Feuer, die Revolution, der Krieg. Es folgt das eigentliche Schadensereignis (Impact-Phase) und die Zeit, nachdem das eigentliche Schadensereignis vorüber ist (Post-Impact-Phase). Das Feuer ist aus, der Wasserpegel zurück zum Normalmaß oder der Putsch vorüber. Was viele in ihrer Vorbereitung vernachlässigen, ist die Post-Impact- Phase, die Pufferzone zwischen „Alles ist Mist“ und „Alles ist wieder super“. Nur weil gerade eine Katastrophe vorbei ist, heißt es nicht gleich, dass alles wieder funktioniert, Geschäfte befüllt sind, Sicherheit und Ordnung das Geschehen beherrschen. Diese Phase kann von ein bis zwei Wochen bis zu mehr als einem Jahr dauern. Zum Beispiel herrschte nach dem Hurricane Katrina für mehr als ein Jahr lang weiterhin Chaos. Plünderungen, Mord, Vergewaltigungen, Hunger und Durst, Krankheiten und Unterversorgung. Warum? Weil jedes Ereignis Folgeerscheinungen hat und einen Dominoeffekt auslöst. Wirtschaftliche Folgen und Mangelversorgung sind meistens inbegriffen, da die gesamte Industrie erst wieder hochfahren muss. Lieferketten müssen neu aufgebaut werden. Die Infrastruktur muss erneuert oder ausgebessert werden. Wer macht das? Sind genügend Kräfte da? Wer kümmert sich auch um diese? Fragen über Fragen und leider nur wenige bis gar keine positiven Antworten der Verantwortlichen, wenn man sie persönlich fragt. Wenn du also startest und das Thema der Krisenvorbereitung ernst nimmst, plane Pufferbestände ein, die dich und deine Familie durch alle Phasen hinweg ans sichere Ufer bringen. Die vier Zyklen verlaufen permanent, während unseres gesamten Lebens. Ist ein Zyklus zu Ende, fängt ein neuer an. Aus Post-Impact wird Pre-Impact. Wenn man besonders viel „Glück“ hat, wie wir gerade, dann hat man direkt mehrere Katastrophen in der Impact- oder Pre-Impact- und Post-Impact Phase. Februar 2023 China-Taiwan-Konflikt: Pre-Impact Iran-Israel-Konflikt: Pre-Impact Serbien-Konflikt: Pre-Impact Türkei-Griechenland: Pre-Impact Immobilien und Börsenknall: Pre-Impact III. Weltkrieg: Pre-Impact Blackout in Europa: Pre-Impact Unruhen in den USA: Pre-Impact Unruhen & Massenarbeitslosigkeit in Europa: Pre-Impact Nord und Südkorea plus Japan: Pre-Impact Ukraine-Krieg: Impact-Phase Corona-Krise: Post-Impact Welche der Pre-Impact-Phasen zur Impact-Phase werden, liegt an den handelnden Personen. Eine Impact- Phase bringt immer eine Post-Impact-Phase mit sich, da hier der Stein buchstäblich ins Rollen gebracht wurde, ein Aufhalten ist nicht möglich, nur ein Verkürzen je nach Effizienz der Hilfsmittel. Eine Pre-Impact-Phase kann, muss aber nicht zum Impact werden, sollten Gegenmaßnahmen unternommen werden. Vorab aber zwei Dinge, die du aus der „Prepperszene” lernen kannst. Als Prepper gibt es nämlich einige Grundregeln, die dir helfen können, dich auf eine mögliche Krise vorzubereiten und besser durchzukommen. Zwei dieser wichtigen Regeln sind die „100er“-Regel und die „Two is one and one is none“-Regel. Die „100er“-Regel besagt, dass alles, was du in einer Krise (Impact) machst, baust, besorgst etc. etwa das Hundertfache an Zeit, Geld oder sonstiger Ressourcen verbraucht wie in der Pre-Impact-Phase. Eine saubere Vorbereitung hilft dir also auch zu sparen und macht dich unabhängig und flexibel, während andere „ihr letztes Hemd“ für die Produkte des täglichen Überlebens geben müssen. Die „Two is one and one is none“-Regel besagt, dass man für wichtige Ausrüstungsgegenstände immer mindestens eine oder eher zwei bis drei Ersatzmöglichkeiten haben sollte. Wenn man beispielsweise nur eine Taschenlampe hat und diese ausfällt, steht man im Dunkeln. Deshalb ist es wichtig, immer mindestens zwei Taschenlampen oder alternative Lichtquellen zu haben. Auch bei anderen wichtigen Dingen, wie zum Beispiel Lebensmitteln oder Werkzeugen, sollte man immer Ersatzmöglichkeiten haben. Denn im Falle eines Ausfalls oder Verlustes hat man dann immer noch eine Alternative zur Hand. Diese Regeln können einem helfen, auf mögliche Krisensituationen vorbereitet zu sein. Denn in einer Krise wird es schnell passieren, dass die normalen Versorgungswege zusammenbrechen und man auf sich selbst gestellt ist. Deshalb ist es wichtig, vorauszuplanen und immer genügend Vorräte und Ausrüstung zu haben. Dabei sollte man jedoch auch darauf achten, dass die Vorräte regelmäßig kontrolliert und gegebenenfalls ausgetauscht werden, um eine optimale Qualität und Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. Ich hoffe, der kleine Einstieg hat dir ein grobes Verständnis von der aktuellen Lage gegeben. Wenn du dich jetzt intensiver mit der Materie beschäftigen möchtest, hol dir einen Kaffee und lies weiter. Es wird nicht schnell vorbeigehen, wir fangen gerade erst an. 3-Phasen 2.0 2. Sieben Tage Blackout wie ihn ein normaler Bürger erlebt Tag 1 Mein Name ist Joshua Bock. Ich wohne und arbeite in einer deutschen Großstadt. Zusammen mit meiner Lebensgefährtin Anja habe ich vor einigen Jahren eine Mietwohnung in einem Mehr-Parteien-Haus bezogen. Ich habe einen guten Job im internationalen Verkauf, Anja ist Krankenschwester. An den Wochenenden fahren wir gern aufs Land, Gott sei Dank sind wir aufgrund der Wohnungslage am Stadtrand schnell im Grünen. Kinder haben wir noch keine vielleicht irgendwann mal. Anja geht sehr in ihrem Beruf auf und möchte gern erst noch ein wenig arbeiten, bevor wir heiraten und für Nachwuchs sorgen. Montag, 23.04.2024 Heute beginnt mein Morgen irgendwie anders als üblich. Ich wache plötzlich von allein auf und bemerke, dass es später ist als sonst. Ich blicke auf mein Handy, was allerdings tot ist vielleicht ist das Ladekabel hinüber. Anja ist in der Nacht nicht nach Hause gekommen, was angesichts ihrer Arbeit im Krankenhaus nicht ungewöhnlich ist. Als ich aufstehe, sehe ich, dass der Wecker auch keine roten digitalen Zahlen mehr anzeigt. Das heißt, dass der Strom ausgefallen sein muss daher auch der leere Handyakku. Vor dem Gefrierfach im Kühlschrank finde ich eine kleine Wasserpfütze. Die Sicherungen sind in Ordnung, also muss es ein Problem im Haus oder auf der Straße geben. Ich habe das schon einmal erlebt, als bei Bauarbeiten vor dem Haus eine Leitung beschädigt wurde. Es sollte nicht allzu schlimm sein. Ich lege ein Handtuch vor den Gefrierschrank und nehme mir eine Dose Energy-Drink aus dem Kühlschrank mit. Das muss als Frühstück erst mal reichen. Als ich die Wohnung verlasse, treffe ich Hausmeister Bernd im Flur. Er berichtet mir, dass die Aufzüge, das Licht, die Tore der Tiefgarage und die Brandschutztüren nicht funktionieren. Er kann sie nicht manuell öffnen, da er keine Genehmigung von der Hausverwaltung hat und niemanden erreicht. Prima ein richtiger Montag. Jetzt muss ich auch noch sehen, dass ich ohne Auto irgendwie noch halbwegs pünktlich zur Arbeit komme. Zum Glück ist die Straßenbahnhaltestelle gleich an der nächsten Kreuzung. Als ich dort ankomme, erlebe ich den nächsten Schreck: Der Stromausfall scheint sich über die ganze Straße oder sogar mehrere Straßen zu erstrecken es fährt nämlich keine Bahn und viele Menschen warten an der Haltestelle auf einen Ersatzverkehr mit dem Bus. Ich habe keine Zeit zu warten, also renne ich zurück nach Hause, hole mein Rad aus dem Hausflur und fahre los. Während ich durch die Stadt fahre, spüre ich, dass die Atmosphäre angespannt ist. Überall in der Stadt ist es dunkel, die Straßen sind verstopft und die Menschen sind gereizt, da keine Ampeln funktionieren und niemand rechtzeitig sein Ziel erreichen kann. Ich fühle mich ein wenig wie in einem amerikanischen Katastrophenfilm. Ich habe noch nie erlebt, dass so viele Bereiche von einem Stromausfall befallen sind. Abbildung 1 Nach reichlicher Anstrengung erreiche ich meine Arbeitsstätte. Schon als ich um die letzte Kurve fahre, sehe ich zahlreiche meiner Kollegen vor dem Gebäude stehen. Als ich als Letzter meiner Abteilung eintreffe, verkündet mir mein Abteilungsleiter, dass wir noch eine Stunde warten, bevor er die Mitarbeiter für heute nach Hause schickt. Denn auch im Bürogebäude fehlt der Strom. Aufzüge, Schließanlagen, Zeiterfassung und EDV sind außer Betrieb. Hektisch versuchen die Kollegen aus der IT über ihre Smartphones Zugriff auf die internen Systeme zu erlangen. Aus den Gesprächsfetzen der Kollegen entnehme ich, dass die Notstromversorgung der Server nur für wenige Stunden ausgelegt ist. Wenn wir nicht ins Gebäude kommen, um die Anlage kontrolliert herunterzufahren, drohen massive Schäden. Der Stromausfall muss also doch großflächiger sein als zuvor gedacht. Die Zeit vergeht und langsam bekomme ich Hunger. Allerdings hat keines der Geschäfte ringsum geöffnet. Alle elektrischen Türen sind verschlossen und Kassen funktionieren auch nicht. Mit etwas Bargeld kaufe ich mir auf dem Markt gegenüber ein Sandwich. Der Händler schimpft und sagt mir, dass er ohne Strom morgen nicht mehr verkaufen kann, da er weder im Großmarkt einkaufen noch seine Ware kühlen kann. Ich bitte Joachim, meinen Kollegen, Anja anzurufen, aber keines der Handys hat Empfang. Wie angekündigt, schickt der Abteilungsleiter alle Kollegen nach Hause. Also wieder aufs Rad und die 45 Minuten zurückfahren. Als ich zu Hause ankomme, wird mir langsam etwas komisch. Der Strom ist noch nicht mal einen Tag lang weg und doch gerät mein Leben schon komplett durcheinander. Ich hoffe, dass sich bald alles wieder klärt und ich Anja erreiche. Hoffentlich ist bei ihr alles in Ordnung. Ich gehe in den Kellerraum und krame ein paar Dinge hervor, die uns irgendwie nützlich sein könnten viel finde ich aber nicht und das auch erst nach gefühlt stundenlangem Suchen. Ein paar Teelichter, Feuerzeuge und ein paar alte Decken. Die Heizung ist kalt, der Herd funktioniert nicht, der Durchlauferhitzer ist aus, sodass kein warmes Wasser vorhanden ist, und an Fernsehen und Internet ist ebenfalls nicht zu denken. Langsam wird es auch schon dunkel in der Wohnung, da es draußen nach Regen aussieht. Es kann doch nicht sein, dass man nirgendwo etwas erfährt? Es fahren nicht mal Polizeiautos durch die Straßen und geben mit Lautsprechern bekannt, wie lange die Situation noch anhält oder was wir tun sollen. Völlig übermüdet trifft nun auch Anja zu Hause ein. Im Krankenhaus herrscht Chaos. Neben den alltäglichen Notfällen waren an diesem Tag auch dutzende Patienten in der Notaufnahme, die bereits an diesem ersten Tag die Folgen eines Blackouts erlebten: Unfallopfer, Menschen, die in stecken gebliebenen Aufzügen dehydriert waren, und sehr viele alte Menschen, die es nicht gewohnt sind, die Treppen in ihre Wohnung heraufsteigen zu müssen. Da weder Aufzüge noch Treppenlifte funktionieren, sind viele Sturzverletzungen zu behandeln. Hinzu kommen Einweisungen von Patienten aus häuslicher Pflege, deren Betreuung nicht mehr möglich ist. Anja eröffnet mir, dass sie nur schnell die nötigsten Sachen zusammenpacken wird, ein paar Stunden schlafen will und dann wieder im Krankenhaus zur Arbeit erscheinen wird. Wir beschließen, die angebrochene Milch aus dem Kühlschrank mit etwas Müsli zu schlürfen, bevor sie schlecht wird. Wir zünden ein Teelicht an, waschen uns dürftig mit etwas kaltem Wasser und gehen ins Bett. Morgen sieht die Welt bestimmt schon wieder ganz anders aus ... Tag 2 Ich wache auf, als es an meiner Tür klopft. Ich bin müde, friere in der kalten Wohnung und wünsche mir einen heißen Kaffee, aber der Stromausfall ist anscheinend immer noch nicht behoben, denn das Display meines Handys reagiert immer noch nicht. Anja ist schon wieder ins Krankenhaus geradelt. Als ich die Tur öffne, verstehe ich zunächst nicht ganz, was passiert ist, aber schnell wird mir klar, dass es sich um einen Notfall handelt. Meine Nachbarin, Frau Schneider, eine ältere Frau, ist völlig aufgelöst. Der Pflegedienst, der ihren Mann, der seit einem Schlaganfall pflegebedürftig geworden ist, betreut, ist seit mehr als zwei Stunden überfällig. Schon gestern hatte sich der Pfleger wohl sehr verspätet und dies mit dem Verkehr auf der Straße und damit begründet, dass er und seine Kollegen ja in keinem Haus mehr mit dem Aufzug fahren können. Da ihr Mann es nicht länger aushalten konnte, hat Frau Schneider versucht, ihm bei dem Weg ins Badezimmer zu helfen. Hierbei ist Herr Schneider gestürzt und hat sich den Kopf an der Badewanne angestoßen. Frau Schneider kann ihren Mann allein weder vom Boden aufheben noch zurück ins Bett bringen. Da sie weder über Handy noch über Festnetz einen Rettungsdienst erreichen kann, wusste sie sich nicht mehr anders zu helfen, als bei mir zu klingeln und um Hilfe zu bitten. Bis vor diesem Stromausfall hatte man sich zwar im Hausflur gegrüßt, aber keinen weiteren Kontakt gepflegt. Beschämt fällt mir ein, dass ich kaum einen meiner direkten Nachbarn beim Namen kenne. Trotz aller Sorge der Frau spüre ich, dass es meiner Nachbarin sehr unangenehm ist, mich zu bitten. Ich wundere mich kurz, aber sage ihr Hilfe zu und folge ihr in die Wohnung. In der Nachbarwohnung schlägt mir gleich nach dem Betreten ein furchtbarer Geruch entgegen. Herr Schneider ist im Badezimmer gestürzt und hat, während er auf den kalten Fliesen gelegen hat, die Kontrolle über seine Körperfunktionen verloren. Er hat sich eingemacht und dies beim Versuch aufzustehen leider auch überallhin verteilt. Ich, der bislang nie in einer solchen Situation gesteckt hat, versuche mich zu überwinden. Anja wüsste natürlich, was zu tun ist, aber da ich sie nicht erreichen kann, bin ich auf mich gestellt. Sehr vorsichtig und mithilfe der Nachbarin versuche ich, den Mann aufzurichten. Bei jeder Bewegung schreit der Mann vor Schmerz auf. Mehrfach rutscht er uns wieder auf den Boden, bevor es unter Aufbietung aller Kräfte gelingt, ihn in das Wohnzimmer zu verbringen. Frau Schneider möchte ihren Mann mit einem Waschlappen ein wenig sauber machen. Wir bemerken, dass aus dem Wasserhahn nur noch wenige Tropfen Wasser kommen. Ich weiß sofort, dass der Wasserdruck ohne die Pumpen im Keller des Mehrfamilienhauses nicht mehr ausreicht, um die oberen Etagen zu versorgen. Also laufe ich schnell in unsere Wohnung zurück und bringe meiner Nachbarin ein paar feuchte Abschminktücher von Anja und verspreche ihr, mit dem Fahrrad ins Krankenhaus zu fahren, um Hilfe zu holen. Auf dem Weg zum Krankenhaus sehe ich viele geschlossene Geschäfte und lange Schlangen an den Tankstellen. Ich bemerke einen Streit zwischen einem Tankstellenverkäufer, einem Polizisten und einigen Autofahrern. Die Menschen sind frustriert, weil sie nur gegen Barzahlung und zu hohen Preisen eine Ration von zehn Litern Benzin oder Diesel tanken können. Die Elektroladesäule ist wegen des Stromausfalls außer Betrieb und die Regale des Tankstellenshops nahezu leer. Als ich endlich im Krankenhaus ankomme, bemerke ich die angespannte Atmosphäre. Sämtliche Gänge stehen voll mit Betten und wartende Patienten füllen jede freie Stelle auf den Fluren. Handgeschriebene Schilder informieren über die Absage aller Untersuchungstermine und nicht Routineoperationen. Als ich endlich am Schalter drankomme, erfahre ich, dass alle Einsatzfahrzeuge derzeit ohne Pause fahren, und es in absehbarer Zeit keine Möglichkeit geben wird, den Nachbarn zu transportieren. Ich schildere der Dame den Unfallhergang und muss erfahren, dass die Behandlung nur noch nach Dringlichkeitsstufen abgearbeitet werden kann. Mein Nachbar würde bei der Einstufung nicht in die höchsten Kategorien fallen. Auf die Frage, weshalb denn andere Krankenhäuser nicht aushelfen, erfahre ich zum ersten Mal das Ausmaß der Katastrophe: Ganz Deutschland, Österreich und weitere Länder Europas befinden sich in einem Ausnahmezustand namens „Blackout“. Niemand weiß zu diesem Zeitpunkt sicher, was genau geschehen ist oder wie lange die Situation anhalten wird. Von einem Cyberangriff auf das Stromnetz als Ursache ist die Rede unter den wartenden Menschen vor dem Krankenhaus. So etwas kenne ich bislang nur aus Film und Fernsehen. Kann das wirklich im echten Leben passieren? Ich glaube, ich spinne. Ich bekomme etwas Angst, denn ich hatte die immer mal wiederkehrenden Warnungen vor einem flächendeckenden Stromausfall zwar vernommen, aber die Wahrscheinlichkeit für so gering gehalten, dass ich mich nicht darauf vorbereitet habe. Ich frage mich beim Personal des Krankenhauses bis zu Anja durch, die mich in ein leeres Treppenhaus mitnimmt. Auch in ihren Augen lese ich Angst und völlige Hilflosigkeit. Bei der Essensausgabe für das Personal hat sie vom Tisch der Haustechniker einige Wortfetzen aufschnappen können. Sie sagten, dass der Treibstoff in den Notstromaggregaten wohl nur noch für einen weiteren Tag ausreichen würde und wenn kein Nachschub geliefert wird, das Krankenhaus demnach in 48 Stunden ebenso keinen Strom mehr zur Verfügung hätte. Das Krankenhaus hat wohl das Technische Hilfswerk um Unterstützung gebeten, aber aufgrund von Lieferungen von Generatoren als Katastrophenhilfe in die Ukraine konnte keine Hilfe bereitgestellt werden. Die Krankenhäuser im Umkreis müssen nun auf eine Lieferung aus den Reserven der Bundeswehr warten warten und hoffen. Die Techniker sagen, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis weitere Ausfälle zu erwarten sind, da über Jahre an der Wartung der Notstromanlage gespart wurde und kaum Ersatzteile vorgehalten werden. Eines der Aggregate ist bereits nach kurzem Betrieb ausgefallen, wahrscheinlich weil der Treibstoff überlagert war und die Filter verstopft hat. Jemand auf dem Flur schreit laut um Hilfe und Anja und ich verabschieden uns bis zum Abend. Wenn wir doch bloß ein Funkgerät oder so etwas hätten, dann könnten wir in Kontakt bleiben. Auf dem Rückweg versuche ich, einige nützliche Dinge aufzutreiben, jedoch sind die meisten Geschäfte immer noch geschlossen. Vor einem Baumarkt stehen einige Leute Schlange und ich beschließe, mein Glück zu versuchen. Alle Gegenstände, die hilfreich erscheinen, sind jedoch bereits ausverkauft. Ich kaufe lediglich zwei Eimer. Zu Hause angekommen schöpfe ich mit den Eimern zusammen mit anderen Bewohnern des Hauses Wasser aus einem kleinen Teich in der Grünanlage hinter dem Haus und informiere Frau Schneider über die Aussagen im Krankenhaus. Herr Schneider hat mittlerweile durch den Sturz eine riesige Schwellung am Kopf entwickelt. Ich fülle das Waschbecken der Schneiders ebenfalls mit dem Wasser eines Eimers. Ich esse ein paar Scheiben Toast und einige Stücke Schokolade. Der Gang zur Toilette verheißt auch nichts Gutes, das Wasser ist nun auch hier alle und reicht nicht mehr für die Spülung. Zumindest kann ich kurz mit dem Wasser aus dem zweiten Eimer Abhilfe schaffen. Abbildung 2 Als Anja erschöpft zu Hause ankommt und in die Nachbarwohnung eilt, hat sie als Krankenschwester einen schlimmen Verdacht: Herr Schneider könnte durch den Sturz unter einer Hirnblutung leiden. Im Krankenhaus sind jedoch keine Kapazitäten mehr vorhanden und kaum noch Rettungsfahrten möglich. Selbst wenn Herr Schneider verlegt werden könnte, stehen die Chancen mehr als schlecht, da energieintensive Diagnoseverfahren wie MRT und CT eingestellt wurden und Operationen von einem Ethikrat auf den Behandlungserfolg hin bewertet werden. Anja nimmt all ihren Mut zusammen, holt tief Luft und bereitet Frau Schneider auf das Schlimmste vor: „Ihr Mann wird höchstwahrscheinlich sterben und es gibt nichts, was Sie in dieser Situation tun können.“ Anja und ich sind am Boden zerstört. So etwas in Deutschland? Im 21. Jahrhundert? Frau Schneider möchte vorerst allein sein. Wir respektieren ihren Wunsch und gehen zurück in unsere Wohnung. Zum Glück hat Anja ein paar belegte Brote und zwei Flaschen Wasser aus dem Krankenhaus mitgebracht, sodass wir wenigstens nicht hungrig, aber dennoch voller Sorgen ins Bett gehen. Wie lange dauert dieser Stromausfall wohl noch an? An Schlaf ist nicht wirklich zu denken. Anja und ich unterhalten uns lange über das schreckliche Schicksal der Schneiders, und wie vielen Familien es gerade im Moment wohl ähnlich ergeht. Tag 3 Ich werde von meinem knurrenden Magen geweckt. Ich habe Angst und schlecht geschlafen. In den letzten Tagen habe ich nur unregelmäßig gegessen und sehne mich nach einer Dusche. Doch wieder bleibt das Licht aus und aus dem Wasserhahn kommt nur ein Gluckern. Es gibt immer noch kein richtiges Krisenmanagement. Immer wieder aufs Neue wird mir klar, wie abhängig mein gesamtes Leben vom Strom ist. Anja schläft noch tief und fest. Ich werde sie gleich wecken müssen, da wir gemeinsam in der Früh nach unseren Nachbarn schauen wollen. Missmutig nehme ich meine beiden Eimer und gehe hinunter zu dem kleinen Teich, um Wasser zu holen. Dort angekommen sehe ich viele weitere Menschen, die alle unterschiedlichste Gefäße mit dem schlammigen Wasser füllen. Ich fühle mich schwach, als ich die beiden vollen Eimer durch das Treppenhaus trage. Die Griffe der schweren Eimer tun meinen Händen weh. In der Wohnung gehe ich nun zur Toilette. Allerdings fließt das Wasser aus dem Eimer diesmal nur sehr langsam ab. Da die Hausbewohner noch auf die Toiletten gehen, aber nur per Hand nachspülen, verstopfen die Rohre. Auch das noch. Auf unbestimmte Zeit einen Eimer als Toilette zu verwenden, will ich mir lieber nicht ausmalen. Ich wecke Anja und mache ein Frühstück aus zwei Schokoriegeln und einer Konservendose Thunfisch. Wir reden kaum miteinander und doch spüren wir beide die Hilflosigkeit des anderen. Wir versichern uns zwar, dass sicher bald alles überstanden sein wird, aber glauben unseren Worten selbst nicht. Anja sagt, dass sie auch heute wieder ins Krankenhaus gehen wird. Ihre Patienten brauchen sie und als Angestellte hat sie Aussicht auf eine Grundversorgung während der Arbeitszeit. Außerdem hat sie die Möglichkeit, im Krankenhaus Nachrichten zu hören, da es zum einen ein Radio gibt und zum anderen viele Polizisten und Sanitäter Neuigkeiten von ihren Runden mitbringen und auch etwas zum allgemeinen Krisenmanagement sagen können. Sie kann nichts versprechen, will aber versuchen, wieder ein paar Kleinigkeiten zum Essen und Trinken mitzubringen. Ich werde heute mit dem Rad etwas aus der Stadt hinausfahren. Ich hoffe, in einem der umliegenden Dörfer Geschäfte zu finden, die nicht geschlossen sind. Wir besuchen Frau Schneider und ihren Mann nebenan. Der Mann schläft nun fast durchgängig und kann sich nicht mehr verständlich machen. Anja verspricht ihr zwar, im Krankenhaus alle Hebel in Bewegung zu setzen, um Hilfe zu organisieren, in ihrem Inneren jedoch weiß sie schon, dass diese Mühen vergeblich sein werden. Viel zu viele vermeidbare Unglücke hat sie in den letzten 48 Stunden gesehen und sie weiß, wie beschränkt die Möglichkeiten des Krankenhauses sind, Hilfe zu leisten. Ich radle nun auch los, ohne Plan, ohne Ziel. Heute sind kaum noch Autos auf den Straßen. Da niemand wirklich arbeiten kann und viele Stadtbewohner auch keinen vollen Tank hatten, wird der Verkehr weniger. Dennoch sehe ich noch die Folgen des Chaos. An vielen großen Kreuzungen sind verunfallte Wagen nur aus dem Weg geschoben worden, um die Straßen freizumachen. Abgeschleppt wurde jedoch keines. Nach über einer Stunde Radeln, die mir mit meinem leeren Magen extrem schwerfallen, wundere ich mich. Ein vertrauter, aber dennoch unwahrscheinlicher Geruch lockt mich wie magisch an. Es riecht nach Grill. Als ich an einem Grundstück am Rande der Ortschaft ankomme, traue ich meiner Nase und meinen Augen kaum: Berge von Fleisch liegen auf dem Grill und duften verführerisch. Die Leute hinter dem Zaun machen einen freundlichen Eindruck und so traue ich mich zu fragen, was es mit dem Überfluss für eine Bewandtnis hat. Ich erfahre, dass wohl auch hier im Ort der Strom ausgefallen ist, die große, volle Kühltruhe der Hausbewohner aber deutlich länger kalt geblieben ist als mein kleines Kühlfach. Da nun das Fleisch aber beginnt anzutauen, haben die Leute beschlossen, erst einmal alles Verderbliche zu garen, um die Haltbarkeit zu verlängern. Alles in allem machen die Menschen hier keinen allzu besorgten Eindruck und das Krisenmanagement funktioniert hier irgendwie wesentlich besser als in der Stadt. Auf dem Dorf hilft man sich, erfahre ich, und jeder in der Straße gibt, was er hat, um gemeinsam durch die Krise zu kommen. Ein Nachbar hat Kerzen verteilt, ein anderer hat einen Brunnen, aus dem sich die Leute der Straße bedienen dürfen. Ein Notstromaggregat ist im Straßenzug vorhanden und betreibt abwechselnd einen großen Kühlschrank, den die Bewohner gemeinsam nutzen, die Pumpe des Brunnens und lädt ein Handy, sodass man gleich erfahren wird, wenn der Strom zurückkehrt. Da fast jeder etwas Treibstoff für Gartengeräte gelagert hat, ist der Betrieb vorerst gesichert. Und so ist durch den Zusammenhalt das Leben hier zwar anders geworden, aber erträglich. Ich bin beeindruckt und ein wenig neidisch. Gemeinsam schultert die Nachbarschaft hier, was andernorts die Welt auf den Kopf stellt. Die Leute haben Mitleid mit mir und so darf ich mir ein paar PET- Flaschen mit Wasser füllen und bekomme sogar noch vier gegrillte Würstchen für mich, Anja und die Nachbarn eingepackt. Ich verspreche, mich erkenntlich zu zeigen, sobald es mir möglich ist, und trete die Heimreise an. Ich fühle mich fast, als hätte ich etwas Schlimmes verbrochen, als ich mit meinen Würstchen im Gepäck an Supermärkten vorbeifahre, in denen Familien mit Kindern nach letzten übrig gebliebenen Lebensmitteln suchen. Aber Anja, Frau Schneider und ich müssen uns auch ein wenig stärken. Mir folgen zwar einige Blicke, aber es spricht mich Gott sei Dank niemand an. Ich trete fester in die Pedale und versuche, schnell heimzukommen. Abbildung 3 Ich betrete die Wohnung mit Freude, doch werde sogleich von der Realität eingeholt. Meine Nachbarin Frau Schneider sitzt mit Anja im Wohnzimmer und weint. Ihr Mann ist tatsächlich gestorben und sie steht vor dem Nichts. Sie musste ihm beim Sterben zusehen. Ich empfinde Mitleid, doch der Geruch des Essens lässt das Wasser in meinem Mund zusammenlaufen und ich kann mich kaum auf das Gespräch konzentrieren. Ich ertappe mich sogar bei dem Gedanken, dass ja nun ein Würstchen mehr vorhanden ist, und schäme mich dafür. Es gibt wohl keine Möglichkeit, den Verstorbenen aus der Wohnung zu holen. Die Bestatter in fußläufiger Entfernung haben Frau Schneider erklärt, dass sie keine Verstorbenen mehr aufnehmen können. Die Kühlung funktioniert nicht ohne Strom und da die Krematorien nicht arbeiten, müssen die Toten in der Erde bestattet werden. Schon am dritten Tag des Stromausfalls kann hierbei keine Pietät mehr gewährleistet werden. Es fehlt an Treibstoff für die Bagger, an Särgen und der Möglichkeit, Trauerfeiern zu organisieren. Zur Vorbeugung von Seuchen und im Rahmen des jetzt vorhandenen Krisenmanagements wurde daher beschlossen, Sammelgräber auszuheben, in welchen die in Plastikfolie gewickelten Leichname begraben werden. Ein paar wenige Worte des Pfarrers und einige Handvoll Kalk müssen vorerst reichen. Die Lage der Toten wird skizziert in der Hoffnung, nach dem Blackout eine würdige Bestattung nachholen zu können. Jedoch müssen die Angehörigen, die ihre Toten nicht zum Friedhofsgelände bringen können, warten. Die wenigen noch betankten Bestattungswagen transportieren vorrangig die Toten aus den Krankenhäusern ab, um dort die Ausbreitung von Seuchen zu verhindern. Neben Unfallopfern, Palliativpatienten und alten Menschen finden sich auch immer häufiger tote Mütter und Kleinkinder. Ohne die Möglichkeiten eines voll ausgestatteten Krankenhauses und des Transports in Spezialkliniken wird eine Geburt wieder ein tödliches Risiko für Mutter und Kind. Auf einer anderen Stelle des Friedhofsgeländes findet ein anderes furchtbares Schauspiel statt. Da auch der Müll nicht mehr entsorgt werden kann, bringen die Bestatter auf ihren Runden auch Säcke von Klinikmüll mit. Auf einem regelrechten Scheiterhaufen werden nun die Dinge verbrannt, die normalerweise kaum jemand mehr zu Gesicht bekommt: blutige Verbände, amputierte Körperteile und infektiöse Proben aus den Laboren und OPs. Der Gestank ist unbeschreiblich. Um einzelne Tote aus Mehrfamilienhäusern zu bergen, fehlen den Bestattern die Kapazitäten. Sie empfehlen Frau Schneider, den Toten abzudecken und die Tür zum Zimmer abzudichten, wenn sie ihren Mann nicht zu einer der Sammelstellen bringen kann. Da wir Frau Schneider nicht zumuten wollen, die Nacht allein bei ihrem toten Mann zu verbringen, schlagen wir ihr vor, heute Nacht bei uns zu bleiben. Frau Schneider hat verständlicherweise keinen Appetit und so essen Anja und ich die mitgebrachten Würstchen. Anja konnte aus dem Krankenhaus nichts mitbringen, da die Personalrationen beschränkt wurden. Tag 4 Ich wache nach einer unruhigen Nacht mit meiner Lebensgefährtin auf. Hunger, Sorgen und das Schluchzen der Nachbarin aus dem Wohnzimmer weckten uns immer wieder. An ruhigen Schlaf war nicht zu denken. Sorgen, Nöte und die weinende Nachbarin haben die Nacht überschattet. Wann wird sich wieder alles normalisieren? Ich bin verzweifelt. Die Krise hält schon zu lange an. Die drei, vier Tage kommen mir vor wie eine Ewigkeit. Es ist noch dunkel draußen. Plötzlich hören wir wildes Geschrei und Krach. Wir stürzen auf den Balkon und schauen nach unten. Eine Gruppe junger Männer steht lautstark grölend vor einer Wohnung im Erdgeschoss. Merkwürdigerweise schwebt ein Geruch von Essen über der Szenerie und lässt meinen Magen knurren. Offenbar versucht ein Nachbar, der besser vorbereitet war, auf dem Grill auf dem Balkon eine Mahlzeit aufzuwärmen. Leider hat er damit scheinbar die Männergruppe auf sich aufmerksam gemacht, die nun versucht, ihm dieses Essen abzunehmen. Die Worte werden lauter und heftiger und plötzlich fliegt ein erster Stein durch die Glastür des Balkons. Die Männer klettern über die Balkonbrüstung und dringen in die Wohnung ein. Man hört lautes Rumpeln, das Weinen und schrille Schreien einer Frau und dumpfe Schmerzensschreie des Mannes. Nach wenigen Augenblicken ist alles vorbei. Aus der Wohnung dringt nur noch ein leises Wimmern nach oben. Die Männer verlassen die Wohnung wieder über den Balkon und schleppen dabei Arme voll Lebensmittel mit sich. Hilflos schauen wir uns an. Was sollen wir tun? Die Polizei rufen ist in der Krise nicht möglich und sich mit den Männern anzulegen, kommt nicht infrage. Anja möchte zumindest nach unten in die Wohnung und schauen, ob sie medizinisch helfen kann. Die Frau in der Wohnung will zuerst die Tür nicht öffnen, als sie aber sieht und hört, dass Anja als Frau und allein vor der Tür steht, öffnet sie zögerlich. Beim Betreten der Wohnung traut Anja ihren Augen kaum: In der Wohnung stehen große Wasserbehälter, wandhohe Regale mit Lebensmitteln und Batterien. Wahrscheinlich hätten die Bewohner dieser Wohnung noch wochenlang bei bescheidenem Komfort in der Krise ausharren können. Nur ein Moment der Unachtsamkeit hat dazu geführt, dass diese Sicherheit verspielt wurde. Der Mann wurde bei dem Überfall übel zugerichtet und alle wissen, dass die Männer sehr bald zurückkommen werden, um auch den Rest an Material zu holen. Anja rät den beiden dringend, die Wohnung schnellstmöglich zu räumen und mit uns nach oben zu kommen. Diesen Vorschlag lehnt der Mann ärgerlich ab und fordert Anja auf, die Wohnung zu verlassen. Er hätte eine Armbrust und würde sich auf die Rückkehr der Plünderer vorbereiten. Anja bleibt nichts weiter übrig, als dem Mann die Platzwunde mit einigen Pflastern aus dem Vorrat des Mannes zu schließen. Als Dank erhält sie ein Paket Wasserflaschen und ein paar Konservendosen. Abbildung 4 Unverrichteter Dinge kehrt Anja zurück in unsere Wohnung. Dort angelangt, bricht sie am Küchentisch in Tränen aus. Ihr ganzes Berufsleben lang hat sie Menschen geholfen und doch steht sie nun hilflos da. Sie sagt mir, dass sie heute nicht im Krankenhaus zur Arbeit erscheinen wird. Sie ist völlig übermüdet und vor Ort kann sie nichts mehr ausrichten. Es wurde kein Treibstoff für die Notstromaggregate geliefert, da die dafür verplanten Reserven bei einer Übung der Bundeswehr verbraucht und noch nicht wieder ersetzt wurden. Zwar haben die Techniker des Krankenhauses schier Unmögliches vollbracht und den Betrieb der Aggregate einige Stunden strecken können, indem sie aus den Tanks der Autos der Patienten auf den Parkplätzen alles an Treibstoff abgesaugt hatten, aber dennoch sind die Aggregate inzwischen alle ausgefallen. Das Krankenhaus ist nun ebenfalls ohne Strom. Ärzte operieren im Schein von Taschenlampen und Kerzen zum Teil ohne Narkose, weil die wichtigsten Medikamente fehlen. Schmerzpatienten können nicht mehr versorgt werden, sodass das gesamte Gebäude von Schreien und Flehen erfüllt ist. Immer mehr Personal erscheint nicht zum Dienst und es häufen sich Fälle von gewaltsamen Übergriffen verzweifelter Menschen. Anja erinnert sich an Erzählungen von Kollegen, die in Entwicklungsländern unter ähnlichen Bedingungen gearbeitet haben, und nun erlebt sie diesen Albtraum mitten in Deutschland. Sie will nur noch bei mir bleiben und diese Krise aussitzen. Und so verliert das Krankenhaus an diesem Tag wieder einen seiner Engel in Weiß. Ich versuche sie zu trösten, finde aber nicht die richtigen Worte. Ich öffne die mitgebrachten Konservendosen und hole uns Löffel vielleicht kann ich sie wenigstens damit ein bisschen aufmuntern. Wir schlingen den Inhalt herunter. Abbildung 5 Mittlerweile kann auch Frau Schneider ein wenig essen. Sie bietet mir an, einige Kleidungsstücke ihres Mannes aus der Wohnung zu holen. Er hat wohl viele warme Schafspullover und -westen im Schrank. Ich fühle mich unwohl, denn obwohl der verstorbene Nachbar mit einer Decke verhüllt auf dem Sofa liegt, ist das Gefühl, mit einer Leiche im Raum zu sein, angsteinflößend. Schon eine Stunde nach dem Verzehr der kalten Mahlzeit bereue ich es, nicht erst mit einer kleinen Menge begonnen zu haben. Mein Magen hat die plötzliche Füllung mit dem ungewohnten Essen nicht vertragen und schmerzt. Anja und der Nachbarin geht es ähnlich. Schon kurze Zeit später müssen wir uns bei der Benutzung des Toiletteneimers abwechseln. Längst habe ich es aufgegeben, den Inhalt die Treppen hinunterzutragen. Wie viele meiner Nachbarn gieße ich die Fäkalien aus dem Fenster. Der Anblick und Geruch rund um das Mehrfamilienhaus sind unbeschreiblich. Den Tag verbringen wir drei wortlos und erschöpft in der Wohnung. Keiner von uns hat die Kraft, etwas zu planen oder zu unternehmen. Jeder hängt seinen Gedanken nach und zwischen Anja und mir schwebt ein unausgesprochener Vorwurf in der Luft. Immer wieder einmal hatten wir nach Medienberichten zum Thema Blackout besprochen, dass wir ein paar Sachen für den Fall einer Krise im Hause haben sollten. Gemacht hat es leider keiner von uns beiden. Die Stunden vergehen und als es dunkel wird, versuchen wir zu schlafen, ohne uns wie sonst üblich zu sagen, dass wir uns lieben. Tag 5 Mitten in der Nacht werden wir plötzlich aus dem Schlaf gerissen. Ich höre erneut Geschrei vor der Wohnung unseres Nachbarn im Erdgeschoss. Gestern waren es nur eine Handvoll Plünderer, aber jetzt steht eine Gruppe von fast 20 Männern vor dem Haus und bringt Schubkarren und Handwagen mit. Offenbar haben sie vor, alles Wertvolle mitzunehmen. Die einseitige Ansprache dauert nicht lange und Steine fliegen erneut durch die Fenster. Plötzlich höre ich einen Schrei und einer der Männer geht zu Boden. Es scheint, dass der Mann auf die Plünderer geschossen hat. Statt jedoch zu flüchten, scheint die versuchte Gegenwehr die Gruppe in Raserei zu versetzen. In diesem Moment klettern vier oder fünf der Männer auf den unteren Balkon und spritzen aus Plastikflaschen eine brennbare Flüssigkeit in alle Ritzen der Barrikaden aus Möbelstücken. Wir müssen tatenlos zusehen, wie ein Flammenball aus den unteren Fenstern schlägt. Dichter, schwarzer Qualm von den Möbeln und Gardinen dringt nach oben und brennt uns in Augen und Lungen. Niemand traut sich zu schreien, wir sind wie gelähmt. Plötzlich wird mir bewusst, dass keine Feuerwehr kommen wird. Sollte sich das Feuer ausbreiten, sind wir hier oben gefangen. Anja und ich ziehen schnell eine Jacke über und fliehen aus dem Haus allein, da sich unsere Nachbarin weigert, die Wohnung zu verlassen. Wir irren durch die kalte Nacht ohne Ziel und Kraft. Wir können nicht glauben, was wir gerade mit eigenen Augen gesehen haben. Der Schock sitzt tief. Obwohl wir nun schon einige Straßen weit von Zuhause weg sind, wird der Brandgeruch nicht schwächer und es ist keine Feuerwehr in Sicht. Als wir auf eine größere Straße kommen, wird auch klar, dass überall in der Stadt Rauchsäulen aufsteigen. Meine Frau hat im Krankenhaus schon viele Patienten behandeln müssen, die sich beim ungewohnten Kochen auf Kerzen, Grills und Lagerfeuern verbrannt und verbrüht haben, aber das hier muss andere Gründe haben. Uns wird klar, dass alle Hemmungen der Menschen zu fallen scheinen. Ohne Strafverfolgung einerseits und im Angesicht von Hunger und Not andererseits eskaliert die Lage. Uns wird eine furchtbare Wahrheit bewusst: Selbst wenn in dieser Minute der Strom zurückkehren würde, wäre das Leben für immer anders und es würde Wochen und Monate dauern, um die Schäden zu beseitigen. Wir wissen zu diesem Zeitpunkt nicht einmal, ob wir bei Ende der Krise noch einen Arbeitgeber haben werden. Mit Hilfe vom Staat ist nicht zu rechnen. Meine Frau weiß von Menschen, die aktuell nicht einmal offiziell existieren, da sie in einer Zeit geboren wurden, in welcher kein Amt die Geburt bestätigen konnte. Abbildung 6 Überall herrscht völliges Chaos. Als wir an einem Elektrofachmarkt vorbeilaufen, sehen wir eine Gruppe von Leuten, die die Arme voller Elektrogeräte haben. Die scheinen ein wenig optimistischer zu sein und hoffen nach dem baldigen Ende der Krise die Sachen für gutes Geld verkaufen zu können. Ein paar Meter weiter stockt mir der Atem: Auf dem Bürgersteig liegt eine leblose Frau. Ihr Shirt ist zerrissen, es läuft Blut aus ihrer Nase und ihr Unterkörper ist entkleidet. Uns ist sofort bewusst, welchem Schicksal sie zum Opfer gefallen ist. Anja zerrt an meinem Ärmel und fleht mich an, uns schnell zu verstecken, bis es wieder hell wird. Mich überkommt ein schreckliches Gefühl. Die Frau da könnte auch Anja sein. Ich habe nichts, um sie zu beschützen oder uns zu verteidigen. Um die Ecke steht ein Lagerhaus eines Holzlieferanten. Wir verstecken uns hinter einigen aufgestapelten Baumstämmen und hoffen, dass uns hier niemand findet. Als es endlich hell und still wird, verlassen wir das Lagerhaus und machen uns auf den Heimweg. Ich weiß nicht, was uns erwartet, als wir unser Haus erreichen. Doch als wir ankommen, atme ich kurz auf. Zwar ist die Wohnung des Preppers komplett ausgebrannt und auch die Wohnungen daneben und darüber scheinen betroffen zu sein, aber das Feuer scheint gelöscht worden zu sein, wahrscheinlich von Nachbarn. Die Feuerwehr war jedenfalls nicht da. Durch die geborstene Balkonverkleidung können wir kurz in die Wohnung sehen, bereuen es aber gleich wieder. Die verkohlten Leichen der beiden Nachbarn liegen am Boden und sind grotesk verdreht. Trotzdem laufen Menschen durch die Ruine und suchen in den Trümmern nach Verwertbarem. Anja und ich gehen hoch in unsere Wohnung und rufen nach der Nachbarin. Niemand antwortet. Eine ungute Vorahnung wird schnell zur Gewissheit, als wir einen Zettel finden. Frau Schneider, die Nachbarin, teilt uns darin mit, dass sie keine Hoffnung mehr hat und nun zu ihrem Mann gehen wird. Kurz hoffen wir noch, das Schlimmste verhindern zu können, doch als wir die Wohnung nebenan betreten und Frau Schneider neben ihrem aufgedeckten Mann und den leeren Medikamentenschachteln liegen sehen, wissen wir, dass jede Mühe vergeblich ist. Auf dem Weg nach draußen schaue ich noch kurz in die Schränke der beiden alten Leute, kann aber außer einer halben Flasche Öl und einem Paket Zucker nichts finden. Weder Anja noch ich haben die Kraft zu trauern. So legen wir uns müde und schmutzig ins Bett und schlafen erschöpft ein. In unserer Wohnung war Gott sei Dank niemand und selbst wenn, konnten sie nichts Brauchbares finden. Tag 6 Als ich aufwache, bin ich völlig durcheinander. Die Ereignisse der letzten Tage hätte ich niemals für möglich gehalten. In diesem Moment spüre ich Angst, Durst und Hunger und fühle mich seltsam lethargisch. Ich möchte einfach nur weg von hier, aus der Stadt fliehen, aber ich weiß nicht, wohin. Jedes Mal, wenn ich mit anderen Menschen gesprochen habe, schien es, als gäbe es keine Möglichkeit, zu fliehen. Das ganze Land ist betroffen und niemand weiß, ob und wann der Strom zurückkehren wird, weshalb jede Bewegung sinnlos erscheint. Trotzdem entscheide ich mich, aus der Stadt zu fliehen, da das Gewaltpotenzial hier viel höher zu sein scheint als auf dem Land. Die Erlebnisse, die ich zu Beginn der Krise auf dem Dorf hatte, erscheinen mir geradezu paradiesisch. Ich schnappe mir einen Rucksack und packe alles, was ich für nützlich halte, ein, auch meine Kleidung und alle essenziellen Dinge, die ich finden kann. Zum Schluss nehme ich auch meinen Laptop und mein Handy mit, in der Hoffnung, sie irgendwo aufladen oder gegen etwas tauschen zu können. Es ist seltsam, wie schnell sich alles geändert hat. Noch vor sechs Tagen gehörte ich zur deutschen Mittelschicht, verdiente gut und hatte Ersparnisse auf der Bank. Aber jetzt fühle ich mich wie ein Obdachloser, alles, was ich besitze, passt in meinen Rucksack. Anja und ich setzen die Rucksäcke auf und starten unsere Reise ohne Ziel. ) A u“. a Ne wol o T&R = X 4'780 Dal i i ) | NS | Abbildung 7 In der Innenstadt fallen wir sofort auf, da wir schwere Rucksäcke tragen. Wir spüren, wie die Blicke auf uns gerichtet sind. Stimmen rufen uns alle paar Meter an und fordern uns auf, den Inhalt unserer Rucksäcke zu teilen. Ich ärgere mich, dass ich kein Küchenmesser eingepackt habe. Dann treten plötzlich mehrere Gestalten aus einer Seitenstraße und umringen uns. Sie fragen uns nach unserem Ziel und Zweck der Reise und ich bin mir bewusst, dass sie uns ausrauben wollen. Plötzlich prescht einer der Männer nach vorn, holt aus und schlägt mir mit der Faust ins Gesicht. Mir bleibt die Luft weg, wird kurz schwarz vor Augen und ich gehe zu Boden. Anja stellt sich mutig zwischen uns und fleht die Plünderer an, uns gehen zu lassen. Sie zeigt ihnen den Inhalt ihres Rucksacks und nachdem sie feststellen, dass wir nichts Wertvolles haben, lassen sie von uns ab. Wir sind erleichtert und beschließen, jeden Kontakt zu anderen Menschen zu vermeiden und viel vorsichtiger weiterzugehen. Nach Stunden erreichen wir den Rand der Stadt und machen auf einem Feldweg eine kurze Pause. Ich bin müde und hungrig, meine Nase blutet und mein Kopf pocht schmerzhaft, aber immerhin sind wir nicht in akuter Lebensgefahr. Es stehen einige Apfelbäume am Wegesrand und obwohl die Früchte sauer sind, essen wir so viele wir können. Irgendwo habe ich mal gehört, dass viele einheimische Pflanzen essbar sind. Leider kann ich mich partout nicht daran erinnern, welche das waren, und so beschließen wir auf den Versuch lieber zu verzichten. Als wir das erste kleine Dorf erreichen, werden wir von jedem, den wir um Hilfe bitten, weitergeschickt. Zwar sehen die Bewohner hier durchaus nicht so ausgemergelt aus, wie die Menschen, denen wir in der Stadt begegnet sind, dennoch hat offenbar auch hier niemand etwas für Fremde übrig. Die Elektrogeräte, die wir mitführen, und selbst die Goldkette erweisen sich als nutzlos. Auch die Leute hier wissen nicht, ob und wann sich die Verhältnisse wieder bessern werden, und geben daher nichts von ihren Vorräten ab. Energischer zu fragen verbietet sich uns, da wir schon kurz nach unserer Ankunft von einem Mann, der sich als Jäger vorstellt, aus dem Dorf verwiesen werden. Das Gewehr hält der Mann zwar auf den Boden gerichtet, dennoch ist klar, wer in der Situation das Sagen hat. Nun sind wir auch von der Illusion befreit, dass es auf den Dörfern Bauernhöfe und damit Essen im Überfluss gibt. Wir erfahren, dass schon drei Tage nach Ausfall des Stroms die riesigen Bestände an Geflügel verstorben sind. Die in Massentierhaltung untergebrachten, zigtausend Vögel sind nach Ausfall der hofeigenen Notstromversorgung und der Lüftung elendig an ihrer eigenen Körperwärme und den giftigen Gasen ihrer Ausscheidungen verendet. Der Metzger schlachtet seit Tagen im Akkord Rinder, die vor Schmerzen schreien. Da die Hochleistungskühe nicht mehr maschinell gemolken werden konnten, haben sich die Euter entzündet. Obwohl die Räucheröfen des Dorfes allesamt qualmen, verdirbt ein Großteil des Fleisches ohne Kühlung oder ist durch Krankheit der Tiere ungenießbar. Teilen oder abgeben will dennoch kein Dorfbewohner, sie alle wissen, dass nach der kurzen Phase des Überflusses eine Durststrecke von unbekannter Länge folgen wird. Wenigstens unsere Wasserflaschen dürfen wir an einer Handpumpe auf einem der Grundstücke auffüllen. Wir gehen weiter und fragen uns, was wir wohl tun werden, wenn wir auch im nächsten Dorf weggeschickt werden. Als es dammert, kriechen wir in einen Hochstand an einem Feldrand und decken uns mit den Pullovern unseres verstorbenen Nachbarn zu. Ein Teelicht am Boden spendet ein kleines bisschen Licht. Was der nächste Tag bringen wird, weiß keiner von uns beiden. Tag 7 Ich öffne langsam meine Augen und bemerke, dass die Sonne noch nicht vollständig aufgegangen ist. Anja und ich sind in der feuchten Kälte des Morgens aufgewacht und wir haben unsere Fluchtrucksäcke als Kopfkissen benutzt, um zumindest ein bisschen Komfort zu haben. Plötzlich sehe ich unter dem Hochstand einen Igel, der durch das Buschwerk läuft. Normalerweise habe ich in meinem Leben noch nie etwas anderes als Ungeziefer getötet, aber der Hunger treibt mich zu etwas, was ich vor ein paar Tagen für unmöglich gehalten hätte. Ich klettere vorsichtig den Hochsitz herunter und suche mir im Gestrüpp einen relativ dicken Knüppel. Ich fühle mich wie ein Monstrum, als ich auf das kleine Tier einschlage, aber es muss getan werden, denke ich mir. Ich unterschätze die Kraft, die notwendig ist, um ein Tier zu töten, und muss noch ein zweites und drittes Mal zuschlagen, bevor es endlich stirbt. Was nun? Meine Lebensgefährtin und ich kennen Fleisch nur als lebendes Tier im Zoo oder verpackt im Supermarkt. Wir können uns nicht vorstellen, dass wir das Häufchen blutigen Fells und Stacheln wirklich essen sollen. Aber der Hunger nagt an uns und so schicke ich sie los, um Holz für ein Feuer zu sammeln. Als ich beginne, ohne Plan mit einer Glasscherbe vom Weg das Tier zu zerschneiden, muss ich immer wieder meinen Brechreiz unterdrücken. Das Fleisch des Igels ist warm und verströmt einen ungewohnten Geruch. Als ich den Bauch des Igels öffne und versuche, mit einem Stock die Eingeweide zu entfernen, wird es mir fast zu viel. Ich frage mich, ob ein Igel eine Galle hat, wie diese aussieht und was passieren würde, wenn ich sie verletze. Ich entferne alles von dem kleinen Tier, was mir trotz des Hungers nicht essbar erscheint, und schaffe es sogar, das Fell vom Körper zu ziehen. Das ist eine jämmerlich kleine Mahlzeit. Meine Lebensgefährtin und ich versuchen nun, das Holz zu entzünden. Anfangs qualmt und stinkt es nur und das Feuer geht immer wieder aus. Erst als wir trockenes Gras und kleinste Äste sammeln, bekommen wir eine Flamme hin. Wir braten den Igel an einem Stock über dem Feuer, aber das Fleisch ist trocken, ziemlich verbrannt und macht keinen von uns satt. Stattdessen hat der Aufwand uns wahrscheinlich sogar noch hungriger gemacht. Ich gehe weiter entlang des Feldwegs in Richtung des nächsten vermuteten Dorfes. Als wir nach einiger Zeit Häuser sehen, hören wir schon von Weitem ein Klagen und Weinen. Eine junge Frau kommt aus Richtung des Dorfes auf uns zugelaufen. Sie schiebt einen Kinderwagen. Als sie uns entgegenkommt, fällt sie auf die Knie und bittet uns um Hilfe, aber wir haben nichts, mit dem wir ihr helfen könnten. Im Wagen liegt ein Baby, es kann kaum älter als vier Wochen sein. Mit tränenerstickter Stimme erzählt uns die junge Mutter, dass ihr Mann als Polizist in der Stadt gearbeitet hat. Er kam am zweiten Tag des Blackouts nicht mehr nach Hause. Sie hat bislang nicht erfahren können, ob ihm etwas zugestoßen ist oder wer ihr Auskunft erteilen könnte. Dann ist ihr, als sie nachts ein Fläschchen auf dem Gasherd zubereiten wollte, die Dose mit dem Milchpulver der Tochter heruntergefallen. Ohne Aussicht, schnell neues besorgen zu können, hat sie das verstreute Pulver aufgesammelt und wieder in die Dose gepackt. Leider wurde das Pulver wohl verschmutzt oder feucht, denn schon am Abend des nächsten Tages bekam das Baby Fieber und Bauchkrämpfe. Schrie es anfangs noch aus vollem Leib, wurde es zunehmend stiller. Obwohl sie die Nachbarn auf dem Dorf schon seit ihrem Zuzug aus der Stadt vor Jahren kennt, konnte oder wollte ihr niemand aus dem Dorf helfen. Außer ein paar Beuteln Fencheltee, die sie von einer Frau bekam, war keine Hilfe zu finden. Und alle haben abgelehnt, sie in die Stadt zu fahren. Zu groß war die Angst vor dem, was dort geschieht, und niemand wollte sein Auto, sofern überhaupt noch Benzin im Tank war, für die Fahrt eines anderen Menschen nutzen. Da keine Besserung eintrat, hat die Frau in ihrer Verzweiflung beschlossen, zu Fuß in die Stadt zum Krankenhaus zu laufen. Wir bringen es nicht übers Herz, ihr die Wahrheit darüber zu sagen, dass sie in der Stadt auch nicht mit Hilfe rechnen kann, und so trennen sich unsere Wege nach kurzer Zeit. Ich krame in meinem Fluchtrucksack und kann zumindest ein zweites Feuerzeug entbehren, vielleicht kann es der Frau von Nutzen sein in ihrer misslichen Lage. Wenn schon die Nachbarn in diesem Dorf einander nicht helfen, so werden sie für uns Fremde wohl erst recht nichts übrig haben. Nur eine Woche, denke ich, nur eine Woche ohne Strom hat alles weggewischt, das für uns selbstverständlich gewesen war. Was ich nicht wissen kann, ist, dass sich die Wiederherstellung auch nur einer rudimentären Versorgung noch weitere Wochen hinziehen und zigtausende Leben kosten wird. 3. Experten-Interview mit Sebastian Hein Hallo Sebastian, erst mal herzlichen Dank, dass du zugesagt hast, uns ein Interview zu geben. Mit dir haben wir einen starken Interviewpartner für unser Buch gewonnen. Stell dich doch bitte unseren Lesern kurz vor: Wer bist du, was machst du beruflich und was hast du mit dem Thema der Krisenvorsorge und Blackout-Vorsorge zu tun? Danke, es freut mich, dass ich angefragt wurde und hier einen Teil beitragen darf. Ich bin gelernter Fachinformatiker für Systemintegration, unter anderem mit Fokus auf IT-Sicherheit und Smart Home mit zusätzlicher Fortbildung zum IT-Techniker für Computertechnik, sowie ausgebildete professionelle Sicherheitskraft mit breitem Erfahrungsspektrum aus der privaten Sicherheitswirtschaft. Ich beschäftige mich auch mit der Infrastruktur und konzipiere autarke Systeme, sogenannte Off-Grid-Systeme, also von den öffentlichen Versorgern, dem Netz, abgekapselte Inselanlagen, speziell im Energiesektor bzgl. Fotovoltaik. Neben der privaten Sicherheitswirtschaft war ich bei der Polizei tätig und beschäftige mich seit nun gut dreizehn Jahren intensiv mit der Thematik Krisenvorsorge, Selbstversorgung, Prepper, Survival und der inneren Sicherheit wobei das Interesse über den privaten Bereich hinausgeht und ich in diesem Tätigkeitsfeld auch beruflich tätig bin. Bereits fünf Bücher habe ich über das Thema veröffentlicht. Eventuell kennt ja der ein oder andere Leser meine Bestseller aus der Serie „Prepper, Krisenvorsorge, Survival Guide: Bereit zum Überleben“ Band 1 und 2. Teil 3 ist bereits in Arbeit. Damals, als hier noch keiner etwas mit dem Wort „Prepper“ anfangen konnte, betrieb ich ein Forum, anno 2008 bis 2010, und später die erste deutschsprachige „Prepper“-Website www.paranoid-prepper.com, welche bald durch eine neue zeitgemäße Seite (www.krisenvorsorge-portal.de) abgelöst wird. So war ich maßgeblich an der Verbreitung der Bezeichnung „Prepper“ im deutschsprachigen Raum beteiligt. Auch die bekannte 3er-Regel im CB-Funk und die dort etablierten „Frequenzen“ gehen auf eine Initialzündung von mir, „Daniel preppt“ und der Community zurück. Denn nur gemeinsam ist man stark und kann etwas erreichen. Als Survivaltrainer gebe ich mein Wissen zum Überleben in der Natur natürlich auch in der Praxis in diversen Kursen weiter und bilde mich selbst kontinuierlich fort. Man weiß ja, Stillstand ist immer ein Rückschritt. Auf Seminaren halte ich Vorträge über Urban Survival, Survival und private Krisenvorsorge. Im Einzelcoaching biete ich ebenfalls meine Expertise an und berate meine Kunden, private ebenso wie Firmen online oder direkt vor Ort. Du bist ja quasi Krisenvorsorgeexperte, wie oben auch bereits eingehend von dir beantwortet, der viele Jahre lang Unternehmen und Menschen dabei unterstützt hat, sich auf unerwartete Krisen vorzubereiten. Du bist spezialisiert auf Vorsorge- und Risikomanagement, insbesondere auf die Entwicklung von Strategien und Konzepten. Hast du den Eindruck, dass inzwischen bei diesen Themen mehr Menschen bereit sind zuzuhören, als es früher der Fall gewesen ist? Früher belächelte man mich und meine Tätigkeit doch recht häufig. Heute ist die breite Gesellschaft nicht nur durch sehr mühsame Aufklärungsarbeit, sondern auch durch immer mehr Krisen und Katastrophen, welche uns „überraschten“, eher bereit zuzuhören und offener für das Thema. Man kann sagen, dass sich die Zeiten geändert haben und das Interesse an der privaten Krisenvorsorge stetig an Bedeutung und Zuspruch gewinnt. Den Menschen wird immer klarer, dass die Krisenvorsorge notwendig ist und Prepper oder vorsorgende Personen keinesfalls Spinner sind, wie man uns gern in der Presse darstellt. Krisenvorsorge ist eine Art Lebensversicherung, um ruhiger schlafen zu können, ganz nach dem Motto: Lieber haben und nicht brauchen, als brauchen und nicht haben! Denn nur weil ich vorgesorgt habe, möchte ich noch lange nicht, dass etwas passiert. Ich vergleiche es immer gern mit einem Gurt im Auto. Nur weil ich mich im Kfz anschnalle, um im Fall eines Unfalls Schlimmeres zu vermeiden, fahre ich ja nicht bewusst und mit voller Absicht gegen einen Baum. Ebenso ist es mit Versicherungen, welche man abschließt, um im Schadenfall besser mit den Folgen klarzukommen. Man tut es, um vorzusorgen. Um nichts anderes geht es bei der privaten Krisenvorsorge und dabei spielt es keine Rolle, wie man es nennt. Letztlich ist es so: Wer sich auf den Staat verlässt, ist verlassen, und wer sich nicht selbst auf Krisen vorbereitet, wird in die Statistik eingehen. Es ist ganz simpel. Schafft man es nicht, vorzusorgen, sorgt man vor, es nicht zu schaffen. Genau diesen Fakt erkennen immer mehr Bürger, ganz normale Bürger wie du und ich, aus allen gesellschaftlichen und beruflichen Schichten und sind daher offen dafür, selbst Vorsorge zu betreiben. Im Vergleich zu 2013 hat sich einiges getan und der Zulauf ist enorm. Es gibt immer häufiger Stromausfälle, bei denen der Mensch eingreifen muss, um die Stromversorgung der Bevölkerung und Industrie wieder herzustellen. Beispielsweise gab es in Köln-Mülheim Anfang März 2023 einen stundenlangen Stromausfall wegen eines brennenden Trafohäuschens. Da bleibt natürlich die Frage offen, wer zündet so etwas an oder war es bloß ein technischer Defekt? Wir werden es wohl nie erfahren. Inzwischen ist aber alles möglich. Dabei waren in Köln-Mülheim rund 47.000 Personen betroffen. Der Strom fiel für sechseinhalb Stunden aus. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie ein Stromausfall von drei bis fünf Tagen in Köln endet. Sicher würde das sehr ungemütlich ausgehen. Geschehnisse wie stundenlange Stromausfälle häufen sich in letzter Zeit. Im Harz gab es im Januar 2023 gleich zweimal einen Netzkollaps. Hier fiel der Strom bei rund 100.000 Menschen aus. Zunächst konnte der Energieversorger nicht einmal ausschließen, dass es nicht zu weiteren Stromausfällen kommen würde. Sehr beunruhigend für Meier, Müller, Schulze. Die gewohnte Sicherheit, immer mit allem versorgt zu werden, kommt bei vielen Menschen so langsam abhanden. Im Harz gingen dann auch gleich in einem Krankenhaus diverse medizinische Geräte kaputt. Wenn eine Kettenreaktion an Blackouts ausgelöst werden würde, denkst du, Deutschland wäre so einer Situation gewachsen? Ich sage es ganz ungeschönt, direkt und so wie es ist: Nein auf keinen Fall. Sollte es zu einer Kettenreaktion kommen, was bundesweit zu Blackouts führt, wird es Chaos geben, welches man in Deutschland noch nie erlebt und sich noch nicht einmal vorstellen kann. Die Vergangenheit hat dies deutlich gezeigt und die „Kompetenz“ der Politiker offenbart. Man muss sich nur einmal die Krisen der vergangenen Tage ansehen und die Glanzleistungen der Regierung in diesem Zusammenhang reflektieren. Es ist dabei egal, ob es der Katastrophenwinter 1978/1979, das Münsterländer Schneechaos 2005, die Finanzkrise 2008, die Flüchtlingskrise 2015, die Flutkatastrophe Ahrtal 2021, die Corona-Krise seit 2020 oder aktuell die Energiekrise ist. Mehr oder weniger Totalversagen seitens der Regierung trifft auf fast all diese Beispiele zu. Es wird sich über schwarze Schwäne keine Gedanken gemacht. Erst wenn etwas passiert und das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, wird man aktiv oder versucht es zumindest kläglich, wobei oft nur sinnloser Populismus an erster Stelle steht. Wo sind zum Beispiel die hundert Milliarden für die Bundeswehr, die vor einem Jahr zugesagt wurden? Stellt man sich unter diesen Aspekten eine bundesweite Krise oder Katastrophe vor, mit dem Wissen, dass nur fiir 1 % der Bevölkerung vorgesorgt wurde, passt das Zitat aus meinem Buch „Es wird schlimmer als alles, was man sich vorstellen kann“ wie die Faust aufs Auge und ist sogar noch massiv untertrieben. Dass eine solche Schadenslage in Chaos gipfeln wird, ist unter dieser Voraussetzung wie in Stein gemeißelt und sicher wie das Amen in der Kirche. So richtig klar kommuniziert die Medienlandschaft die Folgen eines Blackouts nicht. Im Prinzip wird zwar immer öfter darauf hingewiesen, wie wichtig eine Vorbereitung ist, aber mehr auch nicht. Dass es nach ein paar Tagen in Ballungsgebieten sehr wahrscheinlich zum totalen Chaos kommt, wird verschwiegen. Sprich Raub, Brandstiftung, keine Hilfe im medizinischen Notfall und so weiter. Was denkst du: Wieso verschweigen Presse und Politik das landldufig? Meiner Meinung nach wird dies bewusst von der Presse verschleiert. Denn wüsste die Bevölkerung, wie schlecht es um den Katastrophen- und Zivilschutz in Deutschland bestellt ist und dass im Worst Case Millionen Menschen ohne Hilfe auf sich allein gestellt sind und es wahrscheinlich nicht schaffen werden, wiirde Chaos ausbrechen. Auf welchen Zeitraum miissen sich die Menschen wohl einstellen, wenn der Strom erst einmal richtig weggebrochen ist? Was wäre da aus deiner Expertise gesehen ein realistischer Zeitrahmen? Ich persönlich würde mindestens für vier Wochen Vorräte empfehlen, wobei hier ein längerer Zeitraum immer besser ist. Es kommt auch immer auf den eigenen Geldbeutel und den vorhandenen Stauraum an. Mindestens für vier Wochen sollte aber für jeden möglich sein. Es gibt verschiedene Szenarien, die sich ereignen können. Was hältst du in den nächsten zwei Jahren für am wahrscheinlichsten? Und wenn, wird das nur Deutschland oder auch noch andere Länder betreffen? Es sind eher die unscheinbaren und oft nicht so spektakulären Dinge wie Naturkatastrophen, Atomunglücke, Blackouts und Pandemien, auf die ich mich vorbereite und die ich für realistisch halte. Auch die Vorbereitungen auf einen Wirtschaftszusammenbruch bis hin zu einem Kollaps und einer damit verbundenen Hyperinflation stehen hoch auf meiner Agenda. Bürgerkrieg oder Krieg halte ich dagegen persönlich für eher sehr, sehr unwahrscheinlich, würde es aber niemals ausschließen. Denn auch eine Wahrscheinlichkeit von nur 1 % kann dazu führen, dass solche Ereignisse eintreten. Was sind für dich die fünf wichtigsten Dinge, die man haben sollte oder die umgesetzt werden sollten, wenn man mit der Krisenvorsorge für den Fall eines Blackouts beginnt? Wasser und die Möglichkeit, Wasser aufzubereiten zum Desinfizieren und Konservieren, wie zum Beispiel hochwertige Filter, Desinfektionsmittel etc. Dann natürlich haltbare Lebensmitte, die man auch kalt verzehren kann, inklusive Camping- oder Gaskocher. Eine Möglichkeit zum Heizen und Kochen, wie Petroleumöfen, einen Holzofen etc. gerade im Winter, und natürlich eine alternative Lichtquelle wie Taschenlampen oder chemische Leuchtstäbe. Eine gute Hausapotheke mit persönlichen Medikamenten, welche für mindestens vier Wochen ausreichen. Abschließend natürlich einen Fluchtrucksack für jede Person im Haushalt mit persönlichen Unterlagen, einer Campingausrüstung, Schlafsack etc. Eine ausführliche Packliste biete ich auch in meinen Büchern oder auf meiner Website an. Damit sollte man für das Gröbste gut aufgestellt sein. Viele Einwohner dieses Landes denken an das Auswandern, beziehungsweise wandern bereits aus. Die Sicherheit im Alltag schwindet, die Energiekrise, ein eventueller Krieg aufgrund der Außenpolitik und der drohende flächendeckende Stromausfall dürften Gründe dafür sein. Ebenso die Inflation und noch viele andere Faktoren, die zu nennen hier aber sicher den Rahmen sprengen würde. Ich kann diese Flucht mancher Menschen tatsächlich gut verstehen. Nun hat aber nicht jeder die finanziellen Möglichkeiten, zu gehen, und viele wollen ja auch einfach aus familiären Gründen bleiben. Glaubst du, es gibt noch mal ein „zurück zu alten und besseren Zeiten“ oder ist der Drops gelutscht, perfide gesagt? Auswandern ist natürlich eine sehr attraktive Option für alle, die es sich leisten können. Man merkt bereits deutlich das Verschwinden von Fachkompetenz, Kapital und immer mehr Firmen aus Deutschland, was der Politik geschuldet ist. Besser wird es aus meiner Sicht nicht mehr, ganz im Gegenteil. Die „golden Zeiten“ sind vorbei und wir müssen als Land schwer aufpassen, nicht als bedeutendes Industrieland abzusteigen und im schlimmsten Fall zu einem Entwicklungsland abzurutschen. Es mag sich zwar unglaubwürdig anhören, aber man möge mal in zehn Jahren an meine Worte denken. Was mir völlig unbegreiflich ist, sind Aussagen aus der Politik, dass wir in dem besten und sichersten Deutschland aller Zeiten leben. Ich nenne solche Aussagen reinen Eskapismus. Einige denken, dass eine gute Vorsorge wer weiß wie teuer ist, und fangen deshalb gar nicht erst damit an. Das ist natürlich falsch gedacht. Alles, was man angeschafft hat, wird in einer schwierigen Situation hilfreich sein und ist besser, als nichts zu haben. Wie gehst du mit solchen Aussagen um? Was entgegnest du solchen Leuten? „ICh lese und höre immer öfter: Die Leute haben keine Zeit, kein Geld und keinen Platz für eine adäquate Krisenvorsorge. Dies ist mit Verlaub völliger Schwachsinn. Es liegt lediglich an der Priorität.“ Es liegt dann eindeutig an der Zuteilung der eigenen Prioritäten. Krisenvorsorge und Survival müssen nicht teuer sein. Selbst mit Sozialhilfe ist dies kein Problem. Die richtige Aussage müsste lauten: Ich möchte mir keine Krisenvorsorge leisten, weil mir andere Dinge wichtiger sind. Hier muss man einfach Prioritäten setzen und sich für die richtigen Dinge entscheiden. Wer die falsche Entscheidung trifft, wird im Zweifel in die Statistik eingehen. In meinen Büchern gehe ich auf solche Aussagen explizit ein, liefere mögliche Lösungen, kläre auf und zerschlage diesen Mythos. Wer vorsorgen möchte, der kann auch vorsorgen. Alles andere sind schlechte Ausreden. Jetzt, wo das Geld an Wert verliert, also die Kaufkraft deutlich nachlässt, und wir im Prinzip in eine Abwärtsspirale aus geringem Wirtschaftswachstum und Inflation (Stagflation) gezogen werden, haben wir da noch Möglichkeiten, unser Vermögen zu retten? Wohin mit dem Bargeld? Bitcoin behalten oder besser schnell abstoßen? Was tun mit den Wertpapieren (Exchange Traded Funds, ETFs)? Wer sein Vermögen durch Krisen retten möchte, sollte in harte Werte wie Gold und Silber investieren. Immobilien und Land sind auch immer gut. Bei Edelmetallen ist es wichtig, in physikalische Werte zu investieren, auf die man Zugriff hat, und niemals in Papiere oder Anteile. ETFs, Aktien und Co kann man machen, wenn man das Geld „übrig“ hat und es einem egal sein kann, ob man sein Geld verliert oder nicht. Für alle anderen sind Edelmetalle die erste Wahl. Kryptowährungen sind aus meiner Sicht sehr spekulativ und unterliegen zu starken Schwankungen. Natürlich ist dies keine Finanzberatung, sondern nur meine bescheidende Meinung zu diesem Thema. Ich denke, wir konnten hier in diesem kleinen Interview einige Themen anreißen. Gibt es aus deiner Sicht noch etwas, dass du sehr gern hinzufügen möchtest? Wir danken an dieser Stelle bereits für das Interview und freuen uns über eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit. Erst mal möchte ich mich für die Zusammenarbeit und die Möglichkeit, hier mitwirken zu dürfen, bedanken und ich wünsche euch für euer Buch und zukünftige Projekte alles Gute und viel Erfolg. Vielleicht verwirklichen wir auch mal ein Projekt zusammen. Dann würde ich jedem Leser ans Herz legen, dass alles besser ist als nichts, auch wenn man nicht viel hat. Vorsorge ist wichtig, denn haben und nicht brauchen ist immer besser als brauchen und nicht haben. ee N / ZA In diesem Sinne, Danke und beste Grüße Sebastian Hein Kapitel 02 - Fachteil Einstieg Beginnen wir zunächst damit, uns mit der Materie des Blackouts zu beschäftigen. Um Maßnahmen treffen zu können, muss man erst einmal wissen, worum es überhaupt geht. 1.1 Was ist ein Blackout? Andere Experten aus dem Bereich Energieversorgung und Innere Sicherheit und ich reden beim Blackout von einem plötzlichen, überregionalen, weite Teile Europas umfassenden und länger andauernden Strom-, Infrastruktur- und Versorgungsausfall. Der Begriff , Blackout" ist nicht klar definiert und wird daher auch oft falsch verwendet, in Medien zum Beispiel fiir gewöhnliche Stromausfalle. Daher sollte man immer hinterfragen, was genau mit dem Begriff gemeint ist. In der Fachwelt spricht man auch von einer Großstörung. Entscheidend ist hierbei, dass auch andere Infrastrukturen betroffen sind und eine Hilfe von „außen“ wie sonst nicht erwartbar ist. Alles, was nicht vor Ort vorbereitet und vorgesorgt wurde, wird nicht zur Verfügung stehen. Zudem ist der Stromausfall nur der Ausgangspunkt für längerfristige Versorgungsunterbrechungen und -engpässe. Die drei Phasen des Blackouts « Phase 1: 24 Stunden bis 3 Wochen je Lagezuspitzung e Phase 2: mehrere Wochen bis Monate « Phase 3: mehrere Monate bis weit über einem Jahr Um die tatsächlichen Auswirkungen eines Blackouts erfassen zu können, muss das Gesamtszenario betrachtet werden. Die meisten Menschen denken nur an einen Stromausfall, also an die Phase 1. Das greift jedoch deutlich zu kurz und führt zu einer massiven Unterschätzung der Zeitdauer und der Folgen eines Blackouts. Denn auch in der Phase 2, also bis die Telefon-, Handy- und Datennetze (Internet) wieder weitgehend funktionieren, wird kaum etwas funktionieren. Weder Produktion, Logistik noch Treibstoffversorgung funktionieren, da es überall IT-Abhängigkeiten gibt. Damit gibt es kaum ein Tanken oder Einkaufen. Nur die Wasserver- und Abwasserentsorgung sollten in Phase 2 wieder funktionieren. Erst in Phase 3 kann dann der Wiederanlauf der Versorgung mit lebenswichtigen Gütern beginnen. Und das kann dauern. Denke nur an mögliche Ausfälle in der industrialisierten Tierhaltung oder Glasproduktion. Es wird zum Teil Jahre dauern, bis sich wieder eine Normalisierung einstellt. Wir müssen uns daher auf längerfristige Versorgungsunterbrechungen und -engpässe einstellen. 1.2 Wie bemerke ich einen Blackout? Das Problem für uns alle wird sein, zwischen einem normalen Stromausfall, einem Brownout (Spannungsabfall im Stromnetz) und einem Blackout zu unterscheiden. Dies wird nicht immer so eindeutig sein, wie man in der Theorie denken mag. Hier habe ich ein paar verschiedene Guidelines aufgeführt, die dabei helfen, das Vorhandensein eines tatsächlichen Blackouts festzustellen. 1. Check der eigenen Stromversorgung: Der erste Schritt besteht darin, die eigene Stromversorgung zu überprüfen. Hierfür sollte der Sicherungskasten bzw. Verteilerkasten im Haus oder der Wohnung aufgesucht werden. Ein entscheidendes Element im Sicherungskasten ist der Fehlerstromschutzschalter, auch als FI- Schalter bekannt. Ist dieser ausgelöst oder deaktiviert, kann dies auf einen Stromausfall hinweisen. Es ist ratsam, den Fl-Schalter zurückzusetzen und zu überprüfen, ob der Strom wiederhergestellt wird. Falls nicht, ist es wahrscheinlich, dass nicht nur dein Haus betroffen ist. 2. Check der Umgebung: Ein Blick auf die Umgebung kann ebenfalls Hinweise auf einen Blackout geben. Beobachte, ob bei deinem Nachbarn oder in der Straßenbeleuchtung das Licht noch funktioniert. Wenn es keine Anzeichen von Beleuchtung gibt und die Umgebung im Dunkeln liegt, deutet dies auf eine größere Sache hin. 3. Check der Erreichbarkeit anderer Personen aus deiner Umgebung: Die Erreichbarkeit anderer Personen kann Aufschluss darüber geben, ob ein Blackout eingetreten ist. Versuche, deine Familie, Freunde oder Nachbarn telefonisch zu kontaktieren. Überprüfe sowohl das Mobiltelefonnetz als auch das Festnetz, da ein Stromausfall die Kommunikationsdienste beeinträchtigen wird. Sollte es nicht möglich sein, andere Personen zu erreichen, könnte dies ein Anzeichen für einen größeren Stromausfall sein. 4. Check des Verkehrsfunks: Ein weiterer Indikator für einen Blackout kann der Verkehrsfunk sein. Schalte das Autoradio ein und höre aufmerksam den Verkehrsnachrichten zu. Wenn im Verkehrsfunk von großflächigen Stromausfällen, Straßensperrungen aufgrund von Verkehrsproblemen oder anderen Hinweisen auf Störungen im Zusammenhang mit der Stromversorgung berichtet wird, ist es sehr wahrscheinlich, dass etwas Größeres im Argen ist. 5. Überregionale Überprüfung: Um das Ausmaß des Blackouts abzuschätzen, ist es hilfreich, Informationen aus entfernten Städten oder Regionen einzuholen. Nutze dein Mobiltelefon (sollte es noch funktionieren), um Kontakte in einer anderen Stadt zu erreichen, die weit genug entfernt ist, um das mögliche Ausmaß des Blackouts zu erfassen. Wenn auch in diesen entfernten Gebieten ein Stromausfall vorliegt, spricht dies für einen größeren regionalen oder sogar landesweiten Blackout. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Guidelines nur erste Anhaltspunkte sind und keine definitive Bestätigung für das Vorhandensein eines Blackouts liefern. Für eine genaue Information und offizielle Mitteilungen über einen Blackout solltest du dich bei den örtlichen Behörden, Stromversorgungsunternehmen oder Notfalldiensten informieren. Diese werden jedoch dann im Ernstfall (Blackout) genauso schlau bzw. unwissend sein wie du. Dann kannst du aber zumindest sicher sein, dass es kein normaler Stromausfall und auch kein Brownout ist. Dann heißt es schnell reagieren. 1.3 Definitionen Bevor wir beginnen, müssen wir erst einmal ein paar Begriffe erläutern, sonst reden wir aneinander vorbei und das Gesagte wird nur halb verstanden. Eine lokale Störung/Stromausfall Lokale Ausfälle treten häufig auf und können oft binnen Minuten durch entsprechende Umschaltmaßnahmen behoben werden. Häufiger Auslöser in urbanen Räumen sind dafür Grabungsarbeiten („Bagger“) oder Tiere, die in einem Trafo einen Kurzschluss auslösen. Zunehmend an Bedeutung gewinnen auch Extremwetterereignisse und Sabotage. Eine europäische Großstörung („Blackout“) Hier haben wir einen großflächigen und vollständigen Systemzusammenbruch, welcher ganz Deutschland oder gar weite Teile Europas betrifft, bei dem eine automatische Regelung und Barrieren nicht mehr ausreichen. Der Netzbetreiber verliert die Kontrolle. Kraftwerke stellen sich zum Eigenschutz ab. Die Basis für ein mögliches Blackout sind die zunehmenden Netzeingriffe, um das System stabil zu halten. 2 a nn ) 1 Lokale / regionale Störungen Abbildung 8 Lokale / regionale Störungen: Verteilnetze und Hunderttausende sind betroffen, systemrelevante Dinge funktionieren aber noch. = / A Europaweite | Globale Störungen Abbildung 9 Europaweite / globale Störungen: Verteilnetze und Hunderte Millionen sind betroffen, systemrelevante Dinge funktionieren nicht mehr. Der letzte Tropfen, der dann das Fass zum Überlaufen bringen kann, kann ganz unterschiedliche Ursachen haben wie: » Extremwetterereignisse « technisches Versagen « Cyber-Angriffe * Komplexitätsüberlastung + Marktmanipulation « Sonnenstürme « Erdbeben « Terroranschläge o. A. + Abschaltung konventioneller Kraftwerke * Unkontrollierter Aufbau von Wind- und Solaranlagen Was ist ein Blackout und was ein Brownout? Und was ist der wesentliche Unterschied? Aussagen der Bundesnetzagentur dazu: „Ein Blackout ist ein unkontrolliertes und unvorhergesehenes Versagen von Netzelementen. Das führt dazu, dass größere Teile des europäischen Verbundnetzes oder das gesamte Netz ausfallen (sogenannter Schwarzfall). Ein solches Ereignis könnte beispielsweise auftreten, wenn in einer angespannten Last- und Erzeugungssituation zusätzlich schwere Fehler an neuralgischen Stellen des Übertragungsnetzes auftreten“. Ein Blackout ist also grundsätzlich kein durch eine Unterversorgung mit Energie ausgelöstes Ereignis, sondern bedingt durch Störungen im Netzbetrieb. Demgegenüber steht der sogenannte (kontrollierte) Brownout. Dieser kann notwendig werden, wenn im Vergleich zur nachgefragten Menge zu wenig Strom produziert wird, zum Beispiel aufgrund eines Brennstoffmangels für Kraftwerke oder einer allgemein zu geringen Erzeugung, beispielsweise auch durch Nichtverfügbarkeiten von Erzeugungsanlagen. In diesem Fall ist es notwendig, die Nachfrage so weit zu reduzieren, dass das Angebot die Nachfrage wieder vollständig decken kann. Nur so kann die Versorgung mit Strom weiterhin stabil und zuverlässig gewährleistet werden. Was passiert bei einem rollierenden Brownout? Bei einem Brownout ist es notwendig, die Nachfrage nach Strom für den Zeitraum zu reduzieren, in dem zu wenig Strom zur Verfügung steht. Ein mögliches Mittel besteht darin, mit einem zeitlichen Vorlauf und regional sowie zeitlich begrenzt einen Teil der Verbraucher von der Versorgung zu trennen, um die Nachfrage so weit zu reduzieren, dass sie mit der erzeugten Strommenge wieder übereinstimmt. Solange der Mangel besteht, erfolgt die Abschaltung von Verbrauchern reihum (sog. „rollierende Abschaltung“), um die Auswirkungen auf einzelne Regionen so gering wie möglich zu halten. Gibt es im Strom eine Abschaltreihenfolge? Im Gegensatz zum Gasbereich gibt es bei der Stromversorgung keine „geschützten Kunden“ oder eine anderweitige Priorisierung. Sollte es zu einem überregionalen Versorgungsengpass kommen, führen die Übertragungsnetzbetreiber (UNB) als Ultima Ratio die notwendigen Abschaltungen von Lasten durch. Das bedeutet, dass einzelne bei den ÜNB angeschlossene Kunden und von den Verteilernetzbetreibern versorgte Regionen für eine begrenzte Zeit „reihum“ abgeschaltet werden. Dabei findet bislang nur eine begrenzte Differenzierung nach angeschlossenen Kunden statt. Entscheidend ist die wirksame Reduktion des Stromverbrauchs innerhalb der begrenzten Reaktionszeit, die den ÜNB in einem solchen Falle zur Verfügung steht. Wenn sich die ÜNB dafür entscheiden, Verteilnetzbetreiber zur vorübergehenden Abschaltung einzelner Regionen aufzufordern, wird eine gezielte Weiterversorgung einzelner Kunden innerhalb dieser Regionen aus technischen Gründen schwierig. In den Verteilnetzen sind bisher nur wenige Netznutzer individuell durch Netzbetreiber steuerbar. Sollte die Bundesregierung einen Notstandsfall nach dem Energiesicherungsgesetz feststellen was derzeit unwahrscheinlich ist und die Bundesnetzagentur als Bundeslastverteiler tätig werden müssen, würden die Fragen, welche Kunden mit Strom versorgt werden, in ähnlicher Weise geregelt. Grundsatz bei der Abwägungsentscheidung über die zu erfolgenden Abschaltungen ist, dass die Deckung des lebensnotwendigen Bedarfs so umfangreich wie möglich sichergestellt ist. Allerdings enthält die Elektrizitätssicherungsverordnung (ELltSV) in 8 1 Abs. 4 eine Regelung, nach der Gebietsabschaltungen möglichst zu vermeiden sind. Sie dürfen nicht über vier Stunden hinausgehen. Eine Abschaltreihenfolge im Sinne einer Priorisierung einzelner Verbraucher oder einzelner Gebiete gibt es nicht. Die Fragen sind stets lageabhängig in der konkreten Situation zu beurteilen und zu entscheiden.“1 1 Quelle: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/ Versorgungssicherheit/Strom/artikel.html Wie „toll“ die Industrie ab- und anschalten finden wird, kann sich jeder Unternehmer oder klar denkende Bürger ausmalen. Viele Maschinen können erst gar nicht in Betrieb genommen werden oder sind danach kaputt oder zumindest reif für die Wartung. Was dies für die Produktion und Lieferketten zur Folge hat, kann sich jeder denken. Der Kaskadeneffekt und der Kannibalisierungseffekt beim Wiedereintritt des Stromnetzes Die Sicherstellung einer zuverlässigen Stromversorgung ist von entscheidender Bedeutung für unsere moderne Gesellschaft. Es gibt mehrere Faktoren, die wir uns im Rahmen der Brownouts oder des Wiederhochfahrens des Stromnetzes nach einem Blackout anschauen sollten. Diese Effekte können auftreten, wenn nach einem Stromausfall das Netz wieder in Betrieb genommen wird. In diesem Kapitel werden wir uns eingehend mit dem Kaskadeneffekt und dem Kannibalisierungseffekt beschäftigen und untersuchen, wie sie die Blackout-Gefahr beeinflussen können. Der Kaskadeneffekt: Der Kaskadeneffekt bezieht sich auf die Möglichkeit, dass ein lokaler Stromausfall aufgrund von Überlastungen oder Störungen in einem Teil des Netzwerks zu einem Ausfall in anderen Teilen führen kann. Dies kann durch die Wechselwirkung zwischen den verschiedenen Komponenten des Stromnetzes, wie zum Beispiel Übertragungsleitungen, Transformatoren und Schaltanlagen, verursacht werden. Wenn ein Teil des Netzes ausfällt, kann dies zu einer Überlastung benachbarter Komponenten führen, die wiederum ausfallen können. Dieser Dominoeffekt kann sich rasch ausbreiten und zu einem großflächigen Blackout führen. Der Kannibalisierungseffekt: Der Kannibalisierungseffekt tritt auf, wenn nach einem Stromausfall das Netz schrittweise wieder in Betrieb genommen wird und dies zu einer unkontrollierten Überlastung führt. In einem solchen Szenario kann der plötzliche Anstieg der Stromnachfrage das Netz überfordern, da alle angeschlossenen Geräte gleichzeitig wieder eingeschaltet werden. Wodurch kommt dies? Durch den Egoismus der Menschen. Jeder denkt an sich, muss sofort sein Handy laden, seine Powerbanks befüllen oder sonstige Zusatzverbraucher aktivieren, um etwas von kostbarem Strom zu erhaschen. Die unkoordinierte Wiederherstellung des Stromnetzes führt dann zu Spitzenlasten, die die verfügbare Kapazität überschreiten und das Netz erneut destabilisieren. Auswirkungen auf die Blackout-Gefahr: Der Kaskadeneffekt und der Kannibalisierungseffekt stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit des Stromnetzes dar, insbesondere nach einem großflächigen Blackout. Die Wiederinbetriebnahme des Netzes erfordert daher eine sorgfältige Planung und Koordination, um diese Effekte zu minimieren. Hier sind einige Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Blackout- Gefahr zu verringern: » Netzsegmentierung: Durch die Aufteilung des Stromnetzes in kleinere Segmente kann verhindert werden, dass sich Störungen und Ausfälle über das gesamte Netz ausbreiten. Die Segmentierung ermöglicht eine gezieltere Fehlererkennung und -behebung. « Phasenweiser Wiederanlauf: Anstatt das gesamte Netz auf einmal wieder in Betrieb zu nehmen, kann ein phasenweiser Wiederanlauf durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass bestimmte Gebiete priorisiert werden, um eine übermäßige Nachfrage zu vermeiden und die Netzstabilität sicherzustellen. Durch eine schrittweise Wiederinbetriebnahme können Spitzenlasten vermieden und das Netz stabilisiert werden. + Lastmanagement: Eine effektive Laststeuerung kann dazu beitragen, die Nachfrage nach der Wiederinbetriebnahme des Stromnetzes zu regulieren. Hierbei werden bestimmte Geräte oder Lasten priorisiert hochgefahren, während andere vorübergehend reduziert werden. Dies kann dazu beitragen, die Gesamtlast zu kontrollieren und Überlastungen zu vermeiden. + Frühzeitige Fehlererkennung und -behebung: Eine kontinuierliche Überwachung des Stromnetzes ist von entscheidender Bedeutung, um potenzielle Störungen oder Fehler frühzeitig zu erkennen. Durch den Einsatz von Überwachungssystemen und Technologien wie Phasenmessungen und Lastflussanalysen können Probleme identifiziert und behoben werden, bevor sie zu einer Kettenreaktion führen. * Schulung und Training: Das Personal, das für die Wiederinbetriebnahme des Stromnetzes verantwortlich ist, sollte über umfassende Schulungen und Trainingsprogramme verfügen. Dies gewährleistet ein tiefes Verständnis für die möglichen Risiken und Herausforderungen sowie für die erforderlichen Maßnahmen zur Vermeidung von Kaskaden- und Kannibalisierungseffekten. Fazit: Die Gefahr von Blackouts aufgrund von Kaskaden- und Kannibalisierungseffekten beim Wiedereintritt des Stromnetzes ist eine reale Herausforderung. Sie erfordert eine sorgfältige Planung, koordinierte Maßnahmen und eine effektive Laststeuerung, um diese Risiken zu minimieren. Da dies bisher nur auf dem Papier durchdacht und „geprobt“ wurde und hier rein der ,Friedensmodus” ohne externe „Hindernisse“ einkalkuliert wurde, bin ich etwas skeptisch, um es mal vorsichtig zu sagen, dass dies so auf Anhieb und ohne Reibung vonstattengeht. 1.4 Großflächige Störungen im Stromnetz der Vergangenheit In der Vergangenheit ereigneten sich einige bemerkenswerte Vorfälle, bei denen großflächige Störungen das Stromnetz betrafen. Diese Ereignisse hatten erhebliche Auswirkungen auf die betroffenen Regionen und verdeutlichten die Verwundbarkeit unserer modernen Gesellschaft gegenüber Stromausfällen. Lass uns einen Blick auf einige wenige dieser Ereignisse werfen und ihre Auswirkungen untersuchen: 1. Nordosten der USA, 1965: Im Jahr 1965 ereignete sich eine großflächige Stromstörung im Nordosten der USA, die als der „Blackout von 1965“ bekannt wurde. Ein fehlerhaftes Relais im Kraftwerk Ontario Hydro in Kanada führte zu einem Dominoeffekt, bei dem sich der Stromausfall über weite Teile des nordöstlichen Gebiets der Vereinigten Staaten ausbreitete. Über 30 Millionen Menschen waren betroffen, als die Stromversorgung in Teilen von New York, Ontario und anderen Städten und Gemeinden zusammenbrach. Die Auswirkungen waren spürbar, aber die Gesellschaft konnte sich relativ schnell erholen, da es nur wenige Stunden dauerte, bis der Strom wiederhergestellt wurde. 2. New York City, 1965: Im selben Jahr wie der Nordost-Blackout ereignete sich auch in New York City ein bedeutender Stromausfall. Ein Feuer in einem Umspannwerk in Manhattan war die Ursache für den Zusammenbruch des Stromnetzes in weiten Teilen der Stadt. Die Auswirkungen waren beträchtlich, da der Stromausfall zu einer Welle von Plünderungen und Gewalt führte. Die öffentliche Ordnung brach zusammen und die Bewohner waren tagelang ohne Strom. Dieser Vorfall verdeutlichte die sozialen Auswirkungen eines großflächigen Stromausfalls und die Notwendigkeit eines effektiven Krisenmanagements. 3. New York City, 1977: Ein weiterer großer Stromausfall traf New York City im Jahr 1977. In dieser Zeit war die Stadt von wirtschaftlichen Schwierigkeiten und sozialen Spannungen geprägt. Der Stromausfall verstärkte die bereits bestehenden Probleme und führte zu Plünderungen, Bränden und Chaos auf den Straßen. Die Folgen waren katastrophal und es dauerte Tage, bis die Ordnung und die Stromversorgung vollständig wiederhergestellt waren. 4. Schweiz, 2005: Im Jahr 2005 kam es in der Schweiz zu einem großen Stromausfall, der weite Teile des Landes betraf. Die Ursache war ein Fehler in einer Hochspannungsleitung, der zu einem massiven Stromausfall führte. Die Auswirkungen waren umfangreich, da der öffentliche Verkehr zusammenbrach, Flughäfen geschlossen wurden und Krankenhäuser und andere wichtige Einrichtungen auf Notstromaggregate angewiesen waren. Es dauerte mehrere Stunden, bis der Strom in allen betroffenen Gebieten wiederhergestellt wurde. 5. Schweden, 2004: Im Jahr 2004 erlebte Schweden einen großflächigen Stromausfall, der weite Teile des Landes betraf. Die Störung wurde durch einen Kaskadeneffekt ausgelöst, bei dem der Ausfall eines Kraftwerks zu Überlastungen in anderen Teilen des Netzes führte. Die Auswirkungen waren spürbar, da Verkehrssysteme, Kommunikationsnetze und andere wichtige Infrastrukturen betroffen waren. Es dauerte Stunden, bis der Strom wiederhergestellt wurde und die Gesellschaft ihre normale Funktionalität zurückerlangte. 6. Europa, 2006: Im Jahr 2006 erlebte Europa einen großflächigen Stromausfall, der mehrere Länder betraf. Eine fehlerhafte Schutzeinrichtung in einem Umspannwerk in Deutschland führte zu einem Kaskadeneffekt, der zu Ausfällen in anderen Teilen des Kontinents führte. Die Auswirkungen waren erheblich, da Millionen von Menschen ohne Strom waren und Transport- sowie Kommunikationssysteme beeinträchtigt wurden. Es dauerte mehrere Stunden bis Tage, bis der Strom in allen betroffenen Regionen wiederhergestellt wurde. 7. Berlin, 2019: Im Jahr 2019 kam es in Berlin zu einem großflächigen Stromausfall, der weite Teile der Stadt betraf. Ein Feuer in einem Umspannwerk führte zu einem Zusammenbruch des Stromnetzes und ließ große Teile der deutschen Hauptstadt im Dunkeln. Die Auswirkungen waren spürbar, da der öffentliche Verkehr lahmgelegt wurde, Geschäfte und öffentliche Einrichtungen schließen mussten und die Bewohner auf Notstromaggregate angewiesen waren. Es dauerte mehrere Stunden, bis der Strom wiederhergestellt wurde und das normale Leben in Berlin wieder aufgenommen werden konnte. Diese Beispiele verdeutlichen die Folgen und schnelle Entstehung von großflächigen Stromstörungen. Sie betreffen nicht nur die Stromversorgung selbst, sondern haben auch erhebliche Auswirkungen auf den Alltag der Menschen, die Wirtschaft, den öffentlichen Verkehr sowie die öffentliche Ordnung. 1.5 Einschätzung seitens der europäischen Politik und Energiebetreiber Die reale Gefahr eines Blackouts wird von allen Regierungen klar und deutlich eingestuft. Man beteuert zwar, dass man alles unter Kontrolle hat und die Systeme gewisse Redundanzen haben, jedoch haben wir immer mehr externe sowie interne Faktoren, die das System schnell zum Kollaps bringen können. Man redet hinter den Kulissen nicht mehr davon, ob, sondern nur noch wann ein Blackout kommen wird. Bildlich gesprochen haben wir ein Kartenhaus, welches auf einem Stehtisch inmitten eines Rockkonzerts positioniert wurde, geschützt durch ein Trassierband, auf dem steht: Bitte nicht anfassen. Wie lange das gut geht, ob nun mutwillig oder unfreiwillig, ist am Ende auch egal. Gegenseitige Schuldzuweisungen und Beteuerungen, dass man nichts dafür könne oder es in Zukunft besser machen werde, welche nach der Phase 3 des Blackouts mantraartig gepredigt werden, werden den wirtschaftlichen, seelischen und leiblichen Schaden der meisten Bürger auch nicht lindern können. Ich sehe dies mit unseren Experten nicht nur aus der Perspektive der allgemeinen Gefahren, welche durch Unfälle, Unwetter oder Überlastungen bei den Peaks etc. passieren, sondern auch aus meiner Perspektive als ehemaliger Kommandosoldat mit Schwerpunkt Öffnungstechnik, Sprengung und Sabotage und der genauen Kenntnis der deutschen Infrastruktur. Wie naiv sämtliche kritischen Infrastrukturen geschützt sind, möchte ich hier gar nicht ansatzweise ausdrücken. Man kann jedoch klar sagen, dass, egal, worum es geht, sei es Wasser, Strom, Chemieanlagen, Kraftwerke, Raffinerien und alles Weitere, was unsere Gesellschaft am Leben hält, mit wenigen gebildeten Kräften kurz- oder langfristig außer Kraft gesetzt werden kann, mit enormen Kollateralschäden in den umliegenden Gebieten. Auch eine Entwicklung, die schleichend mit dem „gesicherten“ Wohlstand einherging. Bevor wir uns die kritischen Infrastrukturen und die Ursachen für einen Blackout ansehen, betrachten wir zunächst unsere europäische Energieversorgung etwas genauer, um ein besseres Bild zu bekommen. 1.6 Europäische Energieversorgung Elektrizität spielt seit Beginn ihrer industriellen Nutzung im Jahr 1879 eine herausragende Rolle bezüglich der ökonomischen und sozialen Entwicklung von Gesellschaften. Ohne eine permanente und zuverlässige Versorgung mit elektrischem Strom - als ein fundamentaler Pfeiler des Kapitalismus des 20. und 21. Jahrhunderts sowie mit Wärme- und Kraftstoffen zur Aufrechterhaltung der allgemeinen Mobilität könnte die Zivilisation, wie wir sie kennen, nicht aufrechterhalten werden. Gerade diese Tatsache macht es so verwunderlich, dass Europas Politik und Wirtschaft gleich in zweierlei Hinsicht zu spät auf grundlegende Fehlentwicklungen im Bereich Energie(-versorgung) aufmerksam geworden sind. Zum einen lässt sich in zunehmendem Maße ein Konsens darüber erkennen, dass ohne ein rasches Umdenken und Handeln bezüglich der langfristigen Sicherstellung des Zugangs zu Energieträgern in ausreichendem Umfang und der Erschließung neuer Importwege die Versorgungssicherheit Europas massiv gefährdet sein wird. Dies kann bei Nichtbehebung der Versorgungslücken sowie bei einer Herabsetzung der Marktpreise auf Verbraucher- und industriefreundliche Preise in absehbarer Zeit nicht nur zum Verlust wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, sondern im Extremfall auch zu einer schwerwiegenden Störung der politischen und gesellschaftlichen Stabilität führen. Schon heute ist Europa aus Mangel an eigenen Rohstoffreserven von umfangreichen Öl- und Gasimporten zu stetig steigenden Preisen abhängig. Wie lange die Wirtschaft und die Bevölkerung dies durchhalten, ist leider unabhängig von Kriegen und Pandemien ein nicht zu unterschätzender Faktor. 2. Wie ist unsere Stromerzeugung sichergestellt? Strommix: Woher kommt mein Strom? Der Strommix für jeden Privathaushalt oder Betrieb in Deutschland ist abhängig vom Versorger, den er wählt. Aus welchen Bestandteilen sich der Strommix des jeweiligen Stromanbieters zusammensetzt, fällt unter die Kennzeichnungspflicht. Sie beinhaltet die anteilmäßige Aufteilung der Energieträger, aus denen der Strom erzeugt wird, und ist auf den Internetseiten der Versorger oder den meisten Stromvergleichsrechnern einzusehen. Strommix 2023: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 wurden in Deutschland 224 TWh Strom erzeugt. Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung in Deutschland liegt aktuell bei 58 % [netto] (Stand 01.07.2023). Mit erzeugten 130 TWh sind Sonne, Wind & Co. die wichtigsten Energiequellen im deutschen Energiemix 2023. Für dieses Ergebnis sorgte vor allem die Stromerzeugung aus Wind und Sonne dank günstiger Wetterverhältnisse. Das bedeutet jedoch auch, dass sich der Energiemix jeden Tag unterschiedlich zusammensetzt, abhängig von Jahreszeit, Tageszeit und Wetter. STROM-REPORT: STROMMIX 2023 Monatliche Stromerzeugung in Deutschland [Netto] In den ersten 6 Monaten des Jahres 2023 wurden 224 TWh [Netto] erzeugt, wovon 58% aus Erneuerbaren Energiequellen stammen. J solor f wind Jeomose I Wasser || Gas I Kemenergie I Braunkohle { Andere I Steinkohle Januar: 44 TWh, davon 23 TWh Ökostrom [53%] NE | 513 "EDEN Februar: 41 TWh, davon 19 TWh Ökostrom [47%] S| 516 YEE März: 42 TWh, davon 24 TWh Ökostrom [55%] « [ETE 483 oa os) April: 35 TWh, davon 21 TWh Ökostrom [59%] 5.62 hy BB N 0] Mai: 32,6 TWh, davon 22 TWh Ökostrom [69%] 81 a AR IER Juni: 30 TWh, davon 20 TWh Ökostrom [68%] 89 ry EB 52 | Abbildung 10 2.1 Ökostromanteil am Strommix steigt Die Windenergie war mit 66 TWh eingespeister Strommenge bisher der wichtigste Energieträger für die Stromerzeugung 2023 und trug fast 30 % zum Strommix bei, gefolgt von Kohle mit 61 TWh [27 %]. Drittstärkste Energiequelle ist die Fotovoltaik, die mit 30 TWh auf 13,4 % Anteil am Strommix kommt. Der Strommix im ersten Halbjahr 2023: * Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern geht um 12,2 % zurück. « Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien steigt auf 57,7 %. » Windkraft ist mit 29,8 % wichtigster Energieträger vor Kohle mit 27,2 %. * Fotovoltaik ist drittstärkste Energiequelle mit 13,4 %. « Kein Strom mehr aus Atomkraft seit Mitte April 2023. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist mit knapp 130 Milliarden Kilowattstunden [= TWh] im ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben, doch der Anteil am Strommix stieg um 11 % [erstes Halbjahr 2022: 51,8 %]. DER STROMMIX IN DEUTSCHLAND 2023 [NETTO] Anteil der Energieträger an der Stromerzeugung im ersten Halbjahr 2023 der Energieträger an der Stromerzeugung im 1. HJ 2023 Sonstige 59 wn Kernenergie 6,7 TWh Windkraft Erdgas 66,8 TWh 23,3 TWh 10,4% TWh[Mrd. kWh) | my Steinkohle / 20 TWh Pa Photovoltaik \N 4 30 TWh Braunkohle a Biomasse 21,1 TWh AN Twn Wasserkraft h 9.4 TWh Es sind die Nettoproduktion aller Kraftwerke dargestellt. Quelle: Fraunhofer ISE 2023 https://strom-report.com/strom Abbildung 11 Der Strommix in Deutschland im ersten Halbjahr 2023, Stromerzeugung nach Energiequellen Fast 30 % des erzeugten Stroms lieferte die Windenergie. Damit hatte die Windkraft den höchsten Anteil an der Einspeisung. Die Stromerzeugung aus Kohlekraftwerken erreichte mit 27,2 % den zweithöchsten Anteil. Das aktuelle Sommerwetter treibt die Stromerzeugung aus Fotovoltaikanlagen kräftig an. Im Juni wurde in Deutschland so viel Solarstrom ins Netz eingespeist wie nie zuvor. Mit 8,9 Milliarden erzeugten Kilowattstunden trug die Fotovoltaik im Juni 29,6 % zur Stromerzeugung bei und wird drittstärkste Energiequelle im Strommix [13,4 %] für das erste Halbjahr 2023. Kohle, Atom und Erdgas auf dem Rückzug Die aus fossilen und konventionellen Energieträgern erzeugte Strommenge ging im ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 12,2 % zurück. Der mit 22 % größte Rückgang wurde bei der Stromerzeugung aus Kohle gemessen. Kohlekraftwerke speisten insgesamt 17,3 Milliarden kWh weniger ein als im Jahr zuvor. Die Stromerzeugung aus Kernenergie ist durch die Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke ebenfalls zurückgegangen. Atomkraftwerke speisten im ersten Halbjahr 2023 noch 6,7 Milliarden kWh Strom ins Netz ein und trugen damit 3 % zum Strommix bei. Die Stromerzeugung aus Erdgas ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,1 % zurück. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2023 knapp 11 % weniger Strom produziert als im Jahr zuvor. Das Statistische Bundesamt führt das auf milde Temperaturen, geringere Nachfrage wegen hoher Strompreise und die konjunkturelle Entwicklung zurück. Der Stromexport Deutschlands war mit 30,1 Milliarden kWh höher als der Stromimport 27,8 Milliarden kWh. Kleines Fazit, das wir den offiziellen Daten entnehmen können: Ja, die erneuerbaren Energien steigen, sind jedoch von Tag zu Tag unterschiedlich, nicht speicherbar und nicht grundlastfähig weswegen viele unserer Partner und allgemein der Rest der Welt nun vermehrt auf neue Atomkraftwerke setzen, welche bis zu 98 % des verwendeten Materials dank Wiederaufarbeitung wiederverwenden können. Die Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen ist ein Teil des Brennstoffkreislaufs in der Kerntechnik. Sie dient der Trennung der in benutzten Brennelementen von Kernreaktoren enthaltenen, während des Betriebs entstandenen Stoffe in einerseits wiederverwertbare Anteile (ungenutzte Kernbrennstoffe und diverse Radionuklide) und andererseits hoch-, mittel- und schwachradioaktiven Abfall. Das Endlagerproblem, das immer vorgeschoben wird, könnte so deutlich verringert werden, indem das zur Verfügung stehende Material wieder dem Brennstoffkreislauf zugeführt wird. Stromerzeugung Brutto vs. Netto Unter Bruttostromerzeugung versteht man die gesamte in Deutschland erzeugte Strommenge. Bei der Nettostromerzeugung wird der Eigenbedarf der Kraftwerke für die Stromproduktion abgezogen (Eigenbedarf von Kohlekraftwerken liegt zwischen 7 und 8 %). Die Nettostromerzeugung entspricht dem Strommix, der tatsächlich aus der Steckdose kommt. 2.2 Europäisches Verbundsystem Das europäische Verbundsystem ist ein europaweites engmaschiges Stromnetz aus Hoch- und Höchstspannungsleitungen zur Verteilung von elektrischer Energie. Es existieren zwar in Europa aufgrund der räumlichen Aufteilung mehrere voneinander getrennte Verbundsysteme, im Allgemeinen wird aber unter dem europäischen Verbundsystem das zentraleuropäische Verbundnetz jener Länder verstanden, welche die ehemalige Union for the Coordination of Transmission of Electricity (UCTE) umfassen („UCTE-Verbundnetz“). Derzeit sind dies 35 Staaten, darunter auch die im Krieg befindliche Ukraine. Das europäische Verbundsystem wird mit Dreiphasenwechselstrom in Form der Drehstrom-Hochspannungs-Übertragung betrieben, der Austausch von elektrischer Energie erfolgt auf Transportnetzebene mit Hochspannung von 220 kV und 400 kV zwischen den verschiedenen Netzbetreibern. Der Vorteil eines solchen Netzes ist, dass Schwankungen in der Erzeugung und im Verbrauch erheblich besser ausgeglichen werden können, als wenn jedes Land oder jede Region ein alleinstehendes Stromversorgungsnetz hätte. Jedes Verbundsystem ist dadurch gekennzeichnet, dass darin alle Erzeuger wie Kraftwerke synchron, also mit identischer Netzfrequenz und entsprechender Phasenlage, arbeiten. Dadurch können sie über Umspannwerke direkt elektrisch zusammengeschaltet werden. Wäre bei Wechselspannung die Frequenz bzw. Phasenlage nicht bei allen Erzeugern exakt gleich, wären Kurzschlüsse die Folge. Benachbarte Verbundnetze können zwar mit nominal gleicher Netzfrequenz von beispielsweise 50 Hz ausgestattet sein, durch laufende geringe Schwankungen der Nennfrequenz sind die konkreten Werte allerdings nicht identisch, womit kein direkter elektrischer Verbund hergestellt werden kann. Jedes Verbundsystem ist in mehrere Regelzonen aufgeteilt. Deutschland umfasst beispielsweise vier Regelzonen, Österreich und die Schweiz je eine Regelzone mit je einem Übertragungsnetzbetreiber, welcher als Regelzonenführer auftritt. Aufgabe der Regelzonenführung ist unter anderem, die von den Netzbetreibern vorzuhaltende Regelleistung zu koordinieren. Der Grund liegt darin, dass elektrische Stromnetze, und auch Verbundnetze, elektrische Energie nicht speichern können. Es muss zu jedem Zeitpunkt die erzeugte elektrische Leistung dem nachgefragten elektrischen Verbrauch entsprechen, andernfalls weicht die Netzfrequenz im gesamten Verbundnetz nach oben (zu geringe Nachfrage), bzw. nach unten (zu hohe Nachfrage) ab. Diese Abweichungen sind auf der Transportnetzebene durch entsprechende Leistungsflüsse als Ausgleich gekennzeichnet und können in Extremfällen zur Überlastung der Leitungen und Transformatoren führen. Kommt es daher zu einer Abweichung, die bestimmte Toleranzschwellen über- oder unterschreitet, muss dies im Rahmen der Netzregelung und über Regelleistung ausgeglichen werden, wobei zwischen den Regelzonen auch elektrische Energie zwecks Bilanzausgleich ausgetauscht werden kann. Damit kann in einem Verbundnetz die vorgehaltene Regelleistung geringer als in kleinen Inselnetzen sein. Im Jahr 2010 wurden beispielsweise im Mittel im gesamten UCTE-Verbundnetz ca. 3 GW Primärregelleistung vorgehalten, der Frequenzgradient der Regelleistung beträgt im europäischen Verbundsystem ca. 20 GW pro Hz Abweichung der Netzfrequenz. Kommt es aufgrund von Bilanzdefiziten zu einer starken Abweichung der Netzfrequenz von der Nennfrequenz, wie beispielsweise bei Unterfrequenz, werden Notmaßnahmen ergriffen, was in Extremfällen neben Stromausfällen zum temporären Auftrennen des Verbundnetzes in mehrere eigenständige Teilnetze führen kann. Polen und Tschechien wollen nicht für deutsche Versäumnisse büßen. Der im Süden Deutschlands fehlende Strom muss durch Kapazitäten aus anderen Teilen der Republik ersetzt werden, die größtenteils im Nordosten liegen. Doch die bestehenden Leitungen von Nordost nach Süd sind dafür nicht ausgelegt und der Bau neuer Trassen kommt nur schleppend voran. Also nimmt der Strom den Umweg des geringsten Widerstands über Polen und Tschechien. Das ist üblich, abgesichert durch internationale Verträge, doch die Nachbarn im Osten sind immer weniger gewillt, mit ihren Netzen für deutsche Versäumnisse geradestehen zu müssen. Um eine Überlastung zu vermeiden, steuern die Netzbetreiber gegen. Durch das Drosseln und Anfahren von Kraftwerksleistungen, dem sogenannten Redispatch, wird der Stromfluss umverteilt. Doch das verursacht Kosten, die letztlich polnische und tschechische Verbraucher tragen müssen. 3. Das Stromnetz wird immer komplexer Deutschland hat vier Netzbetreiber, die die Stromversorgung sicherstellen. Diese warnen nun schon seit Längerem vor Unterversorgung und raten den Kunden zum Stromsparen (Bsp. TransnetBW). Einige warnen noch, andere stellen einfach ab. Aber warum wird es immer komplexer? Früher hatte man wenige Hundert Großkraftwerke, die einfach steuerbar und übers Land verteilt waren. Sie stabilisierten zudem das Netz durch die Generatorenschwungmassen (Primärregelung). Die Ansiedlung der Kraftwerke war damals an den Verbrauchern und der Produktion bedarfsorientiert auf kürzesten Wegen ausgerichtet. Mit Stand Dezember 2021 waren 2.297.108 Energieerzeugungsanlagen am Netz, also nicht nur die großen Kraftwerke, sondern auch Solar, Biokraft, Windanlagen etc., welche dann aber nicht am Bedarf, sondern an der Erzeugungslage ausgerichtet wurden. Wind bevorzugt im Norden und Sonne im Süden Deutschlands. Die Leitungen hierfür, um den Austausch und den Transport von Nord nach Süd zu bewerkstelligen, gibt es jedoch noch nicht in ausreichender Stückzahl. Das Problem ist hier also die zufallsorientierte Stromproduktion, welche keine Rücksicht auf den realen Bedarf nimmt. Die Komplexität, diese ganzen Erzeuger gleichzuschalten und zu koordinieren, ist nun die Achillesferse unserer Versorgung. Die Verteilnetze, die hierfür notwendig sind, belaufen sich auf mindestens 12.000 km, wovon gerade einmal 2.000 km fertig gebaut wurden. Mit einer Fertigstellung ist nicht vor 2030 zu rechnen. Des Weiteren müssen sämtliche Stadtnetze erneuert werden, da diese für die künftigen Bedarfe nicht mehr ausreichen, wenn sich die Anzahl der E-Autos und Wärmepumpen noch erhöhen sollte. Also haben wir zum einen zu wenig Strom und selbst wenn man ihn hätte, müsste man erst einmal die Leitungen dafür errichten, damit der Endkunde diesen auch nutzen kann. 4. Wie ist das Stromnetz genau aufgebaut? Das Stromnetz ist hierarchisch aufgebaut und besteht aus verschiedenen Spannungsebenen, die dafür sorgen, dass elektrische Energie von den Erzeugungsquellen zu den Verbrauchern transportiert wird. Es gibt drei Hauptspannungsebenen im Stromnetz: 1. Hochspannungsebene: Die Hochspannungsebene wird für den Ferntransport großer Energiemengen über weite Strecken verwendet. Hierbei kommen Hochspannungsleitungen mit sehr hohen Spannungen zum Einsatz, typischerweise im Bereich von 110 Kilovolt (kV) bis mehreren Hundert kV. Durch die Verwendung hoher Spannungen werden die Verluste beim Transport minimiert. 2. Mittelspannungsebene: Auf der Mittelspannungsebene wird die elektrische Energie in regionale Verteilungsnetze geleitet. Die Spannung liegt in der Regel zwischen 10 kV und 36 kV. Die Energie wird von den Hochspannungsleitungen in Umspannwerken auf diese Spannungsebene heruntertransformiert und dann über Mittelspannungsleitungen weitertransportiert. 3. Niederspannungsebene: Die Niederspannungsebene ist die letzte Ebene des Stromnetzes vor dem Verbraucher. Hier wird die elektrische Energie auf eine Spannung von 230/400 Volt (in Europa) heruntertransformiert, die für den Einsatz in Haushalten, Unternehmen und anderen Verbrauchsstellen geeignet ist. Die Transformation zwischen den verschiedenen Spannungsebenen erfolgt in Umspannwerken, die als Schnittstelle zwischen den einzelnen Netzabschnitten dienen. In Ballungsgebieten gibt es oft noch zusätzliche Unterstationen, um die elektrische Energie auf eine noch niedrigere Spannung für lokale Verbraucher wie Straßenbeleuchtung oder kleinere Gewerbebetriebe herunterzutransformieren. 4.1 Der Zusammenhang der 50 Hertz im Stromnetz Im Stromnetz spielt die Frequenz eine entscheidende Rolle, um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten. Die vorherrschende Frequenz beträgt in den meisten Ländern 50 Hertz. In diesem Kapitel werden wir den Zusammenhang der 50 Hertz im Stromnetz genauer betrachten, einschließlich der Gründe für diese Frequenz, der Art der Steuerung und Messung sowie der Auswirkungen von Abweichungen von dieser Frequenz. Warum beträgt die Frequenz im Stromnetz 50 Hertz? Die Wahl der Frequenz basiert auf historischen und technischen Überlegungen. In den Anfängen der Elektrizität wurde die 50-Hertz-Frequenz aufgrund der einfachen Umwandlung von Drehbewegungen in elektrischen Strom gewählt. Dies ermöglichte die effiziente Nutzung von Wechselstromgeneratoren und -motoren. Darüber hinaus wurde die Frequenz von 50 Hertz international standardisiert, um die Kompatibilität zwischen verschiedenen Stromnetzen weltweit zu gewährleisten. Wie wird die Frequenz im Stromnetz gesteuert? Die Frequenz im Stromnetz wird von den Stromerzeugern und Netzbetreibern aktiv gesteuert, um ein Gleichgewicht zwischen der erzeugten elektrischen Energie und der Nachfrage im Netz zu halten. Die Erzeugung von Strom erfolgt durch Drehstromgeneratoren, die mit Turbinen oder anderen Antriebsmechanismen verbunden sind. Die Geschwindigkeit dieser Generatoren wird überwacht und gesteuert, um die Frequenz im Netz auf 50 Hertz zu halten. Bei einer erhöhten Stromnachfrage steigern die Stromerzeuger die Energieproduktion, um die Frequenz stabil zu halten. Wie wird die Frequenz im Stromnetz gemessen? Die Frequenz im Stromnetz wird kontinuierlich überwacht und gemessen. Dafür werden spezielle Geräte, sogenannte Frequenzmessgeräte, verwendet. Diese Geräte erfassen die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde und liefern Echtzeitinformationen über die tatsächliche Frequenz im Netz. Die gemessene Frequenz wird mit einem Referenzwert von 50 Hertz verglichen, um eventuelle Abweichungen zu erkennen. Was passiert, wenn die Frequenz zu hoch oder zu niedrig ist? Eine Abweichung von der 50-Hertz-Frequenz kann verschiedene Auswirkungen haben. Wenn die Frequenz über 50 Hertz steigt, bedeutet dies, dass mehr Energie ins Netz eingespeist wird als benötigt. Dies kann Verbrauchergeräte überlasten und dadurch beschädigen. Umgekehrt, wenn die Frequenz unter 50 Hertz fällt, bedeutet dies, dass nicht genügend Energie bereitgestellt wird, um die Nachfrage zu decken. Dies kann zu einem Zusammenbruch des Stromnetzes führen, da nicht genügend Leistung zur Verfügung steht. Um solche Situationen zu verhindern, greifen Netzbetreiber auf Maßnahmen wie das An- oder Abschalten von Stromerzeugern zurück, um die Balance wiederherzustellen und die Frequenz auf den Zielwert von 50 Hertz zurückzuführen. 4.2 Redispatching-Maßnahmen in der Energieversorgung Redispatching-Maßnahmen spielen eine wesentliche Rolle bei der Vermeidung von Blackout-Situationen und bei der Aufrechterhaltung eines stabilen Stromnetzes. In diesem Unterkapitel befassen wir uns näher mit Redispatching-Maßnahmen und untersuchen deren Bedeutung im Zusammenhang mit der Verhinderung von Blackouts. Was ist Redispatching? Redispatching bezieht sich auf die kurzfristige Anpassung der Stromerzeugung und des Stromverbrauchs, um Engpässe im Stromnetz zu vermeiden oder zu beheben. Diese Maßnahmen werden von den Netzbetreibern ergriffen, um die Netzstabilität aufrechtzuerhalten und sicherzustellen, dass die Nachfrage nach Strom jederzeit mit der Erzeugung im Einklang steht. Die Anzahl der Eingriffe in unser Netz nimmt ständig zu. Hier eine kleine Übersicht der letzten Jahre: + 2020: 6.789 + 2021: 8.636 +2022: 12.631 + 2023: 8.686 (Stand 22.07.2023) Warum sind Redispatching-Maßnahmen wichtig? Redispatching-Maßnahmen spielen eine entscheidende Rolle bei der Verhinderung von Blackouts. Sie ermöglichen es den Netzbetreibern, auf unvorhergesehene Ereignisse oder Schwankungen in der Stromnachfrage schnell zu reagieren. Durch das gezielte Umleiten von Stromflüssen, das Anpassen der Erzeugungskapazitäten und das Lastmanagement können Engpässe im Netz vermieden werden. Dies gewährleistet eine kontinuierliche Stromversorgung und schützt das Netz vor Überlastungen, die, wie wir gelernt haben, zu einem Kaskadeneffekt und letztendlich zu einem Blackout führen können. Maßnahmen im Rahmen des Redispatchings: a) Steuerung der Erzeugung: Bei Engpässen im Netz kann die Erzeugung von Strom aus bestimmten Kraftwerken erhöht oder verringert werden, um den Energiefluss im Netz zu optimieren. Dies kann durch die Koordination mit den Betreibern von Kraftwerken oder erneuerbaren Energiequellen erfolgen. b) Lastmanagement: Eine weitere Maßnahme besteht darin, den Stromverbrauch zu steuern, um Überlastungen zu vermeiden. Dies kann durch die Anpassung von Produktionsprozessen in der Industrie, die Nutzung von Lastmanagement-Systemen oder die Anregung von Verbrauchern zur Reduzierung ihrer Nachfrage während Engpasszeiten erreicht werden. c) Netzausbau: In einigen Fällen kann der Ausbau des Stromnetzes erforderlich sein, um Engpässe dauerhaft zu beseitigen. Dies umfasst den Bau neuer Übertragungsleitungen oder den Einsatz von Speichertechnologien, um überschüssige Energie zu puffern und bei Bedarf abzurufen. Dieser Punkt wurde jedoch bisher absolut vernachlässigt und steckt derzeit noch in den Kinderschuhen. Redispatching-Maßnahmen und Blackout-Prävention: Die kontinuierliche Überwachung des Stromnetzes, Echtzeit-Datenanalyse und moderne Technologien spielen eine entscheidende Rolle bei der effektiven Umsetzung von Redispatching-Maßnahmen. Durch die Integration von intelligenten Systemen und automatisierten Steuerungsmechanismen können Netzbetreiber schnell auf Veränderungen im Stromnetz reagieren und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Es ist wichtig anzumerken, dass Redispatching-Maßnahmen allein nicht ausreichen, um das Risiko von Blackouts auch nur annähernd zu beseitigen. Ein ganzheitlicher Ansatz zur Netzplanung, -überwachung und -sicherheit ist erforderlich. Dies umfasst die regelmäßige Wartung und Modernisierung der Infrastruktur, den Ausbau erneuerbarer Energiequellen und die Förderung eines effizienten Energiemanagements auf individueller und institutioneller Ebene. 5. Dezentrale oder Zentrale Energieversorgung: Vergleich, Vor- und Nachteile sowie Hybridansätze Eine Frage, die bei den Blackout-Kursen immer gestellt wird, ist: „Welche Art der Energieversorgung ist deiner Meinung nach die bessere Wahl beim Thema der Ausfallsicherheit?“ Die Antwort: „Kommt darauf an ...“ Die Frage, ob eine dezentrale oder zentrale Energieversorgung die bessere Wahl ist, ist ein wichtiges Thema in der Energiediskussion. Deutschland hat in den letzten Jahren einiges zum Thema Energiewende getan, mit Schwerpunkt auf erneuerbaren, nicht lastfähigen Energien. In diesem Kapitel werden wir die Vor- und Nachteile der dezentralen und zentralen Energieversorgung analysieren, die Situation in Deutschland betrachten und Hybridansätze in Betracht ziehen, welche meiner Meinung nach die beste Wahl wären, um dann eine fundierte Entscheidung zu treffen. Dezentrale Energieversorgung: Die dezentrale Energieversorgung bezieht sich auf eine Struktur, bei der die Energieproduktion näher an den Verbrauchern stattfindet. Dies wird oft durch den Einsatz erneuerbarer Energiequellen wie Solarenergie, Windkraft oder Biomasse erreicht. Die Vorteile einer dezentralen Energieversorgung umfassen: 1. Unabhängigkeit von großen Energieversorgern: Verbraucher haben eine größere Kontrolle über ihre Energieproduktion und können unabhängiger von großen Energieversorgern werden. 2. Geringere Transportverluste: Da die Energie näher an den Verbrauchern erzeugt wird, sind die Transportverluste geringer, was zu einer höheren Effizienz führt. 3. Förderung erneuerbarer Energien: Dezentrale Energieversorgung erleichtert die Integration erneuerbarer Energien und reduziert den Bedarf an fossilen Brennstoffen (die brauchen nämlich jetzt die zentralen Energieversorger, nachdem die letzten Kernkraftwerke abgestellt wurden, Sarkasmus Ende). Jedoch gibt es auch einige Nachteile der dezentralen Energieversorgung: 1. Schwankende Verfügbarkeit: Erneuerbare Energiequellen wie Sonne und Wind sind variabel und ihre Verfügbarkeit kann stark schwanken. 2. Skalierbarkeit: Die dezentrale Energieversorgung weist in vielen Fällen begrenzte Skalierbarkeit auf und ist nicht ausreichend, um den gesamten Energiebedarf zu decken. 3. Zentrale Energieversorgung: Die zentrale Energieversorgung basiert auf wenigen großen Kraftwerken, die eine große Menge an Energie erzeugen und diese über das Stromnetz an die Verbraucher verteilen. Die Vorteile einer zentralen Energieversorgung sind: 4. Effizienz: Große Kraftwerke können in der Regel effizienter arbeiten als kleinere, dezentrale Anlagen. 5. Stabilität: Die zentrale Energieversorgung bietet eine höhere Netzstabilität und eine bessere Kontrolle über die Energieverteilung. 6. Skalierbarkeit: Große Kraftwerke können besser auf die Stromnachfrage skalieren und Spitzenlasten bewältigen. Allerdings gibt es auch einige Nachteile der zentralen Energieversorgung: 1. Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Häufig basiert die zentrale Energieversorgung auf fossilen Brennstoffen, die wir für teures Geld in begrenztem Maße einkaufen müssen. 2. Hohe Transportverluste: Der Transport der Energie über große Entfernungen kann zu erheblichen Verlusten führen und die Gesamteffizienz der Energieversorgung verringern. 3. Situation in Deutschland: In Deutschland hat sich in den letzten Jahren eine verstärkte Entwicklung in Richtung dezentraler Energieversorgung vollzogen. Der Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere von Solar- und Windkraftanlagen, hat dazu beigetragen, dass immer mehr Verbraucher ihre eigene Energie erzeugen können. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fördert den Ausbau erneuerbarer Energien und unterstützt die dezentrale Energieerzeugung. Hybridansätze: Angesichts der Vor- und Nachteile beider Systeme kann ein Hybridansatz als vielversprechende Lösung betrachtet werden. Hybridansätze kombinieren Elemente der dezentralen und zentralen Energieversorgung, um deren jeweilige Stärken zu nutzen und Schwächen auszugleichen. Beispiele für Hybridansätze sind: 1. Virtuelle Kraftwerke: Durch die Vernetzung von dezentralen Erzeugungsanlagen können virtuelle Kraftwerke erstellt werden. Sie ermöglichen die koordinierte Steuerung und Optimierung der Energieerzeugung und -verteilung, um die Vorteile beider Systeme zu nutzen. 2. Energiespeicher: Der Einsatz von Energiespeichern, wie Batterien oder Pumpspeicherkraftwerken, ermöglicht eine bessere Integration erneuerbarer Energien in das Netz und gleicht deren Schwankungen aus. (Bis jetzt jedoch kaum vorhanden.) 3. Smart Grids: Intelligente Stromnetze verbessern die Kommunikation und Koordination zwischen Erzeugern, Verbrauchern und Netzbetreibern. Sie ermöglichen eine effizientere Energieverteilung und -steuerung. Fazit: Die Frage, ob eine dezentrale oder zentrale Energieversorgung die bessere Wahl ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel den individuellen Gegebenheiten eines Landes, den verfügbaren Ressourcen und den Umweltauswirkungen. Ein Hybridansatz, der die Stärken beider Systeme kombiniert, ist in meinen Augen eine vielversprechende Lösung. Die Integration von virtuellen Kraftwerken, Energiespeichern und Smart Grids könnte eine effiziente und nachhaltige Energieversorgung ermöglichen, die die Vorteile beider Ansätze maximiert. Abschließend kann festgehalten werden, dass es kein „Entweder-oder“ in der Frage der Energieversorgung gibt. Die Herausforderungen der Energiewende erfordern eine differenzierte und ganzheitliche Betrachtung, bei der die besten Elemente verschiedener Ansätze kombiniert werden, um eine nachhaltige und zuverlässige Energiezukunft zu gestalten. Die Beachtung von physikalischen Gesetzmäßigkeiten, finanziellen Mitteln sowie zeitlicher Umsetzbarkeit sollte vor blindem Idealismus stehen. 6. Die begrenzte Reichweite deutscher Stromspeicher —- ein kritischer Blick auf die Energiespeicherung In Zeiten der voranschreitenden Anzahl an Redispatching-Maßnahmen und der immer unsicherer werdenden Stromerzeugung durch die Abkehr von sicheren Erzeugern wie Atomstrom stehen Stromspeicher als eine der vielversprechendsten Lösungen im Fokus. In Deutschland wurden einige Fortschritte bei der Entwicklung von Stromspeichern erzielt. Doch ein entscheidendes Problem bleibt: Die begrenzte Reichweite der aktuellen Stromspeicher, die kaum mehr als eine Stunde abdecken kann. Diese Unzulänglichkeit wirft wichtige Fragen hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Effektivität der Energiespeicherung in Deutschland auf. Die Integration erneuerbarer Energiequellen wie Wind und Sonne ins Stromnetz ist ein bedeutender Schritt zur Reduzierung der CO2-Emissionen und der Abkehr von fossilen Brennstoffen. Allerdings unterliegen diese Energiequellen den natürlichen Schwankungen der Wetterbedingungen, was ihre Zuverlässigkeit beeinträchtigt. Daher sind effektive Stromspeicherungssysteme von entscheidender Bedeutung, um die unregelmäßig produzierte Energie zu puffern und eine kontinuierliche Stromversorgung zu gewährleisten. Aktuelle Statistiken zeigen, dass die Stromspeicher in Deutschland im Durchschnitt nur etwa eine Stunde lang ausreichen. Eine so geringe Kapazität bedeutet, dass der überschüssige Strom aus erneuerbaren Quellen, der zu bestimmten Zeiten erzeugt wird, nicht ausreichend gepuffert werden kann, um ihn in Zeiten geringer Energieproduktion wieder abzugeben. Dies führt zu einer potenziellen Verschwendung überschüssiger erneuerbarer Energie und macht Deutschland immer noch stark von konventionellen Energiequellen abhängig. Ein weiteres Problem besteht darin, dass herkömmliche Stromspeichertechnologien wie Lithium-lonen- Batterien umweltbelastend sind. Die Gewinnung seltener Rohstoffe und die Entsorgung der Batterien stellen eine erhebliche Belastung für die Umwelt dar. Es ist ein Paradox, dass die Reduzierung von Treibhausgasemissionen durch die Förderung erneuerbarer Energien durch die Auswirkungen der Speicherung auf die Umwelt beeinträchtigt wird. 6.1 Was können Ursachen für einen Blackout sein? Frequenzabweichungen - Hertz . I 28 | 27 Abbildung 12 Es gibt viele Gründe, wobei der Mix aus vielen verschiedenen schnell zu einem größeren Effekt führen kann. Mutwillige Eingriffe können einen buchstäblich schlagartigen Effekt haben. Bedenke, dass sich der Auslöser aufgrund des Verbundsystems nicht unbedingt in Deutschland finden muss - jedes andere Land kann den Dominoeffekt auslösen! Wir haben eine marode Infrastruktur bei gleichzeitig erhöhtem Energiebedarf. Der Ausstieg und die Verringerung von Kohle- und Atomenergie könnten in Anbetracht dessen zu keinem schlimmeren Zeitpunkt kommen. Manche Kritiker behaupten, der Kreml hätte im Hintergrund mitgemischt. Gasspeicherreserven, welche zwar noch über Umwege (Türkei und Co.) mit russischem Gas (verteuert) ankommen, gehen mehr und mehr zur Neige. Alternative Beschaffungen liegen fern in der Zukunft und sind zu geringfügig. Wie lange die russische Ader noch angezapft werden kann und wie man sich intern einigt, steht auf einem anderen Papier. Fakt ist jedoch, dass es durch die politischen Sanktionen im Import- und Exportbereich zu Lieferengpässen kommt, welche nicht von jetzt auf gleich behoben werden können. Massenarbeitslosigkeit und Abwanderung der lokalen Industrie zeichnen sich jetzt schon ab, was eine zusätzliche Gefahr für unsere Demokratie bedeutet. 6.2 Kritischer Blick auf das aktuelle Stromnetz: Herausforderungen und Verbesserungspotenzial Das Stromnetz bildet das Rückgrat unserer Gesellschaft und ist von zentraler Bedeutung für die Energieversorgung. Trotz seiner entscheidenden Rolle stehen wir vor einer Reihe von Herausforderungen, die eine kritische Betrachtung erfordern. In diesem Beitrag werden wir einige der Hauptprobleme analysieren und mögliche Verbesserungspotenziale diskutieren. Mangelnde Flexibilität: Das heutige Stromnetz wurde hauptsächlich für die zentrale Energieerzeugung konzipiert und ist daher nicht ausreichend flexibel, um den Anforderungen der zunehmend dezentralen und erneuerbaren Energieerzeugung gerecht zu werden. Die wachsende Anzahl von Fotovoltaikanlagen und Windparks stellt das Netz vor Herausforderungen hinsichtlich der Netzstabilität und des Energieausgleichs. Von einst knapp 1.000 zentralen Kraftwerken haben wir nun mehr als 2 Millionen, da jedes Windrad und jede Fotovoltaikanlage als eigenes Kraftwerk gezählt werden. Die Synchronisierung aller Kraftwerke auf 50 Hertz ist kein leichtes Unterfangen, da je nach Wetter mal mehr oder weniger aus den dezentralen Anlagen kommt. Veraltete Infrastruktur: Ein weiteres Problem besteht in der veralteten Infrastruktur der meisten deutschen Stromnetze. Viele Leitungen und Transformatoren sind überlastet und nicht in der Lage, den steigenden Energiebedarf und die neuen Anforderungen der Energiewende zu bewältigen. Dies führt zu Engpässen und möglichen Störungen im Netz. Mangelnde Energiespeicherung: Das Fehlen effizienter Energiespeicherungstechnologien ist ein weiterer kritischer Punkt. Die fluktuierende Natur erneuerbarer Energien wie Sonne und Wind erfordert die Möglichkeit, überschüssige Energie zu speichern, um sie in Zeiten geringer Erzeugung verfügbar zu machen. Ohne ausreichende Energiespeicherung bleibt das Stromnetz anfällig für Schwankungen und instabilen Energiefluss. An guten Tagen verschenken wir so unseren Strom oder zahlen sogar dafür, dass dieser abgenommen wird, und an schlechten Tagen kaufen wir teuren Atomstrom von den Nachbarn ein, um das Leck zu stopfen. Anfälligkeit für Störungen und Cyberangriffe: Das aktuelle Stromnetz ist sehr anfällig für Störungen und potenzielle Cyberangriffe. Eine einzige Störung kann zu einem großflächigen Stromausfall führen und enorme Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und die Lebensqualität der Menschen haben. Die Cyberabwehrfähigkeit ist leider nicht so stark ausgebildet wie in manch anderen Ländern. Man kann bloß hoffen, dass Russland, China und Co. dies im aktuellen Wirtschaftskrieg nicht ausnutzen werden. Geopolitische Abhängigkeit von Gas aus dem Ausland Jetzt, wo ich diese Zeilen tippe, im März 2023, sind die Gasspeicher noch immer gut gefüllt. Aber bleibt das so? Woher sollen wir in Zukunft Gas bekommen? Jeder weiß, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter über Gas aus Russland nachzudenken brauchen. Wir merken jetzt, wie abhängig wir sind und wie wichtig Diplomatie ist. Russland, Katar und der Iran haben große Gasvorkommen. Doch das sind alles Länder mit großem geopolitischem Konfliktpotenzial. Daher ist es nicht leicht, Gas aus diesen Quellen zu beziehen, ohne sich politisch zu isolieren beziehungsweise nicht mehr dafür zu zahlen, als normalerweise üblich. Auch Deutschland hat Gasvorkommen, nur spricht kaum jemand darüber. 2022 wurden 5,2 Milliarden Kubikmeter Erdgas in Deutschland gefördert. Deutschland verbraucht im Schnitt 90 bis 100 Milliarden Kubikmeter Erdgas. Allein in Niedersachsen sollen 22 Milliarden Kubikmeter Erdgas liegen. Und das ist bloß der jetzige Wissensstand. Statt mehr Geld in die Erschließung von Gasvorkommen zu stecken, versuchen wir, an Erdgas aus dem Ausland zu kommen. Besonders die grüne Politik spricht sich gegen die Erschließung von Erdgasvorkommen aus. Angeblich wegen der Gefahr für die Umwelt, des Trinkwassers und weil nicht bekannt ist, was bei einer Bohrung mit dem Untergrund wirklich passiert. Wie immer: Viel hätte, würde, könnte. Und deswegen lässt man es eben ganz sein. Aus utopischen Wünschen und Halbwissen heraus wird die Wissenschaft kastriert und die Forschung behindert. Das ist ideologisierte Politik, die sich nicht an der Lebensrealität der Geopolitik orientiert, und wir müssen eben frieren, mehr zahlen und doof in die Röhre gucken. Zehn Jahre lang könnte sich Deutschland mit eigenem Gas versorgen, wenn Fracking erlaubt wäre. Fassen wir zusammen: Wir importieren teures Fracking-Gas, anstatt selbst aktiv zu werden und das vorhandene Gas zu fördern. Fracking? Was ist das überhaupt? Laut Greenpeace „eine unterirdisch schlechte Idee“. Sachlich betrachtet wird mit Wasser, Sand und Chemikalien Gestein aufgebrochen, um an Erdgas oder auch an Öl zu gelangen. Die Grünen haben einen so großen Einfluss auf die bundesdeutsche Politik, dass wir getrost davon ausgehen können, dass in naher Zukunft weder großartig Erdgas in Deutschland gefördert, noch weiter danach geforscht wird. In Folge kann es also passieren, dass das Gas durch die Regulierungsbehörde, also die Bundesnetzagentur, eingeschränkt wird. Die Bundesnetzbehörde hat hierzu einen Plan, der eine Stufenregulierung vorsieht. Die Schlüsselindustrie soll weiter versorgt werden, die privaten Haushalte im besten Falle ebenso. Hinten rüber fallen würden Industrien, wie etwa die Glasindustrie, die Chemieindustrie und die Stahlindustrie. Das wird damit begründet, dass wir diese Güter auch gut aus dem Ausland beziehen können. Doch wer soll das zahlen? Wenn dadurch die Güter teurer werden, bleibt auch wieder weniger Geld für den Bürger, um das überteuerte, importierte Gas zu bezahlen. Die Katze beißt sich also selbst in den Schwanz und gefroren wird trotzdem. 7. Wie sehen Alternativen der Versorgung aus? Kurzfristig? Eher schwierig. Durch die Abschaltung der letzten Kernkraftwerke haben wir die Versorgungssicherheit aufgegeben. Selbst bei allergrößten Anstrengungen im Bereich der Speicher- und erneuerbaren Energiequellen sehen unsere Quellen aus der Energiewirtschaft eine Unterversorgung und Engpässe im Bereich von mindestens zehn Jahren voraus. Der Bau der Leitungen, Speicher und Anlagen wird mindestens weitere 15 bis 20 Jahre dauern. Welche Firma, welcher Steuerzahler da am Ende noch steht, um dies bei steigenden Kosten noch mitzufinanzieren, kann ich bei allem Optimismus und Ehrgeiz nicht sagen. Wasserstoff als Energieträger? Wasserstoff wird als vielversprechender Energieträger der Zukunft angesehen. Er kann als Speichermedium für erneuerbare Energien dienen und eine saubere und nachhaltige Alternative bieten. Durch Elektrolyse kann Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten werden. Der erzeugte Wasserstoff kann dann zur Stromerzeugung in Brennstoffzellen oder zur Nutzung in der Industrie und im Verkehrssektor verwendet werden. Wasserstoff bietet eine hohe Energiedichte und emittiert bei der Nutzung lediglich Wasser. Soweit zur Theorie. Praktisch steckt diese Technologie noch in den Kinderschuhen, es gibt massive Fragezeichen hinsichtlich der Wasserstoffproduktion, -speicherung und der Infrastruktur. Also eher eine Lösung für die Zukunft (acht bis fünfzehn Jahre plus), nicht für unser jetziges Problem der kommenden ein bis sieben Jahre. 8. Wie lange dauert es, bis ein Blackout behoben werden kann? Die Wiederherstellung der Stromversorgung nach einem Blackout erfordert eine sorgfältige Planung und Koordination. Die Versorger können nicht einfach wieder den Schalter umlegen und es fließt Strom. Auch die Kraftwerke sind „tot“ und müssen fremdgestartet werden. Dies nennt man dann „Schwarzstart“. Schwarzstart: Die erste Phase nach einem Blackout ist der Schwarzstart, bei dem das Stromnetz von Grund auf neu hochgefahren wird. Dabei müssen Kraftwerke und Netzinfrastruktur wieder in Betrieb genommen werden, um die benötigte Energie für die nachfolgenden Phasen bereitzustellen. Die Hauptprobleme und Risiken in dieser Phase sind: « Verfügbarkeit von Kraftwerken: Es besteht die Herausforderung, dass nicht alle Kraftwerke über eigene Energiequellen verfügen, um den Schwarzstart durchzuführen. Daher müssen alternative Energiequellen (Wasserkraft) oder externe Unterstützung in Form von Notstromaggregaten zur Verfügung stehen. Wobei hier ein Vielfaches an Energie benötigt wird, um ein Kraftwerk anzuschmeißen. * Koordination und Kommunikation: Eine effektive Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren, einschließlich der Kraftwerksbetreiber, Netzbetreiber und Regulierungsbehörden, ist von entscheidender Bedeutung. Eine klare Koordinierung ist erforderlich, um den Schwarzstart reibungslos und sicher durchzuführen. Geht etwas schief, beginnt das Spiel von vorn, wobei jedes Mal mehr Schaden angerichtet wird und immer weniger Ressourcen übrig bleiben. + Netzstabilität: Die Wiederherstellung der Netzstabilität nach einem Blackout ist eine große Herausforderung. Es besteht das Risiko von Netzinstabilitäten, Spannungsschwankungen und Frequenzabweichungen, die vermieden werden müssen, um eine reibungslose Stromversorgung sicherzustellen. + Zeit bis zum Schwarzstart: ein bis 21 Tage je nach Glück, Region, Verfügbarkeit der Mittel, Mitspielen aller Helfer und Ausbleiben zusätzlicher externer Störungen. Wiederaufbau der Netzstruktur: Nach erfolgreichem Schwarzstart muss die Netzstruktur wiederhergestellt werden. Dies beinhaltet die Überprüfung und Reparatur beschädigter Leitungen, Transformatoren und Schaltanlagen. Die Herausforderungen und Risiken in dieser Phase sind: « Zugänglichkeit der Schadensstellen: Nach einem Blackout können Schäden an der Infrastruktur weitverbreitet sein. Der Zugang zu den Schadensstellen, insbesondere in abgelegenen Gebieten oder in Zeiten widriger Witterungsbedingungen, kann schwierig sein und die Reparatur verzögern. * Engpässe bei Ersatzteilen und Ressourcen: Der Bedarf an Ersatzteilen und Ressourcen für den Wiederaufbau kann erheblich sein. Engpässe bei der Beschaffung von Ausrüstung und Materialien können die Reparatur- und Wiederherstellungszeit verlängern. « Sicherheit und Verfügbarkeit der Arbeiter: Bei der Reparatur der Netzinfrastruktur besteht das Risiko von Unfällen und Verletzungen auf allen Seiten. Ob jeder in diesen unsicheren Zeiten zur Arbeit kommt, wenn er eine Familie daheim sitzen hat, ist auch noch fraglich. + Zeit, bis die rudimentären Reparaturen abgeschlossen sind: sieben bis 21 Tage, je nach Schwere der Schäden und Verfügbarkeit der Teile. Lastwiederaufnahme: In dieser Phase wird die Stromversorgung schrittweise wieder auf die Verbraucher verteilt. Die Herausforderungen und Risiken in dieser Phase sind: + Laststeuerung: Ein plötzlicher Anstieg der Last kann zu Überlastungen führen und das Netz erneut destabilisieren. Eine kontrollierte und geordnete Lastwiederaufnahme ist erforderlich, um eine Überlastung zu vermeiden. e Priorisierung von Verbrauchern: Bei begrenzter Kapazität müssen Verbraucher priorisiert werden. Kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser, Polizeistationen und Wasseraufbereitungsanlagen haben Vorrang, während nicht essenzielle Verbraucher schrittweise wieder an das Stromnetz angeschlossen werden. + Überwachung und Anpassung: Eine kontinuierliche Überwachung des Netzstatus ist erforderlich, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und angemessen zu reagieren. Gegebenenfalls müssen Anpassungen in der Netzsteuerung vorgenommen werden, um die Netzstabilität sicherzustellen. Zeit bis zum „Normalzustand“, in allen Bereichen: mehrere Monate bis zu einem Jahr, je nach Schwere der Schäden und Verfügbarkeit der Ersatzteile. Wir haben also einen Best und einen Worst Case, je nachdem, wie das Glück den Helfern der ersten Stunde hold ist. Best Case: ein bis zwei Wochen, bis die lebenswichtigen Infrastrukturen wieder funktionieren. Worst Case: vier Wochen bis ein Jahr plus, bis alle Schäden beseitigt wurden. 9. Wasserversorgung bei einem Blackout? Jeder Bundesbürger sollte laut BBK für mindestens 14 Tage 24 Liter Trinkwasser bevorraten. Meiner Auffassung nach ist das noch zu wenig. Du willst ja schließlich vielleicht auch kochen und die Körperhygiene spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn die Pumpen der Wasserwerke bei einem Stromausfall nicht mehr arbeiten, wird das schwierig mit dem Wasser aus dem Hahn. Notbrunnen Was ist ein Notbrunnen? Das sind Wasserversorgungsstellen der Kommunen zur Entnahme von Wasser für die Bevölkerung in einem Notfall. Um Notbrunnen steht es in Deutschland aber sehr schlecht. Erstens gibt es sie nicht flächendeckend und ausreichend, zweitens wurden sie in der Vergangenheit total vernachlässigt. Weil es so erschreckend ist, möchte ich gern darauf aufmerksam machen, um dich zu sensibilisieren, damit du selbst aktiv wirst und dich nicht auf einen „externen Retter“ verlässt. Viele Brunnen sind in der Vergangenheit weder gepflegt noch gewartet worden. Ich empfehle dir, Testkits zu kaufen, um das Wasser, das du entnehmen möchtest, vorher zu testen, damit du keine bösen Überraschungen erlebst. Seit dem Jahr 2022 bemüht sich der Bund wieder, alle 5.000 Brunnen auf Vordermann zu bringen und Konzepte zur Trinkwasserversorgung im Krisenfall erfolgreich umzusetzen. Wir wissen aber, dass die Mühlen in Deutschland langsam mahlen und so etwas Jahre dauern kann. Hier ein Rechenbeispiel: Wir haben aktuell 83 Millionen Einwohner in Deutschland und rund 5.000 Brunnen, die aber teilweise gar nicht funktionieren oder deren Wasser nicht genießbar ist. Es müssten Maßnahmen ergriffen werden, sie instand zu setzen. Aber gehen wir einfach mal von 5.000 Brunnen aus, aus denen wir trinken können. Dann würden jeden Tag 16.600 Leute an den Brunnen stehen. An einem Brunnen wohlgemerkt. Stell dir das nur einmal vor. Wer soll da zusichern, dass es keinen Mord und Totschlag gibt? Bei 16.600 Personen und 24 Stunden am Tag würde gar nicht jeder Wasser bekommen und die ganz hinten würden irgendwann ungeduldig werden. Das Recht des Stärkeren würde sich hier vermutlich durchsetzen. Denn Wasser ist ein wichtiges Element, wenn nicht sogar das allerwichtigste Element für unser aller Überleben. 10. Infrastrukturausfall Ein Blackout, also ein flächendeckender Stromausfall, kann erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Bereiche des täglichen Lebens haben. Wir schauen uns mal die näheren Konsequenzen eines Blackouts an, speziell auf die Infrastruktur, Lieferketten, medizinische Versorgung, Wasser- und Müllentsorgung. Infrastruktur: Ein Blackout beeinflusst die gesamte Infrastruktur eines Landes. Straßenverkehrslichter, Öffentliche Verkehrsmittel und Eisenbahnsysteme fallen aus, was zu Staus und Verkehrschaos führt. Kommunikationsnetzwerke wie Telefon- und Internetdienste funktionieren nicht mehr, was die Informationsverbreitung erschwert. Banken und Finanzinstitute können ihre Dienste nicht mehr anbieten, was zu finanziellen Engpässen führt und ein Einkaufen für viele unmöglich macht. Lieferketten: Lieferketten sind stark von einem funktionierenden Stromnetz abhängig. Ein Blackout führt dazu, dass Produktionsstätten, Lagerhäuser und Verteilungszentren nicht mehr arbeiten können. Dies hat zur Folge, dass die Verfügbarkeit von Lebensmitteln, Medikamenten und anderen wichtigen Gütern schnell abnimmt. Engpässe treten sofort auf, was zu Preisanstiegen und Hamsterkäufen führt. Medizinische Versorgung: Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken und andere medizinische Einrichtungen sind auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen. Bei einem Blackout stehen lebensrettende Geräte wie Beatmungsgeräte, Herzmonitore und Dialysemaschinen still. Die Lagerung von Medikamenten, die Kühlung erfordern, wird beeinträchtigt. Chirurgische Eingriffe können nur unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden. Die medizinische Versorgung wird stark eingeschränkt, was zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate führt. Wasser- und Müllentsorgung: Ein Blackout beeinträchtigt die Wasserversorgung massiv, da Pumpstationen nicht mehr funktionieren. Die Bevölkerung steht vor der Herausforderung, sauberes Trinkwasser zu bekommen. Die Müllentsorgung wird ebenfalls beeinträchtigt, da Abfallentsorgungsanlagen nicht mehr betrieben werden können. Unbehandelter Müll kann sich ansammeln und zu hygienischen Problemen und Krankheitsausbrüchen führen. Wenn ein Schwarzstart länger als eine Woche dauert, werden die Auswirkungen dramatisch sein. Die Bevölkerung steht vor der Herausforderung, ohne Strom, mit begrenzten Ressourcen und eingeschränkten medizinischen Versorgungsmöglichkeiten zu überleben. Hier sind einige unausweichliche Folgen: 1. Mangelnde Nahrungsmittelversorgung: Die Lebensmittelvorräte in Supermärkten und Lagerhäusern sind schnell erschöpft. Ohne eine funktionierende Lieferkette werden frische Lebensmittel knapp und die Bevölkerung ist auf haltbare Lebensmittel angewiesen. Engpässe und Rationierungen führen zu Unruhen und sozialen Spannungen. 2. Gesundheitsrisiken: Die eingeschränkte medizinische Versorgung während eines lang andauernden Schwarzstarts kann zu einem Anstieg von Krankheiten und Verletzungen führen. Menschen mit chronischen Erkrankungen sind besonders gefährdet, da ihre Versorgung unterbrochen wird. Infektionen könnten sich aufgrund der hygienischen Probleme weiter ausbreiten, da keine angemessene Abfallentsorgung und Wasserreinigung gewährleistet sind. 3. Sicherheitsprobleme: Ein lang andauernder Blackout kann zu einer Zunahme von Sicherheitsproblemen führen. Ohne ausreichende Beleuchtung und Überwachungssysteme steigt das Risiko von Einbrüchen, Plünderungen und Gewaltverbrechen. Die Öffentliche Ordnung ist massiv gefährdet, wenn die Strafverfolgungsbehörden mit begrenzten Ressourcen und Kommunikationsmöglichkeiten konfrontiert sind. 4. Soziale und psychologische Auswirkungen: Ein längerer Blackout kann zu Isolation und Einsamkeit führen, insbesondere wenn die Kommunikationssysteme zusammenbrechen. Menschen können sich verängstigt, hilflos und frustriert fühlen, da sie keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen und Informationen haben. Die psychische Gesundheit der Bevölkerung kann unter diesen Bedingungen stark belastet werden. 11. Womit rechnet die Bevölkerung und was wird am Ende realistisch passieren? Die Bevölkerung wird aller Wahrscheinlichkeit nach in der ersten Phase lethargisch zu Hause sitzen und denken, hoffen oder auch beten, dass jemand vorbeikommt und ihnen Essen, Trinken und medizinische Versorgung zukommen lässt. Wer soll dies tun? Größtenteils besteht das Hilfssystem in Deutschland aus Ehrenamtlichen, viele davon Kinder und Jugendliche, die ebenso in der Klemme sitzen und die gleichen Probleme haben. Die wenigen Ehrenamtlichen haben auch weder Essen noch Trinken oder sonstige Güter für so eine große Anzahl an Betroffenen Hilfe von außen ist also gleich null. Die Kollegen von THW oder der Feuerwehr berichten uns, dass sie gerade mal ein oder zwei Stromaggregate je Bezirk haben, mit Treibstoff von vielleicht 48 bis 72 Stunden. Wie viele Krankenhäuser, Tankstellen oder andere wichtige Einrichtungen damit betrieben werden können, kannst du dir vorstellen. Wenn du also nicht selbst vorsorgst, hast du leider ein „kleines“ Problem. Die Unterversorgung der Bevölkerung wird sich je nach Lage und Zusammensetzung der demografischen und ethnischen Gruppen sehr schnell entladen. Gefängnisse werden geleert, ob nun von innen heraus (weil die Verriegelungen sich automatisch öffnen bei den neueren Türen) oder durch außen (durch Clans und Extremisten). Neid, Missgunst und Panik sorgen für einen explosiven Cocktail, der nicht mehr zu bändigen ist, solange der Rechtsstaat „offline“ ist. Zeit, sich um eine solide Absicherung in Krisenzeiten selbst Gedanken zu machen. [Ex AE] ~ | 5, - a = rH a : ERE x Le Expertengesprdch André Schmitt & Robert Jungnischke Kapitel 03 —- Vorbereitung In diesem Abschnitt behandeln wir nun deine persönliche Vorbereitung. Zunächst schauen wir uns die Sofortmaßnahmen an, wenn du dich sozusagen von jetzt auf gleich im Blackout wiederfinden solltest. Anschließend gehen wir wieder einen Schritt zurück und schauen auf die Maßnahmen und Abläufe in der Pre- Impact-Phase, die deine Lebensversicherung für dich und deine Familie darstellen. Blackout-spezifische Sofortabläufe OO [=] =10% - hl Vorbereitung Du und deine Familie Im Falle eines Stromausfalls sind einige Maßnahmen in der Familie zu ergreifen, um die Situation bestmöglich zu bewältigen. Zunächst sollten alle Familienmitglieder über den Stromausfall informiert werden, um sie auf die neue Situation vorzubereiten entweder persönlich oder per Funk, wer es hat. Danach ist es wichtig, alle Geräte, die gerade in Verwendung waren, wie zum Beispiel das Bügeleisen, den Herd oder die Waschmaschine, Computer oder TV, aber auch Ladegeräte etc. vom Stromnetz zu trennen bzw. auszustecken, um mögliche Schäden beim Wiederkehren des Stroms zu vermeiden. Falls du in einem Mehrparteienhaus wohnst, das über einen Aufzug verfügt, sollte überprüft werden, dass keine Personen darin feststecken. Nach erfolgter Kontrolle ist es ratsam, im Eingangsbereich eine Nachricht zu hinterlassen, um die anderen Bewohner über deine bereits getanen Schritte zu informieren. Zur Informationsbeschaffung während des Stromausfalls sollte ein stromunabhängiges Radio eingeschaltet werden. Dies kann entweder ein batteriebetriebenes, ein Kurbel- oder ein Autoradio sein. Auch ein Smartphone mit Kopfhörer kann als Radiogerät dienen, sollte aber eher vermieden werden, um den Akku des Gerätes zu schonen - vielleicht brauchst du es später noch. Je nach Situation kann es notwendig sein, eine Familienzusammenführung zu organisieren, um sicherzustellen, dass alle Familienmitglieder wohlauf sind und sich an einem vereinbarten Treffpunkt befinden. Es ist ratsam, in der Familie über die Thematik zu sprechen und gemeinsame Vereinbarungen zu treffen. Zum Beispiel kann festgelegt werden, dass, wenn jemand die Wohnung oder das Haus verlässt, dies auf einem Zettel am Eingang notiert wird, um die Übersicht zu behalten. Um sich auf die Zeit ohne Strom vorzubereiten, sollten Taschenlampen, Kerzen, Streichhölzer, Wärmequellen und eventuelle Ersatzkochmöglichkeiten bereitgestellt und überprüft werden. Dabei ist es wichtig, Kerzen und offenes Feuer stets unter Aufsicht zu verwenden und Löschmittel wie eine Löschdecke, einen Feuerlöscher oder einen Wasserkübel griffbereit zu haben. Ein Kohlenmonoxid-Melder kann vor Gefahren durch Gas warnen. Während des Stromausfalls sollte regelmäßig gelüftet werden, um frische Luft in den Räumen zu haben. Kerzen sollten auf Tellern, Pfannen oder Fliesen platziert werden, um Brandgefahren zu minimieren. Beim Kochen mit offenem Feuer ist das Lüften besonders wichtig, um Erstickungsgefahren vorzubeugen. Um mögliche Stolperfallen im Dunkeln zu vermeiden, sollten diese in Haus und Wohnung entfernt werden, um Verletzungen zu verhindern. Es ist zudem ratsam, die Wasservorräte zu überprüfen und gegebenenfalls zusätzliche Behältnisse wie Kochgeschirr, Kübel, Kanister und Flaschen mit Wasser zu befüllen. Dabei ist es wichtig, sorgsam mit den Wasserreserven umzugehen, um sie möglichst effizient zu nutzen. Auch die Lebensmittelvorräte, Medikamente und Hygieneartikel sollten überprüft werden. Du solltest einen Essensplan aufstellen und dabei zuerst die leicht verderblichen Lebensmittel verbrauchen. Für notwendige Entsorgungen sollten Müllsäcke vorbereitet werden und es sollten auch Tücher bereitliegen, um das Abtauwasser des Kühlschranks und der Gefriertruhe aufzufangen. Wenn ein Familienmitglied auf lebenswichtige Medikamente angewiesen ist, wie zum Beispiel Insulin, ist es wichtig, den Vorrat zu überprüfen und gegebenenfalls Kontakt mit der nächstgelegenen Apotheke, Rettungsdienststelle, einem Arzt oder einer Selbsthilfe-Basis aufzunehmen, um den Bedarf zu melden. Insulin sollte dabei möglichst kühl gelagert werden. Es ist wichtig, sich über Notfalleinrichtungen und Nachbarschaftshilfen in der Umgebung zu informieren und zu wissen, wie man die nächste Einsatzorganisation erreichen kann, falls dies noch möglich ist. Der Müll sollte in den vorbereiteten Müllsäcken gesammelt werden, wobei darauf geachtet werden sollte, Abfälle zu vermeiden und feuchten und trockenen Müll getrennt zu entsorgen, um Geruchsbildung zu minimieren. Falls die Wasserver- oder Abwasserentsorgung nicht funktioniert, sollte eine Ersatztoilette vorbereitet werden, beispielsweise indem ein Müllsack in die Kloschüssel oder über einen Eimer gehängt wird. Für Haustiere ist es wichtig, für ausreichende Wärme- und Sauerstoffzufuhr zu sorgen hier wäre auch zu beachten, ob es Haustiere gibt, die Krankheiten haben, Medikamente brauchen oder sonstige spezielle Unterstützung benötigen. Personen, die keine wichtigen Aufgaben in Bereichen wie Infrastruktur, Einsatzorganisation oder Gesundheitswesen haben, sollten zu Hause oder in ihrer unmittelbaren Umgebung bleiben und dort Hilfe leisten, wo es möglich ist. Um Langeweile zu vermeiden, sollten Spiele, Blöcke und Schreibmaterial bereitgehalten werden. Mit Kindern oder anderen stark belasteten Personen sollte über die Geschehnisse gesprochen werden. Es ist wichtig, sich gegenseitig bei der Verarbeitung der belastenden Erlebnisse zu unterstützen. Das Führen eines Tagebuchs, in dem Notizen über den Tag gemacht werden, kann hilfreich sein, um festzuhalten, was über den Tag hinweg gut funktioniert hat und was weniger gut lief. Auch solltest du den Kraftstoffstand eures Vehikels überprüfen. Unnötige Fahrten solltest du vermeiden, um Treibstoff zu sparen. Falls ein Notstromversorgungssystem vorhanden ist, sollte dieses aktiviert werden, um zumindest das Nötigste mit Strom zu versorgen. Ein Notstromaggregat darf aber keinesfalls in geschlossenen Räumen wie der Garage oder dem Keller aufgestellt werden, da dies eine Erstickungsgefahr durch Kohlenmonoxidvergiftung mit sich bringt. Geräusche und Geruch des Aggregats sollten ebenfalls beachtet werden, um mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen. Es ist entscheidend, dass alle Familienmitglieder über die durchzuführenden Maßnahmen informiert sind und im Falle eines Stromausfalls zusammenarbeiten, um die Situation bestmöglich zu bewältigen. Durch Vorbereitung, Kommunikation und gegenseitige Unterstützung kann die Familie während dieser Zeit sicher und komfortabel agieren. Sofortmaßnahmen in der Gemeinde Es gibt verschiedene Maßnahmen, die in der Gemeinschaft ergriffen werden können, um mit der Situation umzugehen. Zunächst ist es wichtig, die Nachbarn auf den Stromausfall aufmerksam zu machen, da nicht jeder sofort davon betroffen sein wird. Es könnten zum Beispiel provisorische Informationsstellen eingerichtet werden. Des Weiteren sollte überprüft werden, ob es pflegebedürftige oder kranke Menschen in der Nachbarschaft gibt, da Pflegedienste oder Essenslieferungen möglicherweise nicht mehr kommen werden. In solchen Fällen ist es wichtig, Nachbarschaftshilfe zu organisieren und den hilfsbedürftigen Menschen Unterstützung anzubieten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Deeskalation. Es ist ratsam, in Konfliktsituationen besonnen zu handeln und nicht auf Gerüchte zu reagieren oder zu ihrer Verbreitung beizutragen. Darüber hinaus kann man mithelfen, wichtige Einrichtungen wie Supermärkte oder Apotheken zu schützen, indem man seine Unterstützung in der Gemeinde anbietet. Ebenso sollte man Personen helfen, die aufgrund des Ereignisses „gestrandet“ sind, wie beispielsweise Pendler, Touristen oder Schüler. Es ist auch empfehlenswert, Erste-Hilfe-Kenntnisse in der Nachbarschaft anzubieten und sich über die vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten auszutauschen. Dies ermöglicht eine bessere Koordination und Hilfeleistung. 2. Persönliche Vorbereitung Wie bereite ich mich nun vor, wenn ich mich noch in der Pre-Impact-Phase befinde? Was muss ich für meine Familie und mich bedenken, mit all unseren individuellen Problemen und Fähigkeiten? Bevor du dich Hals über Kopf in die Vorbereitung vertiefst, kläre deine „Fronten“. Wen von deiner Familie, deinen Freunden und deinem Umkreis kannst du einbeziehen und mit wem kannst du offen sprechen? Wer ist offen, wer ist verschlossen beim Thema Krisenvorsorge und bei fiktiven Blackout-Szenarien? Wenn jemand verschlossen ist, warum? Beginne vorsichtig das Thema anzuschneiden, ohne zu viel Druck aufzubauen. Viele werden abblocken oder sich lustig machen. Mach dir nichts daraus. Investiere keine weitere Zeit in Menschen, die nicht den gleichen Weg wie du gehen, sondern eher ein Hindernis für dich sind. Egal, wie stark du bist, egal, was du an Ausrüstung hast oder wie viel Geld du besitzt wenn es losgeht, ist alles egal, wenn man nur allein ist. Jeder wird hungrig, müde oder ist mal angeschlagen. Dann eine gewisse Zeit in dieser Krise zu überstehen geht nur mit einer Gemeinschaft. Damit du nicht erst beim Eintritt einer Katastrophe dein Leben deinen Nachbarn oder Fremden anvertrauen musst, solltest du frühzeitig ein solides Netzwerk aufbauen. Besuche Vereine, lokale Service-Clubs oder andere Vereinigungen, in denen sich regelmäßig unterschiedlichste Bürger treffen. So kannst du nicht nur gleich gesinnte, informierte Bürger finden, sondern auch andere Sichtweisen und Hintergründe mitbekommen, die dir sonst in deiner „Filterblase“ nicht begegnet wären. Sei aber vorsichtig, mit wem du über das Thema sprichst. Beobachte die Reaktionen zunächst. Ist das Gegenüber interessiert und betreibt sogar eigene Vorsorge? Dann vernetzt euch und tauscht euch aus. Gemeinsam etwas zu machen, spornt nicht nur an, sondern verbindet auch langfristig. Vorsorge kann man auch mit Spaß und freudigen Dingen vorantreiben, ohne schlecht gelaunt die Apokalypse im Kopf zu haben. Diskretion ist jedoch immer angesagt, um nicht zu viel Aufmerksamkeit zu erregen. Mit denen, die dir folgen oder ähnliche Ansichten haben, kannst du weitermachen. Wichtig ist: Mache lieber kleine Schritte und überfordere niemanden. Bleibe sachlich und ruhig. Zeige realistische Szenarien aus der Vergangenheit auf und erläutere hieran mögliche Schlussfolgerungen für dich und deine Familie. Angst ist kein guter Ratgeber, bleibe deswegen immer eher emotional auf Distanz und mache lieber eine kleine Auszeit, bekomme den Kopf frei und fange dann wieder an, wenn du beruhigt bist. Zu großer Stress wird dich eher zum Aufhören bewegen, als dich zu beschleunigen. Kindern sollte man altersgerecht erklären, was ein Blackout ist. Verwende Bilder und Geschichten, um das Konzept zu veranschaulichen. Vermeide jedoch, zu detailliert oder zu technisch zu werden, da dies Kinder verwirren und überfordern kann. Wenn geklärt ist, um wen du dich kümmerst, ist die nächste Frage, wo du zum Zeitpunkt des Blackouts bist. Im Urlaub, auf der Arbeit oder auf einer Tagung im Ausland? Egal, wo du bist, du musst nach Hause kommen. Ob dein Zuhause nun dein Safe House ist oder eher die Hütte deiner Oma auf dem Land, liegt an dir, an deiner Situation und Vorplanung. Du hast Kinder oder pflegebedürftige Eltern? Wo befinden sie sich und wie reagieren die Einrichtungen auf die Lage? Dürfen die Kinder von allein nach Hause kommen oder müssen sie abgeholt werden? Die Pflegekräfte, die die Versorgung älterer Menschen sicherstellen, haben auch Familien. Bleiben sie da, und wenn ja, wie lange? Wie kommen deine pflegebedürftigen Eltern/Verwandten zu dir? Wie erreichst du sie ohne Strom? Du siehst: Fragen über Fragen. Und wir sind erst am Anfang. Wenn du viel unterwegs bist, ist es spätestens jetzt Zeit, dir Gedanken um einen Coming-Home-Rucksack zu machen. Dieser Rucksack enthält alles, was du brauchst, um dich beim Blackout schnell und sicher nach Hause zu bringen. Hier noch einige wichtige Dinge, die du beachten solltest: Zunächst einmal ist es wichtig, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu geraten. In einer Krisensituation kann es leicht passieren, dass man überwältigt ist und nicht mehr klar denken kann. Versuche, deine Emotionen zu kontrollieren und dich auf das zu konzentrieren, was du tun musst, um sicher nach Hause zu kommen. Denke immer an dein Ziel: DEIN ZUHAUSE. Der Wille entscheidet. Als Nächstes solltest du den Rucksack darauf überprüfen, dass alles vorhanden ist, was du brauchst. Dies beinhaltet Dinge wie Nahrungsmittel, Wasser, Kleidung, eine Notfalldecke, eine Taschenlampe, ein Messer, ein Feuerzeug und ein Erste-Hilfe-Set. Stelle sicher, dass alle Gegenstände in gutem Zustand und nicht beschädigt oder abgelaufen sind. Wie beim TÜV für dein Auto musst du auch hier regelmäßig einen Check machen, ob alles noch in Ordnung ist, sonst erlebst du Überraschungen, die du nicht brauchst. Sobald du deinen Rucksack überprüft hast, solltest du eine Route planen, um nach Hause zu gelangen. Du solltest dir vorher mindestens drei alternative Routen für den Heimweg raussuchen. Hierbei geht es aber nicht um einfache Pfade auf deinem Handy oder GPS, sondern Routen, die du bei Tag oder Nacht ohne jegliche Hilfsmittel, maximal mit einem Kompass und einer Karte wiederfindest. Versuche, Routen zu wählen, die sicher sind und dich nicht in Gefahr bringen. Vermeide stark befahrene Straßen und Gebiete, die von Unruhen oder anderen Gefahren betroffen sein könnten. Die Masse wird die erste Zeit lethargisch zu Hause sitzen, nutze diese Zeit der Ungewissheit, um Meter zu machen. Während du unterwegs bist, ist es wichtig, wachsam zu bleiben und auf deine Umgebung zu achten. Halte dich von Menschenmassen und verdächtigen Personen fern und versuche, wenn möglich, in der Nähe von Polizei oder Sicherheitskräften zu bleiben. Nutze alle verfügbaren Informationen, um zu entscheiden, ob du deine Route ändern oder an einem bestimmten Ort bleiben solltest, um sicher zu sein. Im besten Fall bist du dann sicher zu Hause angekommen. Gerade noch mal gut gegangen. Alle sind da und niemand ist verletzt. Nun schauen wir uns an, wie du dich vor dem Blackout auf ebendiesen vorbereitet hast. In kleinen Schritten oder wie man bei den Spezialkräften sagen würde: Langsam wird flüssig und flüssig wird schnell. Du musst nicht alles, was ich dir aufzeige, all deine Lücken und Schwächen an einem Tag, in einer Woche oder in einem Monat bewältigen! Richte deine Aufmerksamkeit auf deine kleinen Gewohnheiten, passe diese an, optimiere dich „gesund“ und ohne Hast, denn dann bleibst du auch am Ball. Hast du zu große Erwartungen und denkst, alles geht von heute auf morgen, muss ich dich leider enttäuschen und du dich schließlich auch. Du wirst den Mut oder die Lust verlieren und alles hinschmeißen, weil du denkst, du kannst (bzw. willst) es nicht (nicht ehrlich genug). Und um dies zu verhindern, sag ich dir einfach ganz klar, dass Frust und Motivationsdefizite dazugehören. Wieder herauskommen und weitermachen, auch wenn es nur kleine Schritte sind, ist besser, als gar nichts zu machen. 3. Deine private Vorsorge Beginn deiner Transformation Um diese oder jede andere Art von Krise zu überstehen, kommt es auf drei wesentliche Faktoren an: 1. Deinen Geist Bist du mental nicht voll bei der Sache, machst du Fehler. Bist du mental nicht stark genug, Entbehrungen und Schmerzen zu ertragen, wird dir die beste Ausrüstung der Welt nichts bringen. Bist du nicht clever und flexibel im Handeln, bist du berechenbar und eine leichte Beute für diejenigen, die etwas von dir haben wollen. Nutze deinen Verstand als Waffe. 2. Deinen Körper Du hast die geilste Ausrüstung, bist aber nach 30 km völlig fertig? Was bringt dir alles, was du hast, wenn du es nicht bewegen kannst, wenn du nicht schnell fliehen oder deine Liebsten aus der Gefahrenzone tragen kannst? Richtig gar nichts. Bist du schwach, wirst du für dich und deine Umgebung das schwächste Glied in der Kette. Du gefährdest nicht nur dich, sondern alle anderen um dich herum, die sich auf dich verlassen. Bist du fit und ausdauernd, kannst du länger Stress aushalten und Situationen meistern, an denen andere scheitern. 3. Deine Ausrüstung Du bist also körperlich fit und mental stabil? Dann fehlt dir nur noch die perfekte Ausrüstung. Du kannst es zwar mit einem starken Willen weit bringen, aber bequem und Kampfkraft schonend wird es erst mit den richtigen Tools, welche deine Skills zur Entfaltung bringen. Beginnen wir zunächst mit deinem Mindset und deiner Resilienz. 4. Resilienz - dein persönliches Krisen-Backup Stresssituationen, Krisen und Naturkatastrophen kündigen sich oft nicht an und erwischen uns meistens dann, wenn wir nicht mit ihnen rechnen. Alles droht zusammenzubrechen und wir wissen kaum, an welcher Stelle wir ansetzen sollen, um aus der Situation herauszukommen. Ein Szenario, das jeder aus persönlichen Erlebnissen oder bei entsprechenden Berufsbildern aus der Einsatzerfahrung kennt. Gesegnet ist, wer über eine hohe Resilienz verfügt. 4.1 Was Resilienz bedeutet Resilienz ist ein Begriff, der sich auf die Fähigkeit einer Person bezieht, Herausforderungen und Schwierigkeiten zu bewältigen und sich von Rückschlägen zu erholen. Es geht darum, widerstandsfähig und in der Lage zu sein, sich an Veränderungen anzupassen, ohne dabei den Mut zu verlieren. Eine resiliente Person hat eine höhere psychische Widerstandskraft und ist in der Lage, mit schwierigen Situationen umzugehen. Wir können auch von körperlicher Resilienz sprechen, wenn wir unseren Körper für herannahende Krisen abhärten. Das fängt damit an, regelmäßig kalt zu duschen, um sich dann bei einem Blackout nicht direkt zu erkälten, wenn es in der Wohnung kalt bleibt. Jeder kann etwas für sich tun, wenn er wirklich will. 4.2 Widerstandsfähige Gemeinschaft Widerstandsfähigkeit bezieht sich jedoch nicht nur auf die individuelle Ebene, sondern auch auf die Ebene von Gemeinschaften und Organisationen. Eine resiliente Gemeinschaft ist in der Lage, auf Krisen zu reagieren und sich schnell zu erholen. Eine resiliente Organisation ist in der Lage, auf unerwartete Veränderungen und Herausforderungen zu reagieren und trotzdem gesetzte Ziele zu erreichen. Das können wir auch ruhig stoisch nennen. Das trifft gewissermaßen den Nagel auf den Kopf. Verändere dich selbst und du veränderst dein Umfeld und deine Gemeinschaft. Sei ein Beispiel für andere. Vom Glauben, zum Willen, zur Tat. So, und nur so, wirst du zu einem Macher und nicht zu einem Lemming. Eine Gemeinschaft ist darüber hinaus nur so resilient wie ihr schwächstes Glied. Bessere persönliche Sollbruchstellen bei dir aus, um dich und damit deine Gruppe zu stärken und das Bestmögliche aus euch herauszuholen. Sprich auch offen darüber —- für „um den heißen Brei herumreden” bleibt dir keine Zeit. Sei direkt und nimm das Wegbrechen weicher Teile lieber vorher in Kauf als erst in der Krise, wo dein oder das Leben anderer davon abhängt. 4.3 Wie erreichst du Resilienz? Resilienz kann durch verschiedene Faktoren beeinflusst werden, wie zum Beispiel eine positive Einstellung, die Fähigkeit, Unterstützung von anderen anzunehmen, die Fähigkeit, sich auf Lösungen zu konzentrieren, statt auf Probleme, und die Fähigkeit, sich selbst zu regulieren und Stress zu bewältigen. Oder auch dadurch, unnötigen Stress gar nicht erst an sich heranzulassen. Das bedeutet, wenn eine Sache für dich oder deine Gemeinschaft nichts Gutes bedeutet, ihr durch sie keinen Mehrwert gewinnt, sie euch nur unnötig stresst, dann lasst sie sein. Es ist wichtig, auch mal zu passen und „NEIN!“ sagen zu können. Auch das bedeutet Resilienz. Lass nicht alles an dich heran, wenn es nicht in dein Konzept passt oder sogar schaden könnte. Generell ist es zudem sinnvoll, psychische Resilienz aufzubauen, indem du dich unangenehmen Situationen stellst, anstatt vor ihnen wegzulaufen. Das fängt bei der Überbringung von unliebsamen Nachrichten an. Ab jetzt wird nichts mehr zurückgehalten und alles kommt auf den Tisch, auch wenn andere auf dich sauer sind. Unbequeme Gespräche zu führen, baut Resilienz auf. Auch Fehler müssen selbst ausgebügelt werden, vor nichts darfst du weglaufen, egal, wie unangenehm etwas ist. All das bringt die eigene Persönlichkeit wieder eine Stufe weiter nach oben. So baust du ein Nervenpolster auf, kannst nach und nach mehr ertragen und gehst aus Krisen gestärkt hervor. Der Teufel ist die Verdrängung, das hat nichts mit Widerstandsfähigkeit zu tun, sondern mit Feigheit vor der Realität. 4.4 Gesundheitlicher Aspekt Resilienz ist ein wichtiger Faktor für das psychische Wohlbefinden und die Gesundheit. Menschen, die resilienter sind, haben in der Regel ein höheres Selbstwertgefühl, sind weniger anfällig für Angstzustände und Depressionen und lassen sich seltener manipulieren. Darüber hinaus sind sie in der Lage, Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten und haben eine höhere Lebenszufriedenheit. Das sollte jedem Motivation genug sein, resilienter zu werden und gewisse Stellschrauben der eigenen Persönlichkeit zu stellen. Resilienz ist auch gut für deinen Job und deine Karriere im Allgemeinen. Laufe nicht vor Problemen weg, sondern stell dich ihnen. Egal, was passiert, wir müssen trotz allem immer wieder „Ja“ zum Leben sagen. So werden wir erfolgreich und überstehen jede Krise. Emmy Werner, eine US-amerikanische Entwicklungspsychologin, hat den Begriff „vulnerable but invincible“ (verletzlich, doch unbesiegbar) geprägt und damit die Bedeutung von Resilienz in der psychologischen und medizinischen Diskussion gestärkt. Ihre Arbeit begann vor über 40 Jahren, als sie mit ihrem Team 698 Menschen begleitete, die 1955 auf der hawaiianischen Insel Kauai geboren wurden. Diese Menschen wuchsen in schwierigen Bedingungen auf, die von Armut, Alkoholismus und Misshandlung durch ihre Eltern geprägt waren. Obwohl viele von ihnen später selbst gewalttätig, alkoholabhängig oder psychisch krank wurden, gab es auch ein Drittel, das sich zu stabilen, erfolgreichen Erwachsenen entwickelte. Werner identifizierte Humor, die Bereitschaft, Hilfe anzunehmen, Optimismus sowie eine gewisse Form von Spiritualität als entscheidende Faktoren für die positive Entwicklung dieser Kinder. Von großer Bedeutung war außerdem die Bindung an eine konstante Bezugsperson, die dem Kind zeigte, dass es so, wie es ist, gut und richtig ist. Diese Ergebnisse wurden von zahlreichen Studien bestätigt. Generell ist es ratsamer, sich positive Aspekte an Krisen zu suchen, anstatt nur das Schlechte an ihnen zu sehen. Bei Corona hat das so funktioniert: Wir konnten sehen, wer trotz Kontaktbeschränkungen noch bei der Stange geblieben ist. Automatisch hat sich die Spreu vom Weizen getrennt. Halten wir also fest, es gibt immer auch etwas Gutes bei jeder noch so schlechten Situation. Mit dieser Sichtweise stehst du automatisch auf der Siegerseite und kannst auch zeigen, was in dir steckt. Denn erst in Krisen zeigt sich der wahre Charakter eines Menschen. Zum Schluss dieses Abschnitts zwei Zitate: „Das Erleben von Krisen kann den Menschen widerstandsfähiger machen.“ Leonie Ascone Michelis, Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf „Was uns nicht umbringt, macht uns nur stärker.“ Friedrich Nietzsche 5. Wecke nun deine verloren geglaubten Instinkte und Wahrnehmungen wieder auf Vor allem der Stadtmensch, der nichts mehr mit der Natur an sich zu tun hat, ist vernebelt von der Bequemlichkeit und der Moderne. Er hat das Riechen, Schmecken, Hören und Sehen verlernt, nicht im übertragenen Sinne, sondern in der Tiefe und Schärfe. Geh raus in die Natur, am besten allein, ohne Ablenkung, ohne Musik. Wecke deine Instinkte und betrachte die Welt nach kurzer Zeit mit anderen Augen. Schlafe in der Natur, atme tief durch, bereite Essen und Trinken mit einfachsten Mitteln zu. Spüre, wie deine Sinne zurückkehren. Du riechst einen fremden Jogger (dessen Deo, Seife oder Parfüm) auf weite Entfernung, ohne dass du ihn vorher siehst oder hörst. Jeder Soldat, der mehrere Tage im Wald verbracht hat, weiß, wovon ich spreche. Man wird eins mit der Natur, nimmt den Geruch des Bodens und der Bäume an und nimmt jede Bewegung wahr, die vorher verborgen schien. Abhärtung durch Kälte Keiner mag Kälte. Es ist unbequem und kostet Überwindung, sich diesem Element auszusetzen. Aber auch darum geht es etwas zu machen, das dich aus der Komfortzone holt und erdet, obwohl du es nicht tun müsstest. In der Krise wirst du aller Wahrscheinlichkeit nach keine warme Dusche oder heiße Wanne haben. Vielleicht wirst du überhaupt keine Möglichkeit haben, dich zu waschen. Ein Grund mehr, dich nicht erst in der Krise mit der Kälte anzufreunden. Es geht aber nicht nur um deine mentale Stärke. Weitere positive Wirkungen von Kälte für deinen Körper sind eine massive Senkung von Entzündungen im Körper allgemein, die Steigerung deiner Abwehrkräfte sowie eine Reduktion deiner Schmerzempfindlichkeit. Ich dusche schon seit der frühen Jugend nur kalt. Alle meine alten Freunde kennen dies aus eigener Erfahrung, sollten sie mal bei mir übernachtet haben. Damals hatte das nichts mit Abhärtung zu tun, eher mit einer defekten Heizanlage, die nie repariert wurde, weil ich die Kälte nach dem Duschen als nicht mehr so schlimm empfand. „Stumpf ist Trumpf“, würde man in der Truppe sagen. So habe ich diese Gewohnheit einfach bis heute weitergeführt und bin maximal für einen Tag im Jahr etwas verschnupft, ansonsten keine Arztbesuche (außer natürlich die Vorsorge-Checks, die ich auch für die Auslandsaufenthalte benötige). Die Vorprägung half auch später in der Fallschirmjäger-Truppe, welche damals noch einen anderen „Feinschliff“ hatte als heute. Im Winter nur mit Stiefeln und Unterhose bei Minusgraden die Feldhygiene gemeinsam mit den Kameraden machen ... Motivation durch Schadenfreude ist da bei allen angesagt. 5.1 Ernstfallpsychologie und Stresssymptome bei Menschen Um zu verstehen, was du nun besser machen musst, beschäftigen wir uns kurz mit Stress allgemein, damit du die natürlichen Abläufe verstehst, wie es zu Stress kommt und wie man diesem entrinnt. Die Ernstfallpsychologie beschäftigt sich mit dem Verhalten von Menschen in Krisensituationen. Ob nun Corona, der Arbeitsplatzverlust, Krieg oder ein Blackout. Eine Krise kann einen allein oder eine ganze Gesellschaft betreffen. In dieser Situation geht es um plötzliche und unerwartete Ereignisse, die eine Bedrohung für deine Sicherheit oder dein Wohlbefinden darstellen. In der Ernstfallpsychologie geht es nun darum, wie du auf solche Ereignisse reagierst und wie du dir helfen kannst, mit ihnen umzugehen. Wenn du mit einer Krise konfrontiert wirst, reagierst du oft mit Angst und Unsicherheit. Die meisten Menschen haben keine Erfahrung mit solchen Situationen und wissen nicht, wie sie sich verhalten sollen. Eine saubere Lagebeurteilung, ein gescheiter Plan und eine Gemeinschaft, die an einem Strang zieht, gehören zu den wichtigen Maßnahmen, um überhaupt einen klaren Kopf zu bekommen, denn nur mit sachlichen und pragmatischen Entscheidungen kannst du das Beste aus der Situation machen. Emotionen und Vorurteile helfen dir hier nicht weiter. Eine weitere wichtige Komponente der Ernstfallpsychologie ist die Vorbereitung auf Krisensituationen, das War Gaming. Menschen, die sich auf solche Situationen vorbereiten, haben eine bessere Chance, die Krise zu überleben und sich schneller zu erholen. Dazu gehört zum Beispiel, dass man sich über mögliche Gefahren informiert und sich einen Notfallplan zurechtlegt. In Krisensituationen ist es auch wichtig, dass du dich auf andere Menschen verlassen kannst. In solchen Situationen kann es helfen, wenn man sich gegenseitig unterstützt und zusammenarbeitet. Gemeinsam kann man schneller und effektiver handeln und so die Krise besser bewältigen. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ernstfallpsychologie ist die Nachsorge. Nach einer Krise kann es für die Betroffenen schwierig sein, das Erlebte zu verarbeiten. Deshalb ist es wichtig, dass diese Unterstützung erhalten und sich Zeit nehmen, um sich zu erholen. Das kann zum Beispiel eine psychologische Betreuung oder ein Gespräch mit Freunden oder Familie sein. Auch das Schaffen von Rückzugsmöglichkeiten und das Angebot von Entspannungsübungen kann helfen, dass sich die Gruppe schneller erholt. Stress und Angst sind jedoch auch nur natürliche Reaktionen unseres Körpers auf eine Herausforderung oder Bedrohung. Sie sind Überlebensmechanismen, die uns in die Lage versetzen, schnell und effektiv auf eine Gefahr zu reagieren. Ursachen für Stress können sowohl physischer als auch psychischer Natur sein. Physischer Stress kann durch eine Verletzung, Krankheit oder körperliche Belastung verursacht werden. Psychischer Stress kann durch Ängste, Sorgen oder Probleme im Blackout ausgelöst werden. Die Auswirkungen von Stress auf den Körper sind komplex und können sowohl kurz- als auch langfristige Folgen haben. Wenn der Körper Stress erfährt, setzt er eine Reihe von Hormonen frei, um darauf zu reagieren. Das wichtigste Hormon ist Adrenalin, das die Herzfrequenz erhöht, den Blutdruck erhöht und die Atmung beschleunigt. Dadurch wird dem Körper mehr Sauerstoff zur Verfügung gestellt, um schnell auf eine Bedrohung zu reagieren. Ein weiteres Hormon, das bei Stress freigesetzt wird, ist Cortisol. Cortisol ist für die Regulierung des Stoffwechsels und des Blutzuckerspiegels verantwortlich und hilft, Entzündungen zu reduzieren. Bei akutem Stress kann eine erhöhte Cortisol-Produktion helfen, den Körper zu schützen. Wenn der Stress jedoch chronisch wird, kann eine zu hohe Cortisol-Produktion zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen, wie zum Beispiel Gewichtszunahme, erhöhter Blutzuckerspiegel, Bluthochdruck und Schwächung des Immunsystems. Diese Mechanismen zu kennen und zu verstehen hilft dir in der Krise, dich und andere Gruppenmitglieder besser einordnen zu können, um Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Stress kann auch Auswirkungen auf das Nervensystem haben. Das sympathische Nervensystem wird aktiviert, um den Körper auf den Stress vorzubereiten. Dies führt zu einer Erhöhung des Blutdrucks, der Herzfrequenz und der Atmung. Das parasympathische Nervensystem ist für die Entspannung und Regeneration des Körpers verantwortlich und wird durch den Stress gehemmt. Dies kann zu körperlicher Anspannung, Schlafstörungen und Erschöpfung führen. Eine weitere Auswirkung von Stress auf den Körper ist die Aktivierung des Immunsystems. Bei akutem Stress wird das Immunsystem gestärkt, um den Körper zu schützen. Bei chronischem Stress kann jedoch das Immunsystem geschwächt werden, was zu einem erhöhten Risiko für Infektionen und Krankheiten führt, was bei Nichtbehandlung oder schlechter Versorgung während der Krise schwerwiegende Folgen haben kann. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Stress eine natürliche Reaktion auf eine Herausforderung oder Bedrohung ist. Der Körper reagiert darauf mit der Freisetzung von Hormonen, die den Körper auf den Stress vorbereiten. Bei akutem Stress kann dieser Mechanismus hilfreich sein, um den Körper zu schützen. Bei chronischem Stress kann jedoch eine zu hohe Cortisol-Produktion zu gesundheitlichen Problemen führen und das Immunsystem schwächen. Auch das Nervensystem und die körperliche Anspannung können von Stress betroffen sein. Es ist wichtig für dich, Stressfaktoren zu erkennen und Strategien zu entwickeln, um mit ihnen umzugehen. Körperliche Bewegung und ausreichend Schlaf können helfen, den Körper zu entspannen und Stress abzubauen. Es ist auch wichtig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, woran du in der Bevorratung hoffentlich gedacht hast, um zu vermeiden, dass du an Mangelerscheinungen leidest. Du und deine Gruppe sollten auf jeden Fall auf Alkohol und Nikotin verzichten (zum Tauschen und Handeln jedoch trotzdem immer parat haben). Auch der Austausch mit der Gemeinschaft im offenen Dialog, wo man oftmals nur jemanden zum Zuhören benötigt, kann helfen, deinen Stress oder den der Gruppe abzubauen. Es ist für uns wichtig, diese Stressfaktoren zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um die Belastung zu reduzieren und langfristige gesundheitliche Probleme zu vermeiden. 5.2 Atemtechniken für deine Stressreduzierung Ein paar Techniken, die andere Kameraden und ich in stressigen Situationen eingesetzt haben, möchte ich dir hier vorstellen. Wichtig ist, hierbei die Gefühle zu kontrollieren und deinen Körper zu beruhigen. Die erste Atemtechnik ist die Bauchatmung. Bei dieser Technik atmest du tief in deinen Bauch ein, anstatt flach in deine Brust. Indem du deine Atmung in deinen Bauchraum ausdehnst, kannst du dein Nervensystem beruhigen und deine Herzfrequenz senken. Um diese Technik anzuwenden, solltest du dich hinsetzen oder hinlegen und eine Hand auf deinen Bauch legen. Atme tief ein, sodass sich dein Bauch ausdehnt, und atme dann langsam aus. Wiederhole dies für einige Minuten, bis du dich entspannt fühlst. Eine weitere Atemtechnik, die dir helfen kann, Stress abzubauen, ist die progressive Muskelentspannung. Bei dieser Technik spannst du bestimmte Muskelgruppen an und lässt sie dann los, um dich zu entspannen. Indem du deine Muskeln bewusst entspannst, kannst du deine Atmung vertiefen und dein Nervensystem beruhigen. Um diese Technik anzuwenden, solltest du dich hinsetzen oder hinlegen und deine Augen schließen. Atme tief ein und spanne dann deine Fußmuskeln an, halte die Spannung für einige Sekunden und atme dann aus und lass die Spannung los. Gehe dann zu den Beinmuskeln über, dann zu den Bauchmuskeln, den Brustmuskeln, den Armen und schließlich den Schultern. Konzentriere dich auf die Anspannung und Entspannung der Muskeln, bis du dich entspannt fühlst. Diese Technik wurde mir von unseren Medics und Psychologen als besonders wirksam beschrieben. Eine weitere Technik, die du ausprobieren solltest, ist die 4-7-8-Atmung. Bei dieser Technik atmest du vier Sekunden lang ein, hältst die Luft sieben Sekunden lang an und atmest dann acht Sekunden lang aus. Indem du deine Atmung kontrollierst und verlangsamst, kannst du deinen Geist und Körper beruhigen. Um diese Technik anzuwenden, solltest du dich hinsetzen oder hinlegen und deine Augen schließen. Atme tief ein, zähle bis vier, halte die Luft sieben Sekunden lang an, zähle bis acht und atme dabei langsam aus. Wiederhole dies für einige Minuten, bis du dich entspannt fühlst. Es gibt noch viele weitere Atemtechniken, die du ausprobieren kannst, um Stress abzubauen. Welche deine persönlich beste Methode ist, kannst nur du allein herausfinden. Übe jetzt, um nicht erst in der Krise deine persönliche Methode zu perfektionieren, weil in der Krise musst du funktionieren und nicht kollabieren! Weitere Techniken neben den Atemtechniken, die dir helfen können, Stress abzubauen: Die erste Technik ist die Visualisierung. Dabei stellst du dir in Gedanken eine beruhigende Szene oder einen Ort vor, an dem du dich sicher und entspannt fühlst. Das kann zum Beispiel ein Strand oder ein ruhiger Wald sein. Durch die Vorstellung dieser Szene kannst du dich emotional beruhigen und entspannen. Du rettest dich gedanklich sozusagen in eine schöne Erinnerung und ziehst dich an dieser hoch. Was ist, wenn du keine hattest oder dich an keine erinnern kannst? Dann stell dir imaginär eine vor. Der Glaube und die Wiederholung dieser „fiktiven Realität“ wird irgendwann eins mit deiner Wahrnehmung sein. Du kannst nach einer gewissen Zeit eine reale von einer erdachten Erinnerung nicht mehr unterscheiden. Ein weiterer Ansatz ist die achtsame Wahrnehmung. Dabei konzentrierst du dich auf den gegenwärtigen Moment und versuchst, deine Gedanken nicht zu bewerten oder zu beurteilen. Du nimmst einfach wahr, was in deinem Körper und in deiner Umgebung geschieht. Diese Technik kann dir helfen, dich zu beruhigen und dein Gedankenkarussell zu stoppen zum Beispiel, indem du fünf Dinge aufzählst, die du riechen kannst, fünf Dinge, die du hören kannst usw. Außerdem kann auch körperliche Bewegung helfen, Stress abzubauen. Geh durch den Wald, spaziere etwas (sofern es sicher ist) oder powere dich sinnvoll aus, um deine Gedanken auf etwas anderes zu lenken. Zudem kann Bewegung helfen, Endorphine freizusetzen, die dich glücklicher und entspannter machen. Ruhe und Einsamkeit werden deine Probleme und Sorgen nur noch verstärken, sei also aktiv und überlasse dich nicht deinen dunklen Gedanken. Ein weiterer Ansatz zur Stressreduktion ist das Journaling. Schreibe deine Gedanken und Gefühle auf und reflektiere über bestimmte Situationen, die dich gestresst haben. Diese Technik kann dir helfen, dich zu beruhigen und deine Gedanken zu sortieren. Du gehst sozusagen in die Vogelperspektive und betrachtest die Situation von „außerhalb deines Körpers“. 6. Was kannst du von deinen Eltern und Urgroßeltern lernen? Diese Generationen haben viele Herausforderungen und Krisen erlebt, darunter Weltkriege, Naturkatastrophen, wirtschaftliche Depressionen und politische Instabilität. Ihre Erfahrungen können dir helfen, besser auf zukünftige Krisen vorbereitet zu sein, und dich inspirieren, in schwierigen Zeiten durchzuhalten. Das Hauptproblem der (ungebildeten) Menschen ist, leider nie aus der Geschichte gelernt zu haben. Man vergisst, dass die Freiheiten und die Rechte, die man heute genießt, gestern noch durch Blut und Schweiß erkämpft werden mussten. Eine der wichtigsten Lektionen, die wir von den Älteren lernen können, ist die Bedeutung der Vorbereitung. Während viele im profanen Leben dazu neigen, sich auf ihr tägliches Leben zu konzentrieren und nicht an mögliche Krisensituationen zu denken, waren unsere Vorfahren darauf vorbereitet, sich schnell an Veränderungen anzupassen. Sie hatten oft einen Vorrat an Lebensmitteln, Wasser und anderen notwendigen Gütern, um eine Krise zu überstehen. Sie waren auch in der Lage, kreative Lösungen für unerwartete Herausforderungen zu finden, wie zum Beispiel das Reparieren von Dingen anstatt sie wegzuwerfen. In einer Wegwerfgesellschaft wie unserer vergisst man schnell, dass in der Krise kein Amazon oder ADAC mehr kommt. Eine weitere wichtige Lektion, die wir von den Älteren lernen können, ist die Bedeutung von Gemeinschaft und Zusammenhalt. In Zeiten der Krise waren unsere Vorfahren oft gezwungen, enger zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen, um zu überleben. Sie wussten, dass sie sich aufeinander verlassen konnten und dass sie gemeinsam stärker waren. Diese Art der Solidarität und Unterstützung kann auch in unserer modernen Welt sehr wertvoll sein. Leider erlernen viele dieses solidarische Verhalten erst in der Krise wieder, dann jedoch aus egoistischen statt ehrlichen, mitmenschlichen Beweggründen. Unsere Vorfahren hatten nicht den Luxus, sich mit unnützen und zeitfressenden Sachen auseinanderzusetzen. Die Konzentration auf das Wesentliche, im Hier und Jetzt ist daher eine der weiteren Erfolgslektionen unserer Ahnen. Während wir von den neuesten Technologien und Materialgütern fasziniert sind, hatten unsere Vorfahren oft nur das Nötigste. Sie schätzten die einfachen Dinge im Leben und waren dankbar für das, was sie hatten. Diese Einstellung kann uns helfen, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren und uns daran zu erinnern, was wirklich wichtig ist. Nach dem Motto eines befreundeten Fremdenlegionärs: „Was ich nicht habe, brauche ich auch nicht“. Zusammenfassend können wir von unseren Eltern und Großeltern viele wichtige Lektionen lernen, die uns in Krisensituationen helfen können. Die Bedeutung der Vorbereitung, des Zusammenhalts und der Anpassungsfähigkeit sind nur einige der Lektionen, die wir von dieser Generation lernen können. Indem wir uns auf ihre Erfahrungen und Weisheit stützen, können wir besser auf zukünftige Krisen vorbereitet sein und schwierige Zeiten durchstehen. Denn auch wenn die jüngere Generation heute auf die „bösen Alten“ schimpft, sei eins gesagt: „Sie waren wie du und du wirst wie sie". Das ist der natürliche Lauf und das Kontroverse aller Generationen, ob in der Vergangenheit, heute oder in der Zukunft. Statt zu spalten und gespaltet zu werden, sollte man lieber gemeinsam von jedem lernen, für eine bessere Zukunft. Jetzt kennst du einige Methoden und Techniken, um dich mental auf die Situation einzustellen, die deine Familie und dich womöglich ereilen kann. Nun müssen wir unser Bewusstsein und Mindset schärfen, um im Hier und Jetzt Gefahren und Risiken zu minimieren. 7. Der Cooper Color Code Elin] ORT ccc Der Cooper Color Code ist ein psychologisches System zur Bewertung der Gefahrenstufe in verschiedenen Situationen. Es wurde von Jeff Cooper, einem ehemaligen Marineoffizier und Griinder des American Pistol Institute, entwickelt, um Menschen in kritischen Situationen zu helfen, ihre Reaktionen zu verbessern und effektiver zu handeln. Das System basiert auf vier Farben, die verschiedene Stufen der Wachsamkeit und Vorbereitung darstellen: + Weiß: entspannt und unvorbereitet « Gelb: entspannt, aber aufmerksam « Orange: gefahrenbewusst und vorbereitet auf eine Bedrohung « Rot: bereit für den Angriff oder die Verteidigung Die Idee hinter dem Cooper Color Code ist, dass durch die Bewertung der aktuellen Situation und die Anpassung der eigenen Wachsamkeit und Vorbereitung auf die drohende Bedrohung bessere Entscheidungen getroffen und schnellere Reaktionszeiten erreicht werden. In unsicheren Zeiten oder Krisensituationen kann der Cooper Color Code besonders nützlich sein, um eine schnelle und angemessene Reaktion auf Bedrohungen zu ermöglichen. Durch das Einschätzen der Situation und die Bewertung des Gefahrenniveaus kannst du deine Wachsamkeit und Vorbereitung an die drohende Bedrohung anpassen und schnell und effektiv reagieren. Zum Beispiel kannst du dich während des Blackouts in einem unsicheren Bereich befinden, wie zum Beispiel in einer dunklen Gasse oder auf einem verlassenen Parkplatz. Du musst deine Wachsamkeit erhöhen, indem du in den gelben Zustand wechselst. Dies könnte bedeuten, dass du dein Umfeld genauer beobachtest, auf potenzielle Bedrohungen achtest und dich auf eine mögliche Konfrontation vorbereitest zum Beispiel mit einem unauffälligen Griff in die Jackentasche zum Pfefferspray. Wenn die Bedrohung konkret wird, musst du in den orangenen Zustand wechseln, was bedeutet, dass du dich auf eine konkrete Bedrohung gefasst machst und bereit bist, angemessen zu handeln. Dies bedeutet, dass du deine Umgebung aktiv scannst, einen Fluchtplan erstellst oder dich auf einen möglichen Angriff vorbereitest. Im roten Zustand musst du bereit sein, zu handeln und schnell und effektiv auf die Bedrohung zu reagieren, sei es durch Flucht oder Selbstverteidigung. Insgesamt kann der Cooper Color Code dazu beitragen, dass du in unsicheren Zeiten oder Krisensituationen ruhiger und sicherer agierst. Durch die Bewertung der Gefahrenlage und die Anpassung der eigenen Wachsamkeit und Vorbereitung kannst du schnelle und angemessene Entscheidungen treffen, die letztlich dazu beitragen können, dein Leben zu retten oder Verletzungen zu vermeiden. Warum schreibe ich nur können? Weil: Bist du zur falschen Zeit am falschen Ort, werden dir alle Skills der Welt und alle Materialien nichts mehr bringen. Dies nennt man dann Schicksal, Dummheit oder Pech, je nach Situation. Ein weiteres Konzept, das ich dir vorstellen möchte, stammt auch wieder aus dem militärischen Bereich: 8. Der OODA-Loop Der OODA-Loop ist ein Konzept, das von dem amerikanischen Luftwaffenpiloten und Strategen John Boyd entwickelt wurde. OODA steht fiir Observation, Orientation, Decision, and Action, was auf Deutsch Beobachtung, Orientierung, Entscheidung und Handlung bedeutet. Boyd beschrieb den OODA-Loop als einen kontinuierlichen Prozess des Sammelns von Informationen, Analysierens, Entscheidens und Handelns, der schnell und effektiv durchlaufen werden muss, um erfolgreich zu sein. Die Anwendung des OODA-Loops kann in Krisen oder unsicheren Zeiten wie einem Blackout sehr niitzlich sein, da er es ermöglicht, schnell auf Veränderungen zu reagieren und Entscheidungen zu treffen. In unsicheren Zeiten ist es oft schwierig, eine klare Sicht auf die Situation zu haben und die Auswirkungen von Entscheidungen vorauszusehen. Der OODA-Loop hilft dabei, schnell und effektiv auf neue Informationen zu reagieren und Entscheidungen zu treffen, um eine schnellere Reaktionszeit und ein besseres Ergebnis zu erzielen. Der erste Schritt des OODA-Loop ist die Beobachtung. Im Blackout ist es wichtig, genau zu beobachten, was vor sich geht und welche Informationen verfügbar sind. Beobachtung kann durch verschiedene Mittel erfolgen, zum Beispiel durch die Überwachung von Nachrichten aus dem Kurbelradio oder durch Gespräche mit anderen Menschen. Es ist wichtig, dass die Beobachtung kontinuierlich ist, um auf Veränderungen und Entwicklungen reagieren zu können. Der zweite Schritt ist die Orientierung. In diesem Schritt müssen die gesammelten Informationen analysiert werden, um ein Verständnis für die Situation zu entwickeln. Die Orientierung beinhaltet auch die Berücksichtigung von Faktoren wie der eigenen Stärken und Schwächen sowie der Stärken und Schwächen anderer Parteien. Eine genaue Orientierung ermöglicht es, eine fundierte Entscheidung zu treffen. In der Privatwirtschaft ist dies auch als SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats / Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen) bekannt, um Chancen und Risiken am Markt, in unserem Fall im Blackout, zu erkennen. Der dritte Schritt ist die Entscheidung. Hier muss eine Entscheidung auf der Grundlage der gesammelten Informationen und der Situationsanalyse getroffen werden. Es ist wichtig, dass die Entscheidung schnell getroffen wird, um Zeit zu sparen und die Chancen auf Erfolg zu erhöhen. Es ist jedoch auch wichtig, dass die Entscheidung sorgfältig abgewogen wird, um unerwünschte Konsequenzen zu vermeiden. Der letzte Schritt ist die Handlung. Sobald eine Entscheidung getroffen wurde, muss gehandelt werden, um das Ziel zu erreichen. Handlung kann verschiedene Formen annehmen, wie zum Beispiel die Umsetzung von Maßnahmen, die Kommunikation mit anderen oder die Anpassung an neue Bedingungen. Es ist wichtig, dass die Handlung schnell und effektiv umgesetzt wird, um den Erfolg zu sichern. Etwas einfach ausgedrückt: „Wenn schon Scheiße, dann zumindest Scheiße mit Schwung“. Entscheidungen müssen rasant umgesetzt werden, ohne zu zögern oder ohne lange Diskussionen. Diese verlorene Zeit kann Leben kosten. Der OODA-Loop ist in Krisensituationen sehr nützlich, da er dir eine strukturierte Methode zur Bewältigung von Unsicherheiten und eine schnelle Reaktionszeit bietet, indem du kontinuierlich Informationen sammelst und analysierst, Entscheidungen schnell und fundiert triffst und schnell handelst. In der jetzigen Welt, die von Unsicherheit und Volatilität geprägt ist, ist es wichtig, sich schnell an Veränderungen anzupassen und sich auf neue Situationen vorzubereiten. Du kannst den OODA-Loop allein oder als Überlebensgemeinschaft in verschiedenen Situationen gemeinsam anwenden. Was ist jedoch, wenn es bei dir in der Familie, Nachbarschaft und Gemeinde zu Verwerfungen kommt? Schauen wir uns die gruppendynamischen Verhaltensweisen etwas genauer an und überlegen, wie wir hier die Wogen etwas glätten. 9. Das Hinckley Face und seine Bedeutung im Desaster Management OFS: A [=] x Ik ry [ERs : bh Hinckley Face Als ausgebildeter Profiler und Mimikresonanz-Spezialist gehort es fiir mich zum Alltag, die Emotionen und Gefühle meines Gegeniibers zu decodieren und mit diesen in Resonanz zu gehen, damit die Zusammenarbeit noch besser klappt. In der Welt des Desaster-Managements, in die du dich hineinbegeben musst, gibt es viele Herausforderungen und Aspekte, die erforscht und verstanden werden müssen, um effektiv in der Notsituation handeln zu können. Eine oft {ibersehene, aber äußerst wichtige Facette dieses Bereichs ist das sogenannte „Hinckley Face.“ Der Begriff mag auf den ersten Blick rätselhaft erscheinen, aber er verweist auf ein faszinierendes Phänomen, das einen entscheidenden Einfluss auf die Prävention und das Management von Katastrophen hat. Das Hinckley Face: ein unheimliches Phänomen Das Hinckley Face bezieht sich auf das auffällige, aber subtile Gesicht eines potenziellen Attentäters oder Täters, das vor oder während eines kritischen Vorfalls beobachtet werden kann. Der Name leitet sich von John Hinckley Jr. ab, dem Attentäter, der 1981 versuchte, Präsident Ronald Reagan zu ermorden. Die Aufnahmen von Hinckleys Gesicht kurz vor der Tat zeigten eine bemerkenswerte Veränderung in seinem Ausdruck und seiner Körpersprache, die später als „Hinckley Face“ bekannt wurde. Psychologische Aspekte des Hinckley Face Psychologen und Verhaltensforscher haben das Hinckley Face genauer untersucht, um seine Bedeutung zu verstehen. Es ist wichtig zu betonen, dass das Erkennen eines Hinckley Face keine Garantie für kriminelle Absichten ist, sondern lediglich ein potenzielles Alarmsignal darstellt. Die psychologischen Aspekte hinter dem Hinckley Face sind vielschichtig und können Folgendes umfassen: 1. Stress und emotionale Veränderungen: Ein Hinckley Face kann auf starken emotionalen Stress hinweisen, der den Täter belastet. Dieser Stress kann Angst, Wut oder Verzweiflung einschließen. 2. Kognitive Verzerrungen: Täter, die sich auf ein kriminelles Vorhaben vorbereiten, können Gedanken und Überzeugungen entwickeln, die zu einem veränderten Gesichtsausdruck führen. Dies kann dazu führen, dass sie in sich gekehrter oder ungewöhnlich fokussiert wirken. 3. Das „Maskieren“ von Emotionen: Einige Täter sind geschickt darin, ihre wahren Emotionen zu verbergen und ein falsches Image zu präsentieren. Das Hinckley Face kann jedoch subtile Hinweise auf diese Maskerade geben. Die Vorteile des Erkennens eines Hinckley Face Die Identifizierung des Hinckley Face kann für dich von unschätzbarem Wert sein. Obwohl es keine Gewissheit für kriminelle Absichten gibt, kann das frühzeitige Erkennen verdächtiger Veränderungen im Verhalten und im Ausdruck eines Individuums dazu beitragen, rechtzeitige Maßnahmen zu ergreifen und potenzielle Gefahren zu verhindern oder abzumildern. Hier ein Beispiel, wie das Hinckley Face zu erkennen ist: Voll-Expression von Ärger « Zusammengezogene Augenbrauen, nach innen vertikale Stimfalte * Unteres Augenlid ist angespannt (“zusammengekniffen”) * Zusammengepresste A N R Hinckley Face + Zusammen- gezogene Augenbrauen + Oberlider gehen nach oben + Stechender Blick Abbildung 13 10. Gruppendynamiken In Stress- und Krisenzeiten können Gruppen dynamische Verhaltensweisen zeigen, die sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Diese zu kennen und zu lenken, macht dich zum Anführer innerhalb der Krise. Gruppendynamik bezieht sich auf die Art und Weise, wie sich die Mitglieder deiner Gruppe oder auch anderer Gruppen gegenseitig beeinflussen und wie sie als Einheit interagieren. In Stress- und Krisenzeiten kann die Gruppendynamik dazu führen, dass die Mitglieder enger zusammenrücken und sich unterstützen, was zu einer erhöhten Gruppensolidarität führt und euch länger am Leben hält. Dies kann ein positiver Effekt sein, da es den Mitgliedern helfen kann, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam Herausforderungen zu bewältigen. In diesen Situationen kann eine Gruppe ein hohes Maß an Zusammenhalt und Solidarität entwickeln, vor allem, wenn jeder von jedem lernt. Jeder hat einen Background und seine Hobbys. Diese in der Krise zu erkennen und zu managen, obliegt dir oder demjenigen, der vor Ort das Sagen hat. Allerdings kann die Gruppendynamik in Stress- und Krisenzeiten auch negative Auswirkungen haben. Wenn eine Gruppe unter Stress gerät, können Mitglieder beginnen, unangemessene Verhaltensweisen zu zeigen, wie zum Beispiel Aggressionen oder übermäßige Dominanz. Diese Verhaltensweisen können die Gruppenleistung beeinträchtigen und zu Spannungen zwischen den Mitgliedern führen. Als Verantwortlicher der Gruppe ist es wichtig, die Anzeichen für eine negative Gruppendynamik zu erkennen. Einige mögliche Anzeichen können sein: Konflikte oder Spannungen zwischen Mitgliedern, Abneigung oder Aggression gegenüber bestimmten Mitgliedern, ständige Kritik oder Beschuldigungen, Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung oder fehlende Unterstützung für bestimmte Mitglieder. Es gibt jedoch Möglichkeiten, die negativen Auswüchse der Gruppendynamik in Stress- und Krisenzeiten zu mildern. Eine Möglichkeit besteht darin, als Verantwortlicher aktiv Maßnahmen zu ergreifen, um die Gruppendynamik positiv zu beeinflussen. Dazu gehört beispielsweise, klare Regeln und Erwartungen für das Verhalten innerhalb der Gruppe aufzustellen und zu kommunizieren, Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln und regelmäßige Feedbackschleifen zu schaffen, um die Gruppenleistung zu evaluieren. Führen durch Transparenz! Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Eindämmung negativer Auswüchse der Gruppendynamik ist die Unterstützung und Förderung von Offenheit und Empathie innerhalb der Gruppe. Durch die Förderung von Vertrauen und Offenheit können Mitglieder sich gegenseitig besser verstehen und unterstützen, was zu einem besseren Zusammenhalt und einer positiven Gruppendynamik führen kann. Einen unabhängigen Mediator oder Schiedsgerichte durch neutrale Personen in Krisenzeiten sollten Streitereien entschärfen, bevor sie zum Problem aller werden. Bevor du aber die Schwäche bei den anderen suchst, was ist mit dir? Hast du deine Hausaufgaben erledigt, um nicht selbst zum Problem zu werden? 11. Gesundheits-TÜV für dich Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind von entscheidender Bedeutung, um deine Gesundheit zu erhalten und Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Dies gilt auch für die Zahnmedizin. Die regelmäßige Kontrolle und Pflege der Zähne und des Zahnfleisches sind nicht nur wichtig für ein schönes Lächeln, sondern auch für die allgemeine Gesundheit. Ein regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt kann dazu beitragen, Zahnprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, bevor sie sich zu größeren und schmerzhafteren Problemen entwickeln. Jeder kennt so etwas und weiß, wie unangenehm es werden kann. Die Vorsorge umfasst auch die Erkennung von Parodontitis, Karies und anderen Zahnerkrankungen. Darüber hinaus kann der Zahnarzt eine allgemeine Untersuchung des Mundraums durchführen, um mögliche Anzeichen von Mundkrebs oder anderen ernsthaften Erkrankungen zu erkennen. Was du als Letztes in einer Notlage brauchst, sind Zahnschmerzen. Diese tun nicht nur weh, sondern lenken dich auch ab und vernebeln deine Sinne. Neben der Zahnmedizin sind auch andere Vorsorgeuntersuchungen wichtig, um die allgemeine Gesundheit zu erhalten. Dazu gehören beispielsweise Blutdruckmessungen, Cholesterin- und Blutzuckertests sowie Krebsvorsorgeuntersuchungen. Diese Untersuchungen können dazu beitragen, potenzielle Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen zur Vermeidung oder Behandlung von Krankheiten zu ergreifen. In Krisensituationen kann die Vernachlässigung von Vorsorgeuntersuchungen noch schwerwiegendere Folgen haben. In einer Krise kann es schwieriger sein, eine geeignete medizinische Versorgung zu erhalten und das Risiko von Gesundheitsproblemen kann sich erhöhen. Wenn ein Gesundheitsproblem auftritt, kann dies auch zu höheren Kosten (100er-Regel) und einem größeren Aufwand führen, um es zu behandeln. Ein Beispiel hierfür waren die Maßnahmen bei COVID-19, die es schwieriger gemacht haben, medizinische Versorgung zu erhalten und andere Krankheiten zu behandeln. In dieser Zeit wurden viele Vorsorge- und Routineuntersuchungen aufgeschoben, was zu schwerwiegenden gesundheitlichen Auswirkungen geführt hat. Es ist daher wichtig, dass du regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in der Pre-Impact-Phase durchführst, um potenzielle Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen gehören: 1. Zahnmedizinische Untersuchungen zur Erkennung von Karies, Parodontitis und anderen Zahnerkrankungen 2. Blutdruckmessungen zur Erkennung von Bluthochdruck 3. Cholesterin- und Blutzuckertests zur Erkennung von Diabetes und Herzerkrankungen 4. Krebsvorsorgeuntersuchungen, einschließlich Mammografie, Darmspiegelung und Pap-Tests 5. Impfschutz-Auffrischung (Tollwut, Tetanus und Hepatitis A und B) Insgesamt ist es wichtig, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen als Gesundheits-TUV zu sehen, um potenzielle Gesundheitsprobleme friihzeitig zu erkennen und zu behandeln. Durch die Durchfiihrung dieser Untersuchungen kannst du sicherstellen, dass du gesund bleibst und bei möglichen Krisensituationen entspannter leben kannst als so mancher Artgenosse, der dann nicht an den Primarfolgen der Krise zugrunde geht, sondern durch die Sekundarfolgen in lebensbedrohliche Situationen gerät. 11.1 Rauchst du noch? Abgesehen davon, dass es gesundheitsschadlich und teuer ist, raubt es dir deine Kondition. Zusätzlich kannst du nicht so viele Zigaretten auf der Flucht mitnehmen, wie du vielleicht brauchst. Das bedeutet, du bist mitten in der Krise nicht nur tausend Sorgen und Gefahren ausgesetzt, sondern du musst auch noch einen kalten Entzug durchmachen. Wie reagierst du dann? Hast du einen klaren Kopf, wirst du aggressiv, bleibst du fokussiert? 11.2 Trinke stilles Wasser Wasser ist ein wichtiger Teil des Lebens. Ohne ausreichend Wasser im Körper bist du nicht ganz auf der Höhe. Du bist unkonzentriert und anfällig für parallele Entzugserscheinungen wie Kopfschmerzen, Migräne und Schwindel. Einer der häufigsten Tipps, die mir meine Mentoren geben, ist: Trinke nach dem Aufstehen direkt zwei bis drei Gläser warmes Wasser (ohne Sprudel). Warum warmes Wasser? Weil warmes Wasser schneller vom Körper angenommen werden kann, da es nicht erst auf Körpertemperatur erhitzt werden muss. Es kommt also schneller in deinen Kreislauf, dahin, wo es benötigt wird. Gleichzeitig hilft das Wasser auch zu entgiften, indem es die Nierenfunktion fördert und den Körper bei der Ausscheidung von Abfallprodukten unterstützt. Deine Haut, die Verdauung und die Fettverbrennung werden es dir zusätzlich danken. Beginne gesund zu leben, nicht nur für die Krise, sondern auch für deine persönlichen Erfolge. In Bezug auf die Menge an Wasser, die du trinken solltest, wird zwar empfohlen, mindestens anderthalb bis zwei Liter Wasser pro Tag zu trinken, jedoch musst du dies am Ende für dich selbst entscheiden. Ich habe Bekannte, die trinken zweieinhalb Liter, und welche, die trinken drei Liter. Je nachdem, was du machst, wie aktiv du bist und wie warm es ist, passe den Konsum an, sodass du dich wohlfühlst. 11.3 Eiserner Wille und Disziplin Was ist mit deiner Einstellung los? Hast du das Mindset eines Kommandosoldaten in dir? Mit der passenden Einstellung zur Situation, zum Leben und zu den Problemen findest du immer eine Lösung. Das Hauptproblem, das viele haben, ist ihr Geist, ihre Einstellung und eine begrenzte Sicht der Dinge. Jeder von uns ist sein größter Begrenzer und Gegner des eigenen Erfolgs. Jeder von uns ist in der Lage, sich selbst zu transformieren, indem wir uns bewusst und absichtlich herausfordern und uns dadurch stärker machen - sei es körperlich oder mental. Die Komfortzone hält dich davon ab, das zu tun, was du gern möchtest oder was du einfach könntest, würdest du es nur probieren. Obwohl wir uns wahrscheinlich nicht kennen, lieber Leser, nehme ich mal an, dass du derzeit keine 50 % deiner Fähigkeiten und Stärken richtig zur Entfaltung bringst. Wie du diese Grenzen überwinden kannst? Ganz einfach: Machen. Kleine Schritte, immer weiter. Fällst du hin? Steh wieder auf und mach es beim nächsten Mal besser. Scheitern ist nicht schlimm. Heutzutage wird man direkt ausgelacht oder als Loser angesehen, wenn etwas daneben geht, wenn man ein Projekt versaut oder einen Deal nicht hinbekommen hat. Die Angst vor dem Verlieren lähmt dich, es dennoch zu versuchen. Akzeptiere: Fehler sind wichtig und gut, sie zeigen dir, dass du in Bewegung bist. Wer keine Fehler macht, der macht auch gar nichts in seinem Leben. Deswegen auch mein persönliches Motto, das ich vor knapp 20 Jahren erfunden habe: „Wenn du erst gar nicht um Erlaubnis fragst, kann dir auch niemand ein Nein geben.“ Ja, natürlich hat mir diese Einstellung auch oftmals Probleme im Nachhinein eingebracht, aber sollte ich deswegen aufhören, weiter an meinen persönlichen Träumen zu arbeiten? Nein. Mir ist egal, was andere Menschen über mich denken. Wichtig ist, dass du stärker und widerstandsfähiger gegen Stress und Herausforderungen (hört sich positiver an als Probleme) wirst. Es ist wichtig, deine Gedanken und Überzeugungen zu kontrollieren und negative Selbstgespräche durch positive und selbstmotivierende Gedanken zu ersetzen. Sprich mit dir selbst und sage dir, dass du alles schaffen kannst, dann ist das auch so. Kämpfe gegen deinen inneren Schweinehund an, der dich lieber auf dem Sofa als im Fitnessstudio oder im Wald liegen sieht. Ein weiterer wichtiger Punkt bei deiner Einstellung ist das Thema Verantwortung. Als erfolgreicher Unternehmer oder auch Krisenmanager musst du für jede Handlung geradestehen, egal, ob von dir oder deinem Team, deiner Gruppe oder der Gemeinschaft. Fehler bei anderen zu suchen, wird dich oder die Gruppe nicht weiterbringen. Als Führungskraft, egal ob beruflich oder privat, musst du bereit sein, für alles, was in deinem Team passiert, die Verantwortung zu übernehmen. Dies bedeutet, dass du auch die Verantwortung für die Entwicklung deiner Mitglieder und unterstellten Kräfte, die Qualität der Umsetzung, die Zielerreichung und alle anderen Aspekte der Gruppenleistung übernehmen solltest. Auch wenn es schwierig ist, Fehler einzugestehen und Verantwortung für andere zu übernehmen, kann dies letztendlich zu einer besseren Leistung und einem besseren Zusammengehörigkeitsgefühl führen. Selbstreflexion und das Lernen aus Fehlern sind enorm wichtig. Indem du deine eigenen Entscheidungen und Handlungen kritisch hinterfragst und dich selbst verbesserst, kannst du deiner Gruppe als Vorbild dienen. Abschließend sei gesagt: Lass dich nicht von deinen Ängsten und Schwierigkeiten entmutigen. Stattdessen konzentriere dich auf deine innere Stärke und deinen Glauben an dich selbst, um deine Träume und Ziele zu erreichen, auch wenn es schwierig wird. Wenn es dennoch schwierig bleibt und du nicht weiterkommst, kannst du auch Hilfe annehmen. Niemand muss mit sich und seinen Ängsten allein dastehen. Hole dir Unterstützung bei Kollegen, der Familie oder Kameraden. Es ist in Ordnung, um Hilfe zu bitten. Es ist keine Schwäche, sondern eher eine Stärke, über seinen eigenen Schatten zu springen und auf andere zuzugehen. 11.4 Lies viel mehr! OFS A ra[=] sbi 3 a 1 wok [=] ge Lies viel mehr Wissen ist Macht, sagt man. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, wenn man dieses Wissen auch praktisch anwendet! Getreu dem alten Bundeswehr-Motto, das ich mir schon 2004 als Fallschirmjager vom Ausbilder anhören durfte: „Machen ist wie wollen, nur krasser". Du kannst nicht alles wissen, niemand kann es, jedoch kannst du versuchen so viele Lücken wie möglich zu schließen. Solltest du in eine Gefahrensituation kommen und wie beim hiesigen Beispiel „Blackout“ dein gewohntes Leben aus den Angeln heben, kannst du nicht googeln oder jemanden anrufen, keinen Notruf wählen oder abwarten, dass sich alles von allein fügt. Deine Skills entscheiden dann über Leben und Tod. Deswegen lerne, lese, probiere aus. Mache jetzt Fehler und werde besser. In der Pre-Impact-Phase kannst du dir das noch erlauben. Wenn du große Wissenslücken hast, empfehle ich dir, ein breites Wissen mit bedingtem Tiefgang anzulegen. Was meine ich damit? Du liest dir alles an, was über normales Laienwissen hinausgeht und archivierst zusätzliches Wissen oder komplizierte Anweisungen auf Taschenkarten und in Büchern. Das Wichtigste ist optimalerweise einlaminiert und griffbereit (in der Krise). Noch mal erklärt am Beispiel Notfallmedizin: Du solltest wissen, welche Medikamente für welche Probleme geeignet sind. Das genaue Volumen, die Wiederholungen und mögliche Nebenwirkungen kannst du dann auf eine Taschenkarte schreiben, wo du nachschlagen kannst. Du musst also nicht alles wissen, du musst nur wissen, wo es steht (nicht digital). Ich lese viel, obwohl ich als Unternehmer nicht selten eine 80- bis 90- Stunden-Woche habe —- kein Wochenende, kein Urlaub, vollkommen „selbst und ständig“. Trotzdem schaffe ich es, jede Woche ein Sachbuch zu lesen, das mich im täglichen Geschehen unterstützt oder mir neue Eindrücke vermittelt. Eine Studie, die ich vor vielen Jahren einmal las, bestätigte mir, dass alle großen Unternehmer, erfolgreiche Macher, egal in welcher Branche, 30 bis 50 Bücher im Jahr lesen, um sich immer weiter zu optimieren. Es ist eine Einstellung zum Lernen und die Demut vor dem Wissen, dass man am Ende doch nie alles wissen kann, was alle antreibt. Wenn du dich also auf einen Blackout vorbereiten möchtest, gibt es verschiedene Fachgebiete, die dir helfen können, dein Wissen und deine Fähigkeiten zu erweitern. Hier sind einige Empfehlungen: 1. Erste Hilfe: Es ist wichtig, grundlegende Kenntnisse in Erster Hilfe zu besitzen, um im Notfall schnell und effektiv handeln zu können. Ein gutes Handbuch für Erste Hilfe oder ein Kurs in Erster Hilfe kann hier hilfreich sein. 2. Survival-Techniken: Kenntnisse in Survival-Techniken können in einer Krise von unschätzbarem Wert sein. Lies Bücher oder besuche Kurse, die sich mit Themen wie Überleben in der Wildnis, Nahrungsbeschaffung, Wassergewinnung und Feuermachen befassen. 3. Krisenmanagement: Das Wissen, wie man eine Krise effektiv bewältigt und sich auf sie vorbereitet, ist ebenfalls von großer Bedeutung. Beschäftige dich mit Themen wie Krisenmanagement, Risikomanagement, Katastrophenvorsorge und -bewältigung. 4. Psychologie: Krisen können eine enorme Belastung für die Psyche sein. Kenntnisse in Psychologie können dazu beitragen, mit Stress, Angst und anderen emotionalen Belastungen umzugehen. Hier spielen vor allem die Themen Stressmanagement, Angstbewältigung und Traumabewältigung eine Rolle. 5. Kommunikation: In einer Krise ist eine effektive Kommunikation von entscheidender Bedeutung. Bücher oder Kurse, die sich mit Krisenkommunikation, Konfliktlösung, Notfallfunk, Antennenbau und Verhandlungsführung befassen, sind für dich besonders interessant. 6. Selbstverteidigung: In einer Krise kann es auch wichtig sein, sich und seine Familie zu verteidigen. Mache dich Selbstverteidigungstechniken und Selbstbehauptung vertraut. 7. Notfallvorsorge: Schließlich ist es auch wichtig, Vorsorge zu treffen und sich auf mögliche Krisen vorzubereiten. Bücher oder Kurse, die sich mit Themen wie Notfallvorsorge, Pflanzenkunde, Vorratshaltung und Überlebensausrüstung befassen, können hier besonders nützlich sein. Im Anhang werde ich noch einige Links und Bücher empfehlen, die für deine weitere Recherche sicherlich sinnvoll sind. Wenn du bei null anfängst, was deine persönlichen Überlebensfähigkeiten angeht, rate ich dir, dir zumindest folgendes ,Minimal-Paket" anzueignen: Erste-Hilfe-Kenntnisse Es ist wichtig, dass du in der Lage bist, grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen durchzuführen, um im Notfall helfen zu können. Es gibt fast in jeder größeren Stadt Kurse für Erste Hilfe. Frische deine Kenntnisse auf und vertiefe diese mit taktischer präklinischer Notfall-Medizin. Praxisnahe Kurse von „richtigen“ Combat Medics wären natürlich die beste Wahl. Alles wie immer eine Frage des Geldbeutels. Bitte vorher genaustens recherchieren, um nicht auf Betrüger hereinzufallen. Selbstverteidigung: In einer Krise ist es wichtig, sich selbst verteidigen zu können, da im Ernstfall niemand zu Hilfe kommt. Deshalb ist es sinnvoll, ein paar Grundlagen der Selbstverteidigung zu erlernen. Hier geht es nicht um filigrane Kampfstile, sondern einfache, brutale Maßnahmen, die schnell zu einer Lösung des Problems führen. Keine langen Bodenkämpfe oder verrückten Hiebe und Würfe, die eher unter ,Laborbedingungen” funktionieren, vorausgesetzt, der Trainingspartner macht mit. Jeder Kampfstil hat seine Vor- und Nachteile und Fakt ist, alle haben ihre Berechtigung, jedoch benötigt man für sie Jahre, sogar Jahrzehnte des intensiven Trainings. Zeit, die du nicht mehr hast. Lebensmittel- und Wasserversorgung In einer Krise kann es zu Engpässen bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser kommen. Du solltest daher wissen, wie du dich selbst und deine Familie in diesem Bereich versorgst. Outdoor-Fähigkeiten Wenn es zu einer Krise kommt, kann es sein, dass du gezwungen bist, für eine längere Zeit im Freien zu überleben. Deshalb solltest du wissen, wie du Feuer machst, Nahrung suchst und Schutz vor der Witterung findest. Solltest du Material hierfür erwerben, bitte alles vorher testen und auf Praktikabilität prüfen. 11.5 Informationsdiät AH Elzire ri = : ra EE ina ~~ Ablenkung Egal, ob du es möchtest oder nicht, die Medienflut, sei es in sozialen Medien, Nachrichten, TV und Radio, beschießt dich den ganzen Tag lang mit Informationen. Ob du diese brauchst und ob diese wahr oder falsch sind, kannst du jedoch nicht verifizieren. Jeder Sender hat eine Absicht, kein Sender ist neutral, er möchte seinen Willen bei dir durchsetzen, unterbewusst in dich einpflanzen und das wahrscheinlich nicht zu deinem Vorteil. Du bekommst gesagt, ob du etwas kaufen oder jemanden fiir böse halten sollst, ob du deinen Fokus auf dieses Geschehen richten oder auch fernhalten sollst usw. Man möchte deine Zeit und deine Meinung bestimmen. Du denkst, du bist frei im Denken und Handeln? Leider muss ich dem widersprechen. Du kannst Informationen nicht nicht-verarbeiten. Alles wird von deinem Verstand aufgenommen, abgespeichert und verankert. Meinungen, Vorurteile und Einstellungen werden so systematisch erzeugt. Dieses Themenfeld der Psychologie und Massenmanipulation ist zu groß, um die Auswirkungen auf dich und dein Umfeld in nur wenigen Sätzen zu erklären. Wie immer gebe ich dir nur Hinweise, damit du selbst die Initiative ergreifst und selbstkritisch Nachforschungen anstellst. Ich habe keinen Fernseher und höre seit 2004 kein Radio mehr. Ich habe keinen Social-Media-Kanal wie Instagram oder Facebook. Ich brauche das alles nicht, um an die richtigen Informationen zu kommen. Du brauchst nur deinen Verstand, ein gutes Netzwerk und wie schon erwähnt, viele gute Fachbücher, die dir die Abläufe, Prozesse und Schemata der Welt erklären. Jegliche anderen Informationen über Mode, Promis, Skandale und Co. sind nutzlos. Was bringen die dir? Wirst du damit erfolgreicher oder kannst dein Leben mehr genießen? Was ist eine Informationsdiät? Eine Informationsdiät bedeutet den bewussten und begrenzten Konsum von Informationen aus verschiedenen Quellen wie Fernsehen, sozialen Medien, Online-Nachrichtenseiten, Radio etc. Diese Diät kann auch den Verzicht auf bestimmte Arten von Informationen beinhalten, die du als irrelevant oder unproduktiv ansiehst. Informationsdiäten können viele Vorteile bieten, von denen die meisten speziell auf die persönliche Entwicklung abzielen. Eine der Hauptursachen von Informationsüberlastung ist die heutige schnelllebige Welt, in der wir leben. Informationen kommen aus verschiedenen Quellen in hoher Geschwindigkeit und Menge auf uns zu, was zu einem Gefühl von Überwältigung und Stress führen kann. Durch eine Informationsdiät kannst du das Informationsvolumen kontrollieren und dich auf die Informationen konzentrieren, die wirklich wichtig für dich sind. Dies hilft dir, deinen Stress zu reduzieren und dein Leben effektiver zu gestalten. Eine Informationsdiät kann auch dazu beitragen, deine geistige Gesundheit zu verbessern. Der ständige Konsum von negativen oder alarmierenden Nachrichten kann Angstzustände und Depressionen verursachen. Eine Informationsdiät kann dazu beitragen, den Konsum solcher Nachrichten zu reduzieren und dich in eine positive Stimmung zu versetzen. Eine Informationsdiät kann auch deine kognitive Leistungsfähigkeit verbessern. Indem du dich auf relevante Informationen konzentrierst, kannst du deine Fähigkeit verbessern, komplexe Aufgaben zu bewältigen. Du kannst auch deine Kreativität verbessern, indem du mehr Zeit hast, über Ideen, Projekte und die Vorsorge besser nachzudenken und dich auf die wichtigsten Aspekte zu konzentrieren. Durch eine Informationsdiät kannst du Zeit sparen und dich auf deine persönlichen Ziele und Prioritäten konzentrieren. Eine Informationsdiät kann dir helfen, deine Perspektiven zu erweitern und deine Sicht auf die Welt zu verändern. Indem du dich auf verschiedene Quellen konzentrierst, lernst du verschiedene Perspektiven und Meinungen kennen und erweiterst dein Verständnis für neue Themen. Du kannst auch deine kulturelle Bildung verbessern, indem du dich auf relevante Informationen aus verschiedenen Kulturen konzentrierst. Egal, was du aus deiner neuen Zeit und Lebenskraft machst, es geht um deine geistige und emotionale Gesundheit. Es geht um die Verbesserung deiner kognitiven Leistungsfähigkeit. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass eine Informationsdiät keine vollständige Abkehr von Informationen bedeutet. Es geht vielmehr darum, bewusst zu wählen, welche Informationen du konsumieren und welche du ignorieren möchtest, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. 12. Lerne, Nein zu sagen, und halte dich fern von Menschen, die nur deine Energie und Zeit rauben! Lerne, Nein zu sagen zu den Dingen, die dich nicht weiterbringen oder dir die Zeit stehlen. Weil man höflich sein möchte oder aus Gewohnheit gewisse Sachen mitmacht, heißt das nicht, dass diese sinnvoll sind oder dass man es dir später einmal dankt. Jede Unterbrechung deiner produktiven Arbeit muss gestoppt werden. Die Arbeit muss von Anfang bis Ende durchgeführt werden. Jede Unterbrechung sorgt dafür, dass du erst wieder eine „Aufwärmphase“ benötigst, um wieder reinzukommen. 12.1 Wo sollst du Nein sagen? Gewohnheitstätigkeiten: « Parties und Familienfeiern, auf die du keine Lust hast « Kollegen, die am Wochenende oder nach Dienst noch „ein paar Bier zischen wollen“ + Perfekt geputztes Auto und gemähter Rasen immer und überall, um wie der Vorzeigebürger Nummer 1 dazustehen « Immer die gleiche Talkshow oder das gleiche Fernsehprogramm schauen, obwohl du weißt, dass nichts Neues kommt * Stoppe alle Tätigkeiten, die nicht sein müssen und dich nicht weiterbringen oder dir kein persönliches Glücksgefühl geben 12.2 Zeitfresser Dazu gehören ewige Diskussionen mit Menschen, die überall nur Probleme satt Lösungen sehen. Meetings mit Kollegen oder privat, in denen man sich ständig im Kreis dreht und außer heißer Luft nichts fabriziert hat. Löse dich von Menschen, die ihre Probleme zu deinen machen wollen. Umgebe dich stattdessen mit Menschen, die dich unterstützen, die dich antreiben, die als Inspiration und Vorbild gelten können. Suche dir Menschen, die es ehrlich meinen und nicht nur an deiner Seite stehen, wenn es mal gerade gut läuft. Suche dir einen oder besser noch mehrere Mentoren, die dich in deiner Entwicklung begleiten und sich an deinen Erfolgen mitfreuen können, statt neidisch zu sein. Suche dir erfolgreiche Menschen und lerne demütig ihre Stärken und auch Schwächen kennen, um dich selbst zu optimieren. Ich selbst habe und hatte immer Mentoren, welche mir über die Schulter geschaut haben und von denen ich mir Rat für Herausforderungen im Leben holen konnte, sei es in kaufmännischer, kultureller, psychologischer, taktischer oder strategischer Hinsicht. 12.3 Nutze deine Zeit weise! Das Pareto-Prinzip oder auch die 80/20-Regel, die du sicherlich schon kennst, besagt, dass 80 % der Ergebnisse durch 20 % der Ursachen erzielt werden. In Bezug auf die persönliche Entwicklung bedeutet dies, dass du dich auf die 20 % der Dinge konzentrieren solltest, die dir die größten Ergebnisse bringen, anstatt dich auf die 80 % der Dinge zu konzentrieren, die nur geringe bis keine Ergebnisse bringen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie du das Pareto-Prinzip sinnvoll anwenden kannst, um das Beste aus dir herauszuholen: 1. Identifiziere die 20 % deiner Fähigkeiten und Stärken, die dir die größten Ergebnisse bringen: Konzentriere dich auf deine Stärken und nutze diese, um deine Ziele zu erreichen, anstatt Zeit und Energie in Bereiche zu investieren, in denen du weniger begabt bist. 2. Priorisiere deine Aufgaben nach ihrem Beitrag zu deinen Zielen: Identifiziere die Aufgaben, die dir am meisten helfen, deine Ziele zu erreichen, und konzentriere dich darauf, sie zu erledigen, bevor du dich den weniger wichtigen Aufgaben widmest. 3. Setze realistische Ziele: Fokussiere dich auf die Ziele, die dir die größten Ergebnisse bringen und setze realistische Ziele, um diese zu erreichen. 4. Konzentriere dich auf die 20 % der Informationen, die dir am meisten helfen: Identifiziere die Informationen, die für dich am wichtigsten sind, und konzentriere dich darauf, diese zu lernen und zu verstehen. 5. Vermeide Ablenkungen und unnötige Aktivitäten: Identifiziere die Aktivitäten, die dir Zeit stehlen und keine großen Ergebnisse bringen, und vermeide sie, um dich auf die wichtigeren Aufgaben zu konzentrieren. 6. Nutze das Pareto-Prinzip zur Verbesserung deiner Beziehungen: Identifiziere die 20 % der Menschen in deinem Leben, die dir am meisten helfen, und investiere Zeit und Energie in diese Beziehungen. 12.4 Verzweifle nicht, vertraue darauf, dass alles gut wird, glaube an das Gute und an deinen Erfolg Wer ständig zweifelt und sich einredet, dass er es nicht schaffen kann, wird auch genau dies erreichen ... er schafft es nicht, egal ob in der Krise oder im Alltag. Du programmierst dich unterbewusst zum Verlierer. Denk positiv. Egal, ob du Atheist, Christ oder Muslim bist oder einen anderen Glauben hast, bedenke, dass alles gut wird und wir alle nur ein Staubkorn im Universum sind. Wir sollten uns nicht zu ernst nehmen und stattdessen entspannter statt verkrampft mit dem Leben umgehen. Gib dein Bestes und verhalte dich aufrichtig (nicht naiv), dann kannst du alles schaffen. 12.5 Noch mal, damit du es verinnerlichst: Lerne deine Nachbarn und Umgebung besser kennen DE Nachbarn Einer der wichtigsten Punkte, den es beim Thema Vorsorgemaßnahmen im Bereich Einstellung, Mindset und Wissen anzusprechen gilt, ist der Bereich der Analyse und Erstgespräche mit deinen Nachbarn. Sieh es ein: Egal, wie gut du bist oder deine Familie und Freunde sind, ein Blackout wird das ganze Land oder sogar mehrere Länder für eine längere Zeit beschäftigen. Er wird das Schlimmste im Menschen hervorbringen und in der Verzweiflung und im Tod vieler enden. Nur zusammen, unter einer klaren Struktur, solidarisch mit einer Gemeinschaft aus Gleichgesinnten, wirst du es schaffen, entspannter und sicherer durch diesen Zeitraum der Ungewissheit zu kommen. Kennst du also dein Umfeld? Was arbeiten deine Nachbarn, welche Fähigkeiten und Hobbys haben sie? Sind Werkzeuge, Baumaschinen vorhanden? Ist jemand Jäger, Sportschütze, Polizist oder sonstiger Fachmann? Egal, was jemand kann, in einer Krise gibt es für jeden etwas zu tun. Viel Zeit, sich jetzt erst kennenzulernen und auszutauschen, gibt es dann eher weniger. Nutze also die Zeit jetzt und gehe mit offenen Armen und ohne Vorurteile auf deine Umgebung zu. Du wirst dich wundern, wie einfach es sein wird. Wir Menschen sind soziale Wesen. Fördere das Beste in den Menschen in deiner Nachbarschaft und schaffe neue Freunde. Heiraten musst du sie nicht, ihr sollt euch nur den Rücken decken, wenn es darauf ankommt. 13. Die perfekte Vermögenssicherung in Krisenzeiten Bevor wir mit deiner körperlichen Ertüchtigung weitermachen, schauen wir uns mal ein Thema an, das gern unterschätzt wird: die Vermögenssicherung. Es ist zwar „schön und gut“, dass du überlebt hast mit all deinem Wissen und Können, wenn du aber alles an Werten verloren hast, das du dir vielleicht über Jahrzehnte aufgebaut hast, ist das der bittere Nachgeschmack des „Lebens“ und die Folgen für deine weitere Zukunft sehen nicht so rosig aus. Für dieses Thema konnte ich einen der führenden Experten aus dem Bereich der Vermögenssicherung gewinnen: Marc Friedrich. Er ist unter anderem ausgewiesener Finanzexperte, gefragter Redner, YouTube-Star, bekannt aus Funk und TV, Vordenker, Freigeist und Honorarberater. Wir konnten ihn für einen Bericht in unserem Buch begeistern. Viel Spaß beim Lesen. Diversifikation nicht alle Eier in ein Nest legen! Von Marc Friedrich (friedrich-partner.de) Nie war es essenzieller als aktuell, sich aktiv um das eigene Geld zu kiimmern. Jetzt gilt es, als Anleger die Weichen richtig zu stellen bei der Frage, in was man investiert und wie man es verwahrt. Leider sind die meisten Deutschen relativ einseitig aufgestellt und besitzen hauptsächlich Papierwerte wie Lebensversicherungen, Riester-, Rürup-Produkte und Ähnliches oder eine Immobilie, die zumeist mit Schulden behaftet ist. Es fehlt in Deutschland an finanzieller Intelligenz. Nach wie vor fordere ich ein Schulfach zu diesem Thema und aus diesem Grund habe ich auch den YouTube-Kanal (youtube.com/marcfriedrich7) gegründet, um finanzielle Bildung zu fördern. Denn erst, wenn die Menschen das Geldsystem, die Hintergründe und die Zyklen verstehen, können sie sich wehren und richtig positionieren. Frage an dich: Würdest du ins Casino gehen und all dein Geld oder sogar noch zusätzliches geliehenes Geld am Roulettetisch auf die Zahl 23 setzen? Vermutlich nicht, oder? Die meisten Deutschen investieren aber exakt auf diese Weise. Sie setzen alles auf eine Karte: nämlich zumeist auf eine Immobilie, für die sie sich heutzutage enorm verschulden müssen, da die Preise auf einem historischen Hoch angekommen sind. Da darf dann aber nichts schiefgehen, weder mit der Arbeitsstelle noch mit der Gesundheit, der Wirtschaft oder mit dem Partner ansonsten ist die Immobilie ganz schnell weg und die Schulden bleiben. Dieses Klumpenrisiko solltest du vermeiden. Schon seit mehr als 2.000 Jahren hat sich die Drei-Speichen-Regel bewährt: ein Drittel in Land, ein Drittel in Gold und ein Drittel in Immobilien zu investieren. Ich nenne es das Eichhörnchenprinzip oder die Wurzelstrategie. Da habe ich mich an der Natur orientiert. Ein Baum ist nur so stabil wie seine weit ins Erdreich reichenden Wurzeln. Ein Eichhörnchen überlebt den bitterkalten Winter nur mit Vorräten, die es an unterschiedlichen Orten versteckt hat, weil die Konkurrenten das eine oder andere Lager aufstöbern und leer räumen könnten. Wenn das Eichhörnchen all seine mühsam gesammelten Nüsse und Samen in einem einzigen Loch verbuddeln und dieses Lager dann von einem anderen Eichhörnchen gefunden würde, wäre das fatal für das Tier. Genau so musst du mit deinem Vermögen umgehen. Du musst mehrere Vermögensstandbeine haben und auch mehrere Lagerorte. Dann bist du stabil aufgestellt, falls ein Standbein wegbrechen sollte. Parallel droht aber noch Gefahr für dein Vermögen (egal ob groß oder klein) durch Besteuerung und Inflation sowie in der Zwischenzeit durch Enteignung. Mehr denn je gilt es, sich monetär breit aufzustellen und mental vorzubereiten auf Ereignisse, die sich zuvor niemand hätte ausdenken können. Dies ist der Paradigmenwechsel, von dem ich spreche. Doch wie sieht die perfekte Vermögenssicherung aus? Die zeige ich im folgenden Abschnitt exklusiv für dich auf. Die perfekte Vermögenssicherung Punkt 1 bis 3 sind die Werte, die das größte Potenzial haben und die du besitzen musst! 1.) Bis zu 20 % in Bitcoin und Co. Bitcoin ist das Fundament, der Platzhirsch, und sollte auch für jeden Anleger der Einstieg in die Kryptowährungen sein. Wenn du dich unsicher fühlst oder Bedenken hast, dann kaufe nur Bitcoin, und das bitte immer schrittweise mit einer Summe, mit der du dich wohlfühlst egal, ob es 50 Euro sind oder 5.000 Euro. Da ein Bitcoin in 100 Millionen Teile gestückelt werden kann, kann man auch nur 0,003 Bitcoin erwerben. Wenn du dir zum Beispiel für 1.000 Euro Bitcoin kaufen möchtest, teilst du den Kauf in mehrere Tranchen, also in mehrere Investmentschritte auf. Da Bitcoin ein volatiler und neuer Vermögenswert ist und auch mal stark fallen kann, nimm fünf Tranchen a 200 Euro und investiere die erste Tranche a 200 Euro sofort, damit du dabei bist, falls der Kurs weiter steigt. Die anderen vier Tranchen a 200 Euro investiere dann aber schrittweise, und zwar immer dann, wenn der Kurs von Bitcoin nach unten korrigiert. So erhältst du im Endeffekt einen guten Durchschnittspreis. Empfehlenswert sind Börsen oder Marktplätze wie zum Beispiel die deutschen Anbieter bitcoin.de, Bitwala oder die US-Firma Kraken.com. Bedenke immer, dass du von diesen Zwischenhadndlern dann auch abhängig bist, das heißt, diese Firmen verwahren fiir dich die Bitcoins. Du bist erst Eigentümer, wenn du den Bitcoin „abhebst“ und nur du Zugriff darauf hast („Not your keys, not your bitcoins!"). Das ist genauso mit dem Geld auf deinem Konto. Geld auf dem Konto steht im Besitz der Bank und nicht in deinem Besitz. Erst wenn du es abheben und ins SchlieRfach legst oder unter deine Matratze stopfst, ist es juristisch gesehen allein dir zuzuordnen und kann dir nicht mehr genommen werden. Um den Zugang zu Bitcoin zu erlangen, musst du dir eine Hardware-Wallet kaufen und die Schlüssel fiir deine Bitcoins darauf speichern. Wer sein Portfolio im Kryptobereich diversifizieren möchte, hat zwar die Auswahl aus über 10.000 verschiedenen Kryptowdhrungen, doch nach tiefgreifender Analyse kann man lediglich eine Handvoll tatsächlich als Investment ansehen. Viele sind hochspekulativ. Es stellt sich stets die Frage nach dem „Use Case“, also dem Mehrwert, den der jeweilige „Coin“ tatsächlich liefert. Und da versagen 99,9 % der Kryptowährungen. Die meisten sind zentrale Coins, die dafür geschaffen wurden, die Entwickler reich zu machen. Kryptowährungen mit Potenzial und einer Eignung als spekulative Beimischung sind Ethereum, Cardano, Litecoin, Monero, Aave, Chainlink, Polkadot, Uniswap und Avalanche. Das Fundament deines Kryptoinvestments sollte aber Bitcoin sein (90 %). Achte auch darauf, den richtigen Bitcoin zu kaufen. Es gibt viele Varianten, die sich vom echten Bitcoin abgespalten haben. Sie nennen sich etwa Bitcoin Cash, Bitcoin Gold, Bitcoin Diamond und so weiter. Auch wenn dir der Preis für einen Bitcoin momentan hoch vorkommt, keine Sorge, du kannst auch nur ein 100- Millionstel Bitcoin erwerben, das ist ein Satoshi und kostet wenige Cent. Ein jeder kann also tatsächlich in dieses demokratische, dezentrale und revolutionäre neue Geld investieren. Die Ausrede, dass der Preis zu hoch wäre, gilt nicht mehr. Lies hierzu auch das Kapitel Bitcoin. Eine Anleitung, wo du sicher Bitcoin kaufen kannst und wie du Bitcoins richtig lagerst, findest du kostenlos auf meiner Webseite www.friedrich-partner.de. 2.) Bis zu 30 % in Edelmetalle (Gold, Silber und Platin) Für den konservativen Anleger: + Gold: 60 bis 80 % « Silber: 15 bis 35 % « Platin: bis zu 5 % Für den etwas mutigeren Anleger: « Gold: 15 bis 30 % « Silber: 50 bis 75 % « Platin: bis zu 15 % Gold ist noch von der Mehrwertsteuer befreit und es eignen sich sowohl Anlagemiinzen als auch Barren. Miinzen haben den Vorteil, dass sie auch zumeist eine offizielle Wahrung darstellen, daher wiirde ich sie bevorzugen. Bei Silber fallen 19 % Mehrwertsteuer an. Aus dem Grund bietet sich ein Zollfreilager fiir Silber, Platin und Palladium in der Schweiz an. Hier fallen namlich bei Kauf und Verkauf keine Mehrwertsteuer an. Empfehlenswert ist zum Beispiel https://www.goldsilbershop.de/wertelager-mf.html Barren: Empfehlenswert sind Gold- und Silberbarren von Degussa, Valcambi, Umicore, Haeffner, Heareus sowie von Schweizer Banken. Miinzen: Ratsam sind folgende Gold- und Silbermiinzen: der weltbekannte Kriigerrand, das australische Kanguru oder Nugget, der kanadische Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker, der britische Souvereign sowie das Schweizer Vreneli (nur Gold). Bei Silber wiirde ich mich auf die kanadische Maple Leaf konzentrieren, da diese Münze seit 2018 mit einem speziellen Herstellungsverfahren namens „Mintshield“ produziert wird, das die Oxidation des Silbers verhindert. Platin und Palladium sind ebenso als Barren und Münzen erwerbbar. In Sachen Mehrwertsteuer gilt hier das Gleiche wie bei Silber normal sind 19 % Mehrwertsteuer, bei Münzen gibt es jedoch auch die günstigere Differenzbesteuerung. Alternativ kannst du stattdessen physisch besicherte ETCs, also börsengehandelte Rohstoffe, kaufen, um die Mehrwertsteuer zu sparen. Wer ein größeres Vermögen besitzt, kann auch den Erwerb und eine Lagerung in einem sogenannten Zollfreilager in Betracht ziehen. Lass die Finger von Exoten und Sonderangeboten vor allem aus dem Internet. Es gibt bei Edelmetallen keine Schnäppchen! Meine Faustregel beim Investieren lautet: Wenn etwas zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es zumeist nicht wahr. Edelmetalle können in Deutschland noch im sogenannten Tafelgeschäft anonym erworben werden bis zu einer Höhe von 2.000 Euro pro Person. 3.) Bis zu 25 % in Aktien/ETFs und Fonds Hier sollte der Schwerpunkt auf Minen (Gold, Silber, Uran, Zinn, Nickel, Kupfer usw.), Rohstoffe (Wasser, Zucker, Kaffee, Sojabohnen, Holz usw.) und ausgewählte Branchen gelegt werden. Siehe hierzu die Kapitel „Rohstoffe“ und „Uran“. 4.) Bis zu 10 % in Diamanten Diamanten sind seit jeher von den Menschen begehrt und beliebte Wertspeicher. Der Diamant ist der härteste natürliche Stoff und verfügt über die höchste Wertdichte auf kleinstem Raum. 1 Karat (CT) sind gerade mal 0,2 Gramm. Ein solcher Stein in der höchsten Qualitdtsstufe nach dem von mir empfohlenen GIA-Standard (dem Standard des Gemological Institute of America) kostet circa 20.000 Euro. Diamanten sind nahezu unverwiistlich und portabel, sie sind seit jeher die ideale Fluchtwährung. Diamanten können ebenso wie Edelmetalle noch anonym im Tafelgeschift erworben werden mit einem Vor- und einem Nachteil. Der Vorteil: Bei Diamanten liegt die Barzahlungsgrenze bei 9.999,99 Euro im Gegensatz zu Edelmetallen, bei denen sie auf 2.000 Euro reduziert wurde. Der Nachteil ist die Mehrwertsteuer von 19 %, die beim Diamantenkauf anfällt. Deshalb ist es umso wichtiger, günstig einzukaufen, am besten bei einem Großhändler. Kaufe nur Steine mit GIA-Zertifikat. Dieses Institut ist der weltweit renommierte Diamanten-TUV. Jeder einzelne Stein wird mit einem Zertifikat und einer eigenen Seriennummer versehen, die sogar in den Stein eingelasert ist. Achte auf die vier Cs: Carat (Gewicht): Sinnvoll sind Steine ab 1,01 Karat. « Color (Farbe): Empfehlenswert sind die Farben D (Champions League, farblos) bis H (fast farblos). e Cut (Schliff): Nur „excellent“ ist empfehlenswert. e Clarity (Reinheit): Akzeptiere nur lupenreine Steine (IF = internally flawless oder FL = flawless). Zudem sollten die Steine keine Fluoreszenz aufweisen, also bei UV-Bestrahlung kein Licht emittieren (auf dem Zertifikat sollte bei Fluoreszenz „None“ stehen). Und sowohl die Politur als auch die Symmetrie sollten ebenfalls „excellent“ sein. Mit diesen Attributen erwirbst du einen hochkarätigen, erstklassigen Qualitätsstein, der jederzeit wieder veräußerbar ist. Tafelgeschäft Edelmetalle, aber auch Edelsteine können in physischer Form noch im Tafelgeschäft anonym via Barzahlung erworben werden. Das heißt, als Käufer musst du keinen Ausweis vorzeigen und dich auch nicht registrieren lassen. Diese Möglichkeit wurde in den letzten Jahren immer weiter eingeschränkt. Bis 2017 waren es 15.000 Euro, seit 2019 dann 10.000 Euro und seit dem 1. Januar 2020 nur noch 2.000 Euro, bis zu denen ein Edelmetallkauf in bar bezahlt werden darf (bei Edelsteinen gilt die Barzahlungsgrenze von 9.999,99 Euro). Ich gehe davon aus, dass auch dieses Fenster irgendwann komplett geschlossen und das Tafelgeschäft abgeschafft wird. Aus diesem Grund solltest du dieses Zeitfenster noch nutzen, um dein Geld legal und anonym aus dem Banken- und Geldkreislauf zu ziehen und somit dein Vermögen in die Anonymität zu überführen, um es für die Politik unsichtbar zu machen. 5.) Bis zu 5 % in Land (Wald, Wiese, Ackerland) 6.) Bis zu 5 % in Exoten (Whisky, Kunst, Oldtimer, Uhren) 7.) Bis zu 10 % in Cash zum Nachkauf und für den deflationären Schock 8.) Bis zu 30 % in eine schuldenfreie Immobilie Große Wertsteigerungen sehe ich nicht mehr bei den Immobilien. Gegenüber den anderen von mir empfohlenen Werten wird die Immobilie eher ins Hintertreffen geraten. Falls die Immobilie mit einem Kredit finanziert wurde und jetzt abbezahlt ist, solltest du die Grundschuld löschen lassen, mit der die Bank noch als Gläubiger im Grundbuch steht. Erst dann ist die Immobilie tatsächlich in deiner Hand und in deinem Eigentum und es ist ausgeschlossen, dass die Bank später noch Ansprüche geltend macht. Zudem solltest du im Hinterkopf behalten, dass Immobilien immer gern zuerst besteuert werden, wenn der Staat neue Finanzierungsquellen sucht. Du könntest die Immobilie nicht mit ins Ausland nehmen, nicht vergraben oder verstecken. Die Eigentumsverhältnisse bei Immobilien sind perfekt dokumentiert. Damit sind Immobilien ein Einfallstor für neue Steuern, eine einmalige Vermögensabgabe oder noch schlimmer eine jährliche Vermögenssteuer. Das heißt, hier brauchst du auf jeden Fall Gegenpositionen, um die betreffenden Steuern dann im Notfall zahlen zu können. Oder wäre ein Leben in Miete für dich eine Alternative? Fremdwährungen und Staatsanleihen habe ich im Gegensatz zum letzten Buch von der Liste gestrichen und den Anteil für diese Assets auf null gesetzt. Papiergeld, egal in welcher Währung, wird durch schlichtes Gelddrucken immer weiter entwertet. Der berühmte Hedgefonds-Manager Ray Dalio stellte völlig richtig fest: „Cash is Trash!“ („Geld ist Müll!“) Bei den Staatsanleihen, der Mutter aller Blasen, befinden wir uns meiner Ansicht nach kurz vor einem historischen Wendepunkt. Diese größte aller Blasen wird in Kürze platzen. Das Zeitalter der durch die Natur oder durch die Mathematik limitierten Sachwerte hat begonnen und wir stehen vor einer goldenen Dekade, den goldenen Zwanzigerjahren. Fazit und Empfehlung/Rat Ich gehe davon aus, dass die von mir empfohlenen Anlagen (Bitcoin, Minen, Uran, Rohstoffe, Gold, Silber, Platin) in den nächsten Jahren überproportional stark an Wert steigen, ein sicherer Hafen für dein Vermögen sind und deine Kaufkraft erhalten werden. Wer sich hier jetzt richtig positioniert, wird nicht nur Vermögen für sich und sein Leben, sondern voraussichtlich auch Vermögen für künftige Generationen erhalten und erschaffen. Aus diesem Grund habe ich Deutschlands ersten physisch hinterlegten Sachwertefonds mit initiiert, der in physisches Gold, Silber, Minenaktien und Bitcoin investiert: den SOLIT Wertefonds (WKN A2AQ95). Zum Autor: = A Marc Friedrich ist sechsfacher Bestsellerautor, Finanzexperte, gefragter Redner, Vordenker, Freigeist und Gründer der Honorarberatung Friedrich Vermégenssicherung GmbH fiir Privatpersonen und Unternehmen. Sein letzter Bestseller ist das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2021: Die größte Chance aller Zeiten Was wir jetzt aus der Krise lernen müssen und wie Sie vom größten Vermogenstransfer der Menschheit profitieren Mehr Informationen unter https://friedrich-partner.de sowie bei YouTube: https://www.youtube.com/ MarcFriedrich7, Twitter und Instagram: @marcfriedrich7 14. Stärke deinen Körper - körperliche Resilienz In Zeiten der Not kommt man oft an seine Grenzen, sowohl mental als auch physisch. Um diese Grenzen bestmöglich nach oben zu verschieben, gilt es, sich vorzubereiten. Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, um eine Vorbereitung bestmöglich zu gestalten. Nachfolgend möchte ich auf ein paar davon eingehen. 14.1 Wanderungen und Märsche Um eine grundlegende körperliche Tauglichkeit auszubauen und zu erhalten, sind Wanderungen und Märsche eine Möglichkeit, deinen Körper zu trainieren und dem Geist Raum zur Entfaltung zu geben. Natürlich sollte jede Art von Training in kleinen Schritten erfolgen. Am besten eignen sich anfangs einfache Pfade. Kurze Fünf- Kilometer-Märsche, mit etwas Proviant, um das Ende zu zelebrieren, sind ein idealer Einstieg. Hierbei solltest du darauf achten, eine angepasste Ausrüstung zu verwenden. Du solltest genau das tragen und nutzen, was du am meisten nutzt und was der Situation angepasst ist. Eine Steigerung in Form einer Variation der Höhenmeter wäre eine erste Form der Trainingsanpassung. Fortführend bestünde ein Ausbau der Leistungsfähigkeit in der Anpassung der Strecke und später der Höhe. Nachdem du alle variablen Parameter durchgespielt hast, kannst du dich daran machen, die Zeit für eine bestimmte Strecke zu verbessern und die Menge an zu tragender Ausrüstung und somit das Gewicht zu steigern und dich dadurch mental und körperlich stetig weiterzuentwickeln. Diese Form der körperlichen Ertüchtigung lässt sich problemlos in den Alltag integrieren und passt sich stets an persönliche, räumliche und zeitliche Parameter an. 14.2 Cardio Eine gewisse Grundlagenausdauer ist von essenzieller Bedeutung für die Leistungsfähigkeit und das Durchhaltevermögen. Diese kannst du über viele Methoden trainieren. Am besten in den Alltag integrieren lassen sich Fahrradfahren, Schwimmen oder Laufen. Fahrradfahren kann täglich integriert werden, anfängliche kurze Strecken können schrittweise verlängert werden, um final in eine Fahrradwanderung mit Variablen überzugehen. Beim Schwimmen ist die Ausdauermaximierung und Maximierung der Lungenkapazität ebenfalls gegeben und kann ganzjährig sowohl indoor als auch outdoor praktiziert werden. Hierbei ist eine korrekte Ausführung der Technik wichtig, um Komorbiditäten zu verhindern. Das wohl gängigste und am häufigsten genutzte Mittel zur Steigerung der Ausdauer ist das klassische Laufen. Welche Trainingsmethoden sind für den Resilienzaufbau sinnvoll? Es gibt zwei Trainingsmethoden, um die Grundlagenausdauer zu verbessern: Dauermethode und Intervallmethode. Zu vermeiden sind (allzu) intensive Belastungen. Es sollte weitgehend im aeroben Bereich trainiert werden, die Pulsfrequenz sollte also ungefähr im Bereich von 140 bis 170 Schlägen liegen. 14.3 Die Dauermethode Es handelt sich um eine kontinuierliche Belastung über längere Zeit bei gleichbleibender oder wechselnder Intensität. Sinnvoll in Bezug auf die Entwicklung der Grundlagenausdauer sind die extensive und die variable Dauermethode. Diese können in allen klassischen Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen, Radfahren, Inlineskating etc. angewendet werden. Extensive Dauermethode Gleichmäßige, lockere bis mittlere Intensität über eine Zeitdauer von 20 Minuten bis mehrere Stunden je nach Sportart. Der Dauerlauf ist das klassische Beispiel der Dauermethode. Variable Dauermethode Lockere bis mittlere Intensität über eine Zeitdauer von 20 Minuten bis mehrere Stunden je nach Sportart. Die Belastungsintensität wird planmäßig oder frei variiert. Die extensive Intervallmethode Charakteristisch für die extensive Intervallmethode sind neben dem wiederholten, planmäßigen Wechsel zwischen Belastung und Erholung ein hoher Umfang und eine lockere bis mittlere Intensität. Die Erholung besteht jeweils aus einer lohnenden Pause, das heißt nach der Belastung wird nicht bis zur vollständigen Erholung gewartet. Das Spektrum reicht von einer hohen Zahl kurzer Belastungen mit kurzen Pausen (je ca. eine Minute) bis zu mehrminütigen Belastungen mit Pausen von zwei bis drei Minuten. Als Faustregel für die Pausenlänge gilt das Erreichen einer Pulsfrequenz von etwa 120 Schlägen. Die Pausen werden aktiv (gehen, locker traben etc.) gestaltet. 14.4 Parameter für den Ausbau der Resilienz Wichtige Parameter für einen Ausbau der Resilienz sind deine eigenen Grenzen und das Wissen darüber, diese zu überwinden. Der Körper wird durch den Geist angetrieben und kann über eine Vielzahl an Möglichkeiten zu Höchstleistungen und darüber hinausgetrieben werden. Aufgrund dieser Tatsache ist es wichtig, über die Psyche und deren Möglichkeiten zu reden. Eine wichtige Tatsache ist, dass man dem Körper über positive Formulierungen, sogenannte „Placebos“, Signale sendet, aufgrund derer der Körper mit einem höheren und positiveren Outcome reagiert. Betrachtet man nun die negative Seite der Medaille, die sogenannten „Nocebos“, wird einem klar, dass man über schlechte, negierende Kommunikation, sei es mit sich selbst oder in der Gruppe, enorme Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft erzielen kann. Wir alle kennen den Placeboeffekt, dieser ist schon lange in aller Munde. Wenn Worte positiv wirken können, können sie auch negativ wirken? JA! An einem kleinen Beispiel möchte ich dir erklären, wie man mit Kommunikation Stimmungen, Schmerzen, Ängste etc. schüren oder negieren kann: Herr M. aus H. (25 Jahre alt) kam eines Tages zu seinem Orthopäden, um seine Rückenschmerzen abzuklären. Nach einem kurzen Gespräch und minimaler Untersuchung ging es direkt zum Röntgen. Wieder beim Arzt wurde das Ergebnis begutachtet. « Arzt: Oh, das sieht aber nicht gut aus! + Herr M.: Was ist denn, ist es schlimm? e Arzt: Ihre Wirbelsäule gleicht der eines 60-Jdhrigen, Ihre Bandscheiben sind viel zu dünn und Sie haben Arthrose! « Herr M.: Das ist aber nicht gut, was können wir da machen? e Arzt: Wir können erst mal spritzen und dann gucken, wie es weitergeht, Sie sollten starke Belastungen und intensiven Sport meiden ... Wie wiirdest du dich fiihlen, wenn ein Arzt/Therapeut so kommuniziert? Es entsteht eine Abhängigkeit, eine passive Therapie wird forciert und die eigene Kompetenz wird hintangestellt. Als Betroffener ist man von der Leistungsfähigkeit seines Körpers nicht mehr überzeugt und gerät in eine Abwärtsspirale aus Ängsten, Schmerzen und auferlegten Einschränkungen. Wie hätte das Gespräch auch verlaufen können? « Arzt: Ihr Röntgenbild ist nicht auffälliger als bei anderen in Ihrem Alter, dieselben Befunde treten häufiger auf und sind so normal wie Falten im Gesicht, eventuell liegt ein anderes Problem zugrunde. + Herr M.: Welches Problem könnte das sein und wie kann ich dieses beheben? o Arzt: Es könnte ein muskuläres Problem sein, haben Sie in letzter Zeit neuen Sport gemacht oder sich anderweitig belastet? + Herr M.: Nein, dazu fehlte mir die Zeit. « Arzt: Okay, dann verschreibe ich Ihnen ein Rezept für Physiotherapie und dort müssen Sie aktiv an Ihren Beschwerden arbeiten, weiterhin wäre es ratsam, aktiv zu werden und Ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. « Herr M.: Okay, danke schön, dann werde ich an mir selbst und meinem Aktivitätsgrad arbeiten. Anhand dieses Beispiels erkennt man, welche Kraft Kommunikation hat und von welchem immensen Wert unser Wille ist. Wie nutzen wir dieses Wissen für uns in Stresssituationen aus? Extremsituationen oder auch nur zehrende Situationen belasten uns zunehmend psychisch und physisch. Dabei ist es sehr wichtig, die eigene Psyche einschätzen und nutzen zu können. Positive Gedanken hinsichtlich der Ziele, die man sich selbst setzt, sind wichtig. Eine reelle Einschätzung der eigenen Fähigkeiten ist dann meist nicht mehr möglich, man schaltet in den Alles-oder-Nichts Modus. Hier gibt es nur zwei Varianten: « Flucht (was in diesem Falle eher kontraproduktiv wäre, wir wollen ja unser Ziel erreichen) Angriff und (hier im Sinne von körperlichen Grenzen) angreifen Um die Situation so positiv wie möglich zu nutzen, bedarf es einer innerlichen Überzeugung zur Erfüllung des Ziels. Es bedarf Kameraden, die einen fordern und fördern. Nur so schafft man es, seine selbstgesetzten Grenzen zu überwinden. Um ein Ziel zu erreichen, gilt das Motto: „Facit Omnia Voluntas“, denn nur der Wille entscheidet über Sieg oder Niederlage. Um daran anzuknüpfen, ist es wichtig zu verstehen, wie Bewegung auf unseren Körper wirkt. Bewegung ist der Schlüssel zur körpereigenen Apotheke, denn neben den bekannten Effekten wie Beweglichkeitssteigerung, Kraftzuwachs und Ausdauersteigerung sorgen hemmende Hormone im Gehirn für eine Schmerzlinderung. Bewegungen schütten unter anderem folgende „Schmerzmittel“ aus: « Serotonin » Dopamin + Noradrenalin * Endogene Opioide Diese Stoffe werden durch die Hypophyse und den Hypothalamus ausgeschüttet und schwächen Gefahrensignale des Körpers ab. Bewegung bietet außerdem folgende Vorteile: « rezeptfrei « ohne Zuzahlung * IMMER verfügbar, auch an Sonn- und Feiertagen « im Grunde braucht man nichts außer den eigenen Körper Bewegung wirkt über eine absteigende Hemmung und blockiert somit den Schmerz. Außerdem lenkt Bewegung über den Herzschlag und die Konzentration vom Schmerz ab. Um mit Bewegung und Training zu starten, braucht es nichts weiter als den Willen und etwas Platz, um sich zu bewegen. Damit der innere Schweinehund etwas gezähmt wird, gebe ich dir nachfolgend ein paar Pläne zur individuellen Gestaltung deines Trainings. Meine Empfehlung wäre, zwei- bis dreimal pro Woche einen Trainingsplan durchzuführen. 14.5 Beispielplan 1 DET Goch Ah Lo ot Operator Fit 1. Stand breite Beine, Knie gebeugt, Kniehebelauf dreimal 30 Sekunden 2. Stand breite Beine, Knie gebeugt, Arme nach vorn, Rotation nach rechts und links dreimal 20 je Seite, gern mit Gewicht in den Handen. Achtung: Beine und Becken nicht mitbewegen! 3. Stand extrem breite Beine, gebeugte Knie, Knie drehen nach außen und innen, Oberkörper so aufrecht wie möglich, dreimal 20 Wiederholungen 4. Stand Rücken an Wand, nach vorn laufen und Beine beugen (Rücken rutscht an Wand herunter), unten ca. 30 bis 60 Sekunden halten, drei bis vier Wiederholungen 5. Rückenlage, Beine gestreckt zur Decke, versuchen, mit den Händen die Füße zu berühren, dreimal 20 Wiederholungen inklusive Gewicht in Händen 6. Rückenlage, Beine gestreckt nach oben, Beine nach links und rechts sinken lassen, dreimal acht bis zehn je Seite. Achtung: langsame Ausführung und nicht den Boden berühren 7. Bauchlage, Beine gebeugt, gleichzeitig abheben, dreimal 15 Wiederholungen 8. Bauchlage, Beine gestreckt, Beine abheben und auseinander- und zusammenführen, dreimal 20 Wiederholungen 9. Bauchlage, Füße aufstellen, Knie abheben, Arme zum U formen und Oberkörper abheben, Oberkörper nach rechts und links bewegen, dreimal 10 je Seite, gern mit Gewicht 10. Bauchlage, Füße aufstellen, Knie abheben, Gewicht um Körper kreisen, zehn Kreise je Richtung 14.6 Schulterprogramm Allgemein: acht bis zwölf Wiederholungen, Gewicht bei 65 bis 80 %, drei bis vier Serien, 60 bis 90 Sekunden Pause zwischen den Serien, exzentrischer Fokus 3/0/1, zwei- bis viermal pro Woche, immer vier Übungen auswählen (bei jedem Training Übung wechseln) 1. Anziehen mit Gewicht, Ellenbogen oberhalb Schulter, Handinnenfläche zum Körper und 2. Körpernahe Bewegung (upright rows) 3. Gekippte reverse Butterfly 4. Seitwärts liegen, oben liegender Arm angewinkelt, vor Körper ablegen, Außenrotation 5. Sitz am Tisch, Gewicht in die Hand, Arm 90° im Schultergelenk, Gewicht nach vorn schieben und zurückziehen (alles mit gestrecktem Arm; Fokus Schulterblatt) 6. Shrugs 7. Seitheben gleichzeitig beide Seiten 8. Bauchlage, Arme vor- und zurückschieben 9. Negatives Bankdrücken 14.7 Trainingsplan Beine 1. Etwas mehr als hüftbreit stehen, Knie beugen, Oberkörper nach rechts und links rotieren 2. Ausgangsstellung wie 1., Fersen heben und senken, Kniebeugung wird beibehalten 3. Ausfallschritt, Oberkörper nach rechts und links rotieren 4. Rückwärtiger Ausfallschritt, Oberkörper nach rechts und links rotieren 5. Langsitz, maximale Oberkörperaufrichtung, mit Händen abstützen, Bein gestreckt abheben und auf- und abbewegen, dreimal 20 je Seite, danach seitwärts hin- und herbewegen, dreimal 20 je Seite 6. Rückenlage, Bein auf Stuhl/Erhöhung, einbeiniges Bridging, Gesäß maximal senken und maximal heben, nicht aktives Bein gestreckt auf Höhe des anderen Knies halten 14.8 Trainingsplan Rücken 1. Jefferson Curls dreimal zehn Wiederholungen, breitbeinig stehen, Oberkörper aufrecht, Arme nach oben, Oberkörper nach rechts-links drehen, dreimal acht je Seite 2. Breitbeinig stehen, Oberkörper abkippen, Arme Richtung Boden, Oberkörper rechts-links hochdrehen, dreimal fünf je Seite 3. Rückenlage, Beine anstellen, Hüfte abheben, Arme hoch, Beine im Wechsel strecken, dreimal 15 4. Rückenlage, Beine anstellen, Hand auf gegenüberliegendes Knie legen, Oberkörper abheben (Seitenwechsel), dreimal zehn 5. Wie 4. Becken nach rechts-links schieben, dreimal zehn 6. Bauchlage, Beine anstellen, im Wechsel abheben, dreimal dreizehn 7. Wie 7. beide Beine abheben, dreimal sechs 8. Vorgebeugtes Rudern, dreimal zehn Dazu gern stets Kreuzheben. Hier dann leicht anfangen und Gewicht mit verbesserter Technik steigern. Jede freie Kraftübung schult die Muskulatur des Rumpfes und generiert Belastbarkeit. Diese Trainingspläne sind für deine grundlegende Fitness geeignet und du benötigst dafür nahezu keine Geräte und nur wenig Platz. Zu beachten ist, dass du in deinem Tempo beginnst und dich langsam steigerst. Für einen steten Ausbau der Leistungsfähigkeit ist eine konsequente und geplante Belastung vonnöten. Um dir zu helfen, mit Erscheinungen der Überbelastung etc. umzugehen und diese richtig einzuschätzen, beleuchte ich nachfolgend für dich das Thema Rückenschmerzen und Wundheilung etwas näher. Einige haben oder hatten schon Probleme mit der Wirbelsäule, ob nun Bandscheibenprobleme, Gleitwirbel etc. Viele steigen deswegen um und versuchen, bei der Ausrüstung Gewicht zu sparen. Ist das verhältnismäßig, bringt es einen Mehrwert oder ist es ein psychologischer Faktor? Eine geringere Last hat grundsätzlich eine geringere muskuläre Aktivität zur Folge. Dadurch werden Druck und Zugkomponenten auf diverse Strukturen minimiert. Ist dies hilfreich? Ja, zu Beginn verbessert es die Beschwerden, doch im Laufe der Zeit bauen sich Muskulatur und Bindegewebe um und passen sich an die neue, leichtere Situation an. Die Folge: Abschwächung der wichtigen Strukturen für eine gute Stabilität und daraus resultierende erneute Beschwerdewelle und der Fall in eine Abwärtsspirale. Was wäre der richtige Weg? Der richtige Weg wäre, dem Problem auf den Grund zu gehen und daran zu arbeiten. Hier ist Selbstdisziplin gefragt. Nur durch richtiges (bitte anleiten lassen) Training und den richtigen zeitlichen Aufbau kannst du eine Situation erschaffen, um Stress und Belastung etwas entgegenzusetzen. Du baust die Muskulatur auf, Bindegewebe, Bandscheiben etc. passen sich an und werden „resistenter“ gegenüber Faktoren, welche zuvor zu Schmerzen führten. Es dauert länger und ist anstrengender, als einfach das Gewicht zu ändern und somit die Last und Belastung herabzusetzen, aber es ist ein dauerhafter Umbau und mit einem neuen Körpergefühl verbunden. Man fühlt sich dadurch befähigt, wieder mehr Lebensqualität zu genießen. Das Ziel ist also mittelfristig und langfristig, die Belastbarkeit zu erhöhen und die Variabilität des Körpers zu stärken. Hier nun noch zehn Fakten über Rückenschmerzen, die du so vielleicht nicht kanntest: 1. Rückenschmerzen sind weitverbreitet. Weltweit leiden, unabhängig vom Alter, mehr als 84 % der Menschen innerhalb ihres Lebens an Rückenschmerzen. Diese gehen meist ohne Therapie von allein weg. 2. Bildgebende Befunde sind nur selten hilfreich. Die meisten Befunde lassen sich auch bei Menschen ohne Beschwerden finden. 3. Der Rücken ist geschaffen für vielseitige Bewegungen und Anpassung an verschiedene Aktivitäten. 4. Rückenschmerzen sind auch ohne Verletzungen oder Verschleiß möglich. Vielmehr spielt eine Summation von vielen Faktoren eine Rolle. 5. Rückenschmerzen sollte nicht mit Reduktion von Bewegungen oder vorschnellen OPs entgegengetreten werden. 6. Das Mittel der Wahl bei Rückenschmerzen ist Bewegungen. Sie schadet nicht. 7. Starke Medikamente haben keinen starken Vorteil. Falls eine Einnahme unumgänglich ist, sollte mit einfachen, schwach dosierten Medikamenten begonnen werden. 8. Mit Leid und Schmerz lässt sich auf dem Markt gutes Geld verdienen, also Vorsicht mit Trends und angepriesenen Produkten. Diese sind meist nicht wissenschaftlich belegt (Matten etc.). 9. Rückenschmerzen können gut behandelt werden. Eine auf dich abgestimmte aktive Therapie kann helfen. 14.9 Wundheilungsphasen Hier jetzt noch mal, wie versprochen, ein kleiner Exkurs in die medizinische Richtung, speziell zum Thema Wundheilung. Wundheilungsphasen: « Latenzphase (Ruhephase, Gerinnungsphase): ab dem Zeitpunkt der Verletzung bis wenige Tage danach * Exsudationsphase (Reinigungsphase): Bildung von Wundsekret zur Reinigung der Wunde, wenige Tage nach der Verletzung bis zum vierten Tag danach * Granulationsphase (Proliferationsphase): Neubildung von Bindegewebe ab dem ca. vierten Tag bis zum zwölften Tag » Regenerationsphase (Reparationsphase): Verstärkte Bildung von kollagenen Fasern durch Granulation, ab dem ca. dreizehnten Tag bis zu mehreren Wochen » Maturationsphase (Reifungsphase): Verstärkung des Vernetzungsprozesses der kollagenen Faserstrukturen (Neubildung) bis zu 20 Monate Trew [www 7 rtuskelfaseriss Grad 128 TT [riskelfasenissörad2 usm] EE TT Grad3 PR 7 | Bänderriss Grad2 Juve | [Bänderriss Grad3_| 3sbis368 | | | TS CTS 15. Ausrüstung und Tools: Was solltest du unbedingt haben und was ist eher nice to have? af fice Aw] nd hy ok a ra of op ria 01 2 : ia Ausrüstung Nun bist du fit und dein Mindset strotzt nur so vor Entschlossenheit und Willensstärke, nun fangen wir an mit dem letzten Part deiner persönlichen Vorbereitung für die Krise, der Ausrüstung. Die YouTube-„Experten“ der Outdoor- und Survivalszene fangen meist hier an, da sie denken, man kann sich Fähigkeiten und Einstellungen einfach kaufen. Nach dem Motto: Ich kaufe eine Kommandohose von Marke XY und bin nun auch ein Kommandosoldat. Dass dies mit der Realität nichts zu tun hat, sollte jedem bewusst sein. Ich gebe dir hier angepasst an das Spezialkräfte-Bekleidungsschema einen gewissen Fahrplan, den du abarbeiten kannst —- ein Schema, das je nach Situation auf- und abgebaut werden kann, je nach Eskalationsstufe. Dieses Schema passe ich natürlich so an, dass es rein für dich als Schutz und passend zur Überlebenssituation geeignet ist. Angriffstypische Besonderheiten und paramilitärische Raffinessen lasse ich hier gezielt aus. Wir bauen dich und deine Gruppe, Familie und Freunde wie eine Zwiebel auf. Von innen nach außen, vom Überlebenswichtigen zum reinen Luxus. 1. First Line: Die First Line umfasst deine persönliche Grundausstattung, die du immer trägst. Egal, ob im Schlafsack, beim Erkunden oder wenn du „nur mal schnell“ duschen oder einkaufen gehen möchtest. Dieses Material und die Kleidung sind deine zweite Haut, deine Lebensversicherung, wenn alles andere daneben geht. Du sollst nur überleben, nicht im Luxus schwelgen. Dazu gehören unter anderem deine „Uniform“ bzw. Outdoor-Bekleidung, deine robusten Stiefel, eine Kopfbedeckung, ein ordentlicher Gürtel und weitere nützliche Dinge, die dich mindestens 24 Stunden lang am Leben halten. 2. Second Line: Die Second Line ist die erweiterte Schutzausstattung und dein kleiner Fluchtrucksack. Hierzu gehört beispielsweise eine Schutzweste, erweiterte Erste-Hilfe-Kits und viele andere Dinge, die dich im Alltag, sei es auf der Flucht, im Kampf oder bei Besorgungen begleiten. 3. Third Line: Die Third Line ist die zusätzliche Schutzausstattung, die bei besonders gefährlichen Einsätzen getragen wird oder wenn du weite Distanzen mit deinem großen „Hinkelstein“ (Rucksack 80+ Liter) zurücklegen musst. Gasmaske, ABC-Schutzanzug, Tarnnetze und weiteres Equipment, das du brauchst, um im Feld zu überleben, egal ob nun urban oder in der Wildnis. Je nach Gebiet und Gefahrenpotenzial kannst du auch noch weitere Schutz- oder Bekleidungsstufen definieren, die dann zusätzliche Bekleidungsstücke und Ausrüstung umfassen. Wie immer gibt es keine Musterlösungen, da jeder Mensch mit seinem Umfeld (Natur und Menschen) angepasst interagieren muss. Jedoch gibt es Dinge, die du immer brauchst, egal, wo du wohnst und wie deine persönliche Situation aussieht. Diese werden wir jetzt nach und nach abhandeln. 15.1 First Line LH I DES eh 2 N ae IE, a Ep [=] I a - =" Ausriistungsstruktur Hier gehen wir jetzt alles durch, was du permanent tragen wirst. Wer hier billig (schlechte Qualität) kauft, zahlt nicht nur zweimal, wie man so schön sagt, sondern riskiert auch seine Gesundheit und womöglich sein Leben. In der Krise kann man nicht stoppen, nicht einkaufen oder wechseln (wenn man nicht vorgesorgt hat). Was alles enthalten sein sollte: « Socken « Unterwäsche (Shorts und Shirt) + Mütze + Buff/Schlauchschal « Schuhe « Handschuhe e IFAK (Individual First Aid Kit) * Kompass + Multitool + Gürtel * Robuste Hose * Robustes Hemd « Stirnlampe * Energieriegel Schutzbrille + Ersatzbrille für Brillenträger Socken Trekking- oder Outdoor-Socken sind spezielle Socken, die für das Wandern, Trekking oder andere Outdoor- Aktivitäten entwickelt wurden und vielleicht von denen abweichen, die du normalerweise auf der Arbeit oder in der Freizeit trägst. Sie unterscheiden sich durch ihre Materialien, Konstruktion und Eigenschaften, die speziell auf die Anforderungen dieser Aktivitäten und damit deiner Krise abgestimmt sind. Die besonderen Merkmale dieser Socken sind eine gute Passform, Dämpfung und Unterstützung, Feuchtigkeitsmanagement, Atmungsaktivität sowie Haltbarkeit. Diese Eigenschaften sind wichtig, um den Füßen Komfort und Schutz während deiner längeren Flucht- oder Versteckphase zu bieten. Trekking- und Outdoor-Socken sind in der Regel aus hochwertigen Materialien wie Merinowolle, synthetischen Fasern wie Polyester oder Nylon oder einer Mischung aus beiden hergestellt. Merinowolle hat natürliche antibakterielle Eigenschaften, ist geruchsresistent, weich und kratzfrei. Synthetische Fasern bieten Feuchtigkeitsmanagement und Haltbarkeit. Eine Kombination aus beiden Materialien bietet oft eine gute Balance zwischen den Vorteilen von Merinowolle und Synthetik. Trekking- und Outdoor-Socken sind auch speziell konstruiert, um den Anforderungen des Wanderns gerecht zu werden. Sie haben oft gepolsterte Sohlen, um die Belastung der Füße beim Wandern zu reduzieren, und sind an den Fersen, Zehen und Ballen verstärkt, um die Haltbarkeit zu verbessern und Blasenbildung zu verhindern. Einige Trekking-Socken haben auch Kompressionsbereiche, um die Durchblutung zu verbessern und die Müdigkeit der Beine zu reduzieren. Jedoch Vorsicht vor reinen Kompressionssocken! Diese sind nicht für tage- oder gar wochenlanges Tragen konzipiert. Mangelnde Durchblutung, Taubheitsgefühle und fehlende Durchblutung bei Abschnürung kann schwerwiegende Folgen haben. Trekking- und Outdoor-Socken schützen auch vor verschiedenen Witterungsbedingungen und Umweltbedingungen. Zum Beispiel bieten wasserdichte Socken Schutz vor Nässe und Feuchtigkeit, während isolierte Socken Schutz vor Kälte bieten können. Andere Socken haben antimikrobielle Eigenschaften, um Bakterienwachstum und Geruchsbildung zu reduzieren. Welche Marke und genaues Produkt für dich am besten sind, musst du herausfinden. Es gibt genügend gute Hersteller, die sich hierauf spezialisiert haben. Unterwäsche DA Unterwäsche Die Unterwäsche ist ein besonders wichtiger Bestandteil deiner First Line. Sie muss den hohen Anforderungen der Aktivitäten und Entbehrungen sowie der permanenten Beanspruchung im Freien gerecht werden und dich vor den Elementen schützen. Wer hier die falsche Wahl trifft, hat bald andere Probleme als einen wütenden Mob von Plünderern oder Hungergefühl. Entzündungen im Schrittbereich durch falsche Unterwäsche versauen dir buchstäblich den Tag und machen dich langsam und anfällig für weitere Erkrankungen. Eine der wichtigsten Eigenschaften deiner Unterwäsche ist ihre Atmungsaktivität. Da sie direkt auf der Haut getragen wird, muss sie Feuchtigkeit und Schweiß schnell ableiten, um den Körper trocken und komfortabel zu halten. Dafür sind oft Materialien wie Merinowolle oder synthetische Fasern wie Polyester oder Nylon im Einsatz. Merinowolle hat den Vorteil, dass sie natürliche antibakterielle Eigenschaften aufweist und geruchsneutral ist, während synthetische Fasern in der Regel sehr strapazierfähig und langlebig sind. Der Geruch nach ein paar Tagen bei synthetischen Stoffen ist nicht zu unterschätzen, aber wegen Gestank ist noch keiner gestorben, wegen eines entzündeten „Wolfs“, den man sich gelaufen hat, wahrscheinlich eher. Deswegen sollte die Unterwäsche auch immer eine eng anliegende Passform besitzen, um Reibungen und Scheuerstellen zu vermeiden. Achte auch auf Nähte, diese sollten nicht im Schrittbereich entlanggehen. Es ist auch wichtig, dass die Kleidung und Ausrüstung locker und bequem sitzt und nicht zu eng anliegt. Auch zu enge Kleidung und Ausrüstung können Reibungen und Scheuerstellen an empfindlichen Stellen verursachen. Zusätzlich kann das Auftragen von speziellen Cremes oder Salben (Vaseline) helfen, Reibung zu reduzieren und die Haut zu schützen. Es gibt spezielle Anti-Reibungs-Produkte auf dem Markt, die genau dafür entwickelt wurden. Auch hier bitte erst ausgiebig testen, ehe man sich auf ein Produkt im Ernstfall verlässt. Regelmäßige Pausen beim Marschieren sind wichtig, wenn die Zeit und die Sicherheit es zulassen, um dem Körper und der Haut Zeit zum Erholen zu geben. In diesen Pausen solltest du darauf achten, dass die Haut trocken bleibt, und gegebenenfalls Kleidungsstücke wechseln, um Feuchtigkeit von der Haut zu entfernen. a = a aa Ss \W aE SS | * urn» => N UNDER armour & § co VE pt} : IB - Abbildung 14 Schließlich ist es wichtig, die richtige Technik beim Gehen und Marschieren zu verwenden. Eine gute Technik umfasst eine aufrechte Haltung, kurze und schnelle Schritte sowie das Tragen von gut sitzenden Schuhen mit ausreichender Dämpfung. Ein weiterer wichtiger Faktor bei Trekking- oder Outdoor-Unterwäsche ist ihre Fähigkeit, den Körper vor Kälte und Wärme zu schützen. Im Winter muss sie Wärme isolieren und den Körper vor Erfrierungen schützen, während sie im Sommer Schutz vor UV-Strahlung und Überhitzung bieten sollte. Hierfür sind oft spezielle Materialien im Einsatz, die eine hohe Isolationsfähigkeit und einen guten UV-Schutz aufweisen. Kopfbedeckung Ex: nn] Ha Kopfbedeckung Den Großteil der Korperwarme verliert der Mensch über den Kopf. Warme Glieder halten den Kérperkern warm und sichern das Uberleben. Du brauchst eine gescheite Miitze, die speziell fiir den Einsatz in der Natur entwickelt wurde und Schutz und Komfort fiir die unterschiedlichsten Wetterbedingungen bietet. Diese Mützen sind in der Regel aus strapazierfahigen Materialien gefertigt und bieten Schutz vor Sonne, Wind, Kälte und Feuchtigkeit. Eine der besonderen Eigenschaften deiner Miitze sollte sein, Feuchtigkeit schnell abzuleiten und den Kopf trocken zu halten. Dies ist wichtig, um Überhitzung zu vermeiden und den Körper im Sommer kiihl zu halten. Die meisten Trekking-Miitzen sind aus Materialien wie Nylon oder Polyester hergestellt, die schnell trocknen und Feuchtigkeit ableiten können. Eine weitere wichtige Funktion von Trekking-Miitzen ist der Schutz vor schädlichen UV-Strahlen der Sonne. Viele Outdoor-Mützen bieten UPF-Schutz, um die Haut vor Sonnenschäden zu schützen. Einige Trekking-Mützen haben auch einen langen Nackenschutz, der den Nacken und die Ohren schützt, die bei langen Wanderungen besonders der Sonne ausgesetzt sind. Bei extremer Kälte empfehle ich die Kombination mit einer Sturmhaube um Nase, Lippen und Halsbereich zu schützen. Ein Buff/ Schlauchschal wäre auch noch eine Option. Trekking-Mützen sind Abbildung 15 in der Regel auch sehr leicht und einfach zu transportieren. Viele Mützen sind faltbar oder zusammenrollbar und können in einer Tasche oder einem Rucksack verstaut werden, wenn sie nicht getragen werden. Einige Trekking-Mützen bieten auch zusätzliche Funktionen wie integrierte Ohrenklappen oder Belüftungsöffnungen, die den Luftstrom durch die Mütze erhöhen können. Diese Funktionen können je nach Klima und Aktivität variieren und sollten sorgfältig ausgewählt werden, um deinen Bedürfnissen gerecht zu werden. Handschuhe «0 Re Ezir am = es a [mB] = hes hl Handschuhe Egal, ob du am Arbeiten, am Klettern oder in einen Strallenkampf verwickelt bist, was du nicht brauchst, sind kaputte oder verletzte Hände. Deine Hände und der Körper allgemein sind deine Lebensversicherung in der Krise. Hier ein paar Tipps, worauf du achten solltest, wenn du dir Handschuhe fiir die Krise zulegst. a“, XU { A ~ AUS 17 Pa oe Ber NEO A > a oy ® Lk STE NS a 1 EE = "Re TFT Sana | SS Abbildung 16 Material Der Handschuh sollte aus einem haltbaren Material wie Nylon, Leder oder Gore-Tex hergestellt sein, das vor Rissen, Abrieb und Schnitten schützt. Passform: Der Handschuh sollte eine enge Passform besitzen, um einen guten Griff und Fingerfertigkeit zu gewährleisten. Er sollte jedoch auch nicht zu eng sein, um deine Durchblutung nicht zu stören. Eine zu lockere Passform kann dazu führen, dass der Handschuh verrutscht oder den Halt verliert, vor allem beim Schießen kann dies zu Störungen und fehlerhaften Treffern führen. Griffigkeit Der Handschuh muss über eine gute Griffigkeit verfügen, um ein Abrutschen von Gegenständen zu verhindern. Eine rutschfeste Oberfläche oder ein Profilmuster auf der Handfläche kann hier hilfreich sein. Flexibilität Der Handschuh sollte ausreichend flexibel sein, um eine gute Fingerfertigkeit zu gewährleisten und um auch bei starker Beanspruchung nicht zu reißen, um zum Beispiel Waffen oder andere Gegenstände effektiv handhaben zu können. Isolierung: In kälteren Umgebungen sollte der Handschuh über eine ausreichende Isolierung verfügen, um die Hände warmzuhalten. Kalte Finger sind genauso wie kalte Füße der Anfang vom Ende. Atmungsaktivität Der Handschuh sollte atmungsaktiv sein, um Feuchtigkeit von den Händen abzuleiten und ein Überhitzen zu verhindern. Schutz Der Handschuh sollte die Hände vor Schnitten, Stößen und anderen Verletzungen schützen. Knöchelschutz für Schläge oder zum Abwehren von Schlaggegenständen ist zu empfehlen. Allgemein gesagt, gibt es natürlich nicht den Allheilsbringer bei Handschuhen. Jeder Handschuh ist für ein gewisses Szenario hergestellt worden. Investiere also weise in mehrere Handschuhe für die Arbeit, für die Kälte und den Überlebenskampf. Jeder Handschuh hat seine Vor- und Nachteile. Am Mann bzw. an der Frau solltest du immer die haben, die kurzfristig am leichtesten als Allrounder dienen können. Outdoorhemd und Jacke [=] iE m] HE yk [=] 2a Oberteile Jetzt gehen wir langsam mehr von innen nach außen. Ein gutes Outdoorhemd und eine gute Jacke sind ein absolutes Muss für deine potenziellen Szenarien. Egal, ob taktische oder reine Outdooraktivitdten Die Produkte sollten aus robusten, langlebigen und witterungsbestdndigen Materialien hergestellt sein, die den Anforderungen des Geländes und der Aktivität unter widrigsten Bedingungen standhalten können. Einige Materialien, die für solche Outdoorhemden und Jacken häufig verwendet werden, sind Nylon, Polyester und Gore-Tex. Diese Materialien sind bekannt für ihre Haltbarkeit und ihre Fähigkeit, Feuchtigkeit abzuweisen und den Träger trocken und komfortabel zu halten. Dein Allround-Hemd und Jacke sollten über funktionale Taschen und Befestigungspunkte verfügen, die es dir ermöglichen, wichtige Ausrüstung, Tools und Werkzeuge griffbereit zu halten. Sie sollten darüber hinaus auch eine bequeme Passform haben, die dir volle Bewegungsfreiheit ermöglicht. Du bist jedoch nicht auf einem Camping-Trip, deswegen ist es wichtig, dass das Hemd und die Jacke auch eine gewisse Tarnung und Tarnfähigkeit bieten (nicht zu verwechseln mit Tarnmuster), die dich vor potenziellen Bedrohungen schützen. Optimalerweise ist das Material zudem noch flammhemmend und wasserabweisend, um dich vor Feuer und Wasser zu schützen. Je nachdem, was für Material du hast, verschmelzen vor allem die synthetischen bei Flammen mit deiner Haut kein schöner Anblick und ohne Fachkräfte schwer zu behandeln und zu lösen. + N oy A \ iY v % | hal | . | 1 | - Af J » 3 ) Wu m / | N ) Abbildung 17 Outdoor-Hose Eine gute Outdoor-Hose, die du teilweise über Wochen trägst, sollte einige wichtige Eigenschaften aufweisen, die sie funktional und robust machen. Für eine Krise sollte die Hose zusätzlich auch schnell trocknen können, um bei Bedarf schnell wieder einsatzbereit zu sein. Hier sind einige Merkmale, die meiner Meinung nach eine gute Outdoor-Hose auszeichnen Material: Die Hose sollte aus einem robusten und strapazierfähigen Material wie Ripstop-Nylon oder Polyestermischungen hergestellt sein, das gegen Abrieb, Risse und Verschleiß beständig ist. v 7 7 \ >a 7 a 2 7 7 i % \ Abbildung 18 Wetterschutz Eine gute Outdoor-Hose sollte wind- und wasserabweisend (nicht unbedingt wasserdicht) sein, um dich vor den Elementen zu schützen. Eine Beschichtung oder Membran kann hierbei helfen. Selbst Nachhelfen und Pflegen dieser Materialien sorgt für zusätzlichen Schutz und Haltbarkeit. Bewegungsfreiheit Eine Hose sollte eine gute Bewegungsfreiheit bieten, um schnelle und dynamische Bewegungen zu ermöglichen. Knien, liegen, über Hindernisse springen und durch den Schlamm robben sollten möglich sein, ohne dass du danach nackt dastehst. Ein elastischer Bund und flexibles Material können hierbei sehr hilfreich sein. Taschen Eine gute Outdoor-Hose sollte über ausreichend Taschen verfügen, um deine Ausrüstung (IFAK, Handschuhe etc.) und Tools/Messer aufzubewahren und zu transportieren. Hierbei ist es auch wichtig, dass die Taschen gut platziert und leicht zugänglich sind, egal, ob du stehst, liegst oder kniest. Verstärkte Knie- und Gesäßbereiche Um deine Knie beim Klettern etc. zu schonen, sollten die Knie- und Gesäßbereiche der Hose verstärkt sein. Dies kann auch verdeckt geschehen und sollte nicht offensichtlich sein. Farbwahl allgemein 1 | Fie A] Lg = | 1 =F = Hr, Ofen Farbwahl Deine äußerliche Bekleidung, egal, ob Hose, Hemd oder Jacke, sollte eine unauffällige Farbe haben, um im Gelände nicht aufzufallen und somit ein Ziel darzustellen. Erdtöne wie Beige, Grün, Grau oder Braun machen hier mehr Sinn. Schwarz fällt auch auf! Du musst in der Umgebung verschmelzen, jedoch nicht in Tarnuniform rumlaufen. Warum nicht? Uniformen mit Tarnmustern machen dich immer zum Ziel. 1. Weil dich alle Gegner oder Menschen mit bösen Absichten als Bedrohung wahrnehmen und bekämpfen wollen. Uniform steht für diese Klientel stellvertretend für: « Er ist bewaffnet. « Er ist kampffähig und hat Informationen, die wichtig sein könnten. e Er hat Lebensmittel und Funk. 2. Alle panischen und Hilfe suchenden Menschen sehen dich als Hoffnungsträger. Sie kleben dir an der Backe, ob du das willst oder nicht. Uniform steht für diese Klientel stellvertretend für: « Er weiß, was er tut. e Er hat Essen und Trinken. e Er beschützt mich und hilft mir. Gürtel el o - Ry" mu [| pr RT Gürtel Ein guter Einsatzgürtel ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausrüstung in Krisensituationen. Es gibt eine Vielzahl von Materialien und Eigenschaften, die bei der Auswahl des richtigen Gürtels berücksichtigt werden sollten. Ein wichtiger Faktor bei der Wahl des richtigen Materials ist die Robustheit. Der Gürtel sollte in der Lage sein, schwere Ausrüstung wie Waffen, Werkzeuge oder Vorräte zu tragen, ohne dass er reißt oder sich verbiegt. Materialien wie Nylon, Leder oder strapazierfähige synthetische Stoffe eignen sich gut für diesen Zweck. Sie sind nicht nur widerstandsfähig, sondern auch leicht und bequem zu tragen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Breite des Gürtels. Ein breiter Gürtel verteilt das Gewicht der Ausrüstung besser und bietet zusätzliche Unterstützung und Stabilität. Ein Gürtel mit einer Breite von etwa 3,5 bis 4,5 cm ist in der Regel ausreichend. (bitte vorher nachmessen bei den Hosen). Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Verstellbarkeit. Ein guter Outdoor- und Einsatzgürtel sollte in der Lage sein, an die Taille des Trägers angepasst zu werden, um eine bequeme und sichere Passform zu gewährleisten. Eine Schnalle, die leicht zu öffnen und zu schließen ist, ist ebenfalls von Vorteil, um den Gürtel schnell an- und ablegen zu können. Die Cobra-Schnallensysteme finde ich hierfür sehr gut geeignet. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist die Möglichkeit, Zubehör und Taschen an dem Gürtel zu befestigen. Eine Vielzahl von Taschen, Haltern und Schlaufen kann nützlich sein, um zusätzliche Ausrüstung und Vorräte griffbereit zu haben. Eine Kombination aus Molle-Schlaufen und D-Ringen kann eine gute Option sein, um das Befestigen von Zubehör und Taschen zu erleichtern. Eine besondere Empfehlung, die ich persönlich machen kann, ist ein Gürtelsystem, das aus zwei Gürteln besteht: einem weichen und zugleich leichten Unter- oder Innengürtel und einem robusten Ober- oder Außengürtel. Dieses System bietet eine Reihe von Vorteilen und Besonderheiten. Einer der wichtigsten Vorteile eines solchen Systems ist, dass es eine bessere Lastverteilung ermöglicht. Der Unter- oder Innengürtel trägt das Gewicht der Hose und der Unterbekleidung, während der robuste Ober- oder Außengürtel das Gewicht der Ausrüstung und anderer schwerer Gegenstände trägt. Dies verteilt das Gewicht gleichmäßig auf den Körper und verringert das Risiko von Verletzungen oder Ermüdung. Der robuste Außengürtel ist jederzeit schnell und einfach abgelegt, ohne dass man ständig seine Hose oder andere Kleidungsstücke ausziehen muss. Dies kann besonders nützlich sein, wenn schnelle Bewegungen oder schnelle Handlungen erforderlich sind, bei denen ein Gürtel im Weg sein könnte. Oder einfach nur beim Schlafen im Schlafsack, die Hose bleibt an, aber der Einsatzgürtel kann innen an den Rand gelegt werden, ohne dass man ihn lange suchen muss. Das Zwei-Gürtel-System bietet auch eine höhere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit als ein einzelner Gürtel. Der Träger kann den Unter- oder Innengürtel separat von dem robusten Ober- oder Außengürtel anpassen, um eine bessere Passform und Tragekomfort zu erreichen. Schließlich ist das Zwei-Gürtel-System aufgrund seines modularen Designs und seiner Vielseitigkeit ideal für den Einsatz in Krisensituationen und bei taktischen Anwendungen. Es ermöglicht eine schnelle Anpassung und Rekonfiguration der Ausrüstung und bietet eine hohe Strapazierfähigkeit und Leistungsfähigkeit in unterschiedlichen Einsatzszenarien. Multitool und Messer [m] 7m] Ela Tools Das Lieblingsthema vieler Outdoor- und Survivalbegeisterten. Ein gutes Outdoor-Multitool sowie ein Arbeitsmesser sind einfach unverzichtbare Werkzeuge fiir jedes Abenteuer und jede Krise, egal, ob im Urbanen oder in der Natur. Es gibt viele verschiedene Arten von Multitools und Messern auf dem Markt, aber es ist wichtig, dass das ausgewählte Werkzeug bestimmte Eigenschaften aufweist, um den Anforderungen der Krise gerecht zu werden. Zunächst einmal sollte ein gutes Outdoor-Multitool und Messer aus hochwertigen Materialien hergestellt sein, um Langlebigkeit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Gängige Materialien sind rostfreier Stahl, Titan und Kohlenstoffstahl. Jedes Material hat seine eigenen Vor- und Nachteile, aber im Allgemeinen sollten die Klingen und Werkzeuge aus Materialien bestehen, die korrosionsbeständig, leicht zu schärfen und robust sind. Ein weiteres wichtiges Merkmal eines guten Outdoor-Multitools und Messers ist seine Vielseitigkeit. Ein gutes Multitool sollte eine Vielzahl von Werkzeugen und Funktionen haben, wie zum Beispiel eine Säge, Zange, Schere, Schraubenzieher und Flaschenöffner. Diese Werkzeuge sollten einfach zugänglich und einfach zu verwenden sein, um schnell und effektiv reagieren zu können. Die Größe und das Gewicht sind ebenfalls wichtige Überlegungen bei der Auswahl eines Outdoor-Multitools und Messers. Es sollte klein und leicht genug sein, um bequem in einer Tasche oder am Gürtel getragen zu werden, aber groß genug, um eine angemessene Griffigkeit zu bieten und eine ausreichend lange Klinge zu haben. Wichtig ist beim Thema Messer, dass es in erster Linie zum Arbeiten und zweiter Linie als Selbstverteidigungsmittel genutzt werden sollte. Wir reden bei der First Line Ausstattung von einem minimalen Ansatz zum Überleben. Rambo-Messer oder Macheten, wenn du welche mitnehmen möchtest, gehören wenn überhaupt in die Second oder Third Line. Ein weiterer Faktor, den es zu berücksichtigen gilt, ist die Sicherheit bei der Verwendung des Werkzeugs. Das Werkzeug sollte eine zuverlässige Verriegelung haben, um versehentliches Schließen oder Öffnen zu verhindern. Die Klingen sollten eine scharfe Spitze und eine solide Basis haben, um ein Abrutschen oder Verrutschen zu verhindern. Schließlich ist es wichtig, dass das Werkzeug einfach zu reinigen und zu warten ist. Ein gutes Outdoor-Multitool und Messer sollten einfach zu zerlegen sein, um es gründlich zu reinigen und zu schmieren. Eine gute Pflege und Wartung des Werkzeugs wird seine Langlebigkeit und Zuverlässigkeit sicherstellen. Ob du dir nun ein Tool von Leatherman, Victorinox etc. holst oder bei den Messern von Böker, Extrema Ratio etc. liegt ganz bei dir. Finde deinen eigenen Weg. Es sollte jedoch nicht zu übertrieben sein und nicht über mehr Funktionen verfügen, als du eigentlich nicht brauchst, denn du musst alles mitschleppen ... Kleinvieh macht beim Thema Gewicht auch Mist. AN N 348 SL 3 Ba ATE NE N x VE SD Ss N EN Toe NIC n TY N N N N DAB SAN a, NG ya A > Wy xe LS a N NX & ® RN X N AN N A Ns ASS iS SEN Raa ds NN N / ES. NEN NK Abbildung 19 Stirnlampe a. DE PAD Sen mar al = WAR ok [=] pans Lampe Licht ist immer wichtig, nicht nur nachts kannst du es gebrauchen. Ob du durch dunkle Keller und eingestiirzte Wohnungen kriechen musst, als Signalgeber an deine Gruppe auf weitere Entfernung oder beim Navigieren in der Wildnis bei Nacht Licht, gutes Licht, das lange hält, ist enorm wichtig. Hier sind einige der besonderen Merkmale, Materialien und Eigenschaften, auf die du bei der Auswahl einer Stirnlampe achten solltest: 1. Helligkeit: Eine der wichtigsten Eigenschaften einer guten Stirnlampe ist die Helligkeit. Eine hochwertige Stirnlampe sollte mindestens 800 Lumen an Helligkeit bieten, um eine ausreichende Sicht zu gewährleisten. Alles darüber wäre eher zu empfehlen. 2. Leuchtdauer: Eine gute Stirnlampe sollte eine ausreichende Leuchtdauer bieten. Eine Batterielebensdauer von mindestens 20 Stunden ist empfehlenswert. 3. Batterieart: Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Batterieart. Lithium-lonen-Akkus sind empfehlenswert, da sie länger halten als herkömmliche. Stromversorgung deswegen immer im Hinterkopf haben, sowie immer mehrere Wechsel-Akkus mit dabeihaben. 4. Gewicht: Eine leichte Stirnlampe ist ideal für den Einsatz im Freien und kann auch bei längeren Aktivitäten bequem getragen werden. Ein Gewicht von unter 150 Gramm ist empfehlenswert. 5. Wasserdichte: Eine wasserdichte Stirnlampe ist wichtig, um auch bei Regen oder Schnee eine ausreichende Sicht zu gewährleisten. Eine IPX4-Zertifizierung ist empfehlenswert. 6. Verstellbarkeit: Eine gute Stirnlampe sollte verstellbar sein, um die Sicht auf die Umgebung zu verbessern. Eine verstellbare Halterung ist empfehlenswert, sodass du arbeiten, klettern etc. kannst und die Hände immer frei sind. 7. Zusätzliche Funktionen: Deine Stirnlampe muss zusätzliche Funktionen wie eine rote LED zur Erhaltung der Nachtsicht und einen SOS-Modus für Notfälle bieten. Der Gegner darf dich nicht sehen, wenn du unterwegs bist. Aber Achtung bei Navigation mit Rotlicht bei Karten: Höhenlinien werden oftmals übersehen. Kompass [=] zi Hm] [=] fo 2s Kompass Der Kompass ist ein unverzichtbares Instrument fiir dich, vor allem da kein Navi, egal, ob beim Auto oder Handy, funktionieren wird. Es ist ein einfaches, aber unglaublich niitzliches Instrument, das dir hilft, deine Position auf der Karte zu bestimmen und die Richtung zu bestimmen, wenn du dich in unbekanntem Gelände befindest. Auch hier würde ich dir ein sich ergdnzendes System vorschlagen. Einen kleinen Richtungskompass am Handgelenk fiir die schnelle Orientierung und ein hochwertigen mit Gradzahlen und Anpeilvorrichtung fiir die genaue Ausrichtung. Es ist wichtig zu beachten, dass ein Kompass immer in Verbindung mit einer Karte verwendet werden sollte. Eine Karte gibt dir eine visuelle Darstellung der Umgebung, in der du dich befindest, während ein Kompass dir die genaue Richtung gibt, in die du gehen musst. Wenn du eine Karte und einen Kompass verwendest, kannst du deine Route planen und sicherstellen, dass du zumindest in die richtige Richtung gehst. Es ist natürlich auch wichtig, den Kompass richtig zu verwenden. Du solltest immer sicherstellen, dass du den Kompass auf einer flachen Oberfläche hältst und ihn horizontal ausrichtest, um eine genaue Richtungsbestimmung zu gewährleisten. Du solltest auch darauf achten, dass du den Kompass von elektronischen Geräten fern hältst und nicht auf einer Motorhaube oder anderen metallischen Gegenständen deine Richtung bestimmen möchtest, da diese den Kompass stark beeinträchtigen. IFAK [zie am] mr oe Tre ol Er [ER IFAK Ein IFAK, oder ,Individual First Aid Kit", ist ein medizinisches Kit, welches in erster Linie fiir deine Wundversorgung im praklinischen Umfeld gedacht ist. Da medizinische Hilfe entweder gar nicht oder sehr stark verzögert eintreffen wird oder du gar über einen längeren Zeitraum erst selbst oder eine andere verwundete Person zu einer Einrichtung tragen oder fahren musst, ist es wichtig, lebenserhaltende Maßnahmen selbst durchzuführen. Hierfür wurde das IFAK entwickelt. Ein typisches IFAK sollte enthalten: Ein blutstillendes Mittel wie QuickClot oder Celox « Ein Tourniquet, um starke Blutungen zu stoppen « Ein Paar sterile Handschuhe * Einen Beutel mit verschiedenen Verbandsmaterialien, einschließlich Mullbinden, sterilen Kompressen, Klebeband und Dreieckstiichern « Druckverband vom Typ Israeli Bandage « Eine CPR-Maske oder Beatmungsbeutel « Eine Schere, um Kleidungsstücke aufzuschneiden oder Verbandsmaterial zu schneiden « Eine Rettungsdecke zur Erhaltung der Kérperwdrme + Wendel-Tubus fiir die Atemwege « Entliiftungsnadel « Chest Seal fiir Verletzungen im Thorax-Bereich » Medical Tape (Klebeband) und Stift Es ist natiirlich wichtig zu wissen, wie man jedes Element des IFAK anwendet. Das beste Material bringt dir nichts, wenn du und deine Gruppe es nicht bedienen könnt. Anmerkung: Bei der Schere empfehlen wir die Raptor Rescue von Leatherman, super Teil und robust für alle Fälle. Bargeld und Dokumente Wenn du dich auf einen Blackout oder eine Flucht allgemein vorbereitest, ist es wichtig, dass du dein Bargeld und die wichtigsten Dokumente gut vorbereitest. Du kannst kein Geld abheben und deine EC- oder Kreditkarte ist wertlos. Alles, was du nicht bei dir hast oder worauf du nicht schnell zugreifen könntest, ist für dich buchstäblich gestorben. Hier sind ein paar Dinge, die du beachten solltest, wenn du dich vorbereitest: « Du solltest immer genügend Bargeld haben, um für deine Bedürfnisse in einer Krise oder auf der Flucht zu bezahlen. Pro Person sollten es mindestens 500 Euro sein. « Versuche, verschiedene Währungen dabei zu haben, falls du das Land verlassen musst. Dollar gehen eigentlich immer, aber auch Schweizer Franken oder Englische Pfund sind sicherlich noch vertrauenswürdig. « Bewahre dein Bargeld an einem sicheren Ort auf, an dem es nicht gestohlen werden kann. Oder teile es auf, damit du, wenn du überfallen wirst, nur einen Teil herausgibst und den Rest sicher versteckst. * Kopien von Dokumenten: Mache Kopien von wichtigen Dokumenten wie Reisepässen, Führerscheinen, Geburtsurkunden und Versicherungspolicen. Bewahre die Kopien an einem sicheren Ort auf, getrennt von den Originalen, damit sie im Notfall leicht zu erreichen sind. Es ist auch eine gute Idee, elektronische Kopien auf einem verschlüsselten USB-Stick mitzuführen. « In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, wertvolle Gegenstände wie Schmuck oder elektronische Geräte gegen Bargeld zu verkaufen, um dich in Sicherheit zu bringen. + Achte darauf, dass du bei der Verwendung von Bargeld oder der Weitergabe von Dokumenten immer sicher und vorsichtig bist, um dich und deine Familie vor Diebstahl oder Betrug zu schützen. Schutzbrille + Ersatzbrille für Brillenträger aan Tp Ee | tt |) . ur oy * - Ly C1 [Ph cc Brille Das, was du dir nicht erlauben kannst in einer Krise, ist es, blind zu sein bzw. zu werden. Augenschdden sind eine der häufigsten Verletzungen in diversen Kriegs- und Krisensituationen. Sei es durch Staub, Schmutz, Trimmer und andere Gefahren, die bei solchen Ereignissen auftreten können. Deswegen musst du dein Augenlicht schützen! Abbildung 20 Eine besondere Eigenschaft, die eine gute Outdoor- und Einsatz-Schutzbrille aufweisen sollte, ist die Verwendung von Materialien, die robust, langlebig und dennoch leicht sind. In Krisensituationen ist es oft notwendig, sich schnell zu bewegen, und eine schwere oder unbequeme Brille kann hierbei hinderlich sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Schutzbrille aus leichten, aber dennoch widerstandsfähigen Materialien wie Polycarbonat hergestellt ist, die den Anforderungen standhalten. Ballistische Gläser wie die von WileyX sind hier nicht nur für den Soldaten, sondern auch für jeden anderen outdoor-affinen Menschen zu empfehlen. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Widerstandsfähigkeit der Schutzbrille gegen Kratzer und Beschädigungen. Eine zerkratzte oder beschädigte Schutzbrille kann die schützende Wirkung verlieren. Eine gute Schutzbrille sollte daher mit einer kratzfesten Beschichtung versehen sein, die ihre Langlebigkeit und Schutzwirkung erhöht. Besonders wichtig für Brillenträger ist die Möglichkeit, eine Ersatzbrille mitzuführen. Wenn du deine einzige Brille in einer Krise verlierst, kannst du keinen Termin beim Optiker machen. Und je nachdem, wie deine Sehstärke ohne Brille ist, bist du somit eine Schwachstelle in der Gruppe, für dich und alle anderen. Deswegen schaue nach günstigen Ersatzbrillen in deiner Sehstärke. Müssen nicht gut aussehen und brauchen nur paar Euro zu kosten, Hauptsache du hast eine. Schuhe ma) AZ EL EEE Schuhe Wenn es um einen guten Outdoor- und Einsatzstiefel für Krisensituationen geht, gibt es verschiedene Faktoren, die berücksichtigt werden müssen. Der richtige Stiefel kann den Unterschied zwischen Komfort und Sicherheit ausmachen, besonders wenn du in einer Situation steckst, in der du über lange Zeit auf deine Beine angewiesen bist. Eine der wichtigsten Eigenschaften eines guten Outdoor- und Einsatzstiefels ist das Material, aus dem er hergestellt ist. Das Obermaterial des Stiefels sollte aus einem robusten und widerstandsfähigen Material bestehen, das äußere Einflüsse abwehrt und den Fuß schützt. Leder ist eine beliebte Wahl aufgrund seiner Haltbarkeit und Wasserdichte. Allerdings gibt es auch andere Materialien wie Gore-Tex oder Nylon, die ebenfalls wasserabweisend und atmungsaktiv sind. p >” KR xa, . re f SF he A w L a Be 3 PS a bh = w " / v, A [= Se Qo ; - IAL A a AR a: SF ow AL SE CALs \ Abbildung 21 Wichtig ist auch, dass der Stiefel eine stabile und robuste Sohle hat, die einen guten Grip bietet. Es gibt verschiedene Arten von Stiefeln, die jeweils für unterschiedliche Zwecke geeignet sind. Wanderschuhe sind zum Beispiel auf Komfort und Stabilität ausgelegt und haben oft eine Vibram-Sohle, die eine gute Traktion bietet. Kampfstiefel sind hingegen robuster und bieten einen höheren Schutz gegen Verletzungen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Passform des Stiefels. Ein guter Outdoor- und Einsatzstiefel sollte eng am Fuß anliegen und genügend Platz für die Zehen bieten. Es ist wichtig, dass der Stiefel nicht zu groß oder zu klein ist, da dies zu Blasen und Unbehagen führen kann. Deine Füße werden sich aufgrund der Hitze und Anstrengung ausdehnen. Sollte der Stiefel jetzt zu eng sein, wird es schmerzhaft. Neben Passform und Material sind auch die Dämpfung und die Unterstützung des Fußes wichtige Faktoren. Ein guter Stiefel sollte eine ausreichende Dämpfung bieten, um Stöße zu absorbieren und den Fuß zu schützen. Die Unterstützung des Fußes ist ebenfalls wichtig, um Verletzungen zu vermeiden. Dazu gleich mehr. Ein Stiefel soll dich nämlich vor allem schützen. Welche verschiedenen Schutzfunktionen für deinen Körper es gibt, um den Fuß vor Verletzungen und anderen Schäden zu schützen, sehen wir uns jetzt mal näher an. 1. Schutz vor äußeren Einflüssen: Dein Stiefel schützt den Fuß vor äußeren Einflüssen wie spitzen Steinen oder scharfkantigen Objekten mit dem Geröllschutzrand. Ein hoher Schaft wehrt Dornen und Stacheln etc. ab. 2. Stabilität und Unterstützung: Ein guter Stiefel bietet auch eine gewisse Stabilität und Unterstützung beim Gehen, Laufen oder Stehen. Eine stabile Sohle und ein guter Halt im Fersenbereich verringern das Risiko von Verletzungen durch Verstauchungen, Verrenkungen oder Stürze. 3. Isolation: Wenn du in einer kalten oder feuchten Umgebung unterwegs bist, kann dein Stiefel den Fuß warm und trocken halten. Ein wasserabweisendes Obermaterial und eine isolierte Innensohle können dabei helfen, die Füße vor Nässe und Kälte zu schützen. 4. Dämpfung: Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Dämpfung des Stiefels, um Stöße und Erschütterungen beim Gehen oder Laufen zu absorbieren. Eine gute Dämpfung kann dazu beitragen, das Risiko von Verletzungen durch Stoßbelastungen zu minimieren und den Komfort beim Tragen des Stiefels zu erhöhen. Dein Rücken wird es dir danken. Welcher Stiefel ist nun ideal für dich? Leichte Wanderstiefel vs. Schwere Einsatzstiefel. Leichte Wanderstiefel sind für kurze bis mittlere Distanzen in normalem Gelände ausreichend. Hiermit kommst du schnell voran. Für alle längeren und anspruchsvolleren Geländeabschnitte würde ich dir jedoch die schwereren Stiefel, welche ca. eine Handbreit über dem Knöchel enden, empfehlen. Für welche Marke du dich entscheidest, liegt auch wieder an dir. Laufe diese gut ein und spüre deine Füße dabei. Bei längeren Märschen ab 50 km solltest du herausfinden, welcher Schuh ideal zu dir passt. Ob Lowa, Hanwag, Haix oder Meindl (meine persönlichen Favoriten), jede Marke hat ihre Besonderheiten und alle sind je nach Gelände und Dauer gut geeignet. Teste es selbst aus, jeder Fuß ist individuell. Schuhzubehör Dein Stiefel kann in Sachen Fußhygiene und Dämpfung mittels guter Einlegesohle zum verbesserten Fußklima und Komfort beitragen. Prüfe dies beim Kauf. Die meisten Stiefel sollten bereits eine gute Einlegesohle integriert haben, muss aber nicht sein. Ein zweites Paar zum Wechseln schadet auch nicht, um Geruchsbildung, aber vor allem trockene Füße über eine längere Zeit zu gewährleisten (die Wechselsohlen hast du in der Third Line ... einen Wechsel machst du, wenn überhaupt, nur in Zeiten der Ruhe und Sicherheit). Solltest du orthopädische Probleme haben, dann besorge dir durch ein Fachgeschäft bitte vorher für dich angepasste Einlegesohlen. Schäden an deinen Gelenken und am Bewegungsapparat selbst können so minimiert werden. Auch wenn du vielleicht glaubst, so etwas nicht zu brauchen, vertraue mir, probiere es einfach aus und laufe mehrere Tage hintereinander über größere Distanzen. Lerne deinen Körper kennen (vor allem die Schwachstellen, die jeder persönlich hat). Sei nicht zu stolz, dir einzugestehen, dass du vielleicht da oder dort ein Problem hast. Nur durch die Erkenntnis und das Eingeständnis dieses Defizits kannst du es auch lösen. Exkursion in die Schuhpflege Deine Stiefel sind die wahrscheinlich wichtigsten „Werkzeuge“ auf deiner Reise durch die Krise. Diese gilt es so lange es geht zu pflegen und zu schützen. Vor dem Marsch, in der Pre-Impact-Phase: Bevor du loslegst, solltest du sicherstellen, dass deine Stiefel in gutem Zustand sind. Überprüfe diese auf Risse, Abnutzung oder andere Schäden. Wenn du feststellst, dass sie beschädigt sind, solltest du sie vorher reparieren oder ersetzen. Eine gründliche Reinigung und Imprägnierung ist ebenso wichtig für die Dichtungsfähigkeit gegen Nässe und sonstige Witterungsbedingungen. Lederwachs, den du auf den erwärmten Stiefel reibst, ist einer meiner persönlichen Tipps. Achte vor allem auf die Knickstellen beim Stiefel. Sollte der Lederstiefel hier zu „trocken“ sein, kann er brüchig und spröde werden, was ihn undichter macht. Durch eine gründliche Reinigung können Schmutz, Sand und andere Verunreinigungen entfernt werden. Imprägnierspray hilft dir zusätzlich, eine höhere Dichtigkeit zu erzielen. Lederfett würde ich nicht empfehlen, den dieses verschließt wirklich alle Poren, was eine Atmungsfähigkeit komplett verhindert. Dies sorgt für sehr schwitzige Füße, welche zusätzliche Reibungen allgemein und eine Schwächung der Stabilisierungsaufgaben der Stiefel im Speziellen hervorrufen. Während des Marsches: Während des Marsches können Schmutz und Sand in deine Stiefel gelangen, was zu unangenehmen Scheuerstellen und Blasen führen kann. Um dies zu vermeiden, solltest du regelmäßig prüfen, ob sich etwas in deinen Stiefeln angesammelt hat. Wenn ja, solltest du sie leeren und gegebenenfalls reinigen. Außerdem solltest du sicherstellen, dass du deine Stiefel richtig schnürst, um ein Verrutschen zu vermeiden. Wenn du längere Pausen einlegst und Sicherheit vorherrscht, kannst du deine Stiefel ausziehen und sie an der Sonne trocknen lassen. Dadurch wird verhindert, dass sich Feuchtigkeit und Schimmel bilden. Dies solltest du jedoch nur machen, wenn die Lage unter Kontrolle und die Wege im Blick sind, um schnell reagieren zu können. Nach dem Marsch / im Lager oder Safehouse: Wenn du nach dem Marsch zurück bist, solltest du deine Stiefel gründlich reinigen und trocknen. Entferne alle Verunreinigungen und achte darauf, dass sie vollständig trocken sind, bevor du sie verstaust. Wenn deine Stiefel nass geworden sind und du die Idee hast, deine Stiefel an einem Feuer zu trocknen, Vorsicht! Bei zu starker Hitze kann sich die Sohle lösen, die Materialien ziehen sich zusammen, werden hart und brüchig und du kommst im dümmsten Fall kaum rein, die Membranen nehmen massiven Schaden an, was zu Undichtigkeiten oder mangelnder Atmungsaktivität führen kann. Exkursion Ersatzschuhe Bei tage- oder wochenlanger Nutzung der Stiefel, vor allem beim normalen Tagesgeschäft wie dem Leben in einer Schutzzone (Feldlager, Safe Häuser etc.), ist es ratsam, leichte Ersatzschuhe zu haben, mit denen du deine Füße schonst. Diese gehören jedoch auch erst in die Third Line, ich wollte dies nur am Rande erwähnen, um keine falschen Eindrücke zu erwecken. Turnschuhe sind hierfür besonders geeignet (bitte immer auf die Jahreszeit achten). 15.2 Second Line - dein nächster Schritt zur Sicherheit Nun schauen wir, wie wir dich überlebensfähiger machen. Dein kleiner Flucht- oder Coming Home Rucksack bietet hier eine gute Basis. Es geht bei dieser Stufe der Ausrüstung/Bekleidung darum, dich für einige Tage überlebensfähiger zu machen. Zu deiner First Line kommen jetzt Gegenstände dazu, die deine Einsatzdauer und den Einsatzzweck erweitern. Ob du diese eher anpasst auf taktische Elemente oder reines Survival, liegt ganz bei dir, deiner Lage und deinem persönlichen Auftrag. Wir gehen hier schwerpunktmäßig auf die reine Überlebenssituation ein. Wenn es um die Vorbereitung auf Notsituationen geht, gibt es zwei Hauptansätze: Bug-Out und Bug-In. Im Folgenden werde ich dir erklären, was diese beiden Konzepte bedeuten, was ihre Unterschiede sind und was eine Bug-Out-Bag ausmacht. Bug-Out bezieht sich auf die Idee, in einer Notsituation einen vorbereiteten Ort zu verlassen und sich, allein oder in der Gruppe, an einen sicheren Ort zu begeben. Dies kann beispielsweise der Fall sein bei einer Naturkatastrophe wie einem Erdbeben oder einem Waldbrand, oder auch bei einer politischen Krise wie Unruhen oder Krieg, die dich dazu zwingen, deinen sicheren Unterschlupf/Zuhause zu verlassen. Bei einem Blackout in einer Stadt mit mehr als 40.000 Einwohnern wird es schnell ungemütlich, wenn nach mehreren Tagen niemand mehr Essen und Trinken hat, da willst du niemandem in die Quere kommen. Du hast also keine Wahl, bleibst du, wo du bist, wirst du es wahrscheinlich nicht überstehen. In einer solchen Situation ist es wichtig, schnell zu handeln und das Notwendigste mitnehmen zu können, um zu überleben. Hier kommt die Bug-Out-Bag ins Spiel. Eine Bug-Out-Bag, auch BOB genannt, ist ein Rucksack oder eine Tasche, die mit allen notwendigen Gegenständen gefüllt ist, die man braucht, um für einige Tage zu überleben, bis eine sicherere Unterkunft gefunden wird. Eine BOB sollte leicht und einfach zu tragen sein, da man ihn möglicherweise längere Zeit auf dem Rücken tragen muss. Typischerweise enthält ein BOB Gegenstände wie Wasserfilter, Feuerstarter, Nahrungsmittel, Medikamente, Kleidung, eine Überlebensdecke und ein Notfallradio. Der Inhalt kann je nach individuellem Bedarf variieren, aber die Idee ist, dass alles, was man braucht, kompakt und bereit zum Mitnehmen ist. Bug-In hingegen bedeutet, dass man in seiner aktuellen Unterkunft bleibt und sich auf eine längere Zeit ohne externe Hilfe vorbereitet. Dies kann beispielsweise bei einem Blackout das eigene Haus auf dem Land sein. In dieser Situation ist es wichtig, genügend Vorräte und Ausrüstung zu haben, um eine längere Zeit ohne Hilfe von außen überleben zu können. Wir empfehlen hier Vorräte für mindestens drei Monate, besser wären sechs Monate, da jede Krise noch unkalkulierbare Kettenreaktionen und Folgeschäden mit sich bringen kann. X \ J PP i Ue Pia S| at, 20 j OP Lg J 1. / - A & v E : AN = tp A 0:0 (EE = Abbildung 22 Reserven schaden da nicht. Im Gegensatz zur Bug-Out-Bag umfasst ein Bug-In-Set eine umfassendere Vorbereitung, da man sich darauf vorbereitet, länger an einem Ort zu bleiben. Man sollte genügend Nahrungsmittel und Wasser haben, sowie eine Möglichkeit zur Wasseraufbereitung und zur Warmeerzeugung. Auch sollte man über eine ausreichende Menge an Medikamenten und Erste-Hilfe-Ausriistung verfügen, um im Falle von Verletzungen oder Krankheiten behandelt werden zu können. Ein Bug-In-Set sollte auch Werkzeuge, Ausrüstung zur Selbstverteidigung und Kommunikationsmittel enthalten, um Kontakt zur Außenwelt aufrechtzuerhalten. Dazu aber später mehr. Zusammenfassend kann man sagen, dass eine Bug- Out-Bag für eine kurzfristige Überlebenssituation gedacht ist (ca. 72 Stunden), während ein Bug-In-Set für eine längere Überlebenssituation gedacht ist. Beide Ansätze haben ihre Vor- und Nachteile und es hängt von der individuellen Situation und Lage ab, welcher Ansatz angemessen ist. Deine BOB sollte nicht allzu schwer sein, weil jeder seine eigene tragen muss, über mehrere Tage, außer vielleicht bei Kindern, wo die Eltern zusätzliches Material mitführen müssen. Die Größe der Bug-Out-Bag hängt von den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen ab, sowie von der geplanten Dauer und Art der Krise. Eine BOB sollte groß genug sein, um alle notwendigen Überlebensausrüstungen zu transportieren, aber auch leicht und handlich genug, um bequem getragen werden zu können. Die meisten Bug-Out-Bags haben eine Kapazität von 30 bis 50 Litern und sind in der Regel groß genug, um die wichtigste Überlebensausrüstung zu transportieren. Du solltest jedoch bedenken, dass ein größerer Rucksack auch mehr Gewicht bedeutet, was den Transport erschwert und dich verlangsamen kann. Ein zu kleiner Rucksack wiederum könnte nicht ausreichend Platz für alle notwendigen Überlebensausrüstungen bieten. Was sollte enthalten sein? « Kälteschutzbekleidung » Nässeschutzbekleidung « Kleiner Schlafsack oder Decke (Minimalansatz) * Feuerzeug und Feuerstein + etwas Zunder » Medikamente des persönlichen Bedarfs » Wasser + kleiner Wasserfilter « Tarp (Plane) « Vier Expander e Schnur « Gefriergetrocknetes Essen für mindestens zwei, eher drei Tage + Heather Bag (erhitzt das Essen ohne andere Hilfsmittel und Feuer) * Energieriegel e Taschenlampe e Kartenmaterial + Kompass « Seife, Toilettenpapier und Zahnbürste (Kurzhygiene) Packe deine BOB immer so in Fluchtrichtung, dass du diese sofort mitnehmen kannst, ohne ewig zu suchen —- egal, ob bei Dunkelheit oder Rauch in der Wohnung. Wenn du viel im Auto unterwegs bist, nimm sie am besten auch dort mit, da du nie weißt, wann es losgeht. Bist du Zuhause auf dem Sofa oder in einer fremden Stadt, im Urlaub oder geschäftlich unterwegs, egal wie, du musst nach Hause oder zu deinem Safe-House kommen. Ist das Gepäck erst einmal gepackt, bleibt es unberührt und sicher verstaut. Solltest du zum Selbstschutz Messer, Beil, Pfefferspray oder andere Sachen in deine BOB gepackt haben, so stelle sicher, dass keine Kinder oder Fremden Zugang zu deiner BOB haben. Zwiebelschalenprinzip Zum Schutz vor Witterungen wie Kälte und Regen benötigst du dringend Schutzbekleidung, ohne die du die angepeilten 72 Stunden nicht überstehen kannst bzw. dies dann eher ein Überlebenskampf wird. Auch hier gilt wieder: Benutze nur hochwertige Materialien, egal, ob chic oder nicht, sie müssen zweckmäßig sein und einen hohen Tragekomfort bieten. Das Zwiebelschalensystem ist eine Strategie für die Bekleidung in der Outdoor- bzw. Militärbranche, bei der mehrere Schichten von Kleidung übereinander getragen werden, um sich bei wechselnden Wetterbedingungen optimal anpassen zu können. Die Idee ist, dass man je nach Bedarf eine Schicht ausziehen oder hinzufügen kann, um immer die richtige Menge an Wärme und Schutz zu haben. Die eingeschlossenen Luftschichten zwischen den einzelnen Schichten isolieren dich zusätzlich. TSN Lued'ze Abbildung 22 Das Zwiebelschalensystem besteht in der Regel aus drei Schichten: 1. Basisschicht: Diese Schicht liegt direkt auf der Haut und soll Schweiß von der Haut weg transportieren, um ein Überhitzen zu vermeiden. Typischerweise bestehen Basisschichten aus synthetischen Materialien wie Polyester oder aus Merinowolle, die für ihre feuchtigkeitsabweisenden Eigenschaften bekannt sind. 2. Mittlere Schicht: Diese Schicht ist für die Isolierung verantwortlich und soll Wärme speichern, ohne dass der Körper überhitzt. Dazu werden Materialien wie Fleece oder Softshell verwendet, die eine gute Isolierung bieten und gleichzeitig atmungsaktiv sind. 3. Äußere Schicht: Diese Schicht soll vor Wind und Wasser schützen und gleichzeitig atmungsaktiv sein. Sie besteht typischerweise aus einer wasserdichten und winddichten Jacke oder einem Mantel, der bei Bedarf über der mittleren Schicht getragen wird. Indem man mehrere Schichten übereinander trägt, kann man leicht die Anzahl der Schichten anpassen, je nach Wetterbedingungen und Aktivitätsniveau. Wenn es beispielsweise warm und sonnig ist, kann man die äußere Schicht ausziehen und nur die Basis- und mittlere Schicht tragen. Wenn es kälter und windiger wird, kann man eine zusätzliche Schicht hinzufügen, um warm und trocken zu bleiben. Synthetische Fasern haben hierbei einen besonders hohen Nutzen, da diese den Feuchtigkeitstransport von der Haut nach außen an die Umgebungsluft gewährleisten. Es bildet sich so keine Staunässe, die dich bei Pausen oder Ruhephasen frieren lässt. Was im Sommer vielleicht noch zu händeln wäre, ist im Frühling, Herbst und Winter tödlich. Die synthetischen Stoffe trocknen zudem schneller als Baumwollprodukte. Der strenge Geruch nach kurzer Zeit und die Anfälligkeit bei Funkenflug und Feuer allgemein sollten zwar mitbedacht werden, spielen hier im Überlebenskampf aber eher eine untergeordnete Rolle. Je nachdem, wie viele Zwischenschichten du zusätzlich zu den drei Standardschichten trägst, kannst du selbst bittere Minusgrade bei jeglichem Wetter einigermaßen für eine längere Zeit ertragen. Abschließend zu deiner Second Line für die Krise könntest du natürlich noch einen Schutzhelm, eine Schutzweste, Knieschützer etc. integrieren. Fühl dich frei, selbst deine persönliche Überlebensausstattung anzupassen. 15.3 Third Line - deine Überlebensversicherung, wenn du dein Zuhause für längere Zeit verlassen musst DO a i Xo O Pa - X BOB Wir wollen nun nicht nur wie bei der BOB für eine kurze Phase überleben, sondern in der Natur oder auf der Straße für mehrere Wochen oder gar Monate ausharren, ohne an Mangelerscheinungen und Krankheiten zu leiden und dies bei allen Jahreszeiten. Dein großer Fluchtrucksack wiegt um die 30 kg, je nachdem, was du alles mitnehmen möchtest. Neue Materialien, welche ergänzend zur kleinen BOB dazukommen, sind vor allem erweiterte Witterungsschutz-Ausstattung und zusätzliche spezifische Produkte für Wasser- und Nahrungsmittel. Das Gewicht kann auch locker höher sein, je nachdem, wie lange man vorhat, in der Wildnis zu bleiben. Ein regelmäßiges Training ist hier Voraussetzung, um nicht am Tag der Tage nach fünf Kilometern umzufallen oder erst dann zu merken, dass die Träger falsch eingestellt sind. Prinzipiell gilt: Alle Gegenstände in diesem Rucksack müssen vorher getestet werden, um die Bedienung auch im Notfall ohne Stress hinzubekommen, stressig ist es nämlich schon genug. Wie viel kann so etwas kosten? Nur der Rucksack allein, angefangen von 500 Euro bis 1.300 Euro, je nach Hersteller. Wenn du jetzt denkst, dass das aber schon viel für einen Rucksack ist, dann hast du recht. Aber im dümmsten Fall hängt dein Leben von genau diesem Rucksack ab. Verzichte lieber auf sinnfreien Luxus, mit dem du im Ernstfall nichts anfangen kannst, und hole dir dafür einmal einen ordentlichen Rucksack, der dein „Zuhause“ in der Krise beherbergt. Doch Vorsicht beim Kauf! Viele Modelle heutzutage unterscheiden sich optisch nicht mehr von den hochwertigeren Modellen, sind jedoch aus minderwertigen Materialien hergestellt, welche im Ernstfall schnell ihr wahres Gesicht zeigen. Hinweis: Bitte auch hier nur bodenfarbene Stoffe wählen, kein Gelb, Rot etc. Sollte eigentlich klar sein, aber ich spreche es lieber nochmals an. Hier einige Marken, die ich selbst im Dienst und in der Freizeit zur Genüge getestet habe und von denen ich weiß, dass sie dich nicht enttäuschen werden: « Savotta * Berghaus + Bergans « Tasmanian Tiger Rucksackvolumen Wie viel kannst du tragen, wie viel musst du individuell mitnehmen? Du darfst dich nicht iberfordern, zugleich sollte alles dabei sein, was du zum Uberleben brauchst. Mindestens 90 Liter sollte dein Rucksack haben. 130 Liter habe ich bei meinem Rucksack. Mehr als 140 Liter sind wahrscheinlich übertrieben und klobig. Finde also dein Maß, mit dem du dich am wohlsten fühlst. Bei der Wahl des Materials fiir einen Krisen- und Notfallrucksack gibt es einige wichtige Faktoren zu berücksichtigen. Als Erstes solltest du darauf achten, dass das Material robust und widerstandsfahig ist, um den Anforderungen einer möglichen Krisensituation standzuhalten. Dazu könnte zum Beispiel ein widerstandsfdhiges Nylonmaterial oder Cordura etc. geeignet sein. Die ReiRfestigkeit und Abriebfestigkeit der Nähte sowie die Beständigkeit auch gegen Schweiß sollte vom Hersteller bestätigt werden. Des Weiteren ist es wichtig, dass das Material wasserabweisend oder sogar wasserdicht ist, um den Inhalt des Rucksacks bei Regen oder anderen nassen Bedingungen zu schützen. Einige Rucksäcke bieten auch spezielle Versiegelungen oder beschichtete Stoffe an, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Tragesystem des Rucksacks. Hier solltest du darauf achten, dass der Rucksack ein gutes und bequemes Tragesystem hat, das eine gleichmäßige Gewichtsverteilung ermöglicht und die Belastung auf deinen Rücken und Schultern minimiert. Ein gepolstertes Rückenteil, gepolsterte Schultergurte und eine gepolsterte Hüftgurtunterstützung können hierbei helfen. Vor allem die Hüftgurte sind nicht zu unterschätzen, da diese die Schultern entlasten und so ein Einschlafen der Arme verhindern und zugleich die Rückenschmerzen bei längeren Märschen weitestgehend minimieren. Ein Brustgurt, welcher die beiden Schultergurte verbindet, ist zusätzlich sehr nützlich, da er einen sicheren Halt und kein Verrutschen garantiert. Bei den modernen Rucksäcken kannst du die Höhe der Schulter und Hüftgurte an deinen Körper anpassen, um eine optimale Lastverteilung für deinen Körper zu erreichen. Eine gute Durchlüftung im Rückenbereich verhindert einen Wärmestau. Tragegestell Wenn du einen Notrucksack in einer Krise tragen musst, ist es wichtig, dass du ein geeignetes Tragegestell verwendest, um das Gewicht des Rucksacks zu verteilen und deine Belastung zu minimieren. Ein schlecht konzipiertes Tragegestell kann zu Schmerzen und Verletzungen führen und deine Fähigkeit einschränken, schnell zu handeln, wenn es darauf ankommt. Ein gutes Gestell entlastet zudem deine Tragegurte und schützt vor dem Zusammenknicken deines Rucksacks, wenn du diesen abstellst. Ob du ein Innen- oder Außengestell bevorzugst, liegt ganz bei dir. Bedenke nur bei aller zusätzlicher Stabilität, dass damit auch wieder Gewicht einhergeht. Vas Abbildung 24 Packsystem und Taschen Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass du während einer Krise immer schnell an deinen Inhalt des Notrucksacks herankommen solltest und dass du das Wichtige von den eher unwichtigen Materialien trennen kannst. Daher ist es unerlässlich, dass du deinen Rucksack mit Bedacht packst und alles gut organisiert hältst. Ein falscher Packverschluss oder ein unzureichendes Taschensystem können das Risiko erhöhen, dass wichtige Gegenstände verloren gehen, du keinen Überblick hast oder zu lange brauchst, um an das Nötigste heranzukommen. Bei der Wahl des richtigen Packverschlusses gibt es verschiedene Optionen, aber ich empfehle einen Toploader mit Rollverschluss oder einen Backloader mit einem wasserdichten Reißverschluss. Der Rollverschluss ist ideal, um deinen Inhalt vor Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen. Du rollst einfach den oberen Teil der Tasche herunter und befestigst ihn mit einer Schnalle. Wasserdichte Reißverschlüsse sind eine gute Option, um den Inhalt (bspw. Schlafsack im Backloader-Bereich) zu schützen. Ein solcher Reißverschluss ist oft mit einer speziellen Beschichtung versehen, die verhindert, dass Wasser in die Tasche eindringen kann. Das nötigste Material für einen schnellen Halt kannst du unter der Deckklappe des Toploaders verstauen, um nicht alles rauszukramen oder gar den Rucksack abzusetzen. Frage ein Gruppenmitglied, um hier schnell Abhilfe zu schaffen. Im Deckel hast du oftmals auch kleinere Fächer für wichtige Dinge wie Schnüre, Expander, Knicklichter, Kabelbinder, Karabinerhaken etc. Bedenke, dass du „blind“ alles jederzeit finden musst, ohne ewig suchen zu müssen. Des Weiteren machen Außentaschen an den Seiten durchaus Sinn, um zügig, während des Marsches oder der Rast, notwendiges Material zu verstauen, sei es ein Kälte- oder Nässeschutz, den man schnell überwerfen kann, oder Wasser oder kleinere Snacks für zwischendurch Probiere es aus und finde deinen Weg. Je nach Rucksack hast du Molle-Systeme an den Seiten, um vertikale und horizontale Taschen anzubringen. Überlege gut und übertreibe nicht, denn du musst alles tragen. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl des richtigen Taschensystems für deinen Notrucksack ist die Organisation. Du solltest Taschen und Fächer wählen, die den Inhalt klar voneinander trennen, um Durcheinander zu vermeiden und schnell auf das benötigte Zubehör zugreifen zu können. Ein gutes Taschensystem sollte auch robust genug sein, um den Anforderungen einer Krise standzuhalten, labbrige Stoffwände und schlechte Nähte werden schnell reißen und die Stabilität des gesamten Rucksacks einschränken. il Abbildung 25 Zubehör Egal, wie gut dein Rucksack ist, es kann vorkommen, dass Nässe und Kälte ihn durchdringen. Es macht nicht nur alles viel unangenehmer und teilweise lebensbedrohlich in kalten Jahreszeiten, es macht auch alles schwerer, da sich deine Materialien vollsaugen und wie ein Schwamm Feuchtigkeit binden. Nutze deswegen immer eine Rucksackhülle und Packsäcke, um den Rucksack von außen und innen abzuriegeln. So kannst du auch jederzeit durch Bäche und Flüsse schwimmen, ohne dass dein Rucksack sich vollsaugt und untergeht. Die Packsäcke sorgen auch dafür, dass du deine Ausrüstung gut nach Kategorien wie Wechselwäsche, Dreckwäsche, Zunder und Brennmaterialien oder Kochutensilien, sowie Hygieneprodukte und Toilettenpapier sortierst. Du hast also nun deinen Rucksack, schauen wir jetzt hinein, was alles enthalten sein sollte. Zelt oder Tarp/Plane El: A vA] . wa Tarp Ein Grundproblem, das ich dir nicht abnehmen kann, ist das Thema deiner Notunterkunft. Ein Zelt für dich allein oder mehrere Menschen im Rucksack mitzuführen, kann sehr sperrig und schwer sein. Zudem muss es schnell auf- und auch wieder abgebaut werden können, ohne große Hilfsmittel. Schutz vor der Witterung und gute Ruhephasen sind jedoch entscheidend für deine Resilienz in der Krise. Deswegen kann ich dir nur sagen, was ich und andere Fachleute machen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Ich verzichte auf Bequemlichkeit und Ruhe zugunsten besserer Wahrnehmung, Flexibilität und Leichtigkeit. Ein Tarp ist ein vielseitiges Stück Material, das dir in vielen Überlebenssituationen nützlich sein kann. Ein Tarp ist normalerweise aus robustem Material wie Nylon oder Polyester hergestellt und hat in der Regel verstärkte Ösen an den Ecken. Es ist dazu gedacht, schnell und einfach aufgebaut zu werden, um dir Schutz vor den Elementen zu bieten, wenn du draußen übernachten musst. Die besonderen Merkmale von Tarps zum Zelten sind ihre Vielseitigkeit und ihre leichte Handhabung. Im Gegensatz zu einem traditionellen Zelt, das in der Regel schwer und sperrig ist, kann ein Tarp kompakt gefaltet und in deinem Notrucksack aufbewahrt werden. Das bedeutet, dass du es leicht tragen und schnell aufbauen kannst, wenn du es brauchst. Darüber hinaus kannst du Tarps auf verschiedene Arten aufbauen, je nach deinen Bedürfnissen und der Umgebung, in der du dich befindest. Du kannst es beispielsweise als einfaches Dach über deinem Kopf aufbauen, um dich vor Regen oder Schnee zu schützen. Oder du kannst es als Schutzwand verwenden, um dich vor dem Wind zu schützen und deine Wärme zu speichern. Wenn du den Inhalt deines Notrucksacks zusammenstellst, solltest du sicherstellen, dass du ein oder mehrere Tarps in angemessener Größe dabeihast. Einige Tarps sind groß genug, um mehrere Personen aufzunehmen, während andere klein genug sind, um als improvisierter Poncho verwendet zu werden. Wenn du dein Tarp zum Zelten aufbaust, solltest du sicherstellen, dass du die notwendigen Werkzeuge dabeihast, um es richtig zu befestigen. Karabinerhaken, Seile, Expander oder Schnüre helfen dir, das Tarp an Bäumen oder anderen natürlichen Merkmalen zu befestigen. Die negativen Aspekte eines Tarps möchte ich hier jedoch nicht verheimlichen. Da die Seiten offen sind, ist man dem Wind oder auch seitlichem Regen ausgesetzt (wenn man es falsch spannt). Bei starkem Regen kann das Wasser je nach Neigung auch durch dein „Schlafzimmer“ fließen, blöd für dich. Denke hierbei an einen kleinen Graben oder Furchen, die das Wasser seitlich ablenken können. Biwaksack Ein Biwaksack ist eine Schutzhülle für deinen Schlafsack, die wind- und wasserdicht ist. Zusammengerollt sollte er gut unter den Backloader (Bodenfach) passen. Wenn es schnell gehen muss, oder die Witterung angenehm ist, reicht dieser sogar als kompletter Zeltersatz. Wichtig ist hierbei, dass die Materialien Kondenswasser von innen nach außen abtransportieren. Zu empfehlen ist hier die Marke Carinthia, die sehr gute Produkte im Angebot hat. Isomatte Jeder, der schon einmal in der Natur auf dem blanken Boden geschlafen hat, wird gemerkt haben, wie gerädert er nach dem Aufwachen ist. Egal, wie fit du bist, ohne Schlaf und ausreichend Erholung wirst du früher oder später eingehen. Eine gute Isolation und Schutz vor Kälte und Unebenheiten sind hier das A und O. Hier ist eine klassische Schaumstoff-Isomatte, die zusammengerollt leicht am Rucksack befestigt werden kann, eine praktische Lösung. Bitte keine Isomatten, die man aufpumpen oder aufblasen muss. Erstens hast du dafür keine Zeit und zweitens muss es schnell gehen, wenn man innerhalb von Sekunden sein Lager räumen muss. Die Isomatte sollte deine Körpergröße haben, um nicht entweder mit dem Kopf oder den Füßen auf den kalten Boden zu gelangen. Zudem sollte die Isomatte mindestens 60 cm breit sein oder grob 10 cm mindestens größer sein als deine Schulterbreite, damit du dich im Schlaf bewegen kannst und Kleidungen mit in den Schlafsack packen kannst. Die Isomatte sollte mindestens 1,5 cm, wenn nicht eher 2 cm dick sein, eine zusätzliche Schaumstoff-Schicht würde ich je nach Jahreszeit empfehlen, lieber dicker als zu dünn. Schlafsack \ x " | “rm Abbildung 26 [Elz A= 17 [=] ; : r, . = Schlafsack Wenn du einen Notrucksack fiir den Ernstfall packst, solltest du auch einen guten Schlafsack einplanen. Ein guter Schlafsack kann den Unterschied zwischen einer unangenehmen Nacht und einem erholsamen Schlaf ausmachen. Doch was gibt es beim Kauf eines Schlafsacks für das Zelten zu beachten? Zunächst einmal ist es wichtig, dass der Schlafsack für die Bedingungen geeignet ist, unter denen du ihn verwenden möchtest. Wenn du in einem kalten Klima zelten möchtest, solltest du einen Schlafsack wählen, der für niedrige Temperaturen ausgelegt ist. Wenn du hingegen in einem warmen Klima zelten möchtest, brauchst du einen Schlafsack, der für höhere Temperaturen geeignet ist. Ich empfehle hierbei aber immer lieber einen dickeren als einen dünneren Schlafsack. Ist dir zu warm, kannst du ihn einfach öffnen, ist dir hingegen zu kalt, kannst du ihn nicht noch mehr schließen als bis ganz nach oben. Es gibt verschiedene Formen von Schlafsäcken. Ein Mumienschlafsack ist eine gute Wahl, da er enger am Körper anliegt und dadurch mehr Wärme speichert. Allerdings sind sie auch weniger bequem als andere Formen. Wenn du es etwas geräumiger magst, solltest du einen rechteckigen Schlafsack in Betracht ziehen. Dieser bietet mehr Bewegungsfreiheit, ist jedoch weniger wärmeisolierend. Materialien sind ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl eines Schlafsacks. Da du den Schlafsack für das Zelten in der Krise verwenden möchtest, solltest du ein Material wählen, das strapazierfähig und langlebig ist und zudem schnell trocknet. Nylon und Polyester sind in der Regel gute Optionen, da sie widerstandsfähig und leicht sind. Daunen oder Kunstfasern als Füllung bieten Vor- und Nachteile in Bezug auf Volumen und Wärmeerhalt sowie Trocknung. Informiere dich deshalb vorher bei einem Fachgeschäft, welcher Schlafsack ideal für dich ist. Beim Kauf solltest du auf die Leistungsangaben achten. Leistungsangaben auf Schlafsäcken beziehen sich in der Regel auf den Komfort-, Grenz- und Extrembereich. Der Komfortbereich gibt die Temperatur an, bei der ein durchschnittlicher Schläfer eine angenehme Nachtruhe hat. Der Grenzbereich gibt die Temperatur an, bei der ein durchschnittlicher Schläfer noch gerade so eine Nacht überstehen kann, ohne zu frieren. Der Extrembereich gibt die Temperatur an, bei der ein durchschnittlicher Schläfer dem Risiko einer Unterkühlung ausgesetzt ist. Ziel sollte also bei deiner Planung sein, immer im Komfortbereich zu bleiben, wenn du über längere Zeit ausharren möchtest. Ersatzschuhe Auch wenn ich das Thema bereits oben angesprochen habe bei der First Line, kommt es ordnungsgemäß hier in den großen Fluchtrucksack, deine Third Line. Zur Erholung deiner Füße von den Stiefeln, im Lager oder als Alternative bei Gewässerüberquerungen. Ein paar leichte Turnschuhe oder Sandalen, je nach Jahreszeit, sind immer sinnvoll. Wechselwäsche Deine Wechselwäsche kann für deine Krise sehr nützlich sein, um dich sauber und trocken zu halten, und sie kann helfen, das Risiko von Infektionen und Krankheiten zu reduzieren. Im Folgenden einige Überlegungen und Dinge, auf die du achten solltest, wenn du deine Wechselwäsche für den Notrucksack auswählst. Berücksichtige die Jahreszeit und das Klima. Wenn du in einer kalten Umgebung lebst oder dich für den Winter vorbereitest, solltest du warme Kleidung wie Thermounterwäsche und eine warme Jacke einpacken. Wenn du dich für eine heiße Jahreszeit vorbereitest, solltest du leichte und atmungsaktive Kleidung wählen, um Überhitzung zu vermeiden. Eine weitere wichtige Überlegung ist die Größe und das Gewicht der Wechselwäsche. Du möchtest nicht zu viel unnötiges Gewicht in deinem Notrucksack haben, aber du möchtest auch sicherstellen, dass du genug Kleidung hast, um dich sauber und trocken zu halten. Es kann hilfreich sein, Kleidung aus leichten und komprimierbaren Materialien auszuwählen, um Platz im Rucksack zu sparen. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Auswahl deiner Wechselwäsche ist die Menge, die du einpacken möchtest. Es kann hilfreich sein, mindestens ein komplettes Set an Wechselwäsche zu haben, einschließlich Unterwäsche, Socken, Hose und Oberteil. Du solltest auch zusätzliche Unterwäsche und Socken einpacken, da diese Teile oft am schnellsten schmutzig oder nass werden. Zusätzlich zur Auswahl der richtigen Kleidung solltest du daran denken, andere wichtige Artikel einzupacken, wie zum Beispiel ein kleines Handtuch oder Waschlappen, um dich sauber zu halten, und eine Plastiktüte oder einen gesonderten Packsack, um deine schmutzige Kleidung zu verstauen. Kochen und Besteck uo 0S hy [=] [=] "gl fal fog rp 02 0 [2 Ae Kochen Egal, ob du auf der Flucht bist oder in einem abgelegenen Gebiet überleben musst, das Kochen von Nahrungsmitteln wird eine entscheidende Rolle spielen. Daher ist es wichtig, dass du das richtige Kochgeschirr, Kocher und Besteck in deinem Notrucksack hast. Fangen wir an mit dem Kocher. Ob nun Gas, mit Esbitwiirfeln, mit Holz oder Benzin, es sollte in jedem Fall kompakt, leicht und wartungsarm sein. Bedenke die Witterungseinfliisse, die ein Entziinden deines Kochers beeinträchtigen können. Ich persönlich empfehle hier die Gaskocher der Marke Optimus von der Katadyn Group mit ihren Kochsystemen, da diese speziell fiir den Trekking- und Expeditionsbereich ausgelegt sind. aia prt RES, rok, 3 er ME 1 A Sy ee ng Fn Bn - Phe. 5 Oe ) na LT N bs - gel KS 5 4 7a : Abbildung 27 Do Love “hE . a NE ae AA] oe Ne ) a Tp Abbildung 28 Besonderheiten des Kochgeschirrs Das Kochgeschirr in deinem Notrucksack muss langlebig, leicht und einfach zu transportieren sein. Du musst es tragen oder in deinem Rucksack verstauen können, während du dich bewegst. Es ist daher ratsam, sich fiir Kochgeschirr aus Aluminium oder Titan zu entscheiden, da diese Materialien leicht und robust sind. Es gibt auch spezielle Camping-Kochgeschirr-Sets, die alles enthalten, was du brauchst, einschließlich Töpfen, Pfannen, Deckeln und Griffe. Alles natürlich entklappernd gelagert im Rucksack und mit dem Kocher griffbereit. Worauf ist zu achten? Wenn du dein Kochgeschirr auswählst, musst du darauf achten, dass es nicht nur langlebig und leicht, sondern auch groß genug ist, um ausreichend Nahrung zuzubereiten. Es ist auch wichtig, dass das Kochgeschirr leicht zu reinigen ist und keine Rückstände hinterlässt, die dich oder andere krank machen können. Besonderheiten des Bestecks Das richtige Besteck ist ebenfalls wichtig, wenn es um das Überleben in Krisensituationen geht. Das Besteck sollte robust, leicht und einfach zu transportieren sein. Es gibt spezielle Camping-Bestecksets, die Messer, Gabeln und Löffel enthalten, die alle aus leichten und robusten Materialien hergestellt sind. Du hast nun je nach Fitness und Komfortempfinden zwei Möglichkeiten: « Luxusversion: Gaskocher mit Kochtopf und integrierter Pfanne mit Klappgriff sowie dreiteiliges Essbesteck aus Edelstahl oder hochwertigem Industriekunststoff « Survivalversion: Heater Bag mit chemischem Heizelement und einem Spork oder Göffel (einteiliges Besteck, das Löffel, Gabel und Messer zugleich ist) Essen Du bist auf der Flucht. Du hast es eilig. Du sollst nur überleben, kein 5-Gänge-Menü mit Creme brülge zaubern. Bedeutet, es sollte leicht und aufwandsarm sein. In den Fluchtrucksack gehören keine Dosen oder Gläser. Gefriergetrocknetes Essen, bei dem du nur Wasser dazugeben musst, oder Fertignahrung wie die typischen Einmannpackungen der Bundeswehr sind hier die favorisierte Art der Nahrungsaufnahme. Der Vorteil beim gefriergetrockneten Essen ist das Ultra-Leichtgewicht. In Kombination mit den chemischen Heizelementen brauchst du auch noch nicht mal Feuer für die Zubereitung (so sieht und riecht dich auch keiner). Tr oe Tree ‘10 [m0] Ss Essen BOB Für mindestens fünf Tage solltest du etwas dabeihaben. Energieriegel und Notnahrung in Wiirfelform (wie NRG-5) strecken deine Uberlebensfihigkeit um noch weitere drei bis vier Tage, ehe du nach Alternativen suchen musst. Später mehr dazu. Wasser und Wasserfilter HLA {| ee 7 ETA ry Won u. ope 1 Etat Tır Wasserfilter Wenn du einen Notfallrucksack packst, ist es wichtig, dass du auch an ausreichend Wasser und einen Wasserfilter denkst. Ohne sauberes Trinkwasser wirst du in deiner Notsituation schnell dehydrieren und deine Überlebenschancen sinken drastisch. Zunächst einmal solltest du sicherstellen, dass du genügend Wasser in deinem Rucksack hast, um dich selbst und gegebenenfalls andere Personen für mindestens drei Tage versorgen zu können. Das bedeutet, dass du mindestens drei Liter Wasser pro Person pro Tag einplanen solltest. Wenn du weißt, dass du in einem Gebiet unterwegs bist, in dem es schwer ist, an sauberes Wasser zu kommen, solltest du entsprechend mehr Wasser einpacken. “hd A A i al . 5 A ol vr A a A A. : 4 + - » Y ye i a ie ~~ oo " nN “at 7 3 vs 3 | 70 Don, FT % x - d oa A! a = bor i Fa a os a © an oh p> Di CE ht, A - Ts RR ing oS A Fal 7S Ee LF, Abbildung 20 Ein Wasserfilter ist gleichzeitig ein sehr wichtiger Bestandteil deines Notfallrucksacks, weil du nicht hunderte Liter Wasser mit dir herumtragen mochtest und kannst. Du kannst auch nicht davon ausgehen, dass ringsumher, auf deiner Fluchtroute nur saubere Quellen aus allen Ecken sprudeln. Mit einem Wasserfilter kannst du unsauberes Wasser filtern und trinkbar machen. Es gibt viele verschiedene Arten von Wasserfiltern auf dem Markt, aber in deinem Notfallrucksack solltest du auf jeden Fall einen Filter haben, der Bakterien, Viren und Protozoen ausfiltern kann. Einige der besten Wasserfilter auf dem Markt sind tragbar und können einfach in deinem Rucksack verstaut werden. Sie sind leicht, langlebig und eignen sich daher hervorragend für den Einsatz in einer Notsituation. Beim Kauf eines Wasserfilters solltest du darauf achten, dass er zu deinem Einsatzgebiet passt. Wenn du beispielsweise in einer Gegend unterwegs bist, in der es viele Bakterien gibt, solltest du einen Filter wählen, der Bakterien filtern kann. Wenn du in einer Gegend unterwegs bist, in der es viele Viren gibt, solltest du einen Filter wählen, der auch Viren filtern kann. Es gibt auch Wasserfilter, die speziell für den Einsatz in extremen Temperaturen oder Höhenlagen entwickelt wurden, also achte darauf, dass du den passenden Filter wählst. Wenn du einen Wasserfilter benutzt, ist es wichtig, dass du ihn regelmäßig wartest und reinigst. Ein verschmutzter Filter kann seine Wirksamkeit verlieren und das gefilterte Wasser kann ungenießbar werden. Achte darauf, dass du den Filter gemäß den Anweisungen des Herstellers reinigst, und lagere ihn immer an einem trockenen Ort. Auch hier empfehle ich die Marke Katadyn aus der Schweiz, welche hier Weltmarktführer ist. Ich persönlich besitze zwei Filter dieser Marke, die ich regelmäßig nutze: den BeFree Filter für unterwegs, wenn es mal schnell gehen muss, und den Hiker Pro, wenn ich mich stationär aufhalte oder längere Pausen mache. Alles rund ums Feuer Es gibt nichts Ursprünglicheres als Feuer. Die Kontrolle dieses Elements sorgte für die bahnbrechende Entwicklung von uns Menschen. Wenn du dir also deinen Notfallrucksack zusammenstellst, solltest du auf jeden Fall auch an die Möglichkeit denken, ein Feuer zu machen. In manchen Situationen kann das nämlich lebensrettend sein. In manchen taktischen Szenarien kann dies jedoch auch deine Sicherheit kosten, dazu später aber mehr. Hier nun ein paar Tipps, was du dazu in deinen Rucksack packen solltest und worauf du achten musst. Als Erstes solltest du immer einen Feuerstarter dabeihaben. Das kann ein Feuerzeug, Streichhölzer oder ein Feuerstein mit Stahl sein (am besten alles, bedenke die Redundanz aller wichtigen Dinge). Wichtig ist, dass du dir im Vorfeld überlegst, welche Variante am besten zu dir und deinen Bedürfnissen passt. Neben dem Feuerstarter solltest du auch immer etwas dabeihaben, das du als Brennmaterial verwenden kannst. Ideal sind trockene Zweige oder Baumrinde. Wenn du in einem feuchten Wald unterwegs bist, kann es allerdings schwieriger sein, geeignetes Material zu finden. In diesem Fall solltest du auf jeden Fall ein paar Feueranzünder oder spezielles Brennmaterial wie zum Beispiel Watte mit Wachs, Harz oder gleich Esbitwürfel in deinen Rucksack packen. Wenn du ein Feuer machen willst, solltest du außerdem darauf achten, dass du es an einer sicheren Stelle entzündest. Das bedeutet, dass du darauf achten solltest, dass keine trockenen Zweige oder Pflanzen in der Nähe sind, die schnell Feuer fangen könnten. Auch auf den Wind solltest du achten, damit Funken oder Glut nicht unkontrolliert davongetragen werden. Besonders wichtig ist es zudem, dass du das Feuer immer im Auge behältst. Feuerwache während der Ruhephasen ist ratsam, solltest du in einer Gruppe unterwegs sein. Lass es niemals unbeaufsichtigt brennen und sorge dafür, dass es vollständig gelöscht und abgedeckt ist, bevor du weitergehst. Deine Spuren sollten immer verwischt werden. Es werde Licht - deine Energiegewinnung Wenn du einen Notfallrucksack packst, solltest du sicherstellen, dass du genügend Energieversorgungsoptionen hast, um im Notfall auf alles vorbereitet zu sein. Wofür brauchst du Strom? Lampen, Funkgeräte, Signalmittel und GPS (sollte es noch gehen), alles andere brauchst du nicht zum Überleben. Es gibt einige Dinge, die du bei der Wahl der richtigen Energiequellen beachten solltest. Zunächst einmal ist es wichtig, dass du eine Vielzahl von Optionen zur Verfügung hast. Du solltest nicht nur auf eine Energiequelle setzen, sondern auf mehrere, um sicherzustellen, dass du im Notfall genug Energie zur Verfügung hast. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel eine Kurbellampe oder ein Solarladegerät, das du an deine Ausrüstung anschließen kannst. Kurbelradio mit integrierter Powerbank und Lampe wäre ein sinnvoller Hybrid. Ultraleichte Powerbanks (welche vorher aufgeladen sind) machen ebenfalls Sinn. Eine andere Option wäre, Batterien mitzunehmen. Hier solltest du jedoch darauf achten, dass du sie regelmäßig überprüfst und bei Bedarf austauschst, um sicherzustellen, dass sie voll funktionsfähig sind, wenn du sie brauchst. Du könntest auch eine wiederaufladbare Batterie mitnehmen und ein kleines tragbares Solarpanel, um sie im Notfall aufzuladen. Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl der richtigen Energiequellen sind die Größe und das Gewicht deiner Ausrüstung. Alles, was du mitnimmst, sollte nicht zu viel Platz in deinem Notfallrucksack einnehmen und nicht zu schwer sein, um getragen zu werden. Einige besondere Dinge, die du beachten solltest, sind die Temperaturbeständigkeit deiner Energiequellen sowie deren Haltbarkeit. Wenn du in einem Gebiet mit extremen Temperaturen unterwegs bist, sollten deine Batterien und Solarladegeräte auch unter diesen Bedingungen funktionieren. Trage die Batterien unter der Kleidung, um sie warmzuhalten. Kälte ist für alle elektronischen Geräte das Kryptonit schlechthin. Wenn deine Energiequelle eine begrenzte Haltbarkeit hat, solltest du sicherstellen, dass du genügend Ersatz mitnimmst (also kaufe lieber gleich etwas Ordentliches, als zu viel tragen zu müssen). Navigation leicht gemacht Wann hast du das letzte Mal eine Karte genutzt, um von A nach B zu kommen? Wahrscheinlich vor dem Smartphone und den Navigationsgeräten. Wenn dem so ist, hast du zumindest etwas Erfahrung. Gehörst du jedoch zur jüngeren Generation und hast nicht gedient oder bist kein Hobby-Pfadfinder ... bist du am Arsch, sorry. Zeit, dich damit auseinanderzusetzen. Karte und Kompass sind unverzichtbare Werkzeuge für jeden, der sich in einer Krise sicher bewegen möchte. Wenn du einen Notfallrucksack zusammenstellst, solltest du auch immer eine, eher zwei Karten (wasserdicht) und einen Kompass einpacken, um im Notfall die Orientierung zu behalten. Bevor du dich auf deine Reise begibst, solltest du die Karte studieren und dir einen Überblick über die Gegend verschaffen, in der du dich bewegen wirst. Achte dabei auf markante Landschaftsmerkmale wie Flüsse, Berge, Wälder oder auch urbane Merkmale wie Kirchen und Co., die dir später als Orientierungspunkte dienen können. Wenn du dir unsicher bist, welche Route du nehmen sollst, solltest du vorher eine Route planen und diese auf der Karte markieren (nicht auf der Karte schreiben, lieber auf einer Folie, wo du zur Not Eintragungen wegwischen kannst). Beim Kauf eines Kompasses solltest du darauf achten, dass er robust und zuverlässig ist. Ein Kompass mit einer beweglichen Nadel, die sich schnell ausrichtet, ist in der Regel die beste Wahl. Außerdem solltest du sicherstellen, dass du weißt, wie man den Kompass verwendet und wie man Karten liest, um die Orientierung zu behalten. Wenn du dich im Freien bewegst, solltest du die Karte und den Kompass immer griffbereit haben. Es ist sinnvoll, die Karte, wie oben bereits erwähnt, in einer wasserdichten Hülle aufzubewahren, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen. Du solltest auch immer einen Stift oder Marker dabeihaben, um auf der Karte Markierungen oder Notizen machen zu können. Wenn du dich verläufst oder die Orientierung verlierst, solltest du als Erstes versuchen, auf der Karte zu erkennen, wo du dich befindest und welche Route du nehmen musst, um zum Ziel zu gelangen. Verwende den Kompass, um deine Ausrichtung zu bestimmen und eine Richtung zu wählen, die dich zurück auf den richtigen Weg führt. Hinweis: In Krisen werden Wege, Straßen und Kreuzungen oftmals überwacht und sind somit sehr gefährlich. Du musst dich damit auseinandersetzen, dich auch abseits der Wege, nur mit dem Kompass, durchzuschlagen. Körperpflege in der Krise Was sollte alles dabei sein? Auch wenn wir uns in einer Notsituation befinden, sollte man aus Motivations- und Gesundheitsaspekten immer die Hygiene im Kopf behalten. Bei Pflege- und Hygienematerialien im Notfallrucksack gibt es einiges zu unbedingt beachten. Zunächst einmal ist es wichtig, dass du Materialien auswählst, die möglichst platzsparend sind, da der Notfallrucksack nur begrenzten Platz bietet. Andererseits sollten sie aber auch für den Ernstfall ausreichen. In Bezug auf Hygiene solltest du auch an Zahnbürste und Zahnpasta denken, um bei Bedarf den Mundraum reinigen zu können. Auch Einwegrasierer können sinnvoll sein, um bei Bedarf Haare entfernen zu können. Seife zur Reinigung der Kleidung und dir selbst in kleinen Plastikflaschen oder als Kernseife machen Sinn. Es gibt hervorragende 18-in-1 Naturseifen, die geruchsneutral alles abdecken, was du benötigst. Feuchttücher und Toilettenpapier, die wasserdicht verpackt sein sollten, sind ebenfalls wichtig für dein Wohlbefinden. Eine Pinzette, um Dornen oder andere Fremdkörper aus dem Körper zu ziehen, schadet auch nicht. Werkzeuge Du möchtest etwas bauen oder reparieren? Kein Problem, mit den passenden Werkzeugen und Tools. Auch hier gibt es einige wichtige Dinge zu beachten. Zunächst einmal sollten die Werkzeuge von hoher Qualität und langlebig sein, um im Notfall zuverlässig zu funktionieren. Es ist auch wichtig, dass sie leicht und kompakt genug sind, um in den Rucksack zu passen und nicht zu viel zusätzliches Gewicht zu verursachen. Optimalerweise sind die Werkzeuge multifunktional, um mehrere Fähigkeiten in einem Tool zu vereinen. An deiner First Line Bekleidung hast du bereits ein Multitool, nun schauen wir uns an, was du in der Third Line alles dabeihaben könntest. Klappsägen sind ein wichtiger Bestandteil des Notfallrucksacks, da sie in der Wildnis oder in einem anderen Outdoor-Notfall sehr nützlich sein können. Eine gute Klappsäge sollte eine scharfe, langlebige Klinge haben, die auch bei grober Verwendung nicht leicht bricht oder sich verbiegt. Wenn man sich für eine Klappsäge entscheidet, sollte sie leicht zu falten und zu transportieren sein. Mit der Säge aus dem Multitool möchtest du sicherlich keinen Unterstand bauen ... Ein Klappspaten ist ein weiteres nützliches Werkzeug, das in einem Notfallrucksack nicht fehlen sollte. Ein guter Klappspaten sollte stabil und robust sein, um den harten Bedingungen im Freien standzuhalten. Er sollte auch eine scharfe Kante haben, um beim Graben von Schnee oder Erde effektiv zu sein. Ein Klappspaten kann auch als Waffe oder als Hammerersatz verwendet werden, wenn es nötig ist. Eine Axt ist ein Werkzeug, das in einem Notfallrucksack zwar nicht unbedingt unverzichtbar ist, aber dennoch sehr nützlich sein kann. Eine gute Axt sollte eine scharfe, robuste Klinge haben, die sich gut zum Schneiden von Holz eignet. Sie sollte auch bequem zu halten sein und ein gutes Gleichgewicht haben, um präzise Schläge zu ermöglichen. Ein kleines Fiskars-Beil mit Kunststoffgriff habe ich zum Beispiel immer dabei. Bei der Verwendung von Werkzeugen im Notfallrucksack ist es wichtig, sicherzustellen, dass man weiß, wie man sie richtig verwendet und sich selbst oder andere nicht versehentlich verletzt. Werkzeuge solltest du nach jedem Gebrauch reinigen und pflegen, um sicherzustellen, dass sie in einem guten Zustand bleiben und beim nächsten Gebrauch zuverlässig funktionieren, da du nicht einfach einkaufen gehen kannst, um Ersatz zu besorgen. PI-Kit, dein mobiler Baumarkt Dein Pionier-Päckchen oder kurz PI-Kit genannt ist dein mobiler Baumarkt für die Krise, ob in einer kleinen Plastik- oder Blechdose eingepackt, befinden sich darin alle Dinge, die du benötigst, um zu jagen, Fallen zu bauen oder einfach Sachen zu reparieren. Das könnte enthalten sein: « Schnur « Draht » Angelhaken und Sehne + Nägel * Krampen + Nähzeug « Sicherheitsnadeln « Tarnschminke + Etc. Lass deiner Fantasie freien Lauf. Dies sind nur einige Beispiele. Not macht erfinderisch, nutze deswegen das wenige, was du hast, komplett aus. Erweiterte Erste Hilfe Zunächst einmal ist es wichtig zu betonen, dass der Notfallrucksack für den Einsatz in akuten Notfällen gedacht ist und nicht für eine langfristige Versorgung von Verletzungen oder Krankheiten. Deshalb ist es auch nicht sinnvoll, den Rucksack mit zu vielen Gegenständen zu überladen. Es geht darum, die wichtigsten Dinge dabei zu haben, die im Notfall wirklich gebraucht werden. Beginnen wir mit den Materialien. Im Notfallrucksack sollten mindestens folgende Dinge enthalten sein: « Ein Set an Handschuhen: Diese schützen dich vor einer möglichen Infektion und verhindern, dass du selbst Keime überträgst. * Eine Beatmungsmaske: Sollte eine Person nicht mehr selbstständig atmen können, ist sie unverzichtbar. + Eine Schere: Mit der Schere kannst du Kleidung oder Verbände durchschneiden. Empfehlung von meiner Seite wäre hier die Raptor Rescue von Leatherman. « Ein Dreiecktuch: Das Dreiecktuch kann als Armschlinge oder Kopfverband genutzt werden. « Mehrere Rettungsdecken: Die Rettungsdecke schützt vor Unterkühlung und ist besonders wichtig bei schweren Verletzungen oder einem Schock. « Mehrere Verbände: mindestens einige sterile Kompressen, Pflaster, Wundauflagen und Mullbinden sollten enthalten sein. » Taschenkarten: Hier findest du alle wichtigen Informationen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen und kannst im Notfall schnell nachschlagen. + Neben den Materialien sind auch bestimmte Medikamente im Notfallrucksack sinnvoll. Allerdings sollten diese nur von geschultem Personal angewendet werden. Im Rucksack sollten deshalb keine verschreibungspflichtigen Medikamente enthalten sein. * Folgende Medikamente können jedoch sinnvoll sein: Schmerzmittel: Schmerzen können im Notfall sehr belastend sein. Ein Schmerzmittel kann hier helfen, die Schmerzen zu lindern. Augentropfen: Bei Verletzungen am Auge oder bei Reizungen können Augentropfen helfen. Fieber und Hustenmittel: Du musst fit bleiben während der Krise. Ein Fieber oder allgemeine Erkältungssymptome können schneller auftreten durch den Stress und Witterungseinflüsse, die man vorher nicht gewohnt war. Desinfektionsmittel: Mit einem Desinfektionsmittel kannst du Wunden reinigen und Keime abtöten. Du solltest Medikamente nur in begrenzter Menge im Notfallrucksack mitnehmen und sie regelmäßig auf ihre Haltbarkeit hin überprüfen. Besonderheiten gibt es bei der Auswahl der Materialien und Medikamente je nach Einsatzgebiet. Wenn du beispielsweise in einer ländlichen Gegend unterwegs bist, kann es sinnvoll sein, eine Zeckenzange und ein Insektenschutzmittel dabei zu haben. Zusätzlich solltest du den Notfallrucksack regelmäßig auf seine Vollständigkeit hin überprüfen. Die Materialien und Medikamente sollten regelmäßig auf ihre Haltbarkeit und Funktionsfähigkeit hin überprüft werden. Auch eine kurze Einweisung in die Handhabung der Materialien und Medikamente ist sinnvoll. Du hast nun alles beisammen, um in der Wildnis zu überleben. Was nun folgt, ist die Anpassung der Rucksäcke oder des einzelnen Rucksacks an deine persönlichen Lebensumstände: Kinder? + Ältere Personen mit dabei? « Tiere mit dabei? « Behinderungen körperlicher oder geistiger Natur? + Medikamentenabhängigkeiten? Du und deine Situation können nicht durch eine Musterliste abgearbeitet werden, du musst die Lücken der Versorgung und auch des Verpackungsplans selbst bestimmen. Wer trägt was? Wer ist fit und wer muss gestützt werden? Der Part deiner persönlichen Vorbereitung mit Körper, Geist und Ausrüstung ist nun beendet. Als Nächstes gehen wir über zu deinem Zuhause, deinem Fort Knox für die Krise. Wir sehen uns an, was du machen kannst und wie du dich verhältst, wenn es losgeht. Abschließend noch zu dem Thema der persönlichen Vorbereitung: Wenn du dieses Buch nur liest und weglegst, ohne zu handeln, hättest du es auch gar nicht erst anzufangen brauchen. Packe also zunächst deinen Rucksack. Kleiner gedanklicher Ausflug in die Ukraine: Die Kämpfe gehen jetzt mittlerweile mehr als ein Jahr und immer noch sieht man Menschen bei der „plötzlichen“ Flucht nur mit ein paar „Aldi“-Tüte herumlaufen. Das Problem ist die Verdrängung. Keiner möchte sich mit schlimmen Dingen auseinandersetzen, bevor diese nicht unmittelbar an die Haustüre klopfen. Man hofft bis zur letzten Minute, dass es doch nicht schlimm wird oder eher einen Nachbarn als sich selbst betrifft. Bei ehrlicher und genauer Betrachtung hätten sich die Bewohner jedoch schon bei den ersten Anzeichen vorbereiten müssen. Nichts war geheim, es hat bloß nicht in die persönlichen Wünsche und Bedürfnisse gepasst. In meinem Umkreis war im Herbst 2021 der Angriff Russlands auf die Ukraine im Frühjahr 2022 schon längst klar, die Anzeichen und Absprachen auf allen Seiten waren unmissverständlich genauer wurde als Zeitpunkt sogar die Beendigung der Olympischen Spielen in China genannt. Also eine Prognose mit +- ein bis zwei Tagen ein halbes Jahr im Voraus. Die Teilnehmer des regelmäßig stattfindenden Desaster-Management-Kurses, die wir im Herbst 2021 informiert hatten, können dies zu ihrem Erstaunen noch sehr gut bestätigen. Wer also behauptet, man hätte es nicht sehen können, ist entweder sehr naiv oder hat keine Ahnung vom Fach, oder und das sollte dir zu denken geben man hat es dir verschwiegen. Die Ukraine stellt jedoch nur einen kleinen Teil der noch folgenden Probleme für dich und deine Familie dar. Sie hatten ihre Vorlaufzeit, viele haben sie nicht genutzt, nun läuft deine Zeit. Nutze sie! 15.4 Bevorratung und Tauschhandel In diesem Kapitel sollst du verstehen, wie du dich vor einer Krise richtig eindeckst, damit du dich und deine Familie in der Krise ernähren und Tauschhandel mit der Gemeinschaft betreiben kannst. Warum Vorsorge und Einlagerung? * 100er-Regel: Alles dauert grob hundertmal länger als vor der Krise. « Preise schießen um das 10- bis 100-fache in die Höhe in der Krise. « Kein Nachfiillen möglich oder schwer verzögert. Zeit und Geld sparen, um das Leben erträglicher zu machen. Ursachen können kurz sein, Dauer der Minderversorgung oder Ausfall können jedoch zwischen zwei Wochen bis zu einem Jahr andauern! Sei also schlau und lege dir einen Puffer zu. Es muss nicht immer die Apokalypse sein, eine Preiserhöhung in unverschämte Höhe für eine kurze Zeit kann dich auch schon aus der Bahn werfen. Deine Bevorratung ist hierbei dein Ruhepol, um ohne Hast und Panik denken und handeln zu können. Wir bereiten uns also auf ein Bug-In-Szenario vor (ohne das Bug-Out-Szenario zu vergessen). Bug-In ist deutlich komfortabler als die Wildnis oder Straße, jedoch kann es ohne Strom und Wasser schnell ungemütlich werden, wenn man nicht richtig vorgesorgt hat. Ein Dach über dem Kopf zu haben ist schon viel wert, nun musst du dich aber um die Versorgung kümmern. Ein großes Problem, das du haben wirst, im Gegensatz zu der Natur und der Witterung, ist der Mensch. Du musst mit Menschen handeln, leben und interagieren. Menschen arbeiten mit Emotionen wie Gier, Lust und Neid. Also solltest du Fähigkeiten wie Psychologie, Rhetorik und Mimikresonanz noch mit auf deinen Vorbereitungszettel schreiben. Du musst auf alles gefasst sein. Es gibt keine Gnade und alles ist erlaubt im Kampf um das Überleben. 16. Der Beton-Dschungel Im Kern sind die Überlebensregeln die gleichen, sei es in der Wildnis oder in der Stadt. Du brauchst immer noch Essen und Trinken und eine gut ausgestattete Bug-Out-Tasche für den Notfall, solltest du dein Zuhause verlassen müssen. Der große Unterschied zwischen urbanem und ländlichem Überleben besteht jedoch darin, dass du deine eigenen Ressourcen aus der Umgebung beschaffen musst, anstatt das zu nutzen, was die Natur zu bieten hat. Überlebensfähigkeiten, die du dir aneignen musst, sind: e Lerne die Kunst des Recyclings und der Nachhaltigkeit « Lerne, wie man Kräuter und Gemüse anbaut e Lerne mehr wie ein Bauer zu leben und nutze deine Umgebung « Lerne, aktiv eine Gemeinschaft zu bilden! Möglichkeiten zur Aufbewahrung von Lebensmitteln in deinem Zuhause, für eine urbane Überlebenssituation oder längerfristige Krise mit eingeschränkter Versorgung. Egal, ob bei schlechtem Wetter, Blackout oder Unruhen sowie wirtschaftlichen Einbrüchen - essen und trinken muss der Mensch immer. Hier einige Tipps zur richtigen Lagerung, WAS man überhaupt horten sollte und wie man das Ganze lange haltbar macht. Übersicht und Transparenz Bewahre die Lebensmittel, die dem Verfallsdatum am nächsten sind, vorn in den Regalen auf und bereite diese zur nächsten Mahlzeit zu. Kaufe und lagere also nur das, was du auch tatsächlich nutzt und kennst. Eine gute Inventur deiner Materialien für eine Krise ist von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass du im Ernstfall über alle notwendigen Ressourcen verfügst. Hier sind einige Tipps, wie du eine effektive Inventur deiner Vorräte durchführen und verwalten kannst: « Liste alle Materialien auf: Beginne damit, eine umfassende Liste aller Materialien zu erstellen, die du für eine Krise benötigst. Hierzu gehören unter anderem Nahrungsmittel, Wasser, Medikamente, Verbandsmaterialien, Werkzeuge und sonstige Ausrüstung. Vergiss auch nicht, andere wichtige Elemente wie Batterien, Stromgeneratoren und Brennstoffe aufzulisten. e Bestimme die Menge: Sobald du alle benötigten Materialien aufgelistet hast, solltest du bestimmen, wie viel von jedem Element du benötigst, um für einen bestimmten Zeitraum (mindestens drei Monate) ausreichend versorgt zu sein. Achte hierbei darauf, dass du genügend Vorräte für eine Krise von mindestens zwei Wochen hast. Je nach individuellem Bedarf kann dies auch länger sein. « Uberpriife regelmäßig deine Vorräte: Regelmäßige Überprüfungen deiner Vorräte sind von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass du immer über ausreichend Materialien verfügst. Überprüfe deine Vorräte daher mindestens einmal im Monat und notiere die Menge der vorhandenen Materialien. « Achte auf Haltbarkeitsdaten: Achte darauf, dass du nur Materialien auf Lager hast, die innerhalb ihrer Haltbarkeitsdauer liegen. Markiere die Materialien mit den jeweiligen Haltbarkeitsdaten und sortiere sie entsprechend. Vergiss nicht, regelmäßig abgelaufene Materialien auszusortieren und durch frische zu ersetzen. + Verwalte deine Inventur mit Software: Es gibt verschiedene Anbieter von Software-Lösungen zur Inventarverwaltung, die dir bei der Überwachung und Verwaltung deiner Vorräte helfen können. Diese Software-Lösungen bieten oft Funktionen wie automatische Bestellung von Materialien, Erinnerungen an Haltbarkeitsdaten und Bestandsüberwachung. Insgesamt ist eine effektive Inventur deiner Vorräte von entscheidender Bedeutung, um sicherzustellen, dass du im Notfall über ausreichend Ressourcen verfügst und keinen Mangel an einer Stelle zu haben. 17. Improvisieren Viele Menschen sagen immer, sie hätten in der Stadt wenig Platz, um Essen in größeren Mengen zu lagern. Aber wie ich dir weiter oben dargelegt habe, musst du einfach nur die Gegebenheiten ausnutzen, die du hast. Wenn es nicht horizontal geht, dann mach es vertikal, nutze die Raumhöhe. Denk immer dran: Two is one and one is none. Lieber mehr haben, als man zu brauchen glaubt. Krisen haben ihre eigenen Gesetze und halten sich wenig an Planbarkeiten. Seit Ende 2004, dem Beginn meiner Bundeswehrzeit, befasse ich mich mit dem Thema Selbstvorsorge und habe mich durch hunderte Bücher und Kurse gekämpft, um einen für mich praktischen und verständlichen roten Faden zu ermitteln und mich von den Panikmachern zu unterscheiden. Das Thema Selbst- und Eigenvorsorge soll dir auch Spaß machen, weil nur dann wirst du es auch gern und genauer machen, als wenn du es aus Druck oder Zwang machen musst. Es geht um längst verloren gegangenes Wissen, das unseren Ahnen das Überleben gesichert hat. So kann es Spaß machen, wieder Obst einzukochen oder Fleisch zu räuchern, um seine Abhängigkeit vom Supermarkt zu verlieren. Zudem ist vieles Selbstgemachte wesentlich günstiger, geschmackvoller und nährstoffreicher als fertige Supermarktnahrung mit aufgepumpter, chemischer Langzeithaltbarkeit. Im Lebensmitteleinzelhandel ist die Umschlagsrate der Waren bis zu sechsmal die Woche, teilweise häufiger in urbanen Bereichen. Was bedeutet das für dich? Wenn der Nachschub an Waren durch den Wegfall der Lieferketten nicht mehr gewährleistet ist, ist dein Einkaufsladen um die Ecke bis vielleicht auf ein paar Non-Food-Artikel innerhalb von drei Tagen mit größter Sicherheit leer. Ich persönlich denke sogar, dass die Läden bei einer Krise bereits am zweiten Tag leer geplündert sind (zumindest in den Brennpunktbezirken)! Folgende Fragen solltest du dir für den Fall einer Krise stellen: «» Wie lange kannst du dich und deine Familie ernähren und dem gewohnten Alltagsrhythmus (Arbeit, Familie, Gesundheit) noch nachkommen? + Wie lange reicht dein Grundvorrat an Lebensmitteln, Hygiene und Waschpulver? Wie weiter vorn im Buch schon berichtet, kann sich nur ca. ein Drittel der Bevölkerung etwas mehr als eine Woche ohne Strom versorgen. Dann ist alles aufgebraucht! Was dann, wenn vor allem noch eine Lücke von mehr als einer, vielleicht sogar mehreren Wochen und Monaten besteht? In der Krisenvorsorge ist alles ab spätestens der ersten Woche, also alles ab Tag acht, sehr bedrohlich. Denn „spätestens“ dann finden die großen Plünderungen statt, weil dann fast 95 % der Bevölkerung die Vorräte ausgehen. Es gilt also, genau diese Zeit zu „überbrücken“! Ich persönlich würde dir raten, direkt einen Schritt weiterzugehen, überbrücke am besten die ersten drei Monate nach Ausbruch eines Blackouts, um auch die Nachwehen zu umgehen. 18. Nahrungsvorsorge Im Checklistenteil dieses Buches habe ich dir ein Beispiel zusammengestellt, was du alles bevorraten könntest. Dies soll dir jedoch nur als Orientierung dienen. Bitte lagere nur Lebensmittel ein, die du auch jetzt schon konsumierst. Wenn du zum Beispiel nur gefriergetrocknete Langzeitnahrung einlagerst, stehst du vor dem Problem, dass dein Körper, der in einer Krise erhöhtem Stress ausgesetzt ist, zusätzlich ein Stoffwechselproblem bewältigen muss. Dies äußert sich meistens durch Verstopfungen oder Durchfall sowie Erbrechen, Krankheit und Leistungsabfall. Nimm also nur das, was du ohnehin schon kennst. Binde jetzt schon deine Lagernahrung in den Alltag ein. Das ist sehr wichtig und macht keinen zusätzlichen Aufwand im Alltag. Was du unbedingt jetzt bevorraten solltest: Reis, Nudeln, Getreide (bei Mehl bitte Ablaufdatum beachten), Instantmilch, Zucker, Salz. Getreide ist außerdem (bei richtiger Lagerung) mindestens zehn Jahre haltbar! Einlagern Wenn du dir eine Getreidemühle, optimalerweise mit Handkurbel anschaffst, ist dies ein weiterer guter Schritt zu einer autarken Versorgung. In einem Monat verzehrt jede Person im Durchschnitt mehr als zehn Kilo Brot. Das brauchst du nur hochzurechnen, dann kannst dir pro Person und geplanter Pufferzeit die entsprechende Menge Getreide direkt einlagern zehn Kilo Getreide je Monat und Person jedoch mindestens, wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest. Stellen wir uns zum Einlagern wieder einige wichtige Fragen: « Welche Faktoren bestimmen die Haltbarkeit von Weizen, Getreide, Hülsenfrüchten, Bohnen, Reis, Nudeln? » Was macht unsere Nahrungsmittel ungenießbar, verderblich oder unappetitlich? Entweder entdeckt Ungeziefer unsere Lebensmittel als sein persönliches Schlaraffenland oder Pilzkulturen und Bakterien zersetzen sie. Diese Tiere, Bakterien und Mikroorganismen benötigen genauso wie wir Menschen ein spezielles Umfeld zum Überleben. Wir können ihnen also ihre Lebensgrundlage von vornherein entziehen und sie somit „ausladen“, an unserer Tafelrunde teilzunehmen. Im Falle von Insekten entziehen wir den Sauerstoff, ohne den sie nicht überleben können, im Fall von Mikroorganismen das nötige warme, speziell-feuchte Klima, welches sie benötigen, um sich fortzupflanzen. Deshalb Lebensmittel immer so lagern: « so trocken wie möglich « in sauerstoffarmer Umgebung (einschweißen, salzen oder in Alkohol einlegen) « vor Sonnenlicht geschützt, « bei niedrigen Temperaturen « in dichten Luft- oder Wasserbehältnissen Thema Feuchtigkeitsgehalt: Der Feuchtigkeitsgehalt in essenziellen Nahrungsmitteln wie Getreide oder Bohnen spielt eine entscheidende Rolle in Bezug auf ihre Langlebigkeit. Die Harrington-Regeln, entwickelt aus den Forschungsergebnissen von James F. Harrington (1916 bis 2002), geben Richtlinien für das Verhältnis von Feuchtigkeitsgehalt und Haltbarkeit vor. Gemäß einer dieser Regeln reduziert sich die Haltbarkeit von Saatgut (unter Beibehaltung der Keimfähigkeit) um die Hälfte mit jedem Anstieg des Feuchtigkeitsgehalts um 1 % (Harrington, 1972). Diese Regel findet Anwendung bei einem Feuchtigkeitsgehalt zwischen 5 % und 13 % und ist ebenso umkehrbar: Eine Reduktion des Feuchtigkeitsgehalts um 1 % verdoppelt die Haltbarkeit. Ab einem Feuchtigkeitsgehalt von 13 % führen Pilzkulturen und erhöhte Selbstwärme durch Atmung zu einem übermäßigen Verlust der Keimfähigkeit. Unser Hauptinteresse gilt zwar nicht primär der Keimfähigkeit, sondern der Genießbarkeit, dennoch dienen diese Werte als Basis. Getreide sollte nicht mehr als 13 % Feuchtigkeit aufweisen (obwohl in Deutschland auch Getreide mit einem Feuchtigkeitsgehalt von unter 14 % als „lagerfest” gilt, ist dieser Wert für die Lagerung in speziellen Silos ausgelegt und nicht für Langzeitlagerung über viele Jahre). Bei einem Feuchtigkeitsgehalt von 11 bis 12 % kann, unter Berücksichtigung anderer Faktoren, bereits eine beachtliche Haltbarkeit von vielen Jahren erreicht werden, insbesondere bei Lagerung bei niedrigen Temperaturen (maximal 12 °C). Ein Feuchtigkeitsgehalt von 10 % oder weniger ist optimal für die Langzeitlagerung, auch über einen Zeitraum von zehn bis dreißig Jahren. Feuchtigkeit messen Die Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts von Getreide erfolgt präzise mithilfe von Feuchtigkeitsmessern, die sowohl im Fachhandel als auch online erhältlich sind. Um die Trocknung zu beschleunigen, kann das Getreide auf dem Boden verteilt werden. Eine effektive Methode zur Feuchtigkeitsreduzierung ist der Einsatz von Trocknungsmitteln, die die Umgebungsfeuchtigkeit absorbieren. Indem man das Trocknungsmittel, beispielsweise Silikagel, gemeinsam mit dem Getreide in einen luftdichten Eimer gibt, entzieht es diesem die Feuchtigkeit. Nach ein bis zwei Wochen wird das erschöpfte Trocknungsmittel entfernt und das feuchtigkeitsreduzierte Getreide wird nach einer Kontrollmessung versiegelt gelagert. Viele Trocknungsmittel sind wiederverwendbar, indem man sie im Ofen erhitzt und reaktiviert. Die Lebensdauer von Saatgut verlängert sich durch eine Temperatursenkung um jeweils 5,6 °C im Bereich von 0 °C bis 50 °C. Frostschäden treten bei einem Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 14 % nicht auf. Zum Beispiel kann Hartweizen mit etwa 10 % Feuchtigkeitsgehalt unter Sauerstoffausschluss und Beachtung anderer Faktoren bei 20 °C eine Haltbarkeit von acht bis zwölf Jahren haben. Senkt man die Lagertemperatur von 20 °C auf 10 °C, verlängert sich die Haltbarkeit noch weiter. Die Werte basieren auf der Annahme, dass Getreide unter Ausschluss von Sauerstoff, mit einem Feuchtigkeitsgehalt unter 10 %, in einem luft- und wasserdichten Behälter in dunkler Umgebung gelagert wird. Unter diesen Bedingungen kann eine Haltbarkeit von mindestens zehn Jahren erreicht werden. Erfahrungen deuten darauf hin, dass bei konstanter Lagertemperatur von etwa 21 °C eine Haltbarkeit von mindestens zehn Jahren möglich ist. Gemäß der Harrington-Faustformel ergeben sich folgende Werte: Temperatar [save | Diese Werte können nicht als abwegig betrachtet werden, da zahlreiche Berichte von über zehn Jahren gelagertem Getreide existieren, das als „absolut konsumierbar“ eingestuft wurde. Die Lagerung im Erdreich oder im kühlen Keller, vorzugsweise auf der Nordseite eines Gebäudes, maximiert die Haltbarkeit. Es ist zu beachten, dass nicht nur die Temperatur selbst, sondern auch das Ausmaß und die Häufigkeit von Temperaturschwankungen die Haltbarkeit beeinflussen. Eine konstante, niedrige Temperatur ist optimal für maximale Haltbarkeit. Das sorgfältige Management der Lagerumgebung beeinflusst maßgeblich die Haltbarkeit von Getreide. Idealerweise sollte die Lagerung in einem luft- und wasserdichten Behälter erfolgen, um Sauerstoffausschluss zu gewährleisten. Dunkelheit ist ebenso von Bedeutung, da Licht die Qualität des Getreides beeinträchtigen kann. Die Lagerung im Erdreich oder in einem kühlen Keller, insbesondere auf der Nordseite eines Gebäudes, ist daher äußerst vorteilhaft. Zusätzlich zur Temperatur und Umgebungseinflüssen ist die Feuchtigkeit ein kritischer Faktor. Ein Feuchtigkeitsgehalt von weniger als 10 % ist entscheidend, um Schimmelbildung und Keimverderb zu verhindern. Der Einsatz von Trocknungsmitteln, wie Silikagel, kann auch dazu beitragen, die Feuchtigkeit auf einem optimalen Niveau zu halten. Regelmäßige Kontrollmessungen sind unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Lagerbedingungen konstant bleiben und die Haltbarkeit maximiert wird. In sauerstoffarmer Umgebung Vor einigen Jahren hat man in der Krisenvorsorge noch zu einer recht aufwendigen Methode gegriffen, um Behältnissen mit Grundnahrungsmitteln den Sauerstoff zu „entziehen“: Der Sauerstoff wurde mit Stickstoff ersetzt, indem man von unten Stickstoff in den Behälter leitete. Der Sauerstoff wurde aufgrund seines höheren molekularen Gewichtes auf diese Weise nach und nach, aus dem Behältnis gedrückt. Eine weitere Methode war der Einsatz von Trockeneis (festes Kohlendioxid), das, im Behälter unter das Getreide gelegt, zu Kohlendioxid sublimiert und so Stück für Stück den Sauerstoff nach oben aus dem Behältnis drückt. Schließlich bahnten sich die Sauerstoff-Absorber ihren Weg in die Lebensmittelbevorratung, bzw. -haltbarmachung. Diese nach außen hin lebensmittelechten Päckchen sind vor allem mit Eisenpulver gefüllt, das in Gegenwart von Sauerstoff oxidiert, diesen also bindet, indem es mit ihm reagiert. Sauerstoff-Absorber ersetzen also nicht den Sauerstoff in der Luft, sondern binden diesen. In einem geschlossenen Behälter erzeugt dies, im Gegensatz zum o.g. Befüllen mit Stickstoff, ein Teil-Vakuum. Der Sauerstoffanteil der Luft von ca. 21 % wird sofern ausreichend Absorber vorhanden sind regelrecht entzogen. Zwar unterliegt auch die erfolgreiche Verwendung von Sauerstoff-Absorbern einigen entscheidenden Faktoren, dennoch bieten sie dem unerfahrenen Privatmann eine unkomplizierte und effektive Lösung. Zu beachten ist natürlich die Verwendung eines stabilen oder auch flexiblen Behältnisses. Schließlich kann das entstehende Teil-Vakuum die Wände eines instabilen oder nicht komplett gefüllten Eimers/Containers nach innen ziehen und so einknicken lassen. So kommt es gegebenenfalls zum Riss in der Eimerwand oder zu einer Verformung, welche wiederum die Luft- und Wasserdichtheit des Behälters am Deckel beeinträchtigt. In dichten Luft- oder Wasserbehältnissen lagern Habe ich dem Getreide Feuchtigkeit entzogen bzw. einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt sichergestellt und zudem durch Sauerstoff-Absorber den Sauerstoff entzogen, so sollen diese Bedingungen, im Sinne der Langzeitlagerung, selbstverständlich auch so aufrechterhalten bleiben. Das Behältnis für die Aufbewahrung sollte also zwingend luft- und wasserdicht sein. Natürlich kann ich mein Getreide in Dosen, Eimer oder Tonnen füllen. Diese Variante findet auch beim Einsatz von Sauerstoff-Absorbern eine breite Anwendung in der Langzeitlagerung von Getreide und anderen Grundnahrungsmitteln. Im Falle der Abfüllung in Dosen ist jedoch eine entsprechende Verschließmaschine erforderlich. Bei Eimern oder Tonnen musst du sicherstellen, dass es sich um lebensmittelechte Behälter mit Gummidichtungsdeckeln handelt. Bei der direkten Abfüllung in Dosen oder Fässern bleibt nach wie vor das Risiko des Einknickens durch das entstehende Teil-Vakuum des Sauerstoffentzugs. Andere Empfehlung für Verpackungen sind Alu-Verbund-Beutel, denn diese sind flexibel sowie luft- und wasserdicht und lassen sich leicht verschließen. Normale Plastiktüten oder -säcke eignen sich hierfür nicht, denn sie verfügen nicht über eine ausreichende Luft- und Wasserdampf-Barriere. Der Vorteil dieser Beutel liegt darin, dass sie schon ab einer Beutelstärke von etwa 110 um (Mikron oder Mikrometer) eine sehr hohe Luft-, Licht- und Wasserdampf-Barriere bieten und sich obendrein bei der Anwendung von Sauerstoff-Absorbern und dem daraus resultierenden Teil-Vakuum flexibel anpassen können. Nicht ohne Grund werden genau diese Beutel als Verpackung von gefriergetrockneten Mahlzeiten wie Trek and Eat von Katadyn oder Tactical Foodpack aus Estland und in diversen anderen Notrationen oder anderen Nahrungsmitteln für die Langzeitlagerung verwendet. Die Beutel sind grundsätzlich sehr belastbar, punktuell aber natürlich anfällig für spitze Gegenstände. Gerade bei großen Füllmengen sollte man die Beutel also in entsprechend resistenten Behältern aufbewahren. Die befüllten Beutel selbst lassen sich nur schwer stapeln. Nun müssen es allerdings keine absolut wasser- und luftdichten Eimer oder Tonnen mehr sein. Die Firma Ready to Eat aus den USA hat genau dieses Prinzip angewandt. Weitere Kosten entstehen gegebenenfalls, wenn du dir für das Versiegeln der Beutel ein professionelles Folienschweißgerät zulegst (könnte man aber auch einmal innerhalb einer Gruppe machen). 19. Deine heimische Vorratskammer Ideal ist ein Kellerraum mit ausreichender Luftzufuhr, jedoch bitte darauf achten, dass in diesem Raum nicht die Zentralheizungsrohre durchlaufen und somit den Raum erhitzen. Der Dunst der Küche schadet ebenfalls, weshalb der Raum in oder neben der Küche nicht am besten geeignet ist. Sollten Fenster vorhanden sein, dann tagsüber abdunkeln und nur nachts lüften. Solltest du Platz haben, dann baue viele Regale zur Übersicht und Trennung der einzelnen Produktbereiche auf. Bitte keine Billigregale, die nach dem Einräumen zusammenkrachen (ist mir einmal passiert, mit Kunststoffregalen, die nach einem Jahr Ermüdungsbrüche hatten). In der Stadtwohnung kann ein Schrank in der Küche die Vorratskammer ersetzen (notgedrungen). Bitte nicht nur auf deinen Kühlschrank und Truhe verlassen. Beides kann für längere Zeit ausfallen, hab deswegen immer Ausweichmöglichkeiten parat. Ideal wären: Eine Kühltruhe, da diese die Kälte selbst nach dem Stromausfall noch eine gewisse Zeit binden kann, ein fliegensicherer Schrank, eine Brotdose, ein Eierständer, Drahtkörbe oder Drahtboxen für Obst, Gemüse und Kartoffeln, Netzsäcke für Zwiebeln, Dörrgemüse und altbackenes Brot. Tipp für die Kühltruhe: Die freien Bereiche mit dreiviertel vollen (nicht voll, sonst platzen diese) Plastikflaschen mit Wasser ausfüllen. Das gefrorene Wasser kühlt die Umgebung noch nach und kann nach dem Tauen natürlich auch als Trinkwasser genutzt werden. Haltbarmachung ohne Kühlschrank und Tiefkühltruhe Hier ein paar Empfehlungen, wenn du verderbliche Ware hast, die kühl gehalten werden muss: « Speisereste niemals in Emaille- oder Metallgeschirr aufbewahren gesundheitsschädlich! « Speisen, die einander im Geruch stören, sollen nie nebeneinanderstehen! Besonders Butter und Milch. « Grundsätzlich alles zudecken. Butter mit einer Glasglocke bedecken. Butter kann man auch, mit abgekochtem Salzwasser bedeckt, gut aufbewahren. * Knuspriges Naschwerk in Glas-, Porzellan- oder Blechbehältern aufbewahren; jedoch kein Salz- oder Schokoladengebäck. » Angeschnittenen Braten immer mit der Schnittseite nach oben lagern, damit der Saft nicht ausläuft. « Brot in einem Tontopf aufbewahren und mit einem feuchten, ausgewrungenen Tuch abdecken. Wer Brot selbst backt, kann es nach dem Backen in einem angestaubten Mehlsack direkt an einen luftigen Ort hängen. Eier « Eier im Eiergestell an einem kühlen Ort aufbewahren und alle vier Tage mit etwas Speck einreiben. « Gefrorene Eier werden wieder genießbar, wenn du klares Wasser, in dem Kochsalz aufgelöst wurde, darüber gießt. « Eigelb hält sich zwei Tage, wenn es mit kaltem Wasser bedeckt, aber nicht dicht verschlossen wird. + Aufgeschlagene Eier halten durch Verquirlen mit Zugabe von etwas Wasser und Salz länger. Anschließend zudecken. Fleisch und Wurst « Fleisch zuerst in Backpapier und zusätzlich in ein, in Essig getränktes, ausgewrungenes Tuch einwickeln. Schaffleisch und Kalbfleisch lagert man in Milch, sodass es ganz bedeckt ist. Rindfleisch und Wild in Essigtücher einwickeln. « Grundsätzlich kann man ohne Kühlschrank und Tiefkühltruhe Fleisch bei größter Sommerhitze zwei Tage lang frisch halten, wenn man es in einen Tontopf legt, mit kochendem Wasser bedeckt und etwas Öl darauf gießt. « Geräucherte Fleischwaren einzeln in ein Stück sauberes Papier wickeln und sie dann in eine Kiste zwischen Torfmull oder Holzasche legen. « Speck und Würste können in Leinensäcken, frei hängend, aufbewahrt werden. « Geräucherter Schinken hält sehr lange, wenn du ihn mit verquirltem Eiweiß und fein zerstoßenem Pfeffer bestreichst. « Einen Schinkenanschnitt mit geöltem Papier bedecken oder dünn mit Butter bestreichen. Käse Käse bleibt lange frisch, wenn man ein feuchtes Tuch über die Käseglocke hängt. + Niemals in Kupfer, Zinn oder Zink aufbewahren! « Hartkäse in ein Tuch wickeln, das in Salzwasser getaucht wurde. Immer wieder anfeuchten. Statt Salzwasser kann man auch Bier, Wein oder Milch verwenden. Sonstiges « Kopfsalat als Ganzes waschen und mit den Blättern nach oben in ein Sieb legen und ins Kühle stellen. + Mehl nicht in dem Papiersack, in dem es gekauft wurde, aufbewahren. Schütte es in Holzgefäße und rühr es öfter um. « Grüne Petersilie niemals ins Wasser geben. In eine verschließbare Glasbüchse geben. « Seefischstiicke mit feinem Salz und etwas Rohrzucker bestreuen und in ein sauberes Leinentuch wickeln. « Spargel legt man in eine Schachtel voll Torfmull. Besonders lange hält er, wenn er luftdicht mit Pergament eingewickelt und an einem kühlen Ort gelagert wird. « Zitronen in eine Kiste mit Sand legen. Die Früchte dürfen einander nicht berühren. » Angeschnittene Zwiebel in ein Leinensäckchen wickeln und mit Wasser besprühen. Mein Tipp: Lagere unbedingt auch eine größere Menge an Salz, Gewürzen, Alkohol und Tabak ein. Spätestens nach zehn Tagen werden die Menschen aus der Stadt aufs Land ziehen, da die Notreserven in der Stadt aufgebraucht sind. Dass die Menschen dort anklopfen und betteln werden, halte ich eher für ein Gerücht, denn die Gewalthemmschwelle ist extrem niedrig wie wir es in der Geschichte zu häufig miterlebt haben. Später dazu mehr beim Kapitel über Tauschmittel. Anlegen von Langzeitnahrungsmitteln Die laufende Versorgung und Haltbarmachung deiner Lebensmittel kannst du über diverse Methoden hinbekommen. Zum Beispiel durch Einkochen, Salzen, Räuchern, Trocknen, Fermentieren usw. Einmachen deiner Ernte Wenn du deine Ernte einmachst, tu dies mit frischen und unverdorbenen Lebensmitteln. Entferne alle Fäulnisstellen. Wasche die Lebensmittel gründlich in sauberem Wasser. Halte kalte Lebensmittel, insbesondere Fleisch, kühl, bis du sie einmachen kannst. Wie du deine Lebensmittel einmachst, hängt von ihrem pH-Wert ab. Je saurer die Lebensmittel sind, desto kürzer ist die Erhitzungszeit oder desto weniger Hitze ist erforderlich, um die Bakterien abzutöten. Lebensmittel mit geringerem Säuregehalt brauchen mehr Zeit oder mehr Hitze. Die meisten Früchte haben einen höheren Säuregehalt und können im Wasserbad eingelegt werden. Gemüse wie Mais und Bohnen haben jedoch einen geringeren Säuregehalt und müssen daher in einem Schnellkochtopf eingemacht werden. Es ist wichtig, dass du deine Lebensmittel zur richtigen Zeit und auf die richtige Weise einmachst. Andernfalls kannst du dir eine Lebensmittelvergiftung zuziehen. Botulismus ist eine seltene, aber lebensbedrohliche Vergiftung, die durch den Verzehr von unsachgemäß haltbar gemachten Lebensmitteln entsteht, insbesondere von Fleisch- und Wurstwaren. Botulismus-Toxin ist eines der tödlichsten bekannten Gifte der Welt. Wenn du nur einen Finger zum Probieren an die Lippen führst, könntest du genug Toxine aufnehmen, um dich zu töten. Glücklicherweise ist die Zahl der Botulismus-Fälle selten, aber nicht auszuschließen. Dies sollte dich aber nicht abhalten, denn jedes Jahr konservieren Hunderttausende von Menschen erfolgreich ihre Produkte. Es soll dich nur daran erinnern, dass du keine halben Sachen machen darfst, wenn es um die Konservierung deiner Lebensmittel geht. Bevor du mit dem Einmachen beginnst, solltest du dir deine Ausrüstung ansehen, insbesondere deine Einmachgläser. Die meisten Einmachgläser sind dafür gemacht, Jahr für Jahr verwendet zu werden. Werfe alle zerbrochenen oder gesprungenen Gläser weg. Dosendeckel sind nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt. Wirf alte Konservendeckel weg. Ringe können immer wieder verwendet werden, es sei denn, sie sitzen nicht mehr fest. Einmachen im Wasserbad Für das Einmachen im Wasserbad oder im Dampfbad benötigst du Gläser, Deckel, Ringe, einen Einmachkessel, ein Gestell und einen Heber für Einmachgläser. Gib die vorbereiteten Früchte in sterile, saubere, heiße Gläser, je nach Rezept entweder mit Wasser oder Sirup bedeckt. Setz den Deckel und den Ring sofort auf und verschließe das Glas. Senke das Glas in den Kessel mit kochendem Wasser. Du benötigst ein Gestell auf dem Boden des Wasserkochers, auf dem die Gläser stehen können. Ohne ein Gestell könnten die Gläser zerbrechen. Der Kessel muss hoch genug sein und das Wasser tief genug, damit das Wasser die Gläser immer mindestens 2 bis 5 cm bedeckt. Wenn die Verarbeitung lange dauert, halte einen zusätzlichen Topf mit kochendem Wasser bereit, um das verdunstete Wasser zu ersetzen. Sobald du den Kessel mit den Gläsern gefüllt hast, stelle sicher, dass das Wasser kocht. Schließe den Kessel und stelle die Stoppuhr ein. Sobald die Zeitspanne verstrichen ist, nimm die Gläser mit einem Heber heraus und stelle sie auf ein Handtuch oder ein Holzbrett auf den Tisch. Die Gläser ploppen während des Abkühlens, daran erkennst du, dass sie versiegelt sind. Beginne mit der Zeitmessung für die nächste Charge, sobald das Wasser wieder kocht. Einkochen im Schnellkochtopf Druckkonserven sind nicht nur eine wunderbare Methode, um Gemüse zu konservieren, auch Fleisch, Geflügel und Fisch lassen sich so hervorragend einmachen. Anders als beim Einmachen im Wasserbad müssen die Gläser beim Einmachen unter Druck nicht vollständig mit Wasser bedeckt sein. In der Gebrauchsanweisung deines Schnellkochtopfes findest du, wie viele Tassen Wasser hinzugegeben werden müssen, damit die richtige Menge an Druck erzeugt wird. Die angegebene Wassermenge zusammen mit dem Gestell in den Einkochtopf geben. Stelle den Topf auf den Brenner und bringe das Wasser zum Kochen. Stelle die gefüllten Gläser auf das Gestell im Einmachglas. Setze den Dosendeckel auf und drehe ihn zu, um ihn zu verschließen. Lass anfangs das Druckgewicht von der Entlüftungsöffnung ab, bis das Wasser kocht und der Dampf aus der offenen Entlüftungsöffnung entweicht. Lass den Dampf zehn Minuten lang strömen. Setz das Gewicht auf die Entlüftungsöffnung. Sobald das Manometer den richtigen Druck anzeigt oder das Gewicht zu rasseln beginnt, kannst du mit der Zeitmessung beginnen. Stell die Herdtemperatur so ein, dass der gewünschte Druck aufrechterhalten wird. Sobald die Zeit abgelaufen ist, schalte den Herd aus und lass den Einkochtopf abkühlen, bis der Druck abgelassen ist. Trocknen von Lebensmitteln Die vielleicht älteste Methode, Lebensmittel zu konservieren, ist das Trocknen. Trocknen ist der Prozess, bei dem den Lebensmitteln Wasser entzogen wird, um das Wachstum von Mikroorganismen und Fäulnis zu verhindern. Das Lufttrocknen von Lebensmitteln ist eher für Menschen geeignet, die in einem warmen und trockenen Klima leben, aber mit den heutigen Dörrautomaten können sogar Reste in kleinere Stücke geschnitten, in den Trockner gelegt und für später verpackt werden. Das Trocknen von Lebensmitteln ist nicht so präzise wie das Einmachen und Einfrieren, weil so viele Faktoren eine Rolle spielen, darunter die Art der Lebensmittel, der Wassergehalt, das Klima und die Luftfeuchtigkeit. Es gibt jedoch einige grundlegende Richtlinien, die befolgt werden sollten. Beginne mit frischen, makellosen, unverdorbenen Lebensmitteln. Schneide die Lebensmittel in kleine, dünne Scheiben. Lege die Lebensmittel so, dass sie sich nicht überlappen. Wende die Lebensmittel häufig, um eine gleichmäßige Entwässerung zu gewährleisten. Lagere die fertig getrockneten Lebensmittel in einem geschlossenen Behälter bei Raumtemperatur und verbrauche sie innerhalb eines Jahres. Du kannst viele verschiedene Arten von Obst, Gemüse, Kräutern und sogar Fleisch trocknen. Die Lebensmittel sollten von sich aus schon nicht so viel Wasser enthalten. Es ist eine gute Idee, mit einer kleinen Menge des Lebensmittels, das du trocknen willst, zu beginnen, um zu sehen, ob du mit dem Geschmack, der Textur und der Farbe des fertigen Produkts zufrieden bist. Schaue dir an, welche Lebensmittel im Handel getrocknet werden, zum Beispiel Kirschen, Äpfel, Kräuter und Rindfleisch. Dann kannst du dein Wissen nutzen und beginnen, mit anderen Lebensmitteln zu experimentieren. Lufttrocknung Das Lufttrocknen ist sehr einfach. Hänge die Lebensmittel an sauberen, trockenen Ort mit guter Luftzirkulation auf und schaue gelegentlich nach, um den Fortschritt zu beobachten. Zum Trocknen von Kräutern sammle die sauberen Kräuter an den Stängeln und lege sie in einen Papierbeutel, in den Löcher für die Luftzirkulation gestanzt wurden, und hänge sie kopfüber in einen warmen, luftigen Raum. Pökeln Das Pökeln ist eine der ältesten Methoden zur Konservierung von Lebensmitteln und ein Verfahren, das für Gemüse, Fleisch, Eier und Obst angewendet werden kann. Pökeln ist die Konservierung von Lebensmitteln in einer Lake, zum Beispiel Essig oder Salz. Diese saure Umgebung verhindert das Wachstum unerwünschter Bakterien. Haltbarmachung mit Alkohol Bei der Haltbarmachung von Obst mit Alkohol gibt es ein paar Dinge zu beachten, damit dein Obst sicher und lecker bleibt. Zunächst einmal muss das Obst sauber und frei von Schmutz und Verunreinigungen sein. Du solltest es gründlich waschen und abtrocknen, bevor du es in das Einmachglas gibst. Dann solltest du sicherstellen, dass das Glas, das du verwendest, sauber und sterilisiert ist. Es ist am besten, es in heißem Wasser zu waschen und dann in einem Ofen bei einer Temperatur von mindestens 100 °C für etwa zehn Minuten zu sterilisieren. Sobald das Obst und das Glas bereit sind, kannst du den Alkohol hinzufügen. Hier solltest du darauf achten, einen hochprozentigen Alkohol zu verwenden, der mindestens 40 % Alkohol enthält, um sicherzustellen, dass dein Obst haltbar bleibt. Du kannst verschiedene Arten von Alkohol wie Rum, Wodka oder Gin verwenden, abhängig von deinem Geschmack. Als Nächstes solltest du sicherstellen, dass das Obst vollständig mit Alkohol bedeckt ist, um es zu konservieren. Wenn es nicht vollständig bedeckt ist, kann es verderben. Du kannst auch Zucker oder Sirup hinzufügen, um den Geschmack zu verbessern. Schließlich ist es wichtig, das Einmachglas an einem kühlen, dunklen Ort aufzubewahren, um die Haltbarkeit zu verlängern. Wenn du es richtig gelagert hast, kann es mehrere Monate oder sogar Jahre haltbar bleiben. Insgesamt ist die Haltbarmachung von Obst mit Alkohol eine großartige Möglichkeit, um in Krisenzeiten vorbereitet zu sein. Dörrapparat Es ist eine kluge Idee, Obst mittels eines Dörrapparats für die Krisenzeiten haltbar zu machen. Du solltest einige wichtige Dinge beachten, damit dein getrocknetes Obst sicher und lecker ist. Zunächst einmal musst du sicherstellen, dass dein Obst frisch und von guter Qualität ist. Verwende nur reife Früchte und schneide sie in gleichmäßige Stücke, damit sie gleichmäßig trocknen können. Es ist auch wichtig, dass du deinen Dörrapparat sorgfältig reinigst, bevor du ihn benutzt. Reinige die Gitter und Abtropfschalen gründlich mit heißem Seifenwasser und spüle sie gut ab. Achte darauf, dass der Dörrapparat vollständig trocken ist, bevor du ihn benutzt. Sobald dein Obst vorbereitet und dein Dörrapparat gereinigt ist, kannst du mit dem Trocknen beginnen. Stelle sicher, dass du die Anweisungen deines Geräts genau befolgst, da die Trocknungszeit und Temperatur je nach Gerät variieren können. Du solltest auch regelmäßig überprüfen, ob das Obst trocken genug ist. Es sollte fest und knusprig sein, aber nicht so trocken, dass es brüchig wird. Wenn dein Obst vollständig getrocknet ist, kannst du es in luftdichten Behältern oder Beuteln aufbewahren. Achte darauf, dass du es an einem kühlen, trockenen Ort lagerst, um Feuchtigkeit und Schimmelbildung zu vermeiden. Getrocknetes Obst kann mehrere Monate haltbar bleiben. Insgesamt ist die Haltbarmachung von Obst mittels eines Dörrapparats eine einfache und effektive Möglichkeit, um in Krisenzeiten eine gesunde und nahrhafte Nahrungsquelle zu haben. Indem du sicherstellst, dass du dein Obst richtig vorbereitest, deinen Dörrapparat gründlich reinigst und das getrocknete Obst richtig aufbewahrst, kannst du sicher sein, dass dein Obst sicher und lecker ist, wenn du es brauchst. Tischräucherofen Wenn du Lebensmittel auf diese Weise zu konservieren willst, gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, damit deine Nahrungsmittel sicher und hygienisch sind und vor allem lange haltbar bleiben. Zunächst einmal solltest du nur frische, hochwertige Lebensmittel verwenden. Wenn die Lebensmittel verdorben oder abgelaufen sind, können sie nicht durch das Räuchern gerettet werden und können sogar gesundheitsschädlich sein. Als Nächstes solltest du sicherstellen, dass dein Tischräucherofen richtig gereinigt und gewartet wird. Alle Oberflächen und Roste sollten sauber und hygienisch sein, bevor du den Räucherprozess beginnst. Achte auch darauf, dass der Ofen während des Räucherns nicht überhitzt oder beschädigt wird, da dies die Qualität der Lebensmittel beeinträchtigen kann. Damit deine Lebensmittel lange haltbar sind, müssen sie richtig geräuchert werden. Je nach Art des Lebensmittels und der gewünschten Haltbarkeit variiert die Räucherzeit und -temperatur. Für Fleisch und Fisch gilt beispielsweise, dass sie mindestens 70 °C erreichen müssen, um alle Bakterien abzutöten und somit lange haltbar zu bleiben. Schließlich ist es wichtig, dass die konservierten Lebensmittel richtig gelagert werden, um ihre Haltbarkeit zu maximieren. Dazu gehört, dass sie trocken und kühl gelagert werden, um Schimmelbildung zu verhindern. Eier über längere Zeit genießbar machen Es gibt mehrere Möglichkeiten, Eier ohne Kühlschrank haltbar zu machen, besonders in einer Krise. Hier sind ein paar wichtige Dinge, die du beachten solltest, wenn du Eier haltbar machen möchtest: 1. Frische Eier verwenden: Um Eier zu haltbar zu machen, ist es wichtig, dass du mit frischen Eiern beginnst. Je älter ein Ei ist, desto dünner wird seine Schale, was das Risiko von Bakterien erhöht. Verwende also am besten Eier, die höchstens eine Woche alt sind. 2. Reinigen der Eier: Bevor du beginnst, die Eier haltbar zu machen, solltest du sie gründlich reinigen. Verwende dazu am besten lauwarmes Wasser und ein mildes Reinigungsmittel. Achte darauf, dass du die Eier nicht zu hart schrubbst, da dies die Schale beschädigen kann. 3. Trocknen der Eier: Nach dem Reinigen musst du die Eier gründlich trocknen, damit keine Feuchtigkeit auf der Schale bleibt. Verwende dazu am besten ein sauberes Geschirrtuch oder Küchenpapier. 4. Haltbarmachung durch Kochen: Eine Möglichkeit, Eier haltbar zu machen, ist das Kochen. Hierfür füllst du einen Topf mit Wasser und bringst es zum Kochen. Gib die Eier dann vorsichtig in den Topf und koche sie für etwa zehn Minuten. Anschließend nimmst du sie aus dem Wasser und lässt sie abkühlen. Durch das Kochen werden die Eier haltbarer und können ohne Kühlschrank für mehrere Wochen aufbewahrt werden. 5. Haltbarmachung durch Einölen: Eine weitere Möglichkeit, Eier haltbar zu machen, ist das Einölen. Hierfür trägst du einfach eine dünne Schicht Speiseöl auf die Schale des Eies auf. Das Öl bildet eine Barriere, die das Eindringen von Luft und Bakterien verhindert. Die Eier sollten dann an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt werden. 6. Haltbarmachung durch Einlegen: Eine weitere Möglichkeit ist das Einlegen von Eiern in einer Lösung aus Wasser, Salz und Essig. Die Eier sollten dafür in ein sterilisiertes Glas gelegt und mit der Lösung bedeckt werden. Das Einlegen erhöht die Haltbarkeit der Eier und verleiht ihnen einen leicht salzigen Geschmack. So konservierst du mit Salz Beim Haltbarmachen von Lebensmitteln mit Salz gilt es, das richtige Verhältnis von Salz zu Lebensmittel zu finden. Zu viel Salz kann das Essen ungenießbar machen und zu wenig Salz kann dazu führen, dass das Essen schneller verdirbt. Eine gute Faustregel ist, etwa 1 bis 2 % Salz pro Kilogramm Lebensmittel zu verwenden. Beim Salzen von Lebensmitteln solltest du darauf achten, dass das Salz gleichmäßig verteilt ist und alle Teile des Lebensmittels abgedeckt sind. Dies hilft, das Wachstum von Bakterien und anderen schädlichen Organismen zu hemmen. Das Einlegen von Lebensmitteln in Salzlake ist eine weitere Möglichkeit, um sie länger haltbar zu machen. Hierbei solltest du darauf achten, dass das Verhältnis von Salz und Wasser stimmt und du das Lebensmittel ausreichend lange in der Lake belässt. Zusätzlich solltest du die Lebensmittel kühl und trocken lagern. Auch hier sind Hygiene und Sauberkeit wichtig, um das Risiko einer Kontamination zu minimieren. Haltbarmachung mit Essig Essig ist eine großartige Möglichkeit, um viele Lebensmittel länger haltbar zu machen. Wenn du Lebensmittel mit Essig haltbar machen möchtest, solltest du zunächst sicherstellen, dass du die richtige Art von Essig verwendest. Essig mit einem hohen Säuregehalt wie Weißwein- oder Apfelessig eignet sich am besten, um Lebensmittel zu konservieren. Andere Arten von Essig wie Balsamico-Essig oder roter Essig haben nicht genügend Säure und sollten daher nicht zur Haltbarmachung von Lebensmitteln verwendet werden. Sobald du den richtigen Essig ausgewählt hast, solltest du die Lebensmittel vorbereiten, die du haltbar machen möchtest. Hierbei ist es wichtig, dass sie sauber und trocken sind, um das Wachstum von Bakterien zu verhindern. Du solltest auch darauf achten, dass du nur frische Lebensmittel verwendest. Als Nächstes musst du den Essig in ein steriles Glas oder eine Flasche geben und die Lebensmittel hinzufügen. Es ist wichtig, dass die Lebensmittel vollständig von Essig bedeckt sind, um sicherzustellen, dass sie richtig konserviert werden. Die meisten Lebensmittel sollten mindestens einen Monat lang haltbar sein, wenn sie mit Essig konserviert werden. Einige Lebensmittel wie eingelegte Gurken oder Paprika können sogar bis zu einem Jahr lang haltbar sein. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass es bei der Haltbarmachung von Lebensmitteln mit Essig einige Dinge gibt, auf die du achten musst. Zum Beispiel solltest du sicherstellen, dass du saubere Hände und Werkzeuge verwendest, um eine Kontamination zu vermeiden. Außerdem solltest du darauf achten, dass du die Lebensmittel an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort aufbewahrst, um sicherzustellen, dass sie nicht verderben. Welche Produkte eignen sich besonders zum Lagern? Es gibt einige Lebensmittel, die sich besonders gut zum Lagern für eine Krise eignen, da sie eine lange Haltbarkeit haben und eine gute Nährstoffdichte aufweisen. Hier sind einige Beispiele: 1. Getreide und Hülsenfrüchte: Getreide und Hülsenfrüchte wie Reis, Quinoa, Haferflocken, Linsen und Bohnen sind lange haltbar und liefern wichtige Nährstoffe wie Kohlenhydrate, Proteine und Ballaststoffe. 2. Trockenfrüchte und Nüsse: Trockenfrüchte und Nüsse wie Rosinen, Datteln, Mandeln und Walnüsse sind eine gute Quelle für Energie und Nährstoffe wie Proteine, Fette und Ballaststoffe. Sie können lange gelagert werden und sind eine gute Ergänzung zu anderen Lebensmitteln. 3. Konserven: Konserven wie Tomaten, Bohnen, Mais und Thunfisch haben eine lange Haltbarkeit und liefern wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Mineralien und Proteine. Sie sind einfach zu lagern und können vielseitig verwendet werden. 4. Trockenmilch und Milchprodukte: Trockenmilch und Milchprodukte wie Käse und Joghurtpulver haben eine lange Haltbarkeit und liefern wichtige Nährstoffe wie Calcium und Proteine. Sie können als Zutaten für viele verschiedene Gerichte verwendet werden. 5. Öle und Fette: Öle und Fette wie Olivenöl, Kokosöl und Butter haben eine lange Haltbarkeit und liefern wichtige Nährstoffe wie Fette und Vitamin E. Sie können zum Kochen und Backen verwendet werden und sind eine gute Quelle für Energie. Eine ausgewogene Ernährung ist auch in Krisenzeiten wichtig. Daher solltest du versuchen, eine Vielzahl von Lebensmitteln zu lagern, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Solltest du dennoch in die Verlegenheit kommen, Konserven essen zu müssen, die bereits abgelaufen sind, dann bedenke, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln auch deutlich überschritten werden kann. Essen und Getränke sind häufig mindestens eine Woche länger haltbar, manchmal sogar deutlich länger. Beispiele laut einer Untersuchung von Greenpeace: « Im Kühlschrank gelagerte Eier: 112 Tage « Verpackte Salami sowohl die klassische als auch die vegane Variante: 85 Tage « Eingeschweißte Falafel-Bällchen: 49 Tage + Eingeschweißter Käse in Scheiben: 22 Tage Bevor du aber etwas Abgelaufenes isst, mach am besten einen SRS-Test: e Sehen: Wenn du Schimmel erkennst, Flüssigkeit in der Verpackung, eine Verfärbung oder einen aufgewölbten Deckel bei einer Konserve, könnte das Essen bereits verdorben sein. « Riechen: Entsorge das Lebensmittel sofort, wenn es komisch oder unangenehm riecht. e Schmecken: Probiere ein klein bisschen. Ist der Geschmack seltsam oder die Konsistenz ungewöhnlich, solltest du das Essen wegwerfen. Das Bäckerkistenbeet Das Bäckerkistenbeet ist eine Möglichkeit, in Krisenzeiten die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln zu unterstützen. Eine Möglichkeit, in der Krise unabhängiger zu sein, ist der Anbau von eigenen Nahrungsmitteln. Das Bäckerkistenbeet ist eine einfache und effektive Methode, um in einem urbanen Umfeld Gemüse und Kräuter anzubauen und somit einen Teil der eigenen Nahrungsmittelversorgung zu gewährleisten. Das Bäckerkistenbeet ist ein Hochbeet, das aus alten Bäckerkisten oder anderen Behältern gebaut wird. Es kann auf kleinen Flächen, wie Balkonen oder Terrassen, platziert werden und benötigt nur wenig Platz. Die Kisten werden aufeinandergestapelt, mit Erde gefüllt und mit Pflanzen bestückt. Durch die erhöhte Lage des Beetes ist es einfacher zu pflegen und es können auch Pflanzen angebaut werden, die normalerweise nicht für den Anbau in urbanen Gebieten geeignet sind. Beim Anbau im Bäckerkistenbeet gibt es einiges zu beachten. Die Auswahl der richtigen Pflanzen ist entscheidend, um eine erfolgreiche Ernte zu erzielen. Es sollten Pflanzen ausgewählt werden, die für den Anbau in Containern geeignet sind und nicht zu viel Platz benötigen. Auch sollte darauf geachtet werden, dass die Pflanzen die gleichen Anforderungen an Licht, Wasser und Nährstoffe haben. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Qualität der Erde. Da die Pflanzen in einem begrenzten Raum wachsen, ist es wichtig, dass die Erde genügend Nährstoffe enthält. Es empfiehlt sich, eine spezielle Mischung aus Kompost, Torf und Sand zu verwenden, um optimale Wachstumsbedingungen zu gewährleisten. Es ist auch wichtig, das Bäckerkistenbeet regelmäßig zu pflegen. Dazu gehört das Gießen der Pflanzen, die Überprüfung auf Schädlinge und Krankheiten sowie das Entfernen von Unkraut. Auch sollten die Pflanzen regelmäßig gedüngt werden, um eine gesunde und kräftige Ernte zu erzielen. Insgesamt ist das Bäckerkistenbeet eine einfache und kostengünstige Methode, um in urbanen Gebieten Nahrungsmittel anzubauen und somit einen Teil der eigenen Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen. In Krisenzeiten kann dies ein wichtiger Faktor für das Überleben sein und eine sinnvolle Ergänzung zur Notfallvorsorge darstellen. Das Zimmergewächshaus Ein Zimmergewächshaus ist eine großartige Option für die Selbstversorgung in der Krise. Es bietet die Möglichkeit, Nahrungsmittel in begrenztem Raum anzubauen und somit die Abhängigkeit von Supermärkten und Lieferungen zu reduzieren. Besonders in städtischen Gebieten kann ein Zimmergewächshaus eine praktikable Lösung sein. Wenn du dich dazu entscheidest, ein Zimmergewächshaus anzulegen, solltest du einige Dinge beachten. 4 ı + * | Fr © EN Abbildung 30 Zunächst einmal musst du den Platzbedarf und die geeignete Größe deines Gewächshauses bestimmen. Ein Zimmergewächshaus kann in vielen verschiedenen Größen und Formen kommen, daher solltest du sicherstellen, dass es in den zur Verfügung stehenden Raum passt. Als Nächstes musst du das richtige Licht für dein Zimmergewächshaus wählen. Pflanzen benötigen Sonnenlicht oder künstliches Licht, um zu wachsen. Wenn du kein natürliches Sonnenlicht zur Verfügung hast, solltest du über den Kauf von künstlichem Licht nachdenken. Es gibt spezielle Wachstumslampen, die für den Indoor-Anbau geeignet sind und das benötigte Spektrum an Licht bieten, um das Wachstum der Pflanzen zu fördern (Strombedarf bedenken). Wähle Pflanzen aus, die gut in einem Zimmergewächshaus wachsen und die benötigten Bedingungen erfüllen. Pflanzen, die gut in einem Zimmergewächshaus gedeihen, sind zum Beispiel Kräuter, Salate, Tomaten, Paprika und Gurken. Achte darauf, den richtigen Boden zu verwenden. Er sollte nährstoffreich sein und gut drainiert, um das Wachstum der Pflanzen zu unterstützen. Du kannst entweder fertige Blumenerde verwenden oder deine eigene Mischung aus Kompost und Sand herstellen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Kontrolle der Temperatur und Luftfeuchtigkeit in deinem Zimmergewächshaus. Pflanzen benötigen eine bestimmte Temperatur und Luftfeuchtigkeit, um zu wachsen. Einige Pflanzen benötigen höhere Temperaturen, während andere bei niedrigeren Temperaturen besser wachsen. Die Luftfeuchtigkeit sollte ebenfalls kontrolliert werden, um das Wachstum der Pflanzen zu unterstützen und die Ausbreitung von Schimmel und Pilzen zu verhindern. Mach dich also vorher schlau, was wie „umsorgt“ werden muss. Die Permakultur In Krisenzeiten wird der Zugang zu Nahrungsmitteln oft schwierig, insbesondere in urbanen Gebieten. Permakultur bietet eine nachhaltige Lösung für den Anbau von Nahrungsmitteln in kleinem Maßstab und kann eine wichtige Rolle im Urban Survival spielen. Permakultur ist eine Methode des Gartenbaus, die auf den Prinzipien der Nachhaltigkeit und des ökologischen Gleichgewichts basiert. Es geht darum, eine Art von Landwirtschaft zu schaffen, die auf natürliche Weise im Einklang mit der Umwelt funktioniert und gleichzeitig den Bedarf an menschlichen Bedürfnissen erfüllt. Permakultur geht davon aus, dass die Erde aus einem Netzwerk von Beziehungen besteht und wir als Teil dieses Netzwerks handeln müssen, um ökologische Nachhaltigkeit und menschliche Bedürfnisse zu erreichen. Ein wichtiger Teil der Permakultur ist der Anbau von Nahrungsmitteln in kleinem Maßstab. Die Idee ist, eine Vielzahl von Nutzpflanzen auf engstem Raum anzubauen, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Dies kann auf Balkonen, Terrassen und sogar in Innenräumen geschehen. Durch den Anbau von Obst, Gemüse, Kräutern und anderen Pflanzen wird nicht nur die Nahrungsversorgung gesichert, sondern auch die Selbstversorgung und Unabhängigkeit gestärkt. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Permakultur ist die Verwendung von natürlichen Ressourcen und die Minimierung des Abfalls. Durch die Verwendung von Kompost und organischen Düngemitteln wird der Boden auf natürliche Weise ernährt, ohne die Umwelt zu belasten. Darüber hinaus fördert die Verwendung von Regenwasser, Sonnenenergie und anderen erneuerbaren Ressourcen eine nachhaltige Landwirtschaft und minimiert den Bedarf an externen Ressourcen. In Krisenzeiten kann der Anbau von Nahrungsmitteln durch Permakultur eine wichtige Rolle im Urban Survival spielen. Durch die Schaffung von Gemeinschaftsgärten oder die Zusammenarbeit mit Nachbarn können Ressourcen und Wissen geteilt werden. Die Selbstversorgung und Unabhängigkeit können gestärkt werden, während gleichzeitig der Bedarf an Nahrungsmitteln aus externen Quellen minimiert wird. Permakultur bietet eine nachhaltige Lösung für den Anbau von Nahrungsmitteln in Krisenzeiten und trägt zur Schaffung von resilienten und nachhaltigen Gemeinschaften bei. Fischteich selbst anlegen Eine improvisierte Fischzucht kann dich mit Proteinen versorgen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Fischzucht zu improvisieren, abhängig von den verfügbaren Ressourcen und der Umgebung. Eine Möglichkeit ist die Verwendung von vorhandenen Wasserressourcen wie beispielsweise Flüssen, Seen oder Teichen. In stehenden Gewässern können Fische wie Karpfen gezüchtet werden, während fließende Gewässer für die Zucht von Flussfischen wie Lachs oder Forellen geeignet sind. Es ist jedoch wichtig, die Wasserqualität zu überprüfen und sicherzustellen, dass sie für die Fischzucht geeignet ist. Wenn kein Zugang zu Wasserressourcen besteht, kann eine improvisierte Fischzucht auch in Behältern oder Fässern durchgeführt werden. Hierfür eignen sich insbesondere Regentonnen oder große Plastikbehälter. Um das Wasser für die Fische aufzubereiten, kann eine Kombination aus Leitungswasser und natürlichem Wasser wie Regenwasser oder Quellwasser verwendet werden. Es ist jedoch wichtig, das Wasser regelmäßig zu wechseln und zu filtern, um eine gesunde Umgebung für die Fische zu schaffen. Eine erfolgreiche Fischzucht erfordert auch eine angemessene Fütterung der Fische. In der Krise können kommerzielle Futtermittel schwer zu bekommen sein, daher kann auf natürliche Futterquellen wie Algen, Insekten oder Würmer zurückgegriffen werden. Alternativ kannst du Pflanzenreste oder Abfälle von anderen Nahrungsmitteln zerkleinern und den Fischen als Futter geben. Es ist wichtig zu betonen, dass die improvisierte Fischzucht in der Krise eine Herausforderung darstellt und eine gewisse Vorbereitung und Planung erfordert. Es ist notwendig, sich über die verschiedenen Aspekte der Fischzucht zu informieren, um ein erfolgreiches Projekt zu gewährleisten. 2 Send p= er Bt a Abbildung 31 Die Wursttheke ist leer? Wie kommst du dennoch an Fleisch? Wenn du in einer Krise bist und kein Fleisch mehr kaufen kannst, kann die Jagd eine Option sein, um an Nahrung zu gelangen. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten, um sicherzustellen, dass du gesundes Fleisch erlegst und es auch sicher zubereitest: 1. Waffenauswahl und Jagdmethoden: Wenn du jagen möchtest, benötigst du eine geeignete Waffe und Kenntnisse über die Jagdmethoden. Die Wahl der Waffe hängt von der Größe des Wildes und deinen persönlichen Vorlieben ab. 2. Tierbeobachtung: Bevor du ein Tier erlegst, solltest du es gründlich beobachten, um sicherzustellen, dass es gesund aussieht und nicht krank ist. Achte auf Anzeichen von Krankheiten wie Husten, Durchfall, Lethargie oder Verhaltensänderungen. Auch die Körperform und der Zustand des Fells können Hinweise auf den Gesundheitszustand geben. 3. Erlegung und Transport: Wenn du ein Tier erlegst, solltest du es schnell und präzise töten, um unnötiges Leid zu vermeiden. Achte darauf, dass das Fleisch sauber bleibt, und vermeide unnötiges Blutvergießen. Du solltest das Tier so schnell wie möglich aus dem Wald bringen und es kühl und trocken lagern. 4. Fleischzubereitung: Wenn du das Fleisch zubereiten möchtest, solltest du es gründlich waschen und säubern, um mögliche Krankheitserreger zu entfernen. Achte darauf, dass das Fleisch ausreichend gekühlt wird, um Verderbnis zu verhindern. Wenn du das Fleisch aufbewahren möchtest, solltest du es trocknen. 5. Zubereitungsmethoden: Es gibt viele verschiedene Methoden, um Fleisch zu kochen, zu braten oder zu grillen. Du solltest in jedem Fall darauf achten, dass das Fleisch vollständig durchgegart ist, um mögliche Krankheitserreger abzutöten. Achte auch darauf, dass du saubere Kochutensilien und Oberflächen verwendest, um Kreuzkontamination zu vermeiden. 6. Überprüfung auf Krankheiten: Da du in einer Krise nicht auf professionelle Tierärzte oder Schlachter zurückgreifen kannst, ist es wichtig, dass du weißt, worauf du bei der Überprüfung von Fleisch auf Krankheiten achten musst. Achte auf Anzeichen von Erkrankungen wie Flecken auf dem Fleisch, Schwellungen, Gerüche oder abnormale Konsistenz. Wenn du unsicher bist, ob das Fleisch sicher zu essen ist, solltest du es entsorgen. 7. Wenn du in einer Krise bist und auf die Jagd gehen musst, um an Fleisch zu kommen, solltest du auch bedenken, dass Wildtiere oft Parasiten und Krankheitserreger in sich tragen können, die auf den Menschen übertragbar sind. Aus diesem Grund solltest du das Fleisch vor dem Verzehr immer sorgfältig prüfen und hygienisch zubereiten. Insgesamt ist die Jagd eine nützliche Fähigkeit, die in einer Krise sehr wertvoll sein kann, um an Nahrung zu gelangen. Wenn du also jetzt noch Zeit hast, mach einen Jagdschein oder sprich mit erfahrenen Jägern und besorge die Fachbücher zu diesem Thema, um deinen Horizont zu erweitern. Hinweis: Hast du genügend Platz bei dir? Züchte Hühner und sichere dir so dein „tägliches Ei“. Selbst auf Vordächern und Balkonen ist dies in der Krise möglich. Wenn du dich zusätzlich auf die Suche nach Nahrung begibst, kann der Bau von Fallen eine lebensrettende Fähigkeit sein. Hier sind einige Tipps und Empfehlungen, die dir helfen können: Auswahl des Standorts Wähle einen Ort, an dem Wildtiere häufig auftauchen, wie in der Nähe von Wasserquellen, Futterstellen oder Spuren. Es ist auch wichtig, dass du dich in der Nähe des Standorts aufhältst, um sicherzustellen, dass du schnell handeln kannst, wenn ein Tier in die Falle geraten ist. Auswahl der Falle Es gibt verschiedene Arten von Fallen, je nachdem, welche Tiere du fangen möchtest. Die gängigsten Arten von Fallen sind Fallen mit Schlingen, Fussel-Fallen und Kastenfallen. Der Bau der Falle hängt von der Art der Falle ab, die du bauen möchtest. Stell sicher, dass die Falle stabil und sicher ist, damit das Tier sich nicht losreißen kann und deine „Falle“ einfach mitschleppt. Überwachung der Falle Wenn du eine Falle aufgestellt hast, ist es wichtig, dass du sie regelmäßig überwachst. Du solltest darauf achten, dass du keine Haustiere oder Wildtiere fängst, die du nicht essen und zerlegen kannst. Wenn dir ein Tier in die Falle geraten ist, solltest du es schnell und schmerzfrei töten, um unnötiges Leiden zu vermeiden. Sicherheit Es ist wichtig, dass du die Falle sicher aufstellst, damit du oder andere Personen nicht versehentlich hineinlaufen und somit deine Arbeit zunichtemachen oder gar jemand zu Schaden kommt. Kleine Markierungen in der Nähe, die nur dir und der Gruppe bekannt sind, solltest du sicherheitshalber nutzen, um die Falle auch wiederzufinden. Honig, das Heilmittel schlechthin Honig ist erfahrungsgemäß in jeder Krise ein gutes Tauschobjekt. In einer Krise kann Honig eine wichtige Nahrungsquelle sein. Er hat eine hohe Konzentration an Kohlenhydraten und liefert somit schnell Energie. Honig enthält auch Antioxidantien und antibakterielle Eigenschaften, die das Immunsystem stärken und vor Infektionen schützen können. ~~ A A «J N / oH) Abbildung 32 Honig kann als Ersatz fiir Zucker verwendet werden und ist auch fiir Menschen mit Diabetes geeignet, da er den Blutzuckerspiegel nur geringfügig erhöht. Honig hat zudem medizinische Anwendungen. Er kann bei der Behandlung von Husten und Halsschmerzen helfen und ist ein wirksames Mittel bei der Behandlung von Wunden und Verbrennungen. Jede noch so starke Verkühlung kannst du sofort mit Honig und einer Prise Zimt bewältigen. Diese Mischung gegen Krankheiten nutzten schon Kelten und Römer. Bevorrate deshalb immer mindestens fünf Kilogramm Honig und lagere ihn dunkel. Honig gegen Halsschmerzen und Husten Honig über eine halbe Zwiebel gießen und ein, zwei Stunden warten. Der Saft der Zwiebel verbindet sich mit dem Honig und ergibt einen ausgezeichneten, hausgemachten Hustensaft, der sofort wirkt. 20. Wie bereitest du dein Essen vor? Kochen und Backen in einer Krisensituation ohne Strom kann eine Herausforderung darstellen, aber es gibt viele Möglichkeiten, um auch ohne Stromversorgung köstliche Mahlzeiten zuzubereiten. Hier sind einige Tipps, die dir helfen können. Nutze Brennstoffe: In einer Stromkrise kann ein Lagerfeuer oder Grill eine gute Alternative sein, um zu kochen. Beachte dabei aber die Windrichtung und Luftzufuhr. Weder solltest du daran ersticken, noch sollten es deine Nachbarn oder gar Fremde mitbekommen. « Gas- oder Holzofen: Wenn du einen Gas- oder Holzofen hast, kannst du auch ohne Strom kochen. Du benötigst lediglich Gas oder Brennholz und ein Feuerzeug oder Streichholzer. * Feuerstelle: Wenn du im Freien bist oder Zugang zu einem Garten hast, kannst du auch eine Feuerstelle nutzen, um zu kochen. Dazu benötigst du Holz, Kohle oder Holzkohle, um ein Feuer zu entfachen. « Grill: Ein Grill kann auch als Kochstelle genutzt werden, um Speisen zu grillen oder zu braten. « Campingkocher: Ein Campingkocher ist eine tragbare und kompakte Kochstelle, die mit Gas, Benzin oder anderen Brennstoffen betrieben wird. Es gibt verschiedene Modelle, die fiir den Einsatz in einer Krisensituation geeignet sein können. « Kaltes Essen: In einer Stromkrise kann es auch notwendig sein, auf kalte Mahlzeiten zurückzugreifen. Du kannst zum Beispiel Salate, Sandwiches, Wraps oder Aufschnitt zubereiten. Aber auch Lebensmittel aus Dosen und Trockenfleisch kannst du kalt einnehmen. (Du sollst nicht genießen, sondern nur überleben.) Es gibt viele Möglichkeiten, um Mahlzeiten ohne Strom zu kochen, aber dabei gibt es einiges zu beachten, damit du sicher bleibst: 1. Sicherheit: Wenn du einen offenen Brennstoff wie Holz oder Kohle verwendest, achte auf die richtige Handhabung und sichere Lagerung. Achte auch darauf, dass das Feuer oder der Grill ausreichend gelöscht ist, bevor du ihn verlässt. 2. Hygiene: Hygiene ist besonders wichtig, wenn es keine Elektrizität gibt. Achte darauf, dass du sauberes Wasser zur Verfügung hast, und wasche deine Hände und Kochutensilien gründlich. 3. Du kannst praktisch alles kochen, solange du die richtigen Kochmethoden verwendest. Du kannst zum Beispiel Fleisch und Gemüse grillen, Suppen und Eintöpfe in Töpfen auf dem Lagerfeuer kochen oder sogar Brot und Kuchen im Dutch Oven backen. 21. Deine Hausapotheke Deine Hausapotheke ist wichtig, um in Krisensituationen auf eine medizinische Grundversorgung zugreifen zu können. In diesem Kapitel möchte ich dir daher zeigen, welche Arzneimittel und medizinischen Hilfsmittel du in deiner Hausapotheke aufbewahren solltest, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. 1. Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente: Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol und Aspirin sollten in ausreichender Menge vorhanden sein, um bei Schmerzen und Fieber schnell Abhilfe schaffen zu können. Hierbei ist es wichtig, die Dosierungsempfehlungen zu beachten und die Medikamente nicht über einen längeren Zeitraum einzunehmen. Fieberthermometer sollten auch mindestens zweifach vorhanden sein. 2. Verbandsmaterial und Desinfektionsmittel: Verbandsmaterial wie sterile Kompressen, Pflaster, Mullbinden, Schere und Pinzette sind in der Haushaltsapotheke unverzichtbar, um Wunden schnell und effektiv zu versorgen. Zusätzlich solltest du auch Desinfektionsmittel wie beispielsweise Octenisept oder Alkohol zur Reinigung von Wunden bereithalten. 3. Medikamente gegen Magen-Darm-Probleme: In der Hausapotheke sollten auch Medikamente gegen Magen-Darm-Probleme wie Durchfall, Übelkeit und Sodbrennen enthalten sein. Hierbei sind beispielsweise Kohletabletten, Elektrolytpulver, Probiotika und Antazida hilfreich, um Beschwerden schnell zu lindern. 4. Salben und Cremes: Salben und Cremes wie beispielsweise eine Wund- und Heilsalbe, eine Hautcreme gegen Juckreiz und eine kühlende Salbe gegen Schmerzen und Entzündungen sollten in der Haushaltsapotheke nicht fehlen. Diese können bei Verletzungen, Hautirritationen und Schmerzen schnell Linderung verschaffen. 5. Allergie- und Asthmamedikamente: Wenn du oder ein Familienmitglied unter Allergien oder Asthma leidest, sollten auch die entsprechenden Medikamente in der Haushaltsapotheke enthalten sein. Hierbei können beispielsweise Antihistaminika und Inhalatoren gegen Asthma helfen, um bei akuten Beschwerden schnell handeln zu können. Eine Zeckenzange ergibt auch Sinn, je nachdem, wo man lebt. Es ist wichtig, regelmäßig die Verfallsdaten der Medikamente zu überprüfen und diese gegebenenfalls auszutauschen. Zudem sollten alle Medikamente in einem verschließbaren und trockenen Behälter aufbewahrt werden, um sie vor Feuchtigkeit und Licht zu schützen. Wenn du dich auf eine längere Krise vorbereiten möchtest, ist es ratsam, ausreichend Vorräte anzulegen, um im Notfall nicht auf eine Versorgung von außen angewiesen zu sein. Tiefer steigen wir später im Kapitel über die medizinische Versorgung ein, da gehen wir nicht nur auf die Medikamente, sondern auch auf die Behandlung von Verletzungen ein. Hygieneartikel Bedenke, Essen und Trinken ist nicht alles, wenn es etwas länger dauert als erwartet. Decke dich mit den Hygieneartikeln ein, die du für die nächsten drei bis sechs Monate brauchen könntest. Pflegeartikel sowie Frauenbedarfsartikel und Baby- bzw. Kleinkindwaren sind hier allesamt mitzubetrachten. Zum einen sind die Artikel je Stückzahl in großen Mengen günstiger, als wenn du sie immer einzeln kaufst, was sich rein kaufmännisch auch ohne Krise schon lohnen würde, und zum anderen kannst du die übrigen Waren gegen Lebensmittel oder Medikamente eintauschen. Haushaltsmittel Kaufe wie beim obigen Thema immer mehr, als du brauchst, kaufe gleich mehrere Großpackungen ein und spare schon jetzt. Das gilt für Toilettenpapier und Taschentücher ebenfalls. Spül- und Waschmittel, egal was, die meisten Produkte haben kein Ablaufdatum und können somit langfristig verbraucht werden. Du wirst es kaum glauben, was wir so alles im täglichen Gebrauch an Artikeln benötigen, die es dann in der Krise nicht geben wird. Alufolie und Müllbeutel in ausreichender Anzahl bitte nicht vergessen! 22. Wasser ist Leben Wer denkt, dass Wasser sowieso aus der Leitung kommt, hat sich gewaltig getäuscht. Ohne Strom ist schnell Schluss damit. Wenn man noch Glück hat, ist man einer von denen, die durch ein höher gelegenes Wasserbecken noch eine kurze Zeit Wasser erhalten, für die Masse ist nach Ablauf der ersten zwölf Stunden, wenn die Notstromaggregate schlapp machen, nur noch Ebbe angesagt. Ohne Nahrung kannst du schon mal eine Woche überleben, nicht schön und gut, aber es geht. Ohne Wasser allerdings keine drei Tage! Schon nach dem ersten Tag hast du die Masse deiner Kräfte und Konzentration verloren. Beim Blackout stehen die Pumpen der Wasserwerke in der Stadt still. Bei Hamsterkäufen ist Wasser die erste Ware, die ausverkauft ist! Wenn du eine eigene Quelle besitzt oder wie ich mit zwei Bächen auf dem Grundstück gesegnet bist, sei froh. Du solltest dich aber nicht darauf ausruhen und dennoch bei Gefahr sofort an Bevorratung denken ... Du weißt nicht, ob du dich frei bewegen kannst oder ob du dein Grundstück über Nacht verlierst. Ich persönlich habe zehn Kästen stilles Wasser zuhause, welche ich ständig rotiere, und mehrere 1000-Liter-l IBC-Container, welche ich direkt nach dem Impact befiille (mit Wasser aus der Leitung, sollte es noch da sein, oder dem Quellwasser vor der Tür). Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, filtere das Regen- oder Bachwasser aus deiner Umgebung. Pumpfilter sind derzeit noch gut erhältlich und können sogar direkt 10.000 Liter Regenwasser zu keimfreiem Trinkwasser machen (Bsp. Hiker Pro von Katadyn). Wenn du zu spät reagierst, musst du dich im Impact etwas beeilen. Hier ein paar Tipps, wenn es schnell gehen muss: « Sofort alle Behältnisse mit Wasser füllen. Untere Stockwerke haben noch Wasser, wenn die oberen schon längst vertrocknet sind. Am besten in Garage, Garten oder Keller eilen. Dort findet sich meist noch eine Menge Trinkwasser. « Im Spülkasten der Toilette findet sich noch Trinkwasser. (Ab jetzt auch nicht mehr aufs Klo gehen, bzw. nicht abziehen!) « Im Eisfach der Tiefkühltruhe das Eis herausnehmen und in einen Stahltopf geben. « Im Schlauch zur Waschmaschine findet sich noch Trinkwasser. « Den Boiler ausschalten, abkühlen lassen und aufschrauben. Wasser kann als Trinkwasser verwendet werden. « Im Schlauch der Dusche findet sich noch reichlich Wasser. e Selbst aus den Heizungen/Rohren und im Kühler des Autos kann mit dem Katadyn Camp-Filter noch Trinkwasser gewonnen werden. Du merkst jetzt aber schon, dass es ziemlich MacGyver-mäßig wird. In diese Situation solltest du gar nicht erst kommen, wenn du vorher mitgedacht hast. Ich erwähne es dennoch, da du durch einen dummen Zufall vielleicht im Urlaub oder auf einer Dienstreise sein könntest, wenn der Blackout eintritt. Plan B: Regenwasser Regenwasser ist eine gute Quelle für kostenloses Wasser, wenn die normale Wasserversorgung versiegt. Erwarte nicht, dass in einem Szenario des gesellschaftlichen Zusammenbruchs regelmäßige Versorgungsketten, d. h. Versorgungsunternehmen wie Strom, Gas oder Wasser, effizient arbeiten, wenn überhaupt. Es liegt daher am Ende an jedem selbst, für sein Überleben zu sorgen, während der Phase, in der die Ordnung von der Regierung wiederhergestellt wird. Jetzt kannst du sehen, wie das Sammeln von Regenwasser zu einem Überlebensproblem werden kann. In normalen Zeiten liegt der durchschnittliche Verbrauch zwischen 150 und 250 Liter pro Tag pro Haushalt. In Wirklichkeit brauchst du jedoch nur etwa zwei bis drei Liter am Tag, um zu überleben, wenn es nur um das reine Trinken geht. Plane deshalb aus hygienischen Gründen weitere vier bis acht Liter ein, um unter anderem kochen und waschen zu können. Dies sind nicht die großen Mengen wie vorher, jedoch ist das immer noch eine Menge Wasser, das erst einmal gelagert und verwahrt werden muss, um eine Woche oder gar Monate auszukommen. Das Sammeln und Speichern von Regenwasser mag für alle, die an Verschwendung gewöhnt sind, seltsam klingen, da Wasser derzeit eine reichlich vorhandene Ressource zu sein scheint. Wenn jedoch eine Krise eintritt, ist das Regenwassersammelsystem eine ausgezeichnete (und vielleicht die einzige) Alternative, um dich und deine Familie mit einigermaßen sauberem Wasser für Trinken, Kochen und Hygiene zu versorgen. Du kannst Regenwasser für verschiedene Zwecke verwenden: « Kleidung waschen « Vieh und Haustiere tränken « Toiletten spülen (bitte Abfluss beachten) Wenn du dich jetzt für ein spezielles Regenwassersammelsystem entscheidest, ist das unkompliziert und vor allem noch erschwinglich. In der Krise selbst sind solche einfachen Produkte wie Regentonnen entweder kaum noch erschwinglich oder schon längst vergriffen. Eigene Systeme sind leicht nachzubauen, wenn du das hierfür benötigte Material besitzt. Die Einfachheit ist der Schlüssel zum Erfolg. Wartungsarm und einfach zu reparieren. Obwohl es so klingen mag, ist das Sammeln und Aufbereiten von Regenwasser nicht damit getan, einen Eimer unter deiner Dachrinne aufzustellen. Die Luft ist heutzutage voller Schadstoffe, ganz zu schweigen von dem Dreck, der auf dem Dach liegt. Tote Käfer, Vogelkot, Staub, Arsen, Blei und eine Vielzahl anderer nicht so leckerer Giftstoffe sammeln sich dort oben an und laufen zusammen mit dem Regenwasser direkt in deinen Eimer oder dein Fass. ERST FILTERN! Unabhängig von der Beschaffenheit deines Daches musst du das Regenwasser gründlich filtern. Solltest du ein Stahl-/Glasziegeldach haben, kannst du das Regenwasser sammeln und musst weniger filtern als bei Dächern aus Asphaltschindeln, Dachziegeln oder verzinkten Metallen. Ich empfehle, das Wasser unabhängig davon, welches Dach du hast, zu filtern. Neben der Regenwasserauffanganlage solltest du in eine hochwertige Wasserfilteranlage investieren oder du verwendest natürliche Wasserreinigungsmethoden, wenn du dich damit auskennst. Kleiner Hinweis zu natürlichen Filtern: Hierfür benötigst du nur ein Stück Rohr oder Schlauch, Holzkohle und etwas Moos. In das Rohr füllst du eine Lage Moos, Holzkohle und wieder Moos. Das sorgt für eine natürliche Filtrierung. Das Wasser ist nach dem Filtern klar und genießbar. Wenn du beginnst, das Wasser vom ersten Auffangbecken in dein internes Lager zu transportieren, solltest du ein Sieb verwenden, um die größeren Partikel wie Blätter und Käfer aus dem Wasser einzufangen. Im nächsten Schritt verwendest du bei Bedarf vor der Lagerung ein spezielles Wasserfiltersystem, um das Regenwasser dann in einem 150- bis 240-Liter-Fass zu speichern. Es braucht nicht sonderlich schick zu sein, nur ein normales Fass, das schwarz lackiert ist, um das Algenwachstum zu minimieren und das Sonnenlicht zu blockieren. In einer Krisensituation wäre es auch eine gute Idee, deine Regentonne vor den Nachbarn oder Passanten zu verstecken, zum Beispiel mit Pflanzen oder Sträuchern. Das saubere Wasser solltest du immer im Haus oder Keller lagern, um es vor Fremdzugriff zu schützen. Für die längere Lagerung empfehle ich die Produkte von Micropur, welche je nach Produkt haltbar machen oder desinfizieren. Vergiss deine Haustiere nicht! Hast du ein Haustier? Wenn ja, möchtest du auch, dass dein treuer Begleiter die Krise übersteht. Haustiere können zur Abschreckung, als Frühwarnsystem oder als Motivationsspender dienen. Haustiere fördern die Harmonie und reduzieren Stress. Haustiere sind einfach ein Teil der Familie. Deswegen lagere auch für sie genügend Wasser, Medikamente sowie Trocken- oder Nassfutter, um eine Versorgungsunterbrechung von drei Monaten zu überbrücken. 23. Energieversorgung Stromerzeugung durch Fotovoltaik-Anlage Stromerzeugung im Eigenheim mittels Fotovoltaik-Anlage ist eine großartige Möglichkeit, um unabhängig vom lokalen Stromnetz zu sein. Besonders in Krisenzeiten, in denen die Versorgung mit Strom unterbrochen wird, kann eine solche Anlage das Zünglein an der Waage sein, um den Alltag reibungslos zu gestalten. Doch bevor du eine Fotovoltaik-Anlage installierst, gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten. Zunächst solltest du sicherstellen, dass dein Haus für eine Fotovoltaik-Anlage geeignet ist. Dazu benötigst du eine ausreichend große Dachfläche, die nach Süden ausgerichtet ist und möglichst wenig Verschattung durch Bäume, Gebäude oder andere Hindernisse aufweist. Zudem solltest du prüfen, ob das Dach stabil genug ist, um die zusätzliche Last der Fotovoltaik-Anlage zu tragen. Eine gründliche Dachinspektion durch einen Fachmann ist daher sehr empfehlenswert. Des Weiteren solltest du dich über die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Betrieb einer Fotovoltaik-Anlage informieren. In Deutschland benötigst du beispielsweise eine Genehmigung für den Bau der Anlage sowie eine Anmeldung beim örtlichen Netzbetreiber. Zudem musst du dich mit den Vorschriften für den Anschluss der Anlage ans Stromnetz und für die Einspeisung des erzeugten Stroms ins Netz vertraut machen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Auswahl der richtigen Fotovoltaik-Anlage. Hierbei solltest du dich von einem Fachmann beraten lassen, der deine individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen berücksichtigt. Zu den wichtigsten Kriterien bei der Auswahl einer Anlage gehören Leistung, Effizienz, Qualität der Komponenten und Garantiebedingungen. Auch die Kosten sind ein entscheidender Faktor. Hierbei solltest du jedoch nicht nur auf den Kaufpreis der Anlage achten, sondern auch die langfristigen Kosten für Wartung, Reparatur und Versicherung berücksichtigen. Zudem gibt es verschiedene Förderprogramme und Finanzierungsmöglichkeiten, die dir bei der Finanzierung deiner Fotovoltaik-Anlage helfen können. Sobald du deine Anlage installiert hast, solltest du darauf achten, sie regelmäßig zu warten und zu reinigen, um eine optimale Leistung zu gewährleisten. Zudem solltest du dich mit der Speicherung des erzeugten Stroms befassen, um auch bei einer Unterbrechung der Stromversorgung autark zu sein. Hierfür gibt es verschiedene Speichersysteme wie Batterien oder Wasserstoff. Batteriespeicher sind die gängigste und einfachste Lösung. Sie speichern den überschüssigen Strom aus der Fotovoltaik-Anlage und geben ihn bei Bedarf ab. Die Größe des Batteriespeichers sollte dabei so gewählt werden, dass er genug Energie für den Bedarf während der Nacht und bei schlechtem Wetter bereithält. Eine andere Möglichkeit ist die Insellösung. Hierbei wird die Fotovoltaik- Anlage so dimensioniert, dass sie den gesamten Strombedarf des Haushalts decken kann. Ein Netzanschluss ist dabei nicht erforderlich. Die überschüssige Energie wird in einem Batteriespeicher gespeichert und bei Bedarf abgerufen. Eine Insellösung ist besonders dann sinnvoll, wenn der Anschluss ans Stromnetz nicht möglich ist oder wenn man bewusst auf eine Abhängigkeit vom Stromnetz verzichten möchte. Allerdings birgt eine Insellösung auch einige Herausforderungen. Zum einen müssen die Fotovoltaik-Anlage und der Batteriespeicher so dimensioniert werden, dass sie auch bei schlechtem Wetter und im Winter genug Energie liefern können. Zum anderen müssen alle Verbraucher im Haushalt auf einen möglichst effizienten Stromverbrauch optimiert werden, um den Strombedarf möglichst gering zu halten. Zudem sollte man bedenken, dass eine Insellösung in der Regel teurer ist als eine netzgekoppelte Fotovoltaik-Anlage. Auch die Wartung und Reparatur der Anlage sowie des Batteriespeichers erfordert spezielles Know-how und kann entsprechend kostenintensiv sein. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Vorbereitung auf eine Krise und die Unabhängigkeit vom lokalen Stromnetz mit einer Fotovoltaik-Anlage und einem Batteriespeicher oder einer Insellösung durchaus möglich sind. Wichtig ist dabei eine sorgfältige Planung und Beratung durch Fachleute, um eine optimale Leistung und Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Möchtest du es ein wenig flexibler gestalten, kann ich dir die Koffer-Versionen bzw. die faltbare Solarpanels empfehlen. Diese gibt es je nach Hersteller von 40 bis 100 Watt und mehr. Mit einer Speichereinheit und vielleicht noch paar Powerbanks kannst du somit zumindest deine Minimalversorgung für Funk, Lampe und Radio sicherstellen. Der Vorteil hierbei ist, dass du je nach Sicherheitslage sofort mit dem Solarpanel verschwinden kannst, ob im Auto oder zu Fuß. Stromerzeugung mittels Generator Wenn du dich darauf vorbereitest, unabhängig vom lokalen Stromnetz zu sein, ist die Stromerzeugung mittels Generators eine schnelle und einfachere Option als eine Fotovoltaik-Anlage. Ein Generator wandelt mechanische Energie in elektrische Energie um und kann daher zur Erzeugung von Strom verwendet werden. Generatoren gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, Größen und Leistungsstufen, daher ist es wichtig zu wissen, auf welche Faktoren du achten solltest, um die für deine Bedürfnisse beste Option zu finden. Denke daran, dass du nicht alles versorgen musst! Es kommt auf die wesentlichen Dinge an. Der erste Faktor, den du beachten solltest, ist die Art des Generators. Es gibt zwei Haupttypen: Wechselstromgeneratoren und Gleichstromgeneratoren. Wechselstromgeneratoren sind am häufigsten und werden für den normalen Haushaltsgebrauch verwendet. Sie erzeugen eine Wechselspannung, die mit der des öffentlichen Stromnetzes übereinstimmt. Gleichstromgeneratoren erzeugen hingegen eine Gleichspannung und werden häufig für spezielle Anwendungen wie Batterieladung verwendet. Der nächste Faktor, den du berücksichtigen solltest, ist die Leistung des Generators. Die Leistung wird in Watt gemessen und gibt an, wie viel Strom der Generator erzeugen kann. Um die richtige Leistung für deine Bedürfnisse zu finden, musst du wissen, wie viel Strom du benötigst. Eine Möglichkeit, dies zu bestimmen, ist die Überprüfung der Leistungsaufnahme deiner elektrischen Geräte. Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung eines Wattmeters, um den tatsächlichen Stromverbrauch zu messen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Kraftstofftyp, den der Generator verwendet. Die meisten Generatoren verwenden Benzin oder Diesel als Kraftstoff. Es ist auch wichtig zu überprüfen, wie lange der Generator betrieben werden kann, bevor er nachgetankt werden muss. Dies wird als Laufzeit bezeichnet und hängt von der Größe des Kraftstofftanks und der Effizienz des Generators ab. Einige Generatoren können nur wenige Stunden betrieben werden, während andere bis zu 24 Stunden oder mehr laufen können. Die Lautstärke des Generators kann auch ein Faktor sein, der berücksichtigt werden sollte, besonders wenn du planst, ihn in einem Wohngebiet zu betreiben. Einige Generatoren sind sehr laut und können Beschwerden von Nachbarn verursachen oder Plünderer auf die Tagesordnung rufen. Es gibt jedoch auch leisere Generatoren auf dem Markt, die speziell für den Einsatz in Wohngebieten konzipiert sind. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Wartung des Generators. Regelmäßige Wartung ist entscheidend, um sicherzustellen, dass der Generator ordnungsgemäß funktioniert und eine lange Lebensdauer hat. Dazu gehört die Überprüfung des Ölstands, der Kraftstofffilter, des Luftfilters und der Zündkerzen. Auch sollte der Generator regelmäßig gereinigt werden, um Schmutz und Ablagerungen zu entfernen, die die Effizienz beeinträchtigen könnten. Wenn du dich auf eine Krise vorbereitest, solltest du auch darauf achten, dass der Generator robust und langlebig ist. Einige Generatoren sind besser für den gelegentlichen Einsatz geeignet, während andere für den Dauereinsatz ausgelegt sind. Es ist wichtig, dass du einen Generator wählst, der deinen Anforderungen entspricht und in der Lage ist, über einen längeren Zeitraum zuverlässig zu arbeiten. 24. Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel Hr pics rA fa] = rk „HR ' ai = Vitamine Du wirst in der Krisenzeit nicht so ausreichend essen und trinken, wie du es gern hättest. Jedoch kannst du die Lücken in deiner Versorgung durch einige Vitamine und Nahrungsergdanzungsmittel überbrücken, um dein Immunsystem zu stärken und dich gesund zu halten. Vitamin C ist eines der wichtigsten Vitamine zur Stärkung des Immunsystems. Es trägt dazu bei, Infektionen zu bekämpfen und die Genesung zu beschleunigen. Eine tägliche Dosis von 500 bis 1.000 mg Vitamin C kann sinnvoll sein. Es kann in Kapselform oder als Pulver eingenommen werden. Achte jedoch darauf, dass du nicht zu viel einnimmst, da zu hohe Dosen zu Magen-Darm-Problemen führen können. Vitamin D ist ein weiteres Vitamin, das in der Krise besonders wichtig ist. Es kann dazu beitragen, dass unser Immunsystem effektiver arbeitet und uns vor Infektionen schützt. Vitamin D wird normalerweise durch Sonneneinstrahlung produziert, aber wenn du nicht genug Sonnenlicht bekommst, weil du eher im Dunkeln aktiv bist oder dich tagsüber verstecken musst, kann es sinnvoll sein, es als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Eine tägliche Dosis von 1.000 bis 2.000 IE (Internationale Einheiten) ist empfehlenswert. Zink ist ein Mineral, das unser Immunsystem ebenfalls stärkt. Es kann dazu beitragen, dass unser Körper Antikörper bildet und Entzündungen besser bekämpft. Eine tägliche Dosis von 15 bis 30 mg Zink kann sinnvoll sein. Magnesium ist ein weiterer wichtiger Nährstoff. Es hilft bei der Regulierung von Muskel- und Nervenfunktionen, trägt zur Knochengesundheit bei und kann Stress und Angst reduzieren. Eine tägliche Dosis von 200 bis 400 mg Magnesium kann sinnvoll sein. Es gibt verschiedene Formen von Magnesiumpräparaten, wie Magnesiumcitrat, Magnesiumglycinat oder Magnesiumoxid. Magnesiumcitrat und Magnesiumglycinat werden im Allgemeinen als die am besten absorbierbaren Formen angesehen. Wenn du Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel einnimmst, achte darauf, dass es nicht zu Durchfall führt, da dies ein häufiges Problem bei zu hohen Dosen ist. Probiotika sind Nahrungsergänzungsmittel, die unser Verdauungssystem stärken. Sie können auch unser Immunsystem stärken, indem sie die Anzahl der guten Bakterien in unserem Körper erhöhen. Eine tägliche Dosis von 10 bis 20 Milliarden KBE (koloniebildende Einheiten) ist empfehlenswert. Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle Fettsäuren, die unser Körper nicht selbst produzieren kann. Sie sind wichtig für die Gesundheit des Gehirns und tragen dazu bei, Entzündungen im Körper zu reduzieren. Eine tägliche Dosis von 1.000 bis 2.000 mg Omega-3-Fettsäuren kann sinnvoll sein. Bewahre alles an einem kühlen, trockenen Ort auf und halte es von direktem Sonnenlicht und Feuchtigkeit fern. Überschreite die empfohlene Dosierung nicht, um Nebenwirkungen zu vermeiden. Eiweißpulver? Du brauchst mehr Proteine in deinem täglichen Essen in der Krise. Dann streu doch etwas Eiweißpulver hinzu. Hält einigermaßen lange und ist einfach zu lagern. Bitte auf das Verfallsdatum achten. 25. Die Notdurft, die nicht ausbleiben wird BIS A i C1 irk FR, Pr AL = A aa Lo wll -L | Toilette Viele Menschen, die sich auf die Krise vorbereiten, denken an alles Mögliche, aber nicht an das Simpelste: den Toilettengang. Auch wenn es sich banal anhören mag, wird genau dies ein großes Problem darstellen, mehr in den Städten als auf dem Land. Kiimmern muss sich jedoch jeder darum, wenn er nicht Gerüche und Krankheiten zu sich nach Hause einladen möchte. In deiner Krise kann es vorkommen, dass die normale Toilettennutzung nicht mehr möglich ist. Strom- und Wasserausfdlle können dazu führen, dass Abwasser- und Abfallentsorgungssysteme nicht mehr funktionieren. In solchen Situationen ist es wichtig, Alternativen zu haben, um Hygiene und Gesundheit aufrechtzuerhalten. Hier sind einige Optionen für die Toilettennutzung in einer Krise: 1. Eimer-Toiletten: Eine einfache Möglichkeit, eine Toilette zu improvisieren, besteht darin, einen Eimer mit einer Mülltüte zu versehen und ihn als Toilette zu verwenden. Die Mülltüte kann dann entweder in einen Müllcontainer oder eine spezielle Komposttoilette entleert werden. Es ist wichtig, den Eimer und die Tüte regelmäßig zu reinigen, um die Hygiene aufrechtzuerhalten. 2. Komposttoiletten: Komposttoiletten sind eine umweltfreundliche Option für die Entsorgung von Abfallprodukten. Sie nutzen organische Materialien wie Sägemehl oder Kompost, um den Geruch zu reduzieren und das Material zu kompostieren. Es gibt verschiedene Arten von Komposttoiletten, einschließlich Toiletten mit oder ohne Wasserzufuhr. Es ist wichtig, die Anweisungen für die jeweilige Toilette zu befolgen, um eine ordnungsgemäße Entsorgung zu gewährleisten. 3. Trenntoiletten: Trenntoiletten sind eine spezielle Art von Toilette, die den Urin und den Kot getrennt auffangen. Der Kot wird in einem separaten Behälter gesammelt und kann dann entweder als Kompost verwendet oder entsorgt werden. Der Urin kann als Dünger für Pflanzen verwendet werden. Trenntoiletten sind umweltfreundlich und können auch in Wohnungen oder kleinen Häusern verwendet werden. Einige grundlegende Hygieneregeln sollten bei jeder improvisierten Toilette beachtet werden: Wasche deine Hände regelmäßig mit Seife und Wasser oder verwende ein Desinfektionsmittel. Halte die Toilette sauber und vermeide das Verstreuen von Abfallprodukten. Wenn du jetzt noch Katzenstreu als Bindemittel nach jedem Toilettengang dazu gibst, verminderst du die Gerüche noch besser. 26. Körperpflege In einer Krisensituation kann es schwierig sein, sich zu duschen oder eine angemessene Körperpflege aufrechtzuerhalten. Es gibt jedoch einige Möglichkeiten, wie du sauber und gepflegt bleiben kannst. Hier sind einige Tipps und Vorschläge: 1. Wasser sparen: Wasser ist in einer Krise oft knapp und wertvoll. Daher solltest du versuchen, so wenig Wasser wie möglich zu verwenden, wenn du dich wäschst. Verwende einen Eimer oder eine Schüssel, um Wasser aufzufangen und es mehrmals zu verwenden. 2. Trocken-Shampoo: Wenn du keine Möglichkeit hast, deine Haare zu waschen, kann Trocken-Shampoo eine gute Alternative sein. Es gibt verschiedene Marken und Varianten, die einfach auf das Haar gesprüht werden und das Haar von überschüssigem Fett und Schmutz befreien. 3. Feuchttücher: Feuchttücher können eine gute Option sein, um den Körper zu reinigen, wenn Wasser knapp ist oder du keine Dusche oder Badewanne zur Verfügung hast. Es gibt spezielle Körperpflegetücher, die ohne Wasser verwendet werden können und den Körper erfrischen und säubern. Die Outdoor-Shower-Packs von Tactical Foodpack sind eine gute Alternative zu den herkömmlichen Feuchttüchern, da diese den kompletten Körper mit einem Lappen abdecken können. 4. Seife und Wasser: Wenn du Zugang zu Wasser hast, solltest du immer versuchen, dich mit Seife und Wasser zu waschen. Verwende eine milde Seife, um den Körper zu reinigen, und achte darauf, alle Bereiche gründlich abzuspülen. Spüle das Wasser nicht in einen Bach oder Fluss. Andere wollen daraus noch trinken und außerdem verrätst du deine Position Menschen, die sich flussabwärts am Wasser aufhalten. Campingduschen, welche wie ein großer Sack mit Löchern fungieren, können zusätzlich überall im Freien aufgebaut werden. 5. Feuchtigkeitscreme: In einer Krise kann es schwierig sein, die Haut angemessen zu pflegen. Eine Feuchtigkeitscreme kann jedoch helfen, die Haut geschmeidig und hydratisiert zu halten. Wähle eine milde und natürliche Variante, die frei von Duftstoffen und Parabenen ist. 6. Zahnpflege: Die Zahnpflege sollte auch in einer Krise nicht vernachlässigt werden. Verwende eine Zahnbürste und Zahnpasta, um die Zähne zu reinigen und zu schützen. Wenn du keine Zahnbürste zur Hand hast, kannst du auch eine kleine Menge Zahnpasta auf deine Finger auftragen und die Zähne damit putzen. 7. Deodorant: Auch die Verwendung von Deodorant kann helfen, den Körpergeruch zu reduzieren und frisch zu bleiben. Es gibt verschiedene natürliche und duftfreie Varianten, die auch für empfindliche Haut geeignet sind. 27. Baby an Bord? Wenn du Babys oder Kleinkinder hast, Gratulation, jedoch in der Krise kein Zuckerschlecken. Du solltest einige zusätzliche Dinge beachten. Stelle sicher, dass du genügend Vorräte für dein Baby oder Kleinkind hast. Dazu gehören Nahrung, Windeln, Feuchttücher, Medikamente und andere wichtige Artikel. Versuche, genügend Vorräte für mindestens eine Woche zu bevorraten. Wenn dein Baby noch gestillt wird, solltest du versuchen, die Stillzeit aufrechtzuerhalten. Wenn das nicht möglich ist oder wenn du zusätzliche Nahrung benötigst, solltest du sicherstellen, dass du genügend Babynahrung auf Vorrat hast. Wenn du das gleiche Produkt über einen längeren Zeitraum verwendest, solltest du das Verfallsdatum überprüfen und sicherstellen, dass es noch gültig ist. Wenn du Windeln und Feuchttücher auf Vorrat hast, solltest du sicherstellen, dass sie in der richtigen Größe für dein Baby oder Kleinkind sind. Wenn du wiederverwendbare Stoffwindeln verwendest, solltest du genügend Ersatzteile haben. Wenn dein Kind regelmäßig Medikamente einnimmt, solltest du sicherstellen, dass du genügend Vorräte hast. Überprüfe die Verfallsdaten und achte darauf, dass du immer genügend Medikamente für mindestens eine Woche auf Vorrat hast. Auch für Babys und Kleinkinder ist es wichtig, sauber und gepflegt zu bleiben. Stelle sicher, dass du genügend Vorräte für die Körperpflege hast, wie zum Beispiel Babyseife, Feuchttücher, Shampoo und Lotion. Ist dein Kleinkind schon einigermaßen selbstständig und kann sich selbst beschäftigen, dann sorge für ausreichend Stifte, Blätter und Brettspiele. Ablenkung und „Normalität“ sind für alle wichtig, nicht nur für die Kinder, sondern auch die besorgten Eltern. 28. Sonstige Dinge, an die du bei deiner Bevorratung denken solltest Ta be GR x ol ad Pers.-Kiste Du solltest rechtzeitig handeln, wenn es um die weitere Versorgung von dir und deiner Gruppe geht. Wenn du zu spät beginnst, bist du im selben Boot wie die, die von Anfang an nichts hatten. Warte nicht lethargisch Zuhause, bis alles aufgebraucht ist. Halte auch dein Gehirn beschäftigt mit Büchern und Spielen. Alltag und Routine vernebeln deine Sinne und stumpfen dich ab. Bleib immer am Ball und sei neugierig. Entsorge oder lagere deinen Müll so effektiv wie möglich, bedenke, es kommt keine Müllabfuhr mehr. Krankheiten, Ungeziefer und Seuchen aller Art haben hier ihren Herd. Lerne alles, was geht, zu recyceln und anderweitig nutzbar zu machen. Denke auch an genügend Sprit, Kerzen, Feuerzeuge und trockenes Holz, um sicher und bequem die Krise zu überbrücken, ohne dich großartig auf Wanderschaft begeben zu müssen. Deine Schatzkiste Egal, ob es die Fotoalben sind, deine wichtigsten Dokumente und Zeugnisse oder dein privater „Goldschatz“. Du kannst weder alles mitnehmen, noch möchtest du dieses Material sich selbst überlassen. Deine persönliche Schatzkiste ist eine wasser- und im besten Fall feuerfeste Kiste oder Truhe, die du versteckst, wenn es losgeht. Weder sollen Plünderer Zugang zu dieser erhalten, noch soll diese durch ein unkontrollierbares Feuer zerstört werden. “7 Tk N BER NG a) \ » N \ | N\ SS Abbildung 33 Deine persönliche Kiste versteckst, verbuddelst oder mauerst du ein, wenn du merkst, dass es losgeht. Solltest du fliehen müssen und überlebst es, kannst du anschließend zurückkommen und deinen Schatz bergen, ohne dass du Angst haben musst, dass dieser gestohlen wurde. Solltest du nicht wiederkommen, freuen sich Archäologen und es gibt eine interessante Story für die Nachwelt egal wie, es ist nicht verloren. 29. Dokumente Es ist wichtig, dass du in einer Krise alle wichtigen Dokumente als Kopie bei dir hast und die Originale sicher aufbewahrt sind. Hier sind einige Tipps: Wichtige Dokumente: Zu den wichtigen Dokumenten, die du in einer Krise bei dir haben solltest, gehören unter anderem dein Perso, Reisepass, Führerschein, Versicherungspolicen, Geburtsurkunde, Zeugnisse und medizinische Unterlagen. Grundstücksbeglaubigungen etc. Diese Dokumente können im Ernstfall lebenswichtig sein. Kopien machen: Es ist immer ratsam, Kopien aller wichtigen Dokumente zu machen und sie an mehreren sicheren Orten aufzubewahren. Diese Kopien können dir im Notfall helfen, wenn du das Originaldokument verloren hast oder es gestohlen wurde. Es ist auch sinnvoll, digitale Kopien auf einem USB-Stick oder in der Cloud zu speichern. Transport: Wenn du in eine Krisensituation gerätst, musst du sicherstellen, dass du alle wichtigen Dokumente bei dir hast. Es ist daher ratsam, eine Kopie der Dokumente in deiner Tasche oder deinem Rucksack aufzubewahren, damit du im Notfall schnell darauf zugreifen kannst. Wenn du Originaldokumente mit dir trägst, solltest du dafür sorgen, dass sie sicher aufbewahrt werden, zum Beispiel in einer verschließbaren Plastiktüte oder einem wasserdichten Beutel, den du unter deiner Kleidung trägst. Sicherheit: Es ist wichtig, dass du deine Dokumente sicher aufbewahrst, um Diebstahl oder Verlust zu vermeiden. Trage deine wichtigen Dokumente immer bei dir und achte darauf, dass sie nicht gestohlen werden. Wenn du Originaldokumente zu Hause aufbewahrst, solltest du sicherstellen, dass sie an einem sicheren Ort gelagert werden, zum Beispiel in einem feuerfesten Safe oder in deiner „Schatzkiste“. 30. Tauschmittel BLE DES 1. Ae he) a Orin Tauschen Du möchtest einkaufen, hast aber kein Bargeld oder es ist nun absolut wertlos geworden? Ohne Strom finden keine Transaktionen statt. Wie kannst du nun die Dinge des täglichen Bedarfs kaufen? Tauschmittel können in solchen Situationen sehr nützlich sein, um Dinge zu bekommen, die du benötigst. Das hat schon seit Jahrtausenden geklappt, sollte also auch in deiner Krise die Lösung fiir deine Probleme sein. Was kann man als Tauschmittel nutzen? Tauschmittel können alles sein, was in einer Krise nützlich sein kann, wie beispielsweise: « Zigaretten « Alkohol + Munition + Kaffee « Batterien + Medikamente, Neo Angin « Fieberthermometer « Silber und Gold + Klopapier + Hygieneartikel + Zahnpasta « Schokolade und Nüsse * Hustenbonbons « Bargeld (500 bis 1.000 Euro und Dollar, Pfund) + Nahrungsmittel + Wasser + Brennstoffe + Werkzeuge « Kleidung oder auch Wissen und Fähigkeiten. Es ist wichtig, dass du Dinge hast, die andere in einer Krise benötigen könnten, um Tauschgeschäfte zu machen. Was ist zu beachten: Beim Tauschen ist es wichtig, dass beide Parteien zufrieden mit dem Tausch sind. Es ist auch wichtig, dass du den Wert der Dinge, die du tauschen möchtest, realistisch einschätzen kannst. Mache dazu am besten alles immer so klein wie möglich. Wenn du zum Beispiel eine ganze Schnapsflasche hast (0,7 Liter), dann fülle den Inhalt in mehrere kleine Plastikflaschen zu je 250 oder 330 ml um. So bist du flexibel und kannst besser verhandeln. Wie sollst du tauschen? Beim Tausch solltest du immer vorsichtig sein und auf deine Sicherheit achten. Tausche nur mit vertrauenswürdigen Personen, die du kennst oder die von anderen empfohlen wurden. Es ist auch wichtig, dass du Tauschgeschäfte an einem sicheren Ort machst und nicht allein bist. In einer Krise kann es gefährlich sein, mit Fremden zu tauschen, also sei vorsichtig und halte dich an bewährte Kontakte. Wie sollst du dich vorbereiten: Es ist wichtig, dass du dich auf eine Krise vorbereitest und Dinge bevorratest, die du als Tauschmittel nutzen kannst. Es ist auch sinnvoll, sich Fähigkeiten anzueignen, die in einer Krise nützlich sein können, wie beispielsweise handwerkliche Fähigkeiten oder medizinisches Wissen. Wenn du weißt, wie man etwas repariert oder herstellt, kannst du dies als Tauschmittel nutzen. Horte auch Sachen zuhause, die jetzt billig sind und die du selbst nie verbrauchen wirst (wie Toilettenpapier). In der Krise kannst du damit super handeln und musst nicht dein letztes Hemd geben. Wenn du jetzt noch richtig pfiffig bist und etwas Zeit und Geld in beispielsweise eine Destille investierst, kannst du in der Krise mit selbsterzeugtem Schnaps einen regionalen Handel betreiben, um so gar nicht erst an deine Bedarfsgüter gehen zu müssen, sondern für dich wertlose Produkte in für dich sinnige Produkte wie Medikamente etc. umzuwandeln. Im Durchschnitt steigt der Alkoholkonsum in der Krise um das Zehnfache. Hinweis zu Gold und Silber: Diese Edelmetalle können zwar dein Vermögen in physischer Form speichern, bezüglich des Handels in einer Krisensituation wäre ich damit jedoch vorsichtig. Wenn du Tafeln zum Abbrechen von kleinen Stücken hast, ist das zumindest besser, als mit ganzen Barren um die Ecke zu kommen. Aber selbst die Tafeln mit Bruchgold und Silber können eher im Überfall und Raub enden als im fairen Tauschhandel. Denke und hoffe nicht zu sehr, dass alle lieb und nett sind und sich an deine Regeln oder die Moral halten. Der Mensch wird sich von seiner übelsten Seite zeigen, wenn ihm nur die Gelegenheit dazu gegeben wird. 31. Zeit, etwas die Gegend zu erkunden - Werde zum Grey Man HCY | CE Am] - i. 1 © Xa 3 x a0 Grey Man Du hast nun deine Ausrüstung, bist topfit oder arbeitest zumindest daran und hast einigermaßen Vorräte Zuhause. Jetzt könntest du ausharren und die temporäre Krise gemütlich bei einem heißen Kakao durchstehen. Etwas zu viel Romantik und Naivität, nicht wahr? Was ist mit den anderen Menschen, was ist, wenn es nicht nur vier Tage, sondern vier Monate dauert? Es kann vorkommen, dass du deine sichere Unterkunft verlassen musst. Es gibt verschiedene Gründe, warum dies notwendig sein kann. Naturereignisse: Überschwemmungen, die durch fehlendes Abpumpen bei Deichen und Dämmen oder Abwasseranlagen auftreten können. Oder ein Sturm beschädigt deine Unterkunft schwer und du bist da erst einmal nicht mehr sicher. In solchen Fällen kann es notwendig sein, zu evakuieren und eine vorübergehende Unterkunft zu suchen. Gewalt: Ein anderer Grund können die gewalttätigen Übergriffe während eines Blackouts sein, bei dem deine Unterkunft nicht mehr sicher ist und du dich in Gefahr befindest. In solchen Fällen kann es notwendig sein, an einen anderen Ort zu fliehen, um deine Sicherheit zu gewährleisten. Ressourcen: Es gibt auch Situationen, in denen deine Ressourcen aufgebraucht sind und du keine andere Wahl hast, als deine sichere Unterkunft zu verlassen, um neue Ressourcen zu beschaffen. Dies kann der Fall sein, wenn deine Vorräte an Nahrung, Wasser oder medizinischen Versorgungsmitteln aufgebraucht sind und du keine andere Möglichkeit hast, um an Nachschub zu gelangen. Du musst Tauschhandel betreiben oder Sachen anderweitig besorgen. Informationen: Dir geht es soweit gut, aber du hast keine Ahnung, was außerhalb deiner vier Wände vor sich geht. Du brauchst Informationen, eine Lageentwicklung und einen möglichst sicheren Weg raus aus der Stadt, da du weißt, dass deine Vorräte nicht ewig halten. In jedem Fall ist es wichtig, dass du auf eine solche Situation vorbereitet bist und einen Plan hast, um im Notfall schnell handeln zu können. Du solltest deine First Line mit deiner Notfallausrüstung und wichtige Dokumente nun bei dir haben. Bist du allein? Dann führe deine Bug- Out-Bag noch mit dir, da du nicht weißt, ob du von deiner „Erkundung“ so schnell wieder zurückkommen wirst. Platziere auch an einem sicheren Ort (nicht deinem Safehouse) noch etwas Essen und Trinken, um nicht vor dem Nichts zu stehen, sollte jemand dein Haus/Unterkunft/Versteck einnehmen, wenn du weg bist. Seid ihr mehrere Leute, umso besser. Das Haus wird ständig bewacht und verriegelt und du kannst dich allein oder mit einem Partner zu deiner Mission aufmachen. Warum eine Graue Maus sein? Jeder von uns strebt danach, einzigartig, individuell und auffällig zu sein. Das liegt in unserer menschlichen Natur begründet. In unserer evolutionären Entwicklung spielte das Auffallen eine wichtige Rolle, sei es, um einen potenziellen Partner anzuziehen oder um eine begehrte Position zu ergattern. Wir wollen nicht unbemerkt bleiben, sondern als bedeutende Persönlichkeit wahrgenommen werden. Doch es gibt Situationen, in denen es entscheidend ist, nicht aufzufallen. Dies geschieht, wenn eine Notsituation eintritt und du als vorausschauender und gut vorbereiteter Mensch inmitten von panischen, aggressiven und verzweifelten Menschen erwachst. In solchen Momenten repräsentieren mindestens 66 % der Bevölkerung innerhalb der ersten Woche nach dem Eintritt des Impacts diese Zustände und dieser Anteil steigt auf über 90 % in den ersten zehn Tagen. Während Chaos, Ordnungsverlust und zunehmende Übergriffe durch Gruppen, Plünderer oder einfach verzweifelte Menschen die Norm sind, ist es jetzt besonders wichtig, nicht aufzufallen, insbesondere wenn du gut vorbereitet bist. Denn in solchen Situationen wirst du schnell zum Ziel, einfach weil du im Besitz von Fähigkeiten oder Ressourcen bist, die andere dringend benötigen, um ihre Bedürfnisse zu decken. Als Kommandosoldat trainiert man das Verhalten des Grey Man in Aufklärungseinsätzen. Man lernt, sich anzupassen, mit der Masse zu schwimmen und unterzutauchen. In meinen Aufklärungs- und Mediationseinsätzen in Afrika, Südamerika und Ostasien habe ich jedoch schnell erkannt, dass allein die Kleidung oder ein schäbiges Fahrzeug noch keinen Grey Man ausmachen. Wie man riecht, wie man sich bewegt und was man sagt, spielt hier auch eine enorme Rolle. Verwandeln wir dich in einen Grey Man. Auf geht's. Konzept des Grey Man Das Ziel des „Grey Man“ oder der „Grey Woman" ist es, sich selbst zu tarnen: « Damit tauchst du als graue Maus in der Menge unter. « Als grauer Mann bist du keine potenzielle „Goldmine“ für andere. « Niemand glaubt, bei dir wäre Ausrüstung oder Essen zu finden. « Keiner kann von dir Informationen beschaffen. Wer Selbstsicherheit ausstrahlt und Bereitschaft demonstriert, macht Opportunisten auf sich aufmerksam, die versuchen werden, von dem Einfallsreichtum zu profitieren, zum deutlichen Nachteil der eigenen, persönlichen Fähigkeit zum Überleben. Regel 1 des Grey Man: Bereite dich heimlich auf den Notfall vor und erzähle es nicht jedem. Wie man ein Grey Man wird Wenn du ein Grey Man werden möchtest, solltest du dich auf eine unauffällige und diskrete Art und Weise kleiden. Das bedeutet, dass du hauptsächlich gedeckte Farben tragen solltest und darauf achtest, keine Uniformen oder taktische Ausrüstung zu tragen. Bewege dich so normal wie möglich und passe dich der Menge an, wenn du unter Menschen bist. Vermeide es, auffällige Ausrüstung oder Waffen zu tragen, und sei unauffällig, wenn du erkundest oder Informationen sammelst. Verzichte auf Parfüm, Make-up oder schicke Kleidung, um nicht aufzufallen. Um deine Survival-Ausrüstung und -Fähigkeiten zu verbergen, solltest du dich auf vier Eigenschaften konzentrieren: « wie du handelst, « wie du dich bewegst, + wie du aussiehst und « wie du deine Ausrüstung trägst. Du solltest unauffällig und ungefährlich erscheinen, vorsichtig sein, mit wem du sprichst und was du sagst, und so wenig Eindrücke wie möglich hinterlassen. Bleib bei Gesprächen in der Norm der Gruppe und vermeide es, gegen andere vorzugehen oder eine eigene politische Meinung zu haben, da dies dich in den Augen anderer auffällig machen könnte. Die wichtigste erlernbare Fähigkeit für einen Grey Man ist die Fähigkeit, seine Heimlichkeit zu bewahren, ohne übervorsichtig oder offenkundig distanziert zu wirken. Wenn du mit anderen sprichst, solltest du den Augenkontakt auf ein Minimum reduzieren, da direkter Augenkontakt stärker wahrgenommen und somit ins Gedächtnis des Beobachters zurückgebracht werden kann. Selbst kurzer Augenkontakt beim Vorbeilaufen auf der Straße kann eine gedankliche Verbindung auslösen, die dich auffälliger macht als alle anderen um dich herum. Um ein Grey Man zu werden, musst du auch lernen, deine Ausrüstung auf unauffällige Weise zu tragen. Achte darauf, dass deine Ausrüstung nicht auffällig ist und du sie so trägst, dass sie nicht leicht zu sehen ist. Du solltest lernen, wie man Rucksäcke, Gürtel oder Taschen auf eine unauffällige Weise trägt, um nicht aufzufallen. Was du während der Erkundigungen gedeckt bei dir tragen kannst als Werkzeug: + Bolzenschneider (im Rucksack) + Multitool « Brecheisen (im Rucksack) « Picklocking-Set und Schaltschrankschlüssel-Set Ein wichtiger Faktor ist, dass du dich vor Ort auskennst. Je besser du die Umgebung kennst, in der du dich bewegst, desto besser kannst du Probleme und potenzielle Gefahrenzonen vermeiden. Wenn du eine Gegend erkundest, solltest du vorsichtig sein, damit du nicht auffillst. Wenn du beispielsweise Fluchtrouten oder Sicherheitsschwachstellen suchst, kann das sehr verdächtig wirken. Leute werden Fragen stellen und wissen wollen, was du suchst. Versuche, so unauffällig wie möglich zu sein, und nutze den Strom der Menschen, um dich fortzubewegen. Laufe zielstrebig mit und lasse es nicht wirken, als ob du es offensichtlich eilig hättest. Jede schnelle Bewegung wird Aufmerksamkeit auf dich lenken und kann die Gefahr, verdächtig zu wirken, nur erhöhen. Folge dem Schwerpunkt der Masse. Wenn du eine Menge durchqueren musst, solltest du versuchen, in Etappen voranzukommen. Versuche nicht, mit scharfen Wendungen oder extremen Richtungswechseln durch die Menge zu gehen, da das Aufmerksamkeit auf dich ziehen und dich verdächtig machen kann. Egal, ob du dabei als potenzieller Retter oder als mögliche Bedrohung wahrgenommen wirst, beides verlangsamt dein Vorankommen und gefährdet dich. Solange deine eigene Sicherheit nicht beeinträchtigt wird, solltest du immer so scheinen, als ob du mit der Masse läufst. Wenn alle sich zum Beispiel nach einem explosiven Knall umdrehen, solltest du genauso handeln. Es empfiehlt sich nicht, jene Person zu sein, die sich nicht für ein außergewöhnliches Ereignis im direkten Umfeld interessiert. Wenn du dich von der Masse trennen möchtest, solltest du dich einer kleineren Gruppe anschließen, die genügend Abstand zur Masse hält, um nicht als Einzelgänger aufzufallen, aber dennoch nahe genug ist, um nicht als Außenseiter wahrgenommen zu werden. So kannst du einen weniger verwundbaren Eindruck erwecken. Wenn du eine Umgebung sondieren oder aufklären musst, ist es wichtig, so diskret wie möglich vorzugehen. Vermeide auffälliges Verhalten und nutze Hilfsmittel wie ein Blatt Papier, auf das du zu blicken scheinst, um unauffällig eine Gegend zu beobachten. Eine Sonnenbrille kann auch eine gute Wahl sein, um ungestört schauen zu können, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Allerdings solltest du darauf achten, dass Sonnenbrillen nachts genau das Gegenteil bewirken und Aufmerksamkeit erregen können. Wenn du Tätigkeiten verrichten musst, die Geräusche verursachen oder Aufmerksamkeit erregen, solltest du die Vorteile einer möglicherweise vorhandenen Geräuschkulisse nutzen. Eine Geräuschkulisse beinhaltet alle „alltäglichen“ Geräusche, die Leute in einer bestimmten Gegend kennen und die kaum Beachtung erregen. Vergiss auch nicht, deine Ausrüstung zu entklappern und zu dämpfen, um unnötige Aufmerksamkeit zu vermeiden. In Bezug auf dein Aussehen solltest du eher gedeckte Farben wählen, die die Natur wiedergeben, wie Braun, Grau, Dunkelblau, Oliv und Kaki. Vermeide auffällige Farben wie Schwarz und wähle eher einen Mix aus verschiedenen Farben, um eine Verzerrung auf weite Distanz zu erzeugen. Grelle Farben, reflektierende Materialien oder große Beschriftungen (Logos und Motive) auf der Kleidung sollten vermieden werden. Alles, was auffällt, behindert nur den Versuch, in der Masse unterzutauchen. Wenn möglich, solltest du Wechselkleidung mitnehmen, um das eigene Aussehen schnell verändern zu können. Auch der Geruch kann ein wichtiger Faktor sein, da er eine starke Erinnerung auslösen kann. Daher solltest du auf auffällige Düfte verzichten. Die Ausrüstung, die du täglich mitführst, sollte ebenfalls diskret sein. Eine simple EDC-Tasche oder Messenger Bag, die zur typischen Tagesroutine passt, ist eine gute Wahl. Auch Handtaschen mit einem unterteilten Innenleben sind eine Option. Dabei solltest du darauf achten, dass die Tasche sich deinem Style anpasst, ohne Aufmerksamkeit zu erregen. Als Grey Man solltest du auf kompakte und diskrete Ausrüstungsgegenstände setzen, wie etwa einen taktischen Stift oder ein diskretes Klappmesser. Auch eine Taschenlampe, ein Leatherman, eine Schnur, ein Kompass, ein Feuerzeug, eine Uhr und eine Powerbank können hilfreich sein (siehe First Line). Fazit des Grey-Man-Konzepts Als Grey Man bezeichnet man eine Person, die sich in einer Notsituation unauffällig verhält und sich als Teil der Masse tarnt. Diese Überlebensstrategie ist entscheidend, um nicht zum Ziel von plündernden Banden oder anderen Bedrohungen zu werden. Es ist wichtig zu verstehen, dass das „Preppen“ allein nicht ausreichend ist, um in einer Krisensituation zu überleben. Wenn man als gut vorbereiteter Bürger wahrgenommen wird, kann man schnell zum Ziel von gewalttätigen Personen werden, die es auf die Vorräte abgesehen haben. Deshalb ist es unerlässlich, die Fähigkeit zu erlernen, sich unauffällig zu verhalten. Um die Grey-Man-Fähigkeiten zu trainieren, kann man im Alltag beobachten, wie andere Menschen sich kleiden und verhalten. Dadurch kann man erkennen, welche Verhaltensweisen und Kleidungsstücke auffällig sind und wie man sich besser in die Masse einfügen kann. Es ist auch ratsam, seine eigene Ausrüstung und Erfahrungen zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, um nicht unnötig Aufmerksamkeit zu erregen. Die Grey-Man-Theory umfasst vier Schlüsselbereiche: Verhalten, Erscheinungsbild, Kommunikation und Ausrüstung. Wenn man diese Bereiche beherrscht und in der Lage ist, sie in einer Notsituation anzuwenden, kann man seine Überlebenschancen erheblich steigern. Das Verhalten umfasst das Vermeiden von Aufmerksamkeit und das Verhalten wie alle anderen. Man sollte seine Umgebung aufmerksam beobachten und darauf achten, welche Verhaltensweisen unauffällig sind. Das Erscheinungsbild umfasst die Kleidung und das Äußere. Es ist ratsam, auf neutrale Farben und unauffällige Kleidung zu achten, um nicht unnötig Aufmerksamkeit zu erregen. Kommunikation ist ein weiterer wichtiger Faktor, um sich als Grey Man zu tarnen. Es ist wichtig, ruhig und sachlich zu sprechen und keine unnötigen Informationen preiszugeben. Auch der Umgang mit anderen Menschen sollte unauffällig und höflich sein, um nicht unnötig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Die Ausrüstung sollte ebenfalls unauffällig und praktisch sein. Es ist ratsam, auf hochwertige Ausrüstung zu achten, die unauffällig ist und sich leicht transportieren lässt. Die Ausrüstung sollte so gewählt werden, dass sie den eigenen Bedürfnissen entspricht und nicht unnötig Aufmerksamkeit erregt. Zusammenfassend ist die Fähigkeit, sich als Grey Man zu tarnen, eine entscheidende Überlebensfähigkeit in einer Notsituation oder einem postapokalyptischen Szenario. Durch das Training und die Verbesserung der Grey-Man-Fähigkeiten kann man seine Überlebenschancen erhöhen und sich vor Bedrohungen schützen. Alles hat nicht geklappt du wurdest entdeckt Auch wenn du dich bemüht hast, hast du irgendeinen kleinen Fehler gemacht, der nun das Interesse anderer auf dich lenkt. Man verfolgt dich. Du brauchst nun effektive Techniken, um Verfolger abzuschütteln und weiterhin unerkannt zu bleiben. Wenn du zu Fuß unterwegs bist, kannst du Techniken wie das „Absetzen“ oder das „Verdecken“ verwenden, um Verfolger abzuschütteln. Das Absetzen bedeutet, schnell und unvorhersehbar in eine andere Richtung zu laufen oder zu rennen, um deinen Verfolger zu überraschen und zu desorientieren. Das Verdecken bedeutet, Objekte wie Laternenpfähle oder Bäume zu nutzen, um dich vor den Augen des Verfolgers zu verbergen. Eine weitere Möglichkeit, Verfolger abzuschütteln, ist es, verschiedene Transportmittel zu kombinieren. Wenn du beispielsweise zu Fuß unterwegs bist und ein Fahrrad in der Nähe hast, kannst du schnell auf das Fahrrad springen und davonfahren. Dies kann Verfolger verwirren und dich schneller von der Gefahrenzone entfernen. Es ist auch ratsam, regelmäßig deinen Standort und deine Routen zu ändern, um Vorhersehbarkeit zu vermeiden. Verfolger können Muster in deinen Bewegungen erkennen und dich so leichter verfolgen. Indem du deine Routen und deinen Standort regelmäßig änderst, kannst du Verfolger überraschen und deine Chancen erhöhen, unentdeckt zu bleiben. Eine der wichtigsten Taktiken zur Tarnung im urbanen Umfeld ist das Tragen von Wechselkleidung. Es ist ratsam, Kleidungsstücke mitzunehmen, die unauffällig sind und sich schnell wechseln lassen. Wenn du zum Beispiel in einer dunklen Jacke und Jeans bekleidet bist und bemerkst, dass du verfolgt wirst, kannst du schnell in eine helle Jacke und Shorts wechseln. Das erschwert deinen Verfolgern das Wiedererkennen und erleichtert es dir, dich in der Masse zu verstecken. Kopfbedeckungen und Wendejacken gehen hier am schnellsten. Verwende dabei auch Kleidung, die nicht deinem bevorzugten Stil oder deiner Größe entspricht, um dich noch unauffälliger zu machen. In einem urbanen Umfeld kann es jedoch schwierig sein, sich vor Verfolgern zu verstecken. Es ist daher wichtig, Techniken der Gegenaufklärung zu beherrschen. Du solltest immer aufmerksam sein und deine Umgebung im Auge behalten, um potenzielle Bedrohungen zu erkennen. Es ist auch ratsam, dich mit den Verhaltensweisen von Verfolgern vertraut zu machen und zu lernen, wie du ihre Absichten erkennst. Es gibt verschiedene Techniken und Methoden, um Verfolger abzuschütteln. Wenn du zu Fuß unterwegs bist, kannst du versuchen, Abkürzungen durch Hinterhöfe machen oder dich zügig durch dichtes Gebüsch durchzuzwängen. Du solltest verschiedene Routen kennen und alternative Wege zu finden, um dich schnell und effektiv zu bewegen. Wenn du zum Beispiel weißt, dass eine Straße blockiert ist, kannst du eine alternative Route nehmen, um deinen Verfolgern zu entkommen. Eine weitere Technik, um Verfolger abzuschütteln, ist die Verwendung von Tricks und Täuschungen, um sie in die Irre zu führen. Dies kann beispielsweise durch das plötzliche Verlassen eines Gebäudes oder das Ändern der Richtung auf der Straße geschehen. Du kannst auch vortäuschen, dass du einen anderen Ort besuchst, um den Verfolger davon abzulenken, dass du dich tatsächlich auf dem Weg zu deinem Ziel befindest. Wenn du vermutest, dass du verfolgt wirst, solltest du auf mögliche Hinweise achten, die dir helfen könnten, den Verfolger zu identifizieren. Dies kann beispielsweise Kleidung oder Accessoires sein, die der Verfolger trägt, oder auch bestimmte Verhaltensmuster. Wenn du diese Hinweise bemerkst, solltest du versuchen, ihnen auszuweichen oder dich ihnen zu entziehen. Du wirst angesprochen? Ruhe bewahren. Es ist wichtig, sich zurückhaltend zu verhalten und sich vielleicht ein wenig zu „verwahrlosen“. So kann man potenzielle Angreifer/Bettler abschrecken und verhindern, dass diese dich als ein lohnendes Ziel betrachten. Deswegen kann es auch hilfreich sein, um Hilfe zu bitten und einen Tauschhandel mit „wertlosem Material“ vorzuschlagen. Wenn man glaubhaft machen kann, dass man selbst in Gefahr ist oder nichts besitzt, verlieren die Verfolger schnell das Interesse. Eine weitere Möglichkeit, sich als Grey Man zu tarnen, ist das Erfinden einer glaubhaften Story, die nah an der Realität ist und von den eigentlichen Zielen und Aktivitäten ablenkt. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass die Story konsistent ist und nicht zu viele Fragen aufwirft. Zu viel Auffälligkeit kann schnell Verdacht erregen. Was für dich als Person gilt, gilt auch für dein Zuhause Ein wichtiger Aspekt für den Grey Man ist auch das Zuhause. Hierbei handelt es sich um einen Ort, an dem du dich im Notfall zurückziehen und dich in Sicherheit bringen kannst. Es ist wichtig, dass dein Zuhause möglichst unauffällig und nicht leicht zu finden ist. Eine Möglichkeit ist, das Licht sparsam zu nutzen und dich nach dem natürlichen Rhythmus zu richten. Das bedeutet, mit der Sonne aufzustehen und bei Einbruch der Dunkelheit schlafen zu gehen. Es ist jedoch immer mindestens einer wach, um die Zu- und Abwege zum Gebäude zu beobachten. Licht heißt nämlich, du hast Strom, du hast Strom heißt, du hast womöglich Essen und Wärme. Nutze Batterien und Kerzen nur im Notfall, um keine ungewollte Aufmerksamkeit zu erregen. Auch Geräusche und Gerüche können ein Problem darstellen, wenn es darum geht, dich als Grey Man zu tarnen. Ein Generator, der in der ganzen Nachbarschaft zu hören ist, und ein leckeres Steak auf dem Grill, welches man noch 500 m gegen den Wind riecht, ist dein sicheres Ende, wenn alle um dich herum nichts mehr haben. Gleichzeitig solltest du jedoch auch darauf achten, nicht zu offensichtlich vorzugehen und durch offene Abschreckung oder allzu offensichtliche Vorbereitungen andere anzulocken. Alarmanlagen, Stacheldrahtzaun und verbarrikadierte Bereiche sagen dem Außenstehenden genau das gleiche, wie wenn du mit einer Uniform rumlaufen würdest: Ich bin vorbereitet, ich habe Essen, ich habe Medikamente, ich komme durch die Krise! Wie sieht es mit deinem Auto aus? Besitzt du ein Kfz, das auf deine Vorbereitung schließen lässt? Ein Jeep, SUV oder sonstiges Kfz, das eher nach Survival und Outdoor aussieht als der klassische Familien-Van? Wo parkst du? Kann man Kfz und Wohnung direkt kombinieren? Parke möglichst unauffällig und decke dein Fahrzeug ab, um nicht als potenzielles Ziel aufzufallen. Hierbei können auch verschiedene Tarnungstechniken genutzt werden, um das Fahrzeug möglichst unsichtbar zu machen. Lass den Tankdeckel geöffnet, wenn möglich, um Außenstehenden zu signalisieren: Hier war schon jemand, der den Kraftstoff erbeutet hat. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Grey-Man-Konzept auf verschiedenen Faktoren beruht, die dazu beitragen, in Krisensituationen möglichst unauffällig und sicher zu agieren. Dazu gehört ein unauffälliges Verhalten bei Kontakt mit anderen Menschen, die Fähigkeit, glaubwürdige Geschichten zu erfinden und ein sicheres Safehouse, das möglichst unsichtbar ist. Nun drehst du den Spieß um: Verfolge den Gegner und besorge Informationen über ihn. Du bist einigermaßen sicher bei dir. Du hast eine kleine Community, die sich gegenseitig hilft. Jedoch besteht die Stadt nun aus vielen kleinen Clans und Gangs, die je nach Lust und Laune ihr Unwesen treiben. Um mit den verbleibenden guten Bürgern gegen diese vorzugehen, fehlen dir zu viele Informationen. Ein sinnloser Angriff ohne Plan kann deine Situation schnell verschlimmern, statt sie zu verbessern. Zeit für Gegenobservierungen und Informationsgewinnung. Was musst du in Erfahrung bringen: + Anzahl der Gegner * Bewaffnung der Gegner « Verhalten und Abläufe der Gegner « Ressourcen und Ausbildungsstand der Gegner + Wo befindet sich was bei denen? + Wie sind die Sicherungen? + Wo sind mögliche Eindringstellen? Dies und vieles mehr benötigst du, um erst mal objektiv einen Plan in der Gemeinde machen zu können. Eine Gemeinde, die zudem einen erhöhten Altersdurchschnitt hat und selbst kaum genügend Lebensmittel besitzt für eine adäquate Zeit. Vorbereitung Wähle ein fähiges und fittes Team aus, das zur Not schnell ausweichen kann. Wenn es darum geht, jemanden zu verfolgen oder zu beobachten, kann es schwierig sein, unentdeckt zu bleiben. Es erfordert viel Vorbereitung und Übung. Hier sind einige Techniken und Methoden, um jemanden unauffällig zu verfolgen und zu observieren. Die Wahl der richtigen Kleidung ist der erste Schritt, um unauffällig zu bleiben. Du solltest bequeme Kleidung wählen, die sich gut anpasst und dich nicht einschränkt. Vermeide auffällige Kleidungsstücke oder Accessoires, die dich in der Menge herausstechen lassen könnten. Wenn du eine Kappe oder Sonnenbrille trägst, solltest du darauf achten, dass sie nicht zu auffällig ist und deinem Gesicht ausreichend Schatten gibt, um dich zu tarnen. Die nächste Überlegung ist die Wahl der Verfolgungsformation. Es gibt verschiedene Arten von Formationen, um unauffällig zu bleiben. Eine Möglichkeit ist die „Single-File“-Formation, bei der alle Mitglieder der Gruppe hintereinanderlaufen, auch bekannt als ABC-Methode. Diese Formation ist besonders nützlich, um sich in engen Räumen oder schmalen Straßen durchzubewegen. Dabei wechseln sich die Hintermänner nacheinander ab und rotieren im Kreis, um nicht zu lange an der Zielperson dranzubleiben. Eine andere Formation ist die „Wedge“-Formation, bei der sich die Mitglieder in einer dreieckigen Formation bewegen. Diese Formation ist besonders nützlich, um größere Bereiche zu überwachen und mehrere Blickwinkel zu haben. Eine dritte Möglichkeit ist die „Diamond“-Formation, bei der die Mitglieder in einer rautenförmigen Formation angeordnet sind. Diese Formation bietet eine gute Balance zwischen Abdeckung von großen Flächen und der Möglichkeit, schnell zu reagieren und abzubrechen, falls nötig. Die vierte Möglichkeit ist die Glocken-Formation. Eine Taktik, die bei der Verfolgung von Verdächtigen verwendet wird. Dabei bilden die Verfolger eine Art Glocke um den Verdächtigen herum, um ihn in der Mitte zu halten und seine Flucht zu verhindern bzw. um auch nicht zu nah an ihm dran zu sein. Diese Formation ist besonders nützlich, wenn sich der Verdächtige in einem offenen Gebiet wie einem Feld oder einem Park bewegt. Die Verfolger bewegen sich langsam und koordiniert, um den Verdächtigen in der Mitte zu umgeben. Die Glocken-Formation erfordert ein hohes Maß an Koordination und Kommunikation zwischen den Verfolgern. Bei der Verfolgung oder Beobachtung einer Person solltest du auch darauf achten, dass du nicht zu nahe an sie herankommst oder zu offensichtlich bist. Vermeide es, ständig auf die Person zu starren oder sie anzusprechen, es sei denn, es ist unbedingt erforderlich. Halte einen sicheren Abstand und beobachte sie aus den Augenwinkeln heraus. Wenn du eine Zielperson verfolgst, solltest du auch darauf achten, dass du die gleiche Geschwindigkeit beibehältst wie die Zielperson. Vermeide es, schneller oder langsamer zu laufen als das Ziel, da dies dich verdächtig machen kann. Insgesamt erfordert die Verfolgung oder Beobachtung einer Person viel Geduld und Aufmerksamkeit für Details. Durch die Wahl der richtigen Kleidung und Verfolgungsformation, das Einhalten eines sicheren Abstands und das Vermeiden von Verdächtigungen kannst du unauffällig bleiben und dein Ziel erfolgreich beobachten oder verfolgen, um somit deinem Team die nötigen Informationen zu beschaffen, die es für eine objektive Lagebeurteilung benötigt. 32. Selbstschutz Die Aggressivität steigt von Tag zu Tag an. In einer Krise ist es wichtig, dass du dich und eine Familie verteidigen kannst. Hier sind einige grundlegende Verhaltensregeln und effektive Techniken, die in einer Krisensituation nützlich sein können: Vermeide Konflikte: Der beste Weg, um sich in einer Krise zu schützen, ist es, Konflikte zu vermeiden. Vermeide Orte, an denen es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen könnte, und halte dich von Menschen fern, die aggressiv wirken oder sich bedrohlich verhalten höre auf dein Bauchgefühl. Laufe weg: Wenn du merkst, dass du in eine gefährliche Situation geraten bist, laufe weg, sobald es sicher ist. Du solltest immer einen Fluchtweg im Auge behalten und wissen, wie du schnell aus der Gefahrenzone fliehen kannst. Egal, wie gut du ausgebildet bist, wenn der Mob willens genug ist, wird er dich und deine Familie ohne Gnade besiegen. Bring zur Not Opfer, in dem du dein Essen oder Rucksack liegen lässt. Wende Selbstverteidigungstechniken an: Mir ist klar, dass man nicht von heute auf morgen nur durch das Lesen oder Üben von ein paar Techniken und Gelegenheitstricks zu Chuck Norris werden kann. Deswegen: Wenn du dich in einer Situation befindest, in der du nicht fliehen kannst, musst du schnell, skrupellos und ohne Gnade vorgehen. Reden hilft ab einem gewissen Punkt nichts mehr. Die effektivsten Punkte am Körper, um einen Angreifer außer Gefecht zu setzen, sind die Augen, die Kehle, der Solarplexus und die Leistengegend. Ein Schlag oder Tritt in/auf diese Bereiche kann ausreichen, um den Angreifer zu stoppen oder zu verlangsamen und dir die Chance zur Flucht zu geben. Sei nicht zaghaft, der Gegner ist es auch nicht. Nutze Waffen: Wenn du weißt, was du tust, kannst du aus vielen Dingen eine Waffe basteln. Ob Pfefferspray, Schlagstock, Kubotan, ein Messer oder Hammer, egal, was du hast, nutze es in einer Krise, wenn Leib und Leben davon abhängen, ohne Zögern. Wenn du natürlich über richtige Waffen verfügst, als Jäger, Sportschütze oder Behördenmitglied, solltest du diese im absoluten Notfall ebenfalls einsetzen. Es ist aber auch wichtig, dass du weißt, wie du eine Waffe sicher handhabst, und damit umgehen kannst. Sonst sorgst du im dümmsten Fall für mehr Verletzte und Tote, als dir lieb war. Besonderheiten für Frauen und Kinder: Frauen und Kinder sind in Krisensituationen oft besonders gefährdet. Frauen sollten immer darauf achten, in Begleitung zu sein und sich optisch eher als Mann statt als attraktive Frau zu geben. Kopfbedeckungen und weite Kleidung sind hier die bessere Wahl, auch im Sommer. Kinder sollten darüber aufgeklärt werden, wie sie sich im Notfall verhalten sollten, und gelehrt werden, wie sie um Hilfe rufen und fliehen können. Binde wirklich jeden in deiner Gemeinschaft ein, wenn es um Ausbildungen geht. Nicht nur kräftige Männer müssen wissen, was zu tun ist. Auch Kinder, Frauen und alte Menschen müssen Teil der resilienten Gemeinschaft werden, um das Überleben aller zu sichern. Freilaufende Hunde Als liebender Hundebesitzer, der schon seit seiner Kindheit mit Hunden aufgewachsen ist, kenne ich natürlich die verschiedenen Besonderheiten im Umgang mit den Vierbeinern. Jedem Hundebesitzer ist zudem klar: Es gibt keine bösen Hunde, so wie es keine rein bösen Menschen gibt. Eine falsche Erziehung, Not und Gewalt sorgen für psychische Probleme bei Mensch und Tier. Es ist es ganz normal, dass diese Tiere auch Angst, Panik, Hunger und Durst haben. Auch hier werden viele Tiere nicht mehr versorgt, werden ausgesetzt und misshandelt. Dass sich hier Hunde zusammentun, ist auch wieder nur ein normaler Zustand. Wer in schon einmal in Entwicklungsländern unterwegs war, wird dies kennen wilde Straßenhunderudel, die nachts umherstreunen und alles und jeden angreifen, der in ihr Territorium vordringt. Hunde dienen als Alarmanlage und Abwehreinrichtung nicht nur in Afghanistan, sondern auch in Mittel- und Südamerika, wenn man in den Slums unterwegs ist, oder überall, wo Menschenansammlungen und Armut aufeinandertreffen. Nun kann es also vorkommen, dass wild umherlaufende Hunde bei dir in der Gegend eine zusätzliche Bedrohung darstellen. Deswegen ist es wichtig, dich selbst schützen zu können. Hier sind einige Tipps dazu (auch auf Wölfe anwendbar): 1. Vermeide Gebiete, in denen Hunde bekanntermaßen herumlaufen (wenn du sie kannst). 2. Wenn du einen Hund siehst, bleib ruhig stehen. Wenn du weglaufen willst, renne nicht, sondern gehe langsam und ruhig zurück. Hunde haben ein instinktives Bedürfnis, Beute zu jagen und zu verfolgen, und dein schnelles Laufen kann sie dazu anregen, dich zu jagen. 3. Vermeide direkten Blickkontakt mit dem Hund. Wenn du den Hund anstarrst, kann er dies als Herausforderung oder Bedrohung empfinden und dich angreifen. 4. Wenn der Hund anfängt, aggressiv zu werden, versuche, eine Barriere zwischen dir und ihm zu schaffen, wie zum Beispiel einen Stock, ein Stück Holz oder einen Gegenstand, den du in der Nähe hast. 5. Wenn der Hund dich angreift, versuche, dein Gewicht auf einen Fuß zu verlagern und den anderen Fuß nach vorn zu bringen, um dich zu verteidigen. Schütze deinen Kopf (Hals) und Nacken mit deinen Armen und Fäusten. 6. Trage während des Laufens Schutzkleidung, insbesondere feste Schuhe, um dich vor einem Hundebiss zu schützen (siehe First Line). 7. Führe immer eine Abwehrwaffe wie Pfefferspray oder ein Taschenmesser mit dir, um dich im Notfall verteidigen zu können. Auch hier gilt wie beim Menschen: Kehle, Augen und Weichteile. Ein selbstgebastelter Speer (Langer Stock, Besenstiel mit einer Klinge am Ende) ist hier das Non-Plus-Ultra, solltest du fest mit solchen Angriffen rechnen. Es ist auch wichtig zu beachten, dass wild umherlaufende Hunde oft einen Besitzer haben und möglicherweise ist dieser in der Nähe. Versuche, vorher irgendwie mit diesem in Kontakt zu treten, bevor du einen Kampf mit dem Hund in Erwägung ziehst. Im dümmsten Fall musst du sonst nämlich auch noch gegen den verärgerten Hundebesitzer kämpfen. Home Defense AH 0 Tihs = = [ms Defense Wenn der Impact, der Blackout eintritt, ist es wichtig, dass du dein Zuhause effektiv schiitzt, um dich und deine Familie vor Gefahren von außen zu bewahren. Du hast vielleicht genügend Essen und Trinken, um über die Runden zu kommen, dies bringt dem hungrigen Mitbürger jedoch wenig, um selbst nicht zu verhungern. Er wird das tun, was auch immer er tun muss, um an dein Essen zu gelangen! Das ist die Natur, du musst es akzeptieren (nicht mögen). Die effektivste Verteidigung ist, zunächst erst gar nicht vom plündernden Mob in Betracht gezogen zu werden. Wie dies geht, hast du im Grey-Man-Part gelesen. Nun müssen wir uns damit beschäftigen, wie du dich auf die Konfrontation einstellst. Du musst dir dazu Folgendes überlegen: » Wie kannst du ein Eindringen verhindern? + Was kannst du tun, um den Gegner zu verlangsamen? » Was kannst du tun, um den Gegner kampfunfähig zu machen? + Wie kannst du dich im Haus einrichten? « Wie ist dein Plan B, wenn du das Haus/Wohnung verlassen musst? Hier sind einige wichtige Dinge, die du beachten solltest: Erstelle einen Plan Bevor der Impact eintritt, solltest du einen Plan für die Verteidigung deines Hauses erstellen. Überlege dir, wie du das Eindringen von Gegnern verhindern und welche Maßnahmen du ergreifen kannst, wenn diese dennoch eindringen. Hast du genügend Material wie Holzbretter, Nägel, Schrauben, Metallriegel und Keile? Verfügst du über eine solide Bewaffnung, die dich und deine Familie schützen kann? Wenn du legale scharfe Waffen besitzen darfst, prima, dann denke aber auch an genügend Munition aller Kaliber-Sorten, über die du verfügst. Bei einem Gefecht kannst du locker mal fünf oder sechs Magazine mit 30 Schuss innerhalb von fünf Minuten verbrauchen ... Wie lange willst du also überleben? Bedenke hier: Die Gangs und Clans, die vor allem im urbanen Umfeld ihr Unwesen treiben, haben genügend Waffen und Munition, um als eigenständige Armee agieren zu können (und dies ohne Waffenschein und verpflichtende Gesetze). Wenn du nicht den Luxus einer legalen scharfen Waffe hast, dann solltest du dich mit der Thematik der freien Waffen auseinandersetzen: « Schreckschusspistolen « Druckluftwaffen mit Stahl, Pfeffer und Gummigeschossen (RAM-Waffe) « Armbrustpistolen und Magazinarmbrüste « Pfeil und Bogen + Harpune « Zwille mit Stahl und Glaskugeln « Kampfmesser, Schwerter und Speere « Macheten, Äxte und Hammer Als Angreifer brauchst du im normalen Feld-, Wald- und Wiesenkampf eine Uberlegenheit von vier zu eins, im urbanen Umfeld teilweise 10:1. Du siehst also, je nachdem, wie du dich vorbereitest, kannst du deine wenigen Kräfte enorm potenzieren, wenn der Gegner kanalisiert wird und gegen stark ausgebaute Vorrichtungen ankämpfen muss. Das Überraschungsmoment ist auf deiner Seite. Eindringen verhindern Als Teil deiner Home-Defense-Strategie ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um das Eindringen von unerwünschten Personen in dein Zuhause zu verhindern. Hier sind einige wichtige Aspekte, die du beachten solltest: Zugänge von außen nach innen zumachen: Überprüfe alle Türen, Fenster und sonstigen Eingänge zu deinem Zuhause und sorge dafür, dass sie sicher verschlossen und geschlossen sind. Verwende robuste Schlösser und Riegel, um sicherzustellen, dass sie nicht einfach aufgebrochen werden können. Türen und Fenster sind die wichtigsten Zugänge für Eindringlinge. Sorge dafür, dass sie verstärkt und gesichert sind. Verwende zum Beispiel dicke Schrauben, die die Tür oder das Fenster fester in den Rahmen ziehen, und einbruchhemmende Schutzbeschläge und -scharniere. Vergiss auch nicht, die Garagentore und andere Zugänge, die oft übersehen werden, zu sichern. Vernagle oder verbarrikadiere von innen alles, aber so, dass man es von außen nicht unbedingt sieht. Halte auch Türkeile je Tür griffbereit, um diese für temporäre Blockaden zu nutzen. Oftmals geht es nur um Zeitgewinnung, um den Plünderer entweder müde zu machen oder ihn zu einem anderen Objekt zu locken, das weniger gut geschützt ist. Bedenke: Ein Täter sucht ein Opfer, keinen fairen Kampf oder gleichwertigen Feind. Stelle sicher, dass kein Licht aus deiner Wohnung nach außen gelangt, wenn du es denn nutzen musst: Wenn du in einer Krise Licht benötigst, um in deinem Zuhause zu navigieren, stelle sicher, dass das Licht nicht nach außen dringt. Verwende Vorhänge und Jalousien, um das Licht zu blockieren und die Sichtbarkeit zu minimieren. Überprüfe dies von außen selbst, um mögliche Schwachstellen zu finden. Erdgeschoss dicht machen: Das Erdgeschoss deines Hauses ist am anfälligsten für Eindringlinge. Stelle sicher, dass alle Fenster und Türen gut gesichert sind, und verwende gegebenenfalls zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Gitter oder Rollläden. Querstangen und Riegel: Verwende Querstangen und Riegel, um Türen und Fenster zusätzlich zu sichern. Diese Maßnahmen machen es schwieriger, die Türen und Fenster aufzubrechen oder zu öffnen und können Eindringlinge abschrecken. Zugang zum Obergeschoss erschweren: Wenn möglich, blockiere den Zugang zum Obergeschoss deines Hauses, um es schwieriger zu machen, dorthin zu gelangen. Verwende beispielsweise eine Leiter oder eine Stiege, die du bei Bedarf entfernen kannst. Treppen kannst du schnell mit Sofas oder Nagelbrettern dicht machen. Besenstiele mit Klingen oder angeschrägten Fahrradspeichen sorgen für den nötigen Abstand, sollte es jemand wagen, deine „Burg“ zu erklimmen. Möglichkeiten zum Löschen von Feuer: Ein Feuer kann schnell zur Katastrophe werden, daher solltest du immer darauf vorbereitet sein. Stelle sicher, dass du Feuerlöscher und andere Löscheinrichtungen in deinem Zuhause hast und übe regelmäßig, wie man sie benutzt. Der Gegner wird versuchen, dich auszuräuchern, wenn er schon nicht reinkommt. Sei deswegen auf alles gefasst und habe auch Atemschutzmasken in ausreichender Stückzahl daheim, um auch im Rauch noch kämpfen oder fliehen zu können. Weg von Fenstern und Türen: Wenn du dich in deinem Zuhause aufhältst, versuche dich von Fenstern und Türen, Fluren und Treppenhäusern fernzuhalten, um das Risiko einer Schussverletzung aus der Entfernung zu minimieren (oder um der gegnerischen Aufklärung keine Informationen zu liefern). Wenn du beobachtest oder absicherst, dann tue dies immer aus der Tiefe des Raums mit ausreichend Deckung. Vergittere die Fenster mit Hasendraht, um das Eindringen von Wurfgeschossen und Brandbomben zu verhindern. Obwohl es verlockend sein mag, deine Vorbereitungen und Ausrüstung zu zeigen, um deine Fähigkeit zu demonstrieren, dich zu verteidigen, ist es oft besser, dies zu vermeiden. Es könnte das Interesse von Eindringlingen nur allzu sehr wecken. Priorität sollte zunächst auf der Behinderung oder Verlangsamung deines Gegners außerhalb deiner Wohnung liegen. Es gibt viele verschiedene Arten von Fallen und du solltest je nach Situation und Lage des Hauses entscheiden, welche Art von Falle am besten geeignet ist. 1. Nagelbretter: Nagelbretter sind eine einfache, aber effektive Möglichkeit, den Feind zu stoppen. Sie bestehen aus einer Platte mit Nägeln oder scharfen Gegenständen, die darauf befestigt sind, und können auf Straßen oder Wegen platziert werden. 2. Stolperdrähte: Stolperdrähte sind dünne Drahtseile, die auf Bodenhöhe gespannt werden. Sie sind schwer zu erkennen und können dazu führen, dass der Feind stolpert und fällt, wodurch er verwundbar wird. 3. Fallgruben: Fallgruben sind Gruben, die in den Boden gegraben werden und mit Spikes, Stacheln oder anderen scharfen Gegenständen gefüllt sind. Sie sind besonders effektiv im Waldkampf und können dazu führen, dass der Feind in eine Falle tritt und sich verletzt. 4. Glassplitter: Glassplitter können als Bodenbelag auf Wegen oder um Häuser herum platziert werden. Sie können dazu führen, dass der Feind sich Schnittverletzungen zufügt und dadurch langsamer wird. Es gibt viele weitere Fallenarten, mit denen du dich und deine Familie schützen kannst. Alles Weitere überlasse ich jedoch deinem Selbststudium. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Kanalisieren von Gegnern. Dies kann durch die Platzierung von Hindernissen in Fluren, Treppen und Eingängen erreicht werden, um den Gegner zu zwingen, einen bestimmten Weg zu gehen. So kannst du den Feind in eine Falle locken oder ihn in eine Position bringen, in der du ihn besser kontrollieren und angreifen oder umzingeln kannst. Dunkelheit ist ebenfalls ein mächtiges Instrument im Kampf gegen Eindringlinge. Indem du das Licht minimierst oder ausschaltest, kann der Gegner desorientiert werden, was dir den Vorteil gibt, dich besser zu verstecken oder dich auf den Angriff vorzubereiten. Stell dir vor, du bist Zuhause und wirst um zwei Uhr von einer vollen Blase geweckt. Du wirst ohne das Licht einzuschalten mühelos ins Bad finden und wieder zurück. Warum? Weil du den Raum kennst und den Weg hunderte Male gelaufen bist. Der Gegner jedoch nicht. Er wird sich blind nach vorn tasten müssen, jeder Schritt ist ein neuer Schritt ins Unbekannte. Nutze dies aus, um ihm Fallen zu stellen. Selbst wenn er eine Schusswaffe hat, mit einer Axt im Kopf oder einem Messer im Hals lässt es sich bestimmt nicht so gut leben. Werde zum Guerilla-Kämpfer in deinen eigenen vier Wänden. Schließlich solltest du auch in Schutzkleidung investieren. In Krisensituationen ist es wichtiger, dass du länger durchhalten kannst, als schnell zu laufen. Eine starke und widerstandsfähige Schutzkleidung kann dir einen großen Vorteil geben, da du dir weniger Sorgen um Verletzungen machen musst und dich stattdessen auf deine Verteidigung konzentrieren kannst. Bist du stationär, kannst du ruhig wie ein Michelin-Männchen herumlaufen. Musst du viel laufen, rennen und klettern, musst du eher beweglich und leicht sein. Das ewige Dilemma des Kampfes, die Qual der Wahl zwischen Verteidigung und Angriffsfähigkeiten. Mögliche Schutzkleidung besteht aus: « First Line + Helm « Ballistische Brille + Handschuhe * Knieschoner « Ballistische Weste » Gehörschutz Alarmanlage? Eine Alarmanlage (wenn diese ohne externen Strom funktioniert) kann bei einem normalen Einbruchsversuch vor dem Impact schnell Alarm schlagen und so den Angreifer abschrecken oder Nachbarn und Sicherheitsdienste alarmieren. Problem in der Krise: « Es kommt keiner, da es keine Ordnungsmacht mehr gibt oder die Anderes zu tun hat. « Es interessiert niemanden, da jeder betroffen ist. « Es funktioniert wahrscheinlich gar nicht mehr (da kein Strom). « Es lockt nur noch weitere Pliinderer an, da es sich hier anscheinend um ein lohnendes Objekt handelt. Es gibt jedoch Alarmanlagen, die mit Batterie und Funk stillen Alarm auslösen, dieser wiederum kann dir helfen, dich frühzeitig vorzubereiten. Trainiere deine Fähigkeiten Egal, wer mit dir in deinem Haus oder in deiner Wohnung lebt, jeder Handgriff und jede Lage muss durchgesprochen und trainiert werden. Bei Tag und Nacht. Wer macht was, wann, wie, wozu? Sind Schichtpläne erstellt? Bilde eine Nachbarschaftswache Eine Nachbarschaftswache kann eine effektive Möglichkeit sein, um dein Zuhause und deine Nachbarschaft zu schützen. Zusammen mit deinen Nachbarn kannst du ein Netzwerk aufbauen, um verdächtige Aktivitäten zu melden und aufeinander aufzupassen. Denke immer daran: Gemeinsam ist man stark, allein ist es nur eine Frage der Zeit, bis man erledigt wird. Neben der Verwendung von bestimmten Sicherheitstechnologien und der Anlage von Fallen gibt es auch einige Verhaltensregeln, die man beachten sollte. Eine dieser Regeln ist es, niemals bei offener Tür mit unbekannten Personen zu verhandeln. Es kann auch vorkommen, dass Clans oder Gauner geheime Zeichen an den Türrahmen malen, um nachfolgende Mitglieder zu informieren oder zu signalisieren, dass sich hinter der Tür etwas Lohnendes befindet. Es ist daher wichtig, aufmerksam zu sein und solche Zeichen zu erkennen, um potenzielle Gefahren zu vermeiden. Eine weitere wichtige Regel ist es, die Tür im Rücken immer geschlossen und bewacht zu halten. Ein Eindringling kann schnell und unerwartet zuschlagen, wenn er eine Gelegenheit dazu bekommt. Es ist daher wichtig, die Tür immer geschlossen zu halten und gegebenenfalls zu sichern. Auch ein Notfallplan ist sinnvoll, der im Vorfeld mit der Familie oder Mitbewohnern abgesprochen wird. Wer sichert die Tür, wer wehrt ab und wer verhandelt im Ernstfall? Überlass niemals dem Gegner die Initiative. Um das Risiko von unerwünschtem Besuch und Übergriffen in Krisensituationen zu minimieren, ist es wichtig, dich auf mögliche Szenarien vorzubereiten und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ein wichtiger Aspekt der Home Defense ist das Verhindern von Eindringlingen, sei es von Fremden oder von Menschen, die du kennst. Wenn jemand betteln kommt, ist es wichtig, ruhig und besonnen zu reagieren. Es ist verständlich, dass man in einer Krise das Bedürfnis hat, anderen zu helfen, aber man sollte auch darauf achten, dass man nicht selbst in Gefahr gerät. Dies könnte im Ernstfall auch Nachbarn oder Verwandte betreffen. Das könnte passieren, wenn du hilfst: « Die Personen könnten es weitersagen und weitere Personen mitbringen. « Die Personen könnten Späher sein, die zu einer Plündergruppe gehören. « Die Personen immer wieder kommen und dich erpressen, wenn du ihnen nichts mehr gibst. Hier sind einige Maßnahmen, die du ergreifen solltest: Vermeide es, Aufmerksamkeit zu erregen: Wenn du schon jemandem hilfst, der in Not ist, sollte es niemand mitbekommen. Vermeide es, Aufmerksamkeit zu erregen. Wenn es sich um eine große Gruppe handelt, die auf dich zukommt, solltest du es tunlichst lassen. Die Situation kann schnell eskalieren. Halte dich an einen Plan: Wenn du dich auf die Krise vorbereitest, solltest du einen Plan haben, was du tun wirst, wenn jemand um Hilfe bittet. Stelle sicher, dass du diesen Plan mit anderen in deinem Haushalt besprichst und dass alle wissen, was sie tun müssen, wenn sie mit einem bettelnden Fremden oder Nachbarn konfrontiert werden. Entwickle vorher eine Strategie, um zu ergründen, wie vertrauenswürdig jene Personen sind, die in guter Absicht an deine Türe klopfen. * Erzähle, du hast nur wenig Zigaretten und Gewürze übrig und selbst nichts mehr zum Essen. * Frage nach, ob die Person jemanden kennt, der damit etwas anfangen kann - Motivation zum Handeln signalisieren. « Frage nach, ob die Person jemanden kennt, den man gemeinsam besuchen kann, der noch Vorrat hat. Auf die Reaktion hin gebe ich dann entweder das „letzte“ Stück Brot, wenn ich etwas im gleichen Wert bekomme - oder gar nichts! Mit dieser Strategie nutzt du wieder die Grey-Man-Technik, um dich unbrauchbar und wertlos erscheinen zu lassen. Halte dich informiert: Es ist wichtig, dass du dich über die Situation in deiner Umgebung informiert hältst. Wenn es Plünderungen oder Übergriffe gibt, solltest du sicherstellen, dass du informiert bist, und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. 33. Brandschutz Brandschutz ist ein entscheidender Faktor in Krisensituationen, da sich Brände schnell ausbreiten und verheerende Auswirkungen auf Leben, Eigentum und Infrastruktur haben können, vor allem, da diese von Plünderern oftmals mutwillig als Mittel gegen widerspenstige Hausbewohner eingesetzt werden. Da durch den Wegfall von Strom auch keine automatischen Löschanlagen funktionieren und selbst die Feuerwehr entweder nicht mehr vorhanden ist oder zu viel um die Ohren hat, ist es von entscheidender Bedeutung, dass man in der Krise gut auf den Brandschutz vorbereitet ist. Materialien und Ausrüstung Es gibt mehrere Materialien und Ausrüstungen, die zur Vorbereitung auf einen möglichen Brand benötigt werden. Diese Materialien und Ausrüstungen sollten an einem leicht zugänglichen Ort aufbewahrt werden, um im Notfall schnell zugänglich zu sein. Folgendes sollte vorhanden sein: 1. Feuerlöscher: Ein Feuerlöscher ist das erste und wichtigste Material in der Brandbekämpfung. Es ist wichtig, dass der Feuerlöscher vollständig aufgeladen und betriebsbereit ist. Es sollten mindestens ein oder zwei Feuerlöscher je Raum vorhanden sein. 2. Rauchmelder: Rauchmelder warnen rechtzeitig vor einem Brand und geben den Bewohnern die Möglichkeit, schnell zu handeln und den Brand zu löschen oder zu fliehen. Es sollte mindestens ein Rauchmelder in jedem Raum des Hauses installiert werden. 3. Löschdecke: Eine Löschdecke ist ein weiteres wichtiges Material zur Brandbekämpfung. Sie kann verwendet werden, um kleine Brände zu ersticken oder um Menschen zu schützen, indem sie sich in eine Löschdecke einwickeln. 4. Wasservorräte: Wasser ist entscheidend bei der Brandbekämpfung. Es sollten ausreichend Wasserbehälter im Haus gelagert werden, um einen möglichen Brand löschen zu können. Es kann auch sinnvoll sein, eine Handpumpe zu haben, um Wasser aus nahegelegenen Quellen und Bächen zu ziehen. 5. Werkzeug: Werkzeuge wie eine Axt oder eine Säge können verwendet werden, um Materialien zu entfernen oder um Wege zu öffnen, um Fluchtwege zu schaffen. Maßnahmen Zusätzlich zu der notwendigen Ausrüstung gibt es bestimmte Maßnahmen, die zur Vorbereitung auf einen Brand ergriffen werden können. Diese Maßnahmen können das Risiko von Bränden reduzieren oder im Falle eines Brandes helfen: 1. Brandschutzmaßnahmen Es ist wichtig sicherzustellen, dass alle elektrischen Geräte und Anschlüsse ordnungsgemäß installiert sind. Es sollte sichergestellt werden, dass alle Feuerquellen wie Kerzen und Öfen auf stabilen, nicht brennbaren Oberflächen platziert sind. Rauchen sollte im Haus vermieden werden. 2. Fluchtplan Es ist wichtig, einen Fluchtplan für den Notfall zu haben. Der Fluchtplan sollte mit allen Familienmitgliedern besprochen und regelmäßig geübt werden. 3. Schutzkleidung und Atemmasken Schutzkleidung und Atemmasken können im Falle eines Brandes oder eines anderen Notfalls, bei dem es zu Rauchentwicklung kommt, lebensrettend sein. Stelle sicher, dass du und deine Familie über Schutzkleidung und Atemmasken verfügen, die im Notfall getragen werden können. 4. Feuerfeste Dokumententaschen Feuerfeste Dokumententaschen können dabei helfen, wichtige Dokumente wie Pässe, Geburtsurkunden und Versicherungspolicen zu schützen, falls es zu einem Brand kommt. Stelle sicher, dass du über eine oder mehrere feuerfeste Dokumententaschen verfügst, um diese wichtigen Unterlagen zu schützen. Insgesamt ist der Brandschutz bei einem Blackout von entscheidender Bedeutung. Es ist wichtig, dass du über die notwendigen Materialien und Kenntnisse verfügst, um dein Zuhause und deine Familie im Falle eines Brandes oder anderen Notfalls zu schützen. 34. Plan B Im Falle eines Einbruchs oder Überfalls mit Geiselnahme durch die Plünderer ist es wichtig, dass du an die Vorbereitung auf eine mögliche Flucht gedacht hast. Zunächst solltest du alle möglichen Fluchtwege im Haus im Kopf durchgehen und sicherstellen, dass diese frei zugänglich sind. Im Idealfall solltest du immer mindestens einen Fluchtweg parat haben, der nicht vom Angreifer blockiert werden kann. Es ist auch wichtig, dass du schon vorher weißt, wo du im Falle einer Flucht hinwillst. Im Idealfall hast du hierfür schon mindestens zwei Sammelpunkte in sicherer Entfernung gefunden, die du mit einem Kennwort belegst, um dieses schnell bei Gefahr auszurufen. Ab dann ist keine Zeit mehr zu reden, jetzt heißt es rennen. Führe Übungen und Tests durch, sowohl tagsüber als auch nachts, um sicherzustellen, dass alle wissen, was im Notfall zu tun ist. Es kann auch hilfreich sein, ein kleines Fluchtgepäck außerhalb des Hauses zu haben, das schnell mitgenommen werden kann. Packe Dinge ein, die du im Notfall benötigst, wie zum Beispiel Ausweise, Bargeld, Wasser, Snacks, Medikamente, Kleidung und eine Taschenlampe (siehe Bug-Out-Bag). Du möchtest ja nicht mit leeren Händen dastehen, wenn du schon dein Heim verlassen musst. Jetzt musst du mit deiner Familie dein Zuhause verlassen. Du hast es lange geschafft, doch der Druck war zu hoch. Wohin jetzt? Jetzt ist Bug-Out-Time. Du brauchst eine neue Bleibe, eine Bug-Out-Location für den Rest der Krise. Es handelt sich hierbei meistens um ein abgelegenes Anwesen, welches fernab von Städten und größeren Ansiedlungen liegt. Eine BOL kann auch direkt am Anfang einer Krise von Nutzen sein, wenn man in einer Stadt oder einem anderen dicht besiedelten Gebiet wohnt, da diese Gebiete im Krisenfall oft zu gefährlichen Orten werden. Die Auswahl der richtigen BOL ist von entscheidender Bedeutung. Im Folgenden sind einige Faktoren aufgeführt, die bei der Auswahl einer BOL berücksichtigt werden sollten: Lage: Eine BOL sollte abgelegen und fernab von größeren Ansiedlungen liegen. Eine gute Lage wäre beispielsweise ein abgelegenes Anwesen in den Bergen oder in ländlichen Gebieten. Hier ist die Chance, von Unruhen oder Plünderern heimgesucht zu werden, wesentlich geringer als in städtischen Gebieten. Eine weitere wichtige Überlegung ist die Nähe zu natürlichen Ressourcen wie Wasserquellen und Waldgebieten. Zugänglichkeit: Eine BOL sollte so gewählt werden, dass sie leicht zugänglich ist. In einer Krise ist es wichtig, schnell und sicher an den Ort zu gelangen. Es sollte darauf geachtet werden, dass die Zufahrtsstraßen in gutem Zustand sind und dass die BOL auch bei schlechtem Wetter erreichbar bleibt. Sicherheit: Eine BOL sollte in der Lage sein, dich und deine Familie zu schützen. Ein wichtiges Kriterium ist die Fähigkeit der BOL, gegen Einbruch und Eindringen gesichert zu sein. Es ist auch wichtig, dass die BOL gut versteckt ist, um unerwünschte Aufmerksamkeit zu vermeiden. Zäune, Mauern und verdeckte Überwachungskameras und stille Alarmanlagen sind nützliche Elemente, die zur Sicherheit der BOL beitragen können. Versorgung: Eine BOL sollte über ausreichende Ressourcen verfügen, um das Überleben zu gewährleisten. Dies schließt die Verfügbarkeit von Wasser, Lebensmitteln und Brennstoffen ein. Es ist wichtig, dass diese Ressourcen auf Vorrat gehalten und regelmäßig aufgefüllt werden. Es ist also ratsam, dein BOL vorab schon auszustatten und nicht erst auf der Flucht. Kommunikation: Es ist wichtig, dass eine BOL über eine effektive Kommunikationseinrichtung verfügt, um im Notfall mit anderen Gruppen und Behörden interagieren zu können. Eine BOL sollte mit einem Notfallfunkgerät ausgestattet sein, um bei Bedarf mit der Außenwelt in Verbindung zu bleiben (dazu später mehr unter dem Punkt Kommunikation). Jetzt hast du in der Friedensphase (Pre-Impact-Phase) deine BOL gefunden und ausgebaut. Du wohnst und arbeitest jedoch natürlich weiterhin bei dir Zuhause. Du hast weder die Zeit noch das Geld, um in der BOL auszuharren bis zu dem Tag, an dem es losgeht. Dauert es zwei Monate, ein Jahr oder kommt es nie zum Impact (was wir ja alle hoffen)? Du musst also normal weiterleben, jedoch deinen Weg von Punkt A (Zuhause, Arbeit, Urlaub etc.) zu Punkt B (BOL, Zuhause oder Safehouse) planen und die Reise optimalerweise mit deinem Bug-Out-Vehicle planen (schlecht gefahren ist immer besser als gut gelaufen. Nutze alle Fortbewegungsmittel, die du hast, um alles zum BOL zu bringen). 35. Notfall-Medizin Die Krise im Gesundheitssystem, sei es in der Versorgung, Pflege und Medikamentenlieferketten etc., zeigt jetzt schon deutlich, dass wir uns an der äußersten Grenze befinden ... und dies vor dem eigentlichen Impact, der im Schatten auf alle wartet. Jeder sollte sich also selbst fragen, ob er wirklich wegen jedem Hüsteln zum Hausarzt oder gar in die Notfallaufnahme muss, um dann ein bisschen Nasenspray und Hustentabletten zu erhalten. Wir sind hier in Deutschland in der wunderbaren Situation, sehr viel Wissen für die Laienmedizin oder besser gesagt Hausmedizin erlangen zu können. Bevor eine gute Vorsorge für mehr Unabhängigkeit oder schwierige Zeiten beginnt, sollte jeder eine Selbstkontrolle über nachfolgend aufgeführte Themengebiete durchführen. + Wie ist mein tatsächlicher Gesundheitsstatus? » Welches Wissen/Ausbildung habe ich im Bereich der Laienheilkunde/Hausmedizin und kann ich mich oder meine Familie damit durch schwierige Zeiten bringen? » Wo bekomme ich medizinische Ausstattung her? » Was habe ich an medizinischer Ausstattung zu Hause? « Ist meine Ausstattung zu Hause noch aktuell? + Was brauche ich wirklich? Somit startet ein Teil der Vorsorge mit der persönlichen Gesunderhaltung und Kontrolle durch den Arzt des Vertrauens, nicht Dr. Google. Zu einer guten Vorsorge im eigenen Haus gehört eine gut gepflegte Hausapotheke und Kenntnisse darüber, in welchem Zustand diese sich befindet. Die groben Inhalte haben wir bereits in den vergangenen Kapiteln gestreift, jetzt gehen wir tiefer in die Materie. Die Hausapotheke sollte neben den üblichen Verbandstoffen, um kleine Verletzungen selbstständig zu versorgen, auch wichtige Medikamente beinhalten. Manchmal muss es eben schnell gehen, und so sollte auch die Hausapotheke ausgelegt bzw. sortiert sein. Empfohlen wird die Einrichtung eines kleinen Schranks mit abschließbarem Fach für Medikamente, im Fall, dass Kinder im Haushalt wohnen. Die Hausapotheke sollte nicht im Bad untergebracht werden. Die Unterbringung empfiehlt sich in einem kühlen, trockenen und gut erreichbaren Raum. Ergänzend dazu sollte eine Erste-Hilfe-Tasche (Medic-Rucksack) greifbar sein, in der die Hausapotheke, zum Beispiel auch für den Urlaub oder in besonderen Situationen, ihren Platz findet. Damit stellt man die eigene Versorgung sicher und muss nicht erst auf die Suche gehen, wenn man etwas braucht nicht zu verwechseln mit eurem IFAK, das du bei dir trägst. Wie sollte der Inhalt der Hausapotheke aussehen? Es gibt auch dafür keine Goldstandardlösung, aber aus Sicht des BBK ergibt sich die nachfolgend aufgeführte Empfehlung, die natürlich individuell ergänzt werden kann. « Persönliche, vom Arzt verschriebene Medikamente « Erkältungsmittel « Entzündungshemmende Mittel/Spülungen für den Mund-Rachen-Raum « Schmerz- und fiebersenkende Mittel « Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen « Mittel gegen Insektenstiche und Sonnenbrand « Elektrolyte zum Ausgleich bei Durchfallerkrankungen « Fieberthermometer « Splitterpinzette * Hautdesinfektionsmittel + Wunddesinfektionsmittel + Verbandsmaterial inhaltlich wie der Inhalt in einem Kfz-Kasten Hinweis: Abgelaufene Verbandmittel miissen nicht weggeworfen werden. Man kann diese fiir sich selbst hernehmen und in besonderen Situationen fragt keiner nach dem Verfallsdatum. Sind die Verpackungen der Verbandstoffe unbeschädigt, ist davon auszugehen, dass diese zwar nicht mehr steril, aber immerhin noch keimarm sind. Die Ausstattung an Medikamenten hängt davon ab, was jeder Einzelne verträgt bzw. nicht verträgt, und sollte gegebenenfalls mit dem Hausarzt, nicht Dr. Google, abgesprochen werden. Viele der oben genannten Medikamente sind in der Apotheke zu bekommen, dort kann bei Unsicherheiten auch eine entsprechende Beratung in Anspruch genommen und nach alternativen Produkten gefunden werden. Ergänzend ist es empfehlenswert, gewisse Produkte aus der Naturheilkunde daheim zu haben, die zuerst verwendet werden können, bevor man an den eigentlichen Medikamentenvorrat rangeht. Jeder sollte sich grundsätzlich damit befassen und ausprobieren, um für sich selbst die verträglichsten und wirksamsten Mittel zu finden. Nachfolgend ein paar Vorschläge für Naturheilmittel: « Tees, zum Beispiel Weidenrindentee enthält natürliche Acetylsalicylsäure, auch bekannt als Aspirin « Heilerde zum Beispiel bei Durchfallerkrankungen « Getrocknete Kräuter- bzw. Heilpflanzen, zum Beispiel Ingwer, Kurkuma, Thymian, Brennnessel Ein weiterer Punkt im Bereich der Vorsorge ist die persönliche Körperhygiene. Dazu gehören das tägliche Waschen und die persönliche Zahnhygiene. Für das Waschen reicht sauberes Wasser und idealerweise ein Stück Seife. Das regelmäßige Waschen dient nicht nur dem Entfernen von Dreck und Schweiß, sondern auch der Sichtkontrolle bezüglich kleiner Verletzungen, Parasiten auf der Haut bzw. in der Haut (zum Beispiel Zecken) und dem Vorbeugen von Entzündungen der Haut. Die Haut ist genau wie der Mund ein wichtiges Element im Schutz vor Erkrankungen und muss entsprechend pfleglich behandelt werden. Wenn die Zähne zum Beispiel nicht regelmäßig geputzt werden, ist es nicht nur eklig, sondern kann auch richtig krank machen. Schon wenn 48 Stunden lang nicht die Zähne geputzt werden, muss mit gesundheitlichen Folgen gerechnet werden. Die gesunde Mundflora besteht aus bis zu tausend verschiedenen Bakterienarten. Ihre Zusammensetzung variiert je nach Alter und Gesundheitszustand. Besonders die Lebensweise hat Einfluss die Mundflora: * Ungesunde Ernährung » Medikamente « Starke Schwankungen des pH-Werts innerhalb der Mundhöhle, etwa durch zuckerreiche Nahrung, können sowohl die Vielfalt als auch die Anzahl an nützlichen Bakterien reduzieren « Zähne nicht putzen In Folge entsteht ein Ungleichgewicht, was dazu führt, dass die Mundflora ihre Aufgaben in der Immunabwehr nicht mehr vollständig erfüllen kann. Schädliche Keime können sich so im Mundraum und von dort aus weiter im Körper ausbreiten. Entzündungsreaktionen sind häufig die Folge. Somit haben Störungen der Mundflora nicht nur Auswirkungen auf Zähne und Zahnfleisch. Da die Mundflora weitreichenden Einfluss auf den gesamten Mund-, Nasen- und Rachenraum hat, und obendrein auch noch die körpereigene Immunabwehr unterstützt, kann sich durch die geschwächte Mundflora die Anfälligkeit für Infekte im gesamten Hals-Nasen- Ohrenbereich erhöhen. Die Unterstützung der Mundflora durch gesunde Ernährung, die Aufrechterhaltung eines neutralen pH-Werts in der Mundhöhle durch Zähneputzen ist daher schon äußerst sinnvoll. Somit sollten auch entsprechende Zahnhygieneartikel und Spülungen in der Hausapotheke und im Notfallrucksack nicht fehlen. Genauso wenig sollten die Bedürfnisse der Frauen vernachlässigt werden. Entsprechende Hygieneartikel, zum Beispiel Tampons, Binden und gegebenenfalls spezielle Medikamente sind in ausreichender Menge vorzuhalten und mitzuführen, immer abhängig von der jeweiligen Situation. In Vorbereitung auf eine Krise solltest du hier mit einem Vorrat für drei Monate rechnen. Orientieren kannst du dich hierbei am aktuellen durchschnittlichen Monatsverbrauch. 35.1 IFAK Individual First Aid Kit (IFAK). Wir sind oben schon in der First Line grob auf das IFAK und die Inhalte eingegangen, hier gehen wir nun weiter in die Materie, damit du dir mehr darunter vorstellen kannst, vor allem, wie du es verstauen und transportieren kannst. Das IFAK ist, wie der Name schon sagt, ein auf die jeweilige Person abgestimmtes Erste-Hilfe-Set und begleitet dich überall hin. Das IFAK ist eine kompakte, leicht zu transportierende, aber wichtige Sammlung lebensrettender Ausrüstungsgegenstände, die jeder mit sich führt. Der Inhalt eines IFAK orientiert sich: « am jeweiligen Geldbeutel « an dem, was für die jeweilige Person als wichtig erachtet wird « am jeweiligen tatsächlichen Ausbildungsstand des Benutzers « an der Einsatzumgebung (zum Beispiel Klimazone), in der man sich befindet « an den Umständen, denen die jeweilige Person ausgesetzt ist « an dem ausgegebenen Missionsziel Das IFAK sollte die Dinge enthalten, mit deren Einsatz du vertraut bist. So musst du nicht darüber nachdenken, wie die Dinge zu handhaben sind, wenn es drauf ankommt. Das IFAK ist regelmäßig zu öffnen, um zu kontrollieren, ob die zu verwendenden Materialien noch einsatzfähig sind und gegebenenfalls getauscht werden müssen. Das IFAK sollte immer leicht zu öffnen und zu schließen sein. Du solltest deshalb eine nicht zu kleine Tasche für dein IFAK wählen. Bedenke, dass auch das IFAK, wie du selbst, anpassungsfähig bleiben muss, es gibt keine Standardlösung für alle. Bei den Taschen für ein IFAK gibt es mittlerweile genügend Anbieter, sodass wirklich das gesamte Spektrum abgedeckt werden kann. Kenntnisse und Themen für das Selbststudium In der heutigen Zeit ist sehr viel Wissen im Internet verfügbar. Es gibt viele Anbieter offline sowie online die Ausbildungen in allen medizinischen Bereichen anbieten. Es ist zum Teil sehr schwierig, das Richtige für sich zu finden, ohne ein Vermögen auszugeben, quer durch die Republik zu reisen oder irgendwelchen Quatschköpfen zu begegnen. Jeder Laie (also jeder nicht medizinisch Ausgebildete) sollte sich somit genau fragen, was er persönlich oder für seine Lieben wirklich an Ausbildung benötigt. Für das Erlangen einer gewissen Unabhängigkeit und Vorbereitung auf schwierige Zeiten bieten sich folgende Wissensthemen an: « Aktuelle Erste-Hilfe-Kurse + Wiederholungskurse Erste-Hilfe « Erste Hilfe am Kind « Stop-the-Bleed-Kurs * Umgang mit Standardmedikamenten « Regionale Krauterkunde « Naturheilkunde Hausmedizin + Hygiene in Krisenzeiten, Wundreinigung und -desinfektion « Einfache Salbenherstellung Die ersten drei genannten Kurse werden durch viele Institutionen wie Deutsches Rotes Kreuz (DRK), BRK, Malteser usw. regional angeboten. Sie sind kostentechnisch überschaubar, teilweise sogar kostenfrei, und gut erreichbar. Zu den genannten Themenbereichen gibt es immer mehr Anbieter, wobei die Qualität sehr schwankt. Eine gewisse Hintergrundprüfung empfiehlt sich daher. Im Offline-Bereich, also mit der Lektüre eines guten alten Buchs, kannst du dich ebenso gut vorbereiten. Bücher haben auch den Vorteil, dass du sie überall mit hinnehmen kannst und keinen Strom dafür benötigst. Als Grundlage, um auch die Laienmedizin besser zu verstehen, solltest du dich mit der Anatomie und der Physiologie des Körpers auseinandersetzen. Im Anschluss findest du erste allgemeine Erläuterungen, um einen leichten Einstieg zu ermöglichen. Wichtig hierbei ist, dass du zwei Dinge vorab akzeptierst: + Du wirst auf dich allein gestellt sein. Es kommt niemand, um dir oder deiner Familie zu helfen. Abwarten bringt nichts, du musst handeln, sofort! + Du wirst als medizinischer Laie nicht alles machen können, egal, wie viel Mühe du dir gibst. Du kannst nur die ersten (aber wichtigen) Maßnahmen treffen und musst den Verwundeten dann zügig einer verbesserten Versorgungskette zuführen. Gib dein Bestes, akzeptiere jedoch, dass du den Tod nicht überlisten kannst, wenn er bereits sein Urteil gefällt hat. Wir schauen uns nun an, was DU tatsächlich noch machen kannst in den ersten Minuten nach dem Unfall oder Angriff. 35.2 Der Blutkreislauf Lebenszeichen Eine der Aufgaben des Blutes ist der ständige Transport von Sauerstoff zu allen Körperzellen. Um diese Aufgabe zu erfüllen, muss das Blut ununterbrochen im Blutgefäßsystem kreisen. Der Blutkreislauf wird durch die Pumpwirkung des Herzens in Gang gehalten. Der tastbare Puls ist die bei der Herzaktion entstehende Druckwelle an den Arterienwänden. Er ist abhängig von der Schlagkraft des Herzens sowie der kreisenden Blutmenge. Pulskontrolle am Handgelenk (bei Nicht-Bewusstlosen) Wenn der Verletzte/Betroffene noch ansprechbar ist, ist die Pulskontrolle am Handgelenk üblich. Die Pulskontrolle sollte mit den Fingerspitzen des Zeige-, Mittel- und Ringfingers erfolgen, da hier die größte Empfindsamkeit besteht. Von der Daumenseite kommend ertastest du mit drei Fingerspitzen den Puls am liegenden Arm. Wenn der Arm hochgehalten wird, ist automatisch der Blutdruck am Handgelenk geringer. Der Daumen eignet sich zum Pulsfühlen nicht, da der Ersthelfer durch seinen eigenen, starken Daumenpuls getäuscht werden kann! Die Anzahl der Pulsschläge pro Minute ergibt die Pulsfrequenz. Normalerweise schlägt das Herz 60- bis 80-mal pro Minute. Bei Anstrengung oder Erregung steigt die Pulsfrequenz auch bei gesunden Menschen. Weiterhin solltest du beim Pulsfühlen hierauf achten: « Pulsstärke (kräftigt, schwach, kaum fühlbar) « Pulsrhythmus (regelmäßig, teilweise oder vollkommen unregelmäßig) Pulskontrolle an der Halsschlagader (bei Bewusstlosen) Das Gehirn gehört zu den Organen, die aufgrund ihrer besonderen Bedeutung sehr intensiv mit Blut versorgt werden. Daher ist unter Umständen an der Halsschlagader auch dann noch der Puls tastbar, wenn am Handgelenk bereits keine Kreislauftätigkeit mehr festgestellt werden kann. Sollte also eine Kreislauftätigkeit vorhanden sein, so ist das im Regelfall durch die Pulskontrolle an den Halsschlagadern feststellbar. Taste mit drei Fingerspitzen seitlich neben dem Kehlkopf („Adamsapfel“) und rutsche dann mit den Fingern in die seitliche Halsgrube. Solltest du keinen Puls fühlen, überprüfe, ob er an der anderen Halsseite zu spüren ist. Vorsicht! Du darfst nicht zu fest auf die Halsschlagader drücken oder an beiden Halsschlagadern gleichzeitig tasten, da sonst Kreislaufstörungen auftreten können. Herzkreislaufsystem Das Herz befindet sich im Mittelfellraum schräg hinter der unteren Brustbeinhälfte und der angrenzenden Brustkorbwand. Seine Spitze liegt auf dem Zwerchfell, welches den Brustraum zum Bauchraum hin abgrenzt, auf. Wenn das Herz das Blut nicht mehr richtig durch die Blutgefäße pumpen kann, wird von einem Herz- Kreislauf-Stillstand gesprochen. Ursachen für einen Herz-Kreislauf-Stillstand Ursachen für einen Herz-Kreislauf-Stillstand können beispielsweise sein: « Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (Herzinfarkt) « Sauerstoffmangel infolge nicht ausreichender Atmung, Atemstillstand oder Vergiftung « Elektro-Unfall « Starker Blutverlust (Schock) Der Verletzte kann bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand blau oder weißlich blass aussehen. 35.3 Funktionen der Atmung Durch die Atmung werden alle Zellen deines Körpers mit lebensnotwendigem Sauerstoff versorgt. Gleichzeitig wird Kohlendioxid aus deinem Körper ausgeschieden. Das Atemzentrum steuert die Atemtätigkeit und damit die Ein- und Ausatmung; es sitzt im verlängerten Rückenmark. Einatmung (äußere und innere Atmung) Bei der Einatmung strömt Luft durch deine Nase (Mund), Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien in deine Lungen. Dort findet dann der Gasaustausch (äußere Atmung) statt; d. h. Sauerstoff wird in das Blut aufgenommen. Über deinen Kreislauf wird er zu den Zellen transportiert und an diese abgegeben (innere Atmung). Im Austausch geben die Zellen dafür Kohlendioxid in das Blut ab, was von diesem transportiert und über deine Lunge und die Atemwege in deine Umgebungsluft abgeatmet wird. Ausatmung Die Atembewegungen sind äußerlich an deinem Brustkorb und dem Bauch erkennbar. Ein hoher Anteil des eingeatmeten Sauerstoffs wird wieder ausgeatmet, das heißt nicht der gesamte Anteil des in der eingeatmeten Luft vorhandenen Sauerstoffs wird durch das Blut aufgenommen. Der Sauerstoffanteil der Ausatemluft reicht also dazu aus, einen anderen durch die Atemspende mit Sauerstoff zu versorgen. Bestandteile der Luft (u. a.): « Einatemluft: 21 % Sauerstoff, 0,03 % Kohlendioxid « Ausatemluft: 17 % Sauerstoff, 4 % Kohlendioxid Der Sauerstoff wird für die Stoffwechselprozesse in den Zellen gebraucht. Bei diesen Prozessen entsteht als „Abfallprodukt“ Kohlendioxid. Atembedarf je Lebensabschnitt Atemvolumen und Atemfrequenz werden durch den Sauerstoffbedarf bestimmt. Bei Körperbelastung wird die Atmung beschleunigt. . Atemvolumen - eingeatmete ? _ Atemfrequenz - Atemzug/Minute Luft /Atemzug Jugendlicher 15 bis 20 300 bis 400 ml Säugling ca. 30 20 bis 40 ml Früh-/Neugeborene ca. 40 bis 60 Erste Hilfe bei Sauerstoffmangel Besonders empfindlich reagiert das Gehirn auf Sauerstoffmangel. Bereits nach wenigen Minuten ohne Sauerstoff treten bleibende Schäden der Hirnzellen ein. 1. Ohne Sauerstoff keine Hirntätigkeit 2. Ohne Hirntätigkeit keine Atmung 3. Ohne Atmung kein Leben Durch Sauerstoffmangel im Gehirn kommt es zu Atem- und Kreislaufstillstand. Sauerstoffmangel ist erkennbar an: 1. Keine Atembewegungen sicht- bzw. fühlbar 2. Keine Atemgeräusche hörbar 3. Sichtbare Verlegung der Atemwege Feststellung der Atmung Ist der Betroffene bewusstlos, erschlaffen seine Muskeln. Liegt der Betroffene in Rückenlage, kann die Zunge in den Hals zurücksinken und die Atemwege blockieren. Es ist daher unbedingt notwendig, dass du bei dem Bewusstlosen die Atmung überprüfst. Zur Atemkontrolle muss zunächst der Hals des Verletzten überstreckt sowie der Mund leicht geöffnet werden. Atmung prüfen » Atemwege freimachen durch Neigen des Kopfes nach hinten bei gleichzeitigem Anheben des Kinns. In dieser Position wird die Atemkontrolle durch Sehen, Hören und Fühlen durchgeführt: « Sehen, ob der Brustkorb sich hebt und senkt. + Ohr über Mund und Nase des Betroffenen legen und hören, ob Atemgeräusche vorhanden sind. + Dabei mit der Wange prüfen, ob Luftstrom des Betroffenen fühlbar ist. + Die Atmung wird längstens zehn Sekunden kontrolliert. Wenn keine normale Atmung feststellbar ist oder daran Zweifel bestehen, ist bei einer bewusstlosen Person von einem Kreislaufstillstand auszugehen. Dann muss umgehend mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden. Beatmung von Säuglingen und Kindern Säuglinge und Kinder legst du zur Kontrolle der Atmung sowie zur Atemspende (Beatmung) in die Rückenlage, auf eine harte Unterlage (bspw. auf einen Tisch), sodass du den Kopf des Kindes mit deiner Hand in der jeweils erforderlichen Position halten kannst. Atemkontrolle sowie Beatmung erfolgen beim Säugling in der sogenannten Neutralposition, bei Kindern wird der Kopf hierzu leicht nach hinten gebeugt. Sichtbare Fremdkörper werden entfernt. Atmung kontrollieren Kontrolliere die Atmung. Verspürst du keinen Atemzug (ist an der eigenen Wange zu fühlen), erkennst du keine Atembewegungen (Heben und Senken des Brustkorbs ist zu sehen), und vernimmst du keine Atemgeräusche (ist zu hören), so liegt ein Atemstillstand vor und du musst sofort beatmen. Die kindliche Lunge ist jedoch sehr klein, sie kann nicht so viel Luft aufnehmen wie die eines Erwachsenen. Bei Säuglingen und Kleinkindern musst du deshalb behutsam vorgehen. Die Luft wird vorsichtig und gleichmäßig über eine Sekunde lang abgegeben, sodass sich der Brustkorb sichtbar hebt und senkt. Was tun bei Fremdkörpern in der Luftröhre? Ist die Luftröhre verstopft, kann es schnell lebensbedrohlich werden, da Erstickungsgefahr droht. Als Ersthelfer gehst du am besten so vor: « Der Betroffene steht. » Den Oberkörper des Betroffenen so weit wie möglich vorniiberbeugen. + Der Helfer schlägt mit der flachen Hand dem Betroffenen kräftig zwischen die Schulterblätter. « Bei Atemstillstand: Atemspende. Ist die Speiseröhre verstopft, ist schnelles Handeln wichtig, um Panik zu vermeiden. Schlucken ist in diesem Fall nahezu unmöglich und sollte vermieden werden. Fordere den Betroffenen auf, seinen Finger in den Hals zu stecken, um ihn dadurch zum Würgen und Erbrechen zu reizen. « Bei Atemstillstand: Atemspende. Bei verstopfter Speiseröhre ist zu beachten: Bei einem Insektenstich im Mundraum und insbesondere im Rachenraum können die Atemwege durch schnelles Anschwellen der Schleimhaut oder der Zunge blockiert werden. Das kannst du tun: « Den Betroffenen ständig Eis lutschen lassen (sollte noch welches vorhanden sein). « Kalte Umschläge um den Hals legen. « Bei Atemstillstand: Atemspende. e Letzte Maßnahme wäre der Luftröhrenschnitt, der aber durch fachkundige Kräfte erfolgen sollte. 35.4 Bedrohliche Blutungen Fast jede Blutung aus einer Wunde lässt sich durch genügend starken Druck von außen auf die Blutungsquelle zum Stillstand bringen. Unter Umständen musst du auch in eine Wunde hineindrücken. Verwende hierzu möglichst keimarmes Material, zum Beispiel Mullkompressen oder geöffnete Verbandpäckchen. Notfalls können auch saubere Tücher verwendet werden. Da jede starke Blutung zum Schock führen kann, müssen im Anschluss an die Blutstillung stets die Maßnahmen der Schockbekämpfung durchgeführt werden. Bei einer starken Blutung ist die Blutstillung vorrangig. Eine mögliche Infektion des Betroffenen muss in Kauf genommen werden. Beim Erwachsenen bedeutet ein Verlust von ca. einem Liter Blut bereits Lebensgefahr. Bei Kindern und Kleinkindern besteht diese Gefahr wegen der insgesamt geringeren Blutmenge schon erheblich früher. + Die Blutstillung ist daher grundsätzlich möglichst schnell durchzuführen, um einen größeren Blutverlust zu vermeiden. « Die Blutstillung wird immer am liegenden Betroffenen durchgeführt. + Seitlich am Kopf des Betroffenen knien, je nach Lage der Verletzung Hand bzw. Handgelenk fassen und Arm hochhalten. + Mit vier Fingern die Arterie in der Muskellücke auf der Oberarminnenfläche gegen den Oberarmknochen drücken. + Wunde durch einen zweiten Helfer verbinden lassen. + Beim Abdrücken wird die Blutung dadurch zum Stillstand gebracht, dass die zur Wunde führende Arterie an der dafür geeigneten Stelle gegen den darunter liegenden Knochen gedrückt wird. Auf diese Weise wird die Blutzufuhr zur Blutungsstelle unterbrochen. * Starke Blutungen am Bein Aufpressen möglichst keimfreien Materials auf die Blutungsstelle, bzw. Hineindrücken in die Wunde. « Ggf. Druckverband anlegen. + Starke Blutungen an Kopf und Rumpf - Möglichst keimfreies, weiches Material auf die Blutungsstelle aufpressen. + Wenn es die Platzierung der Wunde zulässt, legt man einen Druckverband an, ansonsten weiter auf die Wunde drücken, bis die Blutung steht. Blutung aus der Nase Bei starker Blutung kann es zu einem mehr oder weniger großen Blutverlust mit nachfolgendem Schock kommen. « Kopf leicht vornüberbeugen lassen. « Stirn in die Hände stützen lassen. « Einen kalten Umschlag in den Nacken des Betroffenen legen. Amputationsverletzungen Bei Abtrennung von Körperteilen wie zum Beispiel Fingern, Händen oder Armen infolge eines Unfalls, Explosion oder gegnerischen Angriffs kann heute durch rechtzeitige chirurgische Maßnahmen (Replantation) oftmals eine weitgehende oder sogar völlige Wiederherstellung der früheren Funktionen erreicht werden. Dies gilt auch für Hautteile und Zähne. Voraussetzung für den Erfolg der Operation ist ein möglichst gering geschädigtes Amputat und eine kurze Zeitspanne zwischen Aktion und Replantation. Die Versorgungswege müssen deswegen in einer Krise zügig und sicher aufgebaut werden. Blutstillung und Sicherstellung des Amputats Keimfreies Material auf die Blutung pressen, bis Hilfe eintrifft und die Blutung gestillt ist. Nach Möglichkeit einen Druckverband anlegen. 1. Gegebenenfalls weitere lebensrettende Maßnahmen durchführen. 2. Das Amputat in einem trockenen und sterilen Tuch sichern. 3. Das Amputat nicht abwaschen, sondern am besten in einem wasserdichten Beutel auf Eis bzw. kühl legen. 4. Lebensrettende Maßnahmen fortführen. 35.5 Erste Hilfe bei Erfrierungen Bei Erfrierungen handelt es sich um örtliche Gewebeschäden, die durch anhaltende Kälteeinwirkungen (meist in Zusammenarbeit mit Feuchtigkeit und Wind) entstehen. Es kommt zu einer Mangeldurchblutung des Gewebes. Das Gewebe wird geschädigt oder stirbt sogar ab. Erfrierungen erkennt man an folgenden Symptomen: + Gefühllosigkeit/Taubheitsgefühl in den betroffenen Körperteilen « Betroffene Körperteile (häufig Finger, Zehen, Nase, Ohren und Wangen) sind bläulich-rot, später weiß-gelb oder weiß-grau * Gefühl eines zu kleinen Schuhwerks + Betroffene Körperteile sind kalt, zunächst weich und schmerzhaft, später hart und gefühllos + Gelegentlich blaurote Flecken e Später kommt es zu Blasenbildung Maßnahmen bei Erfrierungen + Schutzhandschuhe anziehen « Erfrorene Körperregionen nicht bewegen * Enganliegende Kleider und Schuhwerk öffnen + Durch Körperwärme des Helfers eine Erwärmung versuchen (jedoch nicht bei hart gefrorenen Körperteilen) « Betroffenen auffordern, Gliedmaßen zu bewegen; passive Bewegung durch Dritte muss unterbleiben « KEINE aktive Wärme (zum Beispiel durch Reiben oder Wärmflasche) zuführen. « Erfrorene Körperteile möglichst locker mit keimfreiem Material bedecken (zum Beispiel Verbandstuch) * Erneute Kälteeinwirkung vermeiden + Warme, gezuckerte Getränke zu trinken geben + Keinen Alkohol! « Blasen nicht öffnen, keimfreie Bedeckung, dabei Druck vermeiden Liegt gleichzeitig mit der Erfrierung eine Unterkühlung vor, ist die Behebung der Unterkühlung vorrangig. Erste Hilfe bei Unterkühlungen Zu einer Unterkühlung kommt es, wenn die Wärmeabgabe des Körpers über einen anhaltenden Zeitraum größer ist als die Wärmeproduktion. Die Unterkühlung wird in zwei Stadien oder Schweregrade unterteilt. Unterkühlung im Stadium I Eine Unterkühlung im Stadium | erkennt man in kurzer Zeit an folgenden Symptomen: « Kaltezittern « Atmung und Kreislauf sind gesteigert « Betroffener ist bei Bewusstsein erregt, später ruhiger Maßnahmen + Schutzhandschuhe anziehen. « Betroffenen an einen warmen Ort bringen und langsam aufwärmen. « Nasse, kalte Kleidung entfernen und Körper in warme (Rettungs-) Decken wickeln, weitere Kälteeinwirkung vermeiden. * KEINE aktive Wärme, zum Beispiel durch Reiben oder Wärmflasche) zuführen. « Wenn Betroffener bei Bewusstsein ist, warme, gut gezuckerte Getränke wie zum Beispiel Tee verabreichen, jedoch keine alkoholischen Getränke! Unterkühlung im Stadium II Eine Unterkühlung im Stadium Il ist an folgenden Symptomen erkennbar: + Atmung verlangsamt sich. + Muskelstarre tritt ein. e Das Schmerzempfinden lässt nach. « Zunehmende Müdigkeit, Bewusstlosigkeit. Maßnahmen * KEINE Aufwärmversuche mehr unternehmen. * KEINE aktive Wärme (zum Beispiel durch Reiben oder Wärmflasche) zuführen. « Stabile Seitenlage. « Betroffenen zudecken. + Bei vorhandener Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung durchfiihren. Decke unterlegen / Zudecken eines Betroffenen Eine Verletzung stellt fiir den Betroffenen immer eine Ausnahmesituation dar und wird meist als sehr belastend empfunden. Bedingt durch die Verletzung/Erkrankung und psychische Belastung friert der Betroffene selbst bei normalen Temperaturen, vor allem wenn durch die Einschränkungen der Kreislauf beeinträchtigt ist. Oft liegt der Betroffene auch auf dem (kalten) Boden, wodurch es ebenfalls zu weiterem Warmeverlust kommt. Um dies zu verhindern, ist der Warmeerhalt durch das Unterlegen einer (Rettungs-) Decke und das Zudecken des Betroffenen eine der wohl wichtigsten Erste-Hilfe-Malinahmen. Hierzu dienen auch warme Kleidungsstücke wie ein Mantel, Jacke u. Ä. 35.6 Erste Hilfe bei Erstickungsgefahr Durch Fremdkörper in Luft- und Speiseröhre, Schwellungen im Mund- und Rachenraum, beispielsweise durch Insektenstiche und Ertrinken, besteht die Gefahr des Erstickens. Was tun bei drohender Erstickung? Schnelles Handeln ist bei drohender Erstickung entscheidend. Welche Maßnahmen zur Anwendung kommen, ist davon abhängig, ob der Betroffene noch sprechen, atmen und husten kann. Erstickungsgefahr erkennen + Atemnot « Evtl. starker Hustenreiz « Pfeifendes Atemgeräusch « Blau-/Rotfärbung des Gesichtes « Evtl. fehlende Atmung Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Ersticken Fall 1: Der Betroffene kann sprechen, atmen und husten * Fordere den Betroffenen auf, kräftig zu husten. Fall 2: Der Betroffene kann nicht sprechen, atmen und husten « Dem nach vorn gebeugten Betroffenen bis zu fünfmal zwischen die Schulterblätter schlagen, um den Fremdkörper zu entfernen. « Nach jedem Schlag überprüfen, ob der Fremdkörper sich gelöst hat. Fall 3: Wenn der Betroffene zu ersticken droht « Der Helfer stellt sich hinter den Betroffenen. « Den nach vorn gebeugten Betroffenen mit beiden Armen von hinten um den Bauch fassen. « Eine geballte Faust in den Oberbauchbereich unterhalb des Brustbeins (zwischen Nabel und Brustbeinende) platzieren. « Mit der anderen Hand Faust umfassen und bis zu fünfmal kräftig nach hinten oben ziehen. « Lässt sich die Atemwegsverlegung nicht beseitigen, müssen Rückenschläge und Oberbauchkompression im Wechsel so lange durchgeführt werden, bis der Fremdkörper entfernt wurde « Bei eintretender Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Insektenstiche im Mund- bzw. Rachenbereich entstehen oft durch das versehentliche Verschlucken von zum Beispiel Wespen oder Bienen. Durch das Insektengift schwellen die Schleimhäute oder auch die Zunge an; die Atemwege verengen sich oder drohen vollständig zu verschließen. Es besteht akute Erstickungsgefahr! * Den Betroffenen Speiseeis oder Eiswürfel lutschen lassen, wenn er schlucken kann. « Kühlung des Halses mit kalten Umschlägen oder in Tuch eingeschlagenen Eisbeutel bzw. Kühlkompressen. « Bis zum Eintreffen ausgebildeter Mediziner beruhigen, betreuen, trösten und beobachten. « Bei eintretender Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. « Sollte eine Hilfe von außen nicht möglich sein, Luftröhrenschnitt durchführen lassen durch eine medizinisch ausgebildete Person. 35.7 Fremdkörper im Auge Fremdkörper führen zu einer Reizung der Bindehaut im Bereich der Lider. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um kleinste Fremdkörper wie zum Beispiel Insekten, Staub, Ruß, Glas oder Metallsplitter. Was tun bei Fremdkörpern im Auge? Wo können Fremdkörper auftreten? « auf der Bindehaut eines Auges « auf der Augenoberfläche « im Augapfel Wie macht sich ein Fremdkörper im Auge bemerkbar? e Brennender Schmerz « Tränenfluss + Rötung « Sehstörungen Worauf sollte ich achten? Durch zusätzliches Hineinreiben des Fremdkörpers im Augapfel oder in der Bindehaut kann sich der Zustand deutlich verschlimmern. Folgende Maßnahmen helfen im Notfall: + Verbinden beider Augen (Augenverband) « Beruhigender Zuspruch 35.8 Gelenkverletzungen Durch mechanische und enorme Einwirkung von Kräften kann es bei einem Unfallgeschehen zu Verletzungen von Gelenken und Weichteilen kommen. Einmal umgeknickt und schon ist es passiert: verstaucht, verrenkt, dick angeschwollen oder gar etwas gebrochen. Was tun bei Gelenkverletzungen? Gelenkverletzungen erkennen « Unmittelbar eintretende, oft starke Schmerzen « Kraftlosigkeit der betroffenen Region « Bewegungseinschränkung und/oder Bewegungsunfähigkeit e Schwellung mit Druckempfindlichkeit Erste-Hilfe-Maßnahmen + Betroffenen ansprechen, beruhigen und trösten + Schutzhandschuhe anziehen PECH-Formel beachten: Pause, Eis, Compression, Hochlagerung « Pause: Bewegung sofort unterbrechen. Verletztes Gelenk ruhig stellen und nicht mehr belasten, auf Wunsch vom Betroffenen eingenommene Schonhaltung unterstützen. « Eis: Möglichst schnell mit Kühlung der betroffenen Körperregion beginnen: kalte Umschläge, in ein Tuch eingeschlagene (Sofort-) Kältekompressen oder Eisbeutel. Kühlung anhaltend (30-45 Min) durchführen. * Kompression: Anlegen eines Kompressionsverbandes unterstützt den verletzten Bereich, dient der Entlastung und somit der Schmerzreduktion, kann auch zum Befestigen der Kühlelemente dienen. * Hochlagerung: Zur Unterstützung der Blutstillung (Verletzungen kleiner Blutgefäße führen zu Hämatombildung und Schwellung des betroffenen Bereichs) und Entlastung soll der verletzte Körperteil anhaltend hochgelagert werden. 35.9 Gewalteinwirkung auf den Kopf Symptome bei Störungen des Bewusstseins Durch äußere Gewalteinwirkung auf den Kopf kann es zu Störungen des Bewusstseins kommen. Der Grad der Schädigung bestimmt die Tiefe und die Dauer der Bewusstlosigkeit. Erkennungsmerkmale, die auf Gewalteinwirkung schließen lassen, sind zum Beispiel: * Kurzzeitiger Bewusstseinsschwund * Erinnerungsliicken nach Wiederkehr des Bewusstseins + Übelkeit » Kopfschmerz Nach einer äußeren Gewalteinwirkung auf den Kopf ist eine wiederholte Kontrolle von Bewusstsein, Atmung und Lebenszeichen notwendig. 35.10 Herzinfarkt Der Herzinfarkt ist eine der häufigsten Herzerkrankungen. Ursache ist der plötzliche Verschluss einer Herzkranzarterie (Koronararterie). Der Herzmuskel wird über diese Gefäße mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Wie entsteht ein Herzinfarkt? Ein solcher Verschluss entsteht durch jahrelange Einwirkung der „Risikofaktoren“ wie: + Übergewicht « Bluthochdruck (Stress in der Krise) * Rauchen « Bewegungsmangel « zu hohe Cholesterinwerte Beim Herzinfarkt handelt es sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung, bei der es durch den Verschluss einer oder mehrerer Herzkranzarterien zu einer anhaltenden Minderversorgung des Herzmuskels mit Blut kommt. Ohne rasche und wirksame Hilfe stirbt infolgedessen der nicht mehr durchblutete Teil des Herzmuskels ab. Je nach Größe der betroffenen Herzkranzarterie ist ein mehr oder weniger großer Teil des Herzmuskels betroffen. Somit sind auch die Auswirkungen unterschiedlich: Ein Herzinfarkt kann, wenn das betroffene Gefäß sehr klein ist, von der betroffenen Person unbemerkt ablaufen. Er kann aber auch zu einem sofortigen Herzstillstand führen, wenn das verschlossene Gefäß sehr groß ist oder ein Herzinfarkt wiederholt auftritt. Medizinische Behandlung eines Herzinfarkts Die Medizin hat heute gute Möglichkeiten, Betroffenen zu helfen. Voraussetzung ist aber, dass der betroffene Mensch die Klinik lebend erreicht. Hierzu kann eine ersthelfende Person beitragen. Symptome eines Herzinfarkts « Die betroffene Person hat starke Schmerzen hinter dem Brustbein, oft mit Ausstrahlung in den linken Arm, die Schulter, den Unterkiefer oder den Oberbauch. « Die betroffene Person kann sehr unruhig (Todesangst) sein. « Das Gesicht ist blass-grau. « Die betroffene Person ist geschwächt. « Da ein Herzinfarkt unterschiedlich stark ausgeprägt auftreten kann, sind auch die Anzeichen unterschiedlich intensiv ausgeprägt. Im schlimmsten Fall tritt ein Herz-Kreislauf-Stillstand ein. Erste-Hilfe-Maßnahmen beim Herzinfarkt * Bewusstsein, Atmung und Lebenszeichen prüfen. Bei einem Kreislaufstillstand muss sofort die Herz-Lungen- Wiederbelebung begonnen werden. « Ist die betroffene Person bei Bewusstsein, ist sie schonend zu lagern, d. h. bequem mit erhöhtem Oberkörper. Dies entlastet das geschwächte Herz. * Enge Kleidung bitte öffnen und die betroffene Person von der Umgebung abschirmen. Unruhe, Aufregung und Anstrengung sind unbedingt zu vermeiden. « Die betroffene Person wird vom Ersthelfer ständig betreut und ihr Kreislauf wird überwacht. 35.11 Hirnbedingte Krampfanfälle Erste Hilfe bei hirnbedingten Krampfleiden Ein hirnbedingtes Krampfleiden ist zum Beispiel die Epilepsie. Erkennungsmerkmale für den hirnbedingten Krampfanfall sind u. a.: « Plötzliches Hinfallen « Zuckende Bewegungen/Verkrampfungen * Bewusstlosigkeit Während des Krampfes kann sich der Betroffene durch die unkontrollierten Bewegungsabläufe weitere Verletzungen zuziehen. Erste-Hilfe-Maßnahmen Die krampfenden Arme und Beine nicht festhalten. Entferne Gegenstände, an denen sich der Betroffene verletzen könnte, aus seinem Umfeld. Nach dem „Anfall“ bei andauernder Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung lagere ihn in der stabilen Seitenlage. Bleib beim Betroffenen und kontrolliere ständig Bewusstsein, Atmung, Lebenszeichen. Hinweis: Der Betroffene kann sich an den Anfall nicht erinnern. 35.12 Innere Erkrankungen und Verletzungen Symptome und Maßnahmen bei inneren Verletzungen Welche Symptome zeigen sich? + Bauchschmerzen und schmerzhaft gespannte Bauchdecke + Gefahr von inneren Blutungen, wenn: + Prellungen an Bauch/Rücken Ständig verschlechternder Allgemeinzustand und * Entwicklung eines Schocks « Sichtbare Prellmarken oder offene Wunde am Brustkorb + Zunehmende Atemnot « Bei Lungenverletzung hustet der Betroffene unter Umständen Blut aus! Erste-Hilfe-Maßnahmen « Vom Betroffenen eingenommene Schonhaltung unterstützen, nach Wunsch lagern. + Aufregung und Unruhe unbedingt vermeiden (Betroffenen bei Bedarf abschirmen). « Bei Bauchschmerzen Knierolle zur Entlastung der Bauchdecke unterlegen. « Bei Brustkorbwunde Wundbedeckung. * Bei Verlagerung des Verletzten oder Kranken mit Atemnot den Brustkorb nicht umfassen, sondern stattdessen unter den Achselhöhlen anheben und wegziehen. « Stabile Seitenlage. « Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung. Akute Erkrankungen der Bauchorgane Plötzlich auftretende akute Erkrankungen im Bereich des Bauchraumes können viele Ursachen haben, zum Beispiel Entzündungen der Bauchspeicheldrüse, der Gallenblase, der Eierstöcke, oft auch des Blinddarms. Symptome und Ursachen Häufig sind solche Entzündungen von Schüttelfrost, Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen begleitet. Geschwüre im Magen-Darm-Bereich, Steineinklemmungen in den Gallen- und Harnwegen sowie Darmverschlüsse verursachen oft sehr starke Bauchschmerzen. Manchmal schwellen die Schmerzen periodisch an und wieder ab. Solche Schmerzen werden als Koliken bezeichnet. Die Bauchdecke ist gespannt, der Betroffene auffallend blass. Er hat Schockanzeichen mit Blutdrucksenkung, eventuell schwachen Puls und Schweißausbrüche. Der Betroffene nimmt meist eine „Schonhaltung“ mit angezogenen Knien ein. Er liegt dabei häufig auf der Seite. Die Bauchdecke wird dabei entspannt, was die Schmerzen lindert. Das kannst du tun: + Zu den wichtigsten Maßnahmen bei allen akuten Kranken gehört es, den Betroffenen zu beruhigen und ihn zu betreuen. « Den Kranken warm zudecken und Unruhe und Hektik vermeiden. « Den Kranken nach seinen eigenen Wünschen lagern, wobei meist nur die vom Kranken schon eingenommene „Schonhaltung“ durch eine bequeme Knierolle unterstützt werden muss. « Bei Atemnot den Oberkörper erhöht lagern. « Der Betroffene darf auf keinen Fall etwas essen oder trinken (wegen der oft notwendigen sofortigen Operation). Auch Medikamente wie Schmerzmittel sind verboten, da sie die ärztliche Diagnose erschweren. Knochenbrüche Knochenbrüche und Gelenkverletzungen sind Verletzungszustände, die fast immer mit Schmerzen verbunden sind. Daher vermeidet die verletzte Person Bewegungen der betroffenen Gliedmaßen. Du als Ersthelfer solltest grundsätzlich keine Bewegungsversuche unternehmen! Erkennen von Knochenbrüchen/Frakturen « Schonhaltung des Betroffenen * Unnatürliche Lage betroffener Gliedmaßen « Bewegungseinschränkung oder Bewegungsunfähigkeit « Schmerz im Bereich des Bruches Wunde, gegebenenfalls sichtbarer Knochen Erste Hilfe bei Knochenbrüchen « Ruhigstellen. « Bruchstelle nicht bewegen. + Auf Schmerzäußerungen des Betroffenen achten. * Keine Einrenkungs- oder Bewegungsversuche unternehmen. + Offenen Bruch mit Wundauflage bedecken. + Schockbekämpfung. « Bei geschlossenem Knochenbruch mit nassen Tüchern oder Wasser kühlen. + Umpolstern der verletzten Gliedmaßen mit geeignetem Material, zum Beispiel fest gerollten Kleidungsstücken, Decken, Kissen, Sandsäcken oder Ähnlichem + Wünsche des Betroffenen nach Möglichkeit berücksichtigen. Knochenbrüche im Bereich Wirbelsäule/Becken Beckenbruch » Schmerzen im Beckenbereich « Unvermögen, sich aufzurichten Das kannst du tun: + Nach den Wünschen des Betroffenen richten. « Evtl. Entspannen der Bauchdecke durch Unterlegen einer Knierolle. * Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage. Schädigung der Wirbelsäule/Wirbelbruch e Schmerzen im Rückenbereich * Gegebenenfalls Unvermögen, sich aufzurichten + Kribbeln oder Gefühllosigkeit in Armen und Beinen + Abgang von Stuhl und Urin möglich Das kannst du tun: « Bewegung/Transport nur bei lebensbedrohender Zusatzgefahr: Betroffenen in vorgefundener Lage vorsichtig wegziehen. « Lagerung, ohne die Körperhaltung zu verändern. « Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage. + Wiederholte Kontrolle der Lebenszeichen. Knochenbrüche im Bereich des Beines/Armes/Gelenkes « Schonhaltung des Betroffenen * Unnatürliche Lage betroffener Gliedmaßen + Bewegungseinschränkung oder Bewegungsunfähigkeit » Schmerz im Bereich des Bruches + Wunde, gegebenenfalls sichtbarer Knochen Das kannst du tun: + Ruhigstellung « Umpolstern der verletzten Gliedmaßen mit geeignetem Material, zum Beispiel fest gerollten Kleidungsstiicken, Decken, Kissen, Sandsdcken oder Ahnlichem « Auf SchmerzauRerungen des Betroffenen achten « Kein Einrenkungsversuch « Kein Bewegungsversuch Speziell bei Knochenbriichen im Bereich des Arms: es Schlage den unteren Teil der Jacke (Weste, Blouson) um den gebrochenen Arm bzw. Hand nach oben, befestige diesen Teil mit einer Sicherheitsnadel o. A. Verletzungen der Gelenke: « Für dich unterscheiden sich die Erste-Hilfe-MaRnahmen bei Gelenkverletzungen und Knochenbriichen nicht. « Jede Gelenkverletzung ist wie ein Knochenbruch zu betrachten. 35.13 Rauschzustände Drogenabhängigkeit und Hilfsmaßnahmen Was ist Drogenabhängigkeit? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert sie wie folgt: Drogenabhängigkeit bezeichnet einen körperlichen und/oder seelischen Zustand, der sich aus der Wechselbeziehung zwischen einem bestimmten Stoff und dem Organismus entwickelt und der mit dem Zwang der fortlaufenden Einnahme des Mittels verbunden ist. Jeder, der suchterzeugende Stoffe anwendet, läuft Gefahr, abhängig zu werden. Suchtgefährdende Stoffe, mit denen wir konfrontiert werden können, sind Alkohol, Medikamente, Nikotin und Rauschgift. Es gibt kein ungefährliches Suchtmittel! Warum sind Drogen so gefährlich? «» Weil sie die Gesundheit schädigen und den Menschen physisch und psychisch zerstören. + Weil die Suchtgefahr nicht bemerkt wird. Weil wir uns überschätzen und glauben, mit der Abhängigkeit fertigzuwerden. Weil wir, wenn wir die Abhängigkeit erkennen, nicht wissen, wie wir ihr erfolgreich begegnen können. Übrigens ... * Aus ganz „normalen Familien“ kommen ganz „normale Süchtige“. « Eine spezielle Erste Hilfe für den akuten Rauschgiftnotfall gibt es nicht. + Es gelten die während des Erste-Hilfe-Lehrgangs allgemein erlernten Maßnahmen. Allerdings sind einige Besonderheiten zu beachten. Man muss beispielsweise damit rechnen, dass die Betroffenen die angebotenen Hilfen ablehnen oder sich gegen diese wehren. Hier kann unter Umständen energisches Handeln den notwendigen Erfolg bringen. « Hilfe fängt bei Drogen schon viel früher an, nämlich bei der Vorbeugung. Warum ich dieses Thema bei der Krisenvorsorge anspreche? Weil der Mensch in der Krise alles tun wird, um sich sein Leben so schön wie möglich zu machen bzw. vor diesem Leben durch einen Rauschzustand zu entfliehen. Dass du also auf betrunkene Menschen und andere Gruppen treffen wirst, die unter Drogeneinfluss stehen, ist sehr wahrscheinlich. Es ist sinnvoll, zwischen nicht akuten und akuten Zuständen zu unterscheiden. Akute Rauschzustände Zu den akuten Rauschzuständen zählen u. a.: * Erwünschter Rauschzustand * Angenehmer Rauschzustand « Verlangsamung der Denkabläufe, „High-Gefühl“ (Morphin-Typ) « Intensivierung von akustischen und optischen Wahrnehmungen (Musik/Farben) + Veränderungen des Zeit- und Raumerlebens (Cannabis-Typ) + Minderung von Ermüdungsgefühl, Steigerung von Antrieb und subjektivem Kraftgefühl (Amphetamin-Typ) « Vergiftung (beabsichtigte oder unbeabsichtigte Überdosierung) * Entzugserscheinungen * Folge-/Begleiterscheinungen (zum Beispiel Sturz) Woran können akute Rauschzustände erkannt werden? Es können an dieser Stelle nicht alle Vergiftungs- oder Entzugserscheinungen nach Einnahme der verschiedenen Rauschmittel (Drogen) aufgeführt werden. Im akuten Einzelfall können Vergiftungsmerkmale des einen Rauschgifts den Entzugserscheinungen einer anderen Droge sehr ähneln. Beispiel: Akute Vergiftung bei Amphetaminmissbrauch (Überdosierung) « Optische und akustische Sinnestäuschungen (Halluzinationen) « Unruhe, Angstzustände, Zittern « Pulsbeschleunigung, Blutdruckanstieg » Kopfschmerzen Hinweis Diese Symptome können den Entzugserscheinungen bei Schlafmittelsucht sehr ähneln: « ängstlicher Überwachheit « deliranten Zuständen mit Halluzinationen « Zittern « Kollaps-Erscheinungen + Magen-Darm-Störungen « gegebenenfalls epileptische Anfälle Umgekehrt führt ein Entzug bei der Drogenabhängigkeit vom Amphetamin-Typ zu Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Eine akute Überdosierung von Schlafmitteln äußert sich ebenfalls in der Verlangsamung aller seelischen und psychomotorischen Abläufe, zum Beispiel ist die Denk- und Sprachgeschwindigkeit herabgesetzt. Bei ausgeprägter Vergiftung kommt es zu Bewusstseinsstörungen. Beispiel für eine besonders bedrohliche Vergiftung Morphin-Vergiftung: * Bewusstseinstrübung bis zur Bewusstlosigkeit * max. enge Pupillenstellung + Atemstörung bis zum Atemstillstand Erste Hilfe bei Entzugs- oder Vergiftungserscheinungen + Ruhig und freundlich bleiben (ruhige, besonnene Einflussnahme). « Plötzliche Bewegungen vermeiden (zum Beispiel dichtes Herantreten). + Keine Hektik um den Betroffenen, damit Angstzustände vermieden werden. « Schutz der Betroffenen vor Zusatzverletzungen und gegebenenfalls Schutz der Umgebung. « Selbstschutz bei Panikreaktionen der Betroffenen. * Bei Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage. « Bei Atemstillstand: Atemspende. « Bei Herzstillstand: Herz-Lungen-Wiederbelebung. Nicht akute Rauschzustände Zu den nicht akuten Zuständen zählen Langzeitauswirkungen der Sucht, allgemeine seelische Auswirkungen, oft mit Änderungen in der Lebensführung, wie zum Beispiel + Abweichen von bisherigen Gewohnheiten « Isolieren vom Freundes-/Bekanntenkreis + Neigung zu Selbstentschuldigungen « Interessenverlust « Initiativverlust + Antriebsarmut « Gleichgiiltigkeit « Personlichkeits- und Wesensanderung mit Abnahme des Pflichtgefiihls + Nachlassigkeit « gegebenenfalls Verwahrlosungstendenz « häufiger Wechsel von euphorischer und depressiver Stimmungslage « gegebenenfalls Entwicklung von Schizophrenie ähnlichen Psychosen Woran können nicht akute Rauschzustände erkannt werden? « Vegetative Störungen wie Schwitzen « Pulsunregelmäßigkeiten (zum Beispiel Pulsanstieg bei Amphetaminmissbrauch, Abnahme der Pulsfrequenz bei Schlafmittelsucht) « Pupillenstörungen (zum Beispiel enge Pupillen bei chronischer Einnahme von Amphetaminpräparaten) « Störungen des Blutdrucks (zum Beispiel erhöht bei Amphetaminmissbrauch, niedrig bei Schlafmittelsucht) « Schlafstörungen * Gewichtsverlust « Durchfälle/Verstopfungen « Koordinationsstörungen (Gangunsicherheit, Zittern) « Lebererkrankungen (Fixer, Alkoholiker) + Nierenerkrankungen 35.14 Schlaganfall Bei einem Schlaganfall werden die Blutversorgung und die Sauerstoffversorgung zu einem Teil des Gehirns unterbrochen. Es kommt zu entsprechenden Funktionsausfällen. Was sind die Symptome bei einem Schlaganfall? « Plötzliche, heftige Kopfschmerzen, steifer Nacken « Ubelkeit/Erbrechen » Plötzlich einsetzende Lähmungen an Armen und Beinen (Halbseitenldhmung) + Gesichtslahmung mit herabhangendem Mundwinkel und einseitig geschlossenem Augenlid « Seh- und Sprachstörungen und Schluckbeschwerden Schlaganfall Erste-Hilfe-Maßnahmen e Betroffenen ansprechen und anfassen (Kontrolle des Bewusstseins durch deutliche Ansprache und vorsichtiges Rütteln an den Schultern). « Bei vorhandenem Bewusstsein bequem und mit erhöhtem Oberkörper lagern. « Die gelähmten Körperteile umpolstern. + Aufregung und Unruhe unbedingt vermeiden (Betroffenen bei Bedarf abschirmen). « Betroffenen zudecken. « Stabile Seitenlage auf die gelähmte Seite. « Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. 35.15 Schockzustand Unabhängig von den Ursachen (beispielsweise starke Blutungen, Fliissigkeitsverlust, Angst/Erschrecken) beruht ein Schock immer auf einem Missverhältnis zwischen erforderlicher und tatsächlicher Blutversorgung des Körpers. Durch frühzeitige Erste-Hilfe-Maßnahmen kann einem Schock und seinen Ursachen wirksam begegnet werden. Für den Betroffenen kann das möglicherweise lebensrettend sein. Die Symptome eines Schocks * Unruhe, Angst, Nervosität + blasse Hautfarbe + kalte, oft schweißnasse Haut « Frieren, Zittern « im späteren Verlauf Ruhe, Teilnahmslosigkeit, gegebenenfalls Bewusstlosigkeit Erste Hilfe für den Schockzustand e Betroffenen ansprechen und anfassen (Kontrolle des Bewusstseins durch deutliche Ansprache und vorsichtiges Rütteln an den Schultern). « Bei vorhandenem Bewusstsein Betroffenen hinlegen, Beine erhöht lagern, zudecken. Aus erhöhten Beinen fließt Blut zum Gehirn und zu den Organen. + Aufregung und Unruhe unbedingt vermeiden (Betroffenen bei Bedarf abschirmen). « Stabile Seitenlage ausführen. « Betroffenen zudecken. « Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung. 35.16 Sonnenstich Du und deine Familie/Gruppe seid nun durch die Krise öfter an der „frischen Luft“. Die längere direkte Sonneneinstrahlung auf dünnem Haar oder unbehaarten Kopf führt zur Reizung der Hirnhaut, die im Allgemeinen „Sonnenstich“ genannt wird. Dabei sind besonders Kleinkinder gefährdet. Häufige Ursache eines Sonnenstichs ist bei diesen die geringe Kopfbehaarung, die dünne Schädeldecke und die offene Fontanelle (Fontanellen sind Knochenlücken am kindlichen Schädel). Vor allem Kleinkinder bekommen nach längerem Sonnenaufenthalt hohes Fieber, welches häufig erst nach längerer Zeit auftritt. Ein Sonnenstich ist jedoch auch bei Erwachsenen möglich. Gefährdet sind insbesondere Erwachsene mit geringem Haarwuchs. Sonnenstich Symptome und Anzeichen Sonnenstich-Symptome können erst recht spät auftreten und werden nicht immer sofort erkannt. Erste Anzeichen werden meist nur als harmlose Kopfschmerzen oder leichter Schwindel angesehen, da die Symptome eines Sonnenstichs auch erst auftreten können, wenn der Betroffene schon längst keiner direkten Sonneneinstrahlung mehr ausgesetzt ist. Die häufigsten Sonnenstich-Symptome sind: e Kopfschmerzen und Nackenschmerzen bzw. Nackensteifigkeit * Schwindel « Hochroter, heißer Kopf « kühle Körperhaut « Unruhe + Übelkeit « Erbrechen * Bewusstseinsschwund Bestehende Gefahr: » Bewusstlosigkeit Erste-Hilfe-MaRRnahmen beim Sonnenstich « Den Betroffenen aus der direkten Sonne holen und an einen kühlen Ort bringen. « Seinen Oberkörper erhöht lagern und seinen Kopf mit nassen Tiichern kühlen. « Wiederholte Kontrolle von Bewusstsein, Atmung, Lebenszeichen durchführen. « Bei Bewusstsein sollte dem Betroffenen Flüssigkeit zugeführt werden. Sonnenstich vorbeugen + Dauer der Sonneneinwirkung begrenzen. * Lange Aufenthalte in der Sonne, soweit es geht, zur Mittagszeit vermeiden. « Kopf- und Nackenbedeckung verwenden. « Säuglinge und Kleinkinder generell nicht ohne Kopfbedeckung der direkten Sonneneinwirkung aussetzen. 35.17 Stromschlag Auch wenn beim Blackout kein Strom mehr in der Leitung ist, birgt ein Hochfahrversuch des Systems Risiken. Ebenso können Eigenkreationen in der Krise zur Gefahr werden, wenn diese kein Fachmann errichtet hat. Leichtsinniger Umgang mit elektrischen Geräten in Feuchträumen oder unsachgemäße Bastel- und Reparaturarbeiten führen oft zu Unfällen und Verletzungen durch Strom. Was tun bei einem Stromschlag? Vorsicht ist im Umgang mit elektrischen Geräten besonders dort geboten, wo Wasser bzw. Feuchtigkeit vorhanden ist. Defekte Geräte sollten grundsätzlich nur von Fachleuten repariert werden. Der eigenen Sicherheit kommt bei Notfällen durch elektrischen Strom eine große Bedeutung zu: Bei Hochspannungsunfällen sind dem Ersthelfer grundsätzlich die ersten Hilfsmaßnahmen verboten. Hilfeleistungen können erst nach dem Eintreffen von Fachpersonal erfolgen. Bei Unfällen im Haushalt kann eine Unterbrechung der Stromzuleitung direkt durch Herausziehen des Steckers oder Betätigung der Sicherung bzw. des Hauptschalters erfolgen. Symptome eines Stromschlags + Muskelverkrampfung, solange die Stromeinwirkung besteht. o „Strommarken“: An den Stromeintritts- und -austrittsstellen entstehen beim Durchströmen des Körpers Verbrennungen mit Brandwunden. * Unter Umständen kommt es zur Bewusstlosigkeit und Herz-Kreislauf-Stillstand. Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom « Eigene Sicherheit beachten. Du darfst keinesfalls in den Stromkreis gelangen. « Stromkreis unterbrechen: Gerät oder Sicherung ausschalten / Stecker ziehen. Betroffenen mit nicht leitenden Hilfsmitteln (Decke, Holzstiel) von der Stromquelle wegziehen. « Den Betroffenen ansprechen, beruhigen und trösten. e Schutzhandschuhe anziehen. « Brandwunden keimfrei bedecken. « Bei Bewusstlosigkeit und vorhandener Atmung stabile Seitenlage ausführen. « Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. 35.18 Verätzungen Verätzungen sind Gewebezerstörungen, die durch Einwirkung von ätzenden Stoffen (zum Beispiel Laugen oder Säuren) hervorgerufen werden. Der Grad der Schädigung ist abhängig von der Konzentration, der Menge und der Dauer der Einwirkung der ätzenden Stoffe. Es gibt eine Vielzahl von chemischen Stoffen und Flüssigkeiten, die gleichzeitig Vergiftungen und Verätzungen bewirken können. Verätzungen im Bereich des Mundes, der Speiseröhre und des Magen-Darm-Bereiches Symptome: « Der Betroffene hat heftige Schmerzen. « Der Speichelfluss ist infolge der Schluckstörung vermehrt. « Die Schleimhäute sind durch Beläge, häufig weißliche Verquellung oder durch Blutung verändert. Erste-Hilfe-Maßnahmen: « Selbstgefährdung vermeiden. * Reichlich Flüssigkeit, zum Beispiel Leitungswasser oder Tee in kleinen Schlucken trinken lassen (Verdünnungseffekt). + Niemals zum Erbrechen bringen, Erbrechen bedeutet nochmalige Verätzung von Speiseröhre und Mund e Schockbekämpfung. « Vorgefundene Ätzmittel zur Identifizierung in das Krankenhaus mitgeben. Augenverätzungen Zu Augenverätzungen kommt es, wenn ätzende Stoffe, zum Beispiel Kalk, als Staub oder Spritzer (Markierungen auf Sportplätzen sind häufig aus Kalkstaub) ins Auge sowie auf die umgebende Haut gelangen. Symptome: * Krampfartiges Zukneifen der Augenlider wegen starker Schmerzen im verätzten Auge. Erste-Hilfe-Maßnahmen: « Der Betroffene liegt auf dem Boden. * Kopf zur Seite des verätzten Auges wenden. « Gieße aus ca. 10 cm Höhe Wasser in den inneren Augenwinkel, sodass es über den Augapfel und äußeren Augenwinkel nach außen abfließt. * Gesundes Auge schützen. e Keimfreier Verband über beide Augen. Verätzungen der Haut Symptome: + Zunehmende Schmerzen, solange die ätzenden Stoffe einwirken Erste-Hilfe-Maßnahmen: * Eigene Sicherheit beachten (Schutzhandschuhe tragen). « Bei Verätzungen durch Chemikalien alle benetzten Kleider, auch Schuhe und Strümpfe, sofort vorsichtig entfernen. « Sofort den betroffenen Bereich unter fließendem Wasser spülen. « Achte dabei darauf, dass das Wasser den kürzesten Weg über die Haut nimmt. « Falls kein fließendes Wasser vorhanden ist, musst du ständig frisches Wasser nehmen. « Wenn kein Wasser vorhanden ist, Zellstoffmull-Kompressen nehmen und ätzende Stoffe damit abtupfen. « Jeder Tupfer darf nur einmal benutzt werden. « Verband anlegen. 35.19 Verbrennungen, Verbrühungen und Brandwunden Verbrennungen und Verbrühungen erzeugen beim Betroffenen stärkste Schmerzen und gehen oft mit einem Schock einher. Was tun bei Verbrennungen? Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass man durch das Kühlen von Verbrennungen lediglich einen sehr kurzfristigen schmerzlindernden Effekt erzielt, bei großflächigen Verbrennungen aber die Gefahr der Unterkühlung groß ist. Die dadurch entstehende Kreislaufbelastung kann dann im Weiteren (klinischen) Behandlungsverlauf sehr viel problematischer sein als die durch die Verbrennung entstandenen Haut- und Gewebeschäden. Durch den Verlust der Haut und ihrer Schutzfunktion ist bei Verbrennungsopfern die Wärmeregulation des Körpers gestört, daher muss bei der Erstversorgung eine weitere Auskühlung unbedingt vermieden werden. Vorbeugung gegen Brandverletzungen: « Verzichte beim Grillen (Kochen in der Krise) auf nicht geeignete Brandbeschleuniger. « Fülle kein kochendes Wasser in Wärmflaschen, wickel diese in ein Tuch, um direkten Hautkontakt zu vermeiden. « Beaufsichtige dein Kind in der Nähe von offenem Feuer (zum Beispiel Kerze, Kamin, Grill). « Gehe besonnen mit Feuer um, sei ein Vorbild für dein Kind. « Erkläre deinem Kind frühzeitig die Gefahren im Umgang mit Feuer. Verbote nützen meist nichts, sondern erhöhen eher die kindliche Neugier. « Nichts Heißes essen oder trinken, solange dein Kind auf dem Schoß sitzt. » Gefäße mit heißen Flüssigkeiten so platzieren, dass Kinder diese nicht erreichen können. « Keine herunterhängenden Tischdecken verwenden. Schmerzlinderung bei Verbrennungen: + Zur Schmerzlinderung nur kleinflächige Verbrennungen sofort mit möglichst fließendem (Leitungs-)Wasser oder Bachwasser kühlen. Da Wasser aus der Leitung eher Mangelware darstellen wird, solltest du dir für solch einen Fall schon einmal Gedanken machen. Als Maßeinheit für kleinflächige Verbrennungen gilt hier die Größe der Handfläche des Betroffenen. Die Hand ist wohl die am häufigsten betroffene Körperstelle. « Eine Schmerzlinderung wird allerdings nur dann wahrgenommen, wenn die Überspülung mit Wasser tatsächlich sofort erfolgt. Dabei ist es weniger bedeutsam, welche Temperatur das Wasser hat. « Kühlen auf die verbrannte Körperstelle begrenzen. Am Körperstamm darf nicht gekühlt werden. + Im Gesicht kann mit feuchten Tüchern gekühlt werden, wobei die Atemwege immer frei bleiben müssen. + Anschließend die Wunde keimfrei bedecken. + Wärmeerhalt / Betroffenen zudecken. Wie erkenne ich eine Verbrennung? * Rötung der betroffenen Hautareale « Blasenbildung Starke Schmerzen Was tun bei Verbrennungen und Verbrühungen? « Eigene Sicherheit beachten. + Den Betroffenen ansprechen, beruhigen. « Die verbriihte Kleidung rasch, aber vorsichtig entfernen. + Bei Kleiderbränden sofort löschen: Person möglichst aufhalten, mit Wasser übergießen, die Flammen mit einer Decke ersticken, oder den Betroffenen auf dem Boden wälzen. e Feuer löschen. + Schutzhandschuhe anziehen. « Kleinflächige Verbrennungen (nicht größer als die Handfläche des Betroffenen) können zur „gefühlten“ Schmerzlinderung sofort mit möglichst fließendem Wasser gekühlt werden. Das Kühlen ist in jedem Fall auf die verbrannte Körperstelle zu begrenzen. + Im Gesicht kann mit feuchten Tüchern gekühlt werden, wobei die Atemwege immer freigehalten werden müssen. « Größere verbrannte Körperoberflächen/Brandwunden sollen aufgrund der daraus resultierenden Gefahr einer Unterkühlung nicht gekühlt werden. « Brandwunden locker und keimfrei bedecken (zum Beispiel mit einem Verbandstuch). + Wärmeerhalt / Betroffenen zudecken. + Schockbekämpfung. « Stabile Seitenlage ausführen. « Bei Bewusstlosigkeit und fehlender normaler Atmung Herz-Lungen-Wiederbelebung. Bei Brandwunden beachten! + Brandblasen nicht öffnen! « Mit der Haut verkrustete Kleidung nicht ausziehen. + Schmerzlinderung kann nur dann wahrgenommen werden, wenn die Uberspiilung der kleinflächigen Verbrennung mit Wasser tatsächlich sofort erfolgt. « Die Gefahr bei einer anhaltenden oder großflächigeren Kühlung ist die Unterkühlung des Körpers, welche den Kreislauf (zusätzlich) belastet und in ihren Auswirkungen weit problematischer als die durch die Verbrennung verursachten Haut- und Gewebeschäden sein kann. Daher werden größere verbrannte Körperoberflächen nicht gekühlt. Am Körperstamm darf nicht gekühlt werden. « Bei Verbrennungen ist ein Arztbesuch empfehlenswert. Verbandstuch nutzen Bei Verbrennungen am Körperstamm und sonstigen großflächigen Verbrennungen wird die Wunde mit dem Verbandstuch oder Metallinetuch bedeckt. Metallinetücher sind keimfreie Tücher, die eine aufgedampfte Aluminiumschicht besitzen und mit der Wunde nicht verkleben. Sie sind nicht Bestandteil eines Verbandkastens, können aber in jeder Apotheke für wenig Geld gekauft werden. Wenn du kein Verbandstuch oder Metallinetuch zur Verfügung hast, kannst du die Wunde mit frischem, sauberem Leinentuch bedecken. Andernfalls lass die Brandwunde unbedeckt. « Verbandstuch/Metallinetuch aus der Umhüllung entnehmen; um die Keimfreiheit zu erhalten, nur am Rand anfassen. Verbandstuch/Metallinetuch auf die Wundfläche auflegen. Verbandstuch/Metallinetuch im unverletzten Bereich der Haut mit Mullbinde, Heftpflaster oder Dreiecktuchkrawatte befestigen. Was tun bei Gesichtsverbrennungen? Bei Gesichtsverbrennungen musst du immer damit rechnen, dass Flammen eingeatmet wurden. Symptome: + Schwellung der Mund- und Rachenschleimhäute + Atemnot Erste-Hilfe-Maßnahmen: « Atmung kontrollieren + Atemerleichterung durch besondere Sitzhaltung + Schockbekämpfung « Vorsicht bei Kaltwasseranwendung im Gesicht « Vorsichtige Wundbedeckung (Sichtbehinderung) Was tun bei Verbrennungen durch heiße oder brennende Materialien? « Bekleidung, die mit heißen Ölen oder Fetten, Teer, Bitumen, Asphalt und anderen Brandstoffen behaftet ist, soweit möglich entfernen. + Heiße oder brennende Stoffe, die unmittelbar auf die Haut gelangt sind, nicht entfernen; dennoch sofort Kaltwasseranwendung. In die Haut eingebrannte Materialien dürfen nicht entfernt werden, da beim Entfernen Haut und Gewebe mit abgerissen werden könnten. 35.20 Vergiftungen und Hilfe bei Erbrechen Vergiftungen und Hilfsmaßnahmen Allgemeine Erkennungsmerkmale bei Vergiftungen « Übelkeit, Erbrechen, Durchfall « Plötzlich auftretende Schmerzen im Bauch e Kopfschmerzen, Schwindelgefühl « Erregungszustände + Schock * Bewusstseinseintrübung * Bewusstlosigkeit « Atemstörung + Atemstillstand * Herz-Kreislauf-Stillstand Hinweise von Augenzeugen sowie das Auffinden von Medikamenten, Behältnissen und Giftresten geben dir weiteren Aufschluss über einen Vergiftungsnotfall. Es müssen nicht immer alle Erkennungsmerkmale auftreten. Es muss immer die gesamte Situation berücksichtigt werden! Erste-Hilfe-Maßnahmen: + Kontrolle der Lebenszeichen « Bei vorhandener Atmung: Stabile Seitenlage « Sicherstellung von Giftresten und Erbrochenem Unter Umständen sind bei einigen Vergiftungen weitere Maßnahmen erforderlich. Einige Beispiele dazu sollen im Folgenden erläutert werden. Vergiftungen über die Atemwege Das kannst du tun: « Eigene Sicherheit beachten. + Betroffenen so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich bringen. Hilfe beim Erbrechen * Beim Liegenden den Kopf des Erbrechenden zur Seite wenden. Mit der freien Hand ein Gefäß (Schale, Schüssel) unter den Mund halten. * Beim Sitzenden Kopf nach vorn beugen und dabei die Stirn mit einer Hand halten. Mit der freien Hand ein Gefäß (Schale, Schüssel) dicht unter den Mund halten. Vergiftung durch Kohlendioxid Kohlendioxid ist schwerer als Luft und bildet daher, wenn es sich in Räumen sammelt, einen unsichtbaren „See“. Kohlendioxid ist nicht explosiv, der Geruch wird nicht wahrgenommen. Kohlendioxid tritt u. a. in Gärkellern, Futtersilos, Brunnenschächten, Höhlen und Bergwerksschächten auf. Völliges Fehlen von Sauerstoff im „Kohlendioxid-See“ führt zum Tod durch Ersticken. Erkennungsmerkmale: + Vorfinden des Verunglückten in entsprechender Umgebung oder in einer Situation, die Suizid vermuten lässt « Mitunter Krämpfe des Betroffenen Erste-Hilfe-Maßnahmen: « Eigene Sicherheit beachten. * Keinen eigenmächtigen Rettungsversuch unternehmen. * Rettung nur durch Fachpersonal, das mit Atemschutzgeräten ausgerüstet ist. Vergiftung durch Kontaktgifte (Kontaktgifte sind insbesondere Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel) Erkennungsmerkmale: « Vorfinden des Verunglückten in entsprechender Umgebung oder in einer Situation, die Suizid vermuten lässt Erste-Hilfe-Maßnahmen: « Eigene Sicherheit beachten (Beatmen des Betroffenen nicht möglich). 35.21 Verletzungen am Körperstamm Gewalteinwirkung von außen auf den Brustkorb kann zu Knochen- und Rippenbrüchen sowie zur Verletzung innerer Organe führen. Bei Brustkorbverletzungen kann Luft von außen oder innen in die Lunge eindringen. Die Lunge wird in ihrer Ausdehnungsfähigkeit behindert. Beim Eindringen von Blut in den Brustkorb können die gleichen Auswirkungen auftreten! Die Folge ist eine Behinderung der Atmung. Verletzungen des Brustkorbs Symptome: « Zunehmende Atemnot, der Betroffene ringt nach Luft. + Der Betroffene versucht, sich aufzurichten, um besser atmen zu können. « Zunehmende Atembehinderung; evtl. Aushusten hellen, schaumigen Blutes. « Zunehmende, auffallende Verstärkung der Schockanzeichen. Erste-Hilfe-MaBnahmen + Der Helfer kniet hinter dem Betroffenen (Betroffener ist bei Bewusstsein). « Den Betroffenen so hinsetzen, dass er sich mit gestreckten Armen nach hinten abstiitzen und anlehnen kann. « Zusätzlich kann beim Betroffenen beengende Kleidung geöffnet werden. Abtransport zur nächsten Versorgungsstation. Offene Brustkorbverletzung Symptome: « Die Erkennungsmerkmale sind grundsätzlich dieselben wie bei geschlossenen Brustkorbverletzungen. Erste-Hilfe-Maßnahmen: « Chest Seal auf die Wunde kleben (Ein- und Austritt beachten). + Wunde keimfrei bedecken. * Für Ruhe sorgen. « Verbot von Essen, Trinken, Rauchen. « Sofortiger Abtransport zur nächsten Versorgungsstelle. Dabei wiederholte Kontrolle der Lebenszeichen. Akute Erkrankungen im Brust- und/oder Bauchbereich Etwa zwei Drittel aller Notfälle sind durch akute Erkrankungen bedingt, zum Beispiel Herzinfarkt, Angina pectoris (Herzkranzgefäßverengung), akute „Blinddarm-Entzündung“, Gallensteine oder Nierensteine. Symptome: « Heftige Schmerzen im Brust- und/oder Bauchraum « Starkes Angstgefühl « Unter Umständen auffallende Blässe « Schonhaltung + Atemnot + Übelkeit e Schockanzeichen Erste-Hilfe-Maßnahmen: + Schockbekämpfung « Unterstützung der Schonhaltung des Betroffenen » Wärme erhalten » Wiederholte Kontrolle der Lebenszeichen « Für Ruhe sorgen « Verbot von Trinken, Essen, Rauchen Achtung: Langzeitkranke (Herzkranke, Asthmatiker) haben in vielen Fällen verordnete Arzneimittel für Notfälle bei sich. Die Einnahme dieser Arzneimittel darf im Gegensatz zum allgemeinen Grundsatz des Verbots von Arzneimitteln nicht verwehrt werden. Der Ersthelfer muss gegebenenfalls bei der Einnahme behilflich sein. Verletzung im Bauchraum Symptome: + Zerrissene, evtl. auch blutdurchtränkte Kleidung + Angabe von Schmerzen nach Gewalteinwirkung im Bauchbereich + Schonhaltung (häufig angezogene Knie) « Schockanzeichen, die sich unter Umständen rasch verstärken * Unter Umständen Prellmarken, die Anzeichen für innere Verletzungen sein können « Starkes Durstgefiihl Erste-Hilfe-MaRnahmen: e Ggf. Wundbedeckung: Verbandstuch locker über die Wunde legen, vorsichtig befestigen + Schockbekämpfung « Unterstützung der Schonhaltung des Betroffenen » Wärme erhalten » Wiederholte Kontrolle der Lebenszeichen « Für Ruhe sorgen « Verbot von Essen, Trinken und Rauchen Bei der Schonhaltung versucht der Betroffene, eine Entspannung der Bauchdecke zu erreichen. Du als Ersthelfer kannst ihn dabei unterstützen, indem du eine Knierolle unter die Knie legst. Eine tatsächliche Entspannung der Bauchdecke tritt jedoch nur dann ein, wenn der Betroffene zusätzlich zur Knierolle auch die Gelegenheit erhält, seine Füße abzustützen. 35.22 Wundversorgung, Verbände und Hilfsmittel Wunden entstehen durch Gewalt, Hitze und Kälte oder auch durch chemische Stoffe. Die Haut wird teilweise oder vollständig zerstört. Damit wird die Schutzfunktion der Haut aufgehoben, sodass zum Beispiel Keime leichter in den Körper eindringen können. Gefahren durch Wunden Je nach Art der Wunden können auch größere Blutgefäße sowie Nerven, Muskeln, Knochen und Organe mitverletzt sein. Bei jeder, auch bei einer „harmlos“ erscheinenden Wunde (zum Beispiel hervorgerufen durch Holzsplitter oder Dornen, bzw. durch Verschmutzung) besteht die Gefahr einer Infektion mit dem Tetanuserreger. Einzige Vorbeugung hiergegen ist eine Schutzimpfung. Zur Vorbeugung sind unterschiedliche Schutzimpfungen möglich, die in einem Impfpass eingetragen werden. In Zweifelsfällen sollte man einen Arzt befragen. Wunden bedeuten für den Betroffenen: « Blutung « Infektion e Schmerz Für den Helfer gilt daher, seine Hilfe genau auf diese Merkmale auszurichten. Die betroffene Person soll je nach Zustand sitzen oder liegen. Du stehst oder kniest so vor dem Verletzten, dass du ihn ständig beobachten kannst. Auch bei geringfügigen Wunden sollte man dem Betroffenen die Möglichkeit geben sich zu setzen (Schockgefahr durch Blutung oder Schmerz). Jede Wunde wird wegen der zusätzlichen Infektionsgefahr so, wie sie vorgefunden wird, keimfrei bedeckt. Jeder Verband besteht aus einer keimfreien Wundauflage und deren Befestigung. Die Art des Verbandes richtet sich nach dem Ausmaß der Wunde bzw. nach der Stärke der Blutung und der Eigenart der betroffenen Körperstelle. Zum Schutz vor einer möglichen Infektion sollte ein Ersthelfer bei der Versorgung blutender Wunden grundsätzlich Einmalhandschuhe tragen, die zum Beispiel in den Verbandkästen zu diesem Zweck enthalten sind. In diesem Zusammenhang solltest du dich auch mit den Inhalten der Verbandkästen vertraut machen. Arten von Verbänden Anhand verschiedener Verbände (Verletzungen) zeigen wir die Möglichkeiten der Wundversorgung durch den Ersthelfer. Dabei kommt es für den Helfer nicht darauf an, dass die „Verbände“ schön aussehen, sondern dass Blutung, Infektion und Schmerz wirksam bekämpft werden. Augenverband Lege die Wundbedeckung behutsam auf das verletzte Auge. Falte aus einem Dreiecktuch eine Krawatte, lege diese auf beide Augen und verbinde sie seitlich am Kopf, dabei musst du darauf achten, dass der Verband nicht auf das verletzte Auge drückt. Beide Augen müssen verbunden werden, da nur so eine Ruhigstellung der Augen erreicht wird. Selbstverständlich muss eine entsprechende Betreuung, zum Beispiel Erklären der Maßnahme und ständiger Zuspruch der verletzten Person erfolgen. Merke: Durch den Augenverband können in der verletzten Person Ängste entstehen. Aus diesem Grund darfst du sie niemals alleinlassen. Fremdkörper in Wunden « Alle Fremdkörper werden nur vom Arzt entfernt! e Länger aus der Wunde herausragende Fremdkörper sind bei der Wundbedeckung so zu umpolstern, dass keine zusätzlichen Verletzungen entstehen können. Stauungen Eine Stauung entsteht durch Unterbrechen oder starkes Vermindern des venösen Rückflusses bei erhaltenem arteriellem Zufluss. Du erkennst diese an dem Hervortreten der Venen und der rotblauen Verfärbung der Gliedmaßen unterhalb des Verbandes. Streifenverband Die Wundauflage am Rand mit zwei Fingern vorsichtig anfassen und direkt auflegen. Dann ein Heftpflaster in der notwendigen Länge von der Rolle abziehen und abschneiden oder abreißen. Über die Wundauflage hinweg Pflasterstreifen in der erforderlichen Anzahl parallel zueinander auf die Haut kleben. Druckverband anlegen Druckverband mit Verbandspäckchen « Wundauflage mit zwei bis drei kreisförmigen Bindengängen befestigen. « Druckpolster auf den Wundbereich legen. Weitere Bindengange über das Druckpolster legen. Druckverband mit Dreiecktuchkrawatte + Wundlauflage auf die Wunde legen. « Danach die bereits gefaltete Krawatte so auf die Wundauflage legen, dass ein kurzes und ein langes Ende herunterhdngen, und das Druckpolster auf den Wundbereich legen. + Das lange Ende der Krawatte wird nun über das Druckpolster wickeln und mit dem anderen Ende verknoten. « Verbundene Körperteile sollten hochgelagert werden. Ellenbogenverband mit Wundauflage und Mullbinde: + Schritt 1: Zum Schutz des Helfers und des Betroffenen vor Infektionen Einweghandschuhe tragen. Verbandpäckchen in der Nähe der Wunde aus seiner Hülle entnehmen. « Schritt 2: Sterile Wundauflagenseite des Verbandpäckchens auf die Wunde legen, dabei den Unterarm des Betroffenen leicht anwinkeln. « Schritt 3: Die folgenden Bindengänge führen durch die Ellenbeuge des Betroffenen abwechselnd vom Ober- zum Unterarm und zurück, bis die Wundauflage völlig bedeckt ist. Der Verband wird so beendet, dass er sich nicht wieder lösen kann. Möglichkeiten hierzu: Pflasterstreifen, Unterstecken des Bindenendes, Knoten « Schritt 4: Ein genügend langes Bindenende auf der gleichen Armseite entgegen der Wickelrichtung zurückführen. « Schritt 5: Die dabei entstehende Schlaufe zusammenfassen und mit dem Bindenende verknoten. Fingerkuppen-Verband: « Ein ausreichend großes Stück Wundschnellverband (ca. 8 bis 10 cm) auswählen oder abschneiden. « Beidseitig in der Mitte der Klebestreifen ein keilförmiges Stück herausschneiden. + Beide Schutzfolien nacheinander abziehen, dabei die Mullauflage nicht berühren. « Den Pflasterwundverband etwa bis zur Hälfte um den verletzten Finger kleben. + Die überstehende Pflasterhdlfte an beiden oberen Ecken mit Daumen und Zeigefinger anfassen, um die verletzte Fingerkuppe legen und festkleben. Grundsätzliche Verbote bei der Wundbehandlung Hinweise für die Wundbehandlung Bei der Wundversorgung ist grundsätzlich verboten: « Wunden zu berühren, » Wunden auszuwaschen, « die Anwendung von Puder, Salben, Sprays, Desinfektionsmitteln und « Fremdkörper zu entfernen. Zu den genannten grundsätzlichen Verboten gibt es jedoch auch Ausnahmen: » So muss bei Verbrennungen die Kühlung mit Wasser erfolgen. « Bei Verätzungen wird u. U. eine Spülung mit Wasser notwendig. « Bisswunden, die durch tollwutverdächtige Tiere verursacht wurden, kannst du mit einer Seifenlösung auswaschen. Jede Wunde muss schnellstmöglich beurteilt und endgültig versorgt werden. 35.23 Kampfstoff-Einsatz In Zeiten, in denen geopolitische Gleichgewichte zu kippen drohen und Konflikte weltweit zunehmen, ist es von großer Bedeutung, sich mit chemischen, biologischen und atomaren Kampfstoffen auseinanderzusetzen. Diese Waffen sind hochgefährlich und können verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen und Umwelt haben. Die „Dunkelphase“ während des Blackouts führt die Länder für eine gewisse Zeit in Chaos und Anarchie. Ob dieses Vakuum von anderen Ländern zu deren Vorteil ausgenutzt wird, kann man nicht sagen, jedoch liegt es in der menschlichen Natur, die Schwäche seines Gegners auszunutzen und genau dann zuzuschlagen. Indem wir uns mit diesen Waffen und ihren Auswirkungen auseinandersetzen, können wir uns besser auf Krisensituationen vorbereiten und uns gegen Bedrohungen absichern. Wir können lernen, wie man sich im Falle einer Kontamination schützt und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Auswirkungen zu minimieren. Zu verstehen, wie diese Waffen eingesetzt werden und welche Auswirkungen sie haben können, hilft dir auch, besser auf mögliche Angriffe zu reagieren und dich auf eine schnelle Evakuierung oder andere Maßnahmen vorzubereiten, um dich und deine Familie zu schützen. Zusätzlich kann das Wissen über diese Waffen dazu beitragen, uns vor Propaganda und Falschinformationen zu schützen. Insbesondere in Krisenzeiten kann es vorkommen, dass Länder oder Gruppen versuchen, die Bevölkerung mit falschen Informationen zu manipulieren oder Angst zu schüren. Mit solidem Wissen zu diesen Themen kannst du solche Versuche besser durchschauen und dich vor Panikmache schützen. Chemische Kampfstoffe Chemische Kampfstoffe sind äußerst gefährliche Waffen, die sowohl in militärischen als auch in zivilen Konflikten eingesetzt werden können. Diese Substanzen können sowohl akute als auch langfristige Schäden verursachen und sind in der Regel sehr schwer zu erkennen und zu behandeln. Es ist daher äußerst wichtig, dass du über die Maßnahmen, Erkennungszeichen und Behandlungen von chemischen Kampfstoffen Bescheid weißt, um dich selbst und andere zu schützen. Maßnahmen bei einem Angriff mit chemischen Kampfstoffen Wenn du vermutest, dass du oder andere einem chemischen Kampfstoff ausgesetzt bist, solltest du sofort Maßnahmen ergreifen, um dich selbst und andere zu schützen. Hier sind einige wichtige Schritte, die du unternehmen solltest: * Schütze dich selbst: Wenn du in der Nähe eines chemischen Kampfstoffs bist, solltest du unbedingt Schutzkleidung und Atemschutzmasken tragen, um dich selbst vor der Exposition zu schützen. Wenn du keine Schutzkleidung zur Hand hast, solltest du dich so gut wie möglich abdecken und versuchen, den Kontakt mit der Substanz zu minimieren. * Evakuiere die Gegend: Wenn möglich, solltest du dich aus der betroffenen Gegend entfernen und in eine sichere Zone gehen. Wenn du in einem geschlossenen Raum bist, solltest du schnellstmöglich das Fenster öffnen, um frische Luft hineinzulassen, und versuchen, den Raum zu verlassen. « Alarmiere die anderen: Informiere alle anderen Personen in der Gegend über die Gefahr und hilf ihnen, sich zu schützen und zu evakuieren. Erkennungszeichen von chemischen Kampfstoffen Chemische Kampfstoffe können sehr schwer zu erkennen sein, da sie oft farblos, geruchlos und geschmacklos sind. Es gibt jedoch einige Anzeichen, an denen du eine Exposition erkennst: * Augenreizung: Wenn du plötzlich rote, tränende Augen hast. « Atemprobleme: Wenn du Schwierigkeiten beim Atmen hast oder wenn deine Atmung flach und schnell wird. « Hautreaktionen: Wenn deine Haut plötzlich rot wird, brennt oder juckt « Geruch: Ein ungewöhnlicher Geruch in der Luft. + Allgemeines Unwohlsein: Wenn du plötzlich Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen verspürst. Behandlungen bei einer Exposition gegenüber chemischen Kampfstoffen Wenn du oder jemand in deiner Nähe einer chemischen Kampfstoff-Exposition ausgesetzt warst, solltest du schnell handeln, um die Auswirkungen der Substanz zu minimieren. Hier sind einige wichtige Behandlungsschritte, die du ergreifen solltest: * Entferne die Kleidung: Wenn möglich, sollte die betroffene Kleidung entfernt werden. Du solltest sichergehen, dass diese nicht in Kontakt mit anderen Personen kommt. Wasche die Haut gründlich mit Seife und Wasser, um die Substanz zu entfernen. + Spüle die Augen aus: Wenn die Augen betroffen sind, solltest du diese sofort mit viel klarem Wasser ausspülen. Tue dies für mindestens 15 Minuten und stelle sicher, dass die Augen dabei weit geöffnet sind. + Atemwege freihalten: Wenn die Atmung beeinträchtigt ist, solltest du dafür sorgen, dass die Atemwege frei bleiben. Bring dich oder die betroffene Person an die frische Luft, lege die Person auf die Seite und stelle sicher, dass sie sich nicht verschluckt. + Medizinische Hilfe suchen: Wenn die Symptome schwerwiegend sind, sollte unverzüglich medizinische Hilfe gesucht werden. Bringe die Person in eine Versorgungseinrichtung. Biologische Kampfstoffe Biologische Kampfstoffe sind Krankheitserreger, die absichtlich für militärische oder terroristische Zwecke verwendet werden können. Diese können in Form von Bakterien, Viren, Pilzen oder Toxinen vorliegen und eine Vielzahl von Krankheiten verursachen, von Lungenentzündungen wie bei Covid-19 bis hin zu schweren hämorrhagischen Fiebern. Erkennungszeichen von biologischen Kampfstoffen können vielfältig sein und hängen von der Art des Erregers und der Art der Freisetzung ab. Mögliche Erkennungszeichen sind: 1. Krankheitssymptome: Biologische Kampfstoffe können Symptome bestimmter Krankheiten oder Krankheitsbilder verursachen, die anders als üblich sind oder eine ungewöhnlich hohe Rate aufweisen. 2. Unnatürliche Ausbrüche: Krankheitsausbrüche, die ungewöhnlich groß oder geografisch begrenzt sind, können auf eine absichtliche Freisetzung von biologischen Kampfstoffen hinweisen. 3. Unbekannte Krankheitserreger: Wenn eine Krankheit durch einen unbekannten oder ungewöhnlichen Erreger verursacht wird, kann es sich um einen biologischen Kampfstoff handeln. Die Behandlung von biologischen Kampfstoffen hängt von der Art des Erregers und der Schwere der Erkrankung ab. Einige Maßnahmen können jedoch zur Behandlung von Krankheiten aufgrund von biologischen Kampfstoffen ergriffen werden, darunter: 1. Antibiotika: Bei bestimmten bakteriellen Erregern wie Anthrax oder Pest kann eine Behandlung mit Antibiotika wirksam sein, wenn diese frühzeitig angewendet wird. 2. Antivirale Medikamente: Für einige Viren, wie das Ebola-Virus, gibt es antivirale Medikamente, die in der Lage sind, die Ausbreitung des Virus im Körper zu hemmen. Auch hier ist eine frühzeitige Behandlung besonders wichtig. 3. Immuntherapie: Bei einigen Toxinen, wie dem Botulinumtoxin, können spezifische Antikörper die Wirkung des Giftes neutralisieren. 4. Unterstützende Behandlung: In vielen Fällen ist eine unterstützende Behandlung notwendig, um die Symptome zu lindern und den Patienten zu stabilisieren. Dazu können Maßnahmen wie Sauerstoffgabe oder Flüssigkeitszufuhr gehören. Die Behandlung von biologischen Kampfstoffen kann komplex und schwierig sein. Daher ist es am besten, sich auf Präventionsmaßnahmen zu konzentrieren und darauf zu achten, potenzielle Ausbrüche frühzeitig zu erkennen und schnell darauf zu reagieren. Wenn du befürchtest, mit biologischen Kampfstoffen in Kontakt gekommen zu sein, suche umgehend medizinische Hilfe in Form von Versorgungsbasen auf. Atomare Kampfstoffe Atomare Kampfstoffe sind hochgefährliche Waffen, die aufgrund ihrer zerstörerischen Kraft und radioaktiven Eigenschaften verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit von Mensch und Umwelt haben können. Die folgenden Maßnahmen können dazu beitragen, eine mögliche Gefahr durch atomare Kampfstoffe zu minimieren. Vorsichtsmaßnahmen und Schutzmaßnahmen Wenn eine atomare Bedrohung besteht, ist es wichtig, schnell zu handeln und die folgenden Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen: Schutz suchen: Suche sofort Schutz in einem Gebäude oder einem anderen geschützten Bereich. « Abstand halten: Verlasse den Ort der Gefahr und halte einen Abstand von mindestens 2 km zum Explosionszentrum. + Schutzkleidung tragen: Wenn Schutzkleidung zur Verfügung steht, trage diese, um den Körper vor radioaktiven Partikeln zu schützen. » Schutzmaske tragen: Trage eine Atemschutzmaske, um das Einatmen von radioaktiven Partikeln zu vermeiden. + Verschließbare Kleidung tragen: Trage verschließbare Kleidung, um das Eindringen von radioaktiven Partikeln durch Kleidungslücken zu verhindern. Erkennungszeichen Es gibt einige Erkennungszeichen, die auf eine atomare Bedrohung hinweisen können: « Explosion: Eine plötzliche Explosion oder Detonation in der Nähe kann ein Zeichen fiir einen atomaren Angriff sein. « Hitzewelle: Eine plötzliche Hitzewelle, die die Haut verbrennt, kann auf eine atomare Explosion hindeuten. « Lichtblitz: Ein grelles Licht, das plötzlich am Himmel erscheint, kann auf eine atomare Explosion hinweisen. « Sirenen: Sirenen (sollten diese noch funktionieren), die plötzlich heulen, können ein Warnsignal für einen atomaren Angriff sein. Behandlung Wenn du einem atomaren Kampfstoff ausgesetzt warst, solltest du sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Die folgenden Schritte können dazu beitragen, die Auswirkungen der Strahlenbelastung zu minimieren: o Dekontamination: Eine schnelle Dekontamination kann dazu beitragen, die Auswirkungen der Strahlenbelastung zu minimieren. Ziehe alle kontaminierten Kleidungsstücke aus und wasche dich gründlich mit Seife und Wasser. * Medizinische Behandlung: Medizinische Behandlungen können dazu beitragen, die Auswirkungen der Strahlenbelastung zu minimieren und mögliche Schäden am Körper zu behandeln. Die Behandlung kann je nach Schweregrad der Strahlenbelastung variieren. « Isolation: Wenn du einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt warst, kann es notwendig sein, dich für eine bestimmte Zeit zu isolieren, um andere Menschen vor einer möglichen Kontamination zu schützen. Insgesamt ist es wichtig, im Falle einer atomaren Bedrohung schnell und besonnen zu handeln. Durch die Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen und Schutzmaßnahmen kann das Risiko einer Kontamination minimiert werden. Wichtig ist auch, auf mögliche Erkennungszeichen zu achten und im Falle einer Strahlenbelastung sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Durch eine schnelle Dekontamination und geeignete medizinische Behandlung können mögliche Schäden minimiert werden. Es ist wichtig, dich auf eine atomare Bedrohung vorzubereiten, indem du dich über Notfallpläne informierst und gegebenenfalls Schutzräume identifizierst. Durch die Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen und eine schnelle Reaktion im Falle einer Bedrohung kann das Risiko von Verletzungen und Schäden minimiert werden. Die vorherige Beurteilung von strategischen Zielen aus Gegnersicht kann helfen, mögliche Ziele und somit No-Go-Zonen ausfindig zu machen. Wir wollen nicht hoffen, dass so etwas passiert. Jedoch ist Glaube und Hoffnung kein Plan B im Krisenmanagement. 35.24 Heilkräuter und Heilbäume Du hast nicht immer eine Apotheke um die Ecke, und selbst wenn, hat diese nach kurzer Zeit keine Medikamente mehr. Die Versorgungslage selbst heute vor dem Impact ist nicht unbedingt als „gut“ zu bewerten siehe Lieferengpässe bei Fiebersaft für Kinder, Schmerzmittel etc. Grund genug, um dich mit den natürlichen Heilmethoden zu beschäftigen. Heilkräuter und Heilpflanzen werden seit Jahrtausenden zur Behandlung von Krankheiten und Beschwerden eingesetzt. Sie bieten eine natürliche Alternative zu chemischen Medikamenten und haben oft weniger Nebenwirkungen. In diesem Kapitel werde ich dir einen Überblick über die wichtigsten Heilkräuter und Heilpflanzen im deutschen Bereich sowie über deren Wirkung und Anwendungsmöglichkeiten in einer Krise geben. Bevor ich jedoch genauer auf einzelne Pflanzen eingehe, musst du wissen, dass viele Heilpflanzen auch unerwünschte Wirkungen haben können. Daher solltest du diese immer mit Vorsicht und Bedacht einsetzen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Dosierung und Anwendung. Jede Pflanze hat eine andere Wirkstoffkonzentration und Dosierungsempfehlung. Deshalb solltest du dich vor der Anwendung ausführlich informieren und genau nach den Empfehlungen handeln. Im Folgenden stelle ich dir einige der wichtigsten Heilkräuter und Heilpflanzen im deutschen Bereich vor: 1. Kamille: Die Kamille ist wohl eine der bekanntesten Heilpflanzen und wird vor allem bei Magen-Darm- Beschwerden und Entzündungen eingesetzt. Sie wirkt beruhigend und entzündungshemmend und kann auch äußerlich bei Hautreizungen und Entzündungen eingesetzt werden. Kamillentee ist ein beliebtes Hausmittel bei Erkältungen und Schlafproblemen. 2. Baldrian: Baldrian hat eine beruhigende und entspannende Wirkung und wird vor allem bei Schlafproblemen und Nervosität eingesetzt. Es gibt verschiedene Darreichungsformen, wie Baldrian-Tropfen oder -Tabletten, aber auch als Tee oder als Badewasserzusatz kann Baldrian eingesetzt werden. 3. Johanniskraut: Johanniskraut ist ein pflanzliches Antidepressivum und wird vor allem bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt. Es hat eine stimmungsaufhellende Wirkung und kann auch bei leichten Schlafstörungen eingesetzt werden. Johanniskraut sollte jedoch nicht gleichzeitig mit anderen Antidepressiva oder hormonellen Verhütungsmitteln eingenommen werden. 4. Echinacea: Echinacea, auch als Sonnenhut bekannt, stärkt das Immunsystem und wird vor allem bei Erkältungen und Infektionen eingesetzt. Es gibt verschiedene Darreichungsformen, wie Echinacea-Tropfen, -Tabletten oder -Saft. 5. Salbei: Salbei wirkt entzündungshemmend und antibakteriell und wird vor allem bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt. Salbeitee oder Salbeibonbons können bei akuten Beschwerden Linderung verschaffen. 6. Arnika: Arnika wird äußerlich angewendet und wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Es kann bei Prellungen, Verstauchungen und Schmerzen im Muskel- und Gelenkbereich eingesetzt werden. Arnika gibt es als Salbe, Gel oder Tinktur, die äußerlich aufgetragen wird. 7. Pfefferminze: Pfefferminze wirkt beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt und kann bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Übelkeit und Krämpfen eingesetzt werden. Pfefferminztee oder Pfefferminzöl können bei akuten Beschwerden Linderung verschaffen. 8. Lavendel: Lavendel hat eine beruhigende und entspannende Wirkung und wird vor allem bei Stress, Nervosität und Schlafproblemen eingesetzt. Lavendelöl kann in einem Duftstein verdampft oder als Badezusatz verwendet werden. 9. Efeu: Efeu wirkt schleimlösend und wird vor allem bei Husten eingesetzt. Es gibt Efeu-Sirup, -Tropfen und -Tabletten, die bei akuten Beschwerden eingenommen werden können. 10. Gänseblümchen: Gänseblümchen wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd und kann äußerlich bei kleinen Wunden, Insektenstichen und Hautirritationen eingesetzt werden. Es gibt Gänseblümchen-Salben und -Tinkturen, die auf die betroffene Stelle aufgetragen werden. 11. Ehrenpreis: Der Ehrenpreis hat eine entzündungshemmende und wundheilende Wirkung. Er wird äußerlich angewendet und kann bei kleinen Wunden, Hautentzündungen und Schleimhautreizungen helfen. 12. Brennnessel: Die Brennnessel ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und hat eine entgiftende Wirkung auf den Körper. Sie kann bei rheumatischen Beschwerden, Hautproblemen und Blasenentzündungen eingesetzt werden. Brennnesseltee und Brennnesselblätter-Extrakte werden meist innerlich angewendet. 13. Schafgarbe: Die Schafgarbe hat eine schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung. Sie kann bei Husten und Atemwegserkrankungen eingesetzt werden und wird meist als Tee oder Tinktur eingenommen. 14. Frauenmantel: Der Frauenmantel hat eine beruhigende Wirkung auf den weiblichen Körper und kann bei Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrsbeschwerden und zur Regulierung des Zyklus eingesetzt werden. Frauenmantel-Tee und -Extrakte werden meist innerlich angewendet. 15. Spitzwegerich: Der Spitzwegerich hat eine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung. Er wird bei Husten, Erkältungen, Asthma und Allergien eingesetzt. Spitzwegerich-Tee und -Extrakte werden meist innerlich angewendet. 16. Löwenzahn: Der Löwenzahn hat eine entgiftende und den Stoffwechsel anregende Wirkung und kann bei Verdauungsbeschwerden, Leberproblemen und Rheuma eingesetzt werden. Löwenzahn-Tee, Löwenzahnwurzel-Extrakte und Löwenzahnsalat werden meist innerlich angewendet. 17. Sauerklee: Der Sauerklee hat eine entzündungshemmende Wirkung und kann bei Gelenk- und Muskelschmerzen eingesetzt werden. Sauerklee-Saft und -Kapseln werden meist innerlich angewendet. 18. Sauerampfer: Der Sauerampfer hat eine blutreinigende und entzündungshemmende Wirkung und kann bei Hautproblemen, Gicht und Rheuma eingesetzt werden. Sauerampfer-Tee und -Extrakte werden meist innerlich angewendet. 19. Erdbeerblätter: Die Erdbeerblätter haben eine krampflösende und entzündungshemmende Wirkung und können bei Menstruationsbeschwerden und zur Regulierung des Zyklus eingesetzt werden. Erdbeerblättertee und Erdbeerblatt-Extrakte werden meist innerlich angewendet. 20. Breitwegerich: Der Breitwegerich hat eine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung und kann bei Husten, Erkältungen, Allergien und Asthma eingesetzt werden. Breitwegerich-Tee und -Extrakte werden meist innerlich angewendet. Äußerlich kann Breitwegerich bei Insektenstichen und kleinen Wunden eingesetzt werden. Dies sind nur einige der wichtigsten Heilkräuter und Heilpflanzen im deutschen Bereich. Es gibt jedoch noch viele weitere Pflanzen mit unterschiedlichen Wirkungen und Anwendungen. In einer Krise kann es von Vorteil sein, sich mit Heilpflanzen vertraut zu machen, da sie eine natürliche und oft einzige Alternative zu chemischen Medikamenten darstellen. Wenn du dich für die Verwendung von Heilkräutern und Heilpflanzen interessierst, empfehle ich dir, dich ausführlich zu informieren und gegebenenfalls einen Experten wie einen Heilpraktiker oder Phytotherapeuten zu konsultieren. Hier sind einige der heilenden Wirkungen deiner umliegenden Bäume: 1. Eiche: Die Eiche ist bekannt für ihre adstringierenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Die Rinde und die Blätter der Eiche werden traditionell zur Behandlung von Durchfall, Entzündungen und Hauterkrankungen eingesetzt. Eine Abkochung der Rinde kann auch äußerlich angewendet werden, um Hautreizungen zu lindern. 2. Buche: Die Buche hat eine lange Geschichte in der traditionellen europäischen Medizin als Heilmittel gegen Husten und Atemwegserkrankungen. Die Buche enthält ätherische Öle, die schleimlösend und entzündungshemmend wirken können. Eine Abkochung der Blätter oder eine Inhalation mit Buchenblättern kann bei Erkältungen und Husten helfen. 3. Birke: Die Birke ist ein vielseitiges Heilmittel und wird traditionell zur Behandlung von Entzündungen, Schmerzen und Erkältungen eingesetzt. Die Blätter der Birke enthalten Flavonoide und Saponine, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken können. Birkenblättertee oder Birkenblattextrakte können bei Gelenkschmerzen, Rheuma und Arthritis helfen. 4. Kiefer: Die Kiefer wird traditionell wegen ihrer entzündungshemmenden und schmerzlindernden Wirkung geschätzt. Kiefernnadeln und Kiefernzapfen enthalten ätherische Öle, die eine antimikrobielle Wirkung haben und bei Erkältungen und Husten helfen können. Kiefernöl wird auch häufig zur Massage und zur Linderung von Muskel- und Gelenkschmerzen eingesetzt. Am besten besorgst du dir ein Buch über Heilkräuter, denn die komplette Auflistung aller Heilkräuter und -Bäume würde den Rahmen dieses Buches sprengen. 35.25 Verhaltensweisen bei extremer Hitze und Kälte Je nachdem, wann du in diese Krise katapultiert wirst, kann es sein, dass du mehr als sonst der Mutter Natur ausgesetzt sein wirst. Bei deinem jetzigen Leben mit Strom und funktionierenden Lieferketten fällt es dir vielleicht nicht auf oder ist hinnehmbar. Ist dir kalt, machst du die Heizung an, ist dir warm, nutzt du die Klimaanlage. Große Hitze Wir haben oben bereits den Hitzschlag und die dazugehörigen Maßnahmen beschrieben. Ich möchte jedoch nicht, dass du dich mit dem Thema der Hitze und Dehydration erst beschäftigst, wenn es zu spät ist. Du solltest den schleichenden Prozess vorher schon erkennen und verhindern. Bei großer Hitze ist es wichtig, dass du auf deinen Körper achtest und geeignete Maßnahmen ergreifst, um dich vor Überhitzung und Hitzeschäden zu schützen. Hier sind einige Tipps und Verhaltensweisen, die dir helfen können, mit hohen Temperaturen umzugehen: 1. Trinke ausreichend Wasser: Bei hohen Temperaturen schwitzt dein Körper mehr und verliert dadurch mehr Flüssigkeit. Deshalb ist es wichtig, ausreichend Wasser zu trinken, um deinen Flüssigkeitsbedarf auszugleichen. Trinke regelmäßig kleine Schlucke, anstatt zu große Mengen auf einmal. Warte nicht darauf, dass du Durst verspürst, sondern trinke regelmäßig kleine Schlucke. Wenn du nämlich Durst verspürst, bist du schon in der ersten Phase der Dehydrierung (ein bis zwei Liter auf einmal sind zu viel und wirken sich eher negativ aus; 150 bis 250 ml alle Viertel- bis halbe Stunde sollten ausreichen). 2. Vermeide direkte Sonneneinstrahlung: Wenn du dich draußen aufhältst, suche dir einen schattigen Platz, um dich vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen. Trage eine Kopfbedeckung und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, um deine Haut vor Schäden durch UV-Strahlen zu schützen (Marschieren bei Nacht oder Arbeiten in der Dunkelheit oder frühen Morgenstunden kann in extremen Situationen einiges an Wasser einsparen und schont deinen Körper). 3. Vermeide Anstrengung in der Mittagszeit: Wenn die Temperaturen am höchsten sind, solltest du körperliche Anstrengungen vermeiden. Versuche, Aktivitäten wie Sport oder Gartenarbeit in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend zu planen. 4. Trage lockere und helle Kleidung: Trage lockere Kleidung aus atmungsaktiven Materialien wie Baumwolle oder Leinen, um deinen Körper vor Überhitzung zu schützen. Helle Farben reflektieren das Sonnenlicht und können helfen, deine Körpertemperatur zu senken. 5. Vermeide Alkohol und Koffein: Alkohol und koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder Tee können dazu führen, dass dein Körper mehr Flüssigkeit verliert. Vermeide diese Getränke oder trinke sie nur in Maßen. Durch vermehrtes Schwitzen spülst du recht schnell deine Mineralien aus dem Körper. Nutze Elektrolyte-Lösungen, um deinen Mineral- und Salzhaushalt im Körper in Balance zu halten. 6. Kühle dich regelmäßig ab: Du kannst deinen Körper durch regelmäßiges Abkühlen mit kaltem Wasser schützen. Halte deine Füße und Hände in kaltes Wasser oder trage ein feuchtes Tuch im Nacken. Gehe eher im Schatten und vermeide direkte Sonneneinstrahlung, allein dies spart dir bestimmt um die 10 % deines Wasserbedarfs. Indem du diese Verhaltensweisen berücksichtigst, kannst du dich vor Überhitzung und Hitzeschäden schützen. Wenn du dennoch Anzeichen einer Hitzeschädigung bemerkst, solltest du sofort handeln. Die Symptome können von leichter Dehydrierung bis hin zu lebensbedrohlichen Zuständen wie einem Hitzschlag reichen, den wir oben schon bearbeitet haben. Einige Anzeichen von Hitzeschädigung sind: * Kopfschmerzen » Schwindel + Übelkeit und Erbrechen « Schwäche und Müdigkeit » Muskelkrämpfe Wenn du Anzeichen einer Hitzeschädigung bemerkst, solltest du sofort handeln und dich abkühlen. Suche einen kühlen, schattigen Ort auf und trinke viel Wasser oder Elektrolytlösungen. Große Kälte Die Krise kommt natürlich nicht nur dann, wenn es schön und warm ist, sie kann auch kommen oder andauern, während wir mit sehr niedrigen Temperaturen konfrontiert werden und dabei weder Zugang zu Strom noch medizinischer Versorgung haben. In solchen Fällen ist es wichtig, das Risiko von Kälteschäden zu minimieren und dich und deine Mitmenschen zu schützen. Eine der wichtigsten Maßnahmen, die du ergreifen kannst, ist es, dich warm anzuziehen. Trage mehrere Schichten von Kleidung (siehe Thema First Line und Zwiebelschalenprinzip), um dich besser vor der Kälte zu schützen. Dabei solltest du auf Materialien achten, die Feuchtigkeit ableiten und dich trocken halten. Insbesondere bei niedrigen Temperaturen kann Feuchtigkeit schnell zu Kälteschäden führen. Wenn du keine Möglichkeit hast, dich in einem beheizten Raum aufzuhalten, ist es wichtig, einen Unterschlupf zu suchen, der dich vor Wind und Kälte schützt. Eine einfache Möglichkeit ist es, einen Schneeblock oder eine Schneehöhle zu bauen, um dich vor der Kälte zu schützen, solltest du nicht im Urbanen bleiben können. Schaff dabei eine Unterlage aus Zweigen oder Schnee, um nicht direkt auf dem Boden zu liegen. Nimm genügend Nahrung und Wasser zu dir. Achte darauf, dass die Nahrung genug Kalorien und Nährstoffe enthält, um deinen Körper warmzuhalten. Gleichzeitig solltest du ausreichend Wasser trinken, um deinen Körper hydratisiert zu halten. Es ist auch wichtig, auf mögliche Anzeichen von Kälteschäden zu achten. Dazu gehören unter anderem blaue oder graue Haut, Taubheitsgefühle, Schmerzen oder Schwellungen an den Extremitäten sowie ein verlangsamter Puls. Wenn du solche Anzeichen bemerkst, musst du sofort handeln. Ein Eindösen kann hier schnell zum endgültigen Schlaf werden. « Alkohol wärmt dich nicht, auch wenn dies vielleicht den Anschein macht, es täuscht nur den Körper. * Achte auf deine Extremitäten wie Hände, Füße und Kopf. Sind diese warm und dein Körperkern ausreichend eingepackt, bleibt deine Temperatur stabil. « Hast du nur begrenzte Ressourcen zum Heizen? Dann mach es wie deine Ahnen, schaffe nur einen Schlaf-/ Aufenthaltsraum, in dem alle eng beieinander liegen und sitzen. Die Körperwärme heizt den Raum zusätzlich auf. « Verkleide die Innenräume mit Decken und Teppichen, um die Kälte der Wände zu minimieren (alter Burgentrick). Eine Möglichkeit zur Behandlung von Kälteschäden ist es, die betroffenen Körperstellen sanft zu erwärmen. Dabei ist es wichtig, die Wärme langsam und vorsichtig zu erhöhen, um weitere Schäden zu vermeiden. Ein warmes Bad (wenn möglich) oder das Einwickeln in warme Decken können ebenfalls helfen, den Körper zu erwärmen. Heiße Steine, die im Feuer lagen, können als „Wärmflasche“ genutzt werden, doch Vorsicht, kein direkter Kontakt zum Körper. Zur Not ist Gruppenkuscheln angesagt. Lethargie ist das Letzte, was du jetzt gebrauchen kannst, sei aktiv und animiere andere. Unfreiwilliges Eistauchen Ein falscher Schritt und es ist geschehen, du landest im eiskalten Wasser. Du schnappst nach Luft, alles verkrampft sich, Schmerz und Furcht zugleich durchströmen deinen Körper. Jetzt bloß keine Panik. Du musst raus, du musst leben. Je nachdem, wie deine Situation auf deiner Flucht oder Nahrungsbeschaffung während einer Krise verläuft, kann es vorkommen, dass du im Winter Seen, Bäche und Flüsse passieren musst, um von A nach B zu kommen. Dumm gelaufen, aber oftmals nicht zu vermeiden, vor allem wenn die Wege unsicher sind und du zusätzlich in fremden Gefilden unterwegs bist. Als Soldat ist man es gewohnt, öfter mal mit seiner gesamten Ausrüstung im Eis zu landen. Es wird unter ärztlicher oder fachkundiger Aufsicht trainiert, bei Gebirgs- und Arktisausbildungen, ob in den tiefgefrorenen Alpenseen, den rauen Küsten Skandinaviens oder in Kanada bei -40 °C auf zugefrorenen Flüssen. Das Training ist hart und ist alles andere als spaßig. Nur wird es bei dir kein Training mehr sein, du hast keine Backup-Lösung, sollte dir etwas allein auf der Flucht passieren. Zunächst einmal solltest du versuchen, dich aus dem Wasser zu befreien und so schnell wie möglich an Land zu kommen. Wenn du allein bist, versuche dich mit deinen Händen am Eis hochzuziehen und dich langsam aus dem Wasser zu ziehen. Wenn du Hilfe hast, was ich hoffe, versuche dich an einem Seil oder einer Rettungsleine hochzuziehen. Sobald du aus dem Wasser bist, ist es wichtig, schnell trockene Kleidung anzuziehen und dich so warm wie möglich zu halten. Wenn du keine trockene Kleidung hast, ziehe dich so gut wie möglich aus und wickle dich in eine warme Decke (oder Rettungsdecke) oder ein Handtuch ein. Vermeide es, dich vollständig auszuziehen, da dadurch der Wärmeverlust beschleunigt wird. Es ist wichtig, dich schnell aufzuwärmen, um Erfrierungen zu vermeiden. Wenn du ein Feuer machen kannst, ist das ideal, um dich aufzuwärmen. Versuche, trockenes Holz und trockene Zweige zu sammeln, um ein Feuer zu machen. Wenn du kein Feuer machen kannst, versuche dich durch körperliche Aktivität aufzuwärmen, indem du zum Beispiel in die Hände klatschst oder Hampelmänner machst. Du darfst nicht ruhen oder dich hinlegen. Wenn du Körperteile hast, die besonders kalt sind, solltest du diese sanft erwärmen, indem du sie zum Beispiel in warmes Wasser legst oder sie mit einem warmen Tuch umwickelst. Achte darauf, die Körperteile nicht zu schnell aufzuwärmen, um weitere Schäden zu vermeiden. Nimm warme und zuckerhaltige Getränke oder Nahrung zu dir, um den Körper mit Energie zu versorgen und ihn warmzuhalten. Trink warmen Tee oder Kakao und iss energiereiche Nahrungsmittel wie Schokolade oder Trockenobst. Achte auf mögliche Anzeichen von Erfrierungen, wie zum Beispiel eine weißliche oder bläuliche Verfärbung der Haut, Taubheitsgefühle oder Schmerzen. Wenn du solche Anzeichen bemerkst, solltest du schnell medizinische Hilfe suchen in nahegelegenen Versorgungsbasen, sollte es diese geben, wenn nicht, musst du dich selbst behandeln, indem du die betroffenen Körperteile langsam und vorsichtig erwärmst. Deswegen mein Vorschlag: « Nie allein unterwegs sein. e Trockene Wäsche immer wasserdicht im Rucksack mitführen, wenn du weißt, dass du länger außerhalb deines Safehouses unterwegs bist. Wenn du zugefrorene Seen etc. überqueren musst, beobachte vorher genau die Eisdecke und bewege dich bei kritischen Passagen lieber auf allen Vieren, um das Gewicht deines Körpers auf dem Eis zu verteilen, statt punktuell auf einem Bein wie beim normalen Gehen. 35.26 Fußhygiene Fußhygiene bei längeren Märschen ist ein wichtiges Thema, das oft unterschätzt wird. Eine gute Fußhygiene kann dazu beitragen, Verletzungen und Infektionen zu vermeiden und den Komfort während des Wanderns zu erhöhen. Hier sind einige Maßnahmen, die du vor, während und nach einer Wanderung ergreifen kannst: Vor der Wanderung: + Wähle Schuhe wie im Kapitel First Line beschrieben, die zu deinem Fußtyp und der Art der Wanderung passen. Das Schuhwerk sollte atmungsaktiv und wasserdicht sein, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. « Schneide deine Nägel gerade ab und vermeide das Schneiden in die Ecken, um das Risiko von eingewachsenen Nägeln zu reduzieren. + Wähle Socken, wie in der First Line beschrieben, die atmungsaktiv und feuchtigkeitsableitend sind. Baumwollsocken sollten vermieden werden, da sie Feuchtigkeit aufnehmen und die Füße feucht halten. * Trage keine zu engen Schuhe, um Blasen und Druckstellen zu vermeiden. Während der Wanderung: + Achte darauf, dass du mit dem Fußballen zuerst auftrittst und den Fuß beim Abrollen abrollst, um das Risiko von Verletzungen zu reduzieren. + Wechsle deine Socken regelmäßig, um Feuchtigkeit zu reduzieren und Blasenbildung zu vermeiden. « Versuche, nasse oder feuchte Untergründe zu vermeiden, um das Risiko von Pilzinfektionen zu reduzieren. + Reinige deine Füße regelmäßig, um Schmutz und Schweiß zu entfernen. Verwende dazu Seife und warmes Wasser, wenn möglich. Nach der Wanderung: « Trockne deine Füße gründlich ab, um das Risiko von Pilzinfektionen zu reduzieren. * Trage eine Feuchtigkeitscreme auf deine Füße auf, um die Haut zu pflegen und das Risiko von Rissen und Schwielen zu reduzieren. + Uberpriife deine Füße auf Blasen, Schnitte und Verletzungen. Behandle diese gegebenenfalls mit antiseptischen Mitteln und Verbandmaterial. 36. Bug-Out-Vehicle - dein ABC des Fluchtfahrzeugs Wenn eine Katastrophe eintritt, möchtest du nicht ohne Plan erwischt werden. Wenn du für den Fußmarsch alles vorbereitet hast, perfekt, das ist die Königsdisziplin, aber warum schwer machen, wenn es auch einfach geht? Du möchtest sicherstellen, dass du und deine Familie sich schnell in Sicherheit bringen können. Das bedeutet, ein zuverlässiges Transportmittel zu haben. Während einige Leute sich wahrscheinlich ein riesiges, teures Militärfahrzeug vorstellen, wenn sie an ein Bug-Out-Fahrzeug denken, ist es wirklich einfach jedes Fahrzeug, das dich und deine Familie unter schrecklichen Bedingungen in Sicherheit bringen kann. Allerdings ist nicht jedes Bug-Out-Fahrzeug für jede Situation geeignet. Ich werde hier einige der Vor- und Nachteile verschiedener Fahrzeuge und Funktionen besprechen, damit du auf jede Situation vorbereitet bist. Ein Bug-Out-Fahrzeug ist für jeden Einzelnen etwas anderes, je nach seinen Bedürfnissen. Zum Beispiel wird eine einzelne Person, die auf dem Land lebt, wahrscheinlich nicht die gleichen Anforderungen an ihr Fahrzeug haben wie eine fünfköpfige Familie, die in der Stadt lebt. Bevor du mit dem Bau deines Bug-Out-Fahrzeugs beginnst, solltest du daher Folgendes beachten: Frachtkapazität Dies kann schwierig sein. Denke daran, dass die Dinge in einem Krisenszenario selten wie geplant verlaufen. Es wird unvorhergesehene Hindernisse und Katastrophen geben, die deine Reise behindern, wie zum Beispiel Straßensperrungen, Plünderer usw. Während dein Bug-Out-Standort möglicherweise nur 100 km entfernt ist, kann es ein paar Tage dauern, bis du dorthin gelangst, je nachdem, welchen Abschreckungen du gegenüberstehst. Verlasse dich nicht auf eine schnelle Fahrt. Stelle sicher, dass du genügend Vorräte hast, um auch eine längere Reise zu überstehen. Plane am besten immer das Dreifache der Strecke ein. Das heißt jedoch nicht, dass dein gesamtes Notfallzubehör in ein Fahrzeug passen muss. In einer Bug- Out-Situation bist du möglicherweise gezwungen, dein Bug-Out-Fahrzeug aufzugeben. In diesem Fall musst du sicherstellen, dass du lebenswichtige Ausrüstungen tragen kannst und nicht zu viel zurücklassen musst. Überlege noch einmal, wen du transportierst (Kinder, Eltern, Haustiere, gehfähig?) und was jeder zum Überleben braucht. Planst du dein Bug-Out-Fahrzeug gleichzeitig als Bug-Out-Standort? Wenn ja, benötigst du natürlich mehr Vorräte. Musst du einen Anhänger, ein Quad etc. ziehen? Wenn dies der Fall ist, benötigst du etwas mit genügend Kraft und PS, zum Beispiel einen Lastwagen, einen Geländewagen oder einen Jeep. Allradantrieb Während viele Leute darauf bestehen, dass Allrad die einzige Option für ein richtiges Bug-Out-Fahrzeug ist, ist es möglicherweise nicht die beste Option für jeden. Versteh mich nicht falsch Allradantrieb hat definitiv seine Vorteile. Vor allem ist es für alle Offroad-Fahrten ziemlich erforderlich. Es macht das Überqueren von unebenem Gelände viel einfacher, sicherer und erfolgreicher. Es wird dir helfen, durch Straßensperren, über kaputte Straßen, Schnee und andere raue Bedingungen zu navigieren. Allradfahrzeuge haben jedoch auch Nachteile. Zum einen sind sie typischerweise groß, was sie in einem riesigen Verkehrsnetz nicht besonders nützlich macht. Wenn du in einer Großstadt lebst, würde ein Motorrad es viel einfacher machen, durch das Chaos von Stoßstange zu Stoßstange zu manövrieren. Zweitens sind Allradfahrzeuge häufig weniger kraftstoffeffizient als andere Transportmittel. Berücksichtige deshalb auch die Art des Allradantriebs im Bug- Out-Fahrzeug. Ob ältere oder neuere Modelle, je nach Verriegelung kann es dich verlangsamen und angreifbar machen. Die Schaltung neuerer Allradfahrzeuge kann auch sehr schwierig zu beheben und zu reparieren sein, wenn etwas schiefgeht. Bodenfreiheit Wenn du voraussehen kannst, dass du über unebenes Gelände oder andere Hindernisse fahren musst, solltest du dich für ein Fahrzeug mit größerer Bodenfreiheit entscheiden oder die Federung selbst anheben. Du musst dein Bug-Out-Fahrzeug vor Schäden schützen, da du wahrscheinlich nicht die Zeit oder die Ausrüstung haben wirst, um diese Art von Pannen zu reparieren (der ADAC wird nicht kommen). Das Knacken deines Differenzials oder das Durchbohren eines Kraftstofftanks oder einer Ölwanne auf Schutt oder Felsbrocken ist wahrscheinlicher, wenn du im Gelände herumfährst. Selbst wenn keine deiner Routen Offroad-Fahrten beinhaltet, können die Straßen in der Krise mit gefährlichen Gegenständen übersät sein. Mit Ausnahme von Sportwagen sind die meisten Fahrzeuge in der Regel mit ausreichendem Freiraum und Stoßdämpfern ausgestattet, und die meisten Serienlastwagen haben immer noch Platz für größere Reifen ohne Höherlegung. Das Addieren dieser Modifikationen könnte zwischen mehreren hundert und mehreren tausend Euro kosten. Denke also daran, dass ein Höherlegungssatz zwar dazu beitragen kann, dein Fahrwerk vor unebenem Gelände zu schützen, aber auch deine Bremsen, Achsen und Stoßdämpfer belastet. Die Werkstechnik ist nicht darauf ausgelegt, das schaukelnde Gewicht von Chassis und Karosserie in höheren Lagen optimal aufzunehmen, daher verschleißen die Teile schneller. Du solltest auch darauf achten, nicht zu hoch zu kommen. Ein größerer Abstand bedeutet auch einen höheren Schwerpunkt, was deine Stabilität verringert und die Wahrscheinlichkeit eines Überschlags erhöht. Treibstoff Wenn es um die Wahl einer Brennstoffquelle geht, musst du einige Dinge beachten. In deiner Krisensituation wird Kraftstoff sehr schnell sehr knapp. Jeder wird nicht nur versuchen, so viel wie möglich davon in die Hände zu bekommen, sondern im Fall von Blackouts und Lieferkettenunterbrechung wird der Kraftstoff an Tankstellen nicht zugänglich sein bzw. nicht ausreichend auf Lager sein. Das macht die Speicherung und Entsorgung von Kraftstoff von entscheidender Bedeutung. Da Diesel weniger raffiniert ist als Benzin, hat es eine längere Haltbarkeit, wodurch es besser gelagert werden kann. Diesel ist der bevorzugte Kraftstoff für die meisten Landmaschinen, Baumaschinen, Lokomotiven und Sattelschlepper mit riesigen Kraftstofftanks. Diesel ist überall. Außerdem können Dieselmotoren mit Biodiesel betrieben werden, den du selbst aus Feldfrüchten herstellen könntest, die du anbaust. Biodiesel lässt sich auch veredeln, indem man Fett aus Fast-Food- Fritteusen plündert. Dann jedoch an die Additive denken: Diesel Additive sind Zusatzstoffe, die dazu dienen, die Eigenschaften des Kraftstoffs zu verbessern, den Motor zu reinigen, seine Leistung und Lebensdauer zu erhöhen sowie den Spritverbrauch zu senken. Manche Kritiker behaupten hingegen, Additive würden keinerlei Vorteile für das Auto bieten. Doch unabhängige Tests bestätigen deren positive Wirkung auf Leistung und Abgaswerte. Insgesamt ist Diesel auch sparsamer als Benzin und es ist nicht auf ein elektronisches Zündsystem angewiesen, was es zu einer besseren Wahl für ein Krisenszenario macht. Alter des Fahrzeugs Solltest du also ein älteres oder ein neueres Fahrzeug kaufen? Jede Option hat Vor- und Nachteile und es kommt wirklich darauf an, was für dich am wichtigsten ist. Die Einfachheit der Reparatur ist ein wichtiger Aspekt bei einem Bug-Out-Fahrzeug, da du dein Auto nicht jedes Mal, wenn du ein Problem damit hast, einfach beim Mechaniker oder Händler abgeben kannst. In Krisen liegen Reparaturen bei dir und den Werkzeugen, die du zur Hand hast. Daher solltest du ein Kfz auswählen, das du selbst reparieren und für das du leicht Ersatzteile finden könntest. Die älteren mechanisch basierten Teile können oft umgebaut und manchmal gefräst werden. Neuere elektronische Teile müssen dagegen fast immer ausgetauscht werden, wenn sie kaputtgehen - eine Option, die du in der Krise möglicherweise nicht hast. Allerdings sind neue Autos zwar komplizierter zu bearbeiten, aber es ist auch weniger wahrscheinlich, dass sie kaputtgehen. Außerdem haben neue Autos den zusätzlichen Vorteil, dass sie viel sicherer sind als ältere Autos. Verfügbarkeit der Teile Wenn dein Bug-Out-Fahrzeug eine Panne hat, suche nach Teilen, um es wieder zum Laufen zu bringen. Während spezialisierte Fahrzeuge im Militärstil fantastisch aussehen und mit einer Menge großartiger Bug- Out-Fahrzeugfunktionen ausgestattet sind, wird es gleichzeitig schwieriger sein, Teile bei Pannen zu finden und daran zu arbeiten. Es ist auch eine gute Idee, Ersatzteile in deinem Bug-Out-Fahrzeug mitzuführen, wenn hierfür Platz ist. Wenn du überhaupt nicht mechanisch veranlagt bist, verbessere deine Fähigkeiten und mache dich vertraut mit Werkzeugen. In der Krise kannst du nicht googeln oder herumtelefonieren. Du solltest mindestens wissen, wie man Batterien austauscht, Reifen wechselt, Zündkerzen und Thermostate austauscht und auch in der Lage sein, zu lokalisieren, wo all die Flüssigkeiten hinfließen. Das Wechseln von Kraftstoffpumpen und Filtern ist ein Plus, und es ist auch wirklich nicht so schwierig. Tarnung Um schwere Zeiten zu überstehen, ist es viel besser sich einzufügen, als aufzufallen („Grey-Man-Konzept”). Je besser vorbereitet du aussiehst, desto mehr wirst du zur Zielscheibe werden. Die meisten Menschen haben nicht den geringsten Gedanken an die Krise verschwendet und werden verzweifelt nach Vorräten suchen, wenn die Zeit gekommen ist. Große, massige Fahrzeuge mögen wie das ultimative Überlebensfahrzeug erscheinen, aber sie könnten auch das Interesse der hungrigen Horde wecken. Denk an die Fahrzeuge, die normalerweise in deiner Gegend gefahren werden. Wenn große Lastwagen und SUVs die Norm sind, wirst du nicht zu sehr auffallen, wenn dies der Fahrzeugtyp ist, den du für dein Bug-Out-Fahrzeug wählst. Wenn andererseits alle deine Nachbarn kleine Limousinen fahren, wird dein hochgehobener G-Klasse-Mercedes für die kleinen Liliputaner um dich herum schrecklich fehl am Platz aussehen. Beachte auch die Farbe des Fahrzeugs. So wie du kein mega getarntes Kfz auf der Hauptstraße fahren möchtest, solltest du auch kein knallgelbes oder feuerrotes Fahrzeug wählen. Neutrale Farben und Merkmale sind deine sicherste Wahl. Wenn du an den Straßenrand ziehen musst, musst du dein Fahrzeug schnell und effektiv verbergen können. Tarnnetze sind leicht, erschwinglich, einfach zu verstauen und in verschiedenen Größen erhältlich. Wenn es über dein Fahrzeug geworfen wird, ist dein Bug-Out-Fahrzeug aus der Ferne viel schwieriger zu erkennen, wodurch du zusätzlichen Schutz vor potenziellen Bedrohungen erhältst. Es eignet sich hervorragend zum Verstecken, wenn du unterwegs bist. Hinweis: NIE im Kfz schlafen, wenn du allein oder in unsicherem Gebiet bist. Das Kfz nimmt dir das Gefühl für die Umgebung und ist eine Zielscheibe für alle. Schlafe in Sichtweite, um zur Not fliehen oder angreifen zu können, sollten gegnerische Kräfte kommen. Obwohl ich fest davon überzeugt bin, dass jedes Fahrzeug ein Bug-Out-Fahrzeug sein kann, gibt es einige Fahrzeugoptionen, die sich von der Masse abheben. Basierend auf Zuverlässigkeit, Haltbarkeit und Praktikabilität habe ich meine Top-Auswahl an Bug-Out-Fahrzeugen auf sechs Fahrzeuge eingegrenzt, von denen jedes eigene Stärken und Schwächen hat. Jeeps Jeeps sind sehr beliebte Bug-Out-Fahrzeuge. Wieso? Jeeps haben einen Allradantrieb. Du kannst auch einiges an Vorräten transportieren. Der Hauptgrund, warum sie so beliebt sind, ist wahrscheinlich, dass Jeeps in hohem Maße anpassbar sind. Mit unzähligen verfügbaren Anbauteilen kannst du dein Bug-Out-Fahrzeug nach Bedarf einfach aufrüsten und reparieren. Denke daran, dass eine einfache Reparatur und die Verfügbarkeit von Teilen wichtige Merkmale eines Bug-Out-Fahrzeugs sind. Wenn dein Jeep in der Krise beschädigt wird, ist die Suche nach Teilen viel einfacher als bei vielen anderen Fahrzeugoptionen, und es ist viel wahrscheinlicher, dass du den Schaden reparieren kannst. Lkw Ein Truck ist für viele Menschen eine langlebige und praktische Option. Je nach Marke und Modell können Lastwagen erschwinglich, anpassbar und relativ einfach zu reparieren sein. Mit Allradantrieb, einem robusten Motor und Abschleppmöglichkeiten stellt ein Lkw ein langlebiges Bug-Out-Fahrzeug dar. Du hast auch die wohl größte Speicherkapazität aller Fahrzeuge. Man könnte sogar einen Camper auf die Lkw-Ladefläche stellen und diesen gleichzeitig als Wohnbereich nutzen. Der Nachteil? Lastwagen sind nicht die sparsamste Option. Wenn du dir also Sorgen um die Kraftstoffquellen machst, solltest du vielleicht ein Bug-Out-Fahrzeug mit einem weniger anspruchsvollen Tank auswählen. Geländewagen Wenn du dir Sorgen um die Kraftstoffeffizienz machst, sei bei der Auswahl eines SUV vorsichtig. Ein großer SUV verbraucht normalerweise so viel Benzin wie ein Pick-up. Ein SUV hat jedoch auch seine Vorteile. Zum einen kann ein SUV leicht als Alltagsfahrzeug dienen und sticht in einem Krisenszenario nicht aus der Masse hervor, was ihm wichtige Tarnungspunkte verleiht. Es ist auch eine praktikable Option für eine größere Familie, da er viele Personen und viele Vorräte aufnehmen kann, insbesondere mit dem Zusatz eines montierten Gepäckträgers. Der richtige Gepäckträger kann mehrere hundert Pfund an Ausrüstung aufnehmen und bietet dir unglaublich viel Stauraum. Wenn dieser jedoch zu hoch beladen ist, kann er deine Fahrtmöglichkeiten bei einem Fahrzeug mit hohem Achsenstand einschränken. Tunnel, niedrige Unterführungen und anderes können mit einem super beladenen Gepäckträger zum Sperrgebiet werden. Boot Ein Boot ist eine gute Option, wenn du in der Nähe eines Meeres oder Kanals wohnst. Ich schlage vor, ein kleineres Boot zu nehmen, weil man damit fast überall hinfahren kann. Ein Boot ist eine großartige Möglichkeit, um Gefahren zu entkommen und in kurzer Zeit sehr weit von der Stadt wegzukommen. Wenn du ein Boot besitzt, aber nicht in der Nähe des Wassers wohnst, kannst du diese Strategie ebenfalls anwenden. Lege dir einen Aktionsplan für verschiedene Szenarien zurecht, damit du noch hinkommst, wenn die Kacke am Dampfen ist. Manchmal ist das Boot die richtige Wahl, aber in vielen Fällen kann die Reise auf dem Wasser auch zum Hindernis werden. Dual-Sport-Motorrad Wenn du vorhast, während der Krise mit leichtem Gepäck und allein zu reisen, kann ein Motorrad ein ideales Bug-out-Fahrzeug sein. Es hat nicht nur den Vorteil, dass es bei stehendem Verkehr zwischen den Autos weiterfahren kann, sondern es ist auch viel sparsamer als die meisten anderen Optionen. Es gibt auch viele Motorräder, die für unwegsames Gelände gebaut sind und dennoch komfortabel für das Fahren auf der Autobahn sind diese werden als Dual-Sport- oder Enduro-Motorräder bezeichnet. Die Wahl eines Motorrads als Bug-Out-Fahrzeug bedeutet jedoch auch, dass du nicht viel Stauraum hast und wenn du in einen Sturm gerätst, bist du Mutter Natur völlig ausgeliefert. Quad Wenn Motorräder nicht dein Ding sind, warum versuchst du es nicht mit einem Quad? Du bist immer noch den Elementen ausgesetzt, aber du hast auch einen Allradantrieb, robuste Reifen, die nahezu jedes Gelände überfahren können, und die Möglichkeit, einen Anhänger für zusätzlichen Laderaum zu ziehen. Du kannst sogar eine Winde an dein Quad montieren, mit der du Rehe, Holz und andere Ressourcen transportieren kannst. Sie sind ziemlich kraftstoffsparend, haben aber kleinere Benzintanks, daher ist es ein Muss, zusätzlichen Kraftstoff an Bord zu haben. Quads sind zwar nicht so schmal wie ein Motorrad, aber dennoch viel einfacher durch enge Räume zu fahren als ein großer Lastwagen oder SUV, was sie zu einem Top-Anwärter auf das ultimative Bug- Out-Fahrzeug macht. Fahrrad Bevor du anfängst zu lachen, bedenke die zahlreichen Vorteile, die ein Fahrrad gegenüber einem Kraftfahrzeug hat. Mountainbikes sind für unwegsames Gelände gemacht, sie benötigen keinen Kraftstoff, sie sind wendig, leise und lassen sich leicht durch dichten Verkehr und enge Räume navigieren. Ganz zu schweigen davon, dass sie viel weniger kostspielig sind als einige andere Optionen. Natürlich haben sie auch eine sehr begrenzte Trag- und Frachtkapazität. Ein gutes Mountainbike könnte jedoch ein ideales sekundäres Bug-Out-Fahrzeug für jemanden sein, wenn nicht sogar ein primäres. Ein Mountainbike lässt sich leicht an einem Auto oder Lastwagen montieren und ist nützlich, falls du dein primäres Bug-Out-Fahrzeug verlassen musst, kleine Pfade benutzen oder eine ruhige Erkundung durchführen musst. MODIFIKATIONEN Reifen Reifen sind die wichtigste Modifikation, die du an deinem Bug-Out-Fahrzeug vornehmen kannst. Strapazierfähige, langlebige Reifen sind für eine sichere Flucht unerlässlich. Besonders wenn du im Gelände unterwegs bist oder durch Schnee oder Schlamm fährst, brauchst du Reifen, die den Strapazen standhalten. Ebenso wichtig ist es, einen vollwertigen Ersatzreifen zu haben. Hier darf nicht gespart werden - die Reifenqualität kann in einem Krisenszenario über Leben und Tod entscheiden. Wenn es um die Auswahl von Reifen geht, solltest du wahrscheinlich einen mit radialer Konstruktion wählen. Obwohl Diagonal-Lkw-Reifen die Nummer eins für extreme Geländefahrten sind, fährst du auf Bürgersteigen nicht gut und sie nutzen schnell ab, wenn du auf der Straße fährst. All-Terrain-Reifen können für deine Bedürfnisse ausreichen, wenn du davon ausgehst, hauptsächlich auf der Straße zu bleiben, aber auf wirklich unwegsamem Gelände sind sie nicht gut. Lkw-Radialreifen sind ein guter Kompromiss, da sie sich sowohl auf der Straße als auch im Gelände gut verhalten. Während du vielleicht nicht den ganzen teuren Schnickschnack benötigst, der bei einigen Bug- Out-Fahrzeugen zu finden ist, sind Qualitätsreifen und ein Qualitätsersatzteil die Kosten wert. Lagerräder werden oft im Gussverfahren hergestellt, das zu einem weniger haltbaren Produkt führt und mit größerer Wahrscheinlichkeit reißt. Geschmiedete Räder hingegen sind bekannt für ihre Stärke und Langlebigkeit. Bei der Wahl eines Offroad-Laufrades steht man meist vor der Wahl zwischen Stahl und Alu-Legierung. Stahlräder sind unglaublich langlebig und korrosionsbeständig. Aluminiumlegierungsräder sind leicht und ermöglichen einen besseren Luftstrom, wodurch deine Bremsen vor Überhitzung geschützt werden. Entscheiden musst am Ende immer du selbst. Beleuchtung Einfache Scheinwerfer werden bei Nachtfahrten im Gelände einfach nicht ausreichen. Ganz gleich, ob du mit extremen Wetterbedingungen, schwerem Geröll, Straßensperren oder unwegsamem Gelände konfrontiert bist, eine gute Beleuchtung ist für deine Sicherheit unerlässlich, insbesondere wenn du im Dunkeln durch Wälder und über Feldwege fahren musst. Die Installation einer LED-Lichtleiste auf deinem Fahrzeug ist eine einfache Investition, die deine Sichtbarkeit verbessert und die Wahrscheinlichkeit eines Unfalls erheblich verringert. Dies ist auch eine der kostengünstigsten Verbesserungen, die du an deinem Bug-Out-Fahrzeug vornehmen kannst, da LED-Leuchten sowohl in ihrer Verfügbarkeit als auch in ihrer Erschwinglichkeit stark zugenommen haben. Ich empfehle eine Lichtleiste, die oben auf deinem Fahrzeug montiert ist. Das Anbringen eines Lichtbalkens an deiner Stoßstange kann deine Scheinwerfer stören und zu einer eingeschränkten Sicht führen, während Lichtbalken, die oben auf deinem Fahrzeug montiert sind, mit deinen Scheinwerfern zusammenarbeiten, damit Du weiter nach vorn sehen kannst. Hinweis: Alternative bei Feindkontakt muss vorhanden sein. Licht lockt Gegner an (Rotlicht oder Infrarot sollte hier gewählt werden, in Kombination mit Nachtsichtgeräten). Kraftstofflager Mit Sicherheit wird es einen großen Mangel an Treibstoffquellen geben und die Fahrt zu deinem Bug-Out- Standort wird wahrscheinlich viel länger dauern als erwartet. Du wirst nicht in der Lage sein, einfach an der Tankstelle anzuhalten und deinen Tank aufzufüllen, wenn dir der Kraftstoff ausgeht. Eine Möglichkeit besteht darin, Kanister mit zusätzlichem Kraftstoff an deinem Fahrzeug zu montieren. Wenn du nach einer Lösung suchst, die keine Tankstopps beinhaltet, kannst du auch deinen Tank gegen einen größeren austauschen oder sogar einen zweiten Kraftstofftank installieren. Einige Leute entscheiden sich auch dafür, ihr primäres Bug- Out-Fahrzeug und/oder Vorräte auf dem Weg zu ihrem Bug-Out-Standort verpackt und einsatzbereit in einer Lagereinheit aufzubewahren. Dies gilt insbesondere für Personen, die in kompakten Städten mit begrenztem Stauraum leben. Mit all deinen Vorräten (einschließlich zusätzlichem Treibstoff) gepackt und bereit, etwas außerhalb der Stadt, könntest du schnell entkommen und den Horden von Menschen entgehen, die in Panik nach Hause wollen. Für den Fall, dass die Krise eintritt, während du am Arbeitsplatz oder außer Haus bist, könntest du mit dieser Methode wertvolle Zeit sparen. Kommunikation Jeder sollte zwei oder drei Handfunkgeräte besitzen. Für das Kfz lohnt sich ein eingebautes Funkgerät, welches eine größere Reichweite hat. Kommunikation zwischen den verschiedenen Kfz oder Familienteilen kann so bewerkstelligt werden. Stoßstange & Seilwindenkits Diese Funktionen sind nicht jedermanns Sache, aber wenn du das Geld hast, sind sie keine schlechten Dinge, die du in dein Bug-Out-Fahrzeug einbauen solltest. Verbesserte Stoßfänger und Schutzbügel verleihen deinem Fahrzeug zusätzlichen Schutz vor Kollisionen. Ein robuster Windensatz ist ein Lebensretter, wenn du in einem Graben strandest oder im Schlamm stecken bleibst. Dich selbst aus einer schwierigen Situation herausziehen oder ein anderes Fahrzeug abschleppen zu können, ist ein großer Vorteil. Jetzt, da du dein Bug-Out-Fahrzeug einsatzbereit hast, ist es an der Zeit, es auf die Probe zu stellen. Dein Fluchtplan und dein Fahrzeug sind nutzlos, wenn du nicht mit den Routen und dem Fahrzeug vertraut bist. Plane mindestens drei Routen zu deinem Bug- Out-Standort und übe das Fahren deines Bug-Out-Fahrzeugs auf jeder davon (Tag und Nacht). Dies ist ein guter Weg, um abzuschätzen, wie viel Kraftstoff du mitnehmen müsstest. Welchen Kraftstoff du (auf der längsten Strecke) benötigst, um zu deinem Standort zu gelangen, verdreifache ihn und führe ihn immer mit. Stelle außerdem sicher, dass dein Bug-Out-Fahrzeug immer vollgetankt ist. Es wird dir nichts nützen, wenn ein Notfall eintritt und du deine Familie zusammenpackst, um zu eurem Bug-Out-Standort zu fahren, nur um festzustellen, dass dein Tank fast leer ist. Sei immer mit einem vollen Benzintank gerüstet. Übungen sind besonders wichtig, wenn eine oder mehrere deiner Strecken das Fahren im Gelände beinhalten. Beim Offroad- Fahren kommt es nicht nur auf das richtige Fahrzeug an, sondern auch auf den richtigen Fahrer. Offroading erfordert Geschick. Selbst wenn du das härteste geländetaugliche Fahrzeug hast, wirst du in ernsthafte Probleme kommen, wenn du nicht weißt, was du hinter dem Lenkrad tust. Du möchtest nicht im Notfall stecken bleiben, weil du dich vollkommen auf das Fahrzeug verlassen hast. Übe häufig das Fahren auf mehreren Terrains, um dein Fahrzeug und deine Familie zu schützen und so sicher wie möglich zu deinem Bug- Out-Standort zu gelangen. Es ist auch wichtig, das Fahren deiner Strecken bei verschiedenen Wetterbedingungen zu üben. Die Katastrophe schlägt nicht nur zu, wenn es draußen sonnig und trocken ist. Wenn du in einer Gegend mit Schnee lebst, solltest du sicher sein, dass dein Fahrzeug (und der Fahrer) mit den eisigen, schneebedeckten Straßen zurechtkommt. Dies gilt insbesondere dann, wenn dein Bug-Out-Plan Routen mit unwegsamem Gelände enthält. Wer seine Routen nur bei schönem Wetter übt, ist nicht wirklich auf jede Situation vorbereitet. Achte während deiner Übungen auf Straßenänderungen auf den Routen. Wenn du in einem großen Stau stecken bleibst, wie kommst du dann wieder heraus? Gibt es Straßen in der Nähe, die du erreichen könntest? Du brauchst nicht nur einen Plan A, Plan B und Plan C. Du brauchst auch einen Weg, um von einem Plan zum nächsten zu gelangen. Diese sollten nicht nur sicherstellen, dass deine Routen mit dem Fahrzeug befahrbar sind, sondern auch sicherstellen, dass diese zu Fuß vernünftig bewältigt werden können, falls ihr euer Bug-Out- Fahrzeug verlassen müsst. Können du und deine Familie das Gelände überqueren? Mit der richtigen Ausrüstung, Planung und Übung bist du so gut wie möglich auf den Blackout vorbereitet, egal, welches Fahrzeug du auswählst. Wir alle brauchen unser Bug-Out-Fahrzeug, um so schnell wie möglich von unserem derzeitigen Wohnort zum Ausweichquartier (Bug-Out-Standort/Safehouse) zu gelangen. Selbst wenn du zu Hause bleiben möchtest, kannst du jetzt noch nicht sagen, ob es dort während der Krise permanent sicher ist. Die meisten von uns werden das Fahrzeug zwar nicht lange benutzen, aber es ist ein wichtiges Teil des Puzzles, das dir und deiner Familie helfen wird, euch in Sicherheit zu bringen. Wenn du deine aktuelle Situation betrachtest, ist dein Fluchtfahrzeug im Falle eines Szenarios jetzt schon bereit? Hast du überhaupt ein Fahrzeug für den Notfall? Ist es gewartet, mit Vorräten ausgestattet und einsatzbereit? Denk daran, dass es nicht so einfach ist, alles in den Kofferraum zu packen und loszufahren. Du musst sicherstellen, dass das Fahrzeug gut gewartet, mit dem Nötigsten ausgestattet und darauf vorbereitet ist, dich schnell an dein Ziel zu bringen. Seien wir doch mal ehrlich: Nur wenige von uns haben das Geld, um sich ein speziell für diesen Zweck gebautes Fahrzeug zu kaufen. Die meisten von uns müssen ein vorhandenes Fahrzeug anpassen und aufrüsten. Bug-Out-Fahrzeug-Ausrüstung Überall, wo du hingehst, gibt es Risiken. Das musst du bedenken. Um dich auf diese Risiken vorzubereiten, brauchst du das nötige Bug-Out-Zubehör, wenn du erwartest, dass du es sehr lange aushalten werden musst. Auch wenn die meisten Fluchtfahrzeuge nur als Transportmittel zwischen dem Hauptwohnsitz und dem neuen Wohnort dienen, musst du dich auf das Schlimmste vorbereiten. Hier ist eine Vorschlagsliste dessen, was du in deinem Bug-Out-Fahrzeug haben solltest: * Erweiterte Erste-Hilfe-Ausrüstung « Plastik-Müllsäcke « Feuerlöscher « Nicht verderbliche Lebensmittel fiir 14 Tage (gefriergetrocknetes Essen) « Signalmittel « Dichtungsmittel für Reifenpannen e Luftkompressor + Werkzeugsatz » Taschenlampen + Klappspaten * Ersatzreifen mit dem richtigen Druck « Sicherungen, Keilriemen, Wischwasser * Ersatzbenzin « Ersatzol « Sicherheitsgurtschneider « Ratschengurte » Dachgepacktrager + Windensage « Siphon-Schlauch + Wasser fiir 30 Tage und eine Möglichkeit zur Wasseraufbereitung + Zusätzliche Kleidung fiir alle + Ladegeräte « Elektrischer Wechselrichter * Lokale und regionale Karten * Kompass + 500 Euro Bargeld in Reserve + Hausschlüssel + Wichtige Dokumente Wenn du glaubst, dass du noch mehr Dinge brauchst, füge sie hinzu. Denk daran, wie viel Gewicht und Mühe es kosten wird, all diese Dinge zu transportieren. Du musst die Ausrüstung so organisieren, dass du das Wichtigste mitnehmen kannst, wenn du das Fahrzeug verlassen musst. Die gesamte Ausrüstung sollte so verladen werden: DAS UNWICHTIGSTE ZUERST, DAS WICHTIGSTE ZULETZT. So stellst du sicher, dass du die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände wie Erste-Hilfe-Material und Werkzeug auf jeden Fall dabeihast. Zubehör Wie sieht es mit zusätzlichen Anschaffungen aus? Da wir kein fertiges Fahrzeug kaufen, möchtest du vielleicht unterwegs ein paar Upgrades vornehmen. In diesem Fall empfehle ich Folgendes: Reifen mit Notlaufeigenschaften. Einige Reifenmarken wie Bridgestone bieten Reifen mit Notlaufeigenschaften an, mit denen du Hunderte von Kilometern fahren kannst, selbst wenn sie platt sind, tatsächlich wirst du es nicht einmal bemerken! Sie kosten jedoch deutlich mehr als normale Reifen. Wenn du mit einem kleinen Pkw unterwegs bist, könnten diese Reifen dein Leben retten. Dachgepäckträger Ein Dachgepäckträger ist viel weniger sperrig als ein Anhänger. Es gibt sogar Campingsysteme, mit denen du ein Zelt auf dem Dach deines Geländewagens aufbauen kannst (Dachzelt). Diese Systeme sind sehr nützlich, wenn du in letzter Minute von deiner Strategie abkommen musst. Unabhängig von deinem Plan empfehle ich dir, einen Dachträger zu kaufen, da er viel zusätzlichen Stauraum bietet. Erweiterte Kraftstofftanks Für die meisten Lastwagen und SUVs kannst du Zusatztanks mit erweiterter Reichweite kaufen. Das ist eine unglaublich wichtige Entscheidung, vor allem, wenn du ziemlich weit draußen lebst. Wenn die Dinge noch nicht außer Kontrolle geraten sind, ist es keine große Sache, zum Tanken anzuhalten. Sobald der Impact jedoch eintritt, wird es keinen Kraftstoff mehr geben und zum Tanken anzuhalten, ist keine Option mehr. Sicherheitstönung Wenn die Hölle losbricht, musst du möglichst verhindern, dass jemand in dein Fahrzeug einbricht. Manche Leute schlagen nicht einfach Scheiben ein, sondern suchen nach Gelegenheiten. Wenn sie durch deine Fenster sehen können und alle deine Sachen entdecken, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, dass sie einbrechen. Eine 30%ige Tönung erschwert das Fahren bei Nacht nicht, hält aber neugierige Blicke von deinem Fahrzeug fern. Wartung des Ausweichfahrzeugs Wenn du ein Fahrzeug für den Einsatz am Stadtrand benutzt, ist es wahrscheinlich, dass du es für alles benutzt. In diesem Fall solltest du sicherstellen, dass du immer gut vorbereitet bist, indem du das Fahrzeug gut wartest und immer mit dem Schlimmsten rechnest. Halte es mit den folgenden Tipps in Top-Zustand: « Halte den Kraftstofftank immer MINDESTENS zu Dreivierteln voll. * Führe täglich eine Fahrzeuginspektion durch, um sicherzustellen, dass keine Flüssigkeiten auslaufen. « Prüfe die Reifen wöchentlich auf Undichtigkeiten und Verschleiß. « Führe einen regelmäßigen Wartungsplan für Filter, Ölwechsel, Flüssigkeits- und Druckkontrollen durch. + Uberpriife deine Vorräte im Kfz regelmäßig, um sicherzustellen, dass sich nichts verschoben hat. Wenn du Lebensmittel und Wasser im Fahrzeug lagerst, solltest du diese ebenfalls regelmäßig überprüfen. Du solltest nur nicht verderbliche Lebensmittel lagern, aber bestimmte Lebensmittel können auch bei drastischen Temperaturschwankungen verderben. Das Gleiche gilt für Wasser. Die Innenausstattung deines Fahrzeugs ist ebenfalls wichtig. Denke daran, dass es dir für eine gewisse Zeit als Wohnsitz dienen kann, also solltest du es so bequem wie möglich machen. Packe auf jeden Fall Decken, Schlafsäcke und andere Dinge ein, die du je nach Standort benötigst. Wenn du an einem Ort lebst, an dem niedrige Temperaturen herrschen, und du eine Familie hast, solltest du entsprechend planen. Gehe davon aus, dass der schlimmste Fall immer eintreten wird. Raus aus der Stadt Ich gehe davon aus, dass du viele der korrekten Verfahren für die Fahrt zum Safe House (Bug-Out-Standort) bereits kennst. Du solltest bereits eine geplante Route haben, um dorthin zu gelangen, und du solltest diese Route regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass nichts Probleme verursacht. Du solltest genau wissen, wie viele Kilometer du zurücklegen musst, wie lange es dauert, dorthin zu gelangen, und welche alternativen Routen es gibt, falls du die Hauptroute nicht nehmen kannst. Halte dich von großen Autobahnen und Schnellstraßen fern. Fahre so viele Nebenstraßen wie möglich, auch wenn es etwas länger dauert. Lass dich in defensivem Fahren schulen, denn du musst wissen, wie du eine Fahrzeugentführung verhindern kannst, wenn es schnell brenzlig wird. Denk daran, dass du auf keinen Fall aus dem Fahrzeug aussteigen darfst, egal, was passiert. Wenn du aus irgendeinem Grund parken und aussteigen musst, tu dies nur abseits der Straße an einem abgelegenen Ort. Trage deine Notfalltasche immer bei dir, wenn du das Fahrzeug verlassen musst. Das ultimative Ziel deiner Flucht ist es, direkt von A nach B zu fahren, ohne anzuhalten. Das sollte auch dein Ziel sein. In Zeiten von Unruhe und Panik auf den Straßen wird es viele Leute geben, die versuchen, Überlebensausrüstung zu stehlen und deine Flucht zu vereiteln. Lass das nicht zu. Wenn du mit Schusswaffen unterwegs bist, gerate nicht in Panik. Mache nicht den Fehler, eine geladene Waffe auf deinem Schoß oder ungesichert auf dem Armaturenbrett liegenzulassen. Trage die Waffe immer mit einer Patrone im Lager. Zeit zum Laden wirst du wahrscheinlich nicht haben, wenn es um Leben und Tod geht. Abschließende Überlegungen Die Vorbereitung deines Fluchtfahrzeugs auf den großen Tag ist eine aufregende, aber auch nervenaufreibende Erfahrung. Du wirst viel Zeit damit verbringen, darüber nachzudenken und zu planen, aber wenn der Tag gekommen ist, wissen wir alle, dass nichts nach Plan laufen wird. Tu dir selbst einen Gefallen und bereite dich vor, bleib jedoch locker dabei. Denke auch daran, dass deine Skills für den perfekten Bug Out von entscheidender Bedeutung sind als dein Auto selbst. Zu wissen, wie man Benzin aus einem anderen Auto abzapft, kann dein Leben retten. 37. Wie man Treibstoff aus einem Auto absaugt: Methoden zum Abzapfen Du hast dich mit den notwendigen Notvorräten eingedeckt. Du hast eine kontinuierliche Wasserversorgung an deinem Ausweichquartier durchgeplant. Aber was ist mit Energie- und Stromversorgungsoptionen? Wenn du auf einen Generator angewiesen bist oder ein Fahrzeug auftanken willst, musst du lernen, wie du Benzin abzapfen kannst, wenn es dir ausgeht. Möglicherweise geht dir der Treibstoff aus, während du dich vom Zentrum der Katastrophe entfernst. Was dann? Wenn beim Blackout der Strom ausfällt, kannst du dich nicht auf Tankstellen verlassen. Außerdem kann Benzin nicht so lange gelagert werden. Selbst wenn es in einem versiegelten Plastikbehälter aufbewahrt wird, oxidiert es und zerfällt mit der Zeit. Es gibt jedoch einen Ausweg. Und zwar mit der Technik des Abzapfens von Benzin. Hoffentlich findest du im Krisenfall viele verlassene Fahrzeuge mit Benzin im Tank. Kurz gesagt, das Abzapfen von Benzin ist eine nützliche Überlebensstrategie für eine Vielzahl von Szenarien im echten Leben. Wenn du jedoch glaubst, dass das Abzapfen von Benzin so einfach ist, wie es in den Filmen gezeigt wird, irrst du dich. Aber ich greife vor. Beginnen wir mit den Grundlagen, wie man Benzin absaugt, wenn man überleben muss. Wie saugt man Benzin ab? Für das Absaugen von Benzin stehen mehrere grundlegende Methoden zur Verfügung: mit Luftdruck, mit einer Pumpe oder durch Absaugen mit dem Mund. 37.1 Wie saugt man mit Luftdruck Benzin aus einem Auto ab? Hierfür benötigst du zwei durchsichtige Kunststoffrohre oder einen Schlauch mit einem Durchmesser von 2,5 cm. Einer der Schläuche sollte länger als der andere sein, damit er tief in den Tank hineinreicht. Das andere Ende des Schlauchs kann an den Benzinkanister angeschlossen werden, in dem du den Kraftstoff aufbewahrst. Der andere Schlauch sollte ein kleines Stück in den Tank hineinreichen. Zusätzlich verwendest du ein Stück Lappen, um die Schläuche beim Eintritt in den Tank abzudichten. Das Verfahren ist einfach. Du bläst durch den kleineren Schlauch in den Tank, um Druck im Inneren des Tanks zu erzeugen. Dadurch fließt das Benzin durch den längeren Schlauch in den Benzinkanister. 1. Lege zunächst die Schläuche in den Tank. Achte darauf, dass der längere Schlauch in den Tank eingetaucht ist. Stelle den leeren Behälter direkt unter den Benzintank. 2. Schließe die Tanköffnung und die Schläuche mit dem Lappen ab. So lässt sich der Druck leichter erhöhen. Du kannst auch ein Stück feuchtes Tuch verwenden, um die Abdichtung effektiver zu machen. 3. Jetzt musst du Luft durch den kürzeren Schlauch blasen, um den Druck im Inneren des Tanks zu erhöhen. Achte darauf, dass du nicht durch den Mund Luft holst und die giftigen Benzindämpfe einatmest. 4. Blase so lange hinein, bis du siehst, wie Benzin durch den längeren Schlauch ausströmt. Sobald der Durchfluss gleichmäßig ist, hörst du auf zu pusten. Die Schwerkraft und die Kohäsionskräfte in der Flüssigkeit erledigen den Rest der Arbeit. 5. Um den Benzinfluss jederzeit zu stoppen, blockierst du den längeren Schlauch mit deinem Daumen und hebst ihn aus dem Kanister und über den Tank. Das restliche Benzin im Schlauch fließt zurück in den Benzintank des Fahrzeugs. Du kannst auch die Dichtung entfernen, um den Luftdruck zu verringern und den Flüssigkeitsstrom zu stoppen. 37.2 Wie saugt man Kraftstoff mit einer Benzinsaugpumpe ab? Bei dieser Methode wendest du das gleiche Prinzip an. Der einzige Unterschied besteht darin, dass du eine Siphonpumpe verwenden, um das Benzin herauszudrücken, anstatt deinen Atem zu benutzen. Diese Pumpen werden im Allgemeinen als „Flüssigkeitstransferpumpen“ bezeichnet. 1. Stelle den leeren Benzinkanister unter den Benzintank. Stecke dann ein Ende des durchsichtigen Schlauchs in den Tank und das andere in den Kanister. Da es sich bei diesen Pumpen um Einwegpumpen handelt, musst du darauf achten, den richtigen Schlauch in den Tank zu legen. 2. Beginne mit dem Pumpen gemäß den Anweisungen des Herstellers der Handpumpe. Da jede Pumpe ein anderes Fabrikat ist, kann der genaue Vorgang von Marke zu Marke variieren. 3. Sobald der Kanister voll ist, hebe das Ende des Schlauchs über den Benzintank, um den Durchfluss zu stoppen. Das restliche Benzin sollte zurück in den Tank fließen. 4. Reinige die Schläuche und die Siphonpumpe, um ein Verstopfen durch Benzinreste zu verhindern. Falls du keine Seife zur Hand hast, reicht ein trockenes Tuch oder eine einfache Durchspülung aus. 37.3 Wie saugt man Benzin mit einem Schlauch durch den Mund ab? Dies ist eine gefährliche Methode, die nur als letzter Ausweg angewendet werden sollte. Am wichtigsten ist, dass du das Benzin niemals verschluckst oder die Dämpfe einatmest. Falls dir schwindlig wird, geh zur Seite und erhol dich. Für diese Methode benötigst du nur ein einziges Stück eines durchsichtigen, klaren Schlauchs oder Rohrs mit einem Durchmesser von 2,5 cm. 1. Stecke ein Ende des Schlauchs in den Benzintank und vergewissere dich, dass er tief in das Benzin eingetaucht ist. Um dies zu überprüfen, könntest du in den Schlauch blasen. Wenn du Blubbern hörst, ist es tief genug. 2. Beginne nun am freien Ende des Schlauchs zu saugen, bis das Benzin herauskommt. Lege deine Finger unter deinen Mund, um den Schlauch zu quetschen und den Fluss zu stoppen. Denk daran, dass das Ganze sehr schnell geht. Du musst also vorsichtig sein. 3. Sobald du das Benzin durch den Schlauch aufsteigen siehst, klemmst du den Schlauch ab und steckst das Ende sofort in den Benzinbehälter. Jetzt strömt das Benzin gleichmäßig aus dem Siphonschlauch. Falls du Blasen durch den Schlauch aufsteigen siehst, musst du den Vorgang eventuell wiederholen. Stelle aber sicher, dass du den Schlauch zuerst entleerst, bevor du erneut saugst. 37.4 Wie saugt man Benzin aus einem neuen Fahrzeug ab? Da bei modernen Autos Kontrollen im Kraftstoffsystem eingebaut sind, um Kraftstoffdiebstahl zu verhindern, ist das Abzapfen von Benzin viel schwieriger geworden. Am besten kaufst du einen Benzinabsauger als Teil deiner Überlebensausrüstung. Mit diesen Kits lassen sich alle Arten von Flüssigkeiten abzapfen. Obwohl solche Kits sehr groß sind, können sie zum Abzapfen von Kraftstoff aus Benzintanks von großen Lastwagen verwendet werden. Wenn man bedenkt, wie sehr sich die Kraftstoffvorräte in einem Krisenszenario dadurch aufbessern lassen, lohnt sich die Investition i. Aber wie bekommt man Benzin aus einem Auto ohne Siphon heraus? Einige Fahrzeuge haben eine kleine Ablassschraube im Kraftstofftank. Wenn du den Stopfen abziehst, kann der Kraftstoff abgelassen werden. Schließlich könntest du versuchen, ein Loch in den Kraftstofftank zu bohren, indem du unter das Fahrzeug krabbelst. Das Durchbohren des Tanks mit dem richtigen Werkzeug aus deinem Multitool-Kit erfordert jedoch viel Zeit und Mühe. Beachte zusätzlich, dass du bei beiden Methoden das Auto anheben solltest, um den Kraftstoff besser auffangen zu können (Wegrollen bitte verhindern). 37.5 Allgemein Der Diebstahl von Benzin durch Abzapfen ist illegal. Die hier besprochenen Techniken zum Abzapfen von Benzin aus einem Auto sollten also nur angewandt werden, wenn es um Leben und Tod in der Krise geht. OFS; A [x] a oo] A = 1 2 Funk 38. Kommunikation in der Krise Du hast kein Handy, kein Internet und die Festnetzleitungen funktionieren auch nicht. Wie koordinierst du nun deine Gruppen, woher bekommst du Informationen, wie tauschst du dich mit anderen aus? NO COM, NO MISSION, auf gut Deutsch: Ohne Kommunikation gibt es keine Mission. Dies ist nicht nur bei Spezialkräften so, sondern alle Behörden sind von jetzt auf gleich handlungsunfähig. Nicht nur du kannst nicht kommunizieren, auch alle Rettungs- und Einsatzkräfte, die auf Digitalfunk umgestellt wurden, sind buchstäblich „blind und stumm“. Die wenigen alten Funkgeräte, die für die Krise noch da sind, müssen erst mal aus dem Keller geholt und entmottet und an die noch zur Verfügung stehenden Kräfte verteilt werden ... Ob diese sich damit dann auskennen, ist eine andere Frage. 38.1 Grundsätzliche Möglichkeiten der Kommunikation während des Blackouts 1. Megafone, Lautsprecherwagen 2. Melder (Personen überbringen persönlich Informationen) 3. Informationsweitergabe „von Nachbar zu Nachbar“ 4. Notradiosender 5. Lizenzfreie Kleinfunkgeräte (PMR) 6. Zusammenarbeit mit örtlich ansässigen Funkamateuren Schauen wir uns das Thema Funk bzw. Notfunk etwas genauer an, da dieses Mittel für dich und deine Mitstreiter einfach und effektiv zu handhaben ist, wenn du die physikalischen Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge kennst. Diese Notfallkommunikation ist von entscheidender Bedeutung, um Informationen auszutauschen, Hilfe anzufordern und die Sicherheit zu gewährleisten. In solchen Situationen ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein und über die verschiedenen Kommunikationsmittel und -geräte Bescheid zu wissen. Vor allem benötigst du niemanden zwischen dir und dem Empfänger. Du bist unabhängig von den externen Faktoren und kannst somit einen Beitrag zur resilienten Gemeinschaft beitragen. Hier sind einige Informationen und Tipps zur Notfallkommunikation, insbesondere im Hinblick auf Funkgeräte, Frequenzen, Zubehör und Antennen. 38.2 Funkgerätetypen Es gibt verschiedene Arten von Funkgeräten, die in Notfällen eingesetzt werden können. Hier sind einige häufig verwendete Typen: 1. Handfunkgeräte (Handheld Transceiver): Diese kompakten Funkgeräte sind tragbar und einfach zu bedienen. Sie eignen sich gut für den direkten Austausch von Informationen in einem begrenzten Umkreis. Einsatzgebiet: Du und deine Familie Du und deine Gruppe zu Fuß oder im Konvoi 1 bis 5 km je Gelände und Wetter 2. Mobilfunkgeräte: Mobilfunkgeräte können in Fahrzeugen oder eigenen Funkrucksäcken mitgeführt werden und ermöglichen eine erweiterte Reichweite im Vergleich zu Handfunkgeräten. Sie sind nützlich, um Informationen über größere Entfernungen zu übertragen. Einsatzgebiete: Du und andere Gruppen Du und deine Gruppe über weiteren Bereich oder Patrouille 10 bis 25 km je Gelände und Wetter 3. Basisstationen: Basisstationen sind stationäre Funkgeräte, die eine größere Reichweite und Leistung haben. Sie werden oft in Notfallzentralen oder Kommandozentralen eingesetzt, um die Kommunikation zu koordinieren. Amateurfunker verfügen meistens über solche Art von Funkgeräten. GLOBAL / REGIONAL \ \ | LOKAL ) / Abbildung 34 Einsatzbereich: Du und andere Gruppen in anderen Ortschaften und Bundesländern Globale Ausdehnung je nach Antenne, Lage und Sendeleistung Dein Ziel muss es sein, mindestens die lokale und regionale Kommunikation mit deiner Familie und anderen Verbündeten sicherzustellen. Es gibt verschiedene Funkgerätetypen, die in der Kommunikation eingesetzt werden können. Hier sind einige der bekanntesten Typen und deren Besonderheiten: + PMR (Private Mobile Radio): PMR-Funkgeräte sind weitverbreitet und werden häufig für den persönlichen Gebrauch sowie für kleinere Gruppen und Unternehmen verwendet. Sie arbeiten im UHF-Band (Ultra High Frequency) und bieten eine Reichweite von einigen Kilometern, je nach Gelände und Umgebung. PMR- Funkgeräte sind in der Regel lizenzfrei und einfach zu bedienen. Sie eignen sich gut für den Nahbereich und ermöglichen eine direkte und schnelle Kommunikation zwischen den Benutzern. o CB-Funk (Citizen Band): CB-Funkgeräte werden oft von Lkw-Fahrern, Outdoor-Enthusiasten und Freizeitnutzern verwendet. Sie arbeiten im HF-Band (High Frequency) und ermöglichen eine Kommunikation über größere Entfernungen, manchmal sogar bis zu einigen hundert Kilometern, je nach atmosphärischen Bedingungen und Ausstattung. CB-Funkgeräte erfordern eine Lizenz oder Registrierung und es gibt festgelegte Kanäle und Frequenzen, die von der Regulierungsbehörde festgelegt werden. Sie bieten eine größere Reichweite als PMR, erfordern jedoch etwas mehr technisches Verständnis und Kenntnisse zur optimalen Nutzung. « Freenet: Freenet ist ein Funkdienst in Deutschland, der im UHF-Band arbeitet und fiir den keine Lizenz erforderlich ist. Freenet-Funkgeräte bieten eine Reichweite von bis zu mehreren Kilometern und können für persönliche oder geschäftliche Kommunikation verwendet werden. Es gibt festgelegte Kanäle und Frequenzen, die speziell für den Freenet-Dienst reserviert sind. + Amateurfunk: Der Amateurfunk ist ein Hobby, bei dem Funkamateure weltweit miteinander kommunizieren. Amateurfunkgeräte verwenden eine Vielzahl von Frequenzbändern, je nach Lizenzklasse und technischen Fähigkeiten des Funkamateurs. Die Reichweite kann von lokaler bis hin zu weltweiter Kommunikation reichen. Amateurfunk erfordert eine entsprechende Lizenz und technisches Wissen, um die Geräte korrekt zu bedienen. Insgesamt bieten diese Funkgerätetypen verschiedene Optionen für die Kommunikation in unterschiedlichen Umgebungen und Bedingungen. Sie ermöglichen eine schnelle, effektive und zuverlässige Kommunikation und tragen zur Sicherheit und Koordination in Notfällen bei. Frequenzen: Funkgeräte nutzen verschiedene Frequenzbänder, um Kommunikationssignale zu senden und zu empfangen. In Notfällen ist es wichtig zu wissen, welche Frequenzen verwendet werden können, um eine effektive Kommunikation sicherzustellen. Hier sind einige wichtige Frequenzbereiche: + VHF (Very High Frequency): Dieser Frequenzbereich liegt typischerweise zwischen 136 und 174 MHz. VHF wird häufig für die Kommunikation im Nahbereich verwendet, da die Signale relativ gut durch Gebäude und Hindernisse dringen können. * UHF (Ultra High Frequency): UHF-Frequenzen liegen normalerweise zwischen 400 und 520 MHz. Sie bieten eine höhere Reichweite als VHF und sind gut geeignet, um Signale über längere Entfernungen zu übertragen. + HF (High Frequency): HF-Frequenzen liegen zwischen 3 und 30 MHz. Diese Frequenzen ermöglichen eine weltweite Kommunikation über den lonosphärenreflexionsmodus, der für Langstreckenverbindungen in Krisensituationen nützlich sein kann. Antennen: Die Wahl der richtigen Antenne ist entscheidend für eine effiziente Funkkommunikation. Es gibt verschiedene Arten von Antennen, die je nach Anforderungen und Umgebung verwendet werden können. Hier sind einige gängige Antennentypen: « Stabantennen: Stabantennen sind flexibel und einfach zu handhaben. Sie bieten eine gute Allround-Leistung und sind ideal für den Einsatz mit Handfunkgeräten. « Richtantennen: Richtantennen sind darauf ausgelegt, das Signal in eine bestimmte Richtung zu fokussieren. Sie bieten eine erhöhte Reichweite und sind nützlich, wenn die Kommunikation mit einem bestimmten Punkt oder einer entfernten Station erforderlich ist. « Dipolantennen: Dipolantennen sind eine häufig verwendete Antennenart und bestehen aus einem zentralen Strahler und zwei seitlichen Leitungen. Sie bieten eine gute Balance zwischen Richtwirkung und Allround- Leistung und eignen sich gut für den Einsatz in verschiedenen Situationen. * Rundstrahlantennen: Rundstrahlantennen senden das Signal in alle Richtungen und bieten eine breite Abdeckung. Sie sind besonders nützlich, wenn eine Kommunikation mit mehreren Stationen gleichzeitig erforderlich ist. Es ist wichtig, die geeignete Antenne für die jeweilige Situation auszuwählen und ihre Positionierung zu optimieren, um die Signalstärke und -qualität zu maximieren. Durch das Verständnis der verschiedenen Funkgerätetypen, Frequenzen und Antennen sowie der Besonderheiten des Funkverkehrs kannst du dazu beitragen, eine zuverlässige und effektive Kommunikation in Notfällen aufrechtzuerhalten. 38.3 Ausweitungen von Funkwellen und ihre Auswirkungen auf die Kommunikation Die Ausbreitung von Funkwellen kann von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Diese Faktoren können die Reichweite, Qualität und Zuverlässigkeit der Funkkommunikation stark beeinflussen. Lass uns einen Blick auf einige der wichtigsten Faktoren werfen: » Gelände: Das Gelände spielt eine entscheidende Rolle bei der Ausbreitung von Funkwellen. Hügel, Berge, Gebäude und andere Hindernisse können das Signal abschwächen oder blockieren. In bergigen Regionen oder urbanen Umgebungen kann es schwieriger sein, eine zuverlässige Funkkommunikation aufrechtzuerhalten. In solchen Fällen können zusätzliche Relaisstationen oder Verstärker erforderlich sein, um das Signal zu verstärken und die Kommunikation zu verbessern. + Wetterbedingungen: Wetterbedingungen können ebenfalls einen erheblichen Einfluss auf die Funkkommunikation haben. Regen, Schnee, Nebel oder starke Winde können das Funksignal abschwächen oder stören. Insbesondere bei höheren Frequenzen kann die Ausbreitung von Funkwellen durch atmosphärische Bedingungen beeinträchtigt werden. Gewitter oder starke elektromagnetische Störungen können die Kommunikation sogar vollständig unterbrechen. Es ist wichtig, diese Wetterbedingungen zu berücksichtigen und bei Bedarf alternative Kommunikationsmittel bereitzuhalten. « Hindernisse und Reflexionen: Hindernisse wie Gebäude, Wälder oder metallische Strukturen können Funkwellen reflektieren, brechen oder blockieren. Diese Reflexionen können zu Signalverzerrungen, Mehrwegausbreitung und Interferenzen führen. In urbanen Gebieten mit vielen Gebäuden kann dies zu einer komplexen Signalumgebung führen. Um die Kommunikation zu verbessern, können spezielle Antennen verwendet werden, die eine bessere Richtwirkung und Unterdrückung von reflektierten Signalen bieten. * Frequenzbereich: Der verwendete Frequenzbereich hat ebenfalls Auswirkungen auf die Ausbreitung von Funkwellen. Niedrigere Frequenzen wie bei Langwellen oder Mittelwellen haben eine bessere Fähigkeit, Hindernisse zu durchdringen und längere Reichweiten zu erzielen. Jedoch sind höhere Frequenzen wie bei UHF oder Mikrowellenanwendungen anfälliger für Absorption, Streuung und Reflexion durch die Atmosphäre und Hindernisse. Die Wahl des richtigen Frequenzbereichs ist daher entscheidend, um die Kommunikationsanforderungen unter den gegebenen Bedingungen zu erfüllen. + Ausbreitungsbedingungen: Die Ausbreitung von Funkwellen kann auch von atmosphärischen Bedingungen und der Tageszeit beeinflusst werden. Unterschiedliche Schichten der Atmosphäre können die Ausbreitungseigenschaften der Funkwellen verändern. Beispielsweise kann die lonosphäre in der Nacht höhere Frequenzen reflektieren und dadurch den sogenannten Skywave-Effekt größere Reichweiten ermöglichen. Tagsüber hingegen kann die lonosphäre dazu führen, dass Funkwellen zurück zur Erde gelenkt werden, was zu einer begrenzten Reichweite führt. Die Auswirkungen dieser Faktoren auf die Funkkommunikation können durch verschiedene Strategien und Techniken minimiert werden: 1. Standortwahl: Bei der Einrichtung von Funkstationen oder der Auswahl von Kommunikationspunkten ist es wichtig, den Standort sorgfältig zu wählen. Dies beinhaltet die Berücksichtigung des Geländes, um Hindernisse zu minimieren und eine möglichst freie Sichtlinie zu gewährleisten. 2. Antennenauswahl und -ausrichtung: Die Auswahl der richtigen Antenne und deren korrekte Ausrichtung kann die Signalstärke und -qualität verbessern. Richtantennen können das Signal in eine bestimmte Richtung konzentrieren und Reflexionen minimieren. 3. Verstärkung und Relaisstationen: In Gebieten mit schwacher Signalabdeckung oder in Situationen, in denen Hindernisse die Kommunikation beeinträchtigen, können Verstärker oder Relaisstationen eingesetzt werden, um das Signal zu verstärken und die Reichweite zu erweitern. 4. Nutzung unterschiedlicher Frequenzbänder: Durch die Nutzung verschiedener Frequenzbänder kann je nach vorherrschenden Bedingungen die beste Leistung erzielt werden. Je nach Gelände, Wetterbedingungen und Kommunikationsanforderungen kann es erforderlich sein, zwischen verschiedenen Frequenzbändern zu wechseln. 5. Redundante Kommunikationsmittel: Als Vorsichtsmaßnahme sollten alternative Kommunikationsmittel bereitgehalten werden, um im Falle von Ausfällen oder Beeinträchtigungen der Funkkommunikation auf andere Weise kommunizieren zu können. Dies kann zum Beispiel die Nutzung von Mobilfunknetzen, Satellitenkommunikation oder drahtgebundenen Verbindungen umfassen. Die Kenntnis und Berücksichtigung dieser Faktoren sind entscheidend, um eine zuverlässige und effektive Funkkommunikation sicherzustellen. Es ist wichtig, sich über die spezifischen Bedingungen und Anforderungen des Kommunikationsumfeldes zu informieren und die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen, um die Kommunikation zu optimieren. Regelmäßiges Training, die Verwendung geeigneter Ausrüstung und die Anwendung bewährter Verfahren tragen zur Verbesserung der Kommunikationsfähigkeiten in unterschiedlichen Situationen bei. Für die Praxis in der Krise rate ich dir hier auf Fachleute zu setzen und das Wissen über grundlegender Dinge an alle weiterzureichen. 38.4 Funkdisziplin In der Welt der Funkkommunikation spielt die Funkdisziplin eine entscheidende Rolle, um eine effektive und störungsfreie Kommunikation zu gewährleisten. Funkdisziplin bezieht sich auf das ordnungsgemäße Verhalten und die Einhaltung von Regeln und Protokollen während des Funkverkehrs. Als Funknutzer ist es wichtig, die Bedeutung und Prinzipien der Funkdisziplin zu verstehen und diese umzusetzen. Wichtige Aspekte der Funkdisziplin sind: Klare und präzise Kommunikation Eine klare und präzise Kommunikation ist der Schlüssel zur Funkdisziplin. Vermeide lange, umständliche Sätze und verwende stattdessen kurze und deutliche Mitteilungen. Stelle sicher, dass deine Nachrichten präzise und verständlich sind, um Missverständnisse zu vermeiden. Verwende gegebenenfalls vereinbarte Codes, Abkürzungen oder Protokolle, um die Kommunikation effizienter zu gestalten und ungewollten Mithörern das Mithören zu erschweren. « Funksprüche sind kurz, klar, langsam und ohne Dialekt durchzuführen, optimal auf Fragen, Meldungen und Befehle reduzieren. « Die Zahl „Zwei“ als „Zwo“ aussprechen und „Fünf“ als „Fünef“. « Falls notwendig, das Buchstabieralphabet verwenden. Höflichkeit und Respekt Höflichkeit und Respekt gegenüber anderen Funknutzern sind grundlegende Prinzipien der Funkdisziplin. Behandle andere mit Respekt und vermeide unangebrachte oder beleidigende Sprache. Gib klare Antworten und stelle sicher, dass du anderen ausreichend Zeit lässt, um zu antworten. Respektiere die Reihenfolge und Prioritäten bei der Kommunikation, insbesondere in Notfallsituationen. Pausen und Wartezeiten Es ist wichtig, Pausen und Wartezeiten während des Funkverkehrs zu berücksichtigen. Lasse anderen Nutzern ausreichend Zeit, um zu antworten, bevor du erneut sprichst. Vermeide das Unterbrechen anderer Funkgespräche, es sei denn, es handelt sich um dringende oder sicherheitsrelevante Informationen. Durch das Einhalten von Pausen und Wartezeiten trägst du zur Klarheit und Verständlichkeit der Kommunikation bei. Stichwort: Denken Drücken Schlucken Sprechen Frequenznutzung und Kanalwahl Die korrekte Nutzung von Frequenzen und die Auswahl geeigneter Kanäle sind ebenfalls wichtige Aspekte der Funkdisziplin. Beachte die spezifischen Frequenzvorschriften und -richtlinien für deine Funkgeräte. Vermeide die Verwendung von Frequenzen oder Kanälen, die für andere Zwecke reserviert oder bereits belegt sind. Durch die ordnungsgemäße Nutzung der Frequenzen können Interferenzen und Störungen minimiert werden. Notfall- und Prioritätskommunikation In Notfallsituationen ist es von entscheidender Bedeutung, die Priorität der Kommunikation zu berücksichtigen. Halte Notfallkanäle frei und nutze diese ausschließlich für Notfallkommunikation. Wenn du nicht direkt an einem Notfall beteiligt bist, halte den Kanal frei, um wichtige Informationen oder Anweisungen zu erhalten. Priorisiere dringende oder sicherheitsrelevante Kommunikation und lasse weniger dringende Angelegenheiten warten. Vermeidung von Funküberlastung Funküberlastung kann zu Störungen und ineffizienter Kommunikation führen. Vermeide unnötige oder übermäßige Funkgespräche, insbesondere auf stark frequentierten Kanälen. Stelle sicher, dass deine Mitteilungen relevant und angemessen sind, und reduziere unnötiges Hintergrundrauschen. Durch die Vermeidung von Funküberlastung trägst du zur Klarheit und Effektivität der Kommunikation bei. Datenschutz und Vertraulichkeit Beachte den Datenschutz und die Vertraulichkeit während der Funkkommunikation. Vermeide die Offenlegung sensibler oder persönlicher Informationen über Funkkanäle, insbesondere wenn unbefugte Personen mithören könnten. Schütze vertrauliche Informationen und halte dich an die entsprechenden Schutzbestimmungen der Gemeinschaft (Keine Stärke, Ort, Zeiten, Bewaffnungen, Schwächen über Funk direkt kommunizieren). Funkbetriebssprache Die Funkbetriebssprache ist ein wesentlicher Bestandteil der Funkkommunikation und dient dazu, klare und einheitliche Mitteilungen zu ermöglichen. Sie umfasst spezielle Begriffe, Ausdrücke und Abkürzungen, die in der Funkkommunikation verwendet werden, um Informationen präzise und effizient zu übermitteln. Als Funknutzer ist es wichtig, die Funkbetriebssprache zu verstehen und in der Lage zu sein, sie korrekt anzuwenden. Hier sind einige wichtige Aspekte der Funkbetriebssprache: Klare und einheitliche Kommunikation Die Funkbetriebssprache hilft, Missverständnisse zu vermeiden und die Kommunikation effektiv zu gestalten. Sie verwendet standardisierte Begriffe und Ausdrücke, die von Funknutzern weltweit verstanden werden. Durch die Verwendung der Funkbetriebssprache stellst du sicher, dass deine Mitteilungen klar, präzise und eindeutig sind. Verwendung von Codes und Abkürzungen Die Funkbetriebssprache umfasst eine Vielzahl von Codes und Abkürzungen, um Informationen auf effiziente Weise zu übermitteln. Sie dienen dazu, Worte oder Phrasen zu verkürzen und Zeit zu sparen. Beispielsweise wird mit „Roger“ bestätigt, dass eine Nachricht empfangen wurde. Fachbegriffe und Standardprozeduren Die Funkbetriebssprache beinhaltet Fachbegriffe und Standardprozeduren für bestimmte Situationen. Diese ermöglichen eine effektive und einheitliche Kommunikation, insbesondere in Notfällen oder kritischen Situationen. Beispielsweise wird der Begriff „Mayday“ verwendet, um einen Notfall anzukündigen, während „Wilco“ bedeutet, dass eine Nachricht verstanden und akzeptiert wurde. Hier einige Standards für deine Kommunikation: « Kommen/Over beendet einen Funkspruch und erwartet eine Antwort. « Hier/This is Meldung der eigenen Funkstelle. « Ende/Out beendet einen Funkverkehr und wird nicht bestätigt (nicht zwingend von der Funkstelle, die den Sprechverkehr begonnen hat). « Trennung/Break ist der Hinweis zum Wechsel des Sachverhaltes. « Frage So beginnt eine Frage. Fragen können kurz beantwortet werden mit Richtig oder Positiv oder Falsch bzw. Negativ. « Verstanden/Roger Copy + Wiederholung des Auftrags/Befehls (nur bei Auftragen/Befehlen). «» Wiederholen ist die Aufforderung zur Wiederholung des letzten Funkspruchs. « Hoflichkeitsformen wie Danke oder Bitte vermeiden. + Alle Teilnehmer mit „Sie“ oder Rufnamen ansprechen, Diskretion bewahren, da es eine öffentliche Unterhaltung ist. + Hörbarkeit/Verständlichkeit (Qualität der Funkverbindung) wird in den Stufen 1 bis 5 klassifiziert, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste ist. Standardfunksprüche Anruf Funkgegenstelle + hier + Rufzeichen der einen Funkstelle + Kommen Anrufantwort Hier + Funkgegenstelle + Kommen Nachricht Hier + Funkstelle + Wort Frage, Meldung oder Befehl + Nachricht + Kommen Bei schlechter Verbindung werden Funksprüche wiederholt, Aufforderung zum zweimal Sprechen nutzen bei schlechter Verständigung Funkgegenstelle + hier + Rufzeichen der einen Funkstelle + sprechen Sie zwomal, Kommen. Funkspruch weiterleiten (falls selber keine Verbindung zur gewünschten Funkverbindung aufgenommen werden kann): Funkgegenstelle + hier + Rufzeichen der einen Funkstelle + leiten Sie weiter an + Funkstelle + Nachricht +kommen Eine effektive Nutzung von Funkgeräten erfordert Training und Vorbereitung. Nimm an Schulungen teil, um die Bedienung der Geräte und die Grundlagen der Funkkommunikation zu erlernen. Übe dies regelmäßig in deinem täglichen Umfeld, um die Fähigkeit spielerisch zu vertiefen. Sinnvolles Zubehör für Funkgeräte Bei der Nutzung von Funkgeräten ist das passende Zubehör wichtig, um die Effektivität und Zuverlässigkeit der Kommunikation zu verbessern. Einige sinnvolle Zubehörteile, die dir helfen können, das Beste aus deinem Funkgerät herauszuholen, sind: Reserve-Akku: Mehrere Reserve-Akkus sind unverzichtbares Zubehör, besonders für längere Einsätze oder Notfallsituationen. Durch einen Reserve-Akku hast du stets eine zusätzliche Energiequelle zur Verfügung, um sicherzustellen, dass dein Funkgerät einsatzbereit bleibt. Achte darauf, den Reserve-Akku regelmäßig aufzuladen, um im Bedarfsfall eine schnelle und nahtlose Nutzung zu ermöglichen. Standardbatterie/Akku: Falls dein Funkgerät die Verwendung von Standardbatterien oder -Akkus unterstützt, solltest du immer eine ausreichende Anzahl davon dabeihaben. Standardbatterien oder Akkus können in Notfällen oder bei längerer Nutzung eine praktische Lösung sein, insbesondere wenn keine Lademöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ladeschalen und Batterieladegerät: Um deine Akkus bequem und effizient aufzuladen, sind Ladeschalen und ein Batterieladegerät empfehlenswert. Achte darauf, dass die Ladeschalen möglicherweise auch über einen Solaranschluss verfügen, sodass du die Akkus unterwegs mit Sonnenenergie aufladen kannst. Dadurch bist du unabhängiger von herkömmlichen Stromquellen und kannst deine Funkgeräte jederzeit einsatzbereit halten. Headset: Ein Headset ermöglicht es dir, die Kommunikation über dein Funkgerät leise und privat zu halten. Insbesondere in Umgebungen, in denen es nicht sicher ist und Ruhe erforderlich ist, oder in lauten Umgebungen, in denen es schwierig sein kann, die Nachrichten zu hören, ist ein Headset äußerst nützlich. Es ermöglicht dir, klare und deutliche Gespräche zu führen, ohne andere zu stören oder durch Hintergrundgeräusche beeinträchtigt zu werden. Block, Geo-Dreieck, Stift und Radiergummi: Ein Block, ein Geo-Dreieck, ein Stift und ein Radiergummi sind wichtige Hilfsmittel, um Notizen, Skizzen oder Kartenmarkierungen zu machen. Diese Utensilien können bei der Orientierung, bei der Übermittlung von Koordinaten oder bei der Festhaltung von wichtigen Informationen äußerst hilfreich sein. Stelle sicher, dass du immer ausreichend Papier und Schreibutensilien dabeihast, um wichtige Details festhalten zu können. Kartenmaterial: Papierkarten sind ein weiteres wichtiges Zubehör, vor allem in Situationen, in denen digitale Karten möglicherweise nicht verfügbar oder nicht zuverlässig sind. Stelle sicher, dass du Kartenmaterial dabeihast, das das Einsatzgebiet abdeckt, in dem du dich bewegst. Papierkarten können dir helfen, deine Position zu bestimmen, Routen zu planen und wichtige Landmarken oder Orientierungspunkte zu identifizieren. Diverse Kabel und Adapter: Es ist ratsam, verschiedene Kabel und Adapter für dein Funkgerät bereitzuhalten. Zum Beispiel könntest du ein Kabel haben, das es dir ermöglicht, dein Funkgerät an den Zigarettenanzünder im Auto anzuschließen. Dies ist besonders praktisch, wenn du das Funkgerät während der Fahrt aufladen willst. Darüber hinaus können auch andere Kabel und Adapter nützlich sein, um das Funkgerät mit anderen Geräten zu verbinden oder spezielle Anforderungen zu erfüllen. Denke daran, das Zubehör regelmäßig zu überprüfen und zu warten, damit es einwandfrei funktioniert, wenn du es benötigst. Investiere in hochwertiges Zubehör, das langlebig und zuverlässig ist. Auf diese Weise kannst du sicher sein, dass du jederzeit auf effektive und zuverlässige Funkkommunikation zählen kannst, egal, in welcher Situation du dich befindest. 39. Gemeinschaft In Krisensituationen ist es entscheidend, dass eine Gemeinschaft sich innerlich zu einer starken Einheit zusammenschließt, um gemeinsam mit vereinten Kräften und einer Stimme gegen äußere Probleme vorzugehen. Eine unausgesprochene Problematik innerhalb einer Gemeinschaft kann dazu führen, dass Mobbing entsteht und die Gemeinschaft geschwächt wird. Es ist wichtig, den Einzelnen mit seinem Wissen und seinen Fähigkeiten in wichtige Entscheidungen zugunsten der Gemeinschaft einzubinden, um Unzufriedenheiten und internen Konflikten entgegenzuwirken. KA WE AY Abbildung 35 In diesem Zusammenhang muss es einen Verhaltenskodex geben, der fiir alle Beteiligten bindend ist. Es müssen Methoden und Regeln etabliert werden, um die Gemeinschaft stabil und friedfertig zu halten. Ein wichtiger Aspekt dabei ist der Konsens. Eine Konsensentscheidung hat einen höheren Stellenwert als eine demokratische Entscheidung, bei der es immer auch Verlierer gibt. Jeder wird bei einem Konsens einbezogen und jeder wird an der Umsetzung der Entscheidung mitarbeiten. Um ein Schiedsgericht oder Bürgerversammlung abzuhalten, sollten folgende Kernpunkte beachtet werden: 1. Alle müssen als gleichwertig betrachtet werden. Es gibt keine „VIP“- Lounges oder formale Anreden, alle Beteiligten sind auf Augenhöhe und sehen sich (Gerede hinter dem Rücken entfällt). 2. Es wird zusammen gegessen und getrunken, um die Grundbedürfnisse zu stillen und ein Wohlgefühl bei den Teilnehmenden herzustellen. Die Stimmung soll aufgelockert werden, bevor man zu den ernsten Themen kommt. 3. Jeder bekommt die Gelegenheit, über sich und seine Sorgen zu sprechen, jedem wird zugehört und ihm Aufmerksamkeit und Respekt geschenkt. 4. Ein Mediator und ein Zeitwächter werden bestimmt. 5. Der Mediator oder der Gruppenführer organisiert eine Themensammlung und diese werden nach Prioritäten geordnet. Dann geht es mit der eigentlichen Versammlung los. Die Grundsätze des Krisenkodexes sind: 1. Man lässt den anderen ausreden. 2. Man redet niemals schlecht oder abfällig über andere. 3. Man sucht nach Lösungen, die für alle tragbar sind. 4. Man respektiert die Meinung anderer und lässt sich von ihr inspirieren. 5. Man hört auf sein Herz und sein Gewissen. Insgesamt ist es wichtig, dass jeder Einzelne einer Gemeinschaft Verantwortung übernimmt und seine Fähigkeiten und Talente einbringt, um in Krisensituationen gemeinsam eine Lösung zu finden und somit die Gemeinschaft zu stärken. Führungsanspruch? In Krisenzeiten ist es wichtig, eine gute Gruppenführung zu haben, die nicht dem Zufall überlassen werden darf. Neben den Methoden der Mediation sind optimale Konzepte für schnelle und mutige Entscheidungen genauso wichtig wie für Entscheidungen, bei denen mehr Zeit zur Entscheidungsfindung zur Verfügung steht. Ein guter Gruppenführer wird sich in Krisenzeiten durch seine durchdachten, konstruktiven und fürsorglichen Ratschläge und Taten (service-to-others, Dienst an anderen) auszeichnen und in täglichen Gesprächsrunden die Befindlichkeiten der Gruppenmitglieder erfragen und praktische oder soziale Probleme sofort lösen. Er wird die Tragweite seiner Entscheidungen und deren Auswirkungen auf Nah-, Mittel- und Fern-Ziele berücksichtigen und das Wohl der Gruppe vor sein eigenes stellen. Ein guter Gruppenführer wird sich mit kompetenten Personen umgeben, ihnen Aufgaben delegieren und grundlegende Entscheidungen nur mit der Zustimmung der gesamten Gruppe im Konsens treffen. Weiterhin wird er sein Wissen bereitwillig an alle anderen Gruppenmitglieder weitergeben. Wenn er Fehler macht, wird er sich dafür entschuldigen und im Gegenzug anderen ebenfalls Verzeihung gewähren. Ein guter Gruppenführer wird sich durch diese Merkmale und durch sein Auftreten den Respekt und die Liebe der Gruppe nahezu unbewusst erarbeiten. Er wird sich mit der Zeit und der zunehmenden Reife und Erfahrung seiner Gruppe immer weiter aus der Führungsposition zurückziehen und anderen, mittlerweile kompetenten Führungspersönlichkeiten, die Führung überlassen. Gute Gruppenführer gibt es nicht wie Sand am Meer. Zukünftige gute Gruppenführer müssen erst in ihre Aufgabe, Position und ihre Fähigkeiten hineinwachsen, das braucht Zeit! Sie brauchen wohlmeinende Unterstützung und Starthilfe durch erfahrenere Gruppenmitglieder oder „Älteste“ zum Wohle der Gruppe. Notorisch nörgelnde, besserwisserische, dauernd kritisierende Gruppenmitglieder (service-to-self, Dienst an sich selbst) können einen zukünftigen guten Gruppenführer zu Fall bringen und der Gruppe schaden. Service-to-self-Individuen sollten keinen Platz in der Gruppe haben, da sie der Gruppe dauerhaft schaden. Eine Verbannung aus der Gemeinschaft könnte hier die Ultima Ratio darstellen. Im Sinne eines Verhaltenskodex für Menschen in Gemeinden in Krisensituationen könnte die Entscheidungsfindung wie folgt aussehen: Es ist wichtig, dass bei auftretenden Problemen zunächst eine offene Kommunikation stattfindet. Jeder ist eingeladen, seine Meinung und seine Lösungsvorschläge einzubringen. Bei Bedarf werden Mediatoren oder vergleichbare Schiedsrichter eingesetzt. Die Entscheidungsträger sollten sich Zeit nehmen, um eine umfassende Lösung zu finden. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass nicht jeder eine Antwort auf alle Fragen hat. Daher ist es wichtig, diejenigen zu finden und zu Wort kommen zu lassen, die die Lösung für das Problem haben. Wenn eine Lösung gefunden wurde, wird diese an die Gruppenführer weitergegeben, die das Feedback der Gruppenmitglieder einholen. Die Entscheidungsträger sollten darauf achten, dass alle beteiligten Personen, insbesondere die „stillen Stimmen“, gehört werden. Die Entscheidung sollte letztendlich im Konsens aller betroffenen Parteien getroffen werden, damit jeder hinter der Entscheidung steht und bereit ist, mit all seiner Energie bei der Umsetzung zu helfen. Bei der Entscheidungsfindung sollten auch die Bedürfnisse und Interessen der jüngeren Generationen berücksichtigt werden. Es ist wichtig, dass die Entscheidungen im Sinne des Gemeinwohls getroffen werden und nicht im Dienst von egoistischen Interessen einzelner Personen oder Gruppen (service-to-self). Um sicherzustellen, dass die Entscheidungen in einem fairen und transparenten Prozess getroffen werden, sollten die Entscheidungsträger von Personen wie Gruppenführer oder einem vergleichbaren Gremium aus Repräsentanten des Volkes begleitet werden. Es ist auch hilfreich, wenn es eine Person gibt, die für das Wohlbefinden und die Harmonie innerhalb der Gemeinde verantwortlich ist. Diese Person kann beispielsweise ein Mediator/Moderator sein, der Veranstaltungen und Aktivitäten organisiert, um die Menschen zusammenzubringen und das Gemeinschaftsgefühl zu stärken. In Krisensituationen, wie zum Beispiel bei einem Blackout oder Krieg, kann es notwendig sein, einen speziellen Entscheidungsträger wie einen lokalen Anführer zu ernennen. Dieser hat dann besondere Vollmachten, um schnellere Entscheidungen zu treffen und die Gemeinde zu schützen. Wie im Großen, so im Kleinen Was für die ganze Gemeinde zählt, zählt auch für die kleine Gruppe, Familie oder Firma, die sich in der Krise zusammengeschlossen hat. Dies gibt jeder Gruppe Stabilität und Zusammenhalt, was in Krisensituationen besonders wichtig ist. Es fördert die Offenheit und den Austausch von Meinungen, was zu besseren Entscheidungen führt. Dieser Verhaltenskodex trägt dazu bei, dass in Krisensituationen Entscheidungen auf faire und transparente Weise getroffen werden. Jeder ist eingeladen, seine Meinung und seine Lösungsvorschläge einzubringen, damit eine umfassende Lösung gefunden werden kann. Im Konsens der beteiligten Parteien getroffene Entscheidungen können mit der Unterstützung der Gemeinschaft leichter umgesetzt werden. Das Organisationsprinzip beruht auf einer Mischung aus Hierarchie und Gemeinschaft. Der Gruppenführer hat eine Führungsrolle, aber er kann diese nur ausüben, weil er von den Mitgliedern unterstützt wird. Es ist kein autoritärer Führungsstil, sondern einer, der auf Vertrauen, Respekt und Zusammenarbeit basiert. Dies fördert das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Mitglieder und trägt dazu bei, dass sie motiviert und engagiert bleiben. Der Einsatz eines Mediators/Seelsorgers zur Förderung der Deeskalation und des Zusammenhalts könnte in vielen Krisensituationen nützlich sein. Die Fähigkeit, negative Energie und Gedanken zu beseitigen und positive Gefühle und Gedanken zu fördern, kann dazu beitragen, dass die Gruppe sich schneller und effektiver von einer Krise erholt. Die Betonung der Bedeutung von service-to-others anstelle von service-to-self fördert die Zusammenarbeit und das Wohlergehen der Gemeinschaft insgesamt. Dies trägt dazu bei, dass jeder in der Gruppe gleichbehandelt wird und Entscheidungen im Interesse der gesamten Gruppe getroffen werden. Zusammenarbeit und Respekt können dazu beitragen, dass Krisensituationen schneller und effektiver in der Gemeinschaft bewältigt werden können. Gruppendynamische Fehlentwicklungen Als ausgebildetem Mediator und Projektmanager sind mir Gruppen, Konflikte und Differenzen im emotionalen sowie sachlichen Bereich bestens bekannt, vor allem offene Positionen und die dahinter steckenden Interessen. Die Krise kann zusätzlich dazu führen, dass Gruppen in schwierige Situationen geraten, in denen es notwendig ist, gemeinsam Entscheidungen zu treffen, auch wenn viele Gruppenmitglieder vorher vielleicht eher Einzelgänger waren und mit niemandem außer Netflix und Lieferando kommunizieren wollten. Während Gruppen normalerweise in der Lage sind, bessere Entscheidungen zu treffen als Einzelpersonen, gibt es mehrere Gruppenphänomene, die in einer Krise besonders problematisch sein können: den Ringelmann-Effekt und die Groupthink-Falle. In diesem Kapitel werde ich erläutern, was diese Phänomene sind und was du in der Krise beachten solltest, um sie zu vermeiden. Der Ringelmann-Effekt ist ein Phänomen, das besagt, dass die individuelle Anstrengung abnimmt, wenn Menschen in Gruppen arbeiten. Mit anderen Worten, wenn man Teil einer Gruppe ist, neigt man dazu, weniger zu tun, als wenn man allein arbeiten würde. Dieser Effekt wurde erstmals von dem französischen Psychologen Max Ringelmann in den 1910er Jahren beschrieben, als er Experimente durchführte, bei denen er Menschen an Seilen ziehen ließ. Er stellte fest, dass die durchschnittliche Kraft, die von einer Gruppe von Menschen ausgeübt wurde, geringer war als die Summe der individuellen Kräfte, die jede Person allein aufbringen konnte. In der Krise kann der Ringelmann-Effekt zu einem Problem werden, da die individuelle Anstrengung und Leistung in solchen Situationen von entscheidender Bedeutung sein können. Wenn Gruppenmitglieder weniger Anstrengung unternehmen und weniger Leistung erbringen, kann dies zu schlechteren Ergebnissen führen. Es ist wichtig, dass Gruppenmitglieder sich ihrer individuellen Verantwortung bewusst sind und sich bemühen, ihre eigenen Leistungen aufrechtzuerhalten, auch wenn sie Teil einer Gruppe sind. Die Groupthink-Falle ist ein weiteres Phänomen, das in der Krise auftreten kann. Dieses Phänomen tritt auf, wenn Gruppen zu einheitlichem Denken neigen und kritische Überlegungen und alternative Lösungen ignorieren oder denken: Der andere macht es schon. Dies kann zu schlechteren Entscheidungen und schlechteren Ergebnissen führen. Groupthink tritt auf, wenn Gruppenmitglieder eine gemeinsame Identität und eine starke Kohäsion entwickeln und sich weigern, alternative Lösungen zu berücksichtigen oder kritische Fragen zu stellen, oder in der Masse untertauchen und einfach mitschwimmen. Die Gruppe neigt dann dazu, Entscheidungen zu treffen, die nicht unbedingt die besten sind, sondern denen alle Gruppenmitglieder zustimmen können. In der Krise ist es wichtig, dass Gruppenmitglieder sich bewusst sind, dass sie möglicherweise in die Groupthink- Falle geraten können, und sich bemühen, diese zu vermeiden. Sie sollten alternative Lösungen und kritische Überlegungen zulassen und sicherstellen, dass alle Gruppenmitglieder gehört werden. Es ist auch wichtig, dass Gruppenmitglieder ihre eigenen Überzeugungen und Ideen unabhängig von der Gruppe ausarbeiten und diese in die Gruppendiskussion einbringen. Weitere psychologische Faktoren, die man zusätzlich, vor allem bei neuen Gruppen und Anwärtern in der Krise beachten sollte, ist ihre Dynamik im Hinblick auf den HALO-Effekt und die vier Phasen der Teambildung. Der HALO-Effekt beschreibt die Tendenz, dass unsere Wahrnehmung und Beurteilung anderer Menschen von unseren bereits bestehenden Einstellungen und Überzeugungen über sie beeinflusst wird. Mit anderen Worten: Wenn wir jemanden mögen oder eine positive Meinung von ihm haben, tendieren wir dazu, ihm weitere positive Eigenschaften zuzuschreiben. Umgekehrt passiert dasselbe bei negativen Überzeugungen. In einer Krise kann der HALO-Effekt besonders problematisch sein, da er dazu führen kann, dass wir uns auf einzelne Gruppenmitglieder fokussieren und andere ignorieren. So werden wichtige Informationen oder Perspektiven übersehen, die von anderen Gruppenmitgliedern kommen. Es ist deshalb wichtig, sich bewusst zu machen, dass der HALO-Effekt existiert, und zu versuchen, sich von eigenen Vorurteilen und Einstellungen zu lösen, um ein vollständigeres Bild der Situation zu erhalten. Die vier Phasen der Teambildung sind: Forming, Storming, Norming und Performing. In der Forming-Phase lernen die Gruppenmitglieder sich kennen und versuchen, herauszufinden, wie sie miteinander arbeiten können. In der Storming-Phase können Konflikte auftreten, wenn die Gruppenmitglieder unterschiedliche Vorstellungen und Perspektiven haben. In der Norming-Phase werden Regeln und Prozesse festgelegt (im besten Falle ein Art Verhaltenskodex, wie oben beschrieben), um die Zusammenarbeit zu erleichtern. Schließlich wird in der Performing-Phase das eigentliche Ziel erreicht. In einer Krise kann es schwierig sein, die verschiedenen Phasen durchzulaufen, insbesondere wenn die Krise plötzlich und unerwartet auftritt. Es ist wichtig, dass die Gruppenmitglieder sich Zeit nehmen, um die Situation zu verstehen und gemeinsam einen Plan zu entwickeln. Die Storming-Phase kann in einer Krise besonders intensiv sein, da die Gruppenmitglieder unterschiedliche Meinungen und Ideen haben können. Es ist jedoch wichtig, dass sie diese Meinungsverschiedenheiten überwinden und zusammenarbeiten, um das Ziel zu erreichen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es in der Krise wichtig ist, dass Gruppenmitglieder sich ihrer individuellen Verantwortung bewusst sind und sich bemühen, ihre eigenen Leistungen aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig sollten sie auch bereit sein, alternative Lösungen und kritische Überlegungen zuzulassen, um die Groupthink-Falle zu vermeiden. Es kann auch hilfreich sein, einen Moderator zu ernennen, der sicherstellt, dass alle Gruppenmitglieder ihre Ideen und Meinungen äußern können und dass die Diskussionen sachlich und fair verlaufen. Ein weiterer wichtiger Aspekt des gruppendynamischen Verhaltens in der Krise ist die Kommunikation. Es ist entscheidend, dass die Gruppenmitglieder offen und ehrlich miteinander kommunizieren und ihre Ideen und Meinungen klar und deutlich ausdrücken. Missverständnisse und Fehlkommunikation können in einer Krise verheerende Auswirkungen haben und zu schlechteren Entscheidungen führen. Darüber hinaus sollten alle Gruppenmitglieder darauf achten, dass sie eine positive und unterstützende Atmosphäre innerhalb der Gruppe aufrechterhalten. In Krisensituationen kann es leicht zu Frustrationen und Konflikten kommen, aber es ist wichtig, dass die Gruppenmitglieder respektvoll miteinander umgehen und sich gegenseitig unterstützen. Insgesamt gibt es in einer Krise viele Herausforderungen, die Gruppen überwinden müssen, um effektive Entscheidungen zu treffen und gute Ergebnisse zu erzielen. Es ist wichtig, dass Gruppenmitglieder sich ihrer individuellen Verantwortung bewusst sind, alternative Lösungen zulassen und kritische Überlegungen berücksichtigen, um den Ringelmann-Effekt, den HALO-Effekt und die Groupthink-Falle zu vermeiden. Eine offene und ehrliche Kommunikation sowie eine positive und unterstützende Atmosphäre innerhalb der Gruppe sind ebenfalls entscheidend für den Erfolg in Krisensituationen. Keiner mehr da? Wer kümmert sich um die Bewältigung der Situation? Wenn du dir diese Fragen stellst, bist du wahrscheinlich an der Reihe ein Teil der Lösung zu werden. Es ist wichtig, schnell und effektiv zu handeln, um die Sicherheit und das Wohlergehen aller Mitglieder deiner Gemeinschaft zu gewährleisten. Eine der wichtigsten Maßnahmen in dieser Situation ist der Aufbau eines Krisenstabs. In diesem Abschnitt werde ich nur grob anreißen, was beim Aufbau eines Krisenstabs beachtet werden sollte. Zunächst sollte ein geeigneter Ort für den Krisenstab ausgewählt werden. Ideal wäre ein Gebäude, das gut erreichbar ist und genügend Platz für die benötigten Personen bietet, plus Ruheräume sowie Lagerräume für die verschiedenen Teams, die im Lagezentrum dem Krisenstab zur Seite stehen. Eine Versorgung des Personals mit Strom durch ausreichend Generatoren, sowie Lebensmittel und sauberes Wasser muss gewährleistet sein. Als Nächstes ist es wichtig, dass der Krisenstab ausreichend Materialien und Ausrüstung zur Verfügung hat, um die Krise effektiv zu bewältigen. Hierzu gehören Funkgeräte, Notizblöcke, Stifte, Karten, Taschenlampen und weitere Utensilien, die in einer Krisensituation für saubere Planungen benötigt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Struktur des Krisenstabs. Es ist wichtig, dass eine klare Hierarchie und eine eindeutige Aufgabenverteilung vorhanden ist. Die Leitung des Krisenstabs sollte in der Regel von einer Person übernommen werden, die über Erfahrung in Krisenmanagement und -planung verfügt. Darunter sollten die einzelnen Abteilungen und Teams organisiert sein, die sich jeweils auf ihre spezifischen Aufgaben konzentrieren. Um eine 24/7-Überwachung und Reaktionsbereitschaft zu gewährleisten, sollten Schichten eingerichtet werden. Es ist wichtig, dass der Krisenstab rund um die Uhr besetzt ist, um auf alle möglichen Szenarien reagieren zu können. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Kommunikation innerhalb des Krisenstabs und mit anderen Gruppen/Einrichtungen oder Institutionen, die in die Krise involviert sind. Eine klare Kommunikationsstrategie sorgt dafür, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Stand sind und die Informationen schnell und effektiv ausgetauscht werden können. 40. Kleine Tipps und Tricks, wenn du zu Fuß unterwegs bist Du hast nun viel gelernt bis hierher. Wie du dich persönlich vorbereitest, was du in der Gemeinschaft erreichen kannst und wie du einigermaßen glimpflich durch die Krise kommst. Abschließend zum Vorbereitungspart möchte ich auf die Thematik eingehen, wenn du allein oder in der Gruppe von A nach B laufen musst, egal, ob dies freiwillig oder unfreiwillig geschieht, weil es zu unsicher an Punkt A ist (deinem Zuhause) oder weil dein Auto stecken bleibt. Egal, welcher Umstand dich dazu veranlasst, deine sicheren vier Wände zu verlassen, es wird nicht angenehm. Du kannst kein Taxi rufen oder in den nächsten Bus einsteigen. Dein „Fußbus“ ist nun dein einziges „Verkehrsmittel“, das noch funktioniert. Ez: AE Zk 1 TER 7 Marschvorbereitung Vorbereitung zum Marsch Wenn du dich auf einen Marsch vorbereitest, insbesondere durch unsicheres Terrain, ist eine gründliche Vorbereitung von entscheidender Bedeutung. Hier sind einige wichtige Aspekte zu beachten, um sicherzustellen, dass du gut vorbereitet bist: Auswahl der richtigen Ausrüstung: Es ist wichtig, die richtige Ausrüstung für den Marsch auszuwählen. Dein Rucksack sollte groß genug sein, um alle notwendigen Gegenstände zu verstauen, aber dennoch leicht genug, um die Belastung zu minimieren. Achte auf Qualität und Funktionalität der Ausrüstung, einschließlich strapazierfähiger Materialien, robusten Reißverschlüssen und guter Polsterung für Tragekomfort und Schutz. (Siehe Second Line und Third Line). Ziehe dich so an, dass du frierst, wenn du stehst, damit stellst du sicher, dass du in der Bewegung nicht übermäßig schwitzt. Entklappern und Tarnen der Ausrüstung: Vor dem Marsch solltest du sicherstellen, dass deine Ausrüstung richtig entklappert ist. Überprüfe alle Gurte, Schnallen und Befestigungen, um sicherzustellen, dass sie sicher und fest sitzen. Dies beinhaltet auch das Überprüfen von Karabinern, Riemen und anderen Verbindungselementen. Ein ordentliches und gut organisiertes Ausrüstungssystem ermöglicht es dir, schnell auf benötigte Gegenstände zuzugreifen und unnötige Geräusche und Störungen zu vermeiden. Verpacke metallische oder glänzende Gegenstände vorher und klebe sie ab. Geruchstarnung: Deo, Parfüm oder andere Gerüche, die dich in der Natur verraten können, müssen ausbleiben. Getragen Oberbekleidung, welche schon etwas riecht, ist frischer, gewaschener Kleidung vorzuziehen. Auswahl der richtigen Schuhe (Stiefel): Die Wahl der richtigen Schuhe, insbesondere Stiefel, ist von großer Bedeutung für einen Marsch. Achte darauf, dass deine Schuhe gut passen und ausreichend Halt bieten, um Verletzungen und Blasenbildung vorzubeugen. Hochwertige Wanderschuhe oder Stiefel mit guter Unterstützung für Knöchel und Sohlen sind ideal. Stelle sicher, dass du die Schuhe vor dem Marsch ausreichend eingelaufen hast, um Komfort und Vertrauen während des Marsches zu gewährleisten. Ziehe die Schnüre oben nicht zu straff, um kein Abbinden des Fußes zu verursachen. Anpassung der Ausrüstung an die Einsatzumgebung: Je nach Einsatzumgebung und den spezifischen Anforderungen des Marsches musst du deine Ausrüstung anpassen. Dies kann das Hinzufügen von speziellen Ausrüstungsgegenständen wie taktischen Westen, Kletterausrüstung oder witterungsbeständiger Kleidung umfassen. Berücksichtige auch die möglichen Wetterbedingungen und stelle sicher, dass du angemessene Schutzkleidung wie Regenbekleidung oder Sonnenschutzmaßnahmen mitführst. Körperliche Vorbereitung: Dehne dich vor dem Marsch, um Verletzungen zu vermeiden und den Blutfluss zu verbessern. Stelle sicher, dass du ausreichend hydratisiert bist, indem du vor und während des Marsches genügend Wasser trinkst. Mindestens drei Liter solltest du mitführen, um eine gewisse Strecke ohne Pause zurücklegen zu können. Mentale Vorbereitung: Neben der körperlichen Vorbereitung ist auch die mentale Vorbereitung entscheidend. Stelle sicher, dass du dich auf den Marsch konzentrieren kannst, indem du Ablenkungen minimierst und dich auf das bevorstehende Ziel fokussierst. Visualisiere den Erfolg des Marsches und die einzelnen Etappen und Sammelpunkte , entwickle eine positive Einstellung, um Herausforderungen zu bewältigen und Durchhaltevermögen zu zeigen. Kommunikation und Zusammenarbeit: Bei einem taktischen Marsch ist die Kommunikation und Zusammenarbeit mit anderen Teilnehmern von großer Bedeutung. Stelle sicher, dass du die richtigen Funkgeräte oder andere Kommunikationsmittel mitführst, um in Kontakt zu bleiben und wichtige Informationen auszutauschen. Übe auch taktische Kommunikationsverfahren und achte auf klare und präzise Sprache, um Missverständnisse zu vermeiden. Kartenkunde vor dem Marsch ist mit allen Teilnehmern durchzuführen (mindestens aber mit deinem Stellvertreter und Pointer/Erkunder). Tageszeit: Je nach Sicherheitslage kann es nötig werden, dass du dich nur während der Dunkelheit bewegst. Licht sollte hier vermieden werden, maximal sollte Rotlicht bei schlechter Sicht verwendet werden. Abgeklebte Knicklichter mit schwacher Strahlung an der Rucksack-Außenseite sorgen dafür, dass die Gruppenmitglieder sich im Dunkeln folgen können. OFS: hey [=] Lar P, = r hl Handzeichen Handzeichen auf dem Marsch Wenn es um die Kommunikation während deines Marsches geht, sind Handzeichen ein wesentlicher Bestandteil. Diese visuellen Signale ermöglichen eine schnelle und effektive Kommunikation, insbesondere in Situationen, in denen der Einsatz von Funkgeräten oder verbaler Kommunikation nicht möglich oder unpraktisch ist. Hier sind einige wichtige Aspekte zu beachten, wenn es um Handzeichen geht: Allgemeine Prinzipien: Die Verwendung von Handzeichen erfordert Disziplin, Klarheit und eine klare Verständigung zwischen den beteiligten Gruppenmitgliedern. Es ist wichtig, dass alle Einheiten über die gleichen Handzeichen und ihre Bedeutungen informiert sind, um Missverständnisse zu vermeiden. Die Handzeichen sollten einfach, eindeutig und leicht erkennbar sein, um in stressigen und hektischen Situationen effektiv zu sein. Bedeutung der Handzeichen: Es gibt eine Reihe von standardisierten Handzeichen, die von der NATO verwendet werden. Diese umfassen beispielsweise das Stoppzeichen, das Signal zum Vorwärtsgehen, zum Rückwärtsgehen, zum Rechts- und Linksabbiegen, zum Anhalten und zur Bestätigung. Jedes Handzeichen hat eine spezifische Bedeutung, die vorab trainiert und verinnerlicht werden muss, um eine klare Kommunikation zu gewährleisten. Du kannst dir unzählige andere Handzeichen für dich und deine Gruppe dazufügen, es sollte bloß nicht zu Verwechslungen kommen. Ausführung der Handzeichen: Die Ausführung der Handzeichen erfordert klare und deutliche Bewegungen, um von anderen schnell erkannt und verstanden zu werden. Die Handzeichen sollten in einer aufrechten und sichtbaren Position ausgeführt werden, um eine maximale Sichtbarkeit für die beteiligten Einheiten zu gewährleisten. Es ist wichtig, dass die Handzeichen in einer konsequenten und einheitlichen Weise ausgeführt werden, um Verwirrung zu vermeiden. Kommunikation und Koordination: Handzeichen dienen dazu, Informationen schnell und effektiv zu übermitteln, jedoch sollten sie immer in Verbindung mit anderen Kommunikationsmitteln wie Funkgeräten oder Pfiff oder Leuchtsignalen Signalen verwendet werden. Es ist wichtig, dass die Handzeichen in einen Gesamtkommunikationsplan integriert und klare Verfahren für die Verwendung und Interpretation festgelegt werden. Training und Übung: Die effektive Verwendung von Handzeichen erfordert Training und regelmäßige Übung. Gruppenmitglieder müssen mit den verschiedenen Handzeichen vertraut sein und in der Lage sein, sie schnell und präzise auszuführen. Das Training sollte realistische Szenarien umfassen, um den Umgang mit Stresssituationen und die Anwendung der Handzeichen unter realistischen Bedingungen zu üben. Taktisches Bewegen im Gelände mit einer Gruppe Wenn es um das sichere Bewegen im Gelände mit deiner Gruppe geht, gibt es verschiedene Aspekte zu beachten: OFS; A A[x] rr be 1 Marschform. Marschformationen: Die Wahl der richtigen Marschformation ist entscheidend für die Effektivität und Sicherheit der Gruppe. Es gibt verschiedene Arten von Marschformationen, darunter: « Kolonne/Schützenreihe: Hier bewegen sich die Mitglieder hintereinander in einer Linie. Diese Formation eignet sich gut für das Durchqueren von engen Passagen oder dichtem Gelände. Der Vorteil besteht darin, dass die Gruppe kompakt bleibt und die Kommunikation zwischen den Mitgliedern erleichtert wird. Sicherung zu allen Seiten ist gewährleistet durch die Gruppenmitglieder. * Keil: Bei dieser Formation bewegen sich die Mitglieder in einer dreieckigen Formation, wobei der Gruppenführer oder der Kommandant vorn ist. Diese Formation ermöglicht eine bessere Beobachtung der Umgebung und eine schnellere Reaktion auf Bedrohungen. « Schiitzenrudel: Hier bewegen sich die Mitglieder nebeneinander in einer Linie. Diese Formation bietet eine breite Front und eignet sich gut für offenes Gelände, in dem eine gute Sicht und Feuerkraft erforderlich sind. Die Wahl der Marschformation und die Abstände zueinander hängen von der spezifischen Lage, der Anzahl an Mitgliedern und dem Gelände ab. Je dichter oder dunkler die Situation ist, desto näher kommt man zusammen, je heller die Umgebung, mit wenig Deckung und weiten Sichtstrecken, desto größer werden die Abstände zueinander, um keine „Klümpchen-Bildung“ zu bewirken. Es ist wichtig, dass alle Mitglieder der Gruppe die gewählte Formation verstehen und in der Lage sind, sich entsprechend zu bewegen. Je nach Größe der Gruppe können mehrere Gruppen mit Vor- und Nachhut aufgebaut werden, um „weichere“ Kräfte zu schützen. Weichere Kräfte sind: « Kinder und Frauen + Ältere und Verwundete « Menschen mit schwerem Gerät « Hochwertige Ziele und Personen mit besonderer Bedeutung Sammelpunkte: Lege regelmäßig Sammelpunkte fest, bei welchen du dich mit deiner Gruppe wiederfinden kannst, sollte beim weiteren Marsch etwas vorfallen (Hinterhalt, Ausweichen etc.). Der Sammelpunkt sollte markant sein, sodass dieser bei Tag und Nacht gefunden werden kann. Von diesem dann x Meter entfernt sollten sich die Kräfte sammeln. Der Erste, der ankommt, baut die Sicherung auf und überwacht das Eintreffen der anderen Teile. Jedes Mitglied meldet sich per Funk oder Lichtsignalen etc. vor dem Erreichen des Punktes an. Ein Ablauf zur Aufnahme der Kräfte sollte vorher erfolgen, um nicht in eine Falle zu tappen. Überqueren von Wegen und Straßen: Beim Überqueren von Wegen und Straßen ist Vorsicht geboten, da dies potenziell gefährliche Situationen sein können. Hier sind einige wichtige Punkte zu beachten: « Vorherige Beobachtung: Bevor die Gruppe eine Straße überquert, ist es wichtig, die Umgebung zu beobachten und mögliche Bedrohungen zu identifizieren. Überprüfe den Verkehr und achte auf verdächtige Aktivitäten. Sicherungen links und rechts des Weges müssen vorher aufgebaut werden. Dies kann man in der Bewegung machen oder stationär veranlassen, je nach zeitlichem Druck und Lage. « Marschbefehle: Der Gruppenfiihrer oder der Kommandant gibt klare Marschbefehle, um den Zeitpunkt und die Art der Überquerung zu bestimmen. Dies kann beispielsweise das gleichzeitige Überqueren in einer geordneten Formation oder das Überqueren einzeln oder in kleinen Gruppen sein. + Schnelle Uberquerung: Es ist wichtig, Wegen und Straßen schnell zu überqueren, um die Aufmerksamkeit potenzieller Bedrohungen zu minimieren. Halte die Gruppe eng zusammen und achte auf alle Richtungen. Sollte die Straße oder gar Kreuzung zu gefährlich sein, umgehe diese und laufe lieber am Wegesrand innerhalb des Waldes weiter. Überqueren von Bächen und Flüssen: Das Überqueren von Bächen und Flüssen erfordert spezielle Techniken und Vorsichtsmaßnahmen, um die Sicherheit der Gruppe zu gewährleisten. Hier sind einige Punkte zu beachten: e Vorbereitung: Bevor die Gruppe einen Bach oder Fluss überquert, sollten geeignete Ausrüstung und Hilfsmittel wie Seile oder Planen bereitgestellt werden. Die Gruppe sollte auch über Schwimmwesten oder andere Schutzausrüstung verfügen, falls erforderlich. Mithilfe eines gut gepackten Rucksacks, welcher wasserdicht verpackt ist, und einer kleinen Plane kann man selbst schwerste Rucksäcke mühelos ans andere Ufer bringen. Hast du Zeit, wechsle die Schuhe und schwimme mit deinen leichten Wechselschuhen durch den Bach/Fluss. « Beurteilung der Durchquerbarkeit: Beurteile die Durchquerbarkeit des Gewässers sorgfältig, einschließlich der Tiefe, Strömungsgeschwindigkeit und des Untergrunds. Berücksichtige auch mögliche Hindernisse wie Felsen oder Baumstämme im Wasser. Wenn möglich, suche nach geeigneten Stellen zum Überqueren, wie flachere Bereiche oder Brücken. « Gruppenorganisation: Teile die Gruppe in kleinere Einheiten auf, um ein sicheres und effizientes Überqueren zu ermöglichen. Dies kann bedeuten, dass du Mitglieder als Vorkommando auf die andere Seite schickst, welche eine gute „Landungszone“ erkunden und dann sichern, während die anderen allein oder zu zweit langsam nachkommen. « Sicherheitshinweise: Gib klare Anweisungen zur Sicherheit während des Überquerens. Dazu gehört beispielsweise, dass die Mitglieder ihre Ausrüstung ordnungsgemäß sichern, vorsichtig auf rutschigen Steinen oder glatten Untergründen sind und sich gegenseitig unterstützen, falls jemand ins Wasser fällt. + Kommunikation: Stelle sicher, dass während des Überquerens eine klare Kommunikation zwischen den Mitgliedern der Gruppe aufrechterhalten wird. Verwende Handzeichen oder vereinbarte Zeichen, um wichtige Informationen wie die Tiefe des Wassers oder Hindernisse zu kommunizieren. + Nachkontrolle: Überprüfe nach dem Überqueren des Gewässers alle Mitglieder der Gruppe, um sicherzustellen, dass sie sicher und unverletzt angekommen sind. Führe gegebenenfalls Erste-Hilfe- Maßnahmen durch und setze die Mission fort. Du kannst natürlich über längere Strecken nicht ununterbrochen marschieren, irgendwann musst du Pause machen oder gar schlafen. Ein einfacher 20 km-Weg in der Pre-Impact-Phase von A nach B dauert vielleicht drei bis fünf Stunden. In der Krise kann es den ganzen Tag dauern und Umwege von weiteren Kilometern bedeuten, da du langsamer wirst und Gefahren ausweichst. Pausen und Schlafen im unsicheren Gelände Wenn es um Bewegungen im unsicheren Gelände geht, ist die Fähigkeit, taktische Pausen einzulegen und effektiv zu schlafen, von entscheidender Bedeutung. Deine Gruppenmitglieder müssen in der Lage sein, Verfolger abzuschütteln, sichere Schlafplätze einzurichten, und jederzeit bereit sein, auf Bedrohungen zu reagieren. Hier sind einige Techniken und Empfehlungen, um taktische Pausen und das Schlafen im unsicheren Gelände zu bewältigen: Verfolger abschütteln: Wenn deine Mitglieder den Verdacht haben, dass sie von feindlichen Kräften verfolgt werden, ist es wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Spuren zu verwischen und ihre Verfolger abzuschütteln. Dazu gehört das Ändern der Laufwege, das Hinterlassen von falschen Spuren und das Vermeiden von offensichtlichen Verstecken. Sie sollten ihre Bewegungen minimieren und vorsichtig sein, um Geräusche zu vermeiden, die ihre Position verraten könnten. Eine gute Technik hierzu nennt man „Fish Hook“. Der Begriff „Fish Hook“ im militärischen Kontext bezieht sich auf eine taktische Methode, um Verfolger abzuschütteln oder aufzulauern. Das Konzept des Fish Hooks basiert auf dem Prinzip des Lockens und Führens von feindlichen Kräften in eine vorbereitete Falle. Im Wesentlichen wird eine Formation oder eine Einheit, die von Verfolgern bedrängt wird, ihre Marschrichtung abrupt ändern und eine Art Haken oder Krümmung in ihrem Bewegungsmuster erzeugen, ähnlich der Form eines Fischhakens. Diese Taktik dient dazu, die Verfolger dazu zu verleiten, der Formation weiterhin zu folgen und dabei ihre Aufmerksamkeit auf die scheinbar fortgesetzte Bewegung zu lenken. Sobald die Formation jedoch den gewünschten Punkt erreicht hat, wird die Falle ausgelöst. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass die Formation sich plötzlich in eine vorbereitete Kampfstellung begibt, um den Verfolgern eine Falle zu stellen. Alternativ kann die Formation auch an einem vorher festgelegten Punkt Halt machen und eine Hinterhaltposition einnehmen, um die Verfolger zu überraschen. Die Idee hinter dem Fish Hook ist es, die Verfolger in die Irre zu führen, sie zu einer vorherbestimmten Stelle zu locken und dann ihre eigenen Taktiken gegen sie einzusetzen. Es erfordert genaue Planung, Koordination und Kommunikation innerhalb der Formation, um den Fish Hook erfolgreich durchzuführen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass der Fish Hook eine risikoreiche Taktik ist, die eine genaue Kenntnis des Geländes, eine gute Aufklärung über die feindlichen Kräfte und eine sorgfältige Planung erfordert. Eine gründliche Vorbereitung, gute Kommunikation und diszipliniertes Handeln sind entscheidend, um den Fish Hook erfolgreich durchzuführen und die eigenen Kräfte effektiv zu schützen. Horchhalt einlegen Der Begriff des „Horchhalt“ bezieht sich auf eine taktische Maßnahme, bei der eine Gruppe oder ein Individuum an einem bestimmten Ort verbleibt, um potenzielle Verfolger abzuschütteln oder ihnen aufzulauern. Ein Horchhalt kann sowohl aktiv als auch passiv eingesetzt werden, abhängig von den Umständen und den beabsichtigten Zielen. Abschütteln von Verfolgern: Wenn du eine gewisse Zeit auf dem Marsch zurückgelegt hast oder den Verdacht hast, von feindlichen Kräften verfolgt zu werden, kann ein Horchhalt eingerichtet werden, um die Verfolger abzuschütteln oder aufzulauern. Dabei findet die Einheit einen geeigneten Ort, um sich zu verstecken und die Verfolger vorbeizulassen. Dies kann beispielsweise ein dichtes Gebüsch oder ein unzugängliches Gelände sein. Während die Verfolger vorbeiziehen, nutzt die Einheit die Gelegenheit, um euch unbemerkt zu entfernen und eure Spuren zu verwischen. Aufbauen einer Lauerstellung: In anderen Situationen kann ein Horchhalt genutzt werden, um eine Lauerstellung einzurichten und den Verfolgern aufzulauern. Die Einheit sucht einen taktisch günstigen Ort, von dem aus sie die Verfolger beobachten und deren Absichten besser einschätzen kann. Dies ermöglicht es der Einheit, Informationen zu sammeln, die Kommunikation der Verfolger abzuhören oder eine mögliche Gegenaktion vorzubereiten. Dabei ist es wichtig, dass der Horchhalt gut getarnt ist und die eigene Präsenz nicht preisgibt, um die Überraschung zu wahren. In beiden Fällen ist die Wahl des Horchhalt-Ortes entscheidend. Er sollte eine gute Sicht auf das umliegende Gelände bieten, ausreichende Deckung und Tarnung bieten und zugleich eine schnelle und unerkannte Abreise ermöglichen. Der Horchhalt erfordert eine disziplinierte Vorgehensweise, Ruhe und Geduld, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Lager errichten Der militärische Begriff der Patrol Base bezieht sich auf die Einrichtung eines vorübergehenden Lagers durch eine Einheit, um Ruhe, Schutz und Sicherheit zu gewährleisten. Eine Patrol Base wird typischerweise im unsicheren Gebiet errichtet und dient als Operationsbasis für taktische Aufgaben und die Durchführung weiterer Missionen oder einfach nur zur Kräfteschonung für den weiteren Marsch zum Hauptziel. Das Beziehen einer Patrol Base erfolgt unter Eigensicherung, das bedeutet, dass deine Einheit selbst für ihre Sicherheit und Verteidigung verantwortlich ist. Es gibt keine erwartete Unterstützung von außen und die Gruppe muss autonom handeln, um potenzielle Bedrohungen abzuwehren. Bei der Einrichtung einer Patrol Base sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Zunächst wird ein geeigneter Standort ausgewählt, der natürliche Deckung, gute Sichtlinien und operative Vorteile bietet. Dies kann beispielsweise ein bewaldetes Gebiet, ein Hügel oder eine Geländevertiefung sein. Geh dahin, wo du normalerweise nie hingehen würdest. Der Gegner geht meistens auch nur den Weg des geringsten Widerstands. Die Sicherheitsvorkehrungen umfassen das Errichten von Verteidigungslinien und Schutzstellungen, um die Zugänge zur Patrol Base zu kontrollieren und potenzielle Angriffe abzuwehren. Die patrouillierende Einheit führt regelmäßige Sicherheitspatrouillen durch, um den umliegenden Bereich zu überwachen und potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen. Während des Aufenthalts in der Patrol Base sind strenge Sicherheitsprotokolle einzuhalten. Dies beinhaltet die Wahrung von Funkstille, um die eigene Position nicht preiszugeben, das Einhalten von Lichtdisziplin, um die Sichtbarkeit zu minimieren, sowie die Durchführung von Wachschichten, um eine kontinuierliche Überwachung zu gewährleisten. Bevor die Gruppe sich schlafen legt, müssen mindestens zwei entgegengesetzte Sammelpunkte erkundet werden, welche im Falle eines Angriffs schnell erreicht werden können. Diese erhalten ein internes Codewort, welches je nach Angriffsrichtung des Gegners ausgerufen wird. Die Patrol Base dient nicht nur als sicherer Ruheplatz, sondern ermöglicht auch die Planung und Koordination weiterer Einsätze. Hier können taktische Besprechungen abgehalten, Ausrüstung überprüft und Informationen ausgewertet werden. Gleichzeitig dient sie als Ausgangspunkt für Aufklärungs- oder Angriffsoperationen. Die Eigensicherung einer Patrol Base erfordert Disziplin, Einsatzbereitschaft und gute Zusammenarbeit innerhalb der Einheit. Jedes Gruppenmitglied hat klare Aufgaben und Verantwortlichkeiten, um die Sicherheit der gesamten Einheit zu gewährleisten. Die Zuwege der Patrol Base werden ständig überwacht, zudem ist je Flanke eine weitere Sicherung ausgelegt. Die Gruppenmitglieder können im Notfall aus ihren Schlafsäcken 360 Grad in Sicherung gehen, bzw. den Feuerkampf aufnehmen. Eine klassische Dreierteilung erfolgt hier wie auch während der Krisenzeit allgemein: Arbeiten Sichern Schlafen Aufstellen von Wachposten: Bevor sich die Gruppe zur Ruhe begibt, ist es ratsam, einen oder mehrere Überwachungsposten (je nach Gruppengröße) einzurichten, um frühzeitig vor feindlichen Annäherungen gewarnt zu werden. Diese Posten sollten günstig platziert werden, um ein weites Sichtfeld zu haben und gleichzeitig vor Entdeckung geschützt zu sein. Alle Mitglieder sollten sich abwechseln, um die Wachsamkeit aufrechtzuerhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Auswahl eines sicheren Schlafplatzes: Beim Beziehen eines Schlafplatzes im unsicheren Gelände ist es wichtig, sich an geschützten Orten aufzuhalten, die die Sichtbarkeit minimieren. Natürliche Deckung wie Felsen, Dickicht oder Hohlwege können genutzt werden, um die Wahrscheinlichkeit einer Entdeckung zu verringern. Die Gruppenmitglieder sollten auch darauf achten, dass ihr Schlafplatz nicht in unmittelbarer Nähe von potenziellen Gefahrenquellen wie Straßen, Pfaden oder Wasserquellen liegt. Bereitstellung von schnell einsatzbereiter Ausrüstung: Bevor deine Gruppe sich zur Ruhe begibt, sollte sie sicherstellen, dass die Ausrüstung schnell griffbereit ist, falls sie schnell reagieren müssen. Dies umfasst Waffen, Funkgeräte und die taktische Ausrüstung. Ein gut organisierter und leicht zugänglicher Schlafplatz ermöglicht es deinem Team, schnell zu handeln, wenn es erforderlich ist. Alle Schlafplätze sollten mit wenigen Handgriffen entfernt und eingepackt werden können. Geschlafen wird immer mit Stiefeln an (maximal leicht gelockert) sowie Hose und Oberbekleidung am Körper. Taktische Pausen und das Schlafen im feindlichen Gelände erfordern Voraussicht, Wachsamkeit und strategisches Denken. Durch die Anwendung dieser Techniken und Empfehlungen kann die Sicherheit gewährleistet werden und gleichzeitig die notwendige Ruhe und Erholung stattfinden, um deine Mission bzw. Marsch erfolgreich fortzusetzen. Orientierungshalt Du hast kein Navi oder Handy, um von A nach B zu kommen. Karte und Kompass sind deine einzigen verbliebenen Freunde. Deswegen wirst du öfter mal auf die Karte schauen müssen, um von einem Sichtpunkt oder markanten Geländepunkt zum nächsten zu kommen. Ein taktischer Orientierungshalt ist hierbei also besonders wichtig, da du nicht einfach die Taschenlampe anmachen oder auf der Freifläche eine Pause hierfür einlegen kannst. Der Orientierungshalt ist jedoch eine wichtige Maßnahme, um die Orientierung und Lagebestimmung während einer Operation oder eines Marsches sicherzustellen. Hier sind einige Schritte, um einen taktischen Orientierungshalt durchzuführen: 1. Auswahl des geeigneten Standorts: Wähle einen Ort, der sicher ist und ausreichend Deckung und Schutz bietet, um ungestört arbeiten zu können. Der Ort sollte idealerweise erhöht liegen, um eine gute Sicht auf die Umgebung zu haben. 2. Sicherung des Geländes: Stelle sicher, dass der Bereich um den Orientierungshalt abgesichert ist, um unerwünschten Zugang von außen zu verhindern. Dazu können Sicherungsposten oder Patrouillen eingesetzt werden, um die Perimeter Kontrolle zu gewährleisten. 3. Kommunikation: Richte eine effektive Kommunikation innerhalb der Einheit ein, um die Koordination während des Orientierungshalts sicherzustellen. Funkgeräte oder andere Kommunikationsmittel sollten ordnungsgemäß eingerichtet und getestet werden. Handzeichen und andere Sichtzeichen sind jedoch dem Funkgerät auf kleinem Raum vorzuziehen. 4. Karten und Kompass: Überprüfe deine Karten und Kompass, um sicherzustellen, dass diese sauber, trocken sowie noch funktionsfähig sind. Richte die Karte immer nach Norden aus und beachte, dass alles Metallische entfernt wird, was den Kompass beeinträchtigen kann. Vergewissere dich, dass alle relevanten Mitglieder auf die Karte schauen können und alle den gleichen Sachstand haben, bevor ihr wieder aufbrecht. 5. Lagebesprechung: Führe eine Lagebesprechung durch, um sicherzustellen, dass alle Mitglieder der Einheit über die aktuelle Situation, Ziele und Aufgaben informiert sind. Dies ermöglicht, eventuelle Änderungen oder Anpassungen vorzunehmen. Diejenigen, die auf die Karte schauen, werden zugedeckt vom sogenannten „Ponchomann“. Dieser stellt sicher, dass kein Licht nach außen durchsickert und die Teammitglieder innerhalb der „Kuppel“ auch mit Weißlicht arbeiten können (um auch Höhenlinien besser zu erkennen). Das Licht wird erst angeschaltet, sobald die Plane/Poncho überall dicht gemacht wurde. Umgekehrt genauso. Ist die Planung vorbei, wird das Licht ausgemacht und der „Ponchomann“ entfernt die Plane wieder. 6. Auffrischung der taktischen Verfahren: Nutze den Orientierungshalt, um die taktischen Verfahren, Signale und Codes innerhalb der Einheit zu überprüfen und zu üben. Dies stellt sicher, dass alle Mitglieder mit den gängigen Verfahren vertraut sind und diese im Ernstfall reibungslos umsetzen können. 7. Nachschub und Planung: Nutze den Orientierungshalt, um Nachschub oder Ausrüstung aufzufüllen, falls erforderlich. Überprüfe auch die weiteren Pläne und Ziele der Operation/Marsches und passe diese gegebenenfalls an. 8. Ausrichtung und Marschfortsetzung: Sobald der Orientierungshalt abgeschlossen ist, stelle sicher, dass alle Mitglieder der Einheit wieder ausgerichtet sind und sich bewusst sind, welcher Kurs oder welche Route fortgesetzt werden soll. Setze den Marsch oder die Operation fort. Ein taktischer Orientierungshalt ist von großer Bedeutung, um die Sicherheit und Effektivität deiner Mitglieder während eines Marsches zu gewährleisten. Durch eine sorgfältige Planung und Durchführung können Unklarheiten beseitigt und die Orientierung innerhalb der Gruppe erhalten bleiben. Stresscodes und Passwörter Wenn es wild zugeht und du im Dunkeln oder unsicheren Gelände unterwegs bist, kannst du natürlich auch auf andere treffen auch auf solche, die nichts Gutes wollen. Die Verwendung von Stresscodes am Funk und die Verwendung von Passwörtern unter Mitgliedern im Gelände bei unklarer Feind-/Freundlage ist hierbei überlebenswichtig. Diese beiden Sicherheitsmaßnahmen sind entscheidend, um eine effektive Kommunikation und eine sichere Zusammenarbeit zu gewährleisten. Stresscodes am Funk sind vordefinierte Codewörter oder Phrasen, die verwendet werden, um wichtige Informationen schnell und präzise zu übermitteln oder um deinem Gegenüber klarzumachen, dass du nicht mehr „frei sprechen kannst“ (Geisel/Gefangener). In stressigen oder kritischen Situationen kann die Kommunikation über den Funk schwierig sein. Durch die Verwendung von Stresscodes können Missverständnisse vermieden und klare Anweisungen gegeben werden. Es gibt offene und eindeutige Codes wie „Mayday“, welches bedeutet, dass sich eine Person in einer lebensbedrohlichen Situation befindet und sofortige Hilfe benötigt. Und es gibt Stresscodes, welche eher subtil gegeben werden, ohne dass man die Intention als Außenstehender mitbekommt. Beispielsweise kann man während des Satzes etwas einwerfen, dass sich für den Geiselnehmer normal anhört, woran jedoch der gegenüberliegende Empfänger genau erkennt, dass hier eine Notsituation vorliegt. Es ist wichtig, dass alle Teammitglieder die Bedeutung der Stresscodes kennen und in der Lage sind, angemessen darauf zu reagieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Sicherheit im Gelände bei Nacht ist die Verwendung von Passwörtern. Wenn ein Teammitglied in ein Gebiet eintritt, in dem andere Teammitglieder bereits aktiv sind, ist es wichtig, dass es sich identifizieren kann, um Verwechslungen oder unerwünschte Eindringlinge zu vermeiden. In solchen Situationen können Passwörter verwendet werden, um die Identität zu bestätigen. Ein Passwort könnte beispielsweise eine bestimmte Phrase oder ein spezifisches Codewort sein, das nur den Teammitgliedern bekannt ist. Wenn jemand das Passwort nicht kennt, wird er als potenzielle Bedrohung betrachtet und kann entsprechend behandelt werden. Es ist von großer Bedeutung, dass alle Mitglieder eines Teams gut geschult sind und die Bedeutung von Stresscodes und die Verwendung von Passwörtern verstehen. Regelmäßige Übungen und Schulungen sollten durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass jeder mit diesen Sicherheitsmaßnahmen vertraut ist. Darüber hinaus ist es wichtig, die Stresscodes und Passwörter regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf zu aktualisieren, um die Sicherheit zu gewährleisten. Insgesamt können Stresscodes am Funk und Passwörter unter Mitgliedern im Gelände bei Nacht dazu beitragen, die Kommunikation zu verbessern und die Sicherheit zu erhöhen. Diese Maßnahmen sollten als integraler Bestandteil jeder Teamarbeit betrachtet werden, um effektiv auf Situationen reagieren zu können und das Risiko von Missverständnissen oder unerwünschten Eindringlingen zu minimieren. Gefahr durch Hinterhalte und Handstreiche Um nicht selbst in eine Falle deines Gegners zu tappen, solltest du die effektiven Taktiken des Hinterhalts und des Handstreichs kennen, die von allen Gruppen in unsicheren Zeiten angewendet werden. Diese Techniken sind entscheidend, um überraschende Angriffe auf seinen Feind durchzuführen und einen taktischen Vorteil zu erlangen. Der Hinterhalt ist eine bewährte Methode, um den Feind aus der Deckung heraus anzugreifen. Bei einem Hinterhalt positioniert sich eine Gruppe an einem strategisch günstigen Ort, der für den Feind schwer einzusehen oder zu erreichen ist. Das Hauptziel besteht darin, den Feind zu überraschen und in eine verwundbare Position zu bringen. Die Mitglieder im Hinterhalt warten geduldig, bis der Feind in ihre Reichweite kommt, und eröffnen dann das Feuer mit maximalem Effekt. Eine erfolgreiche Ausführung eines Hinterhalts erfordert präzise Planung, Teamarbeit und die Fähigkeit, stillzubleiben und den richtigen Moment abzuwarten. Es gibt verschiedene Arten von Hinterhalten, die von Mitgliedern in unsicheren Gebieten eingesetzt werden. Jeder Hinterhalt hat seine eigenen Besonderheiten und wird basierend auf den spezifischen Bedingungen und Zielen angepasst. Hier sind einige der gängigsten Arten von Hinterhalten: 1. Stationärer Hinterhalt: Bei dieser Art von Hinterhalt positioniert man sich an einem vorher ausgewählten Ort und wartet auf den Feind. Der Ort wird sorgfältig ausgesucht, um gute Deckung, Sichtlinien und Fluchtmöglichkeiten zu bieten. Stationäre Hinterhalte werden oft in Verbindung mit Beobachtungsposten oder vorbestimmten Engstellen wie Straßen oder Wegen eingerichtet. Die Soldaten nehmen eine defensive Position ein und nutzen Überraschung und überlegene Feuerkraft, um den Feind zu besiegen. Gängigste Formen sind hier der I, L und U Hinterhalt: I: Eigene Kräfte bilden eine lange Gerade/Strich, an der der Gegner vorbeimuss. Vorteil ist hier, dass so gut wie alle Kräfte gleichzeitig das Feuer eröffnen und halten können. Einsatzgebiete sind hier lange Straßen oder Wege, an denen man aus erhobener Position wirken kann. L: Ähnlich wie I nur mit einer zusätzlichen Flanke um frontal die Kräfte zu binden, um diese dann von der jeweiligen anderen Flanke zu überrennen oder kampfunfähig zu schießen. U: Eine Umzingelung des Gegners erfolgt. Die eigenen Kräfte können unter Beachtung ihres Schusskanals den Gegner von fast allen Seiten bekämpfen. Einsatzgebiete im urbanen Gelände sowie hügeligen/bergigen Gegenden. Alle Formen sind immer vom Gelände und Anzahl der eigenen Kräfte sowie Bewaffnung abhängig. 2. Beweglicher Hinterhalt: Bei einem beweglichen Hinterhalt operieren die Mitglieder aktiv und suchen den Feind aktiv, um ihn anzugreifen. Diese Art von Hinterhalt kann effektiv sein, um sich schnell an die Bewegungen des Feindes anzupassen und ihn in eine verwundbare Position zu bringen. Bewegliche Hinterhalte erfordern eine hohe Mobilität und Flexibilität, da die Mitglieder in der Lage sein müssen, sich schnell zu bewegen und ihre Positionen zu ändern. 3. Riegelhinterhalt: Ein Riegelhinterhalt wird häufig eingesetzt, um den Feind an einem bestimmten Punkt zu blockieren oder zu umzingeln. Dabei werden Mitglieder auf beiden Seiten eines Engpasses oder einer Route positioniert, um den Feind einzuschließen. Der Riegelhinterhalt ist besonders effektiv, um den Feind zu überraschen und seine Bewegungsfreiheit einzuschränken. Die Mitglieder nutzen ihre überlegene Feuerkraft und Positionierung, um den Feind zu besiegen oder gefangenzunehmen. 4. Abfanghinterhalt: Diese Art von Hinterhalt wird verwendet, um den Feind während seines Vorstoßes oder Rückzugs zu überraschen und zu attackieren. Die Mitglieder wählen strategische Positionen, um den Feind zu antizipieren und ihn in eine Falle zu locken. Der Abfanghinterhalt erfordert präzise Planung, Kenntnis der Bewegungsmuster des Feindes und schnelle Reaktionen, um den Feind effektiv zu besiegen. Es ist wichtig zu beachten, dass die Wahl des Hinterhalts von verschiedenen Faktoren abhängt, darunter die Geländebeschaffenheit, die verfügbare Zeit, die Stärke des Feindes und die spezifischen Ziele der Mission. Deine Gruppe muss diese Faktoren berücksichtigen und ihre Taktiken an die gegebenen Umstände anpassen, um den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Die Handstreich-Technik hingegen ist darauf ausgerichtet, schnell und leise eine feindliche Position zu überrennen. Im Gegensatz zum Hinterhalt erfolgt ein Handstreich in der Regel ohne vorherige Warnung oder Feuereröffnung. Die Mitglieder nähern sich unbemerkt dem Ziel und nutzen das Überraschungselement, um den Feind zu überwältigen. Geschwindigkeit und Effizienz sind hierbei von großer Bedeutung, da das Ziel darin besteht, den Feind auszuschalten, bevor er eine Verteidigung aufbauen kann. Die Handstreich-Technik erfordert eine gründliche Erkundung des Geländes, eine präzise Koordination unter den beteiligten Mitgliedern und eine klare Aufgabenverteilung, um die Zielpersonen schnell zu eliminieren. Beide Techniken erfordern ein hohes Maß an Training, Disziplin und Verständnis der Umgebung, in der der Einsatz stattfindet. Deine Mitglieder müssen in der Lage sein, sich in feindlichen Gebieten leise und unauffällig zu bewegen, sich effektiv zu tarnen und die Bewegungen des Feindes zu analysieren. Darüber hinaus müssen sie über eine ausgezeichnete Schießfertigkeit verfügen, um schnell und präzise zu agieren, da Munition knapp ist und ihr zudem schnell sein müsst (und meist in der Unterzahl seid). Dies sind bisher nur einfachste Infanterie-Kenntnisse ohne direkten Spezialkräfte-Bezug. Diesen brauchst du auch gar nicht, denn dein Ziel sollte immer die Minimierung oder Umgehung eines Kampfes sein. Es geht darum, temporäre und lokale Krisen und Krisenherde durchzustehen oder zu durchlaufen, um sicher an dein Safehouse zu gelangen. Kapitel 04 - Fazit und Anhänge 1. Fazit OFS; A [=] = irk HF, a 3A x J ok [=] es gt Schlusswort Ich habe dir, lieber Leser, nun einen kleinen Einblick in die Welt der persönlichen Vorsorge gegeben. Dieses Buch sollte fiir dich eine umfassende und praxisnahe Anleitung sein, um effektiv mit Krisensituationen, speziell mit dem Blackout und anderen Folgeerscheinungen umzugehen. Durch die detaillierte Darstellung von Fallstudien und bewährten Strategien hast du einen fundierten Einblick in die Welt des Krisenmanagements erhalten und hoffentlich wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Das solltest du bisher gelernt haben: Krisen sind unvermeidlich und eine adäquate Vorbereitung und schnelle Reaktion ist von entscheidender Bedeutung. Die Bedeutung eines effektiven Krisenmanagements, das auf klaren Kommunikationskanälen, Teamarbeit und schnellen Entscheidungen basiert, wurde verdeutlicht. Darüber hinaus hast du gelernt, dass eine systematische Analyse der Krisensituation, die Identifikation der Hauptakteure und das Festlegen klarer Ziele und Maßnahmen wesentliche Schritte auf dem Weg zur Lösung sind. Du solltest erkannt haben, dass man allein nur sehr schwer, wenn überhaupt überleben kann. Die Gruppe und der Wille zum Überleben stehen in der Krise über dem Einzelnen. Deine persönlichen Skills jedoch sorgen dafür, dass du für andere ein Vorbild und Lebensretter sein kannst. Es ist wichtig, dass du die erworbenen Kenntnisse zeitnah in die Praxis umsetzt. Die Entwicklung eines maßgeschneiderten Krisenplans für dich, deine Familie oder dein Unternehmen sollte eine Priorität sein. Dieser Plan sollte die potenziellen Krisenszenarien berücksichtigen, klare Zuständigkeiten und Kommunikationswege definieren und Notfallmaßnahmen festlegen. Du solltest auch bestehende Sicherheits- und Risikomanagementprozesse überprüfen und gegebenenfalls aktualisieren, um auf zukünftige Krisen besser vorbereitet zu sein. Insgesamt sollte das Buch dein Leitfaden für Krisenmanagement sein, der dir erforderliche Werkzeuge und Kenntnisse an die Hand gibt, um effektiv auf Krisensituationen zu reagieren. Indem du das Gelernte zeitnah anwendest und einen proaktiven Ansatz für das Krisenmanagement verfolgst, kannst du deine Resilienz und deiner Gruppe stärken und künftige Krisen erfolgreich bewältigen. Setze dich jedoch nicht unter Druck, wenn du beim ein oder anderen Thema etwas länger brauchst, verzage nicht. Gib immer dein Bestes und setz dir lieber täglich kleine Ziele als ewig den großen hinterherzurennen, um dann auf halber Strecke die Lust oder Luft (Ressourcen) zu verlieren. Ich hoffe, du konntest etwas mitnehmen, konntest einen Eindruck auch meiner täglichen Arbeit erhaschen. Dies war nun mein erstes Buch, es hat länger gedauert als gedacht, wir haben es nun Ende Oktober und im Kopf schwirren schon die nächsten Ideen herum. Bleib‘ gesund, kritisch und wissbegierig. Dein Grey Man des Vertrauens PS: Vielleicht ging es in diesem Buch gar nicht primär um den Blackout. Möglicherweise habe ich die Darstellung dieses Szenarios nur als Vehikel genutzt, um dich mit den wichtigen Grundlagen vertraut zu machen, die du bald benötigen könntest. Hätte ich versucht, die kommende Realität direkt anzugehen und darüber ein Buch zu schreiben, wärst du vielleicht vor Angst oder Unglauben erstarrt und hättest dich von anderen Themen ablenken lassen. So jedoch hast du bereits die notwendigen Fertigkeiten erworben, um dich und deine Liebsten sicher durch die „Nacht“ zu begleiten. Der Rest liegt nun in deinen Händen. Verzeihe mir diesen Kniff, denn in dieser Welt gibt es keine festen Regeln nichts ist wahr und alles ist erlaubt, wenn es dazu dient, das Wissen und die Vorbereitung zu fördern. 2. Danksagung Mit dem Abschluss dieses Buches, „Wenn die Nacht kommt“, möchte ich meine tiefe Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Die Entstehung dieses Werkes war geprägt von intensiven Monaten des Schreibens, die oft Hand in Hand mit einer anspruchsvollen 90-Stunden-Woche gingen. In dieser Zeit haben einige außergewöhnliche Menschen meinen Weg begleitet und meinen Stresspegel ertragen, wofür ich mich von Herzen bedanken möchte. Zuallererst gebührt mein Dank dem Grafik- und Lektoratsteam des BIA Ver- lags, insbesondere Lisa, die unermüdlich die Kapitel überprüft und die grafische Aufbereitung übernommen hat. Gleichzeitig hat sie die Kommunikation mit den Fachberatern im In- und Ausland aufrechterhalten. Ihre Hingabe und Professionalität waren entscheidend für die Vollendung dieses Buches. Des Weiteren möchte ich dem Kommando Spezialkräfte meinen aufrichtigen Dank aussprechen. Die Ausbildung und die Erkenntnis, dass der Wille der Schlüssel zum Erfolg ist, haben mein Leben bereichert. Die Lehren über Disziplin und Einsatzbereitschaft haben mich geprägt und gezeigt, dass wir unsere eigenen Grenzen setzen können. Zuletzt möchte ich den diskreten Gesellschaften und Diensten im Hintergrund meine Wertschätzung entgegenbringen. Ihre langfristige strategische Planung und ihr brüderlicher Austausch, unabhängig von Herkunft und Religion, haben mir gezeigt, dass gemeinsame Ziele und Demut die Grundlagen für wahre Erkenntnis sind. Ich fühle mich geehrt, ein Leben lang ein Lehrling auf der Suche nach dem Licht zu sein. Danke an euch alle für eure Unterstützung, eure Geduld und eure inspirierende Präsenz während dieser Reise. Dieses Buch trägt eure Handschrift und ist ein Zeugnis unserer gemeinsamen Anstrengungen. Möge es die Leser ebenso berühren und inspirieren, wie ihr mich inspiriert habt. In tiefer Dankbarkeit, Andre Schmitt 3. Checklisten 3.1. Hausapotheke - Das sollte vorhanden sein « Splitter- und Zeckenpinzette + Haut- und Wunddesinfektionsmittel « Blasenpflaster + Einmalhandschuhe / FFP3-Masken + Verbandsmaterial (DIN 13164-Verbandkasten) 3.2. Haushaltswaren & Lebensmittel fiir 1 Person, ausreichend fiir ca. 3 Monate, anpassbar an deine Situation + 45 kg Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel, Hafer ganz! + 300 g Trockenhefe, kleine Beutel + 300 g Backpulver « 12x Eipulver (12 x125 g = 12 x 10 Eier) + 20 kg Reis in 10 kg-Sacken « 15 kg Spaghetti 1kg-Packungen + 4 kg Suppennudeln + 4 Gläser Oliven o Lorbeerblätter 0 Zimt o Salz & Pfeffer o Cayenne Roter Pfeffer o Chili o Knoblauch Oo Kreuzkiimmel o Senfpulver o Oregano 0 Zwiebel Oo Rosmarin Vakuumverpackt und am besten am Stück, nicht als Puder (später zerkleinern). Verpackungen beachten (Ablaufdatum). 3.3. Fluchtrucksack 4. Links zum Selbststudium Hier habe ich einige Links, die ich ebenfalls für das Selbststudium genutzt habe, für dich aufgeschrieben. Ich hoffe, du kannst weiterhin viel Mehrwert daraus ziehen. 1. Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Blackout Vorsorge https://www.bbk.bund.de/ 2. Stromausfall Wie kann ich mich vorbereiten? https://www.verbrau-cherzentrale.de 3. Notfallvorsorge Blackout-Vorsorge https://www.bundesregierung.de/ 4. Vorsorge fiir den Stromausfall: Tipps vom Bundesamt fiir Bevolkerungsschutz https://www.bmwi.de/ 5. Notvorrat und Blackout Vorsorge: Was Sie wissen müssen https:// www.finanztip.de/ 6. Blackout Vorsorge: Was tun bei Stromausfall? https: //www.stromaus-fall.org/ Hier sind einige Links zum Thema Krisenvorsorge: 1. Bundesamt fiir Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Informationen zur Krisenvorsorge und Notfallvorsorge: https://www. bbk.bund.de/ 2. Die Johanniter - Tipps zur Krisenvorsorge: https://www.johanniter.de/ 3. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) - Ratgeber fiir Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen: https://www.bmi.bund.de/ 4. Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Ratgeber für Notfallvorsorge und Krisenmanagement: https://www.drk.de/ 5. Verbraucherzentrale Checkliste für die Krisenvorsorge: https://www. verbraucherzentrale.de/ 6. Technisches Hilfswerk (THW) Informationen zur Vorsorge und Selbsthilfe in Krisen und Notlagen: https:// www.thw.de Checkliste Rucksack « https://www.bundeswehr.de/de/ausruestung-technik-bw/personliche-ausruestung/notversorgung/ notrucksack-der-bundeswehr-232472 « https://www.babs.admin.ch/de/zs.html « https://www.krisenvorsorge.at/ « https://shop.conserva.de/ « https://www.shtfplan.com/ « https://www.ready.qgov/kit Essen Checkliste « https://www.ready.gov/food Fleisch Trocknen: https://www.fao.org/3/x6932e/x6932e02.htm Gefriertrocknung: https://www.youtube.com/watch?v=buPlioiOLsU EMP « https://www.youtube.com/watch?v=INx_YfK-YKg Inventur System « https://prepper-nerd.com/ « https://sicherheitsplus.com/notvorrat-online-rechner-zur-vorratshaltung/ Absaugen von Kraftstoff « https://de.wikihow.com/Benzin-absaugen Handyapps « https://youtu.be/WIDbWKDZUZI + „Katwarn“ https://www.katwarn.de/ + „NINA“ https://www.bbk.bund.de/ WarnWetter" https://www.dwd.de/ + ,Hochwassermelder” - https://www.hochwassermelder.de/ « ,Feuerwehr-App" https://www.feuerwehr-app.de/ + „ADAC Pannenhilfe“ https://www.adac.de/ + „Red Panic Button" https://www.redpanicbutton.com/ Diese Apps können je nach Land und Region unterschiedlich sein. Es ist immer ratsam, die offiziellen Regierungs- oder Katastrophenschutz-Websites zu konsultieren, um sicherzustellen, dass du die korrekten Warn- und Notfallinformationen erhältst. Im europäischen Verbundsystem ist die Netzfrequenz von 50 Hertz der Gradmesser fiir die Stabilität des Systems. Hierzu gibt es mehrere öffentlich zugängliche Informationsseiten: « www.netzfrequenz.info » www.gridradar.net ee www.sO-recorder.com « www.netzfrequenzmessung.de » www.swissgrid.ch 5. Anhang Lieber Leser, in diesem Anhang, den ich gern als ein persönliches Gespräch mit dir betrachte, lade ich dich ein, mit mir gemeinsam einen Blick über den Tellerrand des herkömmlichen Desaster-Managements zu werfen. In meinem Buch „Wenn die Nacht kommt“ habe ich versucht, die Grundlagen und bewährten Praktiken im Umgang mit Katastrophen und Krisen ausführlich zu erläutern. Doch Krisen sind facettenreich, vielschichtig und häufig unberechenbar. Daher ist es unerlässlich, auch über den Horizont traditioneller Herangehensweisen hinauszublicken, um uns für die Unwägbarkeiten vorzubereiten, die die Nacht mit sich bringen kann. Wir werden in diesem Anhang unsortierte Texte und Gedanken betrachten, die dir vielleicht auf den ersten Blick ungewöhnlich oder unzusammenhängend erscheinen mögen. Doch ich lade dich ein, mit mir gemeinsam diesen Schatz an unkonventionellen Ideen und Ansichten zu erkunden, denn sie könnten der Schlüssel sein, um besser auf das Unbekannte vorbereitet zu sein. Krisen sind nicht nur eine Frage des reaktiven Handelns, sondern auch der proaktiven Vorsorge. Auf diesen Seiten werden wir uns mit Themen befassen, die oft übersehen werden, die aber von entscheidender Bedeutung sein können. Es ist meine Hoffnung, dass dieser Anhang dazu beitragen wird, dein Verständnis von Desaster-Management zu erweitern und dir neue Perspektiven aufzuzeigen, wie du dich und deine Gemeinschaft in der Dunkelheit der Krise besser schützen kannst. Bereiten wir uns also gemeinsam darauf vor, „wenn die Nacht kommt“, und den Blick über den Tellerrand schweifen zu lassen, um unsere Fähigkeiten und unser Wissen zu erweitern. Ich freue mich darauf, diesen Weg mit dir zu beschreiten. Mit freundlichen Grüßen Andre Schmitt 5.1 Die Zehn Grundsätze der Kriegspropaganda von Lord Arthur Ponsonby: Was wir für die Vorsorge und den Umgang mit Medien lernen können In der heutigen Welt, in der die Informationsflut allgegenwärtig ist und Medien eine entscheidende Rolle in unserer Wahrnehmung und Meinungsbildung spielen, lohnt es sich, einen Blick auf die „Zehn Grundsätze der Kriegspropaganda“ von Lord Arthur Ponsonby zu werfen. Ponsonby, ein britischer Politiker und Autor, veröffentlichte diese Grundsätze 1928 in seinem Buch „Falsehood in War-Time“, und obwohl sie sich auf Kriegspropaganda beziehen, tragen sie auch wichtige Lehren für die Vorsorge in Krisensituationen und den allgemeinen Umgang mit den Medien. Grundprinzip 1: Wir wollen den Krieg nicht Ponsonby betont in seinem ersten Grundsatz die Tatsache, dass die meisten Menschen in Frieden leben wollen. Dies erinnert uns daran, dass Kriege und Katastrophen vermieden werden sollten, wo immer es möglich ist. Für die Vorsorge bedeutet dies, dass wir ständig bestrebt sein sollten, Risiken und Bedrohungen zu minimieren, um nicht in die Notwendigkeit von Krisenbewältigung und Propaganda hineinzugeraten. Grundprinzip 2: Die Sache des Feindes ist böse Kriegspropaganda versucht oft, den Feind zu dämonisieren und als Bedrohung für die eigene Nation darzustellen. Im Umgang mit Medien sollten wir dies als Erinnerung nutzen, um kritisch zu hinterfragen, wie Informationen präsentiert werden. In Krisensituationen ist es wichtig, Fakten von Vorurteilen zu unterscheiden und nicht in die Falle zu tappen, einen „Feind“ zu suchen, wo keiner existiert. Grundprinzip 3: Nur unsere Sache ist gerecht Dieser Grundsatz unterstreicht die Tendenz von Kriegspropaganda, die eigene Sache als moralisch überlegen darzustellen. In der Vorsorge ist es wichtig, die Gefahr der Selbstgefälligkeit zu erkennen und ständig nach Verbesserungen und Anpassungen zu suchen. Grundprinzip 4: Der Feind verwendet unehrenhafte Mittel, wir aber kämpfen fair Ponsonby weist darauf hin, dass Kriegspropaganda oft versucht, den Feind als unehrlich und grausam darzustellen, während die eigene Seite als fair und ehrenhaft erscheint. Im Kontext der Medien sollten wir uns der Macht von Stereotypen und Vorurteilen bewusst sein. In der Vorsorge erinnert uns dies daran, dass wir ethische und faire Praktiken in allen Bereichen aufrechterhalten sollten, um Vertrauen und Integrität zu bewahren. Grundprinzip 5: Unser Führer ist aufrichtig und friedliebend Ponsonby weist auf die Neigung hin, die Führung der eigenen Nation als weise und friedliebend darzustellen. Im Umgang mit Medien ist es wichtig, kritisch gegenüber politischen Führern und ihren Versprechen zu sein. In der Vorsorge sollten wir darauf achten, dass unsere Führung die tatsächlichen Bedürfnisse und Interessen der Bevölkerung im Auge behält. Grundprinzip 6: Wir haben keine verborgenen Absichten Hier betont Ponsonby, wie Kriegspropaganda oft versucht, die eigenen verborgenen Absichten zu verschleiern. Im Kontext der Vorsorge sollten wir transparent sein und klare Ziele und Pläne kommunizieren, um Vertrauen in unsere Maßnahmen aufzubauen. Grundprinzip 7: Der Feind verwendet Propaganda, wir nicht Kriegspropaganda versucht oft, den Feind der Lügen und Manipulationen zu beschuldigen. Dies erinnert uns daran, wie wichtig es ist, die Glaubwürdigkeit von Quellen und Informationen zu überprüfen. In der Vorsorge sollten wir uns bewusst sein, dass Propaganda und Desinformation in Krisensituationen weitverbreitet sein können. Grundprinzip 8: Frieden ist unser einziger Wunsch Ponsonby weist darauf hin, wie Kriegspropaganda oft betont, dass Frieden das einzige Ziel ist. Im Kontext der Vorsorge sollten wir uns daran erinnern, dass unser oberstes Ziel darin besteht, Sicherheit, Wohlbefinden und Frieden zu gewährleisten. Grundprinzip 9: Unsere Nation ist ein Opfer Hier betont Ponsonby, wie Kriegspropaganda versucht, die eigene Nation als Opfer darzustellen. Dies erinnert uns daran, dass Opfermentalität und Selbstmitleid in der Vorsorge und im Umgang mit Medien vermieden werden sollten. Stattdessen sollten wir aktiv handeln und Verantwortung übernehmen. Grundprinzip 10: Der Feind hat keine Empfindungen Ponsonby weist darauf hin, wie Kriegspropaganda versucht, die Menschlichkeit des Feindes zu leugnen. Im Umgang mit Medien und in der Vorsorge sollten wir uns daran erinnern, dass alle Menschen Empathie und Verständnis verdienen, unabhängig von ihrer Herkunft oder Zugehörigkeit. Die „Zehn Grundsätze der Kriegspropaganda“ von Lord Arthur Ponsonby bieten uns wertvolle Lehren für die Vorsorge in Krisensituationen und den Umgang mit den Medien. Sie erinnern uns daran, kritisch zu denken, Vorurteile zu vermeiden und ethische Prinzipien aufrechtzuerhalten. Diese Prinzipien sind zeitlos und von entscheidender Bedeutung, um eine bessere und verantwortungsbewusstere Gesellschaft aufzubauen, die in der Lage ist, Krisen und Herausforderungen mit Weitsicht und Integrität zu bewältigen. 5.2 Kognitive Kriegsführung im 21. Jahrhundert - Lehren für Vorsorge und den Umgang mit Medien Die Welt, in der wir leben, ist geprägt von einer ständig wachsenden Informationsflut. Informationen und Nachrichten werden ständig verbreitet, seien es in traditionellen Medien oder auf Social-Media-Plattformen. Doch in diesem Zeitalter der Informationsüberflutung haben wir nicht nur mit der schieren Menge an Daten zu kämpfen, sondern auch mit der gezielten Manipulation von Informationen. Kognitive Kriegsführung, ein Konzept, das in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus gerückt ist, bedroht nicht nur unsere Informationslandschaft, sondern auch unsere Sicherheit und Stabilität. In diesem Artikel untersuchen wir, was kognitive Kriegsführung im 21. Jahrhundert bedeutet und welche Lehren wir daraus für die Vorsorge und den Umgang mit Medien allgemein ziehen können. Was ist kognitive Kriegsführung? Kognitive Kriegsführung ist ein Begriff, der die gezielte Manipulation von Informationen und die Beeinflussung der öffentlichen Meinung durch staatliche oder nichtstaatliche Akteure beschreibt. Diese Manipulation kann in verschiedenen Formen auftreten, darunter die Verbreitung von Fehlinformationen, Desinformation, Propaganda und die Ausnutzung von Meinungsverschiedenheiten. Ziel ist es oft, Spaltungen in der Gesellschaft zu vertiefen, Misstrauen gegenüber Institutionen zu fördern und die öffentliche Meinung zu beeinflussen, um politische oder strategische Ziele zu erreichen. Lehren für die Vorsorge Die Herausforderung der kognitiven Kriegsführung hat erhebliche Auswirkungen auf unsere Vorsorgemaßnahmen im Katastrophenmanagement und der nationalen Sicherheit. Hier sind einige wichtige Lehren, die wir aus der Auseinandersetzung mit kognitiver Kriegsführung ziehen können: 1. Frühwarnsysteme stärken: Kognitive Kriegsführung kann in Form von Desinformation und Fehlinformation auftreten, die in Krisensituationen Leben kosten kann. Unsere Frühwarnsysteme müssen darauf vorbereitet sein, die Verbreitung solcher Informationen zu erkennen und gegenzusteuern. Eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Regierungen, Medien und Technologieunternehmen ist erforderlich, um die Echtheit von Informationen zu überprüfen und rechtzeitig vor Fehlinformationen zu warnen. 2. Medienkompetenz fördern: Die Fähigkeit, Nachrichten kritisch zu hinterfragen und glaubwürdige Quellen von Fehlinformationen zu unterscheiden, ist von entscheidender Bedeutung. In Bildungseinrichtungen und der breiten Öffentlichkeit muss die Medienkompetenz gefördert werden, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber kognitiver Kriegsführung zu stärken. 3. Transparente Kommunikation: Regierungen und Organisationen sollten auf transparente und glaubwürdige Weise kommunizieren, insbesondere in Krisenzeiten. Durch offene Kommunikation und die Bereitstellung verlässlicher Informationen können sie das Vertrauen der Öffentlichkeit stärken und die Ausbreitung von Fehlinformationen eindämmen. 4. Internationale Zusammenarbeit: Kognitive Kriegsführung kennt keine nationalen Grenzen. Die internationale Zusammenarbeit bei der Identifizierung und Bekämpfung von kognitiver Kriegsführung ist von entscheidender Bedeutung. Regierungen und Organisationen sollten gemeinsam daran arbeiten, Standards und Mechanismen zur Bewältigung dieses globalen Problems zu entwickeln. Umgang mit Medien allgemein Die Bedrohung durch kognitive Kriegsführung hat auch Auswirkungen auf unseren alltäglichen Umgang mit Medien. Hier sind einige Maßnahmen, die wir ergreifen können: 1. Quellenprüfung: Bevor wir Informationen aus Medienquellen übernehmen, sollten wir sicherstellen, dass sie aus vertrauenswürdigen und glaubwürdigen Quellen stammen. Das Überprüfen der Quellen ist ein wichtiger Schutz vor Fehlinformation. 2. Medienvielfalt nutzen: Es ist ratsam, sich aus verschiedenen Quellen zu informieren, um ein ausgewogenes Bild zu erhalten. Die Beschränkung auf eine einzige Informationsquelle kann anfälliger für Manipulation machen. 3. Kritische Hinterfragung: Wir sollten Nachrichten kritisch hinterfragen und nicht vorschnell auf emotional geladene oder polarisierende Berichte reagieren. Die Fähigkeit, sachlich zu analysieren, ist ein wirksames Mittel gegen die Beeinflussung der öffentlichen Meinung. 4. Medienpausen einlegen: In Zeiten erhöhter Spannungen oder Krisen kann es ratsam sein, gelegentlich Medienpausen einzulegen, um sich von der Informationsflut zu erholen und emotionale Reaktionen zu vermeiden. In einer Zeit, in der Informationen eine immense Macht haben, ist es von entscheidender Bedeutung, die Bedrohungen durch kognitive Kriegsführung ernst zu nehmen und sich aktiv gegen sie zu wappnen. Die Lehren aus der Auseinandersetzung mit kognitiver Kriegsführung sind nicht nur für die nationale Sicherheit, sondern auch für unsere persönliche Vorsorge und Medienkompetenz von großer Bedeutung. Nur wenn wir diese Lehren in die Tat umsetzen, können wir uns wirksam gegen die dunklen Seiten der Informationsgesellschaft wappnen. 5.3 Deutschlands Wirtschaftskrise und der Brain Drain: Die unmittelbare Bedrohung und ihre langfristigen Auswirkungen Im Schatten der geopolitischen Verschiebungen und globalen Herausforderungen ist ein internes Problem in Deutschland in den letzten Jahren zu einem erheblichen Druckpunkt geworden: die wirtschaftliche Krise und der Brain Drain. Dieser Artikel untersucht, wie der Verlust von Unternehmern und Leistungsträgern das Land schwächt und welche Lehren wir aus dieser Krise ziehen können, insbesondere im Hinblick auf die Vorsorge und die innere Sicherheit Deutschlands. Der Brain Drain und seine Bedeutung für Deutschland Die Abwanderung von qualifizierten Fachkräften, Unternehmern und Akademikern aus Deutschland hat in den letzten Jahren alarmierende Ausmaße erreicht. Die Ursachen für diesen Brain Drain sind vielfältig. Steuerliche Belastungen, Bürokratie, und ein mangelnder unternehmerischer Freiraum haben dazu geführt, dass viele Talente ihr Glück in anderen Ländern suchen. Doch der Brain Drain ist nicht nur ein Problem wirtschaftlicher Natur. Er hat auch erhebliche Auswirkungen auf die soziale und kulturelle Vielfalt Deutschlands. Die unmittelbaren Auswirkungen der wirtschaftlichen Krise Die wirtschaftliche Krise, die durch den Brain Drain verstärkt wird, hat bereits unmittelbare Auswirkungen auf Deutschland. Unternehmen müssen mit einem Mangel an Fachkräften kämpfen, während viele talentierte Bürger ins Ausland gehen, um ihre beruflichen Ambitionen zu verfolgen. Die Konsequenzen sind steigende Arbeitslosenzahlen, sinkende Innovationskraft und eine geringere Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Langfristige Auswirkungen auf Deutschlands Zukunft Die langfristigen Auswirkungen sind noch besorgniserregender. Ein anhaltender Brain Drain führt zur Verarmung des intellektuellen und unternehmerischen Potenzials des Landes. Dies wiederum hat Einfluss auf die Fähigkeit Deutschlands, mit den globalen Herausforderungen der Zukunft umzugehen. Die Gefahr besteht, dass Deutschland zu einem Land wird, das nicht mehr in der Lage ist, die Innovationen und Entwicklungen zu generieren, die für seinen Wohlstand und seine Sicherheit so entscheidend sind. Lehren für die Vorsorge und die innere Sicherheit Die aktuelle wirtschaftliche Krise und der Brain Drain sollten als Weckruf dienen. Es ist an der Zeit, strategische Maßnahmen zu ergreifen, um dieses Problem zu bewältigen und gleichzeitig die Vorsorge und die innere Sicherheit Deutschlands zu stärken. Dies erfordert eine Neubewertung der steuerlichen Belastungen für Unternehmen und eine Vereinfachung der Bürokratie. Es erfordert auch Investitionen in die Bildung, um das heimische Talent zu fördern und die Abwanderung von Hochqualifizierten zu reduzieren. Ausblick und Hoffnung Deutschlands wirtschaftliche Krise und der Brain Drain sind keine unaufhaltsamen Entwicklungen. Mit politischem Willen, klugen wirtschaftlichen Strategien und einer Kultur der Innovation kann Deutschland diesen Trend umkehren. Es liegt in unserer Hand, das Land für die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten und gleichzeitig die innere Sicherheit und den Wohlstand Deutschlands zu schützen. In diesem Sinne sollten wir aus dieser Krise lernen, dass die Stärkung der Wirtschaft und die Bindung von Talenten an das Land von entscheidender Bedeutung sind, nicht nur für Deutschland, sondern auch für die globale Sicherheit und Stabilität. Wir müssen gemeinsam handeln, um die Weichen für eine prosperierende Zukunft zu stellen. 5.4 Die „Economic Hitman“ Strategie: Die Schattenseiten der Wirtschaftskriegsführung In den Wirren der globalen Wirtschaft, in den dunklen Ecken der geopolitischen Macht und in den Verästelungen von Multimilliarden-Dollar-Unternehmen existiert eine Strategie, die oft im Verborgenen agiert die „Economic Hitman“ Strategie. Dieses fragwürdige Vorgehen, das oft im Namen des wirtschaftlichen Fortschritts und der globalen Entwicklung propagiert wird, verdient eine kritische Betrachtung. In diesem Artikel tauchen wir in die Tiefen dieses Schattenreichs ein, beleuchten die Mechanismen und Folgen und fragen, ob die „Economic Hitman“ Strategie wirklich im besten Interesse der Weltgemeinschaft handelt. Hintergrund: Die Geheimnisse der „Economic Hitmen“ John Perkins, ein ehemaliger „Economic Hitman“, enthüllte in seinem Buch „Bekenntnisse eines Economic Hitman“ das düstere Geheimnis dieser Strategie. Im Wesentlichen handelt es sich um einen Ansatz, bei dem Wirtschaftsexperten, oft von großen Unternehmen oder Regierungen beauftragt, in Entwicklungsländern arbeiten, um massive Projekte wie Infrastruktur, Energie oder Bergbau zu planen und durchzuführen. Diese Projekte werden jedoch oft mit enormen Schulden beladen, die von den betroffenen Ländern kaum zurückgezahlt werden können. Dies führt zu einer erdrückenden wirtschaftlichen Abhängigkeit und gibt den „Hitmen“ inoffizielle Macht über diese Staaten. Die Opfer: Entwicklungsländer und ihre Bevölkerung Die Hauptleidtragenden dieser Strategie sind die Entwicklungsländer und ihre Bevölkerung. Durch massive Schulden, die sie nicht zurückzahlen können, werden diese Länder in einen Zustand finanzieller Knechtschaft getrieben. Ressourcen, die eigentlich der Bevölkerung und der Entwicklung dienen sollten, werden ausgebeutet und in die Hände ausländischer Konzerne gespielt. Dies führt zu sozialer Ungerechtigkeit, Armut und politischer Instabilität. Umweltauswirkungen und soziale Zerstörung Die „Economic Hitman“ Strategie geht oft Hand in Hand mit Umweltzerstörung. Um die Rendite für die Investoren zu maximieren, werden oft umweltschädliche Projekte ohne Rücksicht auf ökologische Auswirkungen vorangetrieben. Dies hat verheerende Folgen für die Umwelt und die Lebensgrundlagen der betroffenen Gemeinschaften. Zweifelhafte Ethik und Moral Die ethischen und moralischen Implikationen dieser Strategie sind schwerwiegend. Die bewusste Verschuldung von Entwicklungsländern und die Ausnutzung von Armut und politischer Instabilität wirft Fragen über die moralische Integrität von Unternehmen und Regierungen auf, die diese Taktik anwenden. Die Notwendigkeit einer Neubewertung Es ist an der Zeit, die „Economic Hitman“ Strategie kritisch zu hinterfragen und Alternativen zu suchen, die auf fairer wirtschaftlicher Zusammenarbeit und Entwicklung basieren. Die Weltgemeinschaft sollte sich bewusst werden, dass die kurzfristigen wirtschaftlichen Gewinne auf Kosten von Entwicklungsländern und ihrer Bevölkerung inakzeptabel sind. In einer Welt, in der nachhaltige Entwicklung und soziale Gerechtigkeit immer wichtiger werden, sollten wir die „Economic Hitman" Strategie als das sehen, was sie ist eine unethische und schädliche Methode, die einer gerechteren und nachhaltigeren Welt im Wege steht. Es liegt an uns allen, die Dunkelheit der „Economic Hitman“ Strategie zu durchdringen und eine Welt zu schaffen, in der Wohlstand und Fortschritt für alle möglich sind, ohne die Ausbeutung und Versklavung von Entwicklungsländern. 5.5 Kampfsport, Kampfkunst, Selbstverteidigung Vorstellung Patrick Krause, Direktor des 1. UFC-Gyms Deutschlands Mein Name ist Patrick Krause, ich bin 49 Jahre alt und betreibe seit über 40 Jahren diverse Kampfsportarten. Ich bin Träger des Schwarzen Gürtels im Brazilian Jiu-Jitsu, des Luta Livre, 2. Dan im Real Selfdefense und des 6. Dan im Kickboxen. Ich war über 20 Jahre lang selbstständig mit Kampfsportschulen in Schleswig-Holstein und Hamburg. Aktuell bin ich der erste Direktor des UFC GYM's in Deutschland. Genau aus diesem Grund habe ich täglich mit Schlagen, Treten, Hebeln und Würgen zu tun. Bin ich deswegen ein Superheld oder unverletzbar? Komme ich aus Konfliktsituationen schneller raus? Hier ein ganz klares „Jein“. Dazu aber später. Ich sehe oft, gerade auf den Social-Media-Portalen, dass viele Leute mit der ultimativen Selbstverteidigung werben, der Hintergrund dabei ist natürlich Geld zu verdienen. Niemand kann innerhalb kürzester Zeit seinen Verstand und seine Motorik so formen, dass er in fast jeder Situation als Sieger hervorgeht. Auch müssen wir hier ganz klar unterscheiden, was trainiert wird. Klassische Kampfkünste oder modernisierte, an die Zeit angepasste Kampfsportarten? Niemand lernt während eines vierwöchigen Volkshochschulkurses, sein Leben zu verteidigen. NIEMAND! In meiner Jugend liefen jeden Tag Filme wie Karate Tiger, Bloodsport, American Ninja und, mein Lieblingsfilm, der Tanz des Drachen auf VHS-Kassette. Also nervte ich meine Eltern so lange damit, dass ich Kampfsport machen möchte, bis sie mich beim Karate anmeldeten. Ich trainierte ein paar Jahre, merkte aber schon ziemlich schnell, dass die Realität nicht wirklich mit den Filmen zu tun hatte. Also hörte ich wieder auf. Danach probierte ich eigentlich so ziemlich jede Sportart aus, die in meiner Gegend angeboten wurde. Ich war immer schnell gelangweilt, da ich oft einer der besten Athleten war, und Teamsport war irgendwie auch nicht so mein Ding. Kurz vor meinem 16. Geburtstag, sagte mir damals ein Freund vom American Football, dass eine Thaiboxschule aufgemacht habe. Diese aufzusuchen, war aber mit einem Fahrweg von fast eineinhalb Stunden pro Strecke schon eine Herausforderung. Na ja, hingefahren und da war es dann - das Training, die Stimmung in einer alten Zementfabrik ohne Matten, und nur Typen, die man vom Hörensagen kannte, Türsteher oder andere „harte Hunde“. Nach diesem Training habe ich mich sofort in das „Muay Thai“ verliebt. Ich habe das Ganze ein paar Monate lang dreimal die Woche durchgezogen, aber irgendwann ist mir die Fahrerei zu viel geworden. Langsam wurde dann auch mit 16 das andere Geschlecht interessanter. Circa ein Jahr später habe ich einen ehemaligen Trainingskameraden getroffen, der kurz vor seinem ersten Kampf stand. Ich besuchte diese Veranstaltung und habe sofort wieder Blut geleckt. Zwischenzeitlich war ich aber umgezogen und wohnte sehr zentral in Hamburg und hatte nun mehr Möglichkeiten, um zu trainieren. Da ich jemanden kennenlernte, der mit einigen Personen privat trainierte und ich dazu eingeladen wurde, machte ich mit. Da waren viele Türsteher und einige zwielichtige Personen mit dabei, weshalb auch nicht traditionelles Muay Thai unterrichtet wurde, sondern eher „Wie ich in diversen Situationen an der Tür reagieren muss“. Somit bin ich das erste Mal mit einer Styleart in Berührung gekommen, die zwar einen traditionellen Hintergrund hatte, aber doch eher in die Richtung Selbstverteidigung ging. Es wurden wirre Techniken gegen Messer und Baseballschläger trainiert, parallel dazu trainierte ich mittlerweile in einer anderen Schule Kickboxen und Muay Thai. Als ich denn volljährig war, bot man mir einen Job als Türsteher an, welchen ich dankend annahm. Ich war 18 Jahre alt und damals waren Türsteher noch hoch angesehen und wurden bewundert. Hier lernte ich, dass mir auch in vielen kniffligen Situationen, wie zum Beispiel Angriffe mit Messern oder Schüssen, traditionelle Verteidigungsstrategien nicht helfen. Während dieser Zeit sah ich in einer Videothek eine VHS-Kassette mit der Aufschrift „Ultimate Fighting Championship“. Ich lieh sie aus und brachte sie nie wieder zurück. So bin ich das erste Mal mit MMA bzw. Freefight in Kontakt gekommen. Irgendwie hat mich das Ganze fasziniert, da es mich auch oft an Situationen an der Tür erinnerte. Da war zum Beispiel dieser eine Typ in seinem Schlafanzug, der alle besiegte und sie dabei kaum anfasste. Er machte Brazilian Jiu-Jitsu, also schaute ich mich um, ob es so was in meiner Nähe gab - leider Nein. Also verstrichen Jahre und ich trainierte immer wieder Muay Thai und Kickboxen. Nach meiner Heirat und später nach der Geburt meines ersten Sohnes, wollte ich nicht mehr so viel an der Tür arbeiten es wurde geschossen und gestochen, und ich wollte meinen Sohn aufwachsen sehen. Es beschäftigte mich aber immer weiter, gerade was den Bereich MMA anging. Nach der Geburt meiner beiden anderen Söhne hängte ich den Türsteher-Job an den Nagel. Ich trainierte allerdings immer noch und schaute fleißig MMA weiter. Inzwischen war ich auch schon Träger des ersten Dan im Kickboxen und arbeite in einem Gym als Trainer für Muay Thai und Kickboxen. Da ich nun viel Zeit am Wochenende hatte, bereiste ich viele Länder in Europa, um mich in vielen Bereich der Kampfkunst weiterzubilden. Irgendwann kam mein Sohn in das Alter, wo er dann auch selbst einmal Kampfsport ausprobieren wollte. Ich ging mit ihm zum Karate (Déja-vu) und sah zu, wie er Basketball und andere Spiele spielte. Da ich aber wollte, dass er lernt, sich zu verteidigen, und ich mir ziemlich sicher war, dass er das beim Basketball nicht lernen würde, entschloss ich mich, mich mit einer Kampfsportschule selbstständig zu machen. Viele Jahre später und viele tausende Stunden im Auto, auf fremden Matten, und viel verlorener Zeit mit der Familie, sind Schüler auf mich zugekommen, um im MMA zu kämpfen. Da ich aber keinen Plan vom Bodenkampf hatte, musste ich mir erst etwas suchen, wo ich mich selbst fortbilden konnte. Ich erinnere mich noch heute genau daran, was ich damals dachte: Entweder Brazilian Jiu-Jitsu oder Luta Livre, aber genau wie damals gab es keinerlei Angebote in direkter Umgebung. Das machte die Sache noch reizvoller. Ich fuhr also öfter nach Köln, um BJJ kennenzulernen, und fand bei jedem Training mehr Gefallen daran. Ich wechselte aber nach knapp eineinhalb Jahren den Trainer und bei ihm bin ich noch heute, obwohl er aus der südlichsten Ecke von Holland kommt. Für mich ist er nicht nur mein Trainer, sondern auch ein guter Freund und ein Familienmitglied. Eines Tages in dieser Zeit klingelte mein Telefon und ein ehemaliger Schüler war am anderen Ende der Leitung. Er hatte, bevor er bei mir Muay Thai trainierte, jahrelang Wing Tsung und Escrima trainiert, nach dem Umzug in ein anderes Bundesland hatte er dann beschlossen, in Richtung Krav Maga zu gehen. Er hat aber auch genug Scharlatane gesehen und somit seinen eigenen Stil entwickelt. Er sagte mir, dass mein Muay Thai großen Einfluss auf ihn hatte, und ob ich mir das mal ansehen wolle. Das war noch mal ein komplett anderes Level an „Selbstverteidigung“ Stockkampf, Messerabwehr, Abwehr gegen Kurzwaffen und natürlich der reguläre Nahkampf mit dem gesamten Körper. Nach und nach änderte sich meine Sichtweise. Durch ihn wurden mir die Augen geöffnet und so trainierte ich bei und mit ihm bis zum Erlangen des zweiten Dan. Alle Eindrücke, die ich bis heute erlangt habe, egal, ob es das Muay Thai, BJJ, Luta Livre oder des RSC waren, haben mir nur immer wieder bestätigt, dass es wichtig ist, konstant am Ball zu bleiben. Durch mein gesammeltes Wissen bin ich schon bei einigen Gyms, Vereinen, Behörden und auch bei Spezialkräften der Bundeswehr als Seminarleiter eingeladen worden und freue mich immer, mein Wissen teilen zu können. Irgendwann ist das UFC GYM ST. Pauli auf mich zugekommen und seit April 2022 bin ich der MMA Director im Unternehmen und bilde mich trotzdem immer weiter gerade was das Thema Selbstverteidigung und Selbstbehauptung angeht. Leider leben wir heute in einer Gesellschaft, in der die Hemmschwelle immer niedriger wird und die Gewaltbereitschaft zunimmt. Das Mischen verschiedener Kulturen in unserem Land stößt oft auf Widerstand und dadurch passieren tagtäglich immer mehr Zwischenfälle auf den Straßen oder auch in den eigenen vier Wänden. Ich bin froh, dass meine drei Söhne, die aktuell alle bei der Bundeswehr sind, wissen, wie sich verhalten sollen, und auch wann es besser ist, lieber die Straßenseite zu wechseln. Wir befinden uns nicht im Wilden Westen und das sollte jeder wissen. Mein Fazit nach all den Jahren ist: Bleibe ständig am Ball und sorge für einen Ausgleich in den Kampfsportarten, aber vergiss nicht: Niemand ist kugelsicher oder ein Superheld. Wie kann ich aber erkennen, wann sich eine heikle Situation anbahnt? Was mache ich, wenn eine Gruppe auf mich zukommt? Was, wenn ich allein in der Bahn sitze? Der dunkle Weg nach Hause, der kann auch schon lang sein. Das Parkhaus, wo natürlich ständig alle Frauenparkplätze belegt sind. Jeder kennt solche Situationen, und bei dem kleinsten Geräusch fühlt man sich, als ob das Monster gleich unter dem Bett hervorkommt und dich packt. Hier ein paar kleine Tipps von meiner Seite. Da ich kein Jurist bin, kann ich nicht sagen, ob es legal ist oder ob es im Verhältnis steht, aber es geht schließlich um mein Leben und mein Wohlbefinden. Auch ich mache diese Sachen, obwohl ich jahrelange Erfahrungen habe, um mich zu verteidigen. Mein aktueller Arbeitsplatz befindet sich auf St. Pauli, nahe der Schanze in Hamburg, bekannt durch viele aggressive Ausbrüche am 1. Mai oder auch vom G20-Gipfel im Jahr 2017. Die Gegend ist sehr linkslastig und auch die alte Flora ist von daher bekannt. Wenn ich also Schichtbeginn um 6.00 morgens oder Schichtende um 0.00 Mitternacht habe, laufen einem schon komische Gestalten über den Weg, alkoholisiert oder unter Drogen. Nicht überall ist es so wie bei mir, aber egal, wo man ist eine Straße hat zwei Seiten. Wenn also komische Gestalten auf einen zukommen, kann man immer noch die Straßenseite wechseln. Wenn man merkt, dass der andere oder mehrere Personen auch die Seite wechseln, sollte man sich gegebenenfalls auf eine Konfrontation einstellen. Vielleicht möchte jemand nur den Weg erfragen oder nach Feuer fragen, aber ich schalte sofort auf Verteidigung, wenn so eine Situation passiert. Was also machen? Ganz wichtig ist, nicht den Kumpel zu spielen und zu duzen, bleibe beim Sie. Beispiel: „Was kann ich für Sie tun?“, oder „Wie kann ich Ihnen helfen?“ Es muss eine Distanz gewahrt werden. An der Reaktion können wir zum Teil schon erkennen, wie es weitergeht. Ich für meinen Teil habe bei solchen Situationen schon meinen Schlüssel in der Hand in meiner Jackentasche, um mich im Notfall zu verteidigen. Das würde ich jeder Person raten, wir brauchen kein Pfefferspray oder Kubotan oder eine neu beworbene teure Sache aus dem Internet. Eine Frau oder ein Kind können das genauso nutzen, um sich bei Gefahr zu verteidigen. Da die potenziellen Angreifer meist männlich sind, können sich alle auf eines einstellen. Das Epizentrum des Schmerzes bei einem Mann ist zwischen den Beinen. Also sollte bei einem Angriff der Fokus genau daraufgelegt werden. Wir sollten zwischen die Beine treten, schlagen und greifen. Viele denken sich jetzt „Das geht doch nicht, als ich noch klein war, hat man mir doch immer gesagt, dass man nicht zwischen die Beine treten darf“. Stimmt, das wurde mir auch gesagt, aber ich vergesse nicht, dass mich die Person angreifen, berauben oder im schlimmsten Fall töten will. Bei Frauen kommt noch der Aspekt der Vergewaltigung dazu. Ich habe über Jahre Seminare gegeben für Frauen, um ihnen die Augen zu öffnen. Wenn ich ihnen sagte, dass sie bei der ersten Gelegenheit das Geschlechtsteil des Angreifers packen, daran ziehen und zerren sollten, wurden die Augen verdreht und man hörte Argumente wie: „Das geht doch nicht, das tut ihm doch weh.“ oder: „Das ist doch nicht fair.“ Ich weiß nicht, ob es fair ist, jemanden zu vergewaltigen oder jemanden zu berauben. Leider leben wir in einer Gesellschaft, in der wir immer die Schuld bei uns selbst suchen. Aber da sage ich ganz klar „NEIN“. Wenn mich jemand angreift oder jemand anderes angegriffen wird, sollte es unser Recht sein, uns zu verteidigen mit allen Mitteln. Damit meine ich nicht, dass ich meinen Angreifer mit einer Gehwegplatte zusammenschlagen soll, aber die Person greift mich an und ich habe nicht darum gebeten. Und jetzt kommen wir zu einem oben genannten Thema zurück: dem Training! Wir müssen nicht lernen, wie wir mit dem Finger in eine Grapefruit stechen, aber man sollte sich damit beschäftigen, was wem wo wehtut. Geschlechtsteile, Augenpartie, Ohren sind die bekanntesten Stellen. Allein der Gedanke, jemandem seinen Finger ins Auge zu stecken, widerspricht unserer menschlichen Kultur, aber wie ich schon sagte, ich habe nicht darum gebeten, angegriffen zu werden. Bei vielen von uns ist die Gewaltbereitschaft gliicklicherweise nicht sehr hoch oder gar nicht vorhanden. Es wäre natürlich schön, wenn das überall so wäre, ist aber nicht so. Auch die Hemmschwelle ist sehr hoch, nicht nur aus Angst den anderen zu verletzen, sondern auch, dass wir uns nicht selbst verletzen. Das kann ich wegtrainieren, zum Beispiel wenn ich dreimal die Woche zum Muay Thai gehe und lerne, wie ich einen Lowkick mit einem Schienbein trete. Im Notfall trete ich, und mein Gegenüber wird sich überlegen, ob er mich weiter angreifen soll. Ebenso effektiv sind Ellenbogenstöße aus allen Winkeln, Knie zwischen die Beine oder Oberkörper und Kopf. Beim Brazilian Jiu-Jitsu oder Luta Livre ist es eine sehr gute Position, wenn mein Gegner zwischen den Beinen liegt. Von da kann ich als leichte Person auch einen schwereren Gegner mühelos ohnmächtig würgen, Arme brechen oder mich anders wehren. Das kann aber nur funktionieren, wenn ich es regelmäßig trainiere. Man soll jetzt bloß nicht hoch motiviert nach ein paar Monaten Training durch dunkle Gassen rennen wie Batman und auf Angreifer hoffen, aber es hilft zu wissen, dass man sich „verteidigen“ kann. Man darf ja auch nicht vergessen, was was wir gelernt haben, ist auch gefährlich, gerade, wenn wir es bei Kindern lehren. Ein Beispiel, das mir wirklich passiert ist: Ein Kind trainiert bei mir Brazilian Jiu-Jitsu und beim Training wissen alle, wenn man Schmerzen hat, klopft man bei seinem Gegner ab. Man lässt los und der andere ist dran, oder man wiederholt es ein paarmal, bevor man wechselt. Jetzt lernt das Kind einen Mata Leao (Löwentöter), einen Würger von hinten, wo die Luft und Blutzufuhr zum Gehirn unterbrochen wird, was passiert? Man wird ohnmächtig. Nein, man stirbt nicht innerhalb von zehn Sekunden. Das Kind hat diese Technik also gelernt, Vater kommt nach dem Training, holt das Kind ab und fährt nach Hause. Da wartet die Mutter und fragt das Kind, was es denn heute Schönes gelernt hat. Der Vater geht noch mal raus zum Auto, weil er etwas darin vergessen hat. Er kommt wieder rein, hört das Kind schreien und als er das Zimmer betritt, sieht er nur überall Blut. Seine Frau liegt mit einer Platzwunde auf der Stirn ohnmächtig auf dem Fußboden. Seine Frau erwacht schließlich panisch. Was ist hier passiert? Als der Vater rausging und die Mutter das Kind fragte, was es gelernt hat, sagte das Kind: „Mama, ich kann dir das gern mal zeigen.“ Mama setzt sich hin und das Kind legt seine Arme von hinten um den Hals. Was Mama aber nicht weiß, ist, dass man abklopfen muss, wenn man Schmerzen hat. Kind würgt also, Mama bekommt Panik und klopft nicht, was für das Kind heißt weiterwürgen. Jetzt sackt die Mutter zusammen und das Kind lässt los. Die Mutter schlägt mit der Stirn auf die Tischkante und eine Platzwunde entsteht. Kind sieht das und denkt, ich habe Mama umgebracht und fängt an zu schreien. Mama wacht nach ein paar Sekunden wieder auf und das Blut läuft ihr das Gesicht runter. Vater kommt rein und weiß nicht, was los ist. Zwei Tage später kommen sechs bis acht neue Kinder aus dem Bekanntenkreis der Mutter zum Training. Warum? Ganz einfach, die Mutter hat gesehen, dass das Training etwas bringt, und dass ein sechs Jahre altes Kind in bestimmten Positionen eine erwachsene Person ohnmächtig würgen kann - sprich, sich verteidigen kann. Natürlich wurde sie mehrfach angesprochen, was passiert sei, und viele waren entsetzt. Aber als sie erklärte, was das Gute an der Story sei, haben die anderen Mütter es auch verstanden und ihre Kinder zum Training gebracht. Ich muss heute noch darüber schmunzeln, wenn ich daran denke. Man muss Kindern, gerade Kindern erklären, dass es kein Spiel ist, was wir machen, aber auch erklären, dass es okay ist, wenn wir uns verteidigen müssen. Was soll ich wirklich machen? Es wäre schön, wenn ich hier jetzt ein Rezept schreiben könnte, wie wir uns verhalten sollen. Leider ist das Leben aber kein Kuchen oder Braten, wo man nach Rezept gehen kann. Hier ein paar grundlegende Tipps: + Meide Gruppen, die eventuell Alkohol zu sich genommen haben. « Wechsle die Straßenseite. « Gehe nicht in dunkle Straßen, um dich zu verstecken. Gehe in Geschäfte, Tankstellen oder wo es hell ist. « Bitte Leute mit direkter Ansprache um Hilfe. « Sei darauf eingestellt, dich verteidigen zu müssen. Angriffspunkte bei einer Eskalation: « Augen + Ohren + Geschlechtsteile + Knie « Schienbeine * Bei einer Gruppe den Anführer schnappen, hilft nicht immer, aber andere sind gegebenenfalls eingeschüchtert. Bring Kinder zu Judo/Karate oder anderen Kampfsport-Orten. Es wird dazu noch Respekt gelehrt. Ich hoffe, ich konnte für ein paar Minuten zum Nachdenken anregen. Danke fürs Lesen. Patrick Krause 6. Glossar Weiterführende Themen, mit denen du dich beschäftigen solltest, plus Begriffe aus dem Buch haben wir hier noch einmal alphabetisch niedergeschrieben, um dein Selbststudium zu optimieren. Abseiltechniken Abseiltechniken, auch bekannt als Rappeltechniken, sind ein wichtiger Bestandteil der Seiltechnik und werden in verschiedenen Bereichen wie Klettern, Bergsteigen, Canyoning oder auch in der Feuerwehr eingesetzt. Hier ein kleiner Glossar-Beitrag mit nützlichen Links und Quellen rund um das Thema: 1. Abseilgerät: Ein Abseilgerät ist ein spezielles Werkzeug, das es ermöglicht, sich kontrolliert und sicher abzuseilen. Es gibt verschiedene Arten von Abseilgeräten, wie zum Beispiel das Achter- oder das Tubegerät. Diese unterscheiden sich in der Handhabung und der Art des Bremsmechanismus. 2. Abseilachter: Der Abseilachter ist ein häufig verwendetes Abseilgerät und ermöglicht es dem Abseiler, das Seil einfach zu kontrollieren und die Abseilgeschwindigkeit zu regulieren. 3. Tubegerät: Ein Tubegerät ist ein weiteres gängiges Abseilgerät, das ebenfalls eine kontrollierte Abseilgeschwindigkeit ermöglicht. 4. Abseilen im Doppelseil: Das Abseilen im Doppelseil wird oft bei alpinen Touren oder beim Eisklettern eingesetzt. Hierbei wird das Seil in zwei Stränge aufgeteilt, was eine höhere Sicherheit und mehr Flexibilität ermöglicht. 5. Abseilen mit Prusikschlaufe: Eine Prusikschlaufe ist ein Hilfsmittel, das es ermöglicht, sich auf dem Abseilseil zu sichern und die Abseilgeschwindigkeit zu kontrollieren. 6. Abseilen im Notfall: Im Notfall kann das Abseilen eine schnelle und sichre Möglichkeit sein, einen Berg oder eine Wand abzusteigen. Hier findest du mehr Informationen: Links: » www.alpin.de « https://mein.alpenverein.de/SitePages/Homepage.aspx Diese Liste ist nur ein kleiner Überblick über das Thema Abseiltechniken und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn du tiefer in das Thema einsteigen möchtest, empfehle ich dir, weitere Quellen zu recherchieren und dich von Profis beraten zu lassen. Biwak Ein Biwak ist eine Übernachtung im Freien ohne Zelt, in der Regel in einer Schlafsackunterlage, auch Biwaksack genannt. Biwakieren kann eine lohnende Erfahrung für Outdoor-Enthusiasten sein, die die Natur und die Freiheit lieben. Biwakieren kann jedoch auch gefährlich sein, insbesondere wenn man sich nicht mit der richtigen Ausrüstung auf das Wetter vorbereitet hat. Es ist wichtig, dass man sich vorab mit den richtigen Informationen und Tipps auseinandersetzt, bevor man ein Biwak plant. Hier sind einige Links und Quellen, die dir helfen können, dein nächstes Biwak sicherer und angenehmer zu gestalten: 1. Der Deutsche Alpenverein hat eine umfangreiche Webseite mit Informationen über Biwakieren, inklusive Checklisten für Ausrüstung und Sicherheitsausrüstung. https://www.alpenverein.de/bergsport/sicherheit/ biwakieren_aid_16812.html 2. Der Bundesverband Deutscher Berufsjäger hat eine hilfreiche Seite mit Tipps für Biwakieren und Survival- Techniken. https://www.jagdverband.de 3. Das Magazin outdoor bietet eine ausführliche Anleitung zum Thema Biwakieren, inklusive Tipps für das Übernachten im Schnee, für Notfallausrüstung und für die richtige Kleidung. https://www.outdoor- magazin.com 4. Auf der Webseite Globetrotter findest du eine große Auswahl an Biwakausrüstung sowie hilfreiche Tipps zur Wahl der richtigen Ausrüstung. https://www.globetrotter.de BBK Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist eine deutsche Bundesoberbehörde mit Sitz in Bonn. Es wurde im Jahr 2004 gegründet und hat die Aufgabe, die Bundesregierung und die Länder bei der Vorbereitung auf und Bewältigung von Katastrophen und Notlagen zu unterstützen. Das BBK arbeitet eng mit anderen Behörden, Organisationen und Einrichtungen im Bereich des Bevölkerungsschutzes und der Katastrophenhilfe zusammen. Das BBK ist zuständig für die Erstellung von Konzepten und Plänen zur Vorbereitung auf den Ernstfall sowie für die Koordination von Maßnahmen im Katastrophenfall. Dabei arbeitet es eng mit den Ländern und kommunalen Behörden zusammen, um eine möglichst effektive und koordinierte Hilfeleistung sicherzustellen. Das BBK bietet auch eine Vielzahl von Informations- und Schulungsangeboten für die Bevölkerung an, um diese auf Katastrophen und Notlagen vorzubereiten. Dazu gehören beispielsweise Warn-Apps wie die WarnWetter-App oder der Warn-Service KATWARN, die die Bevölkerung bei drohenden Gefahren warnen. Auch Schulungen für Unternehmen und Organisationen gehören zum Angebot des BBK. Quelle: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (2021), Über uns: https://www.bbk.bund.de Links: + WarnWetter-App: https://www.warnwetterapp.de/ + KATWARN: https://www.katwarn.de/ Bevorratung Bevorratung von Lebensmitteln ist eine Vorsichtsmaßnahme, die viele Menschen ergreifen, um auf unvorhergesehene Situationen vorbereitet zu sein. Dazu gehört beispielsweise eine Naturkatastrophe, eine politische Krise oder eine Pandemie. In diesem Artikel werden die wichtigsten Begriffe und Konzepte der Bevorratung von Lebensmitteln erläutert. 1. Notration: Eine Notration ist eine Menge an Lebensmitteln, die eine Person für einen bestimmten Zeitraum aufbewahren sollte, um in Notfällen über genügend Nahrungsmittel zu verfügen. Die genaue Menge und Art der Lebensmittel hängt von verschiedenen Faktoren wie der Anzahl der Personen im Haushalt und der Dauer der Bevorratung ab. 2. Haltbarkeit: Die Haltbarkeit von Lebensmitteln gibt an, wie lange ein Produkt bei richtiger Lagerung und Handhabung seine Qualität behält und sicher zu verzehren ist. Das Verfallsdatum und das Mindesthaltbarkeitsdatum sind wichtige Informationen, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu bestimmen. 3. Lagerung: Eine ordnungsgemäße Lagerung von Lebensmitteln ist wichtig, um ihre Haltbarkeit zu verlängern und eine Kontamination zu vermeiden. Trockene, kühle und dunkle Orte wie Speisekammern oder Keller sind ideal für die Lagerung von nicht verderblichen Lebensmitteln wie Konserven und Trockenwaren. 4. Vorratsliste: Eine Vorratsliste ist eine Liste von Lebensmitteln, die man im Voraus kaufen und aufbewahren sollte. Diese Liste sollte an die individuellen Bedürfnisse und Vorlieben angepasst und regelmäßig aktualisiert werden, um sicherzustellen, dass die Vorräte aufgefüllt bleiben. 5. Bevorratungsplan: Ein Bevorratungsplan ist ein Plan, der festlegt, welche Lebensmittel und Mengen gekauft und aufbewahrt werden sollen. Dieser Plan sollte an individuelle Bedürfnisse angepasst werden und Faktoren wie die Haltbarkeit von Lebensmitteln und die Verfügbarkeit von Lagerplatz berücksichtigen. Hier ist ein nützlicher Link zum Thema Bevorratung von Lebensmitteln: e https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/vorsorge_node.html Bushcraft Bushcraft ist eine Outdoor-Technik, die sich auf das Überleben und Leben in der Natur konzentriert. Es geht darum, die Natur zu verstehen und sich mit ihr zu verbinden, um sicher und komfortabel zu überleben. Hier sind einige wichtige Begriffe und Konzepte im Zusammenhang mit Bushcraft: e Feuer machen: Feuer ist eine der wichtigsten Fähigkeiten im Bushcraft. Sie ermöglicht es, Essen zu kochen, Wasser zu sterilisieren und warm zu bleiben. Verschiedene Methoden werden verwendet, um Feuer zu machen, wie Reiben von Holz, Funken erzeugen oder Brennstoffe mit Feuerzeugen entzünden. « Shelterbau: Der Bau eines Unterschlupfs oder einer Unterkunft in der Wildnis ist ein wichtiger Aspekt des Bushcraft. Es gibt verschiedene Arten von Shelters, wie Zelte, Hütten, Laubhütten oder Schneehöhlen. Es ist wichtig, den richtigen Standort zu wählen und Materialien in der Umgebung zu finden. + Wasser finden und filtern: Das Finden von Wasserquellen und die sichere Nutzung von Wasser in der Natur ist eine weitere wichtige Fähigkeit. Es ist wichtig, Wasserquellen zu identifizieren und sie zu filtern, um unerwünschte Bakterien oder Schadstoffe zu entfernen. Methoden zur Wasserfiltration können zum Beispiel chemische Behandlung, Abkochen oder Filterung mit speziellen Geräten sein. + Navigation: In der Wildnis navigieren zu können, ist auch ein wichtiger Aspekt des Bushcraft. Es ist wichtig, die Orientierung mithilfe von Karten, Kompassen oder Sternen zu kennen und über grundlegende Topografiekenntnisse zu verfügen. + Wildnis-Erste-Hilfe: Das Wissen und die Fähigkeit zur Erste-Hilfe in der Wildnis können lebensrettend sein. Es ist wichtig, Verletzungen und Krankheiten zu erkennen und adäquat zu behandeln. Diese Konzepte und Fähigkeiten sind nur einige der wichtigen Aspekte des Bushcraft. Es gibt viele Quellen und Ressourcen, um mehr über dieses Thema zu erfahren. Hier sind einige Links, um mehr zu erfahren: « Bushcraft-Forum: https://www.bushcraft-germany.com/ « Bushcraft USA: https://bushcraftusa.com/forum « Survivopedia: https://www.survivopedia.com/category/survival-skills/bushcraft-skills/ Die Bushcraft-Community ist sehr aktiv und es gibt viele Foren und Online-Gruppen, in denen man sich mit anderen Bushcraftern austauschen und vernetzen kann. Blackout Ein Blackout bezeichnet den plötzlichen und vollständigen Ausfall der Stromversorgung in einer großen Region (mehrere Länder übergreifend). Blackouts können auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, wie beispielsweise Überlastungen im Stromnetz, technische Fehler in der Stromversorgung, Naturkatastrophen oder menschliches Versagen. Quellen und Links: « Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): https://www.bbk.bund.de « Deutsche Energie-Agentur (dena): https://www.dena.de « Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW): https:// www.bdew.de « Technisches Hilfswerk (THW): https://www.thw.de Brownout Ein Brownout ist eine vorübergehende Abnahme der Stromspannung im Netz, die zu einer Unterbrechung der Stromversorgung von elektrischen Geräten führen kann. Im Gegensatz zum kompletten Stromausfall, bei dem die Stromversorgung vollständig unterbrochen wird, bleibt beim Brownout die Stromversorgung bestehen, jedoch mit einer niedrigeren Spannung. Brownouts können verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel Überlastung des Stromnetzes, schlechte Wartung von Stromleitungen und -transformatoren, oder auch wetterbedingte Einflüsse wie Blitzschläge oder Stürme. Ein Brownout kann zu Schäden an elektrischen Geräten führen, da diese unter einer niedrigeren Spannung als vorgesehen betrieben werden. Insbesondere empfindliche elektronische Geräte wie Computer und Server können bei einem Brownout beschädigt werden. Es ist daher ratsam, elektronische Geräte mit einem unterbrechungsfreien Stromversorgungssystem (USV) auszustatten, um mögliche Schäden zu vermeiden. Quellenhinweise: « Energie-Lexikon: https://www.energie-lexikon.info/brownout.html « Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft: https://www.bdew.de Brunnen Ein Brunnen ist eine künstliche Konstruktion, die dazu dient, Grundwasser oder andere Wasservorkommen an die Oberfläche zu befördern. Brunnen können fiir verschiedene Zwecke genutzt werden, zum Beispiel zur Trinkwassergewinnung, Bewässerung, Energiegewinnung oder als dekoratives Element in Gärten und Parks. Es gibt verschiedene Arten von Brunnen, darunter: ss Schachtbrunnen: Auch als Tiefbrunnen bezeichnet, reicht dieser Brunnen bis tief in den Boden, um Grundwasser zu erschließen. + Quellbrunnen: Diese Brunnen werden an Quellen oder Quellaustritten errichtet, um das dort fließende Wasser zu nutzen. « Zierbrunnen: Diese Brunnen dienen in erster Linie der Verschönerung von Gärten und öffentlichen Plätzen. Hier sind einige Links, die weitere Informationen zum Thema Brunnen bereitstellen: « Artikel zum Thema Brunnen auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Brunnen se Informationen zu Brunnenbau und Wasserversorgung auf der Seite des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: https://www.bmz.de Hier findest du eine Liste mit Brunnen, die Trinkwasser liefern: www. brunnen-trinkwasser.de Chest Seal Ein Chest Seal ist ein medizinisches Hilfsmittel, das bei Verletzungen der Brustwand eingesetzt wird, um das Eindringen von Luft in den Pleuraraum zu verhindern. In der präklinischen Versorgung wird ein Chest Seal häufig bei Verletzungen durch Schuss- oder Stichwunden eingesetzt, um einen Pneumothorax (Kollaps der Lunge aufgrund von Luft im Pleuraraum) zu verhindern. Ein Chest Seal besteht aus einem flachen, selbstklebenden Pflaster, das auf die Brustwand aufgebracht wird, um die Verletzung abzudecken und zu versiegeln. Es gibt verschiedene Arten von Chest Seals auf dem Markt, darunter ventilierte und nicht ventilierte Modelle. Ein Beispiel für einen ventilierten Chest Seal ist das HALO Chest Seal von Combat Medical Systems. Dieses Produkt verfügt über eine eingebaute Ventilfunktion, die das Entweichen von Luft aus dem Pleuraraum ermöglicht, aber das Eindringen von Luft verhindert. Ein Beispiel für einen nicht ventilierten Chest Seal ist das Bolin Chest Seal von H&H Medical. Dieses Produkt verfügt nicht über eine Ventilfunktion und versiegelt die Verletzung vollständig, um das Eindringen von Luft zu verhindern. Die Verwendung eines Chest Seals erfordert spezielle Schulungen und Kenntnisse, um sicherzustellen, dass es ordnungsgemäß angewendet wird. Es ist wichtig, das richtige Modell für den jeweiligen Einsatzfall auszuwählen und die Anweisungen des Herstellers genau zu befolgen. Quellen: « https://www.combatmedical.com/products/halo-chest-seal « https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK499873/ Cyberangriff Ein Cyberangriff ist ein gezielter Versuch, Computersysteme, Netzwerke oder Geräte zu manipulieren, zu stören oder zu zerstoren, um Zugriff auf vertrauliche Daten zu erhalten oder Schaden anzurichten. Hier sind einige wichtige Begriffe, die bei der Beschreibung von Cyberangriffen verwendet werden: 1. Malware: Kurzform für Malicious Software. Eine bösartige Software, die dazu verwendet wird, ein Computersystem zu infiltrieren oder zu schädigen. 2. Phishing: Eine betrügerische Methode, um an sensible Informationen wie Benutzernamen, Passwörter und Kreditkartennummern zu gelangen. Dies wird oft durch das Versenden von gefälschten E-Mails oder Textnachrichten erreicht. 3. Denial-of-Service-Angriff (DoS): Eine Angriffsmethode, bei der das Ziel darin besteht, den normalen Betrieb eines Computersystems oder Netzwerks zu beeinträchtigen oder zu unterbrechen. 4. Ransomware: Eine Art von Malware, die die Daten des Opfers verschlüsselt und dann ein Lösegeld fordert, um die Daten wiederherzustellen. 5. Social Engineering: Eine Methode, diedie menschliche Natur ausnutzt, um Informationen oder Zugang zu einem Computersystem zu erhalten. Es kann zum Beispiel durch gefälschte Telefonanrufe oder E-Mails geschehen. 6. Exploit: Eine spezielle Art von Software oder Code, die eine Schwachstelle in einem Computersystem ausnutzt, um unberechtigten Zugriff zu erlangen oder Schaden anzurichten. Quellen: + „What is a Cyber Attack? Definition, Types, and Examples“ von Norton- LifeLock + „Glossary of Cybersecurity Terms“ von Cybersecurity and Infrastructu- re Security Agency https:// WWW.Cisa.gov +, 10 Types of Cyber Attacks and How to Protect Against Them" von Va- ronis https://www.varonis.com/blog/ types-of-cyber-attacks/ + „What Is Social Engineering? How to Recognize and Avoid It" von Ka- spersky https://www.kaspersky.com/ resource-center/definitions/ what-is-social-engineering + „What Is an Exploit and How Do Hackers Use Them?" von McAfee https://www.mcafee.com/blogs/ EDC Every Day Carry (EDC) bezieht sich auf die Dinge, die eine Person täglich bei sich trägt, um auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet zu sein. Diese Gegenstände können je nach individuellem Bedarf und Lebensstil variieren, aber typischerweise umfassen sie Werkzeuge, Gadgets, Kleidung und andere Ausriistungsgegenstande. Quellen und Links: « Everyday Carry: What's In Your Bag? Artikel von Forbes, der einige der besten EDC-Ausriistungen vorstellt. e The EDC Community Eine Facebook-Gruppe, in der EDC-Enthusiasten ihre Ausrüstung teilen und diskutieren können. + The EDC Forum - Eine Online-Community für EDC-Enthusiasten. * The Ultimate Guide to Everyday Carry (EDC) - Ein umfassender Leitfa- den für EDC-Ausrüstungen auf der Website von Primer Magazine. EMP Ein EMP (Elektromagnetischer Impuls) bezeichnet eine plötzliche, starke Störung im elektromagnetischen Feld, die durch eine hohe Energiefreisetzung entsteht. Diese Störung kann elektronische Geräte, wie beispielsweise Computer, Handys, Autos oder auch Stromversorgungssysteme, beschädigen oder sogar zerstören. EMPs können sowohl durch natürliche Phänomene wie Sonneneruptionen als auch durch menschliche Handlungen wie Atomexplosionen oder Cyberangriffe erzeugt werden. In der modernen Gesellschaft sind wir stark von elektronischen Geräten abhängig und ein EMP könnte massive Auswirkungen auf unsere Infrastruktur haben. Deshalb wird seit Jahren an Strategien gearbeitet, um EMP-Schutzmaßnahmen in verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel der Stromversorgung oder militärischen Systemen, zu implementieren. Quellen: + „EMP Protection for America's Domestic Infrastructure: Summary of a Workshop“ von National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine * „High-Altitude Electromagnetic Pulse (HEMP) and High-Power Microwave (HPM) Devices: Threat Assessments” von Congressional Research Service « Electromagnetic Pulse (EMP) Protection and Resilience Guidelines for Critical Infrastructure and Equipment” von Federal Emergency Management Agency (FEMA) EPA Die Einmannpackung (EPA) ist eine standardisierte militärische Verpflegung, die in vielen Armeen weltweit eingesetzt wird. Die EPA besteht aus verschiedenen Komponenten wie Hauptgericht, Beilagen, Brot, Aufstrichen und Süßigkeiten, die zusammen in einer robusten Verpackung untergebracht sind. Hier sind einige wichtige Begriffe und Informationen zum Thema EPA: 1. Geschichte: Die EPA wurde erstmals im Zweiten Weltkrieg von der US-Armee eingefiihrt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert. 2. Inhalte: Die EPA enthalt eine ausgewogene Mischung aus Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten sowie eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen. Jede EPA kann zwischen 1200 und 4000 Kalorien enthalten. 3. Verpackung: Die EPA ist in einer luft- und wasserdichten Verpackung untergebracht, die eine lange Haltbarkeit garantiert und gleichzeitig eine einfache Lagerung und Transport ermöglicht. 4. Einsatzgebiete: Die EPA wird von Armeen weltweit in verschiedenen Einsatzgebieten verwendet, insbesondere in Situationen, in denen eine schnelle und einfache Verpflegung notwendig ist, zum Beispiel bei militärischen Operationen oder bei Katastrophenhilfe. 5. Kritik: Obwohl die EPA eine wichtige Rolle bei der Versorgung von Soldaten im Einsatz spielt, gibt es auch Kritik an der Verpflegung. Einige Soldaten beklagen sich über den Geschmack und die begrenzte Auswahl, während andere Bedenken hinsichtlich der langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Quellen: « „Einmannpackung“ auf der Webseite der Bundeswehr: https://www. bundeswehr.de/de/ausruestung- technik-bundeswehr * „MRE (Meals, Ready-to-Eat)“ auf der Webseite des US-Militärs: https:// www.defense.gov/News/Feature- Stories/ Energiewende Die Energiewende bezieht sich auf den Übergang von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien und einer nachhaltigen Energieversorgung. 1. Erneuerbare Energien: Erneuerbare Energien sind Energiequellen, die sich kontinuierlich erneuern, wie Sonnenenergie, Windenergie, Wasserkraft und Biomasse. 2. Kohlenstoffarme Energie: Kohlenstoffarme Energie bezieht sich auf Energiequellen, die wenig oder kein Kohlendioxid ausstoßen, wie zum Beispiel Kernenergie und erneuerbare Energien. 3. Klimawandel: Der Klimawandel bezieht sich auf die Veränderungen im Klimasystem der Erde, die auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind und zu einem Anstieg der globalen Temperaturen führen. 4. Treibhausgasemissionen: Treibhausgasemissionen beziehen sich auf die Freisetzung von Gasen wie Kohlendioxid und Methan, die den Treibhauseffekt verstärken und zur globalen Erwärmung beitragen. 5. Emissionshandel: Emissionshandel bezieht sich auf ein System, in dem Unternehmen Emissionsrechte kaufen und verkaufen können, um ihre Treibhausgasemissionen zu reduzieren. 6. Netto-Null-Emissionen: Netto-Null-Emissionen beziehen sich auf den Zustand, in dem die Treibhausgasemissionen auf null reduziert werden, entweder durch Emissionsreduzierung oder durch Kompensation. 7. Smart Grid: Ein Smart Grid ist ein Stromnetz, das mit Technologie ausgestattet ist, die die Energieeffizienz verbessert und die Integration erneuerbarer Energien erleichtert. 8. Energieeffizienz: Energieeffizienz bezieht sich auf die Effizienz, mit der Energie genutzt wird, um eine bestimmte Leistung zu erbringen, wie zum Beispiel Beleuchtung oder Heizung. 9. Dezentralisierung: Dezentralisierung bezieht sich auf die Verteilung von Energieerzeugung und -speicherung auf lokale Quellen wie Solardächer oder Windkraftanlagen. 10. Energiespeicherung: Energiespeicherung bezieht sich auf Technologien wie Batterien, die in der Lage sind, Energie zu speichern und später bei Bedarf bereitzustellen. Quellenangaben und Links: 1. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi): https://www. bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/ energiewende.html 2. Deutsche Energie-Agentur (dena): https://www.dena.de/ 3. Umweltbundesamt (UBA): https://www.umweltbundesamt.de/themen/energie-und-klimaschutz/ energiewende 4. European Commission: https://ec.europa.eu/energy/topics/renewable- energy_en 5. International Renewable Energy Agency (IRENA): https://www.irena.org Einkochen Einkochen ist eine Konservierungsmethode fiir Lebensmittel, bei der sie in Glaser oder Dosen gefüllt und dann in einem Wasserbad oder Dampf sterilisiert werden. Durch das Erhitzen wird die Haltbarkeit der Lebensmittel verlängert, da Bakterien und andere Mikroorganismen abgetotet werden. Besonders geeignet fiir das Einkochen sind säurehaltige Lebensmittel wie Obst, Gemüse oder auch TomatensofRe. Aber auch Marmeladen und Gelees können auf diese Weise konserviert werden. Wichtig ist, dass die Gläser oder Dosen vor dem Einkochen sauber und sterilisiert sind, um eine Verunreinigung der Lebensmittel zu vermeiden. Das Einkochen hat eine lange Tradition und wurde bereits im 19. Jahrhundert in Europa und den USA populär. Heute wird diese Methode wieder vermehrt genutzt, um Lebensmittel haltbar und umweltschonend zu konservieren. Quellen: « https://www.kuechengoetter.de/praxiswissen/einkochen « https://www.oekolandbau.de/ Economic Hitman Economic Hitman ist ein Begriff, der erstmals vom US-amerikanischen Autor John Perkins in seinem Buch „Bekenntnisse eines Economic Hitman" geprägt wurde. Es bezieht sich auf einen Wirtschaftsagenten, der im Auftrag von Regierungen oder großen Konzernen in Entwicklungslandern tätig ist, um diese Lander zu kontrollieren und auszubeuten. Die Arbeit der Economic Hitmen besteht darin, Entwicklungsprojekte wie Straßen, Staudamme und Kraftwerke in Ländern mit schwacher Wirtschaft zu planen und durchzuführen. Diese Projekte werden oft von internationalen Finanzinstitutionen wie dem Internationalen Wahrungsfonds und der Weltbank finanziert. Die Economic Hitmen überreden die Regierung des betroffenen Landes, diese Projekte durchzufiihren, indem sie ihnen versprechen, dass sie das Land wirtschaftlich voranbringen und Arbeitsplätze schaffen werden. Tatsächlich sind diese Projekte jedoch oft nicht rentabel und verschulden das Land zusätzlich. Die Economic Hitmen verwenden auch andere Taktiken, um die Regierungen der betroffenen Länder zu kontrollieren. Sie bieten Schmiergelder an und fördern Korruption, um Entscheidungen in ihrem Sinne zu beeinflussen. Sie bedrohen auch die politische Stabilität der Länder, indem sie Regime-Change- Operationen durchführen, wenn die Regierungen nicht kooperieren. Economic Hitmen sind in der Regel Wirtschaftswissenschaftler, Anwälte oder Finanzexperten, die für große Konzerne oder Regierungsbehörden arbeiten. Ihre Arbeit ist geheim und die meisten Menschen wissen nichts von ihrer Existenz. Obwohl der Begriff Economic Hitman von John Perkins geprägt wurde, wird er heute oft verwendet, um ähnliche Praktiken von Regierungen und Konzernen auf der ganzen Welt zu beschreiben. Quellen: « Perkins, John. Bekenntnisse eines Economic Hitman. Goldmann Verlag, 2005. « „Economic Hitman". Investopedia. + „John Perkins: Confessions of an Economic Hit Man“. TED Talks. Fallenbau Fallenbau ist eine Technik zur Jagd von Tieren, bei der Fallen aufgestellt werden, um Beute zu fangen. Es gibt viele verschiedene Arten von Fallen, die für verschiedene Tierarten und Zwecke verwendet werden können. Hier sind einige der häufigsten Arten von Fallen: 1. Falle mit Schlinge: Eine Falle mit Schlinge ist eine Art von Falle, bei der eine Schlinge um den Hals oder den Körper des Tieres gelegt wird, um es zu strangulieren oder zu ersticken. Diese Fallen werden oft für Raubtiere wie Füchse, Kojoten und Waschbären verwendet. 2. Kastenfalle: Eine Kastenfalle ist eine Art von Falle, bei der das Tier in einen Kasten gelockt wird, der dann zuschnappt, um das Tier zu fangen. Diese Fallen werden oft für Nagetiere wie Mäuse und Ratten verwendet. 3. Grube mit Spießen: Eine Grube mit Spießen ist eine Art von Falle, bei der eine Grube ausgegraben wird und mit Spießen oder Stäben ausgekleidet wird, um das Tier zu durchbohren oder zu erstechen, wenn es hineinfällt. Diese Fallen werden oft für größere Tiere wie Wildschweine und Hirsche verwendet. 4. Schlagfalle: Eine Schlagfalle ist eine Art von Falle, bei der das Tier durch einen schnellen Schlag getötet wird. Diese Fallen werden oft für Nagetiere wie Ratten und Mäuse verwendet. Es ist wichtig zu beachten, dass in vielen Ländern und Regionen die Verwendung von Fallen eingeschränkt oder verboten ist. Es ist wichtig, sich über lokale Gesetze und Vorschriften zu informieren, bevor man Fallen aufstellt. Hier sind einige Quellen und Links, die weitere Informationen zum Thema Fallenbau bieten: 1. https://www.jagderleben.de/ 2. https://www.nabu.de/ 3. https://www.bmel.de/ 4. https://www.jagdverband.de/ Feuerstahl Feuerstahl ist ein Werkzeug zum Erzeugen von Funken, die zur Entzündung von Brennmaterial verwendet werden können. Im Gegensatz zu Streichhölzern oder Feuerzeugen ist ein Feuerstahl eine dauerhafte und wiederverwendbare Lösung für Feuerstarter-Bedürfnisse in der Wildnis oder beim Camping. Ein Feuerstahl besteht in der Regel aus einem Stahlstab und einem Schaber, auch als Flint oder Zunder bezeichnet. Hier sind einige Begriffe, die dir bei der Beschäftigung mit Feuerstahl hilfreich sein können: 1. Stahlstab: Der Stahlstab ist der Teil des Feuerstahls, der Funken erzeugt. Er besteht aus einer speziellen Legierung, die Funken erzeugt, wenn sie mit dem Schaber in Kontakt kommt. Der Stahlstab kann je nach Hersteller und Modell unterschiedliche Längen und Durchmesser haben. 2. Schaber: Der Schaber ist das verwendete Werkzeug, um den Stahlstab zu schaben und Funken zu erzeugen. Der Schaber kann aus Metall, Kunststoff oder Holz bestehen und ist oft mit einer scharfen Kante versehen, um den Stahlstab effektiv abzuschaben. 3. Flint: Flint ist ein Begriff, der manchmal synonym mit Feuerstahl verwendet wird, bezieht sich jedoch speziell auf den Schaber oder Zunder. Flint kann aus verschiedenen Materialien wie Stahl, Eisen, Quarz oder anderen Gesteinen bestehen, die eine hohe Härte und Zerbrechlichkeit aufweisen und Funken erzeugen, wenn sie mit dem Stahlstab in Kontakt kommen. 4. Zunder: Zunder ist das verwendete Material, um den Funken zu entzünden und das Feuer zu starten. Es kann aus verschiedenen Materialien wie Papier, Stoff, trockenem Gras oder Blättern, Holzspänen oder Pilzen bestehen. Hier sind einige Quellen und Links: 1. Feuerstahl auf Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Feuerstahl 2. Bushcraft-Forum.de: https://www.bushcraft-germany.com/ Fischzucht Fischzucht ist ein wichtiger Wirtschaftszweig, der weltweit betrieben wird. Dabei werden Fische in kontrollierten Umgebungen gezüchtet, um den Bedarf an Fischprodukten zu decken und Wildfischpopulationen zu entlasten. Die Fischzucht kann in Teichen, Tanks oder Meerwasserfarmen durchgeführt werden und erfordert eine sorgfältige Überwachung und Management, um eine optimale Wachstumsrate und Gesundheit der Fische zu gewährleisten. Fischzucht ist nicht ohne Herausforderungen, wie Krankheitsbekämpfung, Umweltbelastungen, Überfütterung und Ausbrüche von Parasiten oder Raubtieren. Daher sind Kenntnisse und Erfahrungen in der Fischzucht von größter Bedeutung, um erfolgreich zu sein. Zusätzlich zur Produktion von Fischprodukten hat die Fischzucht auch positive Auswirkungen auf die lokale Wirtschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Nachhaltigkeit der Fischzucht hängt jedoch von der Einhaltung von Umweltauflagen, der Verwendung von Futtermitteln aus nachhaltigen Quellen und der sorgfältigen Auswahl von Zuchtarten ab. Quellen: * Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO). (2021). The State of World Fisheries and Aquaculture 2020. http://www.fao.org/3/ca9229en/ca9229en.pdf « Tacon, A. G. J., & Metian, M. (2015). Global overview on the use of fish meal and fish oil in industrially compounded aquafeeds: Trends and future prospects. Aquaculture, 4-10. https://doi.org/10.1016/j.ag- pro.2015.02.001 « Fitzsimmons, K. (2012). Tilapia Aquaculture. John Wiley & Sons. Funklizenz Eine Funklizenz ist eine behördliche Genehmigung, die es einem Unternehmen oder einer Person erlaubt, Funkfrequenzen zu nutzen. Diese Genehmigung ist notwendig, da Funkfrequenzen ein begrenztes Gut sind und daher eine Regulierung benötigen, um sicherzustellen, dass sie effizient und gerecht genutzt werden. Es gibt verschiedene Arten von Funklizenzen, die je nach Art der Funknutzung erforderlich sind. Einige Beispiele sind: « Amateurfunklizenz: Diese Lizenz wird benötigt, um als Amateurfunker zu operieren. Amateurfunk ist ein Hobby, bei dem Funkamateure ihre eigenen Funkausrüstungen bauen und betreiben und mit anderen Funkamateuren auf der ganzen Welt kommunizieren. + Mobilfunklizenz: Diese Lizenz wird benötigt, um Mobilfunkdienste anzubieten. Mobilfunkdienste sind drahtlose Telekommunikationsdienste, die es Benutzern ermöglichen, Sprach- und Datenverbindungen über eine Mobilfunkinfrastruktur herzustellen. + Satellitenfunklizenz: Diese Lizenz wird benötigt, um Satellitenkommunikationsdienste anzubieten. Satellitenkommunikation ist eine drahtlose Kommunikation, bei der Signale zwischen der Erde und einem Satelliten ausgetauscht werden, um Sprach- und Datenverbindungen herzustellen. Die genauen Anforderungen und Verfahren zur Erlangung einer Funklizenz können je nach Land und Region unterschiedlich sein. In den USA beispielsweise sind die Federal Communications Commission (FCC) und die National Telecommunications and Information Administration (NTIA) für die Vergabe von Funklizenzen zuständig. Hier sind einige Quellen und Links, die weitere Informationen zum Thema Funklizenz bereitstellen: « International Telecommunication Union (ITU): https://www.itu.int/en/pages/default.aspx « Bundesnetzagentur: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/Telekommunikaton/Frequenzen/ SpezielleAnwendungen/Amateurfunk/start.html « https://www.funklizenz.de/ Funkgeräte Funkgeräte sind elektronische Geräte, die zur drahtlosen Kommunikation über Funkwellen genutzt werden. Sie werden in vielen Bereichen eingesetzt, wie zum Beispiel in der Luftfahrt, beim Militär, im Rettungsdienst, in der Schifffahrt, bei der Polizei und im privaten Bereich. Hier sind einige wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Funkgeräten: 1. Frequenz: Die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde, die eine Funkwelle durchführt. Die Frequenz wird in Hertz (Hz) gemessen. 2. Kanal: Ein spezifischer Frequenzbereich, der für die Übertragung von Funksignalen reserviert ist. 3. Modulation: Die Art und Weise, wie ein Signal auf eine Funkwelle aufgeprägt wird, um es über eine bestimmte Entfernung zu übertragen. 4. Reichweite: Die maximale Entfernung, die ein Funkgerät ein Signal übertragen kann, bevor es zu starken Signalverlusten kommt. 5. Verschlüsselung: Ein Verfahren zur Verschlüsselung von Funksignalen, um eine sichere und private Kommunikation zu gewährleisten. Hier sind einige Quellen und Links: 1. „Introduction to Radio Communications“ von Radio Society of Great Britain (RSGB): https://rsgb.org/ 2. „Radio Communications Basics“ von Federal Communications Commission (FCC): https://www.fcc.gov/ Ferngläser Ferngläser sind optische Instrumente, die für die Beobachtung von Objekten in der Ferne verwendet werden. Sie bestehen aus zwei Teleskopen, die nebeneinander montiert sind und gemeinsam ein stereoskopisches Bild erzeugen. Dadurch ermöglichen sie eine vergrößerte Darstellung von entfernten Objekten, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind. Hier sind einige wichtige Begriffe rund um Ferngläser und deren Bedeutung: « Vergrößerung: Die Vergrößerung bezieht sich auf das Verhältnis der scheinbaren Größe des Objekts durch das Fernglas im Vergleich zur tatsächlichen Größe des Objekts. Eine Vergrößerung von zehnmal bedeutet beispielsweise, dass das Objekt zehnmal größer erscheint als mit bloßem Auge. Vergrößerungen von acht- bis zehnmal für die meisten Anwendungen ausreichend. » Objektivdurchmesser: Der Objektivdurchmesser bezieht sich auf die Größe der Objektivlinse, die sich am weitesten vom Auge befindet. Ein größerer Objektivdurchmesser führt zu einem helleren Bild und einer größeren Tiefenschärfe. Ein kleinerer Objektivdurchmesser macht das Fernglas leichter und handlicher. * Austrittspupille: Die Austrittspupille bezieht sich auf den Durchmesser des Lichtstrahls, der das Fernglas verlässt und ins Auge gelangt. Die Austrittspupille ist abhängig von der Größe des Objektivdurchmessers und der Vergrößerung. Eine Austrittspupille von 4 mm oder mehr ist in der Regel ausreichend für eine gute Bildqualität. Prismen: Die meisten Ferngläser verwenden Dach- oder Porroprismen, um das Bild aufzurichten und eine gute Bildqualität zu gewährleisten. Dachprismen sind kompakter und leichter, während Porroprismen ein breiteres Sichtfeld bieten. * Fokussierung: Die Fokussierung bezieht sich auf die Möglichkeit, das Bild scharfzustellen. Die meisten Ferngläser verfügen über einen zentralen Fokussierring und manche Modelle haben auch einen Dioptrienausgleich, um das Fernglas an die individuelle Sehkraft anzupassen. * Bildstabilisierung: Einige Ferngläser sind mit einer Bildstabilisierungsfunktion ausgestattet, die Verwacklungen und Bewegungen ausgleicht und ein ruhiges Bild ermöglicht. Hier sind einige Quellen für weiterführende Informationen zu Ferngläsern: « Zeiss: https://www.zeiss.de/ « Birdwatching Bliss: https://www.birdwatching-bliss.com/ « OutdoorGearLab: https://www.outdoorgearlab.com/ Feuer anziinden Feuer anziinden ist eine uralte Fertigkeit, die von Menschen seit Tausenden von Jahren genutzt wird. Hier ist ein Glossar von Begriffen und Konzepten, die mit dem Thema „Feuer anziinden” verbunden sind: 1. Zunder: Materialien, die leicht entzündbar sind und als Brennstoffe dienen können, um das Feuer zu starten. Dies können trockene Blätter, Gras, Stroh oder Baumrinde sein. 2. Feuerstein: ein Gestein, das Funken erzeugen kann, wenn es mit Stahl oder einem harten Gegenstand geschlagen wird. Diese Funken können verwendet werden, um Zunder zu entzünden und das Feuer anzufachen. 3. Feuerstahl: ein modernes Werkzeug, das Funken erzeugt, wenn es mit einem Stahlstück gerieben wird. Feuerstähle sind langlebiger als Feuersteine und können in jeder Umgebung verwendet werden. 4. Streichhölzer: Stäbchen, die mit chemischen Substanzen behandelt wurden, um schnell zu brennen und Feuer zu entfachen. Es gibt zwei Arten von Streichhölzern: Einweg- und Mehrweg-Streichhölzer. 5. Feueranzünder: moderne Produkte, die oft aus Papier oder Wachs bestehen und mit Chemikalien behandelt werden, um schnell zu brennen und Feuer zu entfachen. Feueranzünder sind eine bequeme Option, wenn man schnell ein Feuer entfachen möchte. 6. Feuerholz: größere Stücke von Holz, die als Brennstoffe dienen und das Feuer am Brennen halten. Es ist wichtig, trockenes und gut abgelagertes Holz zu verwenden, um ein Feuer aufrechtzuerhalten. 7. Feuerstelle: ein speziell angelegter Bereich, in dem ein Feuer entzündet werden kann. Feuerstellen können aus Steinen, Ziegeln oder Beton gebaut werden und sollten an einem sicheren Ort, wie zum Beispiel einem Campingplatz, verwendet werden. Hier sind einige Quellen und Links: « „Feuer machen ohne Streichhölzer“ von der Deutschen Waldjugend: https://www.waldjugend.de/ « „Feuerstahl vs. Feuerstein: Welcher ist der beste Feuerstarter?“ von The Prepared: https://theprepared.com/ Feuer löschen Feuerloschen bezieht sich auf alle Maßnahmen, die ergriffen werden, um ein Feuer zu kontrollieren oder zu löschen. Hier sind einige der wichtigsten Begriffe und Konzepte, die mit dem Thema Feuerldschen verbunden sind: 1. Feuerlöscher: Ein tragbares Gerät, das dazu dient, kleine Feuer zu löschen oder zu kontrollieren. Es gibt verschiedene Arten von Feuerldschern, die fiir unterschiedliche Brandklassen ausgelegt sind. Die bekanntesten Klassen sind ABC, BC und A. 2. Feuerwehr: Eine Organisation, die professionell geschulte und ausgeriistete Feuerwehrleute und -ausriistung bereitstellt, um größere Brande zu löschen und Leben zu retten. In Deutschland ist die Feuerwehr eine Aufgabe der Kommunen. 3. Brandmelder: Ein automatisches Uberwachungssystem, das Rauch oder Wärme erkennt und ein Signal an eine zentrale Alarmierungseinrichtung sendet. Es gibt auch Systeme, die direkt die Feuerwehr alarmieren. 4. Löschmittel: Materialien, die zur Unterdrückung oder Löschung von Branden verwendet werden können. Zum Beispiel Wasser, Schaum, Trockenchemikalien oder Kohlendioxid. 5. Rauchmelder: Ein Gerät, das bei Rauchentwicklung ein lautes Alarmsignal ausgibt, um Menschen vor einem Brand zu warnen. 6. Feuerlöschtaktiken: Verschiedene Strategien und Techniken, die von Feuerwehrleuten angewendet werden, um Brände zu löschen oder unter Kontrolle zu halten. Dazu gehören zum Beispiel das Abschneiden von Brennstoffquellen, das Eindämmen von Feuerlinien und das gezielte Löschen von Bränden. Quellen und Links: + Informationen zum Feuerlöscher und den Brandklassen finden Sie auf der Website des Deutschen Feuerwehrverbandes: https://www.feuerwehrverband.de/ * Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. (bvbf): https://www.bvbf-brandschutz.de/feuerloescher- lernen/feuerloescher/ * Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM): https://www.bam.de/ « Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV): https://www.dquv.de/ « Verband der Feuerwehren in NRW (VdF NRW): https://www.vdf-nrw.de/ Freie Waffen Als „freie Waffen“ bezeichnet man in Deutschland bestimmte Arten von Waffen, die man ohne besondere Erlaubnis besitzen und erwerben darf. Hierzu zählen beispielsweise Schreckschuss-, Gas- und Signalwaffen. Diese Waffen sind zwar nicht tödlich, können aber dennoch gefährlich sein, wenn sie falsch verwendet werden oder in die falschen Hände geraten. Schreckschusswaffen sehen echten Waffen oft sehr ähnlich und können deshalb schnell für Verwechslungen sorgen. Sie dürfen nur mit einem „kleinen Waffenschein“ erworben werden, den man bei der zuständigen Behörde beantragen muss. Außerdem muss man mindestens 18 Jahre alt sein und darf keine Vorstrafen haben. Gaswaffen, auch bekannt als Gas-Signalwaffen oder Schreckschusspistolen mit Gas, werden in der Regel für Selbstverteidigung oder Signalgebung genutzt. Sie verschießen Gaspatronen, die eine laute Knall- und Lichterscheinung erzeugen. Auch für den Besitz und Erwerb von Gaswaffen benötigt man einen kleinen Waffenschein. Signalwaffen wiederum werden vor allem für Signalgebung, zum Beispiel auf See oder in den Bergen, verwendet. Sie sind meist sehr klein und leicht, aber dennoch laut genug, um von anderen Menschen gehört zu werden. Auch für Signalwaffen benötigt man einen kleinen Waffenschein. Es ist wichtig zu beachten, dass freie Waffen immer nur für den jeweiligen Verwendungszweck genutzt werden dürfen. Eine Schreckschusspistole zum Beispiel darf nicht als Drohung oder zur Einschüchterung verwendet werden, sondern nur zur Selbstverteidigung im Notfall. Wer eine freie Waffe besitzt, sollte sich unbedingt über die geltenden Gesetze und Vorschriften informieren und diese einhalten. Hierzu gehört zum Beispiel, dass man die Waffe nicht in der Öffentlichkeit tragen oder ohne guten Grund abfeuern darf. Quellen: « https://www.waffensammler-kuratorium.de/ « https://www.bka.de/ Links: + Informationen zum kleinen Waffenschein auf der Webseite des Bundesverwaltungsamts: https:// www.bva.bund.de/ + Informationen zum Waffengesetz auf der Webseite des Bundesministeriums der Justiz und fiir Verbraucherschutz: https://www.gesetze-im-internet.de/waffg 2002/index.html Gemiiseanbau Gemiiseanbau ist eine der ältesten und wichtigsten landwirtschaftlichen Praktiken der Menschheitsgeschichte. Hier sind einige Begriffe, die beim Gemiiseanbau häufig verwendet werden: 1. Bodenqualitat: Die Qualität des Bodens hat einen großen Einfluss auf die Qualität und den Ertrag von Gemiisepflanzen. Um eine gute Bodenqualitdt zu erhalten oder zu verbessern, kann man beispielsweise organische Materialien wie Kompost oder Mist in den Boden einarbeiten. 2. Fruchtfolge: Die Fruchtfolge bezieht sich auf die Abfolge von verschiedenen Gemiisesorten auf demselben Acker. Eine gute Fruchtfolge kann dazu beitragen, den Boden zu verbessern und Schadlingsbefall zu reduzieren. 3. Mulchen: Mulchen bedeutet, dass man den Boden rund um die Gemüsepflanzen mit einer Schicht aus organischen Materialien wie beispielsweise Stroh oder Blättern bedeckt. Dadurch wird der Boden vor Austrocknung geschützt und die Bodenstruktur verbessert. 4. Bewässerung: Eine ausreichende Bewässerung ist für das Wachstum von Gemüsepflanzen unerlässlich. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Bewässerung, von der manuelle Bewässerung mit einer Gießkanne bis hin zur automatischen Bewässerung mit einer Bewässerungsanlage. 5. Düngung: Eine ausreichende Düngung mit den richtigen Nährstoffen ist für das Wachstum von Gemüsepflanzen ebenso wichtig wie eine gute Bewässerung. Es gibt verschiedene Arten von Düngemitteln, von organischen Düngemitteln wie beispielsweise Kompost oder Mist bis hin zu mineralischen Düngemitteln wie beispielsweise Nitrat. Hier sind einige nützliche Links und Quellen zum Thema Gemüseanbau: 1. Informationen zum Gemüseanbau auf der Webseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft: https://www.bmel.de/ 2. Ratgeber „Gemüseanbau im eigenen Garten“ vom Verbraucherzentrale-Bundesverband: https:// www.verbraucherzentrale.de/ 3. Informationen zum Gemüseanbau auf der Webseite der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft: https://www.lfl.bayern.de/ 4. Informationen zur Bodenqualität und Bodenverbesserung auf der Webseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung: https://www.bmel.de/ 5. Informationen zur Bewässerung im Gemüseanbau auf der Webseite des Deutschen Bauernverbandes: https://www.bauernverband.de/ Gladio-Einheiten Gladio ist der Codename für eine Reihe von Geheimarmeen, die während des Kalten Krieges in Europa von der NATO und den nationalen Geheimdiensten aufgestellt wurden. Diese Einheiten wurden insbesondere im Falle einer sowjetischen Invasion eingesetzt und sollten Partisanenaktionen durchführen sowie Sabotageakte gegen feindliche Einrichtungen und Infrastruktur verüben. Der Name „Gladio“ stammt von einem antiken römischen Kurzschwert. Die Existenz von Gladio-Einheiten wurde erstmals in den 1990er Jahren öffentlich bekannt, als Untersuchungen in Italien die Existenz einer solchen Geheimarmee in diesem Land aufdeckten. In der Folge wurden auch in anderen europäischen Ländern ähnliche Einheiten enttarnt. Die genaue Größe und Struktur dieser Einheiten sind bis heute nicht vollständig bekannt, da viele Dokumente und Informationen als geheim eingestuft wurden. Es wird vermutet, dass Gladio-Einheiten in mehreren europäischen Ländern, darunter Italien, Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, der Schweiz und Großbritannien, aktiv waren und heute anderweitig verdeckt eingesetzt werden. Einige Historiker und Experten argumentieren, dass die Einheiten als Teil einer Verteidigungsstrategie der NATO gegen eine mögliche sowjetische Invasion eingesetzt wurden und dass sie niemals in illegale Aktivitäten oder Operationen verwickelt waren. Andere wiederum behaupten, dass die Einheiten in einige illegalen Aktivitäten verwickelt waren, wie etwa Terroranschläge oder verdeckte Operationen gegen politische Gegner. Quellen und Links: + Die Geschichte von Gladio ARD Mediathek: https://www.ardmediathek.de/ « Gladio Die verdeckte Armee der NATO (Spiegel Online): https://www.spiegel.de/ « Gladio (Wikipedia): https://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Gladio + Geheimarmeen und Stay-Behind-Organisationen (Bundeszentrale fiir politische Bildung): https:// www.bpb.de/themen/geschichte/ Grid-Resilienz Ein Begriff, der sich auf die Fähigkeit des Stromnetzes bezieht, Schocks und Störungen zu absorbieren und sich schnell zu erholen, um einen unterbrechungsfreien Stromfluss zu gewährleisten. Diese Resilienz ist besonders wichtig in Zeiten von Naturkatastrophen, Cyberangriffen und anderen Bedrohungen für die Strominfrastruktur. Hier sind einige wichtige Begriffe und Definitionen im Zusammenhang mit Grid-Resilienz: 1. Smart Grid: Ein intelligentes Stromnetz, das digitale Technologien und Automatisierung nutzt, um den Stromfluss zu optimieren und die Effizienz und Resilienz des Netzes zu verbessern. 2. Microgrid: Ein lokales Stromnetz, das aus kleinen Stromerzeugern, Energiespeichern und Verbrauchern besteht und unabhängig vom Hauptstromnetz betrieben werden kann. 3. Demand Response: Ein System, das Verbraucher dazu ermutigt, ihre Stromnutzung während Spitzenzeiten zu reduzieren, um den Strombedarf zu senken und die Belastung des Netzes zu verringern. 4. Distributed Energy Resources (DER): Kleine, dezentrale Stromerzeuger wie Solarmodule, Windkraftanlagen und Brennstoffzellen, die in das Stromnetz integriert werden können, um die Energieversorgung zu diversifizieren und die Abhängigkeit von traditionellen Kraftwerken zu reduzieren. 5. Cybersecurity: Die Praxis des Schutzes von Netzwerken, Computersystemen und digitalen Informationen vor Diebstahl, Beschädigung oder unbefugtem Zugriff. Quellen: e https://www.smartgrid.gov/the_smart_grid/smart_grid.html « https://www.energy.gov/ « https://www.cisa.gov/cybersecurity HEMP High EMP steht für „High-altitude electromagnetic pulse“, zu Deutsch: Elektromagnetischer Impuls in großer Höhe. Es handelt sich dabei um eine plötzliche und kurzzeitige Störung des elektromagnetischen Feldes der Erde, die durch eine nukleare Explosion in großer Höhe verursacht werden kann. Hier sind einige wichtige Begriffe im Zusammenhang mit High EMP: 1. EMP: Elektromagnetischer Impuls. Es handelt sich um eine Störung des elektromagnetischen Feldes, die durch eine plötzliche Freisetzung von Energie verursacht wird. Dies kann durch eine nukleare Explosion in großer Höhe, aber auch durch natürliche Ereignisse wie Blitze verursacht werden. 2. HEMP: High-altitude electromagnetic pulse. Ein HEMP wird durch eine nukleare Explosion in großer Höhe verursacht. Es kann große Schäden an elektronischen Geräten und Infrastrukturen verursachen, indem es elektronische Komponenten durch Überlastung zerstört. 3. E1, E2, E3 Pulse: Elektromagnetischer Impuls in drei Phasen, die als E1, E2 und E3 bezeichnet werden. E1 ist der erste Impuls und tritt unmittelbar nach der nuklearen Explosion auf. Es ist der stärkste Impuls und kann elektronische Geräte und Infrastrukturen sofort zerstören. E2 ist der zweite Impuls und tritt einige Mikrosekunden nach der Explosion auf. Es ist weniger stark als E1, aber es kann immer noch erhebliche Schäden verursachen. E3 ist der dritte Impuls und tritt einige Sekunden bis Minuten nach der Explosion auf. Es ist der schwächste Impuls, kann jedoch lang anhaltende Stromausfälle und Schäden an der Stromversorgungsinfrastruktur verursachen. 4. Faraday-Käfig: Ein Faraday-Käfig ist ein geschlossener Raum oder Behälter aus leitendem Material, der elektrische Ladungen und elektromagnetische Felder blockiert. Elektronische Geräte können in einem Faraday- Käfig vor den Auswirkungen eines HEMP geschützt werden. Hier sind einige Quellen und Links zum Thema High EMP: 1. Artikel über HEMP auf der Website des US-Militärs: https://www.dtra.mil/ 2. Artikel über EMP auf der Website der US-Regierung: https://www.energy.gov/ 3. Wikipedia-Eintrag zu Faraday-Käfigen: https://de.wikipedia.org/wiki/Faraday-K%C3%A4fig IFAK IFAK steht für „Individual First Aid Kit“ und ist eine Ausrüstung, die von Soldaten, Polizisten und anderen Einsatzkräften zur Erstversorgung von Verletzungen am eigenen Körper verwendet wird. Ein IFAK enthält typischerweise medizinisches Material wie Verbandmaterial, Blutstillungsmittel, Nadeln und Scheren. Hier sind einige wichtige Begriffe im Zusammenhang mit IFAKs: 1. Tourniquet: Ein Tourniquet ist ein eng anliegendes Band, das um eine Gliedmaße gewickelt wird, um Blutungen zu stoppen. Tourniquets können lebensrettend sein, wenn herkömmliche Methoden zur Blutstillung nicht funktionieren. 2. Chest Seal: Ein Chest Seal ist ein Verbandmaterial, das auf offene Brustwunden aufgetragen wird, um das Eindringen von Luft zu verhindern. Dies ist wichtig, um Spannungen im Brustkorb zu reduzieren und einen Lungenkollaps zu vermeiden. 3. Nasopharyngeale Luftwegsöffnung (NPA): Ein NPA ist ein Schlauch, der durch die Nase in den Rachenraum eingeführt wird, um den Luftstrom bei verletzten oder blockierten Atemwegen aufrechtzuerhalten. 4. QuikClot: QuikClot ist ein Blutstillungsmittel, das aus einer Substanz namens Zeolith besteht und das Blut schnell gerinnt. Es wird oft als schnelle Lösung für schwere Blutungen verwendet. 5. Emergency Bandage: Eine Emergency Bandage ist ein Verband, der mit einer Klemme oder einer Vorrichtung zur Selbstfixierung versehen ist. Es kann schnell und einfach auf Verletzungen aufgetragen werden und ist besonders nützlich für Einzelne, die sich selbst versorgen müssen. Quellen und Links: « https://www.military.com/ « https://www.narescue.com/ « https://www.tacmedaustralia.com.au Israeli Bandage Ein Druckverband ist eine medizinische Technik, die verwendet wird, um Blutungen zu stoppen oder zu reduzieren, indem ein gleichmäßiger Druck auf die Wunde ausgeübt wird. Der israelische Verband ist eine Art von Druckverband, der häufig in der präklinischen Versorgung und im Militär eingesetzt wird. Hier sind die wichtigsten Merkmale und Anwendungen des israelischen Verbands: « Der israelische Verband besteht aus einer elastischen Bandage mit einer speziellen Applikatorplatte und einer Verriegelungsvorrichtung, die es dem Benutzer ermöglicht, den Verband mit einer Hand anzulegen. « Der Verband wird oft verwendet, um große, stark blutende Wunden zu behandeln, wie sie bei Schusswunden oder schweren Traumata auftreten können. e Der Verband wird in der Regel direkt auf die Wunde aufgelegt, wobei die Applikatorplatte auf die Wunde selbst platziert wird, um den Druck gleichmäßig zu verteilen. « Der Verband wird dann um die betroffene Extremität gewickelt, wobei der Druck erhöht wird, um die Blutung zu kontrollieren. Die Verriegelungsvorrichtung wird dann aktiviert, um den Verband zu sichern und den Druck aufrechtzuerhalten. « Es ist wichtig, den Verband während des Transports zum Krankenhaus oder der nächsten medizinischen Einrichtung aufrechtzuerhalten und regelmäßig zu überprüfen, um sicherzustellen, dass er nicht zu eng oder zu locker ist. Quellen: * The Emergency Bandage: A Tool for Saving Lives (Israeli First Aid, 2021): https://israelifirstaid.com/ « How to Apply an Israeli Bandage (Verywell Health, 2021): https://www.verywellhealth.com/how-to-apply- an-israeli-bandage-1298927 Kartenkunde Kartenkunde oder auch Navigation ist eine Fähigkeit, die es einem ermöglicht, sich mithilfe von Karten und anderen Orientierungshilfen in unbekannten Gebieten zurechtzufinden. Hier sind einige wichtige Begriffe, die im Zusammenhang mit Kartenkunde verwendet werden: 1. Legende: Eine Legende ist eine Übersicht, die auf der Karte die Symbole, Farben und andere Zeichen erklärt. 2. Maßstab: Der Maßstab auf einer Karte gibt an, wie groß der abgebildete Bereich im Verhältnis zur realen Welt ist. Zum Beispiel bedeutet ein Maßstab von 1:50.000, dass 1 cm auf der Karte 50.000 cm (oder 500 m) in der realen Welt entspricht. 3. Kompass: Ein Kompass ist ein Instrument, das den Magnetismus der Erde nutzt, um eine Richtungsanzeige zu geben. Ein Kompass wird oft in Verbindung mit einer Karte verwendet, um den Kurs zu bestimmen. 4. GPS: GPS (Global Positioning System) ist ein Satellitennavigationssystem, das zur Bestimmung der genauen Position auf der Erde verwendet wird. GPS-Geräte können oft auch Karten und andere Informationen anzeigen, die für die Navigation nützlich sind. 5. Orientierungslauf: Orientierungslauf ist eine Sportart, bei der man mithilfe einer Karte und eines Kompasses einen bestimmten Kurs durchlaufen muss. Diese Sportart erfordert sehr gute Kartenkenntnisse und Navigationserfahrung. Quellen: + „Navigation mit Karte und Kompass" von Christoph Bruns, ISBN: 978- 3-88653-851-1 + „Kartenlesen für Einsteiger“ von Hans-Joachim Burmeister, ISBN: 978- 3-8317-2726-9 + „GPS Navigation: Praxiswissen fiir Outdoorer“ von Burkhard Fuchs, ISBN: 978-3-938963-68-8 Krisenvorsorge Krisenvorsorge ist das Handeln im Vorfeld einer Krise, um sich selbst und seine Familie auf mögliche Krisensituationen vorzubereiten und ihnen bestmöglich zu begegnen. Dabei geht es um die Beschaffung von Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten, Werkzeugen und anderen Dingen, die im Falle einer Krise von Nutzen sein können. Im Folgenden findest du einige Begriffe und ihre Erklärungen im Zusammenhang mit Krisenvorsorge: 1. Notfallvorrat: Ein Notfallvorrat ist eine Sammlung von Dingen, die im Falle einer Krise benötigt werden können, wie zum Beispiel Wasser, haltbare Lebensmittel, Medikamente und Werkzeuge. 2. Selbstversorgung: Selbstversorgung ist ein Konzept, bei dem man sich selbst und seine Familie durch eigene Anbau- oder Produktionsmethoden mit Nahrungsmitteln, Energie und anderen Ressourcen versorgt. 3. Bug-Out-Bag: Ein Bug-Out-Bag ist ein Rucksack oder eine Tasche, die mit den wichtigsten Dingen für eine Evakuierung im Falle einer Krise gefüllt ist. 4. Krisenvorsorgeplan: Ein Krisenvorsorgeplan ist ein Dokument, das alle notwendigen Schritte und Maßnahmen auflistet, die im Falle einer Krise getroffen werden sollten. 5. Wasserfilter: Ein Wasserfilter ist ein Gerät, das dazu verwendet wird, Wasser von Verunreinigungen zu reinigen und sicher zu trinken zu machen. 6. Radioempfänger: Ein Radioempfänger kann im Falle einer Krise genutzt werden, um wichtige Nachrichten und Warnungen zu empfangen. Hier sind einige Quellen und Links zum Thema Krisenvorsorge: * Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: https://www.bbk.bund.de « Deutsches Rotes Kreuz: https://www.drk.de/ * Bundeszentrale für politische Bildung: https://www.bpb.de/ Krankenpflege Krankenpflege ist ein wichtiger Bereich im Gesundheitswesen, der sich mit der Versorgung und Betreuung von kranken und pflegebedürftigen Menschen befasst. Es gibt eine Vielzahl von Begriffen und Konzepten, die in der Krankenpflege verwendet werden. Hier sind einige wichtige Begriffe und ihre Erklärungen: 1. Pflegeplanung: Die Pflegeplanung ist ein Prozess, bei dem die Bedürfnisse des Patienten ermittelt und ein individueller Pflegeplan erstellt wird. Der Pflegeplan umfasst die Pflegeziele, Maßnahmen und Evaluationen. 2. Hygiene: Die Hygiene bezieht sich auf Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionen und Krankheiten. Dazu gehören Händewaschen, Desinfektion von Gegenständen und Oberflächen sowie das Tragen von Schutzkleidung. 3. Vitalzeichen: Vitalzeichen sind messbare Parameter, die den Zustand eines Patienten anzeigen. Dazu gehören Puls, Blutdruck, Atemfrequenz und Körpertemperatur. 4. Medikamente: Medikamente werden in der Krankenpflege eingesetzt, um Krankheiten zu behandeln oder Symptome zu lindern. Es ist wichtig, dass Medikamente ordnungsgemäß verabreicht und dokumentiert werden. 5. Wundversorgung: Die Wundversorgung umfasst die Behandlung und Pflege von Wunden, um Infektionen zu verhindern und die Heilung zu fördern. Dazu gehören Reinigung, Verbandswechsel und gegebenenfalls die Verwendung von Wundauflagen. Quellen und Links: « Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK): https://www.dbfk.de/ « Robert Koch-Institut (RKI): https://www.rki.de/ * Bundesministerium für Gesundheit (BMG): https://www.bundesgesundheitsministerium.de/ Krisenmanagement Krisenmanagement bezieht sich auf die strategische Planung und Umsetzung von Maßnahmen, um eine Krise zu bewältigen. Eine Krise kann verschiedene Formen annehmen, zum Beispiel Naturkatastrophen, Epidemien, wirtschaftliche Rezessionen, Terrorismus oder Cyberattacken. Das Ziel des Krisenmanagements ist es, die Auswirkungen der Krise zu minimieren und die Schäden für das Unternehmen, die Gemeinde oder die Gesellschaft zu begrenzen. Hier sind einige wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Krisenmanagement: 1. Krisenreaktionsplan: Ein Krisenreaktionsplan ist ein Dokument, das die Schritte beschreibt, die im Falle einer Krise zu unternehmen sind. Ein guter Krisenreaktionsplan sollte klare Anweisungen für die Reaktion auf verschiedene Arten von Krisen enthalten, einschließlich der Identifizierung von Verantwortlichkeiten und der Koordination von Kommunikation und Maßnahmen. 2. Krisenkommunikation: Krisenkommunikation bezieht sich auf die Art und Weise, wie eine Organisation in Zeiten der Krise mit den verschiedenen Interessengruppen kommuniziert. Eine effektive Krisenkommunikation kann dazu beitragen, die öffentliche Wahrnehmung der Krise und des Unternehmens zu beeinflussen. 3. Business Continuity Management (BCM): Business Continuity Management bezieht sich auf die Planung und Umsetzung von Maßnahmen, um sicherzustellen, dass ein Unternehmen im Falle einer Krise oder Katastrophe weiterhin betriebsfähig bleibt. Dies umfasst die Identifizierung kritischer Geschäftsprozesse, die Schaffung von Notfallplänen und die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung dieser Pläne. 4. Incident-Management-System (IMS): Ein Framework, das bei der Organisation und Koordination von Ressourcen und Maßnahmen im Falle einer Krise oder eines Vorfalls hilft. Ein IMS kann dazu beitragen, eine effektive Reaktion auf die Krise zu koordinieren und eine klare Kommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren sicherzustellen. 5. Resilienz: Resilienz bezieht sich auf die Fähigkeit einer Organisation, eine Krise zu überstehen und sich schnell zu erholen. Eine widerstandsfähige Organisation verfügt über robuste Prozesse, Systeme und Strukturen, die es ihr ermöglichen, schnell auf Veränderungen zu reagieren und sich an neue Umstände anzupassen. Hier sind einige Quellen und Links, die weiterführende Informationen zum Thema Krisenmanagement bieten: » „Handbuch Krisenmanagement“ von Thomas Wünsche « „Krisenmanagement und Krisenkommunikation“ von Martin Fuchs « „Business Continuity Management: How to Protect Your Company from Danger” von Michael Gallagher + Incident Management System (IMS) Resource Center" der Federal Emergency Management Agency (FEMA): https://www.fema.qov/ « ,Resilienz in Organisationen“ von Matthias Schuler und Marcus Conrad Krisenmanagement ist eine komplexe und sich ständig weiterentwickelnde Disziplin. Es erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Abteilungen, ein kontinuierliches Monitoring von Risiken und Bedrohungen sowie die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung von Krisenreaktionspldnen und Business Continuity Plänen. Klettertechniken Hier ist ein Glossartext mit einigen grundlegenden Klettertechniken sowie Links und Quellen fiir weitere Informationen: 1. Kanten: Diese Technik bezieht sich auf das Klettern auf schmalen Kanten oder Leisten mit den Zehen und hilft dabei, die Balance zu halten. Sie wird häufig verwendet, wenn es keine Griffe oder Tritte gibt, auf denen man stehen kann. 2. Reibung: Dies ist eine Technik, bei der man sich an einer glatten Fläche festhält und den Reibungswiderstand des Felsens nutzt, um sich nach oben zu bewegen. Diese Technik erfordert eine gute Körperbeherrschung und ein gutes Gefühl für den Fels. 3. Überhang: Eine Überhangwand ist eine senkrechte Wand oder ein Felsvorsprung, der überhängt. Beim Klettern an einem Überhang muss man in der Regel über den Fels hinausgreifen und sich mit den Armen nach oben ziehen. 4. Kamin: Ein Kamin ist eine schmale Spalte zwischen zwei Felswänden. Beim Klettern in einem Kamin muss man oft mit dem Rücken und den Füßen gegen die gegenüberliegenden Wände drücken und sich langsam nach oben arbeiten. 5. Rissklettern: Diese Technik erfordert das Klettern in einem Riss oder einer Spalte im Fels. Beim Rissklettern muss man die Hände und Füße in den Riss stecken und sich nach oben arbeiten. Hier sind einige nützliche Links und Quellen zum Thema Klettertechniken: « American Alpine Institute: https://www.alpineinstitute.com/ « Climbing Magazine: https://www.climbing.com/ Knotenkunde Knotenkunde ist die Kunst, verschiedene Knoten und ihre Anwendungen zu verstehen und zu beherrschen. Im Alltag können Knoten nützlich sein, um Gegenstände zu fixieren oder zu verbinden. In bestimmten Berufen wie zum Beispiel Seefahrt oder Bergsteigen sind Knoten ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausrüstung. Hier sind einige häufig verwendete Knoten, ihre Anwendungen und Links zu detaillierten Anleitungen: 1. Achterknoten: Der Achterknoten ist ein einfacher Knoten, der oft zum Verbinden von zwei Seilen oder zum Sichern eines Seilendes verwendet wird. 2. Palstek: Der Palstek ist ein Knoten, der hauptsächlich zum Anlegen von Festmacherleinen an Pfählen oder ähnlichen Gegenständen verwendet wird. 3. Kreuzknoten: Der Kreuzknoten wird verwendet, um zwei Seile miteinander zu verbinden. 4. Prusikknoten: Der Prusikknoten wird oft in der Bergsteigerei oder im Rettungswesen verwendet, um eine Leine an einem anderen Seil oder an einem Baum zu befestigen. Anleitung: https://www.alpin.de/ 5. Mastwurf: Der Mastwurf ist ein Knoten, der häufig in der Seefahrt zum Festmachen von Leinen an Pfählen oder Ringen verwendet wird. Diese Knoten sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Vielzahl von Knoten, die es gibt. Wenn du mehr über Knotenkunde lernen möchtest, gibt es eine Vielzahl von Büchern und Online-Ressourcen, die dir helfen können. Hier sind einige empfehlenswerte Quellen: + „Knotenkunde“ von Hermann Wurst: Ein umfassendes Buch über Knoten und ihre Anwendungen. + Animated Knots by Grog: Eine Website mit detaillierten Anleitungen und Animationen für eine Vielzahl von Knoten. https://www.animatedknots.com/ * The Ashley Book of Knots: Ein umfangreiches Nachschlagewerk für Knotenliebhaber, das von Clifford W. Ashley geschrieben wurde. Kommunikationsausfall Kommunikationsausfall bezeichnet das Versagen oder Unterbrechen von Kommunikationssystemen und -prozessen, die zur Übermittlung von Informationen oder Daten genutzt werden. Dies kann verschiedene Gründe haben, wie technische Störungen, Netzwerkausfälle, menschliches Versagen oder auch bewusste Angriffe. Ein Kommunikationsausfall kann schwerwiegende Folgen haben, insbesondere in kritischen Infrastrukturen wie Energieversorgung, Verkehr oder Gesundheitswesen. Aber auch in Unternehmen können Kommunikationsausfälle zu Produktionsausfällen oder finanziellen Verlusten führen. Um Kommunikationsausfälle zu vermeiden oder schnellstmöglich zu beheben, sind verschiedene Maßnahmen möglich. Dazu zählen unter anderem: « Redundante Systeme und Netzwerke, die eine Ausfallsicherheit gewährleisten + Regelmäßige Wartung und Überwachung der Systeme « Schulung der Mitarbeiter und Erstellung von Notfallplänen « Einsatz von Alarm- und Benachrichtigungssystemen bei Störungen Hier sind einige nützliche Links und Quellen zum Thema Kommunikationsausfall: « Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI): https://www.bsi.bund.de « Deutscher IT-Sicherheitskongress: https://www.it-sicherheitskongress.de/ « Bundesnetzagentur: https://www.bundesnetzagentur.de/ Lastabwurf Lastabwurf bezieht sich auf eine SicherheitsmaRnahme im Stromnetz, um eine Überlastung und potenzielle Schäden an den Geräten im Stromnetz zu verhindern. Dabei wird eine Überlastung durch Abschalten von Teilen des Stromnetzes verhindert, um eine größere Stromunterbrechung oder einen Stromausfall zu vermeiden. Quellen: 1. IEEE Standards Association. (2019). IEEE 1547.8-2019 IEEE Guide for Application of Distributed Energy Resources with Electric Power Systems. 2. American Society of Mechanical Engineers. (2019). ASME B31Q-2019 - Pipeline Personnel Qualification. 3. International Electrotechnical Commission. (2019). IEC 60909-0:2019 - Short-circuit currents in three-phase a.c. systems Part O: Calculation of currents. 4. Energy.gov. (n.d.). Smart Grid. Abgerufen am 20. März 2023, von https://www.energy.qov/oe/services/ technology-development/smart-grid 5. Powermag. (2021). Blackouts, Brownouts, and Grid Stability. Abgerufen am 20. März 2023, von https:// www.powermag.com/ Lockpicking Lockpicking ist eine Technik zum Öffnen von Schlössern ohne den ursprünglichen Schlüssel. Es ist eine Fähigkeit, die von Schlüsseldiensten, Strafverfolgungsbehörden, Sicherheitsfachleuten und auch von Hobbyisten angewendet wird. Hier ist ein Glossar mit einigen der häufigsten Begriffe, die in der Welt des Lockpickings verwendet werden: 1. Spanner: Ein Werkzeug, um das Schloss zu halten und Spannung auszuüben, während der Pick in das Schloss eindringt. 2. Pick: Ein dünner, langer Werkzeugstift, der in das Schloss eingeführt wird, um die Stifte anzuheben oder zu manipulieren. 3. Single Pin Picking: Eine Technik, bei der jeder Stift einzeln gehoben wird, um das Schloss zu öffnen. 4. Raking: Eine schnelle Technik, bei der der Pick schnell über die Stifte gezogen wird, um sie in eine Position zu bringen, in der das Schloss geöffnet werden kann. 5. Schlüssel: Ein Werkzeug, das normalerweise zum Öffnen von Schlössern verwendet wird, aber auch als Vorlage für die Herstellung von Nachschlüsseln oder zum Anfertigen von Picks verwendet werden kann. 6. Tension wrench: Ein Werkzeug, um das Schloss zu halten und Spannung auszuüben, während der Pick in das Schloss eindringt. 7. Schloss: Eine Vorrichtung, die verwendet wird, um Zugang zu einem Raum oder Objekt zu steuern und zu beschränken. Wenn du dich für Lockpicking interessierst, gibt es eine Reihe von Ressourcen, die du nutzen kannst, um mehr darüber zu erfahren und deine Fähigkeiten zu verbessern. Hier sind einige Quellen, die du ausprobieren kannst: « Das Lockpicking-Subreddit: https://www.reddit.com/r/lockpicking/ « Bosnian Bill's YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/user/bosnian-bill . The Lockpicking Lawyer's YouTube-Kanal: https://www.youtube.com/ channel/ UCm9K6rby98W8JigLoZOh6FQ Lockpicking ist nur unter bestimmten Umständen legal. Bevor du also mit dem Lockpicking beginnst, stelle sicher, dass du die örtlichen Gesetze und Bestimmungen in deiner Region kennst und einhaltst. Lobbyisten Lobbyisten sind Personen oder Gruppen, die versuchen, politische Entscheidungen zu beeinflussen, indem sie mit politischen Entscheidungstragern, Gesetzgebern und anderen Regierungsbeamten sprechen und sie überzeugen, bestimmte Maßnahmen oder Politiken zu unterstützen oder abzulehnen. Sie arbeiten normalerweise im Auftrag von Interessengruppen wie Unternehmen, Verbänden oder Nichtregierungsorganisationen. Hier sind einige wichtige Begriffe und Definitionen, die mit dem Thema Lobbying und Lobbyisten in Verbindung stehen: 1. Lobbying: Lobbying bezeichnet die Aktivität, die von Lobbyisten ausgeübt wird, um politische Entscheidungen zu beeinflussen. Es kann auch als Advocacy bezeichnet werden, was so viel bedeutet wie Fürsprache. 2. Lobbyist: Ein Lobbyist ist eine Person, die für eine Interessengruppe arbeitet und versucht, politische Entscheidungen im Interesse seiner Auftraggeber zu beeinflussen. 3. Interessenvertretung: Interessenvertretung bezeichnet die Bemühungen von Lobbyisten, die Interessen ihrer Auftraggeber gegenüber politischen Entscheidungsträgern zu vertreten. 4. Politische Einflussnahme: Politische Einflussnahme beschreibt den Versuch von Lobbyisten, politische Entscheidungen zu beeinflussen, um ihre Interessen durchzusetzen. 5. Transparenz: Transparenz bezieht sich auf die Offenlegung von Informationen über Lobbying-Aktivitäten, um sicherzustellen, dass politische Entscheidungen auf eine faire und objektive Weise getroffen werden. 6. Registrierung: Die Registrierung von Lobbyisten ist in vielen Ländern gesetzlich vorgeschrieben. Sie müssen sich bei staatlichen Stellen registrieren lassen und ihre Auftraggeber sowie die Themen, für die sie Lobbying betreiben, offenlegen. 7. Ethik: Die Ethik des Lobbying bezieht sich auf die Standards und Regeln, die von Lobbyisten eingehalten werden sollten, um ihre Arbeit transparent und fair zu gestalten. 8. Korruption: Korruption ist ein großes Problem in Bezug auf Lobbying, da einige Lobbyisten versuchen, politische Entscheidungsträger zu bestechen oder auf andere Weise zu beeinflussen. Dies ist illegal und wird von den meisten Regierungen hart bestraft. Quellen und Links: « Transparency International: https://www.transparency.org/ « Center for Responsive Politics: https://www.opensecrets.org/lobby/ * European Commission: https://ec.europa.eu/ « American Bar Association: https://www.americanbar.org/ » OECD: https://www.oecd.org/ Messerschdrfen Das Messerscharfen ist ein wichtiger Bestandteil der Pflege von Kiichenmessern und anderen Schneidwerkzeugen. Mit der Zeit und regelmäßigem Gebrauch verlieren Klingen an Schärfe, was zu einem erschwerten Schneiden und einer erhöhten Verletzungsgefahr führen kann. In diesem Glossarbeitrag werden einige wichtige Begriffe und Techniken des Messerschärfens erläutert, sowie Links und Quellen bereitgestellt, um das Schärfen zu optimieren. 1. Schärfsteine: Schärfsteine sind Werkzeuge, die zum Schärfen von Messern und anderen Schneidwerkzeugen verwendet werden. Es gibt unterschiedliche Arten von Schärfsteinen, wie zum Beispiel Wassersteine, Ölsteine oder Diamantschärfsteine. 2. Winkel: Der Schärfwinkel ist der Winkel, in dem die Klinge des Messers geschärft wird. Ein flacher Winkel führt zu einer schärferen Klinge, erfordert aber auch mehr Erfahrung und Übung beim Schärfen. Ein steilerer Winkel ist einfacher zu handhaben, führt aber zu einer weniger scharfen Klinge. 3. Abziehen: Beim Abziehen wird die Klinge des Messers mit einem Abziehstahl bearbeitet. Dies hilft dabei, die Schärfe der Klinge zu erhalten, aber nicht bei der eigentlichen Schärfung des Messers. 4. Schleiftechniken: Es gibt unterschiedliche Schleiftechniken, wie zum Beispiel das manuelle Schärfen mit einem Schärfstein oder auch das Schärfen mit einem elektrischen Schärfgerät. Welche Technik am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen und Kenntnissen ab. Quellen und Links: * Ein umfassender Leitfaden zum Messerschärfen und den verschiedenen Techniken: https:// www.popularmechanics.com/ « Videoanleitung zum manuellen Schärfen von Messern: https://www. youtube.com/watch?v=Y67zwpLnwcQ Multitools Multitools sind Werkzeuge, die eine Vielzahl von Funktionen in einem kompakten Design vereinen. Sie sind nützlich für alle Arten von Aufgaben, vom Camping über die Reparatur von Geräten bis hin zur täglichen Handwerksarbeit. In diesem Glossarartikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Begriffe und Konzepte rund um Multitools. Multitool: Ein Multitool ist ein Werkzeug, das mehrere Funktionen in einem kompakten Design vereint. Es kann verschiedene Werkzeuge wie Messer, Zangen, Schraubendreher und Sägen enthalten, die sich leicht ausklappen oder ausziehen lassen, um den Benutzern eine Vielzahl von Funktionen zu bieten. EDC-Multitool: EDC steht für „Everyday Carry“ und bezieht sich auf Werkzeuge, die man täglich bei sich trägt. EDC-Multitools sind kompakt und leicht, aber dennoch vielseitig genug, um eine Vielzahl von Aufgaben zu bewältigen. Sie sind besonders bei Outdoor-Enthusiasten und Abenteurern beliebt. Leatherman: Leatherman ist eine der bekanntesten Marken für Multitools. Sie ist für ihre hochwertige Verarbeitung, Langlebigkeit und Vielseitigkeit bekannt. Der Gründer Tim Leatherman gilt als Erfinder des modernen Multitools und hat 1983 das erste Leatherman-Multitool auf den Markt gebracht. Victorinox: Victorinox ist eine weitere bekannte Marke von Multitools, die besonders für ihre Schweizer Taschenmesser bekannt ist. Das Unternehmen wurde 1884 gegründet und hat seitdem eine Vielzahl von Produkten hergestellt, darunter auch eine breite Palette von Multitools. Gerber: Gerber ist eine amerikanische Marke, die bekannt für ihre hochwertigen Outdoor-Produkte ist. Sie stellen eine Vielzahl von Werkzeugen her, darunter auch eine breite Palette von Multitools. Sie sind für ihre robuste Verarbeitung und ihre vielseitigen Funktionen bekannt. Swiss+Tech: Swiss+Tech ist eine Marke von Multitools, die für ihre kompakte Größe und ihre erschwinglichen Preise bekannt ist. Sie sind ideal für Menschen, die ein kleines, leichtes und dennoch vielseitiges Werkzeug suchen, das sie bei sich tragen können. Multifunktionszange: Eine Multifunktionszange ist ein Multitool, das Zangenfunktionen mit anderen Werkzeugen wie Messern, Schraubendrehern und Sägen kombiniert. Sie sind besonders nützlich für die Reparatur von Geräten und für Outdoor-Aktivitäten. Schweizer Taschenmesser: Ein Schweizer Taschenmesser ist ein Multitool, das eine Vielzahl von Funktionen in einem kompakten Design vereint. Es enthält in der Regel Messer, Schraubendreher, Sägen, Flaschenöffner und andere nützliche Werkzeuge. Die Marke Victorinox ist besonders für ihre Schweizer Taschenmesser bekannt. Multitool mit Bit-Set: Ein Multitool mit Bit-Set enthält eine Auswahl an Bits und einem Schraubendreher, mit dem verschiedene Arten von Schrauben gedreht werden können. NATO-Alphabet Das NATO-Alphabet, auch bekannt als Internationales Funkverkehrsalphabet oder ICAO-Alphabet, ist eine Buchstabiertafel, die verwendet wird, um Buchstaben und Zahlen in der internationalen Kommunikation über Funk, Telefon oder andere Methoden, bei denen eine Verwechslung von Buchstaben möglich ist, klar zu identifizieren. Jeder Buchstabe oder Zahl hat eine spezifische Aussprache, die eindeutig und leicht zu verstehen sein sollte. Hier ist das vollständige NATO-Alphabet: A: Alpha « B: Bravo « C: Charlie + D: Delta « E: Echo « F: Foxtrot « G: Golf + H: Hotel « |: India o J: Juliet eK: Kilo e L: Lima « M: Mike + N: November + O: Oscar + P: Papa + Q: Quebec « R: Romeo « S: Sierra « T: Tango « U: Uniform + V: Victor + W: Whiskey e X: X-Ray « Y: Yankee eZ: Zulu Quellen: « NATO phonetic alphabet. (2022, January 7). In Wikipedia. https://en.wi- kipedia.org/wiki/ NATO_phonetic_alphabet « International Civil Aviation Organization. (2007). Annex 10 to the Con- vention on Internatio-nal Civil Aviation: Aeronautical Telecommunica- tions. International Civil Aviation Organization. https://www.icao.int/ Links: + NATO Phonetic Alphabet Chart. (n.d.). NATO. https://www.nato.int/ » The Phonetic Alphabet. (n.d.). International Civil Aviation Organization. https://www.icao.int/ Netzausfall Netzausfall bezieht sich auf eine Situation, in der ein Netzwerk oder eine Stromversorgung ausfällt und nicht mehr funktioniert. Dies kann zu verschiedenen Problemen fiihren, wie beispielsweise Verlust von Daten, Unterbrechung von Geschaftsprozessen und Stromausfillen. Quellen und Links: « „Cybersecurity and Critical Infrastructure Protection“ (https://www.dhs.gov/) + „What is a UPS and How Does it Work?" (https://www.apc.com/us/en/faqs/FA158817/) « „Grid Resilience: Understanding Grid Resilience" (https://www.energy.gov/) Notstromaggregat Ein Notstromaggregat ist ein Gerät, das im Falle eines Stromausfalls als Backup-Stromquelle dient. Es wird in der Regel von einem Verbrennungsmotor angetrieben und erzeugt elektrische Energie über einen Generator. Hier sind einige wichtige Begriffe, die mit Notstromaggregaten verbunden sind: « Leistung: Die Leistung eines Notstromaggregats wird in Watt oder Kilowatt (kW) gemessen und gibt an, wie viel Energie das Aggregat erzeugen kann. * Kapazität: Die Kapazität eines Notstromaggregats wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen und gibt an, wie viel Energie das Aggregat speichern und liefern kann. * Automatisches Startsystem: Ein automatisches Startsystem ermöglicht es dem Notstromaggregat, sich automatisch zu starten, wenn ein Stromausfall erkannt wird. « Kraftstoffart: Notstromaggregate können mit verschiedenen Arten von Kraftstoff betrieben werden, darunter Benzin, Diesel, Erdgas und Propan. se Schallddmpfung: Notstromaggregate können mit Schallddmpfern ausgestattet werden, um den Geräuschpegel während des Betriebs zu reduzieren. Hier sind einige nützliche Quellen und Links zum Thema Notstromaggregate: « Die Website des Bundesamts fiir Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet Informationen zum Thema Notstromaggregate im Kontext von Katastrophenschutz und Krisenvorsorge: https://www. bbk.bund.de/ + Die Website des TÜV SÜD bietet eine umfangreiche Einführung in das Thema Notstromaggregate, einschließlich technischer Aspekte und Anwendungsbeispiele: https://www.tuev-sued.de/ « Der Ratgeber des Verbraucherportals „Strom-Info.de“ bietet eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Notstromaggregaten sowie Tipps zur Auswahl und zum Betrieb: https://www.strom-info.de/ Notbrunnen Ein Notbrunnen ist eine Einrichtung zur Versorgung mit Trinkwasser in Notfällen, insbesondere bei Naturkatastrophen, Krieg oder anderen Krisensituationen, in denen die reguläre Wasser- und Versorgungsinfrastruktur nicht verfügbar oder beschädigt ist. Notbrunnen werden in der Regel von Hilfsorganisationen oder Regierungsbehérden installiert und betrieben. Notbrunnen können entweder temporär oder dauerhaft sein und werden oft von Bohrungen in den Boden gelegt, um auf das Grundwasser zuzugreifen. Das Wasser aus Notbrunnen muss in der Regel aufbereitet werden, um es trinkbar zu machen. Hier sind einige nützliche Links, die weitere Informationen zum Thema Notbrunnen bieten: * Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bietet Informationen und Empfehlungen zur Einrichtung von Notbrunnen: https://www.bbk.bund.de « Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat einen Leitfaden zur Planung und Umsetzung von Notbrunnen in Entwicklungsländern veröffentlicht: https://www.giz.de/ « Die Hilfsorganisation CARE betreibt Notbrunnen in verschiedenen Ländern, um die Trinkwasserversorgung in Krisensituationen sicherzustellen: https://www.care.de/ « Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat einen Leitfaden zur Installation und Instandhaltung von Notbrunnen veröffentlicht: https://www.icrc.org/ Notbrunnen können dazu beitragen, Leben zu retten und die Gesundheit von betroffenen Menschen zu schützen. Notbeleuchtung Notbeleuchtung bezieht sich auf spezielle Beleuchtungsanlagen, die in Gebäuden und anderen Einrichtungen installiert werden, um bei einem Stromausfall oder anderen Notfällen eine ausreichende Beleuchtung zu gewährleisten. Hier sind einige wichtige Begriffe, die mit der Notbeleuchtung in Verbindung stehen: « Zentralbatteriesystem: Ein System, das eine zentrale Batterieeinheit verwendet, um mehrere Notleuchten in einem Gebäude zu versorgen. « Einzelbatteriesystem: Ein System, das jeder Notleuchte eine eigene Batterieeinheit zuweist. « Dauerbeleuchtung: Notleuchten, die immer eingeschaltet bleiben, um bei einem Stromausfall sofort eine Beleuchtung zu gewährleisten. * Rettungszeichenleuchte: Eine Notleuchte, die spezielle Rettungszeichen anzeigt, um Personen den Weg zu Notausgängen oder anderen Fluchtwegen zu weisen. + Priifzeichenleuchte: Eine Notleuchte, die anzeigt, ob das System ordnungsgemäß funktioniert und alle Lampen und Batterien in gutem Zustand sind. + Selbsttest: Ein automatischer Test, der regelmäßig durchgeführt wird, um sicherzustellen, dass die Notbeleuchtung funktioniert. + Wartung: Regelmäßige Inspektionen und Wartungsarbeiten, um sicherzustellen, dass das Notbeleuchtungssystem jederzeit betriebsbereit ist. Quellen und Links: « https://www.vde-verlag.de « https://www.vdma.org/ « https://www.bfe.admin.ch/bfe/de/ Nahrungsmittelvorräte Nahrungsmittelvorräte sind eine wichtige Ressource, um sich auf Krisensituationen, Naturkatastrophen oder unvorhergesehene Ereignisse vorzubereiten. Hier ein kurzer Glossarbeitrag, der einige wichtige Begriffe und Quellen zum Thema Nahrungsmittelvorräte erklärt. 1. Notvorrat: Ein Notvorrat ist ein Vorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser, der für einen begrenzten Zeitraum angelegt wird, um in einer Krisensituation oder einem Notfall eine ausreichende Versorgung sicherzustellen. Empfohlen wird eine Vorratshaltung von mindestens zehn Tagen. 2. Langzeitvorrat: Ein Langzeitvorrat ist ein Vorrat an Lebensmitteln, der für mehrere Wochen oder Monate ausreicht. Er kann Teil einer umfassenden Krisenvorsorge sein und sollte eine breite Palette an Lebensmitteln enthalten, die eine ausgewogene Ernährung sicherstellen. 3. Haltbarkeit: Die Haltbarkeit von Lebensmitteln gibt an, wie lange sie bei richtiger Lagerung genießbar bleiben. Die Haltbarkeit variiert je nach Lebensmittelart und kann durch verschiedene Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Licht beeinflusst werden. 4. Konservierungsmethoden: Es gibt verschiedene Methoden, um Lebensmittel haltbar zu machen, wie beispielsweise Trocknen, Einfrieren, Einlegen in Salz, Essig oder Öl oder Sterilisieren durch Erhitzen. 5. Empfehlungen und Checklisten: Um sich auf Krisensituationen vorzubereiten, gibt es zahlreiche Empfehlungen und Checklisten von Regierungen, Hilfsorganisationen und anderen Experten. Hier sind einige Links zu empfehlenswerten Quellen: « Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: https://www.bbk.bund.de « Deutsches Rotes Kreuz: https://www.drk.de/ « Verbraucherzentrale: https://www.verbraucherzentrale.de/ Es ist wichtig, sich mit dem Thema Nahrungsmittelvorrate auseinanderzusetzen, um in einer Krisensituation bestmöglich vorbereitet zu sein. Mit einer ausreichenden Vorratshaltung kann man sich und seine Familie vor Hunger und Durst schützen und in einer Notsituation selbstständig überleben. Pflanzenkunde Pflanzenkunde ist die wissenschaftliche Untersuchung und Erforschung von Pflanzen, einschließlich ihrer Struktur, Funktionen, Verbreitung und Klassifizierung. Hier ist ein kurzes Glossar mit einigen wichtigen Begriffen und Links zu weiteren Informationen: » Fotosynthese: Der Prozess, bei dem Pflanzen Lichtenergie nutzen, um Kohlenstoffdioxid in Zucker und Sauerstoff umzuwandeln. Weitere Informationen dazu findest du hier: https://www.spektrum.de/lexikon/ biologie/photosynthese/50676 « Chloroplasten: Zellorganellen, die für die Fotosynthese verantwortlich sind. + Stomata: Kleine Öffnungen auf der Blattoberfliche, die fiir den Gasaustausch notwendig sind. « Xylem: Das pflanzliche Gewebe, das Wasser und Nährstoffe von den Wurzeln zu den Blättern transportiert. + Phloem: Das pflanzliche Gewebe, das Zucker und andere organische Stoffe von den Blättern zu anderen Teilen der Pflanze transportiert. « Botanik: wissenschaftliche Untersuchung von Pflanzen. Weitere Informationen dazu findest du hier: https:// www.biologie-schule.de/ botanik.php « Pflanzenanatomie: Untersuchung der Struktur von Pflanzen auf zelluldrer Ebene. « Pflanzenphysiologie: Untersuchung der Funktionen von Pflanzen, einschließlich Fotosynthese, Wassertransport und Hormonproduktion. * Taxonomie: wissenschaftliche Klassifizierung von Pflanzen und anderen Lebewesen. Weiterfiihrende Links: « Botanischer Garten Berlin: https://www.bgbm.org/de « Botanischer Garten Miinchen-Nymphenburg: https://www.botmuc.de/ PMO PMO ist eine Abkürzung für „Private Military Officer“. PMOs sind in der Regel ehemalige Angehörige von Militär- oder Sicherheitskräften, die für private Sicherheitsfirmen arbeiten. Sie werden oft in Krisengebieten eingesetzt, um die Sicherheit von Unternehmen, Regierungsvertretern oder Privatpersonen zu gewährleisten. Die Aufgaben von PMOs können von der Überwachung von Gebieten bis hin zum Schutz von Konvois und Personen reichen. Sie können auch in der Ausbildung von Sicherheitspersonal tätig sein oder bei der Planung von Sicherheitsstrategien helfen. PMOs sind ein umstrittenes Thema und ihre Tätigkeiten werden von einigen kritisch betrachtet. Einige befürchten, dass sie das Völkerrecht und die Souveränität von Staaten verletzen können, da sie in Konflikten aktiv sind, die von Regierungen nicht offiziell anerkannt sind. Andere argumentieren, dass PMOs eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Sicherheit in gefährlichen Umgebungen spielen können. Quellen und Links: « „Private Military and Security Companies (PMSCs)“ von Amnesty International: https://www.amnesty.org/ Pilzkunde Pilzkunde ist die wissenschaftliche Erforschung von Pilzen und ihrer Bedeutung in der Natur und für den Menschen. Hier sind einige wichtige Begriffe und Definitionen: + Mykologie: Die Wissenschaft, die sich mit Pilzen befasst. Sie umfasst die Identifizierung, Klassifizierung, Morphologie, Anatomie, Physiologie, Genetik, Ökologie und Pathologie von Pilzen. « Pilzarten: Es gibt eine große Vielfalt an Pilzarten, die auf der ganzen Welt vorkommen. Einige wichtige Gruppen sind Champignons, Morcheln, Trüffel, Schimmelpilze und Hefen. + Pilzökologie: Beziehung zwischen Pilzen und ihrer Umwelt. Dies umfasst ihre Rolle als Zersetzer, Parasiten, Mykorrhizapartner und Nahrung für Tiere. * Toxikologie: Die Wissenschaft von Giften, einschließlich Pilzgiften. Es ist wichtig, giftige Pilze von essbaren Pilzen zu unterscheiden, um Vergiftungen zu vermeiden. + Mykopharmakologie: Die Erforschung der medizinischen Eigenschaften von Pilzen. Einige Pilzarten haben potenzielle medizinische Anwendungen, einschließlich der Behandlung von Krebs und Infektionen. Quellen und Links: « „Pilze: Eine Einführung“ von Paul Stamets » Mykologische Gesellschaften in Deutschland (https://www.pilzkunde.de/ » Mykoweb - Pilze und Pilzgifte (http://www.mykoweb.com/) * „The Fungal Kingdom" von Joseph Heitman Regime Change Einheiten Regime Change Einheiten sind eine Art von militärischen Einheiten, die fiir den Sturz von Regierungen in anderen Ländern eingesetzt werden. Diese Einheiten sind oft von ausländischen Regierungen finanziert und ausgebildet und werden eingesetzt, um Regimewechsel in Ländern herbeizuführen, die für die ausländische Regierung von strategischer Bedeutung sind. In den meisten Fällen handelt es sich um verdeckte Operationen, die von Geheimdiensten durchgeführt werden. Regime Change Einheiten sind oft umstritten, da sie als illegale und unethische Methoden zur Beeinflussung von politischen Prozessen gelten. Kritiker werfen ihnen vor, dass sie eine Verletzung der Souveränität von Nationen darstellen und zu Instabilität und Konflikten führen können. Ein Beispiel für den Einsatz von Regime Change Einheiten war der Sturz von Saddam Hussein im Irak im Jahr 2003 durch eine von den USA angeführte Koalition. Es wurde berichtet, dass die USA auch verdeckte Operationen durchgeführt hatten, um die Regierung zu destabilisieren und die Bevölkerung gegen Hussein aufzubringen. Es gibt auch Berichte über den Einsatz von Regime Change Einheiten in anderen Ländern wie Libyen, Ukraine, Ägypten, Tunesien und Syrien (IS). In diesen Fällen wurden Rebellen und Oppositionsgruppen von ausländischen Regierungen unterstützt, um den Sturz der Regierung herbeizuführen. Die Verwendung von Regime Change Einheiten ist umstritten und es gibt sowohl Befürworter als auch Kritiker. Befürworter argumentieren, dass sie eine legitime Methode sind, um Regierungen zu stürzen, die für die internationale Interessensgruppen eine Bedrohung darstellen. Kritiker argumentieren jedoch, dass sie eine Verletzung der Souveränität von Nationen darstellen und zu Instabilität und Konflikten führen können. Quellen und Links: * „The Role of Regime Change in US Foreign Policy“ von Colin Dueck (https://www.foreignaffairs.com/) + „Regime Change and the Limits of US Power“ von Stephen M. Walt (https://www.foreignaffairs.com/) + „The CIA's Secret War in Tibet" von Kenneth Conboy und James Morrison (https://www.theatlantic.com/) « „The CIA's Intervention in Afghanistan” von Peter Bergen (https://www. theatlantic.com/) * „The Hidden History of the CIA's Electrifying Use of Torture" von Shane O'Sullivan (https://www.vice.com/ en/) SchieRtechniken 1. PréazisionsschielRen: Eine Technik, bei der der Schütze darauf abzielt, das Ziel mit möglichst geringer Abweichung zu treffen. Dies erfordert eine hohe Konzentration und eine präzise Ausrichtung der Waffe. Diese Technik wird oft im SportschieRen oder bei militärischen Einsätzen eingesetzt. 2. Schnellschief3en: Eine Technik, bei der der Schütze schnell auf sich bewegende Ziele schießt, indem er die Waffe schnell ausrichtet und den Abzug betätigt. Diese Technik erfordert eine gute Hand-Augen-Koordination und eine schnelle Reaktionszeit. Diese Technik wird oft im Jagdsport oder bei militdrischen Einsdtzen eingesetzt. 3. Taktisches Schießen: Eine Technik, bei der der Schütze darauf abzielt, Ziele in taktischen Situationen zu treffen. Dies erfordert eine Kombination aus Präzisionsschießen und Schnellschießen sowie eine Fähigkeit, schnell zwischen den beiden Techniken zu wechseln. Diese Technik wird oft von Militär- und Polizeieinheiten trainiert. 4. Instinktives Schießen: Eine Technik, bei der der Schütze das Ziel ohne gezieltes Anvisieren trifft. Dies erfordert ein hohes Maß an Training und Erfahrung und wird oft von Bogenschützen und Flintenschützen eingesetzt. 5. Dynamisches Schießen: Eine Technik, bei der der Schütze schnell zwischen verschiedenen Positionen und Schießpositionen wechselt, um Ziele in taktischen Situationen zu treffen. Dies erfordert eine hohe körperliche Fitness und eine Fähigkeit, schnell zwischen verschiedenen Schießtechniken zu wechseln. Diese Technik wird oft von Militär- und Polizeieinheiten trainiert. Quellen: * „The Ultimate Guide to Shooting: Skills, Tactics, and Techniques“ von Jay Cassell * „The Shooter's Bible Guide to Tactical Firearms: A Comprehensive Guide to Precision Rifles and Long-Range Shooting Gear“ von Doug Howlett + „Mastering the Art of Long-Range Shooting” von Wayne van Zwoll » „The Complete Guide to Hunting, Butchering, and Cooking Wild Game: Volume 1: Big Game" von Steven Rinella SWOT-Analyse Die SWOT-Analyse ist eine Methode zur Bewertung der Stärken, Schwächen, Chancen und Bedrohungen eines Unternehmens, einer Organisation oder eines Projekts. Sie wird oft verwendet, um strategische Entscheidungen zu treffen und Ziele zu setzen. Die Analyse besteht aus vier Komponenten: o Stärken: Die internen Merkmale, Fähigkeiten und Ressourcen, die einem Unternehmen oder einer Organisation einen Vorteil gegenüber anderen verschaffen. se Schwächen: Die internen Merkmale, Fähigkeiten und Ressourcen, die einem Unternehmen oder einer Organisation einen Nachteil gegenüber anderen verschaffen. e Chancen: Die externen Faktoren, die für ein Unternehmen oder eine Organisation von Vorteil sein können. « Bedrohungen: Die externen Faktoren, die für ein Unternehmen oder eine Organisation nachteilig sein können. In unsicheren Zeiten oder Krisen kann die SWOT-Analyse helfen, die Lage zu beurteilen und Handlungsmöglichkeiten zu identifizieren. Indem man die Stärken und Schwächen eines Unternehmens oder einer Organisation kennt, kann man Maßnahmen ergreifen, um Schwächen zu beseitigen oder Stärken weiter zu stärken. Indem man Chancen und Bedrohungen erkennt, kann man sich auf mögliche Risiken vorbereiten oder diese als Chance nutzen. Beispiel: In der Covid-19-Pandemie könnte eine Firma die SWOT-Analyse nutzen, um ihre Geschäftsstrategie anzupassen. Eine Stärke könnte die Flexibilität und Anpassungsfähigkeit des Unternehmens sein, während eine Schwäche ein Mangel an finanziellen Reserven ist. Chancen könnten beispielsweise der verstärkte Bedarf an Online- Shopping und Lieferungen sein, während Bedrohungen wie Lieferengpässe oder Arbeitskräftemangel identifiziert werden könnten. Indem die Firma ihre Stärken nutzt, Schwächen beseitigt, Chancen ergreift und Bedrohungen minimiert, kann sie besser auf die Pandemie reagieren. Quellen: + „SWOT Analysis.“ Investopedia, 7 Jan. 2022, https://www.investopedia.com + „What is SWOT analysis and how to use it." BDC, https://www.bdc.ca/en/ Shelter Shelter (deutsch: Schutz) bezieht sich auf eine Unterkunft oder einen Riickzugsort, der Schutz vor den Elementen und Gefahren bietet. Shelter kann sowohl temporär als auch permanent sein und viele verschiedene Formen umfassen, von einfachen Zelten und Hütten bis hin zu komplett ausgestatteten Häusern. Einige Quellen und Links zum Thema Shelter: 1. „Shelter“ auf Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Shelter_(building) 2. „Types of Shelter“ auf Survival Sherpa: https://survivalsherpa.word-press.com/ 3. „The Ultimate Guide to Shelter Building“ von Outdoor Life: https://www.outdoorlife.com/ 4. „Shelter Design and Construction” von The Rainforest Information Centre: https:// www.rainforestinfo.org.au/ Schlachten Schlachten bezieht sich auf den Prozess des Tétens und der Vorbereitung von Tieren zur Verarbeitung zu Fleisch. Hier sind einige wichtige Begriffe und Konzepte im Zusammenhang mit dem Schlachten: « Betäubung: Das Töten von Tieren fiir den Verzehr ist in vielen Ländern gesetzlich geregelt und erfordert, dass die Tiere vor dem Schlachten betäubt werden, um ihr Leiden zu minimieren. Es gibt verschiedene Methoden der Betäubung, wie zum Beispiel die Elektrobetdaubung, CO,-Betdaubung oder Bolzenschuss. « Blutung: Nachdem das Tier betdaubt wurde, wird es geschlachtet, indem man seine Kehle durchtrennt und das Blut abläuft. Dieser Prozess wird als Blutung bezeichnet und ist wichtig fiir die Qualität des Fleisches. « Fleischqualitat: Die Qualität des Fleisches hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Rasse des Tieres, seiner Ernährung, dem Alter des Tieres und der Art und Weise, wie es geschlachtet wurde. Hier ein Link, der weitere Informationen zum Thema Schlachten bereitstellt: * Bundesministerium fiir Ernährung und Landwirtschaft: Informationen zur Betäubung und Schlachtung von Tieren in Deutschland (https://www.bmel.de/) Selbstschutz Selbstschutz wird in unserer heutigen Gesellschaft immer wichtiger. Ob es darum geht, sich vor Übergriffen auf der Straße zu schützen, im Internet sicher zu sein oder sich vor Naturkatastrophen oder anderen Gefahren zu schützen es gibt viele Aspekte des Selbstschutzes, die jeder von uns kennen sollte. Im Folgenden findest du einige wichtige Begriffe zum Thema Selbstschutz, zusammen mit Links und Quellen: 1 Selbstverteidigung: Unter Selbstverteidigung versteht man alle Maßnahmen, die eine Person ergreift, um sich selbst oder andere zu schützen, wenn sie angegriffen wird oder in einer gefährlichen Situation ist. Hierzu gehören Techniken aus verschiedenen Kampfsportarten wie Judo, Karate oder Krav Maga. Eine gute Möglichkeit, um sich über Selbstverteidigung zu informieren, ist der Deutsche Ju-Jutsu Verband e.V. 2. Notfallvorsorge: Notfallvorsorge bezieht sich auf alle Maßnahmen, die eine Person ergreift, um sich auf eine Notsituation vorzubereiten. Hierzu gehören die Vorratshaltung von Lebensmitteln und Wasser, die Erstellung eines Notfallplans und die Vorbereitung eines Notfallrucksacks. Eine gute Informationsquelle zum Thema Notfallvorsorge ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe 3. Cyber-Sicherheit: Cyber-Sicherheit bezieht sich auf alle Maßnahmen, die eine Person ergreift, um sich im Internet und auf anderen digitalen Plattformen zu schützen. Hierzu gehören das Vermeiden von Phishing-Attacken, das Sichern von Passwörtern und das Verwenden von Anti-Virus-Software. Eine gute Informationsquelle zum Thema Cyber-Sicherheit ist das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik 4. Erste Hilfe: Erste Hilfe bezieht sich auf die Hilfe, die eine Person anderen in einer Notsituation leisten kann. Hierzu gehören die Wiederbelebung, das Anlegen von Verbänden und das Stoppen von Blutungen. Eine gute Informationsquelle zum Thema Erste Hilfe ist das Deutsche Rote Kreuz 5. Alarmsysteme: Alarmsysteme sind technische Einrichtungen, die dazu dienen, eine Person vor Einbrüchen oder anderen Gefahren zu warnen. Hierzu gehören Tür- und Fenstersensoren, Bewegungsmelder und Kameras. Eine gute Informationsquelle zum Thema Alarmsysteme ist die Stiftung Warentest. Stromausfall Ein Stromausfall bezeichnet den temporären Verlust von Stromversorgung in einem bestimmten Bereich oder für einen bestimmten Zeitraum. Ursachen von Stromausfällen Stromausfälle können durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden. Einige der häufigsten Ursachen sind: « Wetterbedingte Ursachen wie starke Winde, Stürme, Blitzschläge oder Überschwemmungen « Technische Probleme in Kraftwerken, Übertragungsleitungen, Unterstationen oder Verteilungsnetzen * Menschliches Versagen wie Bauarbeiten in der Nähe von Stromleitungen, Sabotage oder Fehler bei der Wartung von Strominfrastrukturen « Überlastung der Strominfrastruktur aufgrund von hoher Nachfrage oder Stromschwankungen Auswirkungen von Stromausfällen Stromausfälle können erhebliche Auswirkungen auf die Gesellschaft haben, insbesondere wenn sie längere Zeit andauern. Einige der Auswirkungen sind: « Verlust von Produktivität und Einkommen für Unternehmen und Einzelpersonen + Unterbrechungen in Kommunikations- und Transportnetzen, was zu Verzögerungen und Störungen führt + Gefährdung der öffentlichen Sicherheit durch Ausfall von Sicherheits-und Notdiensten + Schäden an elektronischen Geräten und Infrastrukturen durch plötzliche Stromschwankungen Quellen: * Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK): Das BBK ist die zentrale Fachbehörde des Bundes für den Bevölkerungsschutz und die Katastrophenhilfe. Auf seiner Website findest du viele Informationen zum Thema Stromausfall, darunter auch Tipps zur Vorsorge und Verhalten im Notfall. Hier der Link: https://www.bbk.bund.de/ « Deutsche Energie-Agentur (dena): Die dena ist die zentrale Plattform für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme in Deutschland. Ihre Website enthält Informationen zum Thema Stromausfall im Kontext der Energiewende. Hier der Link: https://www.dena.de/ « Verbraucherzentrale: Die Verbraucherzentrale informiert auf ihrer Website über verschiedene Aspekte des Themas Stromausfall, darunter auch Tipps zur Vorsorge und Verhalten im Notfall. Hier der Link: https:// www.verbraucherzentrale.de/ « Stromausfall-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: Die Stromausfall-App des BBK informiert über aktuelle Störungen im Stromnetz und gibt Tipps zur Vorsorge und Verhalten im Notfall. Hier der Link: https://www.bbk.bund.de/ Tarnung Tarnung bezieht sich auf die Fähigkeit, sich zu verstecken oder zu tarnen, um nicht erkannt zu werden. Dies kann durch verschiedene Techniken erreicht werden, wie zum Beispiel durch Anpassung an die Umgebung, durch Tarnkleidung oder durch den Einsatz von Tarnfarben. Hier sind einige wichtige Begriffe im Zusammenhang mit Tarnung: « Tarnung: Die Fähigkeit, sich zu verstecken oder zu tarnen, um nicht erkannt zu werden. Tarnkleidung: Kleidung, die speziell für den Zweck hergestellt wurde, sich in der Umgebung zu tarnen. Tarnkleidung ist oft in Camouflage-Mustern erhältlich. « Camouflage: Ein Muster oder eine Farbkombination, die dazu dient, eine Person oder ein Objekt in der Umgebung zu tarnen. Camouflage wird oft von Militär- und Sicherheitskräften verwendet. « Tarnfarbe: Eine Farbe, die dazu dient, ein Objekt in der Umgebung zu tarnen. Tarnfarben sind oft in Grau-, Braun- oder Grün-Tönen gehalten. Quellen: « https://de.wikipedia.org/wiki/Tarnung « https://www.bundeswehr.de/ THW Das Technische Hilfswerk (THW) ist eine Bundesanstalt des öffentlichen Rechts in Deutschland. Es wurde im Jahr 1950 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Bonn. Das THW ist eine der fünf Säulen des Bevölkerungsschutzes in Deutschland und unterstützt die Bundesländer und Kommunen bei der Bewältigung von Katastrophen, Unglücken und anderen Notfällen. Das THW hat rund 80.000 ehrenamtliche Helfer, die in mehr als 660 Ortsverbänden in ganz Deutschland organisiert sind. Diese Helfer leisten bei Einsätzen im In- und Ausland technische Hilfe und unterstützen die Einsatzkräfte anderer Organisationen wie Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste. Das THW ist in verschiedene Fachbereiche unterteilt, darunter: * Bergung und Rettung + Beleuchtung « Elektroversorgung « Fachgruppe Wassergefahren « Fachgruppe Ölschaden « Fachgruppe Ortung « Fachgruppe Infrastruktur * Fachgruppe Logistik + Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung Die Fachgruppen sind jeweils mit spezieller Ausrüstung und Fachkenntnissen ausgestattet, um in den verschiedenen Einsatzszenarien schnell und effektiv Hilfe leisten zu können. Quellen und Links: « Offizielle Website des THW: https://www.thw.de/ « THW-Landesverband Bayern: https://www.thw-bayern.de/ « THW-Landesverband Nordrhein-Westfalen: https://www.thw-nrw.de/ « THW-Landesverband Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt: https://www.thw-berlin.de/ « THW-Landesverband Niedersachsen, Bremen: https://www.thw-ni.de/ « THW-Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland: https://www.thw-hessen.de/ + THW-Landesverband Sachsen, Thüringen: https://www.thw-sachsen.de/ « THW-Landesverband Baden-Württemberg: https://www.thw-bw.de/ * THW-Landesverband Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein: https://www.thw-hh-mv- sh.de/ Thorax Der Thorax ist ein wichtiger Bereich des menschlichen Körpers, der fiir die Atmung, das Herz-Kreislauf-System und andere lebenswichtige Funktionen verantwortlich ist. In der praklinischen Versorgung, insbesondere in der Notfallmedizin, ist das Verständnis der Anatomie und der Pathologie des Thorax von entscheidender Bedeutung fiir die Beurteilung und Behandlung von Patienten. In diesem Glossarbeitrag werden wichtige Begriffe im Zusammenhang mit dem Thorax erläutert und nützliche Ressourcen fiir weitere Informationen bereitgestellt. « Brustbein (Sternum): Das Brustbein ist ein flacher Knochen in der Mitte des Brustkorbs, der die Rippen und die Wirbelsäule verbindet. Es dient als Verankerung fiir viele Muskeln und ist ein wichtiger Bereich fiir die Durchführung von Thoraxkompressionen bei einer Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW). * Lunge: Die Lunge ist das Atmungsorgan des Körpers und besteht aus einem Netzwerk von Bronchien und Alveolen, in denen der Gasaustausch stattfindet. In der Notfallmedizin sind Lungenverletzungen, wie beispielsweise ein Pneumothorax oder eine Lungenkontusion, häufige Ursachen für akute Atemnot. « Rippen (Costae): Die Rippen sind gebogene Knochen, die den Brustkorb schützen und Unterstützung bieten. Rippenbrüche können durch ein Trauma verursacht werden und können zu Schmerzen, Atembeschwerden und anderen Komplikationen führen. + Thoraxkompressionen: Thoraxkompressionen sind ein wichtiger Bestandteil der Herz-Lungen- Wiederbelebung und werden verwendet, um das Herz bei einem Herzstillstand zu stimulieren. Durch das Drücken auf das Brustbein werden das Herz und die Lungen zusammengedrückt, was den Blutfluss und die Sauerstoffversorgung wiederherstellen kann. e* Thoraxtrauma: Thoraxtrauma bezieht sich auf Verletzungen des Brustkorbs, die durch Stöße, Stürze, Unfälle oder Schusswunden verursacht werden können. Zu den häufigsten Thoraxverletzungen gehören Lungenverletzungen, Rippenbrüche, Pneumothorax und Hämatothorax. « Hämatothorax: Ein Hämatothorax tritt auf, wenn Blut in den pleuralen Raum, den Raum zwischen Lungen und Brustwand, eindringt. Es ist eine häufige Komplikation bei Thoraxtrauma und kann zu Atemnot, Brustschmerzen und Schock führen. « Pneumothorax: Ein Pneumothorax tritt auf, wenn Luft in den pleuralen Raum eindringt und den Druck auf die Lunge erhöht, was zu Atemnot und Brustschmerzen führen kann. Es ist ebenfalls eine häufige Komplikation bei Thoraxtrauma. Nützliche Ressourcen: + American College of Surgeons: Advanced Trauma Life Support (ATLS): https://www.facs.org/quality- programs/trauma/atls « American Heart Association: Basic Life Support (BLS): https://cpr.heart.org/ « National Library of Medicine: Thorax anatomy: https://medlineplus.qgov/ Diese Ressourcen bieten detaillierte Informationen zu den verschiedenen Aspekten der Anatomie und Pathologie des Thorax sowie zu den verschiedenen Verfahren und Techniken, die in der praklinischen Versorgung verwendet werden. Durch das Verständnis dieser Begriffe und Ressourcen kannst du besser auf Notfälle im Zusammenhang mit dem Thorax vorbereitet sein und eine bessere Patientenversorgung gewährleisten. Quellen: 1. Quelle: Eine Quelle ist eine natürliche oder künstliche Stelle, an der Grundwasser an die Erdoberfläche tritt. Quellen können verschiedene Formen haben, wie zum Beispiel Schichtquellen, Karstquellen oder Sturzquellen. Quellen sind wichtige ökologische Lebensräume und tragen zur Wasserqualität bei. 2. Grundwasser: Grundwasser ist das Wasser, das sich in den Poren und Spalten des Bodens und der Gesteine befindet. Es ist eine wichtige Quelle für Trinkwasser und wird durch Niederschläge und Schmelzwasser gespeist. 3. Quellwasser: Quellwasser ist Wasser, das aus einer Quelle austritt. Es hat in der Regel eine hohe Qualität und ist oft Trinkwasser. Quellwasser kann für verschiedene Zwecke genutzt werden, wie zum Beispiel für die Bewässerung oder die Energieerzeugung. 4. Hydrogeologie: Die Hydrogeologie ist ein Teilgebiet der Geologie und beschäftigt sich mit der Erforschung des Grundwassers und der Quellen. Sie untersucht unter anderem die Struktur und Eigenschaften der Gesteine und des Bodens, die Grundwasserströmung und die Wasserqualität. 5. Gewässerschutz: Der Gewässerschutz umfasst alle Maßnahmen zum Schutz und Erhalt von Gewässern, einschließlich Quellen. Dazu gehören zum Beispiel die Regulierung der Landnutzung, die Reduzierung von Verschmutzung und der Schutz der natürlichen Lebensräume. Quellen: * Bundesanstalt für Gewässerkunde: https://www.bafg.de/ « Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: https://www.bmu.de/ + Deutsche Gesellschaft fiir Hydrogeologie e.V.: https://www.dgh-ev.de/ Hier findest du eine Liste der frei zugänglichen in Deutschland und der übrigen EU: « www.quellenatlas.eu. USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) Eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) ist ein Gerät, das die kontinuierliche Stromversorgung fiir elektronische Geräte und Systeme sicherstellt. Eine USV besteht aus einer Batterie, einem Inverter und einer Schaltung, die die Energieversorgung überwacht und im Falle eines Stromausfalls automatisch auf die Batterie umschaltet. Anwendungsbereiche USV-Systeme werden oft in Rechenzentren, Krankenhäusern, Industrieanlagen und anderen kritischen Infrastrukturen eingesetzt, um eine kontinuierliche Stromversorgung zu gewährleisten. Sie können auch in privaten Haushalten und Büros verwendet werden, um die Auswirkungen von Stromausfällen auf die elektronische Ausrüstung zu minimieren. Arten von USV-Systemen Es gibt drei Arten von USV-Systemen: 1. Offline- oder Standby-USV: Diese USV-Systeme schalten im Falle eines Stromausfalls automatisch auf die Batterie um. Sie bieten eine begrenzte Leistung, sind jedoch kostengünstig und eignen sich für den Einsatz in privaten Haushalten und kleinen Büros. 2. Line-Interactive-USV: Diese USV-Systeme haben eine Spannungsregelungsfunktion, die die Spannung des Stromnetzes überwacht und bei Bedarf anpasst. Sie bieten einen höheren Schutz und eignen sich für den Einsatz in größeren Büros und industriellen Anwendungen. 3. Online-USV: Diese USV-Systeme bieten die höchste Stufe der Leistung und Zuverlässigkeit. Sie verwenden eine doppelte Konvertierungstechnologie, die die Eingangsleistung in DC umwandelt und dann in AC umwandelt, um eine saubere und stabile Stromversorgung zu gewährleisten. Vorteile der USV 1. Schutz vor Stromausfällen: Eine USV schützt empfindliche elektronische Geräte vor Stromausfällen und reduziert dadurch das Risiko von Datenverlust und Systemabstürzen. 2. Regulierung der Stromversorgung: Eine USV kann die Stromversorgung stabilisieren und Spannungsspitzen und -täler glätten, um Schäden an der Elektronik zu vermeiden. 3. Notstromversorgung: Eine USV kann als Notstromversorgung verwendet werden, um wichtige Systeme in Betrieb zu halten, während ein primärer Stromausfall behoben wird. Versorgungsausfall Versorgungsausfall bezeichnet eine Situation, in der eine grundlegende Versorgungsleistung, wie beispielsweise Strom, Wasser oder Kommunikation, nicht mehr zur Verfügung steht. Ein Versorgungsausfall kann viele Ursachen haben, wie Naturkatastrophen, technische Störungen, Sabotage, Terrorismus oder menschliches Versagen. Die Folgen eines Versorgungsausfalls können gravierend sein und reichen von finanziellen Verlusten bis hin zu lebensbedrohlichen Situationen. Daher ist es wichtig, dass Unternehmen, Behörden und die Bevölkerung auf einen Versorgungsausfall vorbereitet sind und Maßnahmen ergreifen, um die Auswirkungen zu minimieren. Im Folgenden finden sich einige Quellen und Links, die weitere Informationen zum Thema Versorgungsausfall bieten: * Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bietet auf seiner Webseite umfangreiche Informationen und Handlungsempfehlungen zum Thema Versorgungsausfall: https://www.bbk.bund.de/ + Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat Informationen zum Thema Versorgungsausfall zusammengestellt: https://www. bmwi.de/ Verwundeten-Tragegriffe In Notsituationen kann es notwendig sein, verletzte oder bewusstlose Personen zu tragen. Wenn keine Hilfsmittel zur Verfügung stehen, können Verwundeten-Tragegriffe eine schnelle und effektive Lösung sein. Es gibt verschiedene Techniken und Griffe, die verwendet werden können, um eine Person sicher zu tragen. Hier sind einige gängige Tragegriffe: 1. Feuerwehrgriff: Der Feuerwehrgriff wird oft von Feuerwehrleuten verwendet, um verletzte Personen schnell und sicher aus einem brennenden Gebäude zu bringen. Der Griff wird ausgeführt, indem man den Verletzten an den Achseln packt und ihn über die Schultern wirft. Der Griff ist einfach, aber erfordert Kraft und Geschicklichkeit. 2. Kreuzgriff: Der Kreuzgriff wird oft von Rettungssanitätern verwendet, um verletzte Personen auf einer Trage oder einem Krankenbett zu bewegen. Der Griff wird ausgeführt, indem man die Person an den Schultern und Beinen greift und sie über die Brustkreuzung trägt. Der Griff bietet Stabilität und ermöglicht es einer Person, allein oder mit einem Partner zu tragen. 3. Traggriff von Handgelenk zu Handgelenk: Der Traggriff von Handgelenk zu Handgelenk wird oft von Militärpersonal und Polizisten verwendet, um eine verletzte Person schnell und sicher zu bewegen. Der Griff wird ausgeführt, indem man die Person an den Handgelenken greift und sie über den eigenen Rücken trägt. Der Griff erfordert Kraft und Ausdauer, kann aber auch von einer einzelnen Person durchgeführt werden. 4. Schultergriff: Der Schultergriff wird oft von Wanderern und Abenteurern verwendet, um eine verletzte Person aus schwierigem Gelände zu bewegen. Der Griff wird ausgeführt, indem man die Person über die Schulter legt und an den Beinen greift. Der Griff erfordert Geschicklichkeit und kann von einer einzelnen Person durchgeführt werden. Es ist wichtig, sicherzustellen, dass die verletzte Person bequem und sicher ist, während sie getragen wird. Verwende immer geeignete Trage- und Hebetechniken, um Verletzungen zu vermeiden. Quellen: « „Carry Techniques Firefighter Carry.” Rescue Response Gear, https://www.rescueresponse.com/ « „Patient Transport Cross-Carry.“ Wilderness Medical Associates International, https://www.wildmed.com/ « ,Hand-to-Hand Carry.” United States Marine Corps, https://www.marines.mil/ « „How to Carry an Injured Person on Your Shoulders." SectionHiker, https://sectionhiker.com/ War Gaming War Gaming ist eine Methode der strategischen Planung und Entscheidungsfindung, die im militärischen Bereich, aber auch in anderen Bereichen wie der Wirtschaft oder Politik eingesetzt wird. Hierbei werden Szenarien entwickelt und simuliert, um mögliche zukünftige Entwicklungen und Auswirkungen von Entscheidungen zu testen und zu evaluieren. Ein wichtiger Aspekt des War Gaming ist die Entwicklung von Strategien und Taktiken, die in realen Konfliktsituationen angewendet werden können. Durch die Simulation von verschiedenen Szenarien kann man die Wirksamkeit dieser Strategien und Taktiken testen und gegebenenfalls verbessern. Zu den häufigsten Anwendungsgebieten des War Gaming gehören militärische Konflikte, Cyber-Kriege sowie strategische Entscheidungsfindungen in der Wirtschaft und Politik. Es gibt verschiedene Arten von War Gaming, wie zum Beispiel Table-Top-Spiele, PC-Simulationen und Live- Übungen. Bei Table-Top-Spielen werden Szenarien auf Karten oder Spielbrettern simuliert, während bei PC- Simulationen komplexe Programme eingesetzt werden, die die Interaktion von verschiedenen Faktoren in Echtzeit simulieren können. Live-Übungen hingegen sind realitätsnahe Simulationen, bei denen die Teilnehmer tatsächlich physisch anwesend sind und verschiedene Szenarien durchspielen. Eine wichtige Quelle für das Thema War Gaming ist das Center for Applied Strategic Learning (CASL) der National Defense University, welches sich auf die Anwendung von War Gaming in militärischen und zivilen Bereichen spezialisiert hat. Weitere Quellen sind beispielsweise das Naval War College, das Center for Strategic and Budgetary Assessments oder die RAND Corporation. In der Wirtschaft wird War Gaming unter anderem von Beratungsunternehmen wie McKinsey, Boston Consulting Group und Bain & Company eingesetzt, um strategische Entscheidungen zu evaluieren und zu optimieren. Insgesamt bietet War Gaming eine Möglichkeit, komplexe Situationen und Entscheidungen in verschiedenen Bereichen zu simulieren und zu evaluieren, um die Wirksamkeit von Strategien und Taktiken zu verbessern und die Entscheidungsfindung zu optimieren. Quellen: Center for Applied Strategic Learning: https://casl.ndu.edu/ + Naval War College: https://usnwc.edu/ « Center for Strategic and Budgetary Assessments: https://csbaonline.org/ « RAND Corporation: https://www.rand.org/ « McKinsey: https://www.mckinsey.com/ « Boston Consulting Group: https://www.bcg.com/ « Bain & Company: https://www.bain.com/ Wasseriiberquerung Die Uberquerung von Flüssen und Bichen kann in Notfällen notwendig sein, jedoch birgt sie auch Risiken. Es ist wichtig, sich über die richtige Technik und Ausrüstung zu informieren, um sicher über das Wasser zu gelangen. Grundlegende Techniken und Ausriistung: + Die Verwendung eines Wanderstocks oder eines anderen Stiitzgerits kann die Stabilität beim Uberqueren von Wasser erhöhen. « Eine Rettungsleine sollte immer mitgeführt werden, um im Falle von Schwierigkeiten Halt zu bieten. + Eine Schwimmweste kann auch verwendet werden, um zusätzliche Auftriebskraft zu bieten. + Es ist wichtig, die Strömung des Wassers zu beobachten und die Stelle der Uberquerung sorgfältig zu wählen. « Wenn möglich, sollten Flüsse und Bäche an flacheren Stellen überquert werden. Risiken und Gefahren » Die Strömung des Wassers kann sehr stark sein und Schwierigkeiten beim Schwimmen oder bei der Fortbewegung durch das Wasser verursachen. * Der Grund des Flusses oder Baches kann uneben und schwierig zu durchqueren sein, was das Risiko von Stolpern oder Verletzungen erhöht. « In kaltem Wasser kann es schnell zu Unterkiihlungen kommen, was lebensbedrohlich sein kann 7. Abbildungsverzeichnis 1 Abbildung 1: Adobe Stock 378304444 (ProstockStudio) 2 Abbildung 2: Adobe Stock 637025413 (Andrii) 3 Abbildung 3: Adobe Stock 563867739 (Carlo) 4 Abbildung 4: Adobe Stock 383046146 H_Ko 5 Abbildung 5: Adobe Stock 239912822 (Andrii Gorb) 6 Abbildung 6: Adobe Firefly 39024; Abbildung eines brennenden Apartments 7 Abbildung 7: Adobe Stock 599425956 (wetzkaz) 8 Abbildung 8: Eigene Darstellung / Regionaler Ausfall 9 Abbildung 9: Eigene Darstellung / Globaler Ausfall 10 Abbildung 10: Eigene Darstellung / Strom-Report, Quelle der Infos: https://strom-report.com/strom/ 11 Abbildung 11: Eigene Darstellung / Strommix Deutschland, Quelle der Infos: https://strom-report.com/strom/ 12 Abbildung 12: Eigene Darstellung / Infos von www.netzfrequenz.info 13 Abbildung 13: Eigene Darstellung / Hinckley Face 14 Abbildung 14: Eigene Darstellung / Unterhosen 15 Abbildung 15: Eigene Darstellung / Kopfbedeckung 16 Abbildung 16: Eigene Darstellung / Handschuhe 17 Abbildung 17: Eigene Darstellung / Outdoor-Hemden 18 Abbildung 18: Eigene Darstellung / Outdoor-Hosen 19 Abbildung 19: Eigene Darstellung / Messer 20 Abbildung 20: Eigene Darstellung / Sonnenbrille 21 Abbildung 21: Eigene Darstellung / Wanderschuhe 22 Abbildung 22: Eigene Darstellung / Bug-Out-Bag 23 Abbildung 23: Eigene Darstellung / Zwiebelschalensystem 24 Abbildung 24: Tragegestell Savotta / Quelle: Savotta 25 Abbildung 25: Rucksack mit Packsäcken Savotta / Quelle: Savotta 26 Abbildung 26: Isomatte Savotta / Quelle: Savotta 27 Abbildung 27: Eigene Darstellung Kochgeschirr 28 Abbildung 28: Eigene Darstellung Kochgeschirr 29 Abbildung 29: Eigene Darstellung Wasserfilter 30 Abbildung 30: Adobe Stock 657330316 (Arif Malik) 31 Abbildung 31: Unsplash / John-Jourmaa-OH1YwrOFGBK 32 Abbildung 32: Unsplash / Danika-Perkinson-ZhA9vZQPTeE 33 Abbildung 33: Eigene Darstellung / Pers.-Kiste 34 Abbildung 34: Eigene Darstellung / Funkbereiche 35 Abbildung 35: Unsplash / Tegan-Mierle-FDostEIYhN8 Abbildung Cover: Adobe Stock #576525212 (JooVitor; erweiterte Lizenz) 08 Werbung BITCOIN ENDLICH VERSTÄNDLICH ERKLART. Autor DIE GRÖSSTE ALLER ZEITEN 8 FBV : | JETZT BESTELLEN UNTER: www.marc-friedrich.de TRADE & CONSULT DEIN PARTNER FÜR AUSBILDUNG, BERATUNG UND VERNETZUNG SCHAU’ JETZT BEI UNS AUF WWW.BIA-GERMANY.DE VORBEI UND MELDE DICH FÜR EINEN UNSERER ANSPRUCHSVOLLEN KURSE AN. SEI ES ZUM THEMA DESASTER MANAGEMENT, KRISENVORBEREITUNG, BUSINESS SKILLS - WIR SIND EXPERTEN AUF DIESEM GEBIET UND BIETEN DIR MIT LANGJAHRIGER ERFAHRUNG UND VIELEN ERFOLGREICHEN GAST-DOZENTEN DIE SKILLS, DIE DU BRAUCHST. COMMUNITY HANDEL & PROZESS- MEDIATION & BUILDING BERATUNG BEGLEITUNG COACHING BIA GMBH | BETZDORFER STR. 8 | 57520 SCHUTZBACH